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Posts Tagged ‘Nachfolge’

Widerstand ist zwecklos….

Den folgenden Text habe ich für mich selbst geschrieben. Vielleicht sagt er auch den Menschen etwas, die sich bereits für Jesus entschieden haben und ihren Weg mit Ihm gehen.

Im Grunde ist jeder Widerstand gegen Gott zwecklos. Nicht nur jeder Widerstand sondern auch jedes Bemühen, irgendetwas vor Ihm zu verbergen oder geheim zu halten, Ihm etwas vorzuenthalten. Überhaupt ist es aberwitzig zu glauben – unbewusst oder bewusst, dass Er irgendwas nicht mitkriegen könnte…
Diese Haltung von wegen: „Ich weiß ja, Er will das nicht, aber ich tue es trotzdem ganz klammheimlich…“ ist von vorneherein lächerlich, denn dieser Gott weiß nicht nur alles, Er sieht auch alles, es bleibt Ihm nichts verborgen, Er ist allwissend. Punkt und Basta.
Deshalb ist es IMMER der einfachste Weg, mit Ihm über alles zu sprechen, auch über das was wir gerne ohne Ihn tun würden. Ihn in allem mit einzubeziehen rettet uns dann auch letztlich vor den Konsequenzen, die unser Alleingang haben würde.
Ich kenne das, da sagt eine Stimme in mir: „Ich will ja Seinen Willen tun, aber auf keinen Fall tue ich dies oder das! Das kommt gar nicht in die Tüte. Das geht einfach nicht, deshalb verschließe ich meine Ohren, ich fahre die Scheuklappen hoch und gehe stur meinen Weg. Ich frage Ihn besser nicht!

Das einzig Gute an diesem Weg ist, dass du deinen Willen dann durch setzt. Doch auf Kosten deiner Beziehung zum IHM. Je länger dieser Zustand dauert, umso mehr fühlst du dich getrennt, umso weniger gut klappt es in deinem Leben, umso mehr Mist passiert dir. Nicht etwa weil Er straft. Gott straft nicht, aber weil deine Distanzierung Seinen Schutz aushebelt. Du schlägst Seine Führung aus, du landest auf einem ungünstigen Gleis, denn wo Gott nicht ist, ist alles ungünstig und gefährlich. Dort wuchert das Unkrauf am Wegesrand, möglicherweise liegen plötzlich Felsbrocken im Weg, oder der Zug wird des nachts überfallen.
Du selbst hast es ja gewählt, dich von Ihm zu entfernen.

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Denn: selbst wenn Widerstand auftaucht gegen Gottes Ratschlüsse für dich, selbst wenn du rebellierst dagegen – warum bringst du nicht auch all das vor Gott? „Herr, ich bin in Rebellion, bitte hilf mir, dass ich Deinen Willen tun kann! bitte hilf mir, dass ich wachse, dass ich sogar Rebellion vor Dir nieder legen kann! Ich zeige Dir alle meine Schwächen, alle meine Unzulänglichkeiten, und ich bitte Dich, mich darin zu verändern, mich zu heilen, mich zu einem würdigen Kind Gottes zu machen!“
Da Gott eh schon alles weiß, ist es unsinnig, auch nur einen Millimeter ohne Ihn zu gehen.
Ja, es heißt, dieser Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Und Er ist nicht nur eifersüchtig auf Götzen und Götterbilder, sondern auch auf jedes eigenbrötlerische Verhalten und Denken, auf jedes Abschweifen und auf jedes Stückchen Wegstrecke, in das Er nicht einbezogen wird. Dieser Gott möchte bei allem dabei sein.

Einen Bluts-Bund hat Er mit den Menschen geschlossen. Er hat sich für uns in einer so tiefen Weise entschieden, dass wir es gar nicht ermessen können. Er will uns nicht verlassen, doch wir zwingen Ihn immer wieder in die Distanz.

