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Posts Tagged ‘Traumaheilung’

Ich kann jeden verstehen, der sich von dem Gott abgewandt hat, wie man ihn durch die Kirchen transportiert bekommt. Denn dieser Gott hat – zumindest bei mir – einen leblosen Beigeschmack hinterlassen.

Was in Kirchen geschieht war mir wenig anziehend, und die Hierarchie dort, die den Gläubigen dazu verurteilt, passiv in der Kirchenbank zu sitzen und einem Pastor, der als Einziger die Autorität im Hinblick auf Gott hat, bei zumeist langweiligen Predigten zuzuhören, und die gar einen Papst kürt, von dem sie behauptet, er sei der alleinige Vertreter Gottes auf Erden – all das hat mich von der Kirche und damit auch unweigerlich von dem biblischen Gott und auch der Bibel weg getrieben. Die Kirche erhebt den Alleinvertretungsanspruch für Got,t und sie hat es geschafft, dass die Menschen Kirche sofort mit Gott assoziieren. Doch Kirche ist tot, Gott ist lebendig. Kirche beteiligt den Menschen nicht in ihren Prozessen, sie ist in leeren Ritualen erstarrt und hat sich jenseits von einer lebendigen, warmen, innigen Beziehung zu Gott platziert – zu dem Gott, den der Mensch so dringend braucht, und der laut Bibel dem Menschen so gerne nahe sein möchte! So hat die Kirche Gott verfälscht.

Jesus, Gottes Sohn, hat doch von sich gesagt, Er sei das LEBEN, der Weg und die Wahrheit. Doch der Weg der Religion führt in den allermeisten Fällen nicht in eine lebendige, fruchtbare Beziehung zu Gott hinein. Der Glaube an Gott bleibt so ohne Früchte, ohne Segen und ohne die Liebe, die Gott für uns in Wirklichkeit hat – für jeden Einzelnen. 

So viele Enttäuschte wenden sich nicht nur von der Kirche, sondern auch von Gott ab. Sich von Gott abzuwenden, den persönlichen Gott wegen der Kirche zu verneinen, beraubt jedoch den Menschen der Möglichkeit, direkt und unmittelbar in eine Beziehung zu Ihm einzutreten. Deshalb haben all die Lehren von Selbst-Erlösung einen derartigen Zulauf. Wir sind ganz auf uns selbst zurückgeworfen, wenn wir an ein (fehlerhaftes) Konzept glauben, wie an das eines unpersönlichen Gottes, von dem wir Teil sind. Diese Philosophie ist anziehend, denn sonst müssten wir uns ja ganz und gar einsam und zurück gelassen fühlen… In diesem Richtungswechsel schwenken wir um vom naiven Glauben unserer Kindheit an einen liebenden Vatergott – hin zum Pantheisms: Gott ist in allem, alles ist Gott, ich bin Gott. Gott und die Welt werden gleich gesetzt und somit auf einer Ebene verwoben. https://de.wikipedia.org/wiki/Pantheismus Diese Lehre ist der Bibel und dem in ihr beschriebenen Schöpfergott konträr.

In dieser so klein wirkenden Entscheidung gegen den persönlichen Gott, den wir vielleicht nur aus Enttäuschung über die Kirchen und ihre Vertreter getroffen haben – hin zu diesem kosmischen, weltlichen Gott, von dem wir uns als Teil wähnen, geschieht Gewaltiges, denn wir ändern unsere Ausrichtung und somit unser Ziel! Wir verschieben am Knopf unseres Radios den Kanal, auf dem wir zu Gott senden und von Ihm empfangen! Unser Glaube stellt diesen Kanal dann neu ein!

Wir sind Radios

Wir sind wie Radios, empfangen und senden, doch wenn der Kanal nicht richtig eingestellt ist, rauscht es und kratzt es, wird es unverständlich, oder wir empfangen sogar einen ganz falschen Sender. So sprechen wir zu einem Gott, der nicht antwortet, oder – wenn es ganz schief läuft – sprechen wir mit Geistern, von denen wir nicht wissen können, was sie wirklich von uns wollen und welche Ziele sie in Wirklichkeit verfolgen.

Es ist ganz und gar nicht egal, an welche Art von Gott wir glauben und von wem wir uns Antworten erhoffen, welchen wir anbeten und mit welchem wir kommunizieren.

Unpersönliche Stille statt liebendem Vater

Statt dem liebenden Vater wählen wir das Unpersönliche, die Stille, und erwarten von ihr Heilung. Die magische Anziehungskraft der Stille verspricht Ruhe, Entspannung und Frieden. Wir erhoffen uns von ihr die Lösung von Traumata, die Heilung von Krankheiten, die Heilung unserer Seele. Die Verwandtschaft von Stille und Tod – so wie wir ihn uns vorstellen – ist verlockend und zieht uns immer stärker in die Richtung der Selbstauflösung. Wir glauben, wir müssten nur lange und intensiv genug stille sein, unser Ich und unsere Gedanken und Impulse weg geben, hingeben, sozusagen auflösen, damit wir endlich geheilt und glücklicher werden. Als sei die Stille ein heilsamer Geist heißen wir unseren alten Schmerz willkommen und entlassen ihn in die Stille, in der Hoffnung, so geheilt zu werden. (Um es vorweg zu nehmen: ich habe Heilung erst erlebt, als ich meinen Schmerz nach Jahrzehnten der Irrwege in Unterwerfung an den persönlichen Gott gegeben habe und um Heilung betete…)

Für den Augenblick gibt die Verknüpfung des Schmerzes mit der Stille ein Gefühl der Erleichterung, wenn der Schmerz dann durchlebt ist. Doch heilt uns das wirklich? Ich habe in meiner Vergangenheit wohl tausendmal die verschiedensten Schmerzen meiner Kindheitstraumata immer wieder gefühlt und in die Stille entlassen. Ich habe dazu auch Therapeuten aufgesucht und viel meditiert. Ich habe mich mehr und mehr nach Innen gewendet und zurückgezogen. Doch es heilte einfach nicht wirklich auf Dauer. Statt dessen wurde ich immer empfindlicher für Menschen und ihre Energien. Die Feinfühligkeit und Sensibilität steigerte sich in einem Maße, dass ich im Prinzip nur noch die Natur, Bäume, Himmel, Pflanzen als hilfreich erleben konnte – Menschen jedoch machten mir mehr und mehr Probleme. Oft schien die Heilung da zu sein, doch es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendwelche Trigger wieder alte Schmerzen an die Oberfläche brachten – obwohl ich sie doch so fleißig bearbeitet hatte…

