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Posts Tagged ‘Heiliger Geist’

Heute sah ich ein Video, indem eine Frau die Frage stellte, ob Meditation möglicherweise weniger emphatisch macht. Es gab Stimmen dagegen, aber auch dafür. Um die Empathie-Fähigkeit zu erhalten oder zu steigern wurde die „Liebende-Güte-Meditation“ empfohlen, da sie auch andere Menschen mit einschließt.

Auch ich habe diese Meditationsform eine Weile geübt, als ich noch auf dem spirituellen Weg war. Zunächst hat man sich selbst im Fokus und versucht, mit Hilfe von gewissen Techniken in eine Haltung der Liebe zu kommen. Man stellt sich eine glückliche Situation vor, bis man das Gefühl richtig spüren kann, dann wünscht man sich selbst Glück, Frieden und Zufriedenheit. Ist man an diesem Punkt, so dehnt man das auch auf andere Menschen aus. Das klingt erst mal gut – sofern man davon ausgeht, dass man sich selbst und Andere glücklich machen kann. Ist das so? Kann man das? In meinem Leben hat das nie funktioniert.

Was mir sofort in den Kopf schoss war die Tatsache, dass man sich hier an die Stelle Gottes setzt. Man glaubt, alles selbst in der Hand zu haben. Man produziert aus seiner eigener Kraft heraus Gefühle, projiziert sie aus eigener Kraft auf sich selbst und dann aus eigener Kraft auf Andere. Man ist der Überzeugung, man müsse Menschen Liebe schicken, um Gutes zu bewirken. Erst muss man diese Liebe mit Willenskraft erzeugen, dann schickt man sie mit der gleichen Willenskraft geistig weiter. Wie auch immer man meditiert, was auch immer man damit bewirken will – man hält sich selbst für den Erzeuger von Liebe, für den Sender von Liebe, man hält sich selbst für Denjenigen, der das Gute bewirkt. Man sieht sich als schöpferisch, ja als göttlich.

Verwechseln wir da nicht etwas? Wo kommt denn die Liebe her, die wir spüren können? Ist es nicht GOTT, aus dessen Liebe wir gemacht sind? Ist es nicht GOTT, der das Gute bewirkt? Ist es nicht Gott, der das Leben erhält und ständig neu bewirkt und erzeugt? Für wie unendlich wichtig halten wir uns eigentlich? Für mich ist das Hybris. Die Intention, Gutes zu bewirken, ist sicherlich richtig – doch der Weg ist falsch, weil die Haltung falsch ist. Sie ist eine Lüge, denn die Wahrheit ist: Gott tut all das – aber nur wenn Er es will, und nicht wenn wir es wollen.

Wer anfängt, den wahren, echten Gott zu schmecken, der wird nie wieder so agieren können. Nur falsche Götter leiten zu solchem Handeln an. Alles, was das gottlose Ego (das Ego ohne Gott) des Menschen fördert kommt aus der falschen Richtung.

Gottes Herz

Ich durfte heute einen tiefen Blick in das Herz des Vaters tun. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und es war das erste Mal in einer solch erschütternden Tiefe. Es hat mich so tief berührt, dass ich mich vor Tränen kaum mehr retten kann – schon seit Stunden. Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist: Da steht im alten Testament, dass Gott Noah nach der Sintflut versprochen hat, dass Er einen Bund mit der Erde und den Menschen und allen Tieren schließen möchte. Er versprach Noah, dass Er so etwas (eine solche Flut und die Vernichtung des Lebens) nie wieder tun will. Und als Zeichen dieses Bundes habe Er ein Zeichen gemacht, einen Bogen in den Wolken aufgerichtet, und wann immer ein (Regen)Bogen am Himmel erscheint, wird Er diesem Bund gedenken (1. Mose, 9, 9-17).

Regenbogen - Bund Gottes mit der Erde, den Menschen, den Tieren

Gott denkt oft an uns, denn zahllose herrliche Regenbögen erscheinen täglich, stündlich überall auf der Welt. Und wenn wir einen erleben, so können wir ihn staunend anschauen und uns sicher sein, dass Gott an diesen Bund mit uns denkt, und dass Er uns nicht vergessen hat. Das kann ein Trost für jeden sein, der sich von Gott verlassen fühlt.

Für mich ist dieser Bund, dieses Band, diese Verbindung ohnehin keine Frage, auch ohne Regenbogen. Aber diese Versicherung Gottes vor tausenden von Jahren zeugt – so sagt mein Herz – von einer unendlichen Liebe, Güte und Zugewandtheit, so dass sie mich, als ich so darüber nachsann, in einer Weise anrührte, dass ich schlagartig einen Blick in Sein Herz tun durfte. Wie sehr Er doch die Menschen liebt… Wie nah Er uns doch ist… Wie weh Ihm all das tut, was hier geschieht, was wir unseren Mitmenschen und den Tieren und der Erde antun… Und wie es Ihn traurig macht, dass sich die meisten Menschen von Ihm abgewandt haben…

Was tun wir unserem Gott Tag für Tag an? Unserem Erzeuger, unserem Schöpfer, unserem Vater? Er hat das nicht verdient. Seine Schöpfung verschmäht Ihn. Dabei tut und tat Er bereits alles, um uns zu helfen, uns zu retten… Er machte einen neuen Bund und gab Seinen Sohn – doch wer greift wirklich nach Ihm? Der Rettungsring ist für jeden Einzelnen erreichbar… doch unser Stolz lässt es nicht zu, dass wir Jemanden, dass wir einen Gott über uns akzeptieren, dass wir uns vor Ihm beugen, ja demütigen. Wir sind zu stolz, um uns in die Ordnungen Gottes zu fügen, die doch FÜR uns gemacht sind, nicht gegen uns. Gott ist das pure Gute. Dieses Gute ist so dermaßen gut, dass wir es gar nicht ermessen können. Er ist gleichzeitig absolut rein und heilig.

Wir sind vermessen

Wir Menschen sind vermessen, wenn wir glauben, alles alleine in den Griff zu bekommen, alles alleine zu können, selbst zu wissen was wir brauchen und wie wir es bekommen können. Wir benutzen die Schöpfung ohne den Schöpfer zu beachten, ohne uns mit Ihm zu synchronisieren. Wir brauchen jedoch Gottes Anleitung, Seine Hilfe, Seine Hand, Seine Liebe. Wir ignorieren Gott, wir ignorieren den, von dem wir kommen, der uns gemacht hat, und DEN, durch den, in dem und zu dem hin alles gemacht ist (Römer 11, 36).

Für Menschen, für mehr Liebe zu meditieren ist sicher gut gemeint, jedoch der falsche Ansatz und muss unwirksam bleiben, denn Gott ist nicht mit im Boot. Für Menschen zu beten ist besser, denn hier bauen wir die Beziehung zu unserem Schöpfer auf, die persönliche Beziehung. Bisher ist der Bund Gottes mit uns zumeist einseitig. Doch im Beten erwidern wir den Bund, ergreifen wir das Band zwischen uns. Es entsteht dadurch eine Beziehung von Person zu Person – auch wenn es manchem als zu simpel erscheint, Gott als Person zu bezeichnen. Er hat eine gewaltige Persönlichkeit! Und hat Er nicht selbst gesagt, dass Er uns in Seinem Bilde geschaffen hat? Ein unpersönlicher Gott wäre uns doch gar nicht ähnlich! Doch Er ist uns ähnlich, vom Wesen her. Gott hat Gedanken, Gott hat Gefühle, Gott hat Absichten, Ziele, Sehnsucht etc…

Meditieren ist eine Handlung ohne Gott – beten ist eine Handlung MIT Gott.

Ein unpersönlicher Gott ist nicht wirksam. WEN oder WAS meinen wir denn, wenn wir einen unpersönlichen Gott ansprechen? Es ist ein Widerspruch in sich, mit einem unpersönlichen Gott zu sprechen. Ein solcher Gott muss der falsche sein, weil der wahre Gott sehr persönlich ist.

