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Posts Tagged ‘Selbstmord’

Heute Nacht, als ich nicht schlafen konnte, fragte ich Jesus, ob es wirklich sein könne, ob es wirklich, wirklich wahr sei, dass all die Menschen verloren gehen, die nicht den Weg über Ihn, Jesus Christus, die Person, wählen (ich komme aus 40 Jahren Spiritualität und bin erst seit 2017 bekehrt) Und Er antwortete:

Warum bin ich denn sonst gekommen? Gott hätte nicht Mensch werden müssen, wenn dies nicht notwendig gewesen wäre. Niemand kommt zum Vater denn durch mich. Ich kam als Mensch, damit diejenigen noch gerettet werden, die wirklich umkehren wollen von ihrem falschen Weg.

Es gefällt meiner alten Natur nicht, dass das wirklich die Wahrheit ist, es fällt mir schwer, das zu vertreten und wirklich dahinter zu stehen. Eine andere Antwort wäre mir lieber gewesen. Es ist ja so unpopulär. Doch wenn Jesus das sogar selbst zu mir sagt: wie könnte ich dem noch widerstehen? Zumal es auch noch mit der Bibel übereinstimmt?

Es verschließt mir mehr und mehr den Mund, bzw. lässt mich fein auswählen, wem ich etwas sage und wem nicht und vor allem: was. Die Wahrheit erzeugt Ablehnung. Und es fällt auch mir schwer, Ablehnung einzustecken. Alles Fleisch lehnt sich auf gegen die Wahrheit. Wird mein Fleisch (die alte Natur, das gottlose Ego) angetastet, steht alles in mir auf und bringt tausend Argumente gegen die Wahrheit. Das ist überhaupt DAS Symptom dafür, dass die Wahrheit wahr ist – wenn diese alte Natur in mir aufsteht und dagegen redet.

Mein gottloses Ego will nicht sterben, der Geist aber, der in mir wohnt, kennt die Wahrheit und kann sie trotzdem aussprechen. Ich setze täglich die Wahrheit gegen die Lüge. Und es tut der Seele so gut sie zu hören. Sie lauscht andächtig und wartet, bis sie ausgesprochen ist. Und oft muss sie zustimmen, zumindest akzeptieren. Und wenn Jesus der Herr meines Lebens ist, und das ist Er, hilft Er mir, danach zu leben. Und Er beruhigt meine Seele wieder mit Seiner unvergleichlichen Liebe und Seinem Frieden.

Die Gedanken von Auflehnung gegen die Wahrheit erkenne ich und bringe Sie zu Ihm ans Kreuz. Sie dürfen mich nicht bestimmen. Das haben sie mein Leben lang gemacht und mein Leben damit verdorben – doch damit ist Schluss.

Verrückte Welt

Paragraph

Die Welt wird immer verrückter. Seit gestern ist es auch in Deutschland erlaubt, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der offizielle Grund ist, dass der freie Wille nicht vom Staat beschnitten werden darf. Was für Konsequenzen eine solche Gesetzgebung haben wird, darüber macht sich kaum jemand Gedanken. Der freie Wille des Normalmenschen ist nicht frei, sondern geprägt von Dämonen. Es wird in Zukunft viel mehr Suizide geben, weil es so leicht gemacht wird, und weil wir geneigt sind, unsere negativen Gedanken zu glauben. Es wird einem ein Giftcocktail hin gestellt, man musst ihn nur trinken. Das gefällt satan, da feixt er, da kriegt er wieder Personal…

Solche Dinge machen Gott wütend und traurig. Gott ist das Leben. Der Mensch fördert den Tod. Die Dämonen haben nichts anderes im Sinn, als den Egoismus des Menschen bis zum Exzess und zur letzten Konsequenz aufzustacheln, so dass man sich für alles das Recht nimmt. Man entscheidet über Leben und Tod. Gott hat nichts zu sagen.

Wer sich umbringt hat den Tod gewählt und nicht das Leben. Und zwar ein für alle mal. Es ist eine Entscheidung, die den eigenen Willen über den Gottes stellt. Unsere Gesellschaft ist ohnehin davon geprägt, dass des Menschen Wille über dem Gottes steht. Das ist modern, und es kommt den Menschen komisch vor, wenn jemand dagegen redet. Wir haben kein Vertrauen in Gott, sondern vertrauen nur uns selbst.

Dabei….

…kam Gott als Mensch auf die Erde. Er kam mit einem Auftrag, nämlich dem, uns ein Rettungsanker zu sein. Wow, er hat sich in einen verletzlichen Körper begeben, der Schmerz empfinden kann und die ganze Gefühlspalette. Und Sein Geist war so groß, dass Er das Schrecklichste in Kauf nahm, um als Derjenige erkannt zu werden, der die Prophezeiungen der Schrift erfüllt.

Er hatte erkannt, dass Er Derjenige ist, welcher… und Er ging zu Johannes, um sich taufen zu lassen – und anschließend in die Wüste, um sich von satan versuchen zu lassen. Und Er widerstand Ihm.

Und Er wusste, dass Ihn die Liebe zum Vater und Seine Botschaft das Leben kosten würde – das menschliche Leben im Körper. Jesus ist nicht freiwillig gestorben, Er ging vorher zum Vater beten.Er schwitzte Blut und Wasser vor Angst.

Und Er fragte, ob dieser Kelch nicht doch an Ihm vorüber gehen könne. Die Wut der damaligen Religiösen richtete sich hemmungslos auf Ihn, weil Er nicht in ihr Konzept passte, ja weil Er gefährlich für sie war, weil Er zeigte, dass sie auf dem Holzweg waren. Statt umzukehren und Ihn zu erkennen, sich von Ihm belehren zu lassen brachten sie Ihn um.