Gott ist das Gegenteil von Tod

Gott ist lebendig, Jesus ist real, nicht umsonst hatte er gesagt: “Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Matth. 18, 3-4, und: “Aber ich habe wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast” Offb. 2, 4. Kinder haben kein Konzept von einem unpersönlichen Gott, sondern sie haben einen ganz naiven, natürlichen Zugang zu einem liebenden, gütigen Gott, der ganz klar größer ist als man selbst und selbstverständlich persönlich und nahbar. Was nützt mir ein Gott, der nicht mit mir redet? Der mir nicht antwortet? Der nicht wirklich wirkt? Ich möchte als Mensch Kind sein, einen liebevollen fürsorglichen Papa haben, an den ich mich mit allem wenden kann, und der mir nicht einen Stein geben wird, wenn ich Hunger habe und um Brot bitte… (Matth. 7, 7-12)

Die Bibel ist wahr. Der Gott der Bibel ist wirksam! Wenn du auf dem richtigen Kanal mit Ihm Kontakt aufnimmst, wird Dein Leben verändert… es kommt mehr und mehr in Ordnung… Du wirst mehr und mehr lebendig, es bekommt mehr und mehr Sinn… und du wirst mehr und mehr geheilt… 

Die Verherrlichung des Todes, des Sich-in-die-Stille-hinein-auflösens in der spirituellen Szene ist in Wirklichkeit extrem ungesund. Sie führt zu mehr Isolation, zu weniger Lebendigkeit, weniger Lebensfreude, Sie öffnet die Türen für ungute Kräfte, sie ist das Gegenteil von dem, was Gott eigentlich für den Menschen möchte. Gott wünscht sich Gemeinschaft unter den Menschen, die ihn lieben. Sie sollen sich gegenseitig so lieben, wie sie ihren Gott lieben und miteinander wirken, arbeiten, leben – in einer demütigen Haltung Gott gegenüber und in innigem Austausch miteinander und mit Ihm.

Demut äußert sich nicht darin, partiell Dinge an einen falschen Gott abzugeben, wie traumatischer Schmerz oder all das, was wir weg haben wollen. Demut äußert sich in einer Haltung, die sich komplett unter Gott stellt und sich Seinem Willen und Seiner Liebe ganz und gar überantwortet. Keine Selbsterlösung, sondern immer mehr Erlösung durch Gottes große Güte. Gebet in der Haltung eines Kindes, Erwartung von Heilung und Gaben in der Haltung eines Kindes. Glaube an etwas Größeres als wir jemals selbst sein können… und entsprechender Respekt davor…

Demut tut gut

Wir machen uns selbst zu den Göttern unseres Lebens, wenn wir uns nicht unter den Schöpfergott demütigen. Demut tut gut, denn wir müssen nichts aus uns selbst heraus können. Wir dürfen Kind sein. Demut macht das Herz weich und zeigt uns, dass wir einfache Menschen sind. Selbsterlösung hat nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun. Der Begriff “Gott”  ist völlig verkommen. Jeder meint damit etwas Anderes. Jeder bastelt sich seine persönliche Philosophie zurecht, so  dass er möglichst gut dabei weg kommt und sich möglichst an nichts und niemanden, auch an keinen Gott, anpassen muss. Wir leben in einer Welt, in der Trennung das Allheilmittel ist. Sind wir in einer Partnerschaft unzufrieden: Trennung. Sind mir mit Gott unzufrieden: Trennung, und her mit einem Gott, der uns besser in den Kram passt.

“Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt…” (Pippi Langstrumpf). Doch Unbegrenztheit ist nicht des Menschen, und spätestens wenn wir alt werden, merken wir, wie einsam wir sind, wenn wir es nicht irgendwann geschafft haben, bei einem Menschen zu bleiben. Und wenn wir es geschafft haben, dann sind wir spätestens dann allein, wenn er gestorben ist. Nur die persönliche Beziehung zum liebenden Vater- und Schöpfergott kann uns durch die Widrigkeiten des Lebens tragen, kann uns tiefen Sinn geben und Erfüllung.

Auf welchem Kanal sendet Gott?

Gott wartet – auf Seinem Kanal – auf unsere Entscheidung und unsere Hinwendung zu Ihm. Natürlich kann Er auch auf anderen Kanälen senden, sonst wäre Er nicht Gott, doch Er respektiert unsere Entscheidungen für oder gegen Ihn. Er ist nicht übergriffig und nicht manipulativ. Mehrmals im Leben dringt Er bei jedem Menschen durch und wirbt um ihn. Bei mir war das immer wieder durch eindringliche Träume. Doch ich verstand Seine Botschaften oft nicht, bzw. war auf meinem Weg verirrt, und meine Konzepte leiteten mich in die falsche Richtung… Stolz und Selbstzufriedenheit standen mir im Weg und eine gewaltige Überheblichkeit. Wir sind ja viel lieber selbst die Macher, bevor wir die Kontrolle an Gott abgeben…

Wer den wahren, realen, wirklichen Gott kennen lernen möchte, sollte sich mit der Bibel befassen, denn dort ist der Weg beschrieben, und dort tritt Er in Erscheinung. Und je mehr man darin unvoreingenommen liest, umso mehr offenbart sich Sein Charakter und Sein Wille und auch Seine Liebe. Die Bibel ist vom Heiligen Geist erfüllt und kann uns tiefe Einsichten schenken und die Verbindung zu Gott herstellen für den, der Ihn aufrichtig sucht. Es ist ein lebenslanger Prozess, diesen Gott mehr und mehr zu entdecken, und Ihn kennen zu lernen. Es führt in mehr Demut, in mehr Liebe, Nächstenliebe, zu mehr Sinn und Frieden untereinander.

Entscheidung und Vertrauen

Voraussetzung ist eine klare Entscheidung für diesen Gott, die man irgendwann treffen muss. Denn keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung – nämlich dagegen. Gott kann man nicht auf Schmalspur nachfolgen, es gibt nur entweder Ja oder Nein. Wer sich FÜR Ihn entscheidet, wird es nicht bereuen! Dazu gehört jedoch, sich und sein Leben ganz an Ihn auszuliefern. Dazu braucht es Vertrauen, und Vertrauen kann die Bibel schaffen – besser außerhalb der Kirche als innerhalb, aber das muss jeder selbst entscheiden.

Viele Menschen haben sich von Gott abgewendet weil sie Leiden erleben mussten und das Gott vorwerfen. Doch Gott ist der Einzige, der uns durch jedes Leiden hindurch tragen kann. der junge Phillip Mickenbecker ist ein gutes Beispiel dafür, wie auch sein Bruder und all seine Freunde. Es gibt kein Leben ohne Leiden, es gibt aber ein Leben ohne Gott. Es ist eine Entscheidung, die nicht nur unser jetziges Leben betrifft, sondern auch die Zukunft. Für den, der lieber ohne Gott leben will steht aber zu befürchten, dass er dann auch das Leben nach dem Tod ohne Gott verbringen muss – willst du das wirklich? Die Ewigkeit ohne Gott verbringen? Ich nicht.

