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Posts Tagged ‘Sehnsucht’

Gottes Wort – die Bibel – ist völlig aus der Mode gekommen. Nicht nur aus der Mode, es mutet regelrecht antiquarisch an, wenn Menschen aus der Bibel zitieren oder behaupten, die Bibel sei tatsächlich Gottes Wort. Vermutlich liegt es daran, dass die Instanz, die standardmäßig aus der Bibel zitiert, die Kirche ist. Doch Kirche ist nicht das Gleiche wie Religion (lat.: religio = Anbindung, Rückbindung). Vielmehr hält die Kirche durch ihre verknöcherten Strukturen und ihre leeren Rituale viele Menschen von der wahren Religion und dem Finden des lebendigen Gottes ab. Auch in meinem Leben war das so.

Da man aber doch irgendwie spürt, dass die Bibel große Wahrheiten enthält, hangelt man sich an spirituellen oder esoterischen Lehren entlang, wendet sich anderen Religionen zu und greift sich einige Aussagen aus der Bibel heraus, die man dann in seinem Sinne auslegt, so dass sie in das spirituelle Weltbild passen. So entsteht ein heilloses Kuddelmuddel aus diverse Heilslehren, die sich alle Jesus Christus auf irgendeine Art zu eigen gemacht haben, ihn jedoch niemals wörtlich nehmen.

Wenn jedoch die Bibel wirklich Gottes Wort ist – sollte man sie nicht ganz besonders dann wörtlich nehmen?

Das Neue Testament, insbesondere alles was nach Jesu Auferstehung geschehen und geschildert ist, sowie die Apostelgeschichte und die Briefe enthalten wörtliche Anweisungen und zeigen welche Voraussetzungen es braucht, damit wir Gott nahe, sehr nahe kommen können, damit wir in eine lebendige Beziehung zu Ihm kommen. Und sie enthalten Verheißungen, Aussichten auf das was wir an Segnungen erhalten, wenn wir ihnen folgen.

In der Kirche wird nicht gelehrt, wie wir diesen Anweisungen folgen und Gott finden können, denn die Kirche ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt und mit der Erhaltung ihrer Organisation. Sie hat gar kein ehrliches Interesse daran, Menschen zu Gott zu führen, denn sie ist sich Selbstzweck. Man könnte auch sagen, sie hat ein riesen Ego, das sie füttert, anstatt sich Gott hinzugeben. Sie hat keinen Bezug mehr zum Menschen und legt die Bibel in ihrem Sinne aus, sie hält damit mehr Menschen ab als dass sie sie zu Gott hin zieht.

Und doch sind wir gezogen, so sehr gezogen von unserer Sehnsucht nach Glück und Erfüllung, nach wahrem Leben, nach Freude, Frieden und Harmonie. Diese Sehnsucht ist es in uns, die auch eine Verheißung ist, und alles was diese Sehnsucht tötet ist nicht von Gott.

Der Gott der Bibel ist der Schöpfergott, der Gott des Lebens. LEBEN bezeichnet in der Bibel alles was Samen trägt und Frucht bringt. Lebendig sein an sich ist pure Freude, ist Frieden, ist Harmonie. Lebendig sein ist etwas ganz anderes, ist so viel mehr als das, was in der Spiritualität als SEIN verherrlicht wird. Es ist viel mehr als einfach nur vorhanden zu sein wie ein Fels vorhanden ist.

In der Bibel wird das LEBEN gefeiert, das Lebendigsein.

 Bibel

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Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.

Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;

sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.
Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.

Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.

Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Korinther 13

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