Das steht symbolisch für das was heute Tag für Tag auf der Welt geschieht. Täglich wird Gott umgebracht. Alles mögliche erklären wir selbst zum Gott, als anbetungswürdig und verehrungswürdig. Manche verehren Achtsamkeit wie einen Gott, oder Stille, Yoga, Erwachen, Gurus, Präsenz, Engel, die Madonna… oder den eigenen Körper – die Krankheit unserer Zeit: Schönheit, Reichtum, Popularität. Doch nichts von all dem ist Jesus wichtig. Aber uns ist es wichtig.

Jesus wäre wichtig, dass Menschen von ihrem hohen Ross herunter kommen und umkehren, dass sie sich beugen vor einem Gott, der sie liebt und lieben möchte… Gott als Person anzunehmen ist die einzige Möglichkeit, um in eine Beziehung mit Ihm zu kommen, die fruchtbar ist für unser Leben – genau gesagt: Ihn in den drei Personen anzunehmen, in denen Er mit uns in Kontakt treten möchte: als Vater, als Jesus Christus, als Heiliger Geist.

Geist – Austauschort mit Gott

Geist ist viel mehr als nur Achtsamkeit oder Bewusstsein oder Stille oder der sonntägliche Kirchgang. Der Geist ist der Austauschort mit Gott. Hier ist die Kommunikation mit Ihm möglich. Hier ist der Ort der Hingabe (nicht in der Seele), hier ist auch der Ort des Empfangens von Frieden und Liebe, von Segen. Dann, wenn der Geist auf Ihn persönlich ausgerichtet ist, in der Zwiesprache, im Hinhalten – am Lot der Bibel ausgerichtet, die eine Messlatte ist für die Wahrheit dessen was wir denken.

Lot, Messlatte

Facebook, Instagram, Blogs, Youtube… es wird so viel geredet. Womit wollen wir abgleichen was wir hören? Woher nehmen wir die Weisheit, nach der wir gehen wollen? Wir sind umher geworfen von Informationen und zahllosen Möglichkeiten. Wir picken uns überall etwas heraus und zimmern uns unser persönliches Weltbild. Und wir hoffen, dass es so richtig ist.

Doch da gibt es einen Gott, einen guten Gott, der es extrem gut mit uns meint, und nur das Beste für uns will. Er, Derjenige, der uns gemacht hat weiß am Besten was gut für uns ist, und Er möchte mit uns SPRECHEN! Doch Gott ist nicht bei Facebook oder Instagram. Er macht keine Videos und schreibt keine Blogs. Er möchte es PERSÖNLICH sagen, jedem Einzelnen – ins Ohr, in den Geist, in die Träume.

Doch dazu müssen wir eine Kehrtwendung vollziehen, innerlich. Weg vom alten Weg ohne diesen Gott, hin zu Ihm, um Ihm mehr zu vertrauen als uns, MEHR als uns selbst und: Jesus nachfolgen.

Das Vertrauen von Jesus in den Vater

Gott kam in Jesus Christus auf die Welt, um uns zu rufen. Jesus war beispielhaft für Vertrauen und Liebe zum Vater. Ein Mensch, der uns zeigt, dass auch wir Menschen das tun können was Er tat, dass auch wir Kinder Gottes sind, die Rettung brauchen durch die Hingabe an Ihn – selbst wenn es uns das Leben kostet. Treue bis in den Tod. Dabei ist es doch für uns noch komfortabel: wir müssen nicht wirklich physisch sterben, sondern nur den gottlosen Teil von uns hingeben in der echten Nachfolge Jesu. Einmal als endgültige Entscheidung, und dann immer wieder – bis dieser Teil Ruhe gibt.

Gott macht stark in der Schwäche. Welchen Mut, aber vor allem wie viel Vertrauen muss ein Mensch zu Seinem Vater haben, wenn Er sich abmetzeln lässt? Jesus vertraute auf die Schrift. Er wusste, dass Sie vom Vater inspiriert war. Und Er wusste, dass er wieder kommen würde, und dass Sein Opfer notwendig war.

Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet

2. Petrus 1, 21

Er wusste, dass Er derjenige war, der die Menschen aufrütteln sollte und dafür schließlich sterben würde. Dies war kein selbstgewählter Selbstmord, dies war die Erfüllung des Willens des Vaters. Es war die maximal mögliche Hingabe an Ihn.

Das Ende der eigenen Weisheit

Die Bibel kann nicht mit dem Verstand verstanden werden. Dazu braucht es das Herz und die Berührung Gottes. Sie ist nicht zum Verstehen da, sondern zum Glauben. Und der Glaube rettet. Und der Glaube führt zum Verständnis der Bibel. Glauben und Vertrauen folgen auf die Umkehr und Abkehr vom alten gottlosen Weg – hin zu einem Weg gemeinsam mit Jesus. Bei den meisten Menschen geschieht das erst dann, wenn das Ende der eigenen Weisheit erreicht ist, wenn man gescheitert ist. Dann kommt Jesus und hält Seine Hand hin, wenn man sich nach Ihm ausstreckt.

Es wäre schön, es wäre besser, wenn dies VOR dem Sterbebett geschieht, vor dem vielleicht selbst gewählten Suizid, bevor die Sterbehelfer kommen – dann wird auch noch die letzte Sekunde des Lebens wertvoll sein.

Fotos von Pixelio – Lot: Nr. 633043 von Rainer Sturm, Blutstropfen: Nr. 198049 von Katzensteiner, Paragraph: Nr. 496377 von Iwona Goldczyk

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Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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