Bilder: Pixelio Jürgen Frey Nr. 478615, motograf Nr. 109759

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Unsere alten Reaktionsmuster auf Verletzungen sind immer die Gleichen: wir ziehen uns verletzt zurück, wir ärgern uns über den Anderen, lehnen ihn ab und wollen am liebsten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wir wollen es ihm vielleicht sogar heim zahlen, es soll ihm genauso weh tun, es soll ihm auch schlecht gehen. In Variationen kommen solche oder ähnliche Reaktionen. Und diese unsere spontanen Antworten aus der Altstruktur unserer Seele sind letztendlich nicht dazu geeignet, Konflikte aus der Welt zu schaffen oder zu lösen, sondern viel eher sie zu verschärfen, bzw. ungelöst weg zu schieben, mit samt den Menschen, die sie ausgelöst haben.

Schmerz gebiert Schmerz, Hass gebiert Hass, Bitterkeit und Unvergebenheit gebären Ablehnung, und das Traurige ist, dass wir diese Gefühle in uns weg drücken, anstatt sie zu lösen, und uns selbst damit in ein Gefängnis sperren.

Manche Menschen versuchen es mit Therapien, auch mit spirituellen Mitteln wie Meditation oder Achtsamkeitstraining, sich irgendwie zurück in den Frieden zu bringen. Auch ich habe das immer wieder versucht, der Erfolg war jedoch nicht wirklich nachhaltig.  Und bei der nächsten Verletzung reagiert man doch wieder ganz genauso und bekommt es wieder nicht wirklich gelöst. Verletzungen summieren sich, häufen sich an, bis es irgendwann zum endgültigen Bruch kommt, zur Trennung, Scheidung. Man glaubt, sich aus Schmerz heraus abwenden zu müssen und wirft die Menschen gleich mit in die Mülltonne. Menschen, die einem mal lieb und wichtig waren. Lieber bleibt man allein, und das Leben wird so immer einsamer.

Dass Vergebung nötig ist, wissen viele Menschen, und viele bemühen sich sogar darum. Und natürlich kann man versuchen, aus der eigenen Seele heraus zu vergeben, und manchmal gelingt das sogar. Doch ist eines meistens überhaupt nicht klar:  dass wir selbst Vergebung brauchen! Nicht von unserem Konfliktpartner, sondern von Gott, dem Vater!

Wenn ich mich unnachgiebig und stolz verhalte, wenn ich Bitterkeit und Hass zulasse und auslebe, sie also kultiviere, so hat das einen großen Haken: Ich wende mich nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Gott ab! Er kann mir nicht mehr wirklich nahe sein, wenn ich Gedanken und Gefühle von Bitterkeit nähre und ihnen folge und damit den Ratschlägen meiner alten Natur.

Es gibt einen Weg wieder in Frieden zu kommen: nicht nur dem Anderen zu vergeben, sondern auch Gott um Vergebung zu bitten, weil wir uns nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Ihm abgewandt haben. Als ich beschlossen habe, mich stolz vom dem betreffenden Menschen weg zu drehen, der in mir Schmerz ausgelöst hat, habe ich auch Gott links liegen gelassen – ohne das explizit zu wollen. Gott ist Liebe und nicht Bitterkeit oder Unvergebenheit. Und Gott möchte, dass Liebe unter den Menschen herrscht, und nicht, dass negative Gefühle über uns regieren.  Ich bin  einer Eigendynamik gefolgt, die nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun hat.

Unsere alt eingefahrene Struktur führt uns IMMER in Stolz und Überlegenheitsgebaren, von wegen: „Der kann mich mal, den guck ich mit dem A. nicht mehr an…“ oder „So eine blöde Kuh, der zeig ich’s aber mal… Ich brauch die doch gar nicht…“

Wie oft führen Missverständnisse zu Konflikten, die schon alleine dadurch ausgeräumt würden, wenn man das Gespräch suchen würde. Doch ist unsere Seele erst einmmal richtig angepiekst, kann sie um nichts in der Welt mehr liebevoll agieren, weil etwas in uns sich so sehr zusammen gezogen hat, dass wir glauben, uns verteidigen oder flüchten zu müssen.

Sowieso sind es meist alte Wunden, die durch heutige Geschehnisse wieder aufgerissen werden. Aber es geht hier nicht darum, woher sie stammen, sondern viel mehr um die Frage: wie komme ich wieder in die Liebe?

„Nein“, sagt der Stolz, „ich werde mich nie wieder melden.“ Man zieht sich zurück und kann auf keinen Fall klein bei geben, und man will es auch gar nicht.

Es ist nur subtil, doch es senkt sich eine gewisse Dunkelheit herab durch diese Haltung. Man tut zwar so als wäre nichts, geht sozusagen zur Tagesordnung zurück, doch in Wahrheit spaltet  man sich von sich selber ab und hofft, dass die Zeit die Wunden heilt. Abwarten und an etwas anderes denken, verdrängen, sich ablenken und sich gut zureden, es wird schon wieder – so jedenfalls lief das bei mir immer ab. Jeder Mensch hat seine eignen Methoden, wie er sich halbwegs wieder herunter holt.  Dabei ist doch dieser gute Kern in uns, der so gerne wieder strahlen möchte… Dieses Strahlen möchte Gott in uns sehen, und das wollen wir auch selbst gerne spüren! Doch ich erdulde lieber einige Tage oder gar Wochen und Monate Dunkelheit, bevor mir am Ende ein Zacken aus der Krone fällt…

Wenn ich schon zu stolz bin, um einem Menschen zu vergeben – bin ich dann auch zu stolz, um Gott um Vergebung zu bitten? Ich habe mich schließlich nicht so verhalten wie Gott es gerne sähe… Sehe ich also ein, dass ich in der Beziehung zu Ihm so etwas wie Schuld auf mich geladen habe durch mein Verhalten? Ja, aus Gottes Sicht habe ich das! Ich habe mich entschieden, einen Menschen nicht leiden zu können, mich abzuwenden und meinem in alten Zeiten geprägten „Fleisch“ zu folgen anstatt mich nach der Liebe auszustrecken.