Gottes größtes Geschenk an uns ist der freie Wille, den Er IMMER respektiert. Und setzen wir diesen freien Willen (aus Seiner Sicht) sozusagen GEGEN IHN ein, wird Er diese Grenze nicht überschreiten. Und kannst du dir vorstellen, wie sehr Er darunter leidet, wenn du Ihn auf Distanz hältst? Er leidet. Denn Er will weiterhin Seine Liebe über dich ausgießen, dich in Seinen Armen wiegen und dir Seinen Frieden schenken. Bist du dumm, dass du das ausschlägst? Bist du dumm, dass du in deinem Stolz verharrst und nicht weißt, dass Er eh schon alles von dir weiß?

Nichts, aber auch gar nichts kannst du vor Ihm geheim halten. Du kannst dich nur ins Abseits setzen, und je länger du das tust, umso schwerer wiegen die Folgen.
In der Bibel steht, dass Ungehorsam in Seinen Augen das Gleiche ist wie Götzendienst. Und auf Götzendienst reagierte Er schon immer allergisch.

„Ich bin ein eifersüchtiger Gott“ sprach Gott. Und wow – wie menschlich ist das denn????? Gott ist wie wir, bzw. wir sind Ihm ähnlich, in Seinem Bilde, in der Bibel steht es ja schon seit tausenden von Jahren. Also mit ein wenig Einfühlungsvermögen können wir uns vorstellen, wie Er sich fühlen muss, wenn wir lieber andere Menschen vergöttern oder Heilige anbeten, anstatt Ihn live hier und jetzt bei jedem Schritt zu fragen und einzubeziehen.

Nein, wir müssen nicht blind Seinen Geboten folgen. Kadaver-Gehorsam ist nicht das was Gott von uns erwartet. Was Er aber möchte ist unsere volle Aufmerksamkeit, unsere volle Hinwendung und eine Art von Zusammenarbeit, die die meisten Menschen gar nicht kennen. Und ja, Gott weiß wie wir uns fühlen, und Er kennt unsere Schwachheiten. Aber Er möchte, dass wir alles vor Ihm ausbreiten, und zwar immer wieder. Und Er ist bereit immer wieder zu vergeben – wenn wir zurück kommen und Ihm unsere Schwächen bekennen, und wenn wir bereit sind, umzukehren und Seine Hilfe anzunehmen.

Gott kann zu einem Begleiter werden wie ein Geliebter, ein Freund, ein Vater – aus Fleisch uns Blut. Er antwortet. Er spricht zu uns. Er beantwortet Fragen, Er tröstet, Er leitet. Wenn du mit Ihm ins Gespräch gehst, lernst du mehr und mehr Seinen Charakter kennen. Doch bete vorher, dass du nicht von falschen Geistern getäuscht wirst, dass Er dir offenbart, welches Seine Stimme ist. Am Besten entscheidest du dich ganz und gar für Ihn, dann wird es leichter. Bis dahin gibt es keine Garantie für richtiges Hören.

Ein Leben mit Gott ist schon sehr anders als ein Leben, indem alles Andere Seine Stelle einnimmt. Mein altes Leben war nichts anderes als die verzweifelte Suche nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Inhalt und nach irgendetwas, das ich vergöttern, anbeten könnte… Doch all das kann nur Einer wirklich und auf Dauer stillen: Er. Ein Leben mit der Person Gottes, mit Jesus im Herzen, ist ein innerer Reichtum für den es keine Worte gibt. Geistige Klarheit, Frieden, Liebe, Sicherheit, Heilung von den alten Verletzungen, Heilung des Körpers – all das hat Er nicht nur versprochen, sondern schenkt Er auch wirklich!

 

Image-ID: 532681 Pixelio/Reuter
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Definition, Bedeutung
  • Religiosität bezeichnet die unterschiedlichen Arten von Glaubenshaltungen und deren Ausdrucksweisen (Riten, Werte, moralische Handlungen). (www.fremdwort.de)

 

598825_web_R_B_by_LouPe_pixelio.deReligiosität gibt es in allen Weltreligionen, im Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus, aber auch in dem was die einzige Alternative zu sein scheint: der Spiritualität und der Mystik.