Gottes Persönlichkeit

Im biblischen Vater, Seinem Sohn Jesus Christus und dem von Jesus gesandten Heiligem Geist finden wir zahlreiche Facetten von Gottes Persönlichkeit:

VaterSohnHeiliger Geist
SchöpferRetterLehrer
VaterGeliebter/BräutigamTröster
Behüter/BeschützerPartnerRatgeber
Ernährer/VersorgerHeiler/ArztFreund/Zuhörer
ErzieherTür zum VaterÜberführt von Sünde
HeiligErscheint in TräumenJesus Sprachrohr
LiebeWeg, Wahrheit, LebenÜberführt von Wahrheit
Das GuteLiebesanft
Vergibt die Sünden (Zielverfehlungen)Sanftmutsensibel
Voller GüteFriedefürstist manchmal betrübt
Spricht in TräumenWill in uns wohnenHelfer
AutoritätIst immer erreichbarWeisheit
SouveränitätHerr der Heerscharengibt Prophetie

Diese Liste ist natürlich nicht vollständig… Man sieht aber, was für ein Gott uns geschaffen hat und welche Intention Er hat. Er möchte uns ins Gute führen, Er sucht Kontakt zu uns auf vielerlei Weise. Doch entdecken und kennen lernen können wir Ihn nur, wenn wir das auch wollen, wenn wir Ihn suchen und uns Seine Worte zu Herzen nehmen. Dazu braucht es eine radikale Umkehr vom Alten, auch eine Umkehr von der eigenen Wichtigkeit und Bedeutung, und eine Hinwendung zu dem was größer ist als wir: Jesus Christus, der extra für diese Mission lebte und starb, und dem Vater.

Betriebsanleitung für den Weg zu Gott

Es ist zwar krass, und man kann es kaum glauben, wenn man aus dem Humanismus kommt und viele Religionen und Philosophien kennen gelernt und ausprobiert hat – aber die Bibel ist das einzige Buch, durch das Gott durch Menschen wirklich und wahrhaftig und so klar wie möglich spricht. Es mag durchaus sein, dass auch andere Bücher Teile der Wahrheit enthalten, doch die Bibel ist überragend in ihrer Konsequenz und in ihren Ergebnissen, wenn man sie als Leitfaden nimmt, weil sie sozusagen die „Bedienungsanleitung“ enthält, wie man Gott kennen lernen, sich Ihm nähern und Ihm nahe bleiben kann, und man tatsächlich frei werden kann vom gottlosen Ego.

Das was die Spiritualität verspricht, kann sie nicht halten. Es geht nicht darum, das Ich zu verlieren, sondern die Persönlichkeitsanteile, die wir ohne Gott entwickelt haben, ohne Ihn einzubeziehen: die Selbst-Zentriertheit, die Selbst-Erhöhung, den Stolz, die Rebellion, die Bitterkeit, den Hass… So lange wir uns selbst anbeten, uns selbst für den Nabel der Welt halten, so lange wir alles selbst und alleine entscheiden wollen, so lange wir Richter spielen und selbst entscheiden, was richtig und falsch, was gut und böse ist – so lange werden wir nicht von Gott geführt, sondern von uns selbst, von unserer Seele und unserem Unbewussten – beides ist von der Dunkelheit geprägt und von ihr beeinflusst.

Nur ein guter Gott kann uns retten und uns auf einen guten Weg führen – auch wenn das unter Umständen bedeutet, dass Freunde abfallen und man zum Außenseiter wird. Es ist all das wert, denn was wir gewinnen und dafür bekommen ist: Frieden mit Gott und uns selbst, ein liebender, zugewandter Gott in uns und an unserer Seite – im Diesseits und im Jenseits – und zwar für immer.

Foto: Pixelio, ID 692727 von Dr. Klaus-Uwe Gerhardt

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Bäume im  Paradies

Die beiden Bäume des Paradieses symbolisieren die Wahl, die der Mensch hat. Es ist eine Wahl zwischen Frieden und Unfrieden, zwischen Hingabe/Annahme und Rebellion, zwischen Leben und Tod. Beugen wir uns vor Gott und leben wir in Seinem Schutz und unter Seiner Führung? Ruhen wir unter dem Baum des Lebens in Seinem Schatten? Oder wollen wir selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist und uns damit in eine wilde, ungeordnete und dunkle Welt begeben, in der wir allein auf uns selbst angewiesen sind?

Es ist eine einfache Tatsache: wir sind Menschen und keine Götter. Es beweist sich immer wieder, dass wir alleine ohne Gott nicht imstande sind, eine gute Ordnung zu schaffen. Was tun wir mit der Erde, die uns anvertraut ist? Wären wir Götter, dann würde sie anders aussehen und anders behandelt werden. Die Insekten sterben, auch die Vögel sterben. Die Meere sind voller Müll, es bilden sich riesige Inseln aus Plastik.

Fisch aus Müll

Die Meeresbewohner sterben daran. Große Teile des Wassers sind radioaktiv schwer belastet durch die Fukushima-Katastrophe, an die sich heute kaum mehr jemand zu erinnern scheint. Wir Menschen sind dermaßen kurzsichtig und vor allem eins: vergesslich. Wir haben nicht das große Ganze auf dem Schirm. Auch wenn wir uns einbilden, göttlich zu sein, so ändert das keinen Funken an den Problemen dieses Planeten.

Nein, wir sind nicht göttlich, wir sind aber eine Schöpfung Gottes. Eine Schöpfung, die sich selbstständig gemacht hat und unabhängig von Ihm. Die Früchte sehen wir vor uns, auch in der Klima-Erwärmung und all ihren Folgen. Wir sind nicht imstande, eine gute Ordnung herzustellen und aufrecht zu erhalten. Regierungen reagieren in Panik, Angst-gesteuert… WER ist es eigentlich, der diese Welt in seinem Klammergriff hält? Ist das nicht der „Gott der Welt“ satan? Ist dies alles nicht die Frucht dessen, dass wir uns so weit es nur geht von unserem Schöpfer entfernt haben?

Warum ist in der Bibel von Sünde und Schuld die Rede? Dies sind Reizworte für alle, die von restriktiver religiöser Erziehung gequält wurden. Unseligerweise identifizieren die meisten Menschen Gott mit der Kirche. Doch die Kirche hat viel Mist gebaut, und hat ihre eigenen heiligen Schriften verfälscht und ihnen misstraut. Sie hat ihren Ursprung verlassen und führt Menschen weg von Gott – bis auf einige wenige Ausnahmen.

Noch einmal, warum diese Betonung von Sünde und Schuld? “Sünde” heißt Zielverfehlung. Unser Ziel sollte Gott sein. Der Mensch ist gebaut, um in Beziehung und Kommunikation mit seinem Schöpfer zu sein. Und, ist er das? Nein. Er entscheidet alles alleine und ohne zu fragen, ohne seinen Gott zu suchen, ohne Seine Ordnung zu berücksichtigen. Der Mensch hat seine eigene Ordnung aufgestellt und schmort jetzt darin. Sünde ist alles, was wir ohne Gott machen, ohne die Beziehung, die Gemeinschaft mit Ihm, ohne zu fragen, ohne zu reden, zu beten, zu hören.

Gottes eigentlicher Plan für uns ist so grandios und überwältigend, Sein Bild, in dem Er uns geschaffen hat ist so schön und unbeschreiblich, alles aus Liebe, in Liebe und für Liebe, in Freude und Schönheit, in einem Miteinander – von Gott geplant und gedacht für Frieden untereinander. Gott hat eine andere Zeitrechnung als wir uns auch einen ganz anderen Überblick. Wir Menschen haben alle ein schönes Potential – doch ohne die Beziehung zu Gott können wir es nicht in segensreicher Weise erwecken, denn ER erweckt es, und zwar nur mit uns zusammen!

Ich rede nicht von Selbstverwirklichung oder Selbsterkenntnis. Das sind Techniken, die nicht zu Gott führen und letztlich auch den Menschen aufs Podest stellen. Ich rede von Gotteserkenntnis, vom Heiligen Geist, der uns leiten sollte, anstelle von uns selbst. Doch unsere verkorksten Seelen mit ihren ständig wechselnden Emotionen und Traumatisierungen lenken unsere Wege, wir können nicht von uns aus über diesen Tellerrand hinaus sehen, das geht nur mit Gott und mit Seiner Perspektive.