Wenn ich jedoch erkenne, dass ich vor Gott einen Fehler gemacht habe, öffnet das ganz neue Möglichkeiten. Ohne diese Erkenntnis jedoch kann man nicht von dem Folgenden profitieren:

Ich weiß, dass Gott da ist, dass Er mir aufmerksam zuhört. Ich beginne also damit, Gott alles über den Konflikt zu erzählen (laut und im stillen Kämmerlein), auch mich zu beklagen, jede Einzelheit. Ich stelle mir meinen derzeitigen „Feind“ als Angeklagten vor, benenne ihn beim Namen und haue ihm meine gesamten Vorwürfe um die Ohren – vor Gott als Richter!!! Denn dieser Gott ist nicht scheinheilig! Er will kein Getue von mir! Ich soll einfach wahr und ehrlich sein! In Seiner Gegenwart darf ich den Anderen anklagen: wie sehr er mich verletzt hat, was sein Verhalten mit mir gemacht hat, wie es sich angefühlt hat, was ich gedacht habe, woran es mich erinnert hat, wie groß der Schmerz war – was auch immer in mir vorgeht. Und wenn ich all das vor Gott ausgepackt habe, dann ENTSCHEIDE ich mich, diesem Menschen zu vergeben. Selbst wenn ich es – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich kann, so ENTSCHEIDE ich mich dennoch dazu, denn ich weiß: Gott wünscht sich das von mir! Und ich versuche es mit ganzem Herzen.

Und dann, erst dann bitte ich den Vater im Namen Seines Sohnes Jesus Christus um Seine Vergebung FÜR MICH. Denn ich brauche sie dringend. Ich habe mich schließlich durch all die Negativität komplett von Gott abgewandt.

Jesus ist am Kreuz für mich und dich gestorben, damit wir Vergebung erlangen. Und Gott gewährt jedem, der in Seinem Namen umkehrt und von ganzem Herzen um Vergebung bittet, seine Güte. Die Geschichte in der Bibel vom verlorenen Sohn zeigt das in aller Liebe und Deutlichkeit (Lukas 15, 11-32).

Wenn ich dann in diesem Prozess nach meiner Bitte spüre, dass diese Vergebung mich erreicht hat, dass sie wirklich geflossen ist, dann erst kann ich vollen Herzens auch mir selbst vergeben für mein Verhalten! Ich darf auch hier inne halten und nachspüren, ob ich mir wirklich vergeben konnte.

Als Abschluss entscheide ich mich dann, in Zukunft nicht mehr so agieren wie es in diesem Fall war.

That’s it. Das ist meine „Therapie mit Gott“, dich als so heilsam erlebe, immer wieder. Es ist ein himmlischer Gerichtssaal, den ich da imaginiere, mit Jesus als Anwalt, dem Heiligen Geist als Zeugen und Gott Vater als Richter. Der Angeklagte (mein derzeitiger „Feind“) wird von mir beschuldigt, und dabei darf ich auch richtig die Sau raus lassen. Ich muss nichts zurück halten, denn Gott weiß ohnehin schon alles. Es geht darum, mir selbst, aber vor allem vor Gott all die Gefühle von Verletzung einzugestehen und zu bekennen, und damit sozusagen den Blick hinter die Wut zu tun und ihre Ursachen offen zu legen. Das bringt viel Licht in die Angelegenheit, denn alles was wir vor Gott bekennen kommt ans Licht.

Sehe ich dann diesen Wust von Gefühlen und Anschuldigungen an, höre ich mich selbst reden (wir sollten es unbedingt laut tun!), wird es mir leichter klar, dass ich nicht nur dringend dem „Angeklagten“ vergeben muss, sondern auch selbst Gottes Vergebung brauche.

Das Ergebnis eines solchen Prozesses ist ein sanfter innerer Frieden. Er verwandelt mich in einer ganz natürlichen Weise. Denn wenn ich alles ausgedrückt habe, bekannt habe und wirklich vergeben konnte, auch Gottes Vergebung erfahren und mir auch selbst vergeben konnte – was steht dann noch zwischen mir und dem Anderen?

Nichts, denn die Liebe kann wieder frei fließen. Ich kann mich wieder annähern und Frieden schließen, wenn der Andere mich lässt. Auf dieser Basis kann ich dann aus einer ganz anderen Herzenshaltung heraus neu entscheiden, wie ich mich weiter verhalten möchte. Versöhnung wird leicht.

Auf diesem Weg ist es möglich, Beziehungen immer wieder von negativen Gefühlen reinigen – und vor allem mich selbst! Dies ist der Weg, durch den ich meine Freiheit in Jesus erhalten kann, durch den auch Ehen gerettet werden können, es ist der Weg der Liebe, der nichts beschönigt, aber zurück in die Liebe führt. Und der schöne Nebeneffekt: ich nehme damit dämonischen Angriffen jede Grundlage. Denn wie oft setzten die sich dann noch obendrauf und bombardieren mich mit Gedanken des Hasses und der Wut, stacheln mich an und rauben mir sonst noch den letzten Funken Frieden.

Glaube an Gott ist natürlich unerlässlich dafür. Der Glaube an Ihn als Person – zusätzlich zu dem was Er sonst noch ist… Glauben und Vertrauen in Ihn und Seine Wirkkraft. Denn ich bin ein Kind Gottes, das immer wieder dumme Fehler macht und Seine Vergebung braucht. Fehler sind menschlich. Vergebung bekommt aber nur, wer darum bittet und sich vor IHM neigt. Wie ein Kind, dass zu Papa oder Mama läuft und bekennt: „Ja, ich habe das Geld aus deinem Portemonnaie geklaut, es tut mir leid!“

Bei diesem Prozess des himmlischen Gerichtssaals können und sollen Tränen fließen, denn ich öffne mich rückhaltlos dieser höheren Macht, die mich erschaffen hat. Ich höre damit auf, diese Dinge in mir zu vergraben und weg zu sperren, sie nicht wahr haben zu wollen. Damit gebe ich Gott die Möglichkeit, in und an mir zu wirken und mich zu verändern.

Gott ist Geist. Er kann tief in unsere Gehirne eingreifen. Wenn wir unserem himmlischen Papa ganz vertrauen, haben wir den, der die Verkrampfungen unserer Psyche heilen kann und will. Die einzige Bedingung ist die, an Ihn zu glauben, Ihm alles zu offenbaren und uns Ihm hin halten. Daraus fließt großer Segen.

Kleiner Exkurs zum Thema Traumata: Traumata beeinflussen unser Nervensystem. In Schockmomenten, ob körperliche oder seelische, reagiert unsere Amygdala. Sie ist der älteste Teil unseres Gehirns und reagiert automatisch auf alles was als Angriff empfunden wird. Adrenalin wird ausgeschüttet, wir kommen in einen Zustand höchster Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft. Unser Nervensystem macht uns in Sekundenschnelle fit für Kampf oder Flucht. Ist beides nicht möglich, führt es zur Erstarrung, wie bei der Maus, die vor der Katze erstarrt, wenn sie keinen Ausweg findet. Die Amygdala unterscheidet nicht zwischen echten und scheinbaren Angriffen, auch nicht zwischen körperlichen oder seelischen, sie reagiert einfach auf Stress.

