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Posts Tagged ‘Jesus Christus’

Beim Meditieren konzentriert man sich nach Innen. Man versucht, ungestört nach Innen zu schauen, in die Stille zu gehen, um sich zu zentrieren. Oft mit geschlossenen Augen, im Zen-Buddhismus gibt es eine Technik, in der man mit halb geöffnete Augen vor der weißen Wand sitzt, um alle visuellen Störungen auszuschalten. Mancher verortet Gott im Innern, oder man glaubt, das Bewusstsein an sich sei Gott, und es müsse nur wirklich leer werden, um seine wahre göttliche Natur zu offenbaren. Man erhofft sich von dort her Erlösung und Frieden. Die eigene göttliche Natur ist das große Thema in vielen spirituellen Richtungen, sie ist das gemeinsame Credo des New Age, sie ist der Brennpunkt vieler Schulen, Lehrer und Kurse.

Sich selbst als göttlich zu sehen passt sehr gut in diese Zeit. Wo sollte man Frieden finden – da man an keinen echten Gott mehr glauben kann, als an den im eigenen Innern? Der biblische Gott wurde durch die Kirchen und ihre Verfehlungen, sowie durch ihren früheren Dogmatismus unglaubwürdig.

So war es auch in meinem Leben.

Ich war von diesem persönlichen Gott meiner Kindheit abgrundtief enttäuscht. Und die Pastorin hatte keine vernünftigen, keine schlüssigen, keine Hunger machenden Antworten auf meine Fragen, als eine Freundin tödlich verunglückte. Ich stellte die Frage, die jeder stellt: warum sie sterben musste, und die Antwort war nichtssagend. Es habe Gott halt gefallen, sie jetzt schon zu sich zu rufen…. Puh.

Einen solchen Gott wollte ich nicht, ich wandte mich von Ihm ab und zeigte Ihm den Stinkefinger. Dann wurde es recht traurig in meinem Leben. Ich war sehr orientierungslos und sehr jung. Nach Jahren der Verirrungen, schmerzhafter Erfahrungen, Sinnlosigkeit und auch Depression hörte ich endlich von diesem spirituellen Gott, der in mir als Funke vorhanden sein sollte, hörte von Erleuchtung und von der Möglichkeit, mit diesem Gott eins zu werden, in ihm aufzugehen. Angeblich hatten das schon viele weise Männer und Frauen erreicht. Die sah man Als sogenannte Heilige auf Fotos im Internet verklärt auf Kissen sitzen und voller Sanftmut schweigen.

Mein Weg auf der Suche nach diesem inneren Gott hatte begonnen. Ich möchte jetzt hier nicht weiter ausholen – Tatsache ist, dass ich in vierzig Jahren alles, oder sagen wir wirklich vieles auf diesem Weg erlebt habe, was Andere erstreben und sich wünschen, einschließlich dem seg. „Erwachen“ (Erleuchtung). Doch Gott fand ich bei all dem nicht. Ich fand viel Stille, auch das erweiterte Bewusstsein vom Einsein mit dem Kosmos, der Erde, der Natur, und doch trieb mich der Weg letztlich an mein psychisches und physisches Ende durch Krankheiten, depressive Zustände und schließlich Angst. Mein Gott des Bewusstseins konnte mir offensichtlich nicht helfen. Brav gab ich immer wieder all meine schweren Gefühle ans Bewusstsein ab, bzw. durchlebte sie achtsam bis sie vorbei gingen. Ich beobachtete ihr Kommen und Gehen. Doch leider kamen sie immer wieder, und immer schneller. Und die Lebensumstände hatten sich so gefügt, dass sie alte Muster an triggerten. Auch die nahm mir die Achtsamkeit nicht, obwohl ich sie glasklar sah. Spirituelle Therapien brachten mir keine Erleichterung, ich bekam Angst vor manchen Menschen, spürte, sie tun mir nicht gut! Es wurde immer schlimmer. Ich war wirklich komplett verirrt in diesem meinem Leben, und es gab keine Hoffnung mehr für mich. Endpunkt.

Erster Verdacht – düstere Erinnerungen

Wo war da mein Bewusstseins-Gott? Was half mir das Einssein, wenn ich das Leben an die Wand gefahren hatte? Und warum ging es mir so schlecht? Allmählich keimte ein Verdacht in mir auf. Was, wenn diese ganzen Philosophien, die ich geglaubt hatte, gar nicht stimmen würden? Siedend heiß kam es mir, dass da Jemand oder Etwas von Kindheit an versucht hat, mich vom echten Licht, vom wahren Gott fern zu halten und bestrebt war, mich fertig zu machen. Ich erinnerte mich, dass fast jede spirituelle Erfahrung auf irgendeine Art und Weise einen negativen oder düsteren Beigeschmack gehabt hatte. Entweder fand es in tiefster Dunkelheit statt, oder brachte das Bewusstsein von frenzenlosem Alleinsein, oder davon Gott zwar zu hören, aber herrisch und unheimlich, oder gar von Furcht oder Angst, von Ausgeliefertsein und Spielball zu sein, als die Kundalini sich meldete. Die Übersinnlichkeit griff nach mir sowohl verlockend, als auch erschreckend. Ich erinnerte mich auch an einen Traum als Kind, als eine „Hexe“ sich mit einem Haken an meinen Rücken heftete und mir einen peinigenden Schmerz verursachte, der noch tagelang im Wachzustand anhielt.

Und dann wurde mir klar: Jemand oder Etwas hatte versucht, mich zu besetzen, hatte mich in meinem Leben in Umstände geführt, die mir nicht gut taten, und zwar immer wieder. Jemand oder Etwas hatte es von Anfang an auf mich abgesehen. Jemand oder Etwas hat meine Strickmuster dazu benutzt, um mich zu Dingen zu verführen, die mir nicht gut taten. Und Jemand oder Etwas gebrauchte auch andere Menschen, um mich vollends klein zu kriegen! Ich sah mich plötzlich als Zentrum eines abgekarteten Spiels. Jemand oder etwas war kurz vor dem finalen Schlag, denn jetzt ging es bei mir ans Eingemachte. Ich hatte schon monatelang dämonische Attacken des Nachts, die ich jedoch nicht als solche interpretierte. Sie foppten mich, lachten mich aus, saßen auf mir, ließen mich erstarren, machten mir Angst. Ich wagte mich nicht mehr einzuschlafen. Durch Schlafmangel und zunehmende Ängste stieg mein Blutdruck, fing mein Herz an zu rasen, und ich schleppte mich nur noch halbtot durch den Tag. Ich interpretierte das als verdrängten Anteile (Schatten) von mir.

Und dann dämmerte es mir. Irgendetwas konnte hier nicht stimmen. Die Fragezeichen mehrten sich. Gleichzeitig bekam ich Besuch von einem entfernten Bekannten, der mir strahlend von Jesus erzählte und von Menschen, die durch die Lebensübergabe an Ihn und durch Taufe Befreiung erlebt hatten. Er wies mich auf einen Film hin, in dem man sehen konnte, wie Menschen von Dämonen frei gesetzt wurden. Mir war so etwas immer viel zu krass gewesen, doch jetzt schaute ich ganz genau hin. Konnte es sein? Was, wenn es tatsächlich einen Satan gab, wenn es Dämonen wirklich gab? Was, wenn sie nicht einfach nur meine „dunklen Anteile“ waren, sondern echte geistige Wesen, die es auf mich (und viele Andere) abgesehen hatten? Was, wenn diese Dämonen manchmal andere Menschen reiten wie ein Reiter das Pferd und durch sie negativ auf mich einwirkten?

Hoffnung und Heilung

Aus meinen jahrzehntelangen Studien aller Literatur, die neben spirituellen auch christlich/mystische Werke umfasst hatte, auch der Bibel wusste ich, dass es nur Einen gibt, der den Dämonen Paroli bieten kann: Jesus Christus. Und ich begann, nach Ihm zu rufen – und zwar laut – nicht mehr IN MIR, sondern ÜBER MIR, irgendwo, unsagbar wo, doch als ein Gegenüber, nicht mehr internalisiert in mir als eine Art Energie. Die hatte mir ja all die Zeit nicht wirklich geholfen. Nein, ich rief DIE PERSON JESUS CHRISTUS an und schrie um Hilfe! Ich trieb mir selbst in Seinem Namen die Dämonen aus (soweit es möglich war), es war mir bitter ernst. Und ich spürte, wie eine Übelkeit aufstieg, mein Magen nach oben kommen wollte, eine Art Brechreiz, und ich etwas Widerliches, Unsichtbares heraus würgen wollte. Und ich war froh, dass das geschah und wehrte mich nicht. Und dann verließ mich etwas durch den Mund, gefolgt von mehrmaligem Gähnen und immer tiefer werdender Entspannung.

Und dann war er da, der Friede. Eine Weite und Höhe, eine klare Durchsichtigkeit, ein Strahlen und so viel Licht. Es war, als würden Wolken weg gezogen, und aller Schmerz hatte mich verlassen. Der Himmel war aufgerissen. Wenn ich heute daran denke, kommen mir wieder die Tränen der Dankbarkeit.

Es war also wahr: Jesus lebte, und es gab Dämonen, und es gab den Kampf der Dunkelheit gegen das Licht.

Das Gegenteil von Gebet

Vielleicht muss ich jetzt gar nicht mehr viel sagen, um den wirklich großen Unterschied zwischen Meditation und Gebet zu erklären. Im Gebet spricht man mit JEMANDEM, nämlich Gott-Vater oder Jesus, in der Meditation schweigt man und schaut auf sich selbst. Deshalb ist Meditation das GEGENTEIL VON GEBET! Im Gebet ist man in Beziehung zu einem lebendigen Gott, zu einem lebendigen, geistigen WESEN, und auch wenn man still wird im Gebet ist man nicht allein, sondern im Angesicht Gottes, im Glauben an Ihn. In der Meditation befindet man sich auf einem ganz anderen Gleis. Es ist eine vollständig andere Ausrichtung. Und dieses Gleis wurde installiert und wird propagiert von einer dunklen, sehr dunklen Kraft, die sich als Licht ausgibt (Luzifer).

„Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, du Bezwinger der Völker! Du aber gedachtest in deinem Herzen: »Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.« Doch hinunter ins Totenreich fährst du, in die tiefste Grube!“ Jesaja 14, 12-15

In der Meditation fehlt jeder Bezug zu und jede Kommunikation mit Gott (dem echten Gott). Weder spricht man mit Ihm, noch kann man Ihn hören, man dreht sich nur um den eigenen Bauchnabel. Unbewusste Inhalte können aufsteigen und von Dämonen benutzt werden, um Engel, oder auch Jesus, jenseitige Meister, oder was auch immer vorzuspiegeln. Die Meditation öffnet solchen Wesen Tür und Tor.

Negative Folgen

Die negativen Folgen dieser Konzentration auf sich selbst, sehe ich bei vielen spirituellen Menschen. Es sind alles Menschen, die nach dem Guten suchen und sich nach Gott sehnen, jedoch den falschen Zug genommen haben. Viele werden zunehmend beziehungsunfähig, man mag Tiere lieber als Menschen, und geht man doch in Beziehung, so sind diese Beziehungen nicht von Leben, sondern von Schweigen und einer Art Lähmung geprägt. Alles Leben wird abgetötet im Versuch, immer mehr und tiefer still zu werden. Man geht wie ein Geist durch die Welt, immer auf sich selbst gerichtet. Im geheimen verachtet man die Menschen, die noch nicht „so weit“ sind und noch nicht so durch blicken, man schaut in die Leere des Bewusstseins – und das Leben wird immer fruchtloser. Viele werden egozentrischer, weil sie sich vor fremden Energien schützen müssen. Immer mehr Menschen werden als Störfaktor betrachtet, und man schottet sich ab. Die steigende oder gar übersteigerte Sensibilität für sogenannte „Fremd-Energien“ ist eine häufige Folge des Weges nach Innen – und sie hat keine gute Quelle. Und sie verfolgt kein gutes Ziel. Man muss sich selbst schützen, weil man keinen Gott hat, der einen wirklich und wahrhaftig schützt.

Manche Menschen sind stolz auf diese übermäßige Sensibilität, werden hellsichtig, hellfühlend… Und der Stolz und die Neugier treiben sie noch mehr in magische Übungen oder Praktiken hinein, die noch tiefer in die Dunkelheit führen. Es ist im wahrsten Sinne ein „Teufelskreis“.

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Doch wo ist das, was die Bibel verspricht, nämlich LEBEN und Licht, Liebe zwischen den Menschen und Vergebung? Wo sind die guten Früchte dieses Weges? Ich kann sie nicht finden. Ich höre mehr und mehr von fehlgeleiteten Gurus, missbrauchenden Geistheilern, Geld machenden spirituellen Lehrern, die ihr Machtbedürfnis befriedigen und im Grunde Menschen verachten. Solches wird mit den Jahren übrigens immer schlimmer und offensichtlicher.

Man hält sich für den Nabel der Welt. Und nahezu jeder, der eine tiefe spirituelle Erfahrung gemacht hat, ermächtigt sich selbst, kraft seiner eigenen Göttlichkeit zu lehren.

Mit Gott und Jesus Christus hat all das jedenfalls überhaupt nichts zu tun – auch wenn viele Ihn im Munde führen. Jesus wurde im New-Age zur Christus-Energie degradiert, der Heilige Geist zum Weltgeist, der Vatergott ist komplett out. In unserer „aufgeklärten“ Zeit kann man damit kaum mehr jemanden hinter dem Mond vor holen. Ein paar versprengte Christen treffen sich zum Gebet, die Masse geht den Weg ins scheinbare Licht, das in Wirklichkeit tiefste Dunkelheit ist und nicht weiter vom LEBENDIGEN Gott entfernt sein könnte.

Im Spirituellen tummeln sich falsche Jesusse zu Hauf. Satan verkleidet sich gerne als Jesus. Er ist ein Lügner von Anfang an, ein Schauspieler, der nichts Gutes im Schilde führt. An den wahren (biblischen) Jesus als Person wendet Mensch sich erst dann, wenn er völlig am Ende angekommen ist. Glücklich ist derjenige, der vor dem Sterbebett zu Ihm findet.

Bitte nicht falsch verstehen – ich will niemanden zur Kirche leiten, denn auch die Kirchen sind weitgehend tot, auch sie haben sich weit von der Wahrheit entfernt. Mir geht es um die einzige, um die echte, um die persönliche Beziehung zu Jesus Christus, der Herr auch Deines Lebens sein möchte. Und nimmt man Ihn als Seinen Retter an, so wirkt Er auf allen Ebenen des Lebens heilsam – IMMER gut! IMMER ordnend, IMMER aufbauend, Immer FÜR DICH und FÜR DIE LIEBE. Es braucht Deine Entscheidung für Ihn – und Er wird in Dein Leben kommen!

Welchem Jesus hast Du Dein Leben gegeben – dem echten oder dem falschen? Der echte wird dich niemals manipulieren, er wird keine Dunkelheit bringen sondern Licht, er wird niemals zwingen oder quälen, Er beruhigt, Er besänftigt, Er klärt auf, Er macht alles hell, Er nimmt die Ängste, Er heilt den Schmerz, Er erfüllt Gebete, Er macht Seinem unbestechlichen, aber sanften Charakter alle Ehre. Er verzeiht alles, wenn du bereust, und Er beschenkt dich dann mit Seinem Licht. Jeden Tag aufs Neue, wenn du Ihm Deine Probleme und Schwierigkeiten übergibst und Seinen Rat suchst. Hast du keinen Partner? Geh zu Jesus, und Er wird den Mangel erfüllen und dich durch alles hindurch tragen.

Im Menschen wohnt nichts Gutes, sagte schon Paulus. Wir jedoch sind überzeugt von unserer Göttlichkeit, obwohl wir so fehlerhaft sind… Satan hat schon bei Adam und Eva mit dem Argument überzeugt, dass sie würden wie Gott, wenn sie von der verbotenen Frucht essen. Und heute sind wir an genau dem gleichen Punkt. Wir halten uns für Götter und beißen kräftig hinein…. ich nenne das „Hybris“.