Den Himmel gibt’s echt, vor Kurzem las ich ein Buch mit diesem Titel. Ja, den Himmel gibt’s echt, und wir sollten ihn suchen. Den Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft – und ich meine NICHT Meditation und derlei Techniken. Wenn ich versuchen sollte zu beschreiben, wohin ich blicke, wenn ich bete, so ist es jedenfalls nicht nach innen. Beten ist keine Sache von zielgerichteter Konzentration nach Innen, sondern eine Haltung zu Jemandem HIN. Es ist ein in-Beziehung-treten und ein Erwarten von Antwort. Es ist keine Bemühung, sondern es geschieht aus Liebe und Hoffnung heraus. Es ist ein Senden und Empfangen im Geist, in der Überzeugung (Glauben) von der Anwesenheit des Übernatürlichen, Heiligen – des Heiligen, dem wir UNTERSTELLT und nicht gleich sind.

Der Baum des Lebens ist Jesus. “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben”. “Folgt mir nach”, “wer meinen Willen tut, wird gerettet werden…”, “…der Vater wird ihn lieben…”, “…und wir werden Wohnung in ihm nehmen…” Diese Worte von Jesus in der Bibel sind kein hohles Gerede, sondern sie sind WAHR. Wer den Schöpfergott noch nicht kennengelernt hat, irrt einsam herum und muss immer weiter sein eigener Herr sein. Das ist nicht nur anstrengend und ohne klare Orientierung – es führt auch letztendlich ins Verderben. Dabei haben wir einen Gott, der mit gestalten will, der lenken und führen will, der liebt und darauf wartet, dass wir Ihn suchen. Wer sind wir schon ohne Ihn? Wer Seine Größe und Heiligkeit nicht geschmeckt hat, kennt Ihn nicht…

Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.

Offenbarung 4, 8

Heiligkeit ist unermessliche Reinheit, Liebe, Größe, Macht, Schönheit, Licht, Glanz. Wie ist wohl das Wesen, das diese unvergleichliche Ordnung der Natur geschaffen hat,

Sonnenblume

die sich dank Seiner Genialität wieder regenerieren, heilen kann, dieses unglaublich ausgeklügelte System von Schönheit, das sich kein menschlicher Geist jemals ausdenken könnte? Und wir glauben, wir seien Gott?

Die Vorstellung vom Urknall anstelle der Schöpfung klingt irgendwie logisch, doch hat jemals eine Explosion Ordnung hinterlassen? Ganz im Gegenteil… Dieser Schöpfer ist ein Gott der Ordnung, der Struktur, der Harmonie und der GESETZE. Ohne Gesetze würde all das nicht funktionieren. Sie sind allgegenwärtig. Doch wir wollen ohne Gesetze sein und unsere eigenen aufstellen. Der Mensch als Schöpfer würde nichts als Chaos produzieren.

Dabei sind wir doch in der genialen Lage, dass dieser grandiose Schöpfer mit uns, mit jedem Einzelnen in Beziehung treten möchte! Was für ein Privileg! Und wir schlagen es Tag für Tag aus…. Im Gegenteil, wir lehnen Gott ab, weil wir Ihm vorwerfen, dass er all das Schlimme auf der Welt zulässt. Dabei haben wir all das doch einzig uns selbst zu verdanken! Wir kreiden IHM an, was wir selbst verbockt haben. Wir sind hier in einem Kindergarten, in dem alle Kinder verrückt geworden sind, indem die Erzieher die Kinder sich weitgehend selbst überlassen haben, weil die Kinder einfach nicht hören wollen. Ich sage „weitgehend“, weil Gott noch immer das Schlimmste verhütet.

Der Baum der Erkenntnis ist so viel verlockender…

Selbstkrönung

Selbst Gott spielen, selbst auf dem Podest stehen und niemanden über mir, keinen Gesetzen folgen müssen – das ist spannend. Jedes Kind möchte letztlich das tun was es will, doch es verbrennt sich dann die Finger an der Herdplatte, und das tut weh. in dieser Situation sind wir momentan in dieser Welt.

Dies ist ein Gott, der Grenzen setzt, wie ein guter Vater. Es sind Grenzen FÜR uns, nicht gegen uns, Grenzen, die uns gut tun, Grenzen, die das Leben regeln, Grenzen, die Auswüchse verhindern, Grenzen, die für ein friedliches Zusammenleben wichtig sind, es sind Grenzen, die nicht weh tun, wenn man mit Gott zusammen lebt, denn Er befähigt uns dazu sie zu halten. Ein liebender Vater schenkt unendlich viel Liebe und Wärme, er freut sich tatsächlich am Gehorsam seiner Kinder und belohnt ihn. Und der Lohn von Gott schmeckt wunderbar! Frieden ist der Lohn und Sinn.

„Gehorsam“ ist auch so ein Reizwort, insbesondere für die 68-iger Generation und ihre Nachfolger, denen auch ich entstamme. Ein gewalttätiger Vater erntet keinen Respekt, aber ein gütiger schon. Ich bin froh, dass Gott so ganz anders ist als mein Vater war. ER ist ein Vater, dem man sich anvertrauen kann, der die Dinge im Guten regelt, der weise Entscheidungen trifft und am besten weiß, was gut für mich ist. Ich darf mich an Ihn wenden mit allem was mich bedrückt und beschäftigt, kann mich bei Ihm ausweinen und voll und ganz darauf vertrauen, dass Er nur mein Bestes will. Was ich von Ihm höre ist für mich maßgebend und wegweisend, und ich weiß, dass es besser ist als das, was mir richtig erscheint. Manchmal zeigt sich das erst später, doch es zeigt sich. Und ich spreche, wenn es um Gottes Führung geht hier nicht vom “Bauchgefühl”, sondern vom Geist. Vom Heiligen Geist.

Diese “Bauchgefühl-Nummer” ist eine Verfälschung von der dunklen Seite. Es kann auch mal sein, dass Bauchgefühl und Geist übereinstimmen, doch das Bauchgefühl allein ist immer ein schlechter Ratgeber. Gott ist der Ratgeber, und bevor ich nicht sicher weiß, was ich von Ihm gehört habe und was Sein Wille ist, handele ich möglichst nicht mehr… (von Ausrutschern abgesehen…)

Wenn du von Gott hören solltest, so ist es wichtig, Unterscheidungsvermögen zu haben. Darum würde ich als erstes um Unterscheidungsvermögen beten. Denn auch satan, bzw. seine Dämonen sprechen und versuch alles, um uns vom richtigen Weg abzulenken. Die Botschaften von Gott sind niemals zwingend, sie sind ratend, aufbauend, weise, liebevoll, aber auch manchmal in einer unglaublich intelligenten Art erzieherisch und auf wachsende Reife abzielend. Gott will, dass wir wachsen. In Ihn hinein, in das Bild Seines Sohnes hinein.

Der Heilige Geist ist der Mittler zwischen Mensch und Gott, durch Ihn spricht Jesus, und Jesus wiederum ist der direkte Draht zum Vater. Alle Drei stehen für unterschiedliche Aspekte Gottes, die uns alle zugänglich sind, wenn wir uns für Gott entscheiden! Wenn wir nur endlich einsehen, dass wir es alleine nicht können! Dass wir alleine ‚verratzt‘ sind, dass wir unser Leben mehr und mehr an die Wand fahren!

Meist finden nur Menschen zu Gott, die keinen anderen Weg mehr gehen können. Die Verzweifelten, die Strauchelnden, die dem Tod nah sind, physisch oder psychisch.