Wir haben zwei Nervenstränge: Den Sympathikus und den Parasympathikus. Und bei Stress macht uns der Sympathikus dann erst richtig Stress. Diese automatischen Reaktionen können wir nicht verhindern, sie rollen einfach ab. Wir bleiben jedoch angespannt und gestresst, wenn nicht etwas Berührendes geschieht, das uns wieder beruhigt. Gott hat sich in meinem Leben als der beste Therapeut erwiesen. Vertrauen ich meinem liebevollen Papa, dem der mich aus Liebe geschaffen hat. Denn wem könnte ich sonst vertrauen, wenn nicht IHM? Er nimmt mich in die Arme und tröstet mich. Und Er sagt zu mir: „Kind, ist doch nicht so schlimm, schau, dein derzeitiger Erzfeind ist doch auch nur ein Mensch. Alle Menschen machen Fehler, du auch! Also komm, vergib ihm das, denn ich liebe ihn genauso wie dich. Er ist dein Bruder/Schwester. Beruhige dich, ich hab dich lieb. Wein dich aus an meiner Brust, und dann geh wieder in dein Leben!“

Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch diesen Vorgang der Parasympathikus den Stressprozess ausschaltet, es kommen Signale von Frieden, Entspannung fließt durch Seele und unseren Körper. Es kommen Ruhe und Frieden, eine natürliche Stille, eine Seligkeit, wie sie nur Gott schenken kann. Und ich selbst muss nichts anders tun, als mich Ihm hin zu halten.

Diese Art der „Therapie mit Gott“ ist sehr effektiv, sehr wirksam, kostengünstig und könnte den Weltfrieden retten. Gott tut das bei mir in Windeseile, was der Trauma-Therapie in Jahren nicht gelungen ist: Er beruhigt mein Nervensystem, Er heilt. Und ich erfahre: wenn ich diesem Prozess als Muster immer wieder folge, werden ich immer freier. Ich kann auch alte Geschehnissen thematisieren, Dinge dich mich irgendwo noch belasten! Auf diesem Weg gelingt es, die Schuld des Anderen und meine eigene Schuld zu vergeben, und es wird wieder hell in mir. Bei vielen Menschen hat sich so auch manche Depression in Luft aufgelöst.

PS: Dieser Prozess stammt nicht von mir! Er ist aber gängige Praxis in der Gruppe, in der ich mich Zuhause fühle.

 

Foto von Rike / Pixelio.de ID: 734246

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Wow, wie hat mich der Hl. Geist heute wieder überführt….. Die ganze Zeit schon kam ich bei der kleinsten Gelegenheit immer wieder in Rebellion gegen eine Freundin und ihre gefühlten „Vorschriften“, Ratschläge, was auch immer… Ich weiß sie meint das nicht so, doch ich konnte mein „Apell-Ohr“ einfach nicht ausschalten.

Diese Rebellion ist immer sein sehr unangenehmes Gefühl. Da steht alles in einem auf, man ist plötzlich auf Krawall gebürstet, will partout etwas ganz anders haben als jemand anderer, man fühlt sich angegriffen, bevormundet, meint sich wehren oder durchsetzen zu müssen, Gedankenketten steigen auf und puschen den Kreislauf hoch. 126338_web_R_K_B_by_110stefan_pixelio.de.jpgÄrger, Wut, man dreht sich im Kreis und steigert sich immer mehr hinein, und schon ist der Krawall da – wenn man dem Ausdruck gibt. Doch das wollte ich auf keinen Fall, denn ich kenne inzwischen diese Abläufe. Ich komme eh nicht drum herum, all das vor den Herrn zu bringen und mit Ihm zu reden.

Ich habe dem also nicht Ausdruck gegeben, obwohl ich mich zurück halten musste, sondern bin damit zu Jesus gegangen. Ich bat ihn um Überführung, ich bat Ihn mir zu zeigen worum es genau geht, denn mir war klar, dass da was Altes dahinter stecken musste. Da kam so ein Schwall übler Gefühle mit, dass ich tiefer rein gehen musste. Und schon kamen die Tränen mit ungeheurer Wucht… Plötzlich war ich wieder ein kleines Kind, das immer und immer wieder verbal und mit Schlägen nieder geknüppelt wurde, ein Kind das nicht sein durfte, das immer nur störte, das nicht geliebt wurde, das niemals etwas wollen durfte, das nie gehört wurde, dem immer über den Mund gefahren wurde. Eine solche Ohnmacht und Wut war da in mir, ich hätte kotzen können. So oft… so oft… hunderte Male hat mein Vater meinen Willen gebrochen und meine Seele verletzt. Ich fühlte wieder den Hass, den ich als Kind gefühlt hatte. Er war immer rücksichtslos und egoistisch, er dachte nur an sich, und er tat dies immer in einer grässlichen, markerschütternden Lautstärke und mit einem grimmigen Gesicht voller Hass. Man musste immer auf alles gefasst sein. So wie er mich hasste, so hasste ich ihn damals auch.

Und ich hatte geglaubt, ich hätte ihm schon längst und schon zig mal vergeben…. Pustekuchen. Heute hat Jesus all das nochmal an die Oberfläche geholt, und ich glaube, ich habe noch nie so geweint, so geschluchzt, es war ein Irrsinns-Schmerz. Immer wieder nieder geknüppelt zu werden, niemals sein zu dürfen, nichts wollen zu dürfen, immer erschlagen von der Macht der Erwachsenen, die sie schonungslos ausleben dürfen, und du als Kind darfst nichts! Nichts!!!

Mir wurde echt schlecht, ein Würgen kam hoch und Gähn-Anfälle noch und noch. Ich würgte, hustete, ja es sollte alles raus, all der Mist!

Ich hab mich Jesus an die Brust geworfen und geweint, dann brachte er mich zu (Gott)Vater, auf dessen Schoß es weiter ging. Ich war ca. 1-3 Jahre alt. Und nach langem Weinen konnte ich Ihm endlich sagen: „Ich brauche dich so sehr! Ich brauche dich doch! Ich brauche Dich!“ Dieses Brauchen hatte ich mir nie gestattet vor lauter Stolz. Niemals hätte ich meinem leiblichen Vater so etwas gesagt. Aber (Gott)Vater liebte mich und hielt mich fest im Arm und brummte sanft, und er duftete, wir hatten alle Zeit der Welt, und sein leuchtend weißes Leinenkleid war frisch gestärkt und strahlte solche Sicherheit und Geborgenheit aus…. Schließlich winkte Er Jesus heran, der die ganze Zeit dabei gestanden hatte und fragte mich, ob ich mit Ihm gehen wolle. Ja, das wollte ich. Jesus reichte mir die Hand, ich ergriff sie, und aus seinem offenen Mantel heraus strahlte feuriges, gleißendes Licht. GrößenänderungPferd_Morgen.jpg Ich hatte keine Angst, ich blieb davor stehen, und dann ging ich ganz langsam hinein…. und eine große Erleichterung erfasste mich. Es war endlich vorbei…

Meine Wut und Rebellion von heute Morgen haben sich komplett gelöst. Ja, wenn ich für mich eintreten muss werde ich das in Ruhe tun, aber der Trigger ist weg. Danke Herr für Deine Liebe und Deine Heilung!