„Ich weiß wohl, dass der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch darum bemühe. Ich will zwar immer wieder Gutes tun und tue doch das Schlechte; ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch. Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. Ich mache immer wieder dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue das Böse. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen. Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieser Widerspruch zwischen meiner richtigen Einsicht und meinem falschen Handeln beweist, dass ich ein Gefangener der Sünde bin. Ich stelle also fest: Innerlich stimme ich zwar dem Gesetz Gottes zu, aber in meinen Taten folge ich dem Gesetz der Sünde. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?“ Römer 7, 18-24

Fotos: Philipp Wiebe / pixelio.de

Bildquelle Luzifer: https://www.museodelprado.es/en/the-collection/art-work/the-fall-of-lucifer/9e8f74fa-1736-4526-baa4-0075c3513e

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Ich habe den größten Teil meines Lebens als Tontechnikerin beim Hörfunk gearbeitet, habe in dieser Zeit Beiträge und Sendungen bearbeitet. Es ist jeweils die Entscheidung des Autors, welche Teile eines Beitrags er senden will und welche nicht. Hat er sich entschieden, heißt es: „Schnitt!“ Die Entscheidung, welche Worte gesendet werden sollen und welche nicht, hat im Allgemeinen keine allzu großen Auswirkungen. Doch im Gegensatz dazu haben die Entscheidungen in unserem Leben oft sehr große Auswirkungen! Entscheidungen können weitreichend und schwerwiegend sein. Insbesondere meine ich hier die Entscheidung, ob wir an einen Schöpfer-Gott glauben wollen oder nicht. Denn es hängt von dieser Entscheidung und unserem Willen ab, ob wir Gott nahe kommen können oder nicht.

Aufgrund wovon treffen wir unsere Entscheidungen?

Als ich 17 oder 18 Jahre alt war, traf ich die Entscheidung, Atheistin zu werden, aufgrund einer traurigen Geschichte, in der eine junge Freundin durch einen Unfall plötzlich verstarb. Ich konnte den Schmerz kaum ertragen. Ich entwickelte Wut und Hass auf Gott.

Wir richten uns meist mit unseren Entscheidungen nach Gefühlen, oder nach vernünftigen Erwägungen und nach unseren Erfahrungen, denn: Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir selbst wissen was gut und was falsch ist, und was gerecht und was ungerecht. Wir glauben, wir wären im Besitz der Wahrheit und entscheiden nach diesem Anschein.

Scheinbare Wahrheit

Jeder Mensch hat in unserer chaotischen Welt seine eigene Wahrheit. Doch die Wahrheiten widersprechen sich und führen im schlimmsten Fall zu Mord und Totschlag. Wäre es da nicht weiser, der Wahrheit einer objektiven, unbestechlichen, guten und weisen Instanz – Gottes zu folgen? Wenn alle dies täten, wäre diese Welt ein wunderbarer Ort…. Doch der Mensch baut gemeinhin nur auf sich selbst, doch er ist fehlbar, er ist subjektiv, nicht souverän, er hat keinen Überblick, ist oft blind von Emotionen und Gedankenketten und ist tatsächlich nicht in der Lage, aus sich heraus (ohne Gott wirklich zu kennen) zu wissen was wirklich wahr und wirklich gut ist.

Gott jedoch weiß was wirklich wahr und wirklich gut ist. Derjenige, der diese Welt geschaffen hat, der uns geschaffen hat ist selbst die Wahrheit, ist selbst das Gute. Wer könnte also besser wissen als Er, was die Wahrheit ist und was das Gute ist? Und so lange wir Gott noch nicht wirklich kennen gelernt haben und mit Ihm eine Beziehung aufgebaut haben, so lange brauchen wir ein Hilfsmittel, um Seine Wahrheit zu erkennen und nach ihr entscheiden zu können. Und dieses Hilfsmittel ist die Bibel.

Mit ihrer Hilfe können wir diese Beziehung aufbauen. Und anhand von dem was sie sagt können wir – noch bevor wir in Beziehung mit Gott sind – lesen und verstehen, in welche Richtung es gehen sollte. Anhand der Bibel können wir hören was wirklich wahr und wirklich gut ist, und wie der Mensch, und wie wir als Menschen sein könnten.

Lass dir nicht von der Kirche Gott vermiesen!!!!

Die Kirche ist nicht Gott. Keineswegs. Niemand hat je so viele Menschen von Gott abgehalten wie die Kirche, ich meine insbesondere die katholische Kirche mit ihrer schrecklichen Vergangenheit. Durch sie wurde die Bibel zu einem Gesetzestext. Vielen Menschen dreht sich geradezu der Magen um, wenn sie in der Bibel lesen sollen, weil die Kirche aus Worten wie „Buße“ und „Sünde“ einen dicken, schwarzen Hammer geschmiedet hat, um Menschen in Angst zu bringen und gefügig zu machen. Damit hat sie das neue Testament und Jesus nicht verstanden.

Angst verhindert jede Intimität mit Gott

Aus Angst Gesetzen zu folgen ist überhaupt nicht das worum es geht. Die Botschaft des neuen Testaments ist nicht Drohung sondern Liebe, Gnade und Freiheit; nicht die wilde Freiheit des Menschen, der einfach tun möchte was er will und wie es ihm gerade einfällt – sondern die Freiheit, IN GOTTES LIEBE mit Ihm zusammen zu wählen, immer wieder – MIT GOTT.

Die Freiheit, die Gott schenkt ist die, dass der Mensch nicht mehr selbst entscheiden muss was gut und was recht ist, was wahr und was unwahr ist; es ist die Freiheit dessen, der erleben darf, wie gut es sich anfühlt und dem eigenen Leben und Umfeld tut, wenn er geführt wird – von einem Gott, einem liebenden Vater, der uns diese Qualitäten (das Gute, das Wahre) nicht nur in der Bibel vorschlägt, sondern sie selbst in Person IST und repräsentiert.

Dieser Gott hatte niemals etwas anderes im Sinn, als die Menschen zu sich hin zu ziehen, um in ihnen wohnen zu können. Er hat den Menschen geschaffen, um mit Ihm in einer Beziehung zu sein, wie gute, enge Freunde, wie Blutsbrüder.

Er ist ein Gott, der nahbar ist, der sich uns offenbaren will, nicht obwohl, sondern WEIL Er unser Gott und Schöpfer ist! Er möchte in unserem Leben unser König sein – ein weiser, gütiger König, voller Macht und Kraft. Er möchte alle, aber wirklich alle Schritte unseres Lebens GEMEINSAM mit uns gehen. Er möchte gefragt werden und uns dann unter die Arme greifen, uns Vorschläge machen, uns wohl tun wo es immer möglich ist.

Gott weiß, dass dieses Leben in einer gefallenen Welt, die nur so von falschen Wegen strotzt, schwer ist. Deshalb reicht Er uns Seine Hand – immer wieder. Er geht hinter uns her, um uns für sich zu gewinnen. Er fügt die Dinge, damit wir immer wieder die Chance haben, uns für Ihn zu entscheiden, anstatt für das was weder wahr noch gut ist. Er will, dass es uns gut geht!

Gott spricht nicht durch das „Bauchgefühl“

Von Anfang an (1. Mose 3) hat der Mensch immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen und sich damit von Gott und von der ursprünglichen Schönheit und Einfachheit des Lebens entfernt. Nur von sehr wenigen Menschen ist überliefert, dass sie Gott wirklich kannten und hören konnten. Einige davon sind die Autoren der Bibel.

Es ist nicht so, dass Gott immer durch das Bauchgefühl mit uns spricht – wie sehr viele Menschen glauben. Bevor man mit Gott geht, ist das Bauchgefühl eine trügerische Sache. Es muss mit dem Heiligen Geist geprüft werden. Es ist auch nicht so, dass Gott immer durch das Herz zu uns spricht, denn auch das Herz kann verdorben, falsch geprägt und somit trügerisch sein. Auch durch Logik und Vernunft ist Gott nicht zu erreichen und zu fassen. Erst wenn wir Gott gestatten, alle diese Ebenen mehr und mehr zu reinigen (durch Umkehr vom Falschen und durch Seine Vergebung), werden wir empfänglicher für Seine Stimme.

Die Bibel als Lot und als Wegweiser

Wenn du noch keine persönliche Beziehung zu Gott hast (was für die meisten Menschen gilt) und in einer spezifischen Situation fragst, was jenseits deiner eigenen Meinung wirklich gut und richtig und wahr ist, du Gott aber noch nicht hören kannst, dann gleiche deine Entscheidungen mit dem ab, was in der Bibel steht. Und suche mit ganzem Herzen und ganzem Verstand nach der Wahrheit und der Beziehung zu Gott. Jesus ist die Tür zu einem wahrhaft guten Vater. Jesus hatte und hat den Draht. Jesus lebt. Er ist hier.

Die Bibel steckt voller Weisheiten. Das alte Testament ist sowohl Geschichtsbuch als auch Weisheits-Buch. Im alten Testament findest du Weisheiten besonders in den Psalmen. Das neue Testament ist am besten für Einsteiger geeignet. Dort kann man in der Apostelgeschichte und in den Briefen lesen, wie die Urgemeinde lebte und was ihre Prinzipien waren. Sie waren noch ursprünglich und ganz, ganz nah an Jesus dran.

Die Ermahnungen von Paulus an die Gemeinde in Korinth zeigen, dass es schon damals Spaltungen gab durch Menschen, die ihre eigene Wahrheit leben wollten, anstatt den Worten Jesu zu folgen.

Schon immer war es ein sehr, sehr, sehr schmaler und heikler Pfad, der zu Gott führt, und auf solchen Wegen braucht man einen Führer (die Bibel).

Trügerische Freiheit

Es ist sehr verführerisch, seine eigene Wahrheit leben zu wollen. Es verspricht Erfolg, es stärkt unser Ego, und es gibt auf den ersten Blick ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit (von Gott). Doch ist Unabhängigkeit von Gott wirklich das Richtige für uns? Das Leben zeigt uns oft genug, dass wir doch in die Irre gegangen sind. Die Jahre nach meiner Atheisten-Entscheidung waren die traurigsten meines Lebens. Ich hatte jeden Boden verloren und fiel besinnungslos und blind und getrieben durchs Leben, bis ich endlich wieder einen Funken Glauben fand. Gott hatte mich nicht vergessen. Auf vielen Umwegen musste ich jedoch gehen.

Die Freiheit, die es schenkt, Gott zu folgen, ist nicht zu beschreiben, denn hier wird man wirklich frei von sich selbst. Gott ist so gut, so weise und so voller Liebe, sogar in seinen Korrekturen, dass es eine Freude ist, Ihm zu folgen – selbst wenn der eigene Wille ein anderer gewesen wäre. Denn Er schenkt durch Offenbarungen Einsicht und Erkenntnis. Fehler sind immer erlaubt, wichtig ist das Zurückkommen wie beim verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32). Dies ist eines der wichtigsten Gleichnisse der Bibel. Unbedingte Freiheit tut dem Menschen nicht gut, er kommt immer wieder in Sackgassen. Erst die Abhängigkeit von Gott macht wirklich frei.

Dieser Gott hat einen wunderbaren Charakter. Er ist so voller Liebe und Weisheit. Er kennt alle deine Wege, jeden Gedanken, er vergibt immer wieder deine Fehltritte, wenn du zurück kommst, und Er weiß was war und was kommen wird. Deshalb kannst du getrost und ohne jede Zweifel dem folgen was Er dir sagt. Durch den Heiligen Geist (den du im besten Fall durch eine Erwachsenen-Taufe empfängst), spricht Gott zu dir.

Das Glück, IHN zu hören

Ihn zu hören ist zunächst nicht ganz einfach. Es ist Übungssache. Es braucht echtes, ehrliches Gebet, Hinwendung, totale Offenheit zu Ihm hin, und immer wieder Umkehr von falschen Wegen, um Ihm auch nah zu bleiben. Durch ein Gefühl der Verlorenheit und dann im Abgleich mit der Bibel und erfahre ich persönlich, wo ich wieder in die falsche Richtung geritten bin. Dann beginne ich, Gott zu fragen, wo der Fehler lag, und wie ich es ändern kann.

Was bringt dich Gott nah?

Sprich mit Ihm wie zu dem Vertrautesten deiner Vertrauten. Du sprichst mit deinem besten Freund. Erzähle Ihm alles. Halte nichts, aber auch wirklich gar nichts zurück. Offenbare Ihm nach und nach all deine Schwächen, deine Zweifel, deine Ängste und auch durchaus deine Vorwürfe. Gott wird dich nicht verurteilen, wenn du Ihm dein Herz anvertraust. Er kann das alles nehmen, einfach weil es ehrlich und aufrichtig und wahr ist. Sprich laut, nicht nur innerlich. Sich selbst zuzuhören verstärkt die Kraft.

Und dann, je weiter die Beziehung fort schreitet, beginnt er dir nach und nach Dinge zu offenbaren. Über dich und über Ihn und über die Wahrheit in deinem Leben. Mehr und mehr erkennst du Sein Wirken in allem, und wie sehr Er dich schon immer gerufen hat. Du erfährst, welche Entscheidungen dich von Ihm weg brachten, auch warum dir so manches Schlechte und Schwere widerfahren ist. Du lernst von Gott auch über Sein Königreich. Du verstehst die Bibel immer besser, du wirst sie sogar eines Tages hoch spannend finden und dir Bücher kaufen, die dir helfen, Gott und die Bibel noch besser zu verstehen.

Es liegt ein Weg vor dir, auf dem du nicht mehr alleine bist, denn du gehst ja mit Gott – ob du nun einen Lebenspartner hast oder nicht. Ein Weg, auf dem du immer Leitung findest – wenn du sie suchst. Ein Weg auf dem du immer wieder hörst, wie sehr dich Gott liebt!

Gott entfernt sich nicht

Nach 46 Jahren Spiritualität, Esoterik, Buddhismus und Erwachens- und Erleuchtungs-Gedöns kann ich endlich sagen: ich habe meinen Weg gefunden, und ich habe Gott wirklich gefunden. Ich bin täglich in Kontakt. Und wenn ich es nicht bin, dann weiß ich sehr schnell, was mich davon abgehalten hat, und ich kenne die Wege, wieder in Seine köstliche und liebevolle Gegenwart zu kommen.

Nicht Er ist es, der sich von uns entfernt, sondern wir sind es selbst, die uns abwenden und nicht hören wollen. Doch Sein Herz ist immer offen für uns. Es ist allein unsere Entscheidung, uns umzudrehen und zurück zu kehren. Wir haben den freien Willen letztendlich, um uns freiwillig für Ihn zu entscheiden – immer wieder.

Entscheidung aus dem Geist

Die Entscheidung für Ihn können wir nur aus dem Geist heraus treffen, insbesondere wenn uns die Emotionen übermannen und wir nicht mehr wissen wohin. Wenn du verstrickt bist in widerstreitenden Gefühlen und Gedanken: reiß dich heraus in den Geist, jenseits des Denkens. Treffe die Entscheidung, nicht mehr selbst die Antwort finden zu wollen, sondern Seine zu hören – frage Gott. Lass dich nicht entmutigen. Gib nicht auf. Suche Ihn vom Geist aus. Immer wieder. Gott ist Geist und steht über der Vernunft und über den Gefühlen. Deine Entscheidung für Gottes Antwort wirkt sich aus, nach oben und nach unten. Die Gefühle folgen dem nach, sie sollten nicht deine Führer sein. Wenn dich beim Nachsinnen über Gottes Antwort für eine Entscheidung tiefer Frieden flutet, dann bist du dort genau richtig.

Die Entscheidung, dein Leben Jesus zu geben

Dies ist die größte Entscheidung für dein Leben, die du treffen kannst. Sobald du dich wirklich entschieden hast, dein Leben Gott zu widmen (ein Senfkorn an Glauben genügt), werden sich Wege öffnen.