Religiosität bedeutet den Tod des lebendigen Glaubens und der lebendigen Beziehung mit unserem Schöpfer. Jede Form von Dogmatismus, Riten und schematischen Abläufen, jede Gewohnheit die Selbstzweck geworden ist, jeder Zwang und jede Betonung von Vorschriften und Gesetzen engt das Herz ein und lässt uns nicht mehr frei, dem Wahren in uns zu folgen. Dazu gehören auch Gruppenzwang, Gruppendruck, aber auch die Anbetung von Menschen, Führungspersönlichkeiten, Gurus und Heiligen (Aufzählung ist beispielhaft).

Religiosität engt das Herz ein, und wer feinfühlig ist, spürt dies als Unwohlsein oder mulmiges Gefühl im Bauch. Eine unbewusste Abwehr steigt auf, wenn man sich in einer solchen Umgebung befindet, und oft versucht man sich mit Gedanken zu beruhigen. Wenn man von etwas überzeugt ist und etwas unbedingt möchte, aber dennoch ein Unwohlsein aufsteigt, ist man geneigt, das zu übergehen, es mit Argumenten nieder zu halten, um die Überzeugungen nicht aufgeben zu müssen.

Ich spürte dieses Unwohlsein als Kind in der Kirche. MariaLaach_kleinIch spürte, dass das was dort geschah nicht wirklich echt war, nicht wirklich WAHR war. Es war so etwas wie „Getue“, und es hatte mit dem wonach ich in meinem Herzen Sehnsucht hatte nicht wirklich etwas zu tun. Ja, es schien etwas damit zu tun zu haben, weil sich all das auch mit Gott beschäftigte, doch irgendetwas stimmte nicht. Mir war klar, dass Gott es nicht brauchte, dass Riten und Zeremonien abgehalten werden. Also wozu all das? Er brauchte auch nicht Scheinheiligkeit und Frömmigkeit. So konnte Gott unmöglich sein.

Genau das gleiche Gefühl beschlich mich, als ich Jahre später in die Spiritualität und die Erwachens-Thematik eingetaucht war. Einmal wollte ich an einem Zen-Sesshin teil nehmen. Dort herrschte eine so gedrückte und strenge Stimmung im Meditationsraum, und währen der Abwesenheit des Zen-Meisters hörte ich in seinem Hotel-Zimmer den Fernseher laufen. Er kam nur zu den Gesprächen herunter und ließ die Schüler allein meditieren. Die Schüler, Menschen in schwarzen Gewändern, mit ernsten Gesichtern, waren eingespannt in die strengen Abläufe dieses Sesshins, und schienen mir versteinert auf ihrem Weg zur Erleuchtung. Ich ertrug diese Stimmung nicht und ging vorzeitig.

Später dann in spirituellen Seminaren oder Kongressen beschlich mich eine ähnliche Beklommenheit. Dort ging es darum, möglichst spirituell reif zu wirken, meditativ, konzentriert nach Innen, möglichst bewusst, innerlich still, nicht urteilend, dafür aber liebevoll und weise.  In Gesprächen vermied jeder zu urteilen oder über irgendjemanden oder etwas negativ zu sprechen. Doch dies war nicht echt (unter der Oberfläche spürte man es häufig kochen), sondern von einer inneren Gesetzlichkeit erzwungen, die aus einer Überzeugung erwuchs – nicht jedoch aus dem Lebendigen, Wahren in uns.

Was ist denn lebendig und WAHR in uns? Wir sind am Leben, wir tragen Sehnsucht im Herzen nach Beziehung, nach Liebe und angenommen sein. Und wir projizieren diese Sehnsucht auf Menschen und erwarten von ihnen, dass sie unsere seelischen und geistigen Bedürfnisse stillen. Dabei ist diese Sehnsucht so groß, so umfassend und so gewaltig, dass wir niemals, und ich betone NIEMALS durch menschliche Beziehungen wirklich glücklich werden können (auf Dauer). Viele verbringen jedoch ihr Leben damit, nach dem richtigen Menschen zu suchen, oder auch nach der richtigen Religion/Glaubensrichtung oder beides – so war es bei mir auch.