Bildquelle: 110stefan  / pixelio.de

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Als ich 5-6 Jahre alt war hatte ich einen schrecklichen Traum. Ich träumte von einer Hexe mit einem Zauberstab. Mit der Spitze dieses Stabes berührte sie mich am unteren Rücken, etwa in Höhe des Steißbeins und verzauberte mich. Und diese Berührung war dermaßen eklig und unangenehm, dass es keine Worte dafür gibt. Ich spürte sie noch Tagelang danach, auch im Wachbewusstsein, und es fühlte sich an, wie wenn ich an einem Draht hängen würde, der in meinen Rücken geschraubt war. Es hatte etwas Peinigendes, Unfreies, es war so wie wenn ich an der Angel hängen würde und nicht mehr los käme.

Im Verlauf meiner Gespräche mit Freunden und Bekannten erfuhr ich von einigen, dass auch sie als Kinder  einen ähnlich schreckliche Traum hatten, den sie nie vergessen konnten.

Mir wurde erst viel später klar, dass das der Zeitpunkt war, an dem sich die dämonische Welt bei mir eingehakt hatte. Sie legen schon früh ihre Netze aus, um ihren Einfluss so stark wie möglich zu gestalten, und um jederzeit Zugriff zu haben. Irgendetwas in uns hat ihnen dann ein Anrecht darauf gegeben. Vielleicht war genau das auch der Zeitpunkt, zu dem in mir der Hass auf meinen Vater aufstieg, der uns Kinder, meinen Bruder und mich, immer wieder misshandelte und einschüchterte. Ich erlebte eine Kindheit mit viel Angst und Einsamkeit.

Es dauerte fast 60 Jahre bis ich diese Dämonen wieder los wurde. Danke Jesus!

Es sind unbewusste Entscheidungen (zumeist), die ihnen dieses Anrecht geben. Und die Entscheidung für den Hass ist da recht schwerwiegend. Der Hass hat sich dann verselbstständigt und richtete sich im Lauf meines Lebens immer wieder insbesondere auf Männer, aber auch auf andere Personen, die mir irgendwie zu nahe kamen. So ist es geschehen, dass ich immer wieder Menschen „weg gebissen“ habe. So arbeiten die Dämonen, sie treiben einen in Einsamkeit, Isolation und Depression. Etwas in mir war stark genug, all dies immer bewusster zu bekommen und dagegen zu kämpfen. Doch ohne Gott, ohne meinen geliebten Vater und Jesus Christus hatte ich keine Chance.

Dämonen sind geistliche Kräfte, und es bedarf stärkerer Kräfte als der menschlichen, um sie in die Flucht zu schlagen. Nur Einer hat diese Macht, diese Kraft: Gott.

Viele Jahre habe ich auf dem Weg der Spiritualität alles ausprobiert, ich suchte immer nach Heilung, Lösung, Befreiung, doch erst Jesus hat mich befreit.

Nun wache ich morgens nach gesundem Schlaf auf, in Seinen Armen, in Seinem Frieden, geschützt und geliebt und geborgen. Mein Schlafzimmer, das früher der Ort des Schreckens, der Albträume und der Ruhelosigkeit war, ist zu einer hellen Kirche geworden, in der das Zwiegespräch mit Gott den größten Raum einnimmt. Ich gehe mit Ihm schlafen und wache mit Ihm auf. Voll Dankbarkeit sehe ich Sein Wirken und Seine Liebe zu mir.

Traumatische Erlebnisse von Gewalt, Misshandlung, Drangsalierung öffnen den Dämonen nicht nur die Tür, sondern sie spalten auch Teile der Seele ab (Anm. Ana Mendez Ferell „Orte der Gefangenschaft“), und sperren Teile davon ein. Sie legen uns in Gefangenschaft.

Gefängnis

Bild © G.Palm

Immer wieder hatte ich Zeiten im Leben, die ich in Dunkelheit verbringen musste, obwohl äußerlich alles in Ordnung war und ich alles erreicht hatte was ich wollte. Trigger brachten mich dorthin, dort an diesen Ort, an dem ich wie in einer grauen Welt war, die keine Freude und keine Sonne kannte. Dort gab es  nur Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, Leere und Verlassenheit.

Keine Therapie, keine Methode, kein hilfsbereiter Mensch konnte mich da heraus holen. Diese Phasen kamen während meiner Partnerschaft immer öfter und vergifteten unsere einst liebevolle Beziehung, bis hin zur wieder einmal unvermeidlichen Trennung. Erst dann begriff ich, dass hier ein ganz realer Kampf zwischen Dunkelheit und Licht tobt. Ich entschied mich für Jesus, ich wandte mich Ihm endlich ganz zu, weil ich erkannte, dass in mir dämonisches Wirken sein musste. Und jeder weiß es: nur Jesus kann da helfen.

Doch dafür brauchte es meine Entscheidung FÜR IHN, und die Befreiung und Lebensbereinigung in Ihm. Dank einer Gruppe sehr frei und biblisch denkender Christen abseits der Kirchen bekam ich wirklich tolle Hilfe und Einweisung, ließ mich taufen und darf die Begleitung liebevoller Älterer (in geistlicher Hinsicht) genießen.

Ich bin so weich und wohl behalten gelandet, und ich danke meinem Herrn, dass er mich durch all die schmerzhaften Wirren und Kämpfe hinweg niemals wirklich los gelassen hat, dass er immer auf mich wartete, und mich wie den verlorenen Sohn der Bibel wieder in seine Arme schloss.

Das Geniale ist, dass der Glaube an diesen persönlichen Gott, und Ihm im Glauben zu folgen, ganz konkrete und radikale Auswirkungen hat auf den Geist, die Seele und den Körper.

Es ist schlicht das Beste was mir je passiert ist.

Mit Gott ist es eigentlich ganz einfach

Mit Gott ist es eigentlich ganz einfach. Man nimmt Ihn an, glaubt an Ihn und geht seinen Weg mit Ihm. Dann wird das Leben sehr leicht, denn man muss nichts, aber auch gar nichts mehr selbst entscheiden. Und man kann sicher sein: Er entscheidet alles zu unserem Besten. Er möchte uns doch glücklich sehen. Er möchte uns im Licht sehen und nicht in der Dunkelheit.

Seine Bibel ist ein Ausdruck davon, wie sehr er sich über Jahrtausende um uns bemüht hat. Und er bemüht sich weiter um uns, er wirbt um uns wie ein Bräutigam um seine Braut.