Habe Geduld und sei offen. Suche dir Menschen, denen du vertrauen kannst und lass dich taufen, damit du den Heiligen Geist empfängst, und beginne deinen ganz persönlichen intimen Weg mit IHM. Jetzt hast du einen starken Partner, der mit dir durchs Leben geht. Und vielleicht liest du auch die Bücher, die dabei helfen können, um in eine nahe Beziehung zu kommen (z.B. „Meine Schafe hören meine Stimme“ von J.C. Hedgecock).

Wenn du durch die Prägungen der Kirchen eine Aversion gegen die Bibel entwickelt haben solltest, dann bitte Gott, dir die Wahrheit zu zeigen und dich von der Aversion zu befreien. Schlage im Internet nach, was die Begriffe, die dich stören, wirklich bedeuten, und schau bitte nicht auf den Kirchen-Seiten, sondern in Lexika, Wikipedia oder Bibel-wissenschaftlichen Seiten. Beginne damit, Gott selbst zu fragen, was Er eigentlich gemeint hat, dann wird er Heilige Geist dein Lehrer.

Wir lehnen ab was wir nicht kennen

Viele lehnen Gott ab, weil Er nicht in das Bild passt, das man sich von Gott gemacht hat. Doch man lehnt ab was man nicht kennt, weil man eine vorgefasste Meinung über Ihn hat. Gott ist wie Er ist, und Er wird sich nicht ändern. Und Er verspricht uns in der Bibel, dass es sich lohnt Ihn zu suchen und Ihm zu folgen. Den Weg ohne Gott haben wir lange genug ausprobiert. Vielleicht ist es jetzt Zeit für eine neue, grundlegende Entscheidung. Wir können Ihn nämlich erst dann wirklich kennen lernen, verstehen und erfahren, wenn wir in eine persönliche Beziehung mit Ihm treten; erst dann wissen wir – dann aber aus erster Hand!

Photos: Pixelio Image-ID 460757 Thomas Max Müller/ Image-ID 407482 und 348363 Rainer Sturm/ Image-ID 451076 Torben Wengert/ Image-ID 153737 Axel Müller/ Image-ID 806877 BettinaF/ Image ID 417875 A. R.

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Wir sind Beziehungswesen

Schon immer lebten wir Menschen, wie auch die meisten Tiere in sozialen Verbänden, in Gruppen, in Partnerschaften, Familien, Sippen und Völkern. Die Gruppe gab und gibt uns Sicherheit und Schutz. Auch bei den Tieren bedeutet Einsamkeit oder verstoßen zu sein den sicheren Tod. Deshalb ist es von Gott genial gedacht, uns so zu prägen, dass aufeinander angewiesen sind.

Doch da gibt es noch etwas, worauf wir viel mehr angewiesen sind. Da ist in uns eine weitere tief in uns wohnende Prägung, und das ist die Sehnsucht nach einem Gott, nach einem grandiosen Wesen, das uns liebt und uns geschaffen hat: hypergenial, hyperintelligent, weise, allwissend, allmächtig, rein und heilig, nicht korrumpierbar. Aus dieser Sehnsucht heraus sind alle Religionen entstanden. Doch nur in einer einzigen von ihnen hat sich Gott persönlich auf die Erde begeben, um uns den Weg zu Ihm (sich selbst) zu weisen. Und dieser Mensch, in den Gott sich inkarniert hatte, Jesus Christus, war etwas äußerst Besonderes. Kein Menschenleben auf dieser Erde vor tausenden von Jahren wurde so gut dokumentiert und von so vielen Zeugen beschrieben. Dieser Jesus Christus ist, im Gegensatz zu vielen mythischen Geschichten anderer Religionen kein Mythos, sondern geschehene, echte Realität. Jesus ist keinem Mythos entsprungen, sondern war wirklich hier.

Prophetien erfüllt

Gott hat es für nötig befunden (und im Alten Testament vielfach darauf hingewiesen), jemanden zu schicken, der Ihn, den Vater, den Schöpfergott bezeugen konnte, und zwar nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten, durch vielfach bezeugte Wunder und Zeichen, sowie durch einen unbestechlichen und nahezu unglaublichen Charakter. Jesus war nicht abhängig davon, ob Ihn Menschen lieben, ja Er ließ sich sogar von ihnen töten – soweit ging Seine Opferbereitschaft für Seinen und unseren Vater. Und: Jesus war auch deshalb hier, um all das zu erfüllen, was bereits im alten Testament geweissagt wurde. Zahllose Prophezeiungen der Bibel sind bereits erfüllt, ein Artikel geht von 3.268 erfüllten Prophetien aus. http://www.kath.net/news/27913 (Hier noch ein Beitrag eines Wissenschaftlers zum gleichen Thema: http://www.professorenforum.de/bibliothek/artikel/detailansicht/biblische-prophezeiungen-und-mathematische-wahrscheinlichkeiten/

Gott hat zuletzt mit Jesu Erscheinen alles getan was möglich war, um noch möglichst vielen Menschen vor und in der Endzeit (die ebenfalls in der Bibel prophezeit ist) Anstöße zu geben, umzukehren und sich ganz und gar auf Gott zu werfen – auf einen Gott, der sie sehnsüchtig erwartet und nicht will, dass sie verloren gehen!

Gott ist kein Marionettenspieler

Gott ist kein Marionettenspieler. Wir alle haben Gelegenheit, uns freiwillig für oder gegen Ihn zu entscheiden, und zwar immer wieder. Der freie Wille ist es, der uns Gott ähnlich macht. Denn welchen Wert hat es, wenn eine Marionette tut was der Marionettenspieler will? Kann man jemanden zur Liebe zwingen? Liebe kann nur aus freiem Herzen und freier Entscheidung fließen, sonst ist sie nichts wert. Wer versucht, einen Menschen dazu zu zwingen, ihn zu lieben, wird das Gegenteil von Liebe ernten.

Deshalb ist unsere freiwillige Liebe für Gott so wertvoll! Und deshalb schickte Er Seinen Sohn wie einen Zeigefinger, der auf Ihn, den Schöpfergott hin wies. Doch Jesus ist noch weit mehr als der Zeigefinger, Er ist auch das offene Tor zum Vater hin. Da Er selbst von Ihm ausging, kam Gott uns durch Ihn richtig, richtig nah. Jesus sagte: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“ Joh. 14, 23. Was für ein Angebot! Und: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ Joh. 14, 6.

Welche Beweise für Gottes Liebe brauchen wir noch?

Zahllosen Menschen auf der ganzen Welt erscheint Jesus Christus im Traum! Moslems bekehren sich zu Ihm, obwohl es für sie den Verlust von allem bedeutet, einschließlich Familie – was für Moslems tatsächlich einem Verlust der Identität gleich kommt. Doch Gott schenkt denen, die sich für Ihn entscheiden eine neue Identität, eine neue Sicherheit, einen neuen Weg durchs Leben, so dass sie befähigt werden, ihn auch zu gehen.

Jedem von uns möchte Gott das schenken. Er ruft uns Tag für Tag, Sekunde für Sekunde. Er wartet auf jeden Einzelnen. Und Er zeigt sich uns beständig durch die Genialität und Herrlichkeit der Schöpfung, der Natur.

  • Pusteblume

Vergleichen wir das was Gott gemacht hat (die herrliche Erde) mit dem was der Mensch gemacht hat (Fabrikschlote, Umweltverschmutzung, Kriege), dann sieht sogar ein Blinder, dass der Mensch, der ohne Göttlichen Ratschlag und nur aufgrund seiner menschlichen Entscheidungen durchs Leben geht, verloren ist.

Gott möchte mit uns sprechen! „Meine Schafe hören meine Stimme“ (Joh. 10,27) – dieser Satz aus der Bibel ist WAHR. Er möchte uns raten, uns helfen, uns zeigen wie es geht, uns in mehr Liebe führen, in Vergebung füreinander, in das Gegenteil von Hochmut und Stolz. Hochmut und Stolz führen zu Kriegen, zu Mord und Totschlag, zu Hass.

Wir leben in einem Zustand der Rebellion gegen Gott!

Die „gefallene Welt“ ist eine Welt von Rebellion gegen Gott! Nein, wir wollen Ihn nicht wirklich, wir wollen selber bestimmen. Und wir müssen ernten, jeder Einzelne in seinem eigenen Leben, was daraus erwächst.

Wir können nicht all das (Liebe, Vergebung, Bescheidenheit und Demut) aus uns selber schöpfen. Wir brauchen Gott, der uns bei allem hilft und helfen möchte! ER möchte uns die Liebe geben, die wir brauchen und auch die, die wir schenken möchten. ER will uns von unseren Zwängen befreien und von unseren Ängsten. Er greift jedoch nicht ein wie ein Diktator. Jemand der liebt, möchte freiwillig zurück geliebt werden.

Die Bibel mit den zehn Geboten ist eine Leitlinie. Die zehn Gebote wohnen ursprünglich auch in unseren Herzen, sie sind uns ja eingepflanzt. Sie wurden aufgeschrieben, um uns an das zu erinnern, was bereits tief in uns wohnt. Propheten kamen immer wieder, um auf Gott hinzuweisen, weil wir einfach sehr vergesslich sind und weil es uns viel zu lange ohne Gott ganz gut geht. Doch irgendwann ist Schluss, sowohl global als auch in jedem einzelnen Leben. Irgendwo ist der Point-of-no-return. Das ist nicht als Drohung gemeint, doch es ist Realität.

Es braucht eine eindeutige Entscheidung

Eine Umkehr zu Gott beinhaltet jedoch nicht nur eine einzige Entscheidung und ein schlappes Übergabegebet. Denn der Weg mit Gott geht sehr, sehr in die Tiefen der eigenen Seele – wenn du es willst. Er geht ans „Eingemachte“. Er geht hinein bis in die Gene, auch in das was wir von den Vorfahren mit bekommen haben. Gott will alles ausputzen. Doch Er braucht für jeden Schritt unsere Bitte und unser Einverständnis, unsere ernst gemeinte Einladung. Gott ist nicht übergriffig!

Gott aus dem Glauben in Ihn heraus einzuladen, und jede Entscheidung mit Ihm zusammen zu treffen, das wird uns niemals ins Unglück führen, sondern aus aller Dunkelheit heraus ins Licht. Und wenn die Welt um uns herum untergeht – dieses Licht kann uns niemand nehmen. Dieses Licht wird uns auch noch im Sterben leiten, und es wird uns auch nach dem Tod nicht verlassen – das ist das heilige und große Versprechen von Jesus Christus. Ein ewiges Leben im Licht anstatt in Dunkelheit.

„Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet?“ ( Luk. 11,11). Genauso ist auch unser Schöpfergott. „Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“ (Lukas 11,10). Eine ehrliche Bitte aus reinen Motiven, im Glauben und in Demut vor Ihm wird Er nicht abschlagen. Wenn du den „Draht“ zu Ihm hast, bist du gesegnet, dein Leben wird immer besser.

Gott ist viel mehr

Im Erwachen, Erleuchtung, im Advaita, in vielen New Age-Schulen wird Gott reduziert auf Seine Rolle als Schöpfer und das große LEBEN, mehr will man nicht von Ihm. Doch Gott ist mehr: Man kann mit Gott reden – Er antwortet! Er will uns durchs Leben begleiten, so wie Er damals vor dem Sündenfall mit Adam und Eva durch die Abenddämmerung ging – wie gute Freunde! Das könnte unser Leben sein, unsere Gegenwart und Zukunft. Mit Gott Hand durchs Leben zu gehen – was soll man sich sonst noch wünschen?

Wenn du Gott noch nicht kennst, dann fang an zu beten, im Vertrauen darauf, dass Er dich hört, und bitte Ihn, in dein Leben zu kommen und sich dir mehr und mehr zu offenbaren. Sprich es laut aus, damit auch deine Seele es hört. Deine Stimme wird im Himmel (und dieser Himmel ist nahe) gehört und jedes Gebet kommt an. Du musst weder knien, noch die Hände falten, noch in die Kirche gehen, denn Gott sieht nur dein Herz!

Foto Marionette: Pixelio, Nr. 81727, Peter Rittmeier

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Für Bierbrauer in Deutschland gibt es ein sogenanntes „Reinheitsgebot“, das schon 1516 genau bestimmte, welche Zutaten ins Bier gehörten. Nur das galt als echtes Bier, was nur aus Gerste, Hopfen und Wasser hergestellt wurde. Nichts anderes durfte hinein. So wollte die Menschen vor unsauberem Gebräu und damit möglichen Krankheitserregern schützen.

Nun ist Gott kein Bierbrauer, doch Er ist ein Menschen-Bauer. Und in die „Architektur“ des Menschen hat er ganz besondere Prinzipien eingebaut, dem Reinheitsgebot der Bierbrauer nicht unähnlich. Er möchte uns vor den Auswirkungen dunkler Kräfte bewahren. Er möchte das Beste für uns Menschen, weil wir Ihm wichtig und wertvoll sind, weil Er uns liebt. Da wir aber komplett die Richtung verloren haben und von Gott weg gelaufen sind, gibt Er uns Gelegenheit, zu Ihm zurück zu kommen, und zwar durch Jesus Christus, der noch heute durch die Bibel zu uns spricht.

Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Johannes 14, 21 (Schlachter 2000)

Geballte Heiligkeit – verzehrendes Feuer

Der Schöpfergott ist ein heiliges Wesen, voller Gutheit, deshalb kann sich in Seiner Nähe nichts Böses, Unreines aufhalten, ohne von Seinem verzehrenden Feuer verbrannt zu werden. Und weil Gott Seine Kinder, die Menschen liebt, muss Er sie, die Abtrünnigen, von sich fern halten, denn wir sind tatsächlich alle, jeder Einzelne, in Seinen Augen voller „Sünde“.

Doch was bedeutet das Wort „Sünde“ eigentlich? Es heißt genau übersetzt „Zielverfehlung“. Unser Ziel als Menschen und Geschöpfe Gottes sollte es sein, unser Leben zusammen mit Ihm, unserem Vater, zu leben. Er weiß doch am besten was für uns gut ist. Doch wir machen lieber unser eigenes Ding und fragen niemanden um Rat, jedenfalls nicht Gott. Wir sind sozusagen unwillige, renitente, trotzige und eigensinnige Kinder.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Jesus in der Bibel beschreibt, zeigt jedoch Sein Wesen als Vater sehr treffend und wahr: Hier liest man, wie sehr sich der Vater freut, als sein eigenwilliger Sohn reumütig zurückkehrt – voller Angst, der Vater könnte ihn wieder verstoßen, weil er alles Geld verprasst hat und schließlich vor lauter Not aus dem Schweinetrog essen musste. Doch was tut der Vater? Er nimmt ihn in den Arm, so dreckig und stinkend wie er gewesen sein muss. Er herzt ihn und küsst ihn und freut sich wahnsinnig. Er lässt ihn waschen, gibt ihm frische Kleider und steckt ihm einen Ring an den Finger, der bestätigt, dass er nach wie vor Sein Sohn ist, und Er richtet ein großes Fest aus. Exakt genauso freut sich unser himmlischer Vater über jeden Einzelnen, der zu Ihm zurückkehrt.

Pseudo-Christen

Natürlich gibt es viele, die es wirklich ernst mit Jesus meinen. Doch viele, wenn nicht die meisten, bekehren sich zu Gott, lassen sich taufen, doch kommen nicht in eine tiefere Beziehung mit ihm. Die Folge ist, dass man aus Mangel an Beziehung auf die reine Gesetzlichkeit der Bibel angewiesen ist, ohne die Gnade von Jesus direkt zu erleben. Fehlt die Beziehung, kann man sein Leben nicht wirklich auf Ihn ausrichten. Wenn man jedoch seine Entscheidungen alleine trifft und wieder sein eigenes Ding macht und somit wieder sündigt – was ist die Folge? Eine Kluft entsteht. Gott muss ja von der Sünde abstehen. Im Prinzip gibt es nur zwei Zustände: mit Gott oder ohne Ihn. Er wartet und hofft darauf, dass der Mensch wieder zu ihm zurückkehrt, denn die Chance der Umkehr besteht immer.