Depression

Es sieht ganz so aus, als bräuchten wir die Extrem-Situation, um uns endlich überantworten zu können. Bis wir jedoch so weit sind, dass wir uns von Gott an die Hand nehmen lassen wird unsere „Klugheit“ uns führen, und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Bis dahin sind WIR die Entscheider, die Könner, die Macher und Wisser… bis hin zur aberwitzigen Vorstellung, wir seien selbst Gott, einfach nur weil wir Teil des Kosmos sind. Mit dieser Idee holt satan auch noch viele von denen weg, die eigentlich nur nach Gott und Jesus suchen. Ja, er ist nicht dumm, vieles klingt sehr logisch, doch es ist vor allem eins: verführerisch, denn es verführt zur Selbsterhöhung. Aber: Der Kosmos ist nicht Gott, nein, denn auch der Kosmos ist Seine Schöpfung.

Das ist die Krux, dass ständig die Schöpfung mit dem Schöpfer verwechselt wird. Doch Gott steht wirklich weit über allem, denn Seine Reinheit, Sein Feuer würde alles verzehren was nicht rein ist. Deshalb ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst. Auch das ist etwas, was wir nicht von uns selbst aus tun können, sondern wir brauchen auch hier Seine Hilfe. Ein Stoßgebet, und die Hilfe kommt. Wenn wir mit Ihm leben wollen, ewig, dann ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst, dass wir das Alte abwaschen und ertränken und neu werden. Dann leben wir unter dem Dach des Lebensbaumes und bleiben dort, gesegnet und mit Seiner Hilfe.

Wir werden niemals unabhängig von Gott sein, das ist ein Trugschluss. Die beiden Bäume stehen auch heute noch für die Entscheidung, vor die wir gestellt sind: Mit Gott oder ohne Gott. Davon hängt unser Glück ab und unser Leben.

Bildquellen: Pixelio: 553847 von Helene Souza, 797053 Alexandra H., 699932 von Radka Schöne, 430632 Günter Havlena, Wikipedia: Selbstkrönung Friedrichs I. in Königsberg 1701 (zeitgenössischer Kupferstich)

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Beim Meditieren konzentriert man sich nach Innen. Man versucht, ungestört nach Innen zu schauen, in die Stille zu gehen, um sich zu zentrieren. Oft mit geschlossenen Augen, im Zen-Buddhismus gibt es eine Technik, in der man mit halb geöffnete Augen vor der weißen Wand sitzt, um alle visuellen Störungen auszuschalten. Mancher verortet Gott im Innern, oder man glaubt, das Bewusstsein an sich sei Gott, und es müsse nur wirklich leer werden, um seine wahre göttliche Natur zu offenbaren. Man erhofft sich von dort her Erlösung und Frieden. Die eigene göttliche Natur ist das große Thema in vielen spirituellen Richtungen, sie ist das gemeinsame Credo des New Age, sie ist der Brennpunkt vieler Schulen, Lehrer und Kurse.

Sich selbst als göttlich zu sehen passt sehr gut in diese Zeit. Wo sollte man Frieden finden – da man an keinen echten Gott mehr glauben kann, als an den im eigenen Innern? Der biblische Gott wurde durch die Kirchen und ihre Verfehlungen, sowie durch ihren früheren Dogmatismus unglaubwürdig.

So war es auch in meinem Leben.

Ich war von diesem persönlichen Gott meiner Kindheit abgrundtief enttäuscht. Und die Pastorin hatte keine vernünftigen, keine schlüssigen, keine Hunger machenden Antworten auf meine Fragen, als eine Freundin tödlich verunglückte. Ich stellte die Frage, die jeder stellt: warum sie sterben musste, und die Antwort war nichtssagend. Es habe Gott halt gefallen, sie jetzt schon zu sich zu rufen…. Puh.

Einen solchen Gott wollte ich nicht, ich wandte mich von Ihm ab und zeigte Ihm den Stinkefinger. Dann wurde es recht traurig in meinem Leben. Ich war sehr orientierungslos und sehr jung. Nach Jahren der Verirrungen, schmerzhafter Erfahrungen, Sinnlosigkeit und auch Depression hörte ich endlich von diesem spirituellen Gott, der in mir als Funke vorhanden sein sollte, hörte von Erleuchtung und von der Möglichkeit, mit diesem Gott eins zu werden, in ihm aufzugehen. Angeblich hatten das schon viele weise Männer und Frauen erreicht. Die sah man Als sogenannte Heilige auf Fotos im Internet verklärt auf Kissen sitzen und voller Sanftmut schweigen.

Mein Weg auf der Suche nach diesem inneren Gott hatte begonnen. Ich möchte jetzt hier nicht weiter ausholen – Tatsache ist, dass ich in vierzig Jahren alles, oder sagen wir wirklich vieles auf diesem Weg erlebt habe, was Andere erstreben und sich wünschen, einschließlich dem seg. „Erwachen“ (Erleuchtung). Doch Gott fand ich bei all dem nicht. Ich fand viel Stille, auch das erweiterte Bewusstsein vom Einsein mit dem Kosmos, der Erde, der Natur, und doch trieb mich der Weg letztlich an mein psychisches und physisches Ende durch Krankheiten, depressive Zustände und schließlich Angst. Mein Gott des Bewusstseins konnte mir offensichtlich nicht helfen. Brav gab ich immer wieder all meine schweren Gefühle ans Bewusstsein ab, bzw. durchlebte sie achtsam bis sie vorbei gingen. Ich beobachtete ihr Kommen und Gehen. Doch leider kamen sie immer wieder, und immer schneller. Und die Lebensumstände hatten sich so gefügt, dass sie alte Muster an triggerten. Auch die nahm mir die Achtsamkeit nicht, obwohl ich sie glasklar sah. Spirituelle Therapien brachten mir keine Erleichterung, ich bekam Angst vor manchen Menschen, spürte, sie tun mir nicht gut! Es wurde immer schlimmer. Ich war wirklich komplett verirrt in diesem meinem Leben, und es gab keine Hoffnung mehr für mich. Endpunkt.

Erster Verdacht – düstere Erinnerungen

Wo war da mein Bewusstseins-Gott? Was half mir das Einssein, wenn ich das Leben an die Wand gefahren hatte? Und warum ging es mir so schlecht? Allmählich keimte ein Verdacht in mir auf. Was, wenn diese ganzen Philosophien, die ich geglaubt hatte, gar nicht stimmen würden? Siedend heiß kam es mir, dass da Jemand oder Etwas von Kindheit an versucht hat, mich vom echten Licht, vom wahren Gott fern zu halten und bestrebt war, mich fertig zu machen. Ich erinnerte mich, dass fast jede spirituelle Erfahrung auf irgendeine Art und Weise einen negativen oder düsteren Beigeschmack gehabt hatte. Entweder fand es in tiefster Dunkelheit statt, oder brachte das Bewusstsein von frenzenlosem Alleinsein, oder davon Gott zwar zu hören, aber herrisch und unheimlich, oder gar von Furcht oder Angst, von Ausgeliefertsein und Spielball zu sein, als die Kundalini sich meldete. Die Übersinnlichkeit griff nach mir sowohl verlockend, als auch erschreckend. Ich erinnerte mich auch an einen Traum als Kind, als eine „Hexe“ sich mit einem Haken an meinen Rücken heftete und mir einen peinigenden Schmerz verursachte, der noch tagelang im Wachzustand anhielt.

Und dann wurde mir klar: Jemand oder Etwas hatte versucht, mich zu besetzen, hatte mich in meinem Leben in Umstände geführt, die mir nicht gut taten, und zwar immer wieder. Jemand oder Etwas hatte es von Anfang an auf mich abgesehen. Jemand oder Etwas hat meine Strickmuster dazu benutzt, um mich zu Dingen zu verführen, die mir nicht gut taten. Und Jemand oder Etwas gebrauchte auch andere Menschen, um mich vollends klein zu kriegen! Ich sah mich plötzlich als Zentrum eines abgekarteten Spiels. Jemand oder etwas war kurz vor dem finalen Schlag, denn jetzt ging es bei mir ans Eingemachte. Ich hatte schon monatelang dämonische Attacken des Nachts, die ich jedoch nicht als solche interpretierte. Sie foppten mich, lachten mich aus, saßen auf mir, ließen mich erstarren, machten mir Angst. Ich wagte mich nicht mehr einzuschlafen. Durch Schlafmangel und zunehmende Ängste stieg mein Blutdruck, fing mein Herz an zu rasen, und ich schleppte mich nur noch halbtot durch den Tag. Ich interpretierte das als verdrängten Anteile (Schatten) von mir.