Dabei hat er seine eigenen Methoden und spannend: er hat auch einen ganz besonderen Charakter. Er möchte, dass wir Ihn lieben und zwar ganz und gar, nicht nur ein bisschen. Er möchte, dass wir uns ganz auf Seine Seite stellen, uns Ihm ganz hingeben und dahin wirken, dass möglichst viele Menschen Ihn in ihrem Herzen annehmen und die Dunkelheit hier nicht siegen wird.

Sie wird nicht siegen, das ist bereits beschlossene Sache, doch bis dahin ist noch ein Weg zu gehen, den Gott mit uns gemeinsam gehen will.

Gott macht das Leben einfach. Du brauchst kein Yoga, keine Meditation, keine Übungen, du brauchst keine Therapie, keine Lehrer, Meister, Gurus, du brauchst keine Buddhas, du musst auch keine Götter gnädig zu stimmen, ja du musst auch Gott nicht gnädig stimmen – so funktioniert das nämlich nicht.

Du musst Ihn lediglich von ganzem Herzen lieben, von ganzem Herzen an Ihn glauben und dich dann in eine Beziehung mit Ihm vertiefen. Von Mensch zu Gott, von Gott zu Mensch. Du musst mit Ihm reden, auf Ihn hören, Ihm alles erzählen, Ihn fragen, um Rat, um Hilfe, um alles kanst du Ihn bitten.

In der Bibel steht, dass Gott zutiefst enttäuscht und gekränkt ist, wenn wir Götzen anbeten. Doch was sind Götzen eigentlich? Alles was wir auf ein Podest stellen und anbeten, das kann auch der Mammon sein oder ein Mensch, oder eine Philosophie. Doch Gott möchte, dass wir uns ganz und gar auf Ihn fokussieren – und dann kommt alles was wir brauchen von Ihm.

„Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.“ (Psalm 23)

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Bild © G.Palm

Ob diese Worte wirklich wahr sind, kannst du nur fest stellen, wenn du es ausprobierst, und diese Beziehung zu Gott nicht nur in Erwägung ziehst, sondern sie auch lebst.

Als ich klein war, war es ganz natürlich, an diesen Gott als Vater zu glauben. Es konnte gar nicht anders sein. Doch das Leben kam mit seinen Erfahrungen, der Verstand erwachte, es gab schwere Erlebnisse, und weil die Kirche mir ein falsches Gottesbild vermittelt hatte, konnte ich Gott irgendwann nicht mehr annehmen. Ich lehnte ihn ab. Dieser Bruch hatte schwerwiegende Folgen, und es senkte sich sofort tiefe Dunkelheit über meine Seele. Die ersten Depressionen kamen,  Selbstmordgedanken, weitere düstere Erfahrungen folgten, Verirrungen in die Welt der freien Liebe, mit all ihren Schmerzen und Gefühlen von Besudelung und Einsamkeit. Ich wurde, ohne es zu wissen, von Dämonen beeinflusst und hatte keine Hilfe, keine Handhabe gegen sie. Ohne Gott bist du unterlegen. Und Gott respektiert deine Entscheidung, wenn sie gegen Ihn ausfällt. Er zieht sich dann zurück und überlässt das Feld dem Fürsten der Welt.

Die Dunkelheit hat jedoch keine Chance, wenn du mit Gott gehst. Es braucht nur deine Entscheidung. Er ist immer stärker! Er trägt dich auf Händen! Er wiegt dich in den Schlaf. Er ist deine Sicherheit und dein Zuhause. Du musst dich nur für Ihn entscheiden und dann diesen Weg gehen.

Das ständige Hören auf Seine Stimme wird dir den Weg zeigen. Auch diese Beziehung ist – wie jede andere auch – ein Prozess, eine Entwicklung. Sie beginnt damit, dass man sich annähert, Vertrauen fasst, vertrauter wird, sich näher kommt, sich allmählich kennen lernt, sich noch näher kommt, bis die Beziehung wirklich eng wird.

Gott wird dir mehr und mehr seine Kraft und Stärke zeigen, und seine Liebe und Güte. Du wirst mehr und mehr erleben, wie du gesundest, wie du dich besser fühlst, wie du auch stark wirst in Ihm, wie sich deine Persönlichkeit verändert, so dass der Minderwert, die Ängste, all die kranken und von satan gesäten Eigenschaften heilen. Wut, Schmerz, Ärger, Hass – sie alle werden dich verlassen. Auch das ist einfach mit Gott, und es kann sogar recht schnell gehen.

Schon mit der Befreiung (von Dämonen) und der Lebensbereinigung und anschließenden Taufe fällt vieles ab, und es wird schlagartig heller in dir. Du wirst mit dem Heiligen Geist verbunden, er zieht in dich ein. Er knüpft diese Beziehung mit Jesus und dem Vater, Er ist die Verbindung, die Nabelschnur.

Der Heilige Geist ist Gottes Bote, der Empfänger der Gebete und Geber der richtigen Worte. Er schenkt Bilder, Visionen, Er ist der Diener der Wahrheit, und „die Wahrheit wird euch frei machen“. Er lässt dich wahr werden, wahr sein und schenkt dir damit das beste Fundament für eine starke Persönlichkeit. Und du musst dir all das nicht selbst erarbeiten, sondern du bekommst es geschenkt. Den Fokus auf Gott und Seiner Stimme zu haben macht glücklich, sicher und froh. Und in einen Kreis von Brüdern und Schwestern einzutauchen, die genauso drauf sind wie du macht dein Herz noch weiter, du hast so immer Ratgeber und Helfer, Menschen die genauso „irre“ sind vor Liebe und vor Glauben wie du.

Aber wir sind nicht irre, sondern du erlebst wie dein Blick sich weitet, wie du mit Seinen Augen lernst zu sehen, wie du überhaupt die Welt mit anderen Augen siehst und mehr und mehr verstehst, was hier eigentlich gespielt wird.

Ja, es ist ein kompromissloser Weg, der deine ganze Hingabe erfordert. Aber deine Bürde ist leicht und dein Joch nicht schwer. Und dein Herz geht über in dieser Verbindung mit Ihm. Es jubelt in dir, wenn Er dich berührt, und du darfst dies Tag für Tag genießen, und du weißt mit aller Sicherheit: Dies ist wirklich, wirklich WAHR.

 

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Vielleicht wäre es gut, nun etwas mit zu teilen – allen den Menschen, die mich von früher kennen, aus den letzten 10-12 Jahren oder noch früher. Denn ich bin nicht mehr die, die ich war. Es hat sich etwas Grundlegendes in meinem Leben geändert.