Die Waschmaschine Gottes

Der Prozess der Reinigung vor Gott ist für Christen die Umkehr und die Bitte um Vergebung. Wir können Gott um Vergebung bitten für unser Abfallen, für unsere Zweifel und für unsere Irrwege. Wir können Ihn darum bitten, uns zu leiten und Ihm versprechen, dass wir uns Ihm wieder anvertrauen.

Wer diesen Prozess immer wieder anwendet, sobald er spürt, dass wieder etwas schief läuft, reinigt sich und seine Kleider immer wieder aufs Neue. Und das ist auch nötig, denn wir haben eine Natur, die von unserem Eigenwillen und Dämonen geprägt wurde. Von daher ist unsere Seele noch lange verunreinigt und will immer wieder in die alten Pfade rutschen und so weitermachen wie früher.

Es gibt keinen Freibrief

Nach wie vor ist die dämonische Welt sehr an uns interessiert, an frischen Christen oder zukünftigen Christen ganz besonders! Scharen von Dämonen werden auf uns angesetzt, und sobald wir die Türen der Sünde öffnen beschießen sie uns mit Gedanken und Versuchungen, um uns wieder von Gott abzubringen. Wo auch immer ein Schlupfloch ist, nutzen sie es auch. Und wenn es ganz schlimm kommt, dann können sich auch getaufte und wiedergeborene Christen wieder Dämonen einfangen.

Gott ist kein Bürokrat, und die Taufe ist kein Freibrief fürs ganze Leben – es zählt auch unser Leben danach. Gott ist in jedem Moment wach und sieht alle unsere Entscheidungen, Gedanken und Handlungen – in jedem Moment. Deshalb haben sie oft Folgen, die wir gar nicht abschätzen können. Je nachdem, ob wir im Sinne Gottes agieren, ob wir also mit seinem Einverständnis agieren oder nicht, je nachdem wie sehr wir uns auch von seinen Prinzipien entfernen oder nicht, öffnen wir Türen, durch die Dämonen wieder schlüpfen könnten.

Wenns wieder dunkel wird…

Angriffe beginnen harmlos mit schlechter Laune, aufflammen alter Suchtneigungen, Depression oder Verwirrtheit. Es können Pechsträhnen auftreten, und man spürt irgendwie, dass man aus der Gnade heraus gefallen ist. Kleine oder größere Unfälle können geschehen, Krankheiten, und wenn man über lange Zeit nicht umkehrt, können sich schließlich auch wieder Dämonen einnisten, denn wir haben es ihnen gemütlich gemacht – auch wenn wir uns offiziell Christen nennen – es zählt das was wahr ist.

Ich hatte mal eine Phase, in der ich Ungehorsam lebte. Ich wollte einfach etwas anderes als Gott. Ich war nicht bereit, mein Leben nach Ihm auszurichten, wollte Ihm auch gar nicht zuhören und fällte eine Entscheidung aus reinem Eigenwillen heraus. Ein, zwei Tage war ich erleichtert, weil dies mein altes Fleisch befriedigte, doch dann merkte ich, dass ich plötzlich mit jedem aneinander geriet. Ich verlor meinen Frieden und wurde ungeduldig und verurteilend. Einmal hatte ich einen cholerischen Anfall. Direkt vergaß ich beim parken in meinem Auto die Handbremse anzuziehen, stieg aus, und während ich im Laden war, rollte der leere Wagen einen Hügel hinab, überquerte eine Straße und kam auf einer Verkehrsinsel zum stehen. Der Marktleiter holte mich aus dem Laden und fragte mich, ob das mein Auto sei. Es war eigentlich unglaublich, dass niemandem etwas passiert war. Der Wagen hatte noch nicht mal eine Schramme. Aber mein Schreck war immens, und die Lehre saß! Ich kehrte um zu meinem Gott, und alles in mir wurde wieder hell in mir.

Bei einer anderen Gelegenheit des Ungehorsams bekam ich – vorher zwei Jahre kerngesund – drei Krankheiten gleichzeitig (Blase, Rücken, Grippe) – auch da ging mir ein Licht auf. Kaum war ich reumütig umgekehrt, verschwanden sämtliche Symptome.

Mit Ihm durch Dick und Dünn

Viele Christen fühlen sich sicher, einfach nur weil sie getauft sind und in die Kirche oder Gemeinde gehen – doch Gott interessiert viel mehr für den, der seine Entscheidungen nach Ihm ausrichtet, für den der bereit ist, Ihn in seinem Leben herrschen zu lassen. Was Er von uns will steht in den 10 Geboten. Er weiß aber auch, dass wir die 10 Gebote, noch dazu das, was Jesus in der Bergpredigt von uns fordert, aus uns heraus, aus unserer fleischlichen Seele heraus nicht halten können. Wir sollen das nicht aus eigener Kraft und ohne Gott vollbringen. Nein, Er möchte mitmachen, uns unterstützen. Nur mit Gott zusammen können wir all das tun!

Das Leben mit Gott soll eine Beziehung sein, nicht nur blinder Glaube ohne den direkten Kontakt – es ist eine Beziehung, die immer weiter vertieft werden kann. Und jede Beziehung lebt davon, dass man miteinander redet und sich austauscht. Dass man um Rat fragt und offen ist für die Antworten, und dass man damit aufhört, sein eigenes Ding zu machen.

Jesus befiehlt nicht

In jeder Ehe muss man aufeinander Rücksicht nehmen. Und wenn man sich liebt, dann tut man das was dem Partner gefällt – aus Liebe. Wenn du mit Gott, insbesondere Jesus in einer Beziehung bist, dann schenkt dir das dann den größten Segen, wenn du das tust, worum Er dich bittet. Jesus befiehlt nicht, er legt dir etwas nahe. Er empfiehlt. Er macht auch Dinge schmackhaft. Er schlägt vor. Er öffnet das Herz für das was Er sich von dir wünscht. Manchmal möchte Er verrückte Dinge von dir, oder Dinge, die du früher nie getan hättest, oder von denen du dachtest, du könntest das nicht. Und wie wunderbar: Er verwandelt dich da hinein, wo Er dich am liebsten haben will, Er rüstet dich aus mit Kraft und Liebe, und plötzlich kannst du das wovon du es nie geglaubt hättest, und Er segnet dich überreich mit schönen Erfahrungen – und mit Seiner Nähe (Siehe letzter Blog-Artikel: https://innesein.wordpress.com/2020/04/27/gott-ist-gut/). Mit jedem Gehorsamsschritt wird die Beziehung immer besser.

Wie nah wollen wir IHM kommen?

Als Jesus wirkte hatten die Menschen unterschiedlich nahe Beziehungen zu ihm. Die Meisten, die an Ihn glaubten, sahen Ihm mehr aus der Ferne zu, dann gab es ca. Hundert, die Ihm beständig nachreisten, dann gab es die zwölf Jünger, und von diesen Zwölfen waren es fünf, die Er näher um sich versammelte. Doch dann gab es auch noch diesen engeren Kern von den Dreien, Petrus, Jakobus und Johannes. Diese Drei durften Ihn alleine zu verschiedenen Anlässen begleiten. Sie nahm Er auch mit in den Garten Gethsemane, am Abend vor Seinem Martyrium. Sie waren Seine engsten Jünger und Seine Vertrauten.

Es darf nichts „kosten“

Die meisten Menschen wollen Jesus im Grunde zu ihrem Leben hinzu fügen, ohne etwas verändern, ohne etwas dafür geben zu müssen, Ihn sozusagen „in petto“ haben, ohne Ihn wirklich tief kennen zu lernen. Es soll uns möglichst nichts kosten, sondern nur Gewinn bringen. Manche nutzen Ihn mehr für den eigenen Ruhm als für den Ruhm Gottes, für die eigene Ehre, für das eigene Ego. Manche häufen in Seinem Namen Schätze an, bauen riesige Kirchen davon, dabei findet sich Gott nur im Herzen und nicht in der Kirche. Es ist immer die Frage: wie sehr macht man etwas fürs eigene Ego, oder macht man es wirklich für Jesus? Man muss sich selbst prüfen und auch wach bleiben, wenn man Andere anschaut – auch Pastoren sind nicht ausgenommen. Viele verlieren die Demut wieder und die Bescheidenheit und strahlen statt dessen Eitelkeit aus. Sie vergessen ganz das, was über das Dienen in der Bibel steht und füttern sich neues „Fleisch“ an. Manche werden mit Macht, andere mit Sex auf Abwege gebracht. Gerade Leiter und Menschen mit einer gewissen Berühmtheit, die viele Menschen anziehen, werden versucht. Sie sind die besondere Zielscheibe von Dämonen.

Jeder muss sich fragen, zu welcher Art Mensch er gehören möchte. Will man sich selbst größer machen mit Jesus, oder ist die Liebe zu Ihm echt und tief? Wie groß ist die Sehnsucht nach Ihm? Zu welcher Art von Gläubigen möchte man gehören? Zu welcher Art von Jüngern – zu den Hunderten, oder zu den Zwölfen oder zu den Dreien? Und dann gab es da ja auch noch Johannes, der Jünger „den Jesus liebte“, der an Seinem Herzen lag. Wie nah möchtest du Jesus kommen? Und zu welcher Hingabe an Ihn bist du bereit? Willst du Ihm wirklich dein Leben geben und Ihm folgen – immer und zu jeder Zeit? In der Lebensübergabe bei der Taufe versprechen wir das. Halten wir unser Versprechen?

Für mich ist klar: Ich möchte zu den Zwölfen gehören, und noch viel lieber zu den Dreien! Ich will es zumindest versuchen, mit Ihm so vertraut und so intim wie möglich zu werden.

Johannes an der Brust Christi, um 1310, Eichenholz Inv. Nr. 7950 © Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin / Antje Voigt

Ich möchte Ihn riechen können, Seine Haut spüren, an Seinem Herzen lauschen, immer mit Ihm sein, ich will Ihn nie mehr los lassen.

Und weil ich weiß, dass dafür Reinheit unabdingbar ist, frage ich Ihn täglich, ob ich etwas bekennen und von etwas umkehren sollte, ob ich Ihm untreu war, Ihn betrübt habe, ob irgendetwas zwischen uns steht. Wenn ja, dann fühle ich mich wie abgehängt, getrennt von Ihm, verloren in meinem Kopf und in meiner selbst gezimmerten Welt. Durch Umkehr fühle mich Ihm sehr schnell wieder nah. Er berührt mich im Herzen, und so weiß ich, dass Er mir schon längst vergeben hat.

Jesus war so gütig. Er nahm es Petrus nicht übel, dass er ihn drei Mal verriet, bevor der Hahn krähte. Er kennt die Unzulänglichkeiten des Menschen. Petrus zog sich zurück und weinte bitterlich, als ihm klar wurde, was er getan hatte. Das war seine Umkehr, und er wurde ein großer Apostel.

Wir alle machen Fehler, ständig. Wir können kaum jemals so rein werden, wie wir es sollten. Aber Gott macht uns wieder rein. Der Weg gemeinsam mit Ihm ist viel leichter, als seinen eigenen Weg zu gehen, denn so wird man immer mehr frei von sich selbst. Sich immer wieder neu hinzuhalten, auszurichten, hinzuhören und in Seinem Wort zu lesen offenbart mit der Zeit mehr und mehr Seinen wunderbaren, liebevollen und gütigen Charakter. So wird man wacher und wacher für Gott…

Gott hat zwar strenge Prinzipien, doch Er ist kein strenger Vater. So darf man Fehler machen und immer wieder zu Ihm zurückkehren.

Fotos Pixelio: 539223 von wejot, 55132 Günter Havlena

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Die meisten Christen geben sich damit zufrieden, an Jesus Christus zu glauben, Sonntags in die Kirche oder in die Gemeinde zu gehen, sich ein bisschen sozial zu engagieren, um ihrem Glauben Ausdruck zu verleihen. Das ist schön und ehrenwert, doch es ist etwas fundamental anderes, wenn man sich dazu entscheidet, Jesus Christus wirklich nachzufolgen.

Nachfolge ist das, was die Apostel machten, was die Jünger taten und die ersten Christen in den ersten Gemeinden. Es ist das wovon Paulus sprach und wozu er die Menschen in seinen Briefen unermüdlich ermahnte.
Es genügte nicht, einfach nur zu glauben, sondern der Glaube sollte sich ganz konkret im Leben und in den Taten und in den Beziehungen untereinander ausdrücken.

Die Liebe, die Jesus uns vorgelebt hat, seine Güte, seine unendliche Vergebungsbereitschaft, Seine Wahrheitsliebe, Menschenliebe, Seine Authentizität und auch Autorität – all das sind Eigenschaften, die auch wir leben dürfen und leben sollen – jedoch nicht auf unser Ego aufgebaut, das sein Leben zumeist ohne einen Gott verbracht hat, sondern auf die innige Beziehung zu Jesus Christus und dem Vater aufgebaut.
Jesus Christus hat uns versprochen: „Ich bin bei euch alle Tage“. Er lebt, Er ist real, Er ist da, erreichbar. Und Er liebt es, uns zu lieben, uns zu führen, uns den Weg zu zeigen zu einem echten Leben in Liebe.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – das ist nicht einfach umzusetzen. Man kann daran verzweifeln, an seinem eigenen Egoismus, an seiner eigenen Gier, an all diesen Mustern, die es verhindern wollen, dass wir ein wirklich gutes Leben führen können.
Ich habe mich entschieden, Jesus wirklich nachzufolgen, und genau deshalb bin ich nicht in der Kirche. Mein Eindruck ist, dass man dort nicht Nachfolge lebt und nicht leben kann, da die Strukturen an sich das schon verhindern.
Es gibt viele Menschen, die Jesus nachfolgen wollen und sich in der Kirche nicht wirklich wohl fühlen. Und dazu möchte ich sagen: es gibt viele, die sich zusammentun und dies außerhalb der Kirche verwirklichen.

Ein Leben im Abgleich mit IHM….

Es gibt eine ganze Bewegung, die im Stillen, ja sozusagen im Untergrund daran arbeitet, ein Leben nach den Prinzipien der Urgemeinde, nach dem Prinzipien von Jesus Christus zu führen. Ein Leben, das ein Miteinander bedeutet, ein Füreinander und gleichzeitig ein Leben in Wahrheit, ein Leben in der Hinwendung an Jesus und im ständigen Abgleich mit Ihm.

Es ist möglich, sich von Ihm so verändern zu lassen, dass Menschen, die früher isoliert, einsam und egoistisch waren, die Familien und Gruppen nicht ausstehen konnten, weil sie schwere Erfahrungen damit gemacht haben, dass diese Menschen unter der Leitung von Jesus Christus, sowie in der Gemeinschaft mit anderen Menschen, die Jesus ebenfalls nachfolgen, eines Tages fähig werden, sich nicht nur ins soziale Gefüge einer Gruppe und Familie einzuleben, sondern auch wirklich sich gegenseitig zu lieben, zu vergeben, zu helfen, füreinander einzuspringen und einzustehen.

Es ist das Ziel, genauso zu werden wie Jesus Christus war und ist, genauso liebend, genauso vergebend, genauso sanft, aber auch genauso aufrecht, wahr und authentisch und vor Allem: genauso bezogen auf Gott. Und das muss man nicht aus eigener Kraft heraus schaffen, sondern Gott hilft uns dabei. Er verändert uns, Er schleift uns, Er erzieht uns auch.

Rebellion und Stolz

Das ist nicht immer leicht. Es kann sehr schwere Phasen geben, in denen das alte gottlose Ego alles daran setzt, nicht sterben zu müssen. Zeiten, in denen der Stolz groß wird, in denen Rebellion die Führung übernimmt, Zeiten in denen man sich einfach weigern will, mitzuspielen. Eine geistliche Familie ist ein Schleifstein. In einer geistlichen Familie gibt es – wie überall sonst auch) jede menge Reibungspunkte und viele Gründe, sich über Andere aufzuregen, sie abzulehnen, sie zu verurteilen, sich mit ihnen anzulegen etc. Der Unterschied zu anderen Gruppen ist der, dass alle verbunden sind durch die Liebe zu dieser einen Person: Jesus Christus. Er bildet den Punkt, das Ziel, Er ist der König, dem alle dienen wollen – doch nicht immer kann man das.