Und dann dämmerte es mir. Irgendetwas konnte hier nicht stimmen. Die Fragezeichen mehrten sich. Gleichzeitig bekam ich Besuch von einem entfernten Bekannten, der mir strahlend von Jesus erzählte und von Menschen, die durch die Lebensübergabe an Ihn und durch Taufe Befreiung erlebt hatten. Er wies mich auf einen Film hin, in dem man sehen konnte, wie Menschen von Dämonen frei gesetzt wurden. Mir war so etwas immer viel zu krass gewesen, doch jetzt schaute ich ganz genau hin. Konnte es sein? Was, wenn es tatsächlich einen Satan gab, wenn es Dämonen wirklich gab? Was, wenn sie nicht einfach nur meine „dunklen Anteile“ waren, sondern echte geistige Wesen, die es auf mich (und viele Andere) abgesehen hatten? Was, wenn diese Dämonen manchmal andere Menschen reiten wie ein Reiter das Pferd und durch sie negativ auf mich einwirkten?

Hoffnung und Heilung

Aus meinen jahrzehntelangen Studien aller Literatur, die neben spirituellen auch christlich/mystische Werke umfasst hatte, auch der Bibel wusste ich, dass es nur Einen gibt, der den Dämonen Paroli bieten kann: Jesus Christus. Und ich begann, nach Ihm zu rufen – und zwar laut – nicht mehr IN MIR, sondern ÜBER MIR, irgendwo, unsagbar wo, doch als ein Gegenüber, nicht mehr internalisiert in mir als eine Art Energie. Die hatte mir ja all die Zeit nicht wirklich geholfen. Nein, ich rief DIE PERSON JESUS CHRISTUS an und schrie um Hilfe! Ich trieb mir selbst in Seinem Namen die Dämonen aus (soweit es möglich war), es war mir bitter ernst. Und ich spürte, wie eine Übelkeit aufstieg, mein Magen nach oben kommen wollte, eine Art Brechreiz, und ich etwas Widerliches, Unsichtbares heraus würgen wollte. Und ich war froh, dass das geschah und wehrte mich nicht. Und dann verließ mich etwas durch den Mund, gefolgt von mehrmaligem Gähnen und immer tiefer werdender Entspannung.

Und dann war er da, der Friede. Eine Weite und Höhe, eine klare Durchsichtigkeit, ein Strahlen und so viel Licht. Es war, als würden Wolken weg gezogen, und aller Schmerz hatte mich verlassen. Der Himmel war aufgerissen. Wenn ich heute daran denke, kommen mir wieder die Tränen der Dankbarkeit.

Es war also wahr: Jesus lebte, und es gab Dämonen, und es gab den Kampf der Dunkelheit gegen das Licht.

Das Gegenteil von Gebet

Vielleicht muss ich jetzt gar nicht mehr viel sagen, um den wirklich großen Unterschied zwischen Meditation und Gebet zu erklären. Im Gebet spricht man mit JEMANDEM, nämlich Gott-Vater oder Jesus, in der Meditation schweigt man und schaut auf sich selbst. Deshalb ist Meditation das GEGENTEIL VON GEBET! Im Gebet ist man in Beziehung zu einem lebendigen Gott, zu einem lebendigen, geistigen WESEN, und auch wenn man still wird im Gebet ist man nicht allein, sondern im Angesicht Gottes, im Glauben an Ihn. In der Meditation befindet man sich auf einem ganz anderen Gleis. Es ist eine vollständig andere Ausrichtung. Und dieses Gleis wurde installiert und wird propagiert von einer dunklen, sehr dunklen Kraft, die sich als Licht ausgibt (Luzifer).

„Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, du Bezwinger der Völker! Du aber gedachtest in deinem Herzen: »Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.« Doch hinunter ins Totenreich fährst du, in die tiefste Grube!“ Jesaja 14, 12-15

In der Meditation fehlt jeder Bezug zu und jede Kommunikation mit Gott (dem echten Gott). Weder spricht man mit Ihm, noch kann man Ihn hören, man dreht sich nur um den eigenen Bauchnabel. Unbewusste Inhalte können aufsteigen und von Dämonen benutzt werden, um Engel, oder auch Jesus, jenseitige Meister, oder was auch immer vorzuspiegeln. Die Meditation öffnet solchen Wesen Tür und Tor.

Negative Folgen

Die negativen Folgen dieser Konzentration auf sich selbst, sehe ich bei vielen spirituellen Menschen. Es sind alles Menschen, die nach dem Guten suchen und sich nach Gott sehnen, jedoch den falschen Zug genommen haben. Viele werden zunehmend beziehungsunfähig, man mag Tiere lieber als Menschen, und geht man doch in Beziehung, so sind diese Beziehungen nicht von Leben, sondern von Schweigen und einer Art Lähmung geprägt. Alles Leben wird abgetötet im Versuch, immer mehr und tiefer still zu werden. Man geht wie ein Geist durch die Welt, immer auf sich selbst gerichtet. Im geheimen verachtet man die Menschen, die noch nicht „so weit“ sind und noch nicht so durch blicken, man schaut in die Leere des Bewusstseins – und das Leben wird immer fruchtloser. Viele werden egozentrischer, weil sie sich vor fremden Energien schützen müssen. Immer mehr Menschen werden als Störfaktor betrachtet, und man schottet sich ab. Die steigende oder gar übersteigerte Sensibilität für sogenannte „Fremd-Energien“ ist eine häufige Folge des Weges nach Innen – und sie hat keine gute Quelle. Und sie verfolgt kein gutes Ziel. Man muss sich selbst schützen, weil man keinen Gott hat, der einen wirklich und wahrhaftig schützt.

Manche Menschen sind stolz auf diese übermäßige Sensibilität, werden hellsichtig, hellfühlend… Und der Stolz und die Neugier treiben sie noch mehr in magische Übungen oder Praktiken hinein, die noch tiefer in die Dunkelheit führen. Es ist im wahrsten Sinne ein „Teufelskreis“.

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Doch wo ist das, was die Bibel verspricht, nämlich LEBEN und Licht, Liebe zwischen den Menschen und Vergebung? Wo sind die guten Früchte dieses Weges? Ich kann sie nicht finden. Ich höre mehr und mehr von fehlgeleiteten Gurus, missbrauchenden Geistheilern, Geld machenden spirituellen Lehrern, die ihr Machtbedürfnis befriedigen und im Grunde Menschen verachten. Solches wird mit den Jahren übrigens immer schlimmer und offensichtlicher.

Man hält sich für den Nabel der Welt. Und nahezu jeder, der eine tiefe spirituelle Erfahrung gemacht hat, ermächtigt sich selbst, kraft seiner eigenen Göttlichkeit zu lehren.

Mit Gott und Jesus Christus hat all das jedenfalls überhaupt nichts zu tun – auch wenn viele Ihn im Munde führen. Jesus wurde im New-Age zur Christus-Energie degradiert, der Heilige Geist zum Weltgeist, der Vatergott ist komplett out. In unserer „aufgeklärten“ Zeit kann man damit kaum mehr jemanden hinter dem Mond vor holen. Ein paar versprengte Christen treffen sich zum Gebet, die Masse geht den Weg ins scheinbare Licht, das in Wirklichkeit tiefste Dunkelheit ist und nicht weiter vom LEBENDIGEN Gott entfernt sein könnte.

Im Spirituellen tummeln sich falsche Jesusse zu Hauf. Satan verkleidet sich gerne als Jesus. Er ist ein Lügner von Anfang an, ein Schauspieler, der nichts Gutes im Schilde führt. An den wahren (biblischen) Jesus als Person wendet Mensch sich erst dann, wenn er völlig am Ende angekommen ist. Glücklich ist derjenige, der vor dem Sterbebett zu Ihm findet.