Jesus Christus ist in mein Leben gekommen, und ich habe ihm in einer Wassertaufe mein Leben übergeben. Er hat jetzt die Führung. Dies fand an meinem Geburtstag statt, so bin ich nun zum zweiten Mal geboren worden am 26.3.2017 und lebe jetzt in meiner neuen Identität in Jesus Christus.

In diese Identität hinein zu wachsen ist ein lebenslanger Prozess, doch durch die Taufe und durch die Erfüllung mit dem heiligen Geist wird definitiv etwas verändert. Ich bin erfahren in vielerlei spirituellen Zuständen (Kundaliniaufstieg, mystische Erfahrungen , Erwachen) und glaubte lange, ich wisse schon alles. Doch es kam jetzt etwas Neues in mein Leben. Licht, Reinheit, Klarheit und ein neuer, spannender Weg.

Die Bereitschaft, in eine direkte Beziehung mit Jesus Christus einzutreten und sich ganz in Seine Hände zu begeben, verändert mich tiefgreifend. Natürlich sind da noch die alten Strukturen da, auch all die Erinnerungen, doch es fühlt sich so an, als sei in mir ein neues Wesen wach geworden, das ganz andere Werte hat. Im direkten Kontakt mit Gott, im Hinhören was Er will schmelzen alte Begriffe und Wertigkeiten dahin.

ER ist so voller Liebe für uns, Er wartet so sehr darauf, dass wir uns an Ihn wenden. Er ist bereit uns alles zu vergeben, wenn wir Ihm bekennen und umkehren. Bekennen und umkehren wovon? Davon, dass wir alles angebetet haben, nur nicht Ihn persönlich. Dass wir vor Buddha gekniet haben statt vor Ihm. Dass wir Gurus und Heilige vergöttert haben anstatt Ihn. Ihn, der doch der Schöpfer ist, der uns gemacht hat, der alles erhält und pure Liebe ist und so gerne mit uns zusammen sein will.

Der PERSÖNLICHE Gott. Ja.

Alles in meinem Leben war dazu angetan, diesen persönlichen Gott zu vertreiben, und das wo er doch meine erste Kinderliebe war… „Werdet wie die Kinder…“ heißt es. Und es ist wahr.
Gott wirkt in den Herzen der Menschen. Kinderherzen sind wirklich rein, und erwachsene Herzen können auch wieder rein werden. Alles was das Herz verschließt ist nicht von Gott.

Als ich 18 Jahre alt war und eine Freundin im gleichen Alter tödlich verunglückte, stieß ich Gott ganz aus meinem Leben hinaus. Nichts mehr. Nada. Weg damit. Es folgten Jahre der Depression. Und viele, viele Jahre des Herumirrens. Zwei Themen bestimmten mein Leben: die Suche nach dem richtigen Mann, der mein inneres Loch stopfen sollte, und die Suche nach Gott. Den persönlichen Gott hatte ich verstoßen, doch ich konnte nicht ohne Sinn sein, also suchte ich nach einem spirituellen Gott und seinem Gottesfunken in mir, nach Erleuchtung, nach Erwachen, nach Auflösung. All das fand ich, doch ich wurde nicht glücklich damit, sondern ganz im Gegenteil. Es raubte mir das Wertvollste: das Ich und meine Entscheidungsfreiheit. Es brachte Fatalismus, Antriebslosigkeit und Sinnlosigkeit. Und die Strukturen des alten Ego blieben trotzdem voll erhalten.

Der persönliche, der WAHRE Gott will gar nicht, dass wir uns auflösen! Er will, dass wir unseren freien Willen benutzen, um uns Ihm endlich zu nähern, um Ihn zu verherrlichen. Was heißt „verherrlichen“? Nach Seinem Willen leben, Ihn immer wieder fragen was Er will und es tun. Seine Wege gehen statt unsere und uns mit Menschen zusammen tun, die Ihn auch lieben und ihr Leben nach Ihm ausrichten.

Nahezu alles in dieser Welt ist dazu angetan, uns davon abzubringen, auch die Spiritualität. Ich habe über 40 Jahre Irrwege hinter mir. Der Sinn, den das Erwachen gab, war trügerisch. Der Glaube, es sei immer richtig, dem Offensichtlichen zu folgen, erwies sich als völlig falsch. Das Offensichtliche ist das Einfachste, es ist jedoch nur selten das was Gott will. Gott verfolgt meist andere Pläne. Er möchte vor allen Dingen gefragt werden, um Rat, um Hilfe… Er möchte an unseren Leben beteiligt sein – weil Er uns liebt.

Und welches Aha-Erlebnis: in der Hingabe an Ihn wandeln sich endlich die Strukturen des alten Ego. Sie werden plötzlich weich und fließend. Gott verwandelt die Herzen, wenn wir Ihn einladen und an uns arbeiten lassen. Aus Härte wird herzliche Wärme, aus Selbstverteidigung Offenheit, aus Angst wird Hoffnung, aus Hass Liebe.

Glaube, Liebe und Hoffnung – die größte von ihnen aber ist die Liebe. Glaube an Gott, Liebe zu Gott und Hoffnung auf Gott. Diese Drei sind die Treppenstufen, die zu Ihm führen. Gebet zu Ihm im tiefen Glauben, die Hoffnung auf Ihn öffnet die Augen, lässt uns hinwenden zu einem übergeordneten Wesen, dass IN UNS wirkt, und dessen Wirkung offen sichtbar wird. Heilungen geschehen, Schmerzen hören auf, Allergien lassen nach. Traumata werden geheilt, denn Gott als Vater steht immer bereit um zu trösten und uns anzunehmen – so wie wir sind.

Dieser Gott ist gütig, ist liebevoll, von unendlicher Weisheit. Seine Weisheit finden wir in der Bibel, sie ist tatsächlich Gottes Wort.

Wir sind vom Intellekt verseucht, vom wissenschaftlichen Denken. Es ist uns peinlich, einem Weltbild zu folgen, das von Himmel und Hölle spricht, von Gott und satan. So etwas kann ein aufgeklärter Verstand doch nun wirklich nicht mehr glauben! Doch wer tiefer in den Glauben eintaucht und vor allem in eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus, dem werden die Augen aufgehen.

Die Reinheit Gottes können wir für uns und in unserem Leben niemals erreichen, dafür sind wir zu sehr geprägt von üblen Strukturen. Doch wir dürfen Ihm alles sagen, alles beichten, alles hingeben im Vertrauen auf Ihn. Und immer dann, wenn wir dies tun, ändert sich etwas, geschieht etwas, denn Gott tut und verwandelt. Er ist in seinem Wirken spürbar. Es gibt zahllose Zeugnisse von Menschen, die tiefgreifend von Gott verwandelt wurden und deren Leben sich zum Guten gekehrt hat und sich weiter positiv verändert.

Ich bin froh sagen zu können, dass es mir genauso geht.

GrößenänderungGhislaine de Feligonde

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