Die lange Leine

Solche Phasen von Rebellion, ja von Wut, Ärger und Hass lassen sich nicht abkürzen, man muss da einfach durch – im Vertrauen auf Ihn und darauf, dass es uns letztlich dienen wird. Jesus lässt uns dann an der langen Leine laufen und gestattet, dass wir herum schnuppern und andere Wege erkunden. „Schau dir nur alles an“, sagt Er. Doch je länger die Leine wird, je länger es dauert, um so weiter entfernen wir uns von Jesus, und ein schmerzliches Vermissen macht sich in deinem Herzen breit… Irgendwie geht die Nähe, die vorher da war, abhanden. Du kannst deinem Egoismus frönen, deinen Stolz pflegen, deine Arroganz sich ausleben lassen… doch du spürst mehr und mehr, dass hier etwas sehr schief läuft.

Alles hat Auswirkungen

Es kann dann alle möglichen Symptome geben, denn Gott lässt es dann zu, dass wir von der dunklen Seite wieder angetastet werden – wir selbst öffnen die Türen dazu durch unser Denken und Verhalten, ohne es zunächst zu merken. Doch je mehr wir Symptome wahr nehmen, wie z.B. schlechte Träume, negative Erlebnisse, Unfälle oder auch wieder Krankheiten, Schmerzen, vielleicht Schlafstörungen oder plötzlich wieder aufflackernde Depressionen – wenn unsere alten Probleme wieder kommen merken wir, dass wir uns weg von unserem Herrn und König bewegt haben.

Es zeigt sich, dass wir alleine nicht weiter kommen. Egoismus isoliert, er hält die Menschen von uns fern, wir selbst halten uns fern und sind in unserem Turm des Stolzes einsam und bitter allein. Wer darin bleibt, darin erstarrt und nicht aus seinen inneren Vorwürfen an Menschen oder Gott oder das Leben heraus findet, ist verloren für Gott. „Gott widersteht den Hochmütigen“ – das ist wahr!

Rückkehr ist heilsam

Doch sobald du dich besinnst, sobald du dich umentscheidest, sobald du dich aufrichtest, sobald du deinem alten Fleisch, deinen alten Mustern sowie eventuellen den dämonischen Angriffen (in Form von negativen, selbstzerstörerischen oder vorwurfsvollen Gedanken und Gefühlen) die Stirn bietest und proklamierst, wer und was du eigentlich bist – nämlich ein Kind des Allerhöchsten, eine Tochter, ein Sohn Gottes, eine Königstochte/Königessohn, sobald du dir deiner Reinheit und Autorität in Jesus Christus bewusst wirst und sie laut proklamierst und als Waffe benutzt und dich entgegen all dem was deine Gefühle wollen dich trotzdem FÜR VERGEBUNG UND LIEBE entscheidest – geschieht der Quantensprung:
Plötzlich fällt das ganze Kunstgebäude aus Negativität und Rebellion in sich zusammen, die Mauern um dich her stürzen ein, du bist plötzlich wieder offen und wohlgesonnen, du spürst wieder Liebe, Jesus ist wieder da, du kannst dich wieder voller Vertrauen an ihn wenden und stehst dir nicht mehr selbst im Wege… welche Freude…

Du kannst die Menschen wieder lieben, für sie beten, auch deine ehemaligen Widersacher, deine Lieblingsfeinde sehen für dich wieder ganz anders aus, ja du weißt wieder, hey, das sind ja auch nur Menschen, und niemand hat dich mit Absicht verletzt! Und so liegt man sich wieder in den Armen, bitten um Vergebung und weint, weil Jesus mitten drin ist und sich so wunderbar auswirkt!
Wenn Menschen wieder aufeinander zugehen, ist Jesus mittendrin. Wo Vergebung herrscht und man sich die Hände reicht, da legt Jesus seine Hand noch drauf.

Dieses Menschenbild, das Jesus vorgelebt hat, ist das Ideal für das soziale Gefüge der Menschen, und es ist nicht nur ein Ideal, sondern es ist tatsächlich möglich, das zu leben und sich dahin zu entwickeln. Mit Seiner Hilfe!

Ich habe gerade eine solche Phase der Rebellion hinter mir, und ich weiß wovon ich rede. Es war auch nicht die erste. Ohne Jesus zu leben ist ein armes Leben, es fehlt ihm das Wichtigste: die Liebe, die wir in Gott füreinander haben dürfen. Menschliche Liebe ist immer auch egoistisch. Die Liebe in Gott nicht.

Fotos: Pixelio – 607428 M. Ottersbac/674993 Romelia

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Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden!“ Markus 11, 24

Mit keiner spirituellen Praxis, unter keinem anderen Meister, Guru oder Gott erlebte ich jemals so viele erstaunliche Dinge wie ich sie jetzt durch Beten mit dem Schöpfer-Gott der Bibel erlebe. „Bittet so wird euch gegeben“, das ist keine leere Floskel, jedoch in einem ganz anderen Sinne als der so bekannte „Bestellservice beim Universum“. Es geht nicht um materielle Dinge, obwohl die durchaus auch kommen können. Es geht viel mehr um unsere geistige Freiheit.
Was heißt das „geistige Freiheit“? Frei sein (und vor allem bleiben) von Bedrückungen, von Sorgen, von Angst, Depressionen, von Hass, Wut und Ärger – mit anderen Worten: frei von den Auswirkungen dämonischer Einflüsterungen.
Als Königstochter, also als wahrhaftige Tochter des Königs eines himmlischen Königreiches, angenommen und geliebt als Kind des Höchsten, darf ich mit der vollen Unterstützung meines Vaters rechnen. Jesus ist auf meiner Seite, und was ich in Seinem Namen erbitte wird der Vater mir nicht verweigern – sofern es nicht Seinem Willen widerspricht.
Es geht um geistige Dinge, denn Gott ist Geist.

Wenn ich früher hilflos ausgeliefert war, wenn Menschen ihre negativen Energien auf mir oder bei mir zu Hause ab luden, so brauche ich heute nur das Aufmerken auf das was gerade geschieht und dann ein Gebet, und schon ist die Luft wieder sauber. Wenn ich in Jesu Namen einen Schutzraum um meine Wohnung proklamiere, so erlebe ich, wie aus meinem Kopf heraus ein geistiger Fächer aufgeht, der sich um alles herum legt wie feines Perlmutt, während es in meinem Kopf heftig kribbelt (so war es gerade heute, es ist nicht immer gleich). Danach sind Bedrückungen weg, die mich zuvor belasteten, und ich kann wieder frei durchatmen. Statt der Bedrückung ist da eine heilige Anwesenheit, ein Duft von Freiheit und Liebe, alles scheint heller und ist mir freundlich gesinnt.
Diese Dinge gehören zum größten Schatz, den ich in meiner geistigen Familie von meinen Mentoren geschenkt bekam.
Wenn ich merke, wie ich mich in düsteren Gedanken verliere, immer die gleichen Probleme wälze, mich als Opfer fühle, hilflos und hoffnungslos werde, wenn ich mir plötzlich nichts mehr zutraue, den Mut verliere, Angst bekomme vor Menschen oder Situationen – all das wird oft dämonisch in uns hinein gespiegelt, und ein wirklich wiedergeborener Christ muss sich dem nicht beugen.

Ich habe die größte Macht des Universums auf meiner Seite, und ich bin in Jesus Christus ein neuer Mensch geworden. Es gibt Gebete, die sehr machtvoll sind und jeden Dämon spürbar in die Flucht schlagen. Und unmittelbar danach sehe ich wieder diese Helligkeit, atme diese Freiheit, dann ziehen wieder Frieden ein und Freude, Lebensfreude.

Bild von Milada Vigerova auf Pixabay

Die größte Macht in meinem Leben haben Gebete und Entscheidungen. Denn es ist immer wieder notwendig, mich FÜR Gott und gegen den alten Menschen zu entscheiden. So lebe ich angebunden an IHN, in Freude ausgeliefert an den, der mich gemacht hat und nur mein Bestes will.

Unkenrufe aus dem Off

Ich habe diese immer gleichen Sprüche so satt: „Ja warum lässt Gott denn all das Leid auf der Welt zu?“ So viele Menschen hassen Gott, weil sie glauben, Er sein ein Marionettenspieler und merken dabei nicht, wer eigentlich wirklich mit ihnen Marionetten spielt (satan). Gott ist kein Marionettenspieler. Das ist eine Lüge und ein völlig falsches Bild. Gott ist sehr respektvoll! Wir haben uns diesen ganzen Müll auf diesem Planeten schon selbst zuzuschreiben. Wir haben falsch gewählt, falsch entschieden, immer wieder. Hier auf dieser wunderschönen Erde, die gerade zugrunde geht, regiert als Gott der Mammon und nicht der Schöpfer. Und Gott lässt es zu, weil er unseren freien Willen respektiert.

Handeln ohne Verantwortung

Denn der freie Wille ist das was in uns Gott-ähnlich ist!!!!!! ER hat ihn in uns hinein gelegt, und deshalb stehen wir Menschen in der Schöpfung an höchster Stelle, ja sogar über den Engeln.
Was ist das für ein Schwachsinn, zu glauben, Gott spiele Marionetten???? Wir sind hier kein Puppentheater! Wir sind Menschen, die Verantwortung haben, jeden Tag, jede Minute, Sekunde, immer wieder treffen wir, jeder einzelne von uns, Entscheidungen. Und wir glauben, das soll sich bitte, bitte nicht auswirken??? Bitte, bitte, soll doch Gott all das weg nehmen, was wir versaut haben? Was ist das für eine Einstellung? Wir glauben an Gott gerade nur dann, wenn wir Ihn brauchen, ansonsten ist Er uns sch….egal!
Wir trampeln auf diesem Planeten herum, ja wir trampeln aufeinander herum, wir beuten Menschen aus für unseren Reichtum, sie sind uns egal, Hauptsache wir müssen es nicht sehen wie schlecht es vielen geht… Wir schicken unseren Müll in arme Länder, vergiften dort die Menschen, nehmen ihnen das Wasser weg… Wir sind rücksichtslos gegeneinander, gnadenlos und egoistisch. Wir haben ein riesiges Ego, das keinen Gott und keine Grenzen kennt.
Der zweite Gott neben Geld ist der Sex, Attraktivität, totale Freizügigkeit auf allen Ebenen, Hemmungslosigkeit, wir nehmen uns was wir wollen – auch auf diesem Gebiet und scheren uns nicht um die Folgen.

Uns fehlt jede Führung, wir halten uns an kein göttliches Gesetz, und wir überhören geflissentlich die inneren Gesetze, die Gott in uns hinein gelegt hat. Schamlos tun wir alles das, was Gott hasst.
Ja, Gott hasst diese Dinge!

Der Mensch – ein wunderbares Wesen

Der Mensch hat eigentlich eine wunderbare Natur. Sie entspringt ja der schönen Natur, die wir (sofern sie noch existiert) um uns herum sehen, wenn wir im Wald sind, den Vögeln zuschauen, oder von einem Berg herab schauen auf die Schönheit dieser Welt. So schön könnten wir auch sein! So schön sind wir gedacht! So schön sind wir geplant! So schön möchte uns Gott wieder machen. Doch ohne unsere Entscheidung wird das nichts werden. Es wird auch nichts werden, wenn wir uns entscheiden und trotzdem mit all dem weiter machen wollen. Es braucht schon einen tiefgreifenden Wechsel und eine Umkehr.

Die Wahl ist die: Entweder Gott oder die Welt.

So sieht’s aus. Die gute Nachricht ist: wer sich für Gott entscheidet wird dann von Ihm auf diesem Weg unterstützt. Es wird leicht, die Welt sein zu lassen, sich mehr und mehr an die Gebote zu halten, denn sie sind FÜR uns und nicht gegen uns gemacht. Je reiner dein Gewissen wird, umso leichter und besser fühlst du dich. Es wird leicht, nicht mehr zu lügen, es wird leicht, sich zu zügeln, es wird leicht, aus Hass in Liebe umzuschwenken – denn Gott schenkt uns nicht nur, dass wir es wollen, Er schenkt auch, dass wir es vollbringen.

Wir müssen all das nicht aus eigener Kraft, sondern wir dürfen bitten, dass es uns geschenkt wird. Bittet, so wird euch gegeben – auch hier. Ich bete inzwischen nahezu den ganzen Tag. Entweder ich bedanke mich, oder ich bitte um etwas, oder ich proklamiere eine geistige Realität, oder ich kämpfe gegen Dämonen oder mein eigenes Fleisch (Muster, die noch da sind), oder ich lobe meinen wunderbaren Gott. In allem bin ich geführt vom Heiligen Geist. Er sagt mir, was gerade wichtig ist.

Und täglich gibt es Staunen, unfassbare Geschehnisse, auch im ganz Kleinen. Was auch immer ich bitte, es geschieht. Oft sehr schnell, manchmal dauert es länger. Bin ich jedoch wieder auf Abwegen, entferne ich mich von meinem Gott, vergesse ich Ihn gar und treffe die falschen Entscheidungen, so ist Er auch nicht mehr so freigiebig, denn ich habe mich dann eventuell wider dunkleren Kanälen geöffnet, die sich unmittelbar auf den Weg machen, um mich zu drücken und zu quälen. Die Zusammenhänge liegen für mich immer auf der Hand. Da ich meinen Vater liebe, kehre ich meist sehr schnell zurück.

Freiwillige vor

Nun könnte man einwenden, dann möchte Gott ja doch Marionetten… Wirklich? Nein, er wünscht sich Freiwillige! Er wünscht sich Menschen, die Ihn achten als das was Er ist, als der der Er ist: der Schöpfer dieser Welt. Heilig, herrlich, untadelig, mächtig, liebevoll, vergebend, freigiebig. Zu unserer Verfügung hat Er uns diese Welt gegeben, und es die Entscheidung eines jeden Einzelnen, wie wir uns in ihr verhalten.

Nach einer endgültigen Entscheidung für IHN, nach all dem was sie bezeugt (Umkehr, umfangreiche Reue, Taufe in Wasser und Heiligem Geist) erhalten wir eine neue Identität, in der uns Gott stark macht, wenn wir Ihn lassen, wenn wir uns dieser Heiligkeit endlich beugen. Wir müssen diese Stärke nicht mehr aus uns heraus schöpfen, wir dürfen schwach sein und erkennen, dass wir ohne Ihn nichts sind. Dann werden wir stark – im Herrn.

Alles, alles dürfen wir abgeben und alles, alles dürfen wir empfangen. Welche Freiheit von sich selbst!

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Genfer Studienbibel

Wurde die Bibel vom Heiligen Geist geschrieben oder nicht? Wer das nicht glaubt, braucht sich eigentlich gar nicht mit ihr zu beschäftigen, denn er wird nicht davon profitieren, denn es heißt nicht umsonst, dass die Bibel für den Ungläubigen ein Buch mit sieben Siegeln ist und bleibt.
Auch mir waren früher die meisten Inhalte kryptisch. Die Evangelien waren noch leicht zu verstehen, doch die Paulus-Briefe wie auch das alte Testament verstand ich nicht. Also suchte ich mir das heraus, was ich nachvollziehen konnte und was in mein Glaubenssystem passte – den großen Rest ließ ich als Fragezeichen stehen, und ich wagte es nicht zu hoffen, dass ich die Bibel wirklich jemals würde verstehen können.