Wir brauchen einen Anker.  Unsere Überzeugungen und Glaubensvorstellungen sind Haltestäbe für die Psyche. 614551_web_R_by_Rike_pixelio.deSie sind unsere einzige Sicherheit. Wir brauchen von daher Überzeugungen, und es fällt uns schwer wenn es nicht gar unmöglich für viele ist einfach zu sagen: „Ich weiß es nicht“.

Nein, wir können es auch wirklich nicht wissen. Wir brauchen jemanden, der es uns sagt, der uns Fragen beantwortet, jemanden der untrüglich ist, integer und wahr, jemanden dem wir unser ganzes Vertrauen schenken können, der uns niemals im Stich lässt und immer zu uns steht. Wer könnte das sein?

Wenn wir an einen unpersönlichen Gott glauben, kann es ja niemand sein, höchstens ein Alles und Nichts, zu dem man jedoch keine Beziehung aufbauen kann. Für eine Beziehung braucht es ein Gegenüber. Der persönliche Gott der Christlichen Kirche ist jedoch für viele Menschen einfach nicht tragbar, weil die Kirche ihre Religiosität über Ihn gebreitet hat wie einen Mantel, der mehr verbirgt als dass er etwas zeigt.

Auf der Suche nach der Person, der ich bereit wäre mein Leben hin zu legen, fiel mir nur Jesus ein. Mir wurde in einem Kairos-Moment sonnenklar, dass ich IHN brauche. Wer sollte mich denn heilen, wenn nicht ER? Ich hatte mich selbst nicht heilen können, und auch das Alles und Nichts hatte mich nicht geheilt. Es hatte mich auch nicht besser gemacht. Nach wie vor spürte ich viel Hass in mir, der von meinem strengen Vater in mich eingepflanzt worden war.

Ab dem Moment an dem ich mich dem persönlichen Jesus zu wandte und zu Ihm begann zu beten, Ihn zu bitten, mit Ihm zu sprechen, laut, nicht nur innerlich, wendete sich das Blatt in meinem Leben. Ab diesem Moment geschahen Begegnungen und Fügungen, die meinen Weg ebneten, denn ich suchte nach Menschen, die eine direkte Beziehung zu Ihm hatten und mir helfen könnten – nicht aus Eigennutz, nicht um selbst im Zentrum zu stehen, sondern um Jesus ins Zentrum zu stellen.

Ich hatte das Glück sie zu finden und auch Jesus zu finden – in meinem eigenen Herzen – als Geliebter, als Gesprächspartner, als Ratgeber, als Heiler und als Vermittler zum Vater. Es brauchte eine eindeutige Entscheidung FÜR IHN, um eine Lawine los zu treten, die sanft mein altes Leben zudeckte und Raum für Neues machte. Für das Wahre und Echte, für Lebendigkeit in der Beziehung mit Gott, ohne jede Religiosität, ohne Riten, ohne Gesetze. Nur eins zählt für mich: das was Jesus mir ins Herz schreibt.

Jesus selbst verändert uns und prägt uns Sein Wesen auf, wenn wir nah an Ihm sind und bleiben. Er nimmt das Dunkle heraus und tut Sein Wesen hinein. Ich habe Ihm mein Leben gegeben und tue es immer wieder. Es war die beste Entscheidung meines Lebens.

Die lebendige Beziehung zu Jesus braucht keine Kirchen, keine Kathedralen, keine Gottesdienste und auch keine Meditation. Sie braucht keine Riten, keine Niederwerfungen und keine Geldspenden. Jesus  will das lebendige Herz, denn Er ist das LEBEN und der WEG und die WAHRHEIT.  Nur dort kann er sich aufhalten und wirken, dort berührt uns Gott.

Fotos: © Gpalm Maria Laach, LouPe  / pixelio.de, Rike  / pixelio.de,

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