Bitte nicht falsch verstehen – ich will niemanden zur Kirche leiten, denn auch die Kirchen sind weitgehend tot, auch sie haben sich weit von der Wahrheit entfernt. Mir geht es um die einzige, um die echte, um die persönliche Beziehung zu Jesus Christus, der Herr auch Deines Lebens sein möchte. Und nimmt man Ihn als Seinen Retter an, so wirkt Er auf allen Ebenen des Lebens heilsam – IMMER gut! IMMER ordnend, IMMER aufbauend, Immer FÜR DICH und FÜR DIE LIEBE. Es braucht Deine Entscheidung für Ihn – und Er wird in Dein Leben kommen!

Welchem Jesus hast Du Dein Leben gegeben – dem echten oder dem falschen? Der echte wird dich niemals manipulieren, er wird keine Dunkelheit bringen sondern Licht, er wird niemals zwingen oder quälen, Er beruhigt, Er besänftigt, Er klärt auf, Er macht alles hell, Er nimmt die Ängste, Er heilt den Schmerz, Er erfüllt Gebete, Er macht Seinem unbestechlichen, aber sanften Charakter alle Ehre. Er verzeiht alles, wenn du bereust, und Er beschenkt dich dann mit Seinem Licht. Jeden Tag aufs Neue, wenn du Ihm Deine Probleme und Schwierigkeiten übergibst und Seinen Rat suchst. Hast du keinen Partner? Geh zu Jesus, und Er wird den Mangel erfüllen und dich durch alles hindurch tragen.

Im Menschen wohnt nichts Gutes, sagte schon Paulus. Wir jedoch sind überzeugt von unserer Göttlichkeit, obwohl wir so fehlerhaft sind… Satan hat schon bei Adam und Eva mit dem Argument überzeugt, dass sie würden wie Gott, wenn sie von der verbotenen Frucht essen. Und heute sind wir an genau dem gleichen Punkt. Wir halten uns für Götter und beißen kräftig hinein…. ich nenne das „Hybris“.

„Ich weiß wohl, dass der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch darum bemühe. Ich will zwar immer wieder Gutes tun und tue doch das Schlechte; ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch. Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. Ich mache immer wieder dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue das Böse. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen. Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieser Widerspruch zwischen meiner richtigen Einsicht und meinem falschen Handeln beweist, dass ich ein Gefangener der Sünde bin. Ich stelle also fest: Innerlich stimme ich zwar dem Gesetz Gottes zu, aber in meinen Taten folge ich dem Gesetz der Sünde. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?“ Römer 7, 18-24

Fotos: Philipp Wiebe / pixelio.de

Bildquelle Luzifer: https://www.museodelprado.es/en/the-collection/art-work/the-fall-of-lucifer/9e8f74fa-1736-4526-baa4-0075c3513e

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Ich habe den größten Teil meines Lebens als Tontechnikerin beim Hörfunk gearbeitet, habe in dieser Zeit Beiträge und Sendungen bearbeitet. Es ist jeweils die Entscheidung des Autors, welche Teile eines Beitrags er senden will und welche nicht. Hat er sich entschieden, heißt es: „Schnitt!“ Die Entscheidung, welche Worte gesendet werden sollen und welche nicht, hat im Allgemeinen keine allzu großen Auswirkungen. Doch im Gegensatz dazu haben die Entscheidungen in unserem Leben oft sehr große Auswirkungen! Entscheidungen können weitreichend und schwerwiegend sein. Insbesondere meine ich hier die Entscheidung, ob wir an einen Schöpfer-Gott glauben wollen oder nicht. Denn es hängt von dieser Entscheidung und unserem Willen ab, ob wir Gott nahe kommen können oder nicht.

Aufgrund wovon treffen wir unsere Entscheidungen?

Als ich 17 oder 18 Jahre alt war, traf ich die Entscheidung, Atheistin zu werden, aufgrund einer traurigen Geschichte, in der eine junge Freundin durch einen Unfall plötzlich verstarb. Ich konnte den Schmerz kaum ertragen. Ich entwickelte Wut und Hass auf Gott.

Wir richten uns meist mit unseren Entscheidungen nach Gefühlen, oder nach vernünftigen Erwägungen und nach unseren Erfahrungen, denn: Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir selbst wissen was gut und was falsch ist, und was gerecht und was ungerecht. Wir glauben, wir wären im Besitz der Wahrheit und entscheiden nach diesem Anschein.

Scheinbare Wahrheit

Jeder Mensch hat in unserer chaotischen Welt seine eigene Wahrheit. Doch die Wahrheiten widersprechen sich und führen im schlimmsten Fall zu Mord und Totschlag. Wäre es da nicht weiser, der Wahrheit einer objektiven, unbestechlichen, guten und weisen Instanz – Gottes zu folgen? Wenn alle dies täten, wäre diese Welt ein wunderbarer Ort…. Doch der Mensch baut gemeinhin nur auf sich selbst, doch er ist fehlbar, er ist subjektiv, nicht souverän, er hat keinen Überblick, ist oft blind von Emotionen und Gedankenketten und ist tatsächlich nicht in der Lage, aus sich heraus (ohne Gott wirklich zu kennen) zu wissen was wirklich wahr und wirklich gut ist.

Gott jedoch weiß was wirklich wahr und wirklich gut ist. Derjenige, der diese Welt geschaffen hat, der uns geschaffen hat ist selbst die Wahrheit, ist selbst das Gute. Wer könnte also besser wissen als Er, was die Wahrheit ist und was das Gute ist? Und so lange wir Gott noch nicht wirklich kennen gelernt haben und mit Ihm eine Beziehung aufgebaut haben, so lange brauchen wir ein Hilfsmittel, um Seine Wahrheit zu erkennen und nach ihr entscheiden zu können. Und dieses Hilfsmittel ist die Bibel.

Mit ihrer Hilfe können wir diese Beziehung aufbauen. Und anhand von dem was sie sagt können wir – noch bevor wir in Beziehung mit Gott sind – lesen und verstehen, in welche Richtung es gehen sollte. Anhand der Bibel können wir hören was wirklich wahr und wirklich gut ist, und wie der Mensch, und wie wir als Menschen sein könnten.

Lass dir nicht von der Kirche Gott vermiesen!!!!

Die Kirche ist nicht Gott. Keineswegs. Niemand hat je so viele Menschen von Gott abgehalten wie die Kirche, ich meine insbesondere die katholische Kirche mit ihrer schrecklichen Vergangenheit. Durch sie wurde die Bibel zu einem Gesetzestext. Vielen Menschen dreht sich geradezu der Magen um, wenn sie in der Bibel lesen sollen, weil die Kirche aus Worten wie „Buße“ und „Sünde“ einen dicken, schwarzen Hammer geschmiedet hat, um Menschen in Angst zu bringen und gefügig zu machen. Damit hat sie das neue Testament und Jesus nicht verstanden.

Angst verhindert jede Intimität mit Gott

Aus Angst Gesetzen zu folgen ist überhaupt nicht das worum es geht. Die Botschaft des neuen Testaments ist nicht Drohung sondern Liebe, Gnade und Freiheit; nicht die wilde Freiheit des Menschen, der einfach tun möchte was er will und wie es ihm gerade einfällt – sondern die Freiheit, IN GOTTES LIEBE mit Ihm zusammen zu wählen, immer wieder – MIT GOTT.

Die Freiheit, die Gott schenkt ist die, dass der Mensch nicht mehr selbst entscheiden muss was gut und was recht ist, was wahr und was unwahr ist; es ist die Freiheit dessen, der erleben darf, wie gut es sich anfühlt und dem eigenen Leben und Umfeld tut, wenn er geführt wird – von einem Gott, einem liebenden Vater, der uns diese Qualitäten (das Gute, das Wahre) nicht nur in der Bibel vorschlägt, sondern sie selbst in Person IST und repräsentiert.

Dieser Gott hatte niemals etwas anderes im Sinn, als die Menschen zu sich hin zu ziehen, um in ihnen wohnen zu können. Er hat den Menschen geschaffen, um mit Ihm in einer Beziehung zu sein, wie gute, enge Freunde, wie Blutsbrüder.