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Die Bibel eröffnete ihre Siegel erst nach und nach – mit Hilfe des Heiligen Geistes. Der erklärt, zeigt Zusammenhänge, lehrt mehr und mehr über den Charakter Gottes, dessen Sohn sich hier als Mensch gezeigt hat. Das biblische Christentum ist die einzige Lehre auf der ganzen Welt, die Liebe und Vergebung derart in den Mittelpunkt rückt.
Wir alle wissen, dass die Welt um so vieles besser sein könnte. Wir alle sehnen uns nach Liebe und Vergebung, wenn nicht bewusst, dann doch unbewusst. In der Bibel ist der Weg beschrieben, den wir gehen sollten, damit Gott uns verändern kann, damit Er uns Seinem Sohn immer ähnlicher macht.
Die Bibel ist nichts, was sich menschliche Gehirne ausgedacht haben. Sie kam DURCH Menschen, die dem Schöpfer im Glauben hingegeben waren und vom Heiligen Geist inspiriert wurden. Der Heilige Geist ist das Sprachrohr Gottes, durch Ihn spricht er in uns hinein. Seine leise Stimme ermahnt uns und lehrt uns.

Das gute Gesetz

Wer kennt nicht das schlechte Gewissen? Darin spricht Gott oft sehr laut.
Wir alle tragen die Göttlichen Prinzipien des Gutseins in uns. Es gibt ein Gesetz in uns, ein gutes Gesetz, dem die Bibel Ausdruck in Worten gibt. Aber: Wir Menschen haben den freien Willen, uns entweder freiwillig diesem Gesetz unterzuordnen, oder ihm zu widerstehen. Dass wir uns selbst schaden, wenn wir widerstehen, merken wir oft erst nach Jahren. Wer sein Gewissen gar nicht mehr hört, befindet sich auf dem steilen Weg hinab in die Dunkelheit, denn er widersteht dem einzigen ehrlichen Korrektiv.

Als ich noch im Kindergarten war, stahl ich einmal ein Geldstück vom Schreibtisch der Leiterin (es war ein von Nonnen geführtes Haus). Damals war ein solches 5-Mark-Stück noch viel Geld. Ich ging mir Süßigkeiten kaufen, doch es war noch einiges Geld übrig.

So kaufte ich meiner Mutter Zigaretten, ich wusste ja die Marke. Erst als ich nach Hause kam, ihr die Zigaretten schenken wollte und meine Mutter mich fragte, woher ich das Geld hätte, traf mich fast der Schlag, weil ich erkannte, dass ich etwas getan hatte, was man nicht tun darf. Da kam mein schlechtes Gewissen mit aller Wucht, und ich musste mir schnell eine Lüge ausdenken. „Ich habe es gefunden,“ log ich. Als sie mich fragte: „Ist das wirklich wahr?“ rannte ich aufs Klo und schloss mich ein. Dort hatte ich dann etwas Zeit mich zu besinnen. Und ich merkte sehr schnell, dass ich nicht mit diese Lüge weiter gehen konnte, denn noch nie hatte eine Lüge zwischen meiner Mama und mir gestanden, ich wusste, es gab keinen anderen Weg, als es einzugestehen, die Wahrheit zu sagen. (Das ist eines der Gesetze, die Gott in uns gelegt hat.) Und ich ging also zu ihr und gab kleinlaut zu, dass ich das Geld gestohlen hatte.
Leider folgte darauf keine Vergebung, sondern schwere Vorwürfe und für mich eine große Blamage, denn meine Mutter nahm mich umgehend an der Hand, zerrte mich zurück in den Kindergarten, ging mit mir zu Oberin und gab ihr aus ihrem Geldbeutel 5 Mark zurück und entschuldigte sich für ihre ungezogene Tochter. Dabei brach sie in Tränen aus, und ich stand mit gesenktem Kopf hinter ihr. Sie bat quasi für mich um Vergebung, konnte mir aber selbst nicht vergeben.
Ich fühlte mich wie geschlagen, und ich weiß noch heute, wie traurig ich war, und auch wie gedemütigt. Doch es war insofern eine Lehre für mich, denn die Lüge mit all ihren Folgen heilte mich für viele Jahre von weiteren Versuchen des Stehlens.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

… sagte Jesus Christus. Er log nie. Er stand zu dem was Er als wahr erkannt hatte. Selbst als man ihn zwingen wollte, eine Lüge auszusprechen schwieg er, mit der Konsequenz, dass er die fürchterliche Todesstrafe erhielt.
Wer von uns ist schon dermaßen aufrichtig?
Jesus log nicht, er tötete nicht, er stahl nicht, er redete nicht falsches Zeugnis gegen jemanden, sondern wurde selbst verleumdet und verraten. Er führte ein völlig selbstloses, reines Leben. Er hatte kein Haus, keine Wohnung, keine Heimat, kein Geld, keinen Job. Er galt nichts in dem Land aus dem Er kam, von der Familie hatte Er sich selbst los gesagt, um ganz und gar frei zu sein, den Willen seines himmlischen Vaters zu tun.
Jesus war selbst äußerst bewandert in der Heiligen Schrift. Sie ist die Grundlage Seines Lernens und Lehrens gewesen. Jesus hatte das alte Testament und war Rabbi. Er lehrte in der Synagoge aus genau diesen Schriften, und Er lehrte was Er von seinem Vater hörte.

Zeitzeugen von Jesus Christus

Das neue Testament wurde von zeitlich sehr nahen Zeitzeugen geschrieben, zum Teil von direkten Weggefährten. Matthäus, Johannes und Petrus waren seine Jünger, Markus war ein Schüler des Petrus und ein Mitarbeiter von Paulus, wie auch Lukas. Jakobus war möglicherweise Jesus leiblicher Bruder, oder diesem zumindest sehr nahestehend… * Paulus als ehemaliger Saulus und Feind der Christen wurde in einer gewaltigen, von Gott geschenkten mystischen Schau des Jesus vom Heiligen Geist „umgedreht“. Er brauchte Jahre, um Seine Erfahrung zu verarbeiten. Es ist ein Segen, dass Seine Briefe aufgeschrieben wurden. Sie sind unter anderen ein Zeugnis für das, was in den Ur-Gemeinden wirklich und ganz real geschah und gelehrt wurde.
Was in unseren Kirchen heute gelehrt wird hat damit nur noch wenig bis nichts zu tun. Die Heilige Schrift wird zwar verwendet, jedoch nicht angewendet. Dabei offenbart sie ihre Kraft erst dann, wenn man auch nach ihr handelt.

Liebe kann auch Erziehung bedeuten

Der Heilige Geist ist über-menschlich, über-natürlich, und Er ist nicht nur eine Stimme, sondern Er hat und gibt auch Kraft. Er spricht zu den Herzen, gibt Offenbarungen, und wer Ihm folgt, wird unweigerlich verändert. Es folgt eine Erziehung durch Ihn und das Leben, die bei weitem nicht immer angenehm ist.

Wir lernen heute in Spiritualität, Esoterik und Kirche, dass Gott Liebe ist, und nichts als die Liebe, Gott wird allein darauf reduziert. Und so erwarten wir von Ihm nichts als Liebe und schöne Gefühle. Doch Liebe ist weit mehr als schöne Gefühle! Aus seiner übergroßen Liebe heraus will Gott uns ganz und gar in Sein Bild verwandeln. Er will uns retten aus den Fängen der Finsternis. Aus Liebe zieht Er uns aus der Dunkelheit heraus ans Licht. Doch wir sind oft widerstrebend und halten unseren alten Mustern gemäß fest an dem alten Schmodder, an den wir ja so gewöhnt sind. Es ist gar nicht leicht, den Müll los zu lassen, der sich in uns über Jahrzehnte verfestigt hat. Und Gott erschafft auf seine geniale Weise Situationen und Zusammenhänge in unserem Leben, die uns heraus fordern und an den Rand bringen.

Stehst du auf seiner Agenda?

Das geschieht dir dann, wenn du auf seiner Agenda stehst. Auf seiner Agenda stehen alle, die sich für Seinen Sohn Jesus Christus entschieden haben und Ihm nachfolgen wollen. Jesus nachzufolgen heißt, sich Gott auszuliefern und keinen Schritt mehr ohne Ihn zu tun. Natürlich ist die Entwicklung dahin ein lebenslanger Prozess, doch die Zielrichtung ist klar.

Mit Hilfe des Heiligen Geistes, den wir nach Buße, Umkehr und Taufe empfangen, beginnen wir, die Bibel mit neuen Augen und einem neuen Herzen zu lesen. Ihn können wir alles fragen. Wir lernen Ihn zu hören, wir verstehen plötzlich die leise Stimme in unserem Herzen, die uns aus dem Schlamm heraus ziehen will, in den wir immer noch manchmal abrutschen.
Wir werden plötzlich sehr sensibel und nehmen sehr schnell wahr, ob wir gerade mit oder ohne Gott gehen. Alles was sich übel, ärgerlich, wütend, rechtend, richtend, anklagend, streng und gnadenlos an uns gebärdet zieht uns herab. Wir haben den Pfad verloren. Wir müssen dann umkehren zu Ihm und uns wieder leiten lassen.

Was wird aus uns?

Ich kenne eine alte Frau, sie wird vermutlich nicht mehr lange leben, die bis über beide Ohren in Bitterkeit und Hass auf ihre Tochter verstrickt ist, weil sie sich finanziell von ihr betrogen und bestohlen fühlt. Seit Jahren schürt sie diesen Hass und ergeht sich täglich immer wieder aufs Neue in Vorwürfen an sie, in gedanklichen Diskussionen etc. Was wird mit ihr, wenn sie in diesem Zustand, in dieser Unvergebenheit stirbt? Glaubst du, dass sie in einem sanften Himmel landet und dann in Liebe baden kann?

Ich glaube das nicht, denn Gott erwartet und wünscht von uns, dass wir uns Mühe geben, dass wir uns für Seinen Weg entscheiden, für Vergebung – nicht damit der Andere gerechtfertig ist, sondern damit WIR DAVON FREI WERDEN.
Doch wie vergibt man jemandem, dem man einfach nicht vergeben kann? Man betet und bittet Gott um Hilfe. Man lauscht, und es werden, wenn man es ernst meint, Gedankengänge auftauchen, die Verständnis für den Anderen bringen. Und wenn es dann immer noch nicht geht, bittet man Gott, es mit einem gemeinsam zu tun, denn Gott kann immer vergeben. Er nimmt uns dann an die Hand. Wir müssen uns manchmal tatsächlich ganz rational und unabhängig von allen Gefühlen ENTSCHEIDEN zu vergeben, wir müssen laut unsere Vergebungsbereitschaft bekennen und unserer Entscheidung Ausdruck geben – vor Gott. In ernster, ehrlicher Absicht.

Das und viele Dinge mehr stehen in der Bibel. Sie werden dir vom Heiligen Geist erklärt, wenn du Ihn angenommen und angezogen hast. Auch der Heilige Geist braucht Deine klare Entscheidung für Ihn, um sich ganz in dir nieder zu lassen. Gott ist nicht gewaltsam, er zwingt niemanden, er bemächtigt sich auch nicht deiner, denn er liebt dich so sehr, dass er dir immer und unter allen Umständen deinen freien Willen lässt.

Die Bibel ist ein Handbuch für jeden, der ernsthaft Gott sucht. Deine Entscheidung und die darauf folgende (Erwachsen-) Taufe in Wasser und Geist ist die Eintrittskarte in ein Land, in ein Köngreich, das seines Gleichen sucht. Hier geschehen täglich Wunder und außergewöhnliche Dinge, unter anderem auch dieses, dass die Bibel verständlich wird, sich entblättert und du ihren Schatz mehr und mehr heben kannst.

*Infos aus der Genfer Studienbibel

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Unsere alten Reaktionsmuster auf Verletzungen sind immer die Gleichen: wir ziehen uns verletzt zurück, wir ärgern uns über den Anderen, lehnen ihn ab und wollen am liebsten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wir wollen es ihm vielleicht sogar heim zahlen, es soll ihm genauso weh tun, es soll ihm auch schlecht gehen. In Variationen kommen solche oder ähnliche Reaktionen. Und diese unsere spontanen Antworten aus der Altstruktur unserer Seele sind letztendlich nicht dazu geeignet, Konflikte aus der Welt zu schaffen oder zu lösen, sondern viel eher sie zu verschärfen, bzw. ungelöst weg zu schieben, mit samt den Menschen, die sie ausgelöst haben.

Schmerz gebiert Schmerz, Hass gebiert Hass, Bitterkeit und Unvergebenheit gebären Ablehnung, und das Traurige ist, dass wir diese Gefühle in uns weg drücken, anstatt sie zu lösen, und uns selbst damit in ein Gefängnis sperren.

Manche Menschen versuchen es mit Therapien, auch mit spirituellen Mitteln wie Meditation oder Achtsamkeitstraining, sich irgendwie zurück in den Frieden zu bringen. Auch ich habe das immer wieder versucht, der Erfolg war jedoch nicht wirklich nachhaltig.  Und bei der nächsten Verletzung reagiert man doch wieder ganz genauso und bekommt es wieder nicht wirklich gelöst. Verletzungen summieren sich, häufen sich an, bis es irgendwann zum endgültigen Bruch kommt, zur Trennung, Scheidung. Man glaubt, sich aus Schmerz heraus abwenden zu müssen und wirft die Menschen gleich mit in die Mülltonne. Menschen, die einem mal lieb und wichtig waren. Lieber bleibt man allein, und das Leben wird so immer einsamer.

Dass Vergebung nötig ist, wissen viele Menschen, und viele bemühen sich sogar darum. Und natürlich kann man versuchen, aus der eigenen Seele heraus zu vergeben, und manchmal gelingt das sogar. Doch ist eines meistens überhaupt nicht klar:  dass wir selbst Vergebung brauchen! Nicht von unserem Konfliktpartner, sondern von Gott, dem Vater!

Wenn ich mich unnachgiebig und stolz verhalte, wenn ich Bitterkeit und Hass zulasse und auslebe, sie also kultiviere, so hat das einen großen Haken: Ich wende mich nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Gott ab! Er kann mir nicht mehr wirklich nahe sein, wenn ich Gedanken und Gefühle von Bitterkeit nähre und ihnen folge und damit den Ratschlägen meiner alten Natur.

Es gibt einen Weg wieder in Frieden zu kommen: nicht nur dem Anderen zu vergeben, sondern auch Gott um Vergebung zu bitten, weil wir uns nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Ihm abgewandt haben. Als ich beschlossen habe, mich stolz vom dem betreffenden Menschen weg zu drehen, der in mir Schmerz ausgelöst hat, habe ich auch Gott links liegen gelassen – ohne das explizit zu wollen. Gott ist Liebe und nicht Bitterkeit oder Unvergebenheit. Und Gott möchte, dass Liebe unter den Menschen herrscht, und nicht, dass negative Gefühle über uns regieren.  Ich bin  einer Eigendynamik gefolgt, die nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun hat.

Unsere alt eingefahrene Struktur führt uns IMMER in Stolz und Überlegenheitsgebaren, von wegen: „Der kann mich mal, den guck ich mit dem A. nicht mehr an…“ oder „So eine blöde Kuh, der zeig ich’s aber mal… Ich brauch die doch gar nicht…“

Wie oft führen Missverständnisse zu Konflikten, die schon alleine dadurch ausgeräumt würden, wenn man das Gespräch suchen würde. Doch ist unsere Seele erst einmmal richtig angepiekst, kann sie um nichts in der Welt mehr liebevoll agieren, weil etwas in uns sich so sehr zusammen gezogen hat, dass wir glauben, uns verteidigen oder flüchten zu müssen.

Sowieso sind es meist alte Wunden, die durch heutige Geschehnisse wieder aufgerissen werden. Aber es geht hier nicht darum, woher sie stammen, sondern viel mehr um die Frage: wie komme ich wieder in die Liebe?

„Nein“, sagt der Stolz, „ich werde mich nie wieder melden.“ Man zieht sich zurück und kann auf keinen Fall klein bei geben, und man will es auch gar nicht.

Es ist nur subtil, doch es senkt sich eine gewisse Dunkelheit herab durch diese Haltung. Man tut zwar so als wäre nichts, geht sozusagen zur Tagesordnung zurück, doch in Wahrheit spaltet  man sich von sich selber ab und hofft, dass die Zeit die Wunden heilt. Abwarten und an etwas anderes denken, verdrängen, sich ablenken und sich gut zureden, es wird schon wieder – so jedenfalls lief das bei mir immer ab. Jeder Mensch hat seine eignen Methoden, wie er sich halbwegs wieder herunter holt.  Dabei ist doch dieser gute Kern in uns, der so gerne wieder strahlen möchte… Dieses Strahlen möchte Gott in uns sehen, und das wollen wir auch selbst gerne spüren! Doch ich erdulde lieber einige Tage oder gar Wochen und Monate Dunkelheit, bevor mir am Ende ein Zacken aus der Krone fällt…

Wenn ich schon zu stolz bin, um einem Menschen zu vergeben – bin ich dann auch zu stolz, um Gott um Vergebung zu bitten? Ich habe mich schließlich nicht so verhalten wie Gott es gerne sähe… Sehe ich also ein, dass ich in der Beziehung zu Ihm so etwas wie Schuld auf mich geladen habe durch mein Verhalten? Ja, aus Gottes Sicht habe ich das! Ich habe mich entschieden, einen Menschen nicht leiden zu können, mich abzuwenden und meinem in alten Zeiten geprägten „Fleisch“ zu folgen anstatt mich nach der Liebe auszustrecken.

Wenn ich jedoch erkenne, dass ich vor Gott einen Fehler gemacht habe, öffnet das ganz neue Möglichkeiten. Ohne diese Erkenntnis jedoch kann man nicht von dem Folgenden profitieren:

Ich weiß, dass Gott da ist, dass Er mir aufmerksam zuhört. Ich beginne also damit, Gott alles über den Konflikt zu erzählen (laut und im stillen Kämmerlein), auch mich zu beklagen, jede Einzelheit. Ich stelle mir meinen derzeitigen „Feind“ als Angeklagten vor, benenne ihn beim Namen und haue ihm meine gesamten Vorwürfe um die Ohren – vor Gott als Richter!!! Denn dieser Gott ist nicht scheinheilig! Er will kein Getue von mir! Ich soll einfach wahr und ehrlich sein! In Seiner Gegenwart darf ich den Anderen anklagen: wie sehr er mich verletzt hat, was sein Verhalten mit mir gemacht hat, wie es sich angefühlt hat, was ich gedacht habe, woran es mich erinnert hat, wie groß der Schmerz war – was auch immer in mir vorgeht. Und wenn ich all das vor Gott ausgepackt habe, dann ENTSCHEIDE ich mich, diesem Menschen zu vergeben. Selbst wenn ich es – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich kann, so ENTSCHEIDE ich mich dennoch dazu, denn ich weiß: Gott wünscht sich das von mir! Und ich versuche es mit ganzem Herzen.

Und dann, erst dann bitte ich den Vater im Namen Seines Sohnes Jesus Christus um Seine Vergebung FÜR MICH. Denn ich brauche sie dringend. Ich habe mich schließlich durch all die Negativität komplett von Gott abgewandt.

Jesus ist am Kreuz für mich und dich gestorben, damit wir Vergebung erlangen. Und Gott gewährt jedem, der in Seinem Namen umkehrt und von ganzem Herzen um Vergebung bittet, seine Güte. Die Geschichte in der Bibel vom verlorenen Sohn zeigt das in aller Liebe und Deutlichkeit (Lukas 15, 11-32).

Wenn ich dann in diesem Prozess nach meiner Bitte spüre, dass diese Vergebung mich erreicht hat, dass sie wirklich geflossen ist, dann erst kann ich vollen Herzens auch mir selbst vergeben für mein Verhalten! Ich darf auch hier inne halten und nachspüren, ob ich mir wirklich vergeben konnte.

Als Abschluss entscheide ich mich dann, in Zukunft nicht mehr so agieren wie es in diesem Fall war.

That’s it. Das ist meine „Therapie mit Gott“, dich als so heilsam erlebe, immer wieder. Es ist ein himmlischer Gerichtssaal, den ich da imaginiere, mit Jesus als Anwalt, dem Heiligen Geist als Zeugen und Gott Vater als Richter. Der Angeklagte (mein derzeitiger „Feind“) wird von mir beschuldigt, und dabei darf ich auch richtig die Sau raus lassen. Ich muss nichts zurück halten, denn Gott weiß ohnehin schon alles. Es geht darum, mir selbst, aber vor allem vor Gott all die Gefühle von Verletzung einzugestehen und zu bekennen, und damit sozusagen den Blick hinter die Wut zu tun und ihre Ursachen offen zu legen. Das bringt viel Licht in die Angelegenheit, denn alles was wir vor Gott bekennen kommt ans Licht.

Sehe ich dann diesen Wust von Gefühlen und Anschuldigungen an, höre ich mich selbst reden (wir sollten es unbedingt laut tun!), wird es mir leichter klar, dass ich nicht nur dringend dem „Angeklagten“ vergeben muss, sondern auch selbst Gottes Vergebung brauche.

Das Ergebnis eines solchen Prozesses ist ein sanfter innerer Frieden. Er verwandelt mich in einer ganz natürlichen Weise. Denn wenn ich alles ausgedrückt habe, bekannt habe und wirklich vergeben konnte, auch Gottes Vergebung erfahren und mir auch selbst vergeben konnte – was steht dann noch zwischen mir und dem Anderen?

Nichts, denn die Liebe kann wieder frei fließen. Ich kann mich wieder annähern und Frieden schließen, wenn der Andere mich lässt. Auf dieser Basis kann ich dann aus einer ganz anderen Herzenshaltung heraus neu entscheiden, wie ich mich weiter verhalten möchte. Versöhnung wird leicht.

Auf diesem Weg ist es möglich, Beziehungen immer wieder von negativen Gefühlen reinigen – und vor allem mich selbst! Dies ist der Weg, durch den ich meine Freiheit in Jesus erhalten kann, durch den auch Ehen gerettet werden können, es ist der Weg der Liebe, der nichts beschönigt, aber zurück in die Liebe führt. Und der schöne Nebeneffekt: ich nehme damit dämonischen Angriffen jede Grundlage. Denn wie oft setzten die sich dann noch obendrauf und bombardieren mich mit Gedanken des Hasses und der Wut, stacheln mich an und rauben mir sonst noch den letzten Funken Frieden.

Glaube an Gott ist natürlich unerlässlich dafür. Der Glaube an Ihn als Person – zusätzlich zu dem was Er sonst noch ist… Glauben und Vertrauen in Ihn und Seine Wirkkraft. Denn ich bin ein Kind Gottes, das immer wieder dumme Fehler macht und Seine Vergebung braucht. Fehler sind menschlich. Vergebung bekommt aber nur, wer darum bittet und sich vor IHM neigt. Wie ein Kind, dass zu Papa oder Mama läuft und bekennt: „Ja, ich habe das Geld aus deinem Portemonnaie geklaut, es tut mir leid!“

Bei diesem Prozess des himmlischen Gerichtssaals können und sollen Tränen fließen, denn ich öffne mich rückhaltlos dieser höheren Macht, die mich erschaffen hat. Ich höre damit auf, diese Dinge in mir zu vergraben und weg zu sperren, sie nicht wahr haben zu wollen. Damit gebe ich Gott die Möglichkeit, in und an mir zu wirken und mich zu verändern.

Gott ist Geist. Er kann tief in unsere Gehirne eingreifen. Wenn wir unserem himmlischen Papa ganz vertrauen, haben wir den, der die Verkrampfungen unserer Psyche heilen kann und will. Die einzige Bedingung ist die, an Ihn zu glauben, Ihm alles zu offenbaren und uns Ihm hin halten. Daraus fließt großer Segen.

Kleiner Exkurs zum Thema Traumata: Traumata beeinflussen unser Nervensystem. In Schockmomenten, ob körperliche oder seelische, reagiert unsere Amygdala. Sie ist der älteste Teil unseres Gehirns und reagiert automatisch auf alles was als Angriff empfunden wird. Adrenalin wird ausgeschüttet, wir kommen in einen Zustand höchster Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft. Unser Nervensystem macht uns in Sekundenschnelle fit für Kampf oder Flucht. Ist beides nicht möglich, führt es zur Erstarrung, wie bei der Maus, die vor der Katze erstarrt, wenn sie keinen Ausweg findet. Die Amygdala unterscheidet nicht zwischen echten und scheinbaren Angriffen, auch nicht zwischen körperlichen oder seelischen, sie reagiert einfach auf Stress.

Wir haben zwei Nervenstränge: Den Sympathikus und den Parasympathikus. Und bei Stress macht uns der Sympathikus dann erst richtig Stress. Diese automatischen Reaktionen können wir nicht verhindern, sie rollen einfach ab. Wir bleiben jedoch angespannt und gestresst, wenn nicht etwas Berührendes geschieht, das uns wieder beruhigt. Gott hat sich in meinem Leben als der beste Therapeut erwiesen. Vertrauen ich meinem liebevollen Papa, dem der mich aus Liebe geschaffen hat. Denn wem könnte ich sonst vertrauen, wenn nicht IHM? Er nimmt mich in die Arme und tröstet mich. Und Er sagt zu mir: „Kind, ist doch nicht so schlimm, schau, dein derzeitiger Erzfeind ist doch auch nur ein Mensch. Alle Menschen machen Fehler, du auch! Also komm, vergib ihm das, denn ich liebe ihn genauso wie dich. Er ist dein Bruder/Schwester. Beruhige dich, ich hab dich lieb. Wein dich aus an meiner Brust, und dann geh wieder in dein Leben!“

Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch diesen Vorgang der Parasympathikus den Stressprozess ausschaltet, es kommen Signale von Frieden, Entspannung fließt durch Seele und unseren Körper. Es kommen Ruhe und Frieden, eine natürliche Stille, eine Seligkeit, wie sie nur Gott schenken kann. Und ich selbst muss nichts anders tun, als mich Ihm hin zu halten.

Diese Art der „Therapie mit Gott“ ist sehr effektiv, sehr wirksam, kostengünstig und könnte den Weltfrieden retten. Gott tut das bei mir in Windeseile, was der Trauma-Therapie in Jahren nicht gelungen ist: Er beruhigt mein Nervensystem, Er heilt. Und ich erfahre: wenn ich diesem Prozess als Muster immer wieder folge, werden ich immer freier. Ich kann auch alte Geschehnissen thematisieren, Dinge dich mich irgendwo noch belasten! Auf diesem Weg gelingt es, die Schuld des Anderen und meine eigene Schuld zu vergeben, und es wird wieder hell in mir. Bei vielen Menschen hat sich so auch manche Depression in Luft aufgelöst.

PS: Dieser Prozess stammt nicht von mir! Er ist aber gängige Praxis in der Gruppe, in der ich mich Zuhause fühle.

 

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Sich im Nichts, im sogenannten „Nirwana“ aufzulösen ist das  höchste Ziel der meisten spirituellen Lehren und Religionen. Es ist das krasse Gegenteil zu dem was die Bibel lehrt und was auch Jesus Christus gelehrt hat.

Per Definition von (O-Ton Gott aus der Bibel) ist LEBEN das was Frucht hervor bringt und sich vermehrt. „Seid fruchtbar und mehret euch“. Dieses Fruchtbringen wird von Gott unterstützt, und wer freut sich nicht, wenn ein neues Kind geboren wurde? Es ist die nackte Freude, ein Baby anzuschauen und zu beobachten, aus welcher Reinheit es kommt und wie schön diese Reinheit ist.

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Es ist die Reinheit, die wir verloren  haben. Und der Höhepunkt dieses Verlustes ist es, wenn wir bereits im Leben sterben wollen.

Der geistliche Tod ist das, was nur einer will, der Widersacher von Gott. Damit schaltet er uns aus und macht uns unfruchtbar für Gott.

Kein Tier auf dieser Welt strebt den Tod an. Im kleinsten Ameisenhaufen, im Wespennest, überall geht es nur darum, Brut hervor zu bringen, zu pflegen und zur Reife zu führen, damit diese sich wiederum multiplizieren kann.

Multiplikation ist per se Gottes Wirken und Willen. Und Multiplikation ist auch das was Jesus seinen Jüngern aufgetragen hat. Sie sollten die Lehre vom Königreich verbreiten, auf dem ganzen Erdkreis, damit möglichst viele Menschenkinder sich wieder mit Gott verbinden.

Gott selbst hat sich in uns Menschen als Seine Abbilder multipliziert. Deshalb liebt Er uns auch mehr als alles andere auf dieser Welt. Wir sind Seine Kinder.

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Und für seine Kinder will jeder nur das Beste. Man möchte seine Kinder glücklich sehen und fruchtbar. Genauso sieht Gott auch uns. Setzen wir uns jedoch hin und versuchen so still wie möglich zu sein, die Gedanken auszuschalten, im Nichts aufzugehen, dann können wir Gottes Stimme kaum mehr hören, denn Er spricht mit uns auch durch Gedanken.

Wir haben viele Stimmen im Kopf, auch Dämonen sprechen durch unsere Gedanken. Da ist es wichtig, dass wir lernen, die Geister zu unterscheiden und uns an der liebevolle Stimme von Jesus Christus zu orientieren.

Seinen Gedanken immer wieder weg zu schieben, schaltet die Dämonen nicht aus. Sie wirken weiter. Keine Trauma-Therapie, keine Technik kann die Dämonen vertreiben, einzig und allein das Gebet in Hinwendung auf Jesus Christus. Denn hier, und nur hier ist Gott im Spiel. Er braucht unsere Einladung, unseren Ruf, unsere ehrliche Hinwendung zu Ihm, um wirken zu können.

Dazu müssen wir höchst lebendig sein im Geist, lebendig und wach. Nicht unsere Impulse sprechen Gottes Stimme, sie stammen zumeist aus der Prägung unseres gottlosen Egos, das sein Leben lang ohne Gott gelebt hat und ohne Ihn durch kommen musste, weil es ihn nicht kannte.

Um Gottes Stimme von all den anderen in uns unterscheiden zu können, müssen wir Ihn besser kennen lernen, Seinen Charakter betrachten und beobachten. Und dazu ist Jesus Christus der beste Lehrmeister. So wie Er sollen auch wir werden. Wer die Bibel liest, das neue Testament, ist da klar im Vorteil.

Wie ist Sein Charakter? Er ist sanft, voller Liebe, gnadenlos authentisch, hingegeben und rücksichtslos zu sich selbst, wenn es darum geht für Seinen Vater einzutreten und Seinen Willen zu tun. Er hat keine Vorurteile und hält sich nicht an die Gesetze der Schriftgelehrten, wenn sie unsinnig sind und Gottes Willen widersprechen.

Und was ist Gottes Wille? Alles was aus der Liebe heraus geschieht, alles was Ihn mit einbindet in unser Leben, alles was dem LEBEN dient und nicht dem Tod.

Er hat uns nicht geschaffen, damit wir geistlich absterben und nur noch auf die Impulse unseres alten „Fleisches“ hören.

Natürlich wollen wir nicht leiden. Natürlich tun wir alles, um das in unserem Leben abzuschaffen. Doch uns an das Nichts hinzugeben ist das Gegenteil von dem was Gott für uns will und wollte. Das Nichts ist nicht das Leben sondern der Tod. Es ist das fahle Licht der Finsternis. Deshalb springen uns auch aus dem Nichts weiterhin Dämonen an, deshalb beherrschen uns nach wie vor Angst und Unsicherheit. Wir sind nicht die Herrscher in unserem Leben, Gott ist nicht der Herrscher in unserem Leben, wenn wir diesen Weg gehen.

„Bittet und es wird euch gegeben werden“. Das ist das was Gott will. Er möchte uns beschenken, doch wir müssen bitten, und zwar aus ganzem Herzen.