Er ist ein Gott, der nahbar ist, der sich uns offenbaren will, nicht obwohl, sondern WEIL Er unser Gott und Schöpfer ist! Er möchte in unserem Leben unser König sein – ein weiser, gütiger König, voller Macht und Kraft. Er möchte alle, aber wirklich alle Schritte unseres Lebens GEMEINSAM mit uns gehen. Er möchte gefragt werden und uns dann unter die Arme greifen, uns Vorschläge machen, uns wohl tun wo es immer möglich ist.

Gott weiß, dass dieses Leben in einer gefallenen Welt, die nur so von falschen Wegen strotzt, schwer ist. Deshalb reicht Er uns Seine Hand – immer wieder. Er geht hinter uns her, um uns für sich zu gewinnen. Er fügt die Dinge, damit wir immer wieder die Chance haben, uns für Ihn zu entscheiden, anstatt für das was weder wahr noch gut ist. Er will, dass es uns gut geht!

Gott spricht nicht durch das „Bauchgefühl“

Von Anfang an (1. Mose 3) hat der Mensch immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen und sich damit von Gott und von der ursprünglichen Schönheit und Einfachheit des Lebens entfernt. Nur von sehr wenigen Menschen ist überliefert, dass sie Gott wirklich kannten und hören konnten. Einige davon sind die Autoren der Bibel.

Es ist nicht so, dass Gott immer durch das Bauchgefühl mit uns spricht – wie sehr viele Menschen glauben. Bevor man mit Gott geht, ist das Bauchgefühl eine trügerische Sache. Es muss mit dem Heiligen Geist geprüft werden. Es ist auch nicht so, dass Gott immer durch das Herz zu uns spricht, denn auch das Herz kann verdorben, falsch geprägt und somit trügerisch sein. Auch durch Logik und Vernunft ist Gott nicht zu erreichen und zu fassen. Erst wenn wir Gott gestatten, alle diese Ebenen mehr und mehr zu reinigen (durch Umkehr vom Falschen und durch Seine Vergebung), werden wir empfänglicher für Seine Stimme.

Die Bibel als Lot und als Wegweiser

Wenn du noch keine persönliche Beziehung zu Gott hast (was für die meisten Menschen gilt) und in einer spezifischen Situation fragst, was jenseits deiner eigenen Meinung wirklich gut und richtig und wahr ist, du Gott aber noch nicht hören kannst, dann gleiche deine Entscheidungen mit dem ab, was in der Bibel steht. Und suche mit ganzem Herzen und ganzem Verstand nach der Wahrheit und der Beziehung zu Gott. Jesus ist die Tür zu einem wahrhaft guten Vater. Jesus hatte und hat den Draht. Jesus lebt. Er ist hier.

Die Bibel steckt voller Weisheiten. Das alte Testament ist sowohl Geschichtsbuch als auch Weisheits-Buch. Im alten Testament findest du Weisheiten besonders in den Psalmen. Das neue Testament ist am besten für Einsteiger geeignet. Dort kann man in der Apostelgeschichte und in den Briefen lesen, wie die Urgemeinde lebte und was ihre Prinzipien waren. Sie waren noch ursprünglich und ganz, ganz nah an Jesus dran.

Die Ermahnungen von Paulus an die Gemeinde in Korinth zeigen, dass es schon damals Spaltungen gab durch Menschen, die ihre eigene Wahrheit leben wollten, anstatt den Worten Jesu zu folgen.

Schon immer war es ein sehr, sehr, sehr schmaler und heikler Pfad, der zu Gott führt, und auf solchen Wegen braucht man einen Führer (die Bibel).

Trügerische Freiheit

Es ist sehr verführerisch, seine eigene Wahrheit leben zu wollen. Es verspricht Erfolg, es stärkt unser Ego, und es gibt auf den ersten Blick ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit (von Gott). Doch ist Unabhängigkeit von Gott wirklich das Richtige für uns? Das Leben zeigt uns oft genug, dass wir doch in die Irre gegangen sind. Die Jahre nach meiner Atheisten-Entscheidung waren die traurigsten meines Lebens. Ich hatte jeden Boden verloren und fiel besinnungslos und blind und getrieben durchs Leben, bis ich endlich wieder einen Funken Glauben fand. Gott hatte mich nicht vergessen. Auf vielen Umwegen musste ich jedoch gehen.

Die Freiheit, die es schenkt, Gott zu folgen, ist nicht zu beschreiben, denn hier wird man wirklich frei von sich selbst. Gott ist so gut, so weise und so voller Liebe, sogar in seinen Korrekturen, dass es eine Freude ist, Ihm zu folgen – selbst wenn der eigene Wille ein anderer gewesen wäre. Denn Er schenkt durch Offenbarungen Einsicht und Erkenntnis. Fehler sind immer erlaubt, wichtig ist das Zurückkommen wie beim verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32). Dies ist eines der wichtigsten Gleichnisse der Bibel. Unbedingte Freiheit tut dem Menschen nicht gut, er kommt immer wieder in Sackgassen. Erst die Abhängigkeit von Gott macht wirklich frei.

Dieser Gott hat einen wunderbaren Charakter. Er ist so voller Liebe und Weisheit. Er kennt alle deine Wege, jeden Gedanken, er vergibt immer wieder deine Fehltritte, wenn du zurück kommst, und Er weiß was war und was kommen wird. Deshalb kannst du getrost und ohne jede Zweifel dem folgen was Er dir sagt. Durch den Heiligen Geist (den du im besten Fall durch eine Erwachsenen-Taufe empfängst), spricht Gott zu dir.

Das Glück, IHN zu hören

Ihn zu hören ist zunächst nicht ganz einfach. Es ist Übungssache. Es braucht echtes, ehrliches Gebet, Hinwendung, totale Offenheit zu Ihm hin, und immer wieder Umkehr von falschen Wegen, um Ihm auch nah zu bleiben. Durch ein Gefühl der Verlorenheit und dann im Abgleich mit der Bibel und erfahre ich persönlich, wo ich wieder in die falsche Richtung geritten bin. Dann beginne ich, Gott zu fragen, wo der Fehler lag, und wie ich es ändern kann.

Was bringt dich Gott nah?

Sprich mit Ihm wie zu dem Vertrautesten deiner Vertrauten. Du sprichst mit deinem besten Freund. Erzähle Ihm alles. Halte nichts, aber auch wirklich gar nichts zurück. Offenbare Ihm nach und nach all deine Schwächen, deine Zweifel, deine Ängste und auch durchaus deine Vorwürfe. Gott wird dich nicht verurteilen, wenn du Ihm dein Herz anvertraust. Er kann das alles nehmen, einfach weil es ehrlich und aufrichtig und wahr ist. Sprich laut, nicht nur innerlich. Sich selbst zuzuhören verstärkt die Kraft.

Und dann, je weiter die Beziehung fort schreitet, beginnt er dir nach und nach Dinge zu offenbaren. Über dich und über Ihn und über die Wahrheit in deinem Leben. Mehr und mehr erkennst du Sein Wirken in allem, und wie sehr Er dich schon immer gerufen hat. Du erfährst, welche Entscheidungen dich von Ihm weg brachten, auch warum dir so manches Schlechte und Schwere widerfahren ist. Du lernst von Gott auch über Sein Königreich. Du verstehst die Bibel immer besser, du wirst sie sogar eines Tages hoch spannend finden und dir Bücher kaufen, die dir helfen, Gott und die Bibel noch besser zu verstehen.

Es liegt ein Weg vor dir, auf dem du nicht mehr alleine bist, denn du gehst ja mit Gott – ob du nun einen Lebenspartner hast oder nicht. Ein Weg, auf dem du immer Leitung findest – wenn du sie suchst. Ein Weg auf dem du immer wieder hörst, wie sehr dich Gott liebt!