Aus dem Nichts kommen keine Geschenke. Im Nichts liegt keine Kraft. Das Nichts ist tot und unfruchtbar. Es reinigt uns nicht, es nimmt uns nicht unsere Schmerzen, es gibt uns keinen Trost, es schenkt uns keine Liebe, es macht uns nicht beziehungsfähig, in ihm liegt kein Wert. Alles was wir in das Nichts hinein interpretieren sind Projektionen. Nichts was aus dem Nichts kommt hat Kraft oder Bestand.

Diese Erde ist nicht aus Nichts gemacht, sondern aus Gottes Willen, Gottes schöpferischer Kraft und Gottes Liebe. Doch wir ehren Ihn nicht dafür. Wir danken Ihm nichts. Wir rebellieren gegen Ihn und leugnen Seine Anwesenheit und damit alles was Er uns geschenkt hat und was Er uns schenken möchte.

Er möchte uns Lebensfreude schenken, Licht und Liebe, Sicherheit in Ihm, Schutz, Trost, Versorgung, Leitung und Halt. Jesus ist noch immer da, hier und jetzt. Er sagte von sich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit uns das Leben“ und: „Wo zwei oder drei von euch IN MEINEM NAMEN versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“ Er war ein echter Mensch aus Fleisch und Blut und gleichzeitig erfüllt mit Gottes Willen, Gnade und Heiligkeit – von Gott ausgesendet, eine Inkarnation  Gottes auf dieser Erde. Er hinterließ uns den Heiligen Geist, in dem Er weiter wirkt und durch den Er mit uns in Verbindung treten kann, und durch den wir auch in Verbindung mit dem Vater treten können.

Dieser Heilige Geist kann nicht mit uns sprechen, wenn wir uns an das Nichts verlieren und damit unser Unbewusstes zum Führer unseres Lebens machen.

Wir haben unsere Kindschaft verloren. Und damit das Vertrauen in unseren Vater. Kannst du dir vorstellen, wie unglücklich ein Vater ist, dessen Kinder ihm nicht mehr vertrauen? Die ihn nie um Rat fragen? Die einfach ihr Ding machen und ins Verderben rennen? Die ihm nichts danken, obwohl sie alles, aber auch alles nur von und durch ihn haben? Traurig ist das. Und sehr, sehr enttäuschend. Noch dazu, wo es ein reiner und guter Vater ist, der nur das Beste für seine Kinder will.

Vaterliebe

Würden sie Ihn fragen, Er würde ihnen alles geben. Er würde ihr Leben zum Besseren wenden. Er würde die dunklen Schatten vertreiben, Er würde sie beziehungsfähig machen, gemeinschaftsfähig. Eigenschaften, die in unserer heutigen Zeit Mangelware sind. Er würde ihre Herzen öffnen füreinander und den Egoismus vertreiben.

„Das (König-)Reich Gottes ist nah herbei gekommen!“ sagte Jesus Christus. Es ist nah und nicht fern. Es findet sich nicht im Nichts, nicht im Tod, sondern nur im Leben. Dieses Leben ist eine einmalige Chance, in dieses Königreich zu gelangen, bereits während wir leben. Deshalb ist dieses Leben so unendlich kostbar. Wir sollten es nicht verschwenden, nicht vergeuden, die Zeit nicht damit vertun, es uns einfach nur gut gehen zu lassen, sonder für Gott wirken und arbeiten, für Sein Königreich.

Die Lehre von diesem Königreich ist in den Irrungen und Wirrungen der Christlichen Religionen komplett untergegangen. Kaum ein Pastor spricht davon oder versteht es überhaupt.

„Das Königreich ist nah herbei gekommen“. Gott ist der gütigste, weiseste, liebevollste König überhaupt. Und Er hat Macht und Kraft. Er möchte sie für uns einsetzen. Er möchte mit uns sprechen und von uns gehört werden.

Ja, er spricht durch die Natur, aber noch viel mehr spricht Er direkt zu uns, und Er möchte, dass wir lernen Ihn zu hören, Ihn zu verstehen und tatsächlich Seinen Willen zu tun – den auch Jesus Christus getan hat. Das können wir nur wenn wir das Leben wert schätzen, es erheben, es ehren und dafür dankbar sind.

Wirf es nicht weg, es ist Gottes Geschenk an dich.

 

 

Bildquellen: 

Pixelio ID 589321 von Christian v. R., ID 436949 von meltis, ID 676159 von sunny711

 

 

 

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Man muss nicht heilig sein, um sich Gott zu nähern. Er selbst ist reine Heiligkeit, doch niemand muss „heilige“ Rituale vollziehen oder an „heilige“ Orte gehen… Dieser Gott ist uns Menschen so zugewandt – Er erwartet keine äußerlichen Liebesbeweise, es kommt Ihm einzig und allein auf dein Herz an. „Liebst du mich?“ spricht Er: „Bist du bereit mir zu folgen?“ und: „Nimmst du das Kreuz und gibst du dein Leben auf für mich?“ „Bist du bereit, mir alles zu überlassen? Mir ganz und gar zu vertrauen? Ja? Dann wirst du Wunder erleben. Dann wirst du frei sein von dir selbst. Dann wirst du Frieden finden. Dann wirst du ein volles Mitglied meines Königreiches sein, dann werde ich dir alles geben was du brauchst, und dir wird nichts mehr fehlen.“

Sein Leben Gott zu unterstellen, und zwar ganz und gar, einschließlich aller materieller Güter, allen Geldes, allen Besitzes, war für mich eine große Herausforderung. Es ist nicht leicht, sich so zu demütigen, und das geschieht nicht einfach so aus „der Lameng“ heraus, sondern es braucht da vorher schon Kämpfe und Seelenschmerz, der entsteht, wenn man sich weigert, und es doch bei der Taufe versprochen hat. Und es stellt den Glauben wirklich auf die Probe. Aber es ist auch ein riesiges Geschenk. Es nahm mir die Last der alleinigen Verantwortung für all diese Dinge, und es befreite mich von einem Batzen Negativität, der vorher erst mal richtig groß geworden war.

Doch jetzt – Gott sei Dank – nun muss ich nur noch eins: Ihm zuhören, Ihm folgen und dem was ich von Ihm höre*.  Ich fühle mich in Seiner Liebe so aufgehoben und beschenkt und genieße diesem ganz persönlichen Draht zu Ihm. Es ist so viel heller und reiner in mir geworden.  Und ich weiß immer: Er meint es gut mit mir.

Jesus ist jetzt wirklich mein König. Und Er ist so sanftmütig. Ich bin ein Rädchen in Seinem Königreich, bin Ihm ganz direkt unterstellt, ohne Mittler, ohne Kirche, ohne Gemeindesäle. Ich habe jedoch Mentoren, die mich dabei unterstützen, im Licht zu bleiben. Der Gott des Lebens hat seine helle Freude an unserem Wachstum und am Wachstum Seines Königreiches. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten, und all das geschieht aus reiner Liebe.

Da sich dies jetzt bei mir wie eine Neugeburt in den Himmel hinein anfühlt, drängt sich mir der Vergleich mit dem „Erwachen“ auf, das ich ja auch erlebt habe, und damals für eine Art Neugeburt gehalten habe. Es ist für mich selbst eine gute Gelegenheit, das zu reflektieren, und im Schreiben wird alles noch klarer. Ja, da gibt es einiges zu unterscheiden.

„Erwachen“ geschieht, wenn man die Abwehr aufgibt, die Anstrengung sich zu wehren, z.B. gegen psychischen oder körperlichen Schmerz, gegen Umstände, gegen Überforderung von Außen oder aus dem eigenen Innern, oder auch die anstrengende Suche nach Gott oder Erleuchtung. Bei Vielen geschieht es am Punkt eines Burnout oder in Grenzsituationen. Die Identifikation mit dem Ego stirbt, und es hat den Geschmack von Sterben, doch es kommt keine Wiederauferstehung. Man bleibt irgendwie zerstört, bleibt platt wie eine Flunder liegen und lebt dann relativ antriebslos weiter. Und irgendwann kamen bei mir alte Strukturen des Ego zurück, die aus Verletzungen und Traumata stammten, und übernahmen wieder mehr und mehr das Ruder.  Meine Lebensumstände in einer Partnerschaft riefen das hervor.

Seit dem „Erwachen“ hatte ich dem „Sein“ die Führung meines Lebens überlassen, und war – wie ich es heute sehe – im Grunde verloren. Denn dieses Sein, dem ich auch den Namen „Gott“ gab, ist gar nicht Gott. Letztendlich ist es ein „Niemandsland“. Ich fand dort nicht wirklich eine Instanz, da war einfach Unendlichkeit und letztlich alles und nichts in Einem.  Manchmal schien mir mein Herz ein schwarzes Loch zu sein, in das ich alles hinein werfen konnte – hinein in diese Unendlichkeit, in diese Schwärze, und heraus kam für kurze Zeit Frieden, der sich aber immer wieder verflüchtigte.

Das Sein hat keine Charakteristika, es ist angeblich lebendig, doch in Wirklichkeit ist es tot, es trägt keine Früchte, es frisst nur wie ein Mülleimer alles auf, was man hinein wirft. Und da es keine „gute“ Instanz hat, marodieren bald Kräfte in der Psyche herum, die wir möglicherweise irgendwann nicht mehr kontrollieren  oder lenken können. Ich wähnte mich im Erwachen „Zuhause“, doch in Wirklichkeit war ich orientierungslos, führungslos und folgte nach eigenem Gutdünken meinen Impulsen, ohne genau abschätzen zu können, woher sie eigentlich kamen und wohin sie führen würden.

Heute ist mir klar: Ich hatte meine einzige Macht, die Macht der Entscheidung, abgegeben an dieses „Sein“, an die Unendlichkeit, von der ich Lenkung erwartete. Ich ging einfach davon aus, dass dieses „Sein“ (der unpersönliche Gott) mir wohlgesonnen war.  Was auch immer daraus hervor mir entgegen kam, musste meiner Meinung nach irgendwie „gut“ und „gewollt“ sein. Doch von wem eigentlich? Diese Frage stellte ich nicht, denn die spirituelle Theorie besagte: „Alles Ich ist Illusion, und alles Geschehen ein Traum oder eine Art Film, ohne jede Wirklichkeit“. Ich selbst sah mich als eine Art Marionette in diesem Film, die sich eines Tages ganz und im großen „Sein“ auflösen würde.

Doch irgendwann kamen mir Zweifel, und zwar an dem Punkt, an dem es „schlecht“ wurde. Richtig schlecht. Sehr schlecht. Und ich fragte mich: Wer hat eigentlich ein Interesse daran, mich als Mensch dermaßen zu entmachten? Wer hat ein Interesse daran, aus mir eine willenlose Marionette zu machen? Wer will hier mein Unterscheidungsvermögen torpedieren und alles gleich-gültig machen? Gott vielleicht? Sind wir dazu da, Zombies zu sein und Impulsen zu folgen?

Das ist nicht der Plan Gottes sondern satans. Gott möchte uns nicht so sehen. Wir sind doch seine Kinder. Er hat uns doch nach Seinem Bild geschaffen. Er hat uns den freien Willen gegeben, den viele spirituelle Lehren leugnen, und das nicht ohne Grund! Denn der freie Wille ist eine Gefahr für die dunkle Seite. Gott gab uns mit dem Willen die Kraft der Entscheidung – das Wichtigste im Menschen! 

Der persönliche Gott, der Gott der Bibel, Jesus möchte unser Leitstern sein. ER möchte mit uns gehen, mit uns leben, jede Minute, jede Sekunde. Er möchte Seine Liebe über uns ausschütten. Entscheidet man sich einmal dafür, persönlich mit Gott in Beziehung zu treten, wird sehr bald klar, dass Gott nur auf uns gewartet hat! Gott möchte, dass wir unseren Willen auf Ihn persönlich ausrichten, und wir werden Wunderbares mit Ihm erleben. Es geht also gar nicht darum, das Ich los zu werden oder zu transzendieren, sondern es geht darum, mit Hilfe dieses Ichs die richtigen Entscheidungen zu treffen – mit Gott als Ratgeber. Gott als unser Schöpfer hat uns ein Ich gegeben, damit wir uns für ein Leben MIT Gott entscheiden.

Beim Erwachen stehen zu bleiben ist wie ein Zug, in dem jemand die Notbremse gezogen hat: er bleibt irgendwo stehen, ist jedoch nicht am Ziel. 

Vielleicht fühlte ich mich deshalb nach dem Erwachen so leer, und viele Menschen spüren dann große Sinnlosigkeit und Ziellosigkeit. Einige bringen sich gar um, weil alles schal geworden ist. Doch alles was nach Tod schmeckt, kommt nicht von Gott, denn Gott ist das LEBEN.

Bitte: bleib nicht beim Nothalt stehen, sondern gehe weiter und schau dich um nach dem WESEN von Jesus Christus. Im Herzen wirkt Gott, und er geht bereits hinter dir her und gibt dich nicht auf und wartet auf darauf, dass du dich zu Ihm umdrehst.

Viele Worte ranken sich um das Thema „Erwachen/Erleuchtung“. Es bietet genügend Stoff, um viele Bücher zu füllen und dann wiederum interessant zu sein für neue Sucher. Das allein ist schon merkwürdig genug und hatte für mich schon immer einen merkwürdigen Beigeschmack: Eine Philosophie, die behauptet, Befreiung zu sein und zu schenken von Suchen und Streben – die jedoch gleichzeitig ein Lockvogel ist, nachdem man dann quasi gezwungenermaßen streben MUSS wenn man sie nicht hat. Da stimmt doch etwas nicht, oder?

Das Reich Gottes und die Lebensübergabe an Ihn ist etwas komplett anderes. Denn hier hört das ich-bezogene Leben wirklich auf. Hier wird nicht nur ein Widerstand aufgegeben,  sondern hier gibst du dein Leben und deinen Eigenwillen auf, aber nicht an ein Nichts oder ein Niemand, sondern an eine Person: an Jesus Christus, der noch heute hier ist!

Es ist noch umfassender: Man demütigt sich AB JETZT mit seinem ganzen zukünftigen Leben und allen zukünftigen Entscheidungen UNTER Ihn und Seinen Willen. Man gibt den Eigenwillen auf, auch alle Abwehr und allen Selbstschutz. Die Wächter aus all den Traumata der Psyche verpuffen in dieser Entscheidung. Sie beugen sich, denn diese Entscheidung wird von Gott unterstützt, und du fühlst dich zunächst nackt und bloß, ja ausgeliefert. Ich betete in dieser Nacktheit um Seinen Schutz und um Seine Gnade. Ich geriet in Furcht vor den Folgen meiner Entscheidung am nächsten Tag und gab sie Ihm hin, betete um ihr verschwinden, und sie verschwand innerhalb von Minuten. Gott schenkt dir worum du Ihn bittest. Er ist ein überaus gnädiger, gütiger Gott. Er ist dein Schutz, Er versorgt dich, Er gibt dir Liebe, und Er lenkt jetzt dein Leben. Zum Guten, natürlich, wohin sonst? Denn dieser Gott ist die Gutheit in Person, Er ist so gut wie Er im Grunde auch uns Menschen gedacht hatte.

Die Gutheit des Menschen liegt bei den meisten Menschen brach unter all dem Schutt und Müll, den uns satan mit seinen Dämonen implantiert hat. Und nur Gott kann ihn weg räumen, und Er tut es! Dann wird alles einfacher. Wenn das sog. „Fleisch“ stirbt, das „gottlose Ego“ (nicht das Ich!!!) voller Waffenstützpunkte und starrend vor Verteidigungsposten, die wir unser ganzes Leben hindurch entwickelt haben, weil wir meinten, ganz alleine auf uns gestellt zu sein und ohne Gott durchkommen zu müssen – dann kommt der Himmel auf die Erde, schon jetzt. Dann kommt wirklich Licht rein.  Dann kommt Befreiung von dem ganzen alten Müll. Und wo Licht ist, da ist keine Finsternis.

Überirdisch

 

* Es gibt gute Bücher, die dazu anleiten z.B. „Kannst du mich hören?“ Von Brad Jersak

 

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