Gott entfernt sich nicht

Nach 46 Jahren Spiritualität, Esoterik, Buddhismus und Erwachens- und Erleuchtungs-Gedöns kann ich endlich sagen: ich habe meinen Weg gefunden, und ich habe Gott wirklich gefunden. Ich bin täglich in Kontakt. Und wenn ich es nicht bin, dann weiß ich sehr schnell, was mich davon abgehalten hat, und ich kenne die Wege, wieder in Seine köstliche und liebevolle Gegenwart zu kommen.

Nicht Er ist es, der sich von uns entfernt, sondern wir sind es selbst, die uns abwenden und nicht hören wollen. Doch Sein Herz ist immer offen für uns. Es ist allein unsere Entscheidung, uns umzudrehen und zurück zu kehren. Wir haben den freien Willen letztendlich, um uns freiwillig für Ihn zu entscheiden – immer wieder.

Entscheidung aus dem Geist

Die Entscheidung für Ihn können wir nur aus dem Geist heraus treffen, insbesondere wenn uns die Emotionen übermannen und wir nicht mehr wissen wohin. Wenn du verstrickt bist in widerstreitenden Gefühlen und Gedanken: reiß dich heraus in den Geist, jenseits des Denkens. Treffe die Entscheidung, nicht mehr selbst die Antwort finden zu wollen, sondern Seine zu hören – frage Gott. Lass dich nicht entmutigen. Gib nicht auf. Suche Ihn vom Geist aus. Immer wieder. Gott ist Geist und steht über der Vernunft und über den Gefühlen. Deine Entscheidung für Gottes Antwort wirkt sich aus, nach oben und nach unten. Die Gefühle folgen dem nach, sie sollten nicht deine Führer sein. Wenn dich beim Nachsinnen über Gottes Antwort für eine Entscheidung tiefer Frieden flutet, dann bist du dort genau richtig.

Die Entscheidung, dein Leben Jesus zu geben

Dies ist die größte Entscheidung für dein Leben, die du treffen kannst. Sobald du dich wirklich entschieden hast, dein Leben Gott zu widmen (ein Senfkorn an Glauben genügt), werden sich Wege öffnen.

Habe Geduld und sei offen. Suche dir Menschen, denen du vertrauen kannst und lass dich taufen, damit du den Heiligen Geist empfängst, und beginne deinen ganz persönlichen intimen Weg mit IHM. Jetzt hast du einen starken Partner, der mit dir durchs Leben geht. Und vielleicht liest du auch die Bücher, die dabei helfen können, um in eine nahe Beziehung zu kommen (z.B. „Meine Schafe hören meine Stimme“ von J.C. Hedgecock).

Wenn du durch die Prägungen der Kirchen eine Aversion gegen die Bibel entwickelt haben solltest, dann bitte Gott, dir die Wahrheit zu zeigen und dich von der Aversion zu befreien. Schlage im Internet nach, was die Begriffe, die dich stören, wirklich bedeuten, und schau bitte nicht auf den Kirchen-Seiten, sondern in Lexika, Wikipedia oder Bibel-wissenschaftlichen Seiten. Beginne damit, Gott selbst zu fragen, was Er eigentlich gemeint hat, dann wird er Heilige Geist dein Lehrer.

Wir lehnen ab was wir nicht kennen

Viele lehnen Gott ab, weil Er nicht in das Bild passt, das man sich von Gott gemacht hat. Doch man lehnt ab was man nicht kennt, weil man eine vorgefasste Meinung über Ihn hat. Gott ist wie Er ist, und Er wird sich nicht ändern. Und Er verspricht uns in der Bibel, dass es sich lohnt Ihn zu suchen und Ihm zu folgen. Den Weg ohne Gott haben wir lange genug ausprobiert. Vielleicht ist es jetzt Zeit für eine neue, grundlegende Entscheidung. Wir können Ihn nämlich erst dann wirklich kennen lernen, verstehen und erfahren, wenn wir in eine persönliche Beziehung mit Ihm treten; erst dann wissen wir – dann aber aus erster Hand!

Photos: Pixelio Image-ID 460757 Thomas Max Müller/ Image-ID 407482 und 348363 Rainer Sturm/ Image-ID 451076 Torben Wengert/ Image-ID 153737 Axel Müller/ Image-ID 806877 BettinaF/ Image ID 417875 A. R.

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Was für ein großartig Liebender ist dieser Gott? Sein Herz muss unendlich groß sein… Wenn ich sehe, mit welch zärtlicher Liebe er all seine unvollkommenen Kinder betrachtet, macht mich das weich und demütig. Wie kleinlich und knickerig wir immer sind – im Vergleich zu Ihm! Wie gern halten wir an unseren Verletzungen fest und grollen und werden bitter, sind ärgerlich und können nur so schwer vergeben… Wenn Gott so wäre, gäbe es diese Welt schon lange nicht mehr…

Und er liebt uns TROTZDEM! Trotz unserer Unvollkommenheit! Oder vielleicht sogar wegen??? Er muss ein Gott sein, der es liebt, wenn die Dinge nicht perfekt sind. Er liebt einfach Menschen – unperfekte Menschen. Und wir strampeln uns ab, um möglichst immer besser und perfekter zu werden…

Dabei will Er nur eins, wir sollen zu Ihm kommen in aller Unvollkommenheit. Wir sollen Ihn suchen, und wenn wir Ihn gefunden haben uns an Ihn kuscheln, und dann nur noch eins: bei Ihm bleiben! An Seiner Hand gehen, mit Ihm zusammen…

Was wir an Anderen vielleicht für einen Makel halten ist das was „aus der Reihe“ tanzt und besonders viel Liebe braucht. Wir kommen unperfekt und unvollkommen auf die Welt, und brauchen genau deshalb umso mehr Liebe und Wertschätzung! Und die Schwächen der Anderen brauchen nicht unsere Verurteilung, sondern unsere liebevolle Großzügigkeit.

Wir können jedoch den Makel an Anderen nur dann lieben, wenn wir Gott mehr lieben als uns selbst. Das erst gibt uns Größe, das weitet unsere Herzen. Wenn wir spüren können, dass Gott uns so sehr liebt, wie Er es tut, dann können auch wir selbst mehr lieben, einfach deshalb, weil Er es tut.

Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat… 20 Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?

1. Joh, 4, 19
Der Gott der Herzen

Er ist ein Gott der Herzen. Der Kopf ist zweitrangig. Mit Kopf meine ich Gedanken, die zumeist aus anderen Quellen gespeist werden. Ohne die Gabe der „Unterscheidung der Geister“ können wir nicht wissen, wer uns gerade diese oder jene Gedanken in den Kopf spiegelt. Insbesondere ohne den Heiligen Geist können wir nicht unterscheiden. Wir denken immer, es wären unsere eigenen Gedanken, weil sie sich an unserem Erleben und an unseren Erfahrungen „entzünden“. Doch es gibt immer mehrere Möglichkeiten, mit dem Erfahrenen umzugehen, bzw. darauf zu reagieren. Die erste Reaktion ist meist nicht die weiseste.

Wut und Ärger z.B. sind immer sofort da, doch das heißt nicht, dass sie ausgelebt werden müssen. Ganz im Gegenteil!

19 Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; 20 denn des Menschen Zorn vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit!

Jak. 1, 19
Ärger und Groll besiegen

Ich wüsste nicht, wie ich es ohne Gott schaffen sollte, meinen Ärger mit Liebe zu besiegen – denn die Liebe kann das. Es braucht allerdings Übung und vor allem Wachheit. Es braucht vor allem aber die Hinwendung zu Ihm! Mit Ihm darüber reden und sich klar werden, dass Wut und Ärger, Groll und Bitterkeit mich von Gott trennen.

Je länger ich mit Gott gehe, umso sensibler werde ich dafür zu spüren, wann ich mich durch meine Reaktionen abtrenne und wann ich wieder bei Ihm bin. Das Abtrennen ist ein sehr subtiler Prozess. Zunächst mal merke ich, wie meine Stimmung sich verschlechtert. Ich merke auch, wie meine Lust nachlässt mit Gott zu sprechen, zu beten oder in der Bibel zu lesen. Denn mein Groll richtet sich unbewusst auch gegen Ihn. Wenn ich ehrlich wäre, müsste ich sagen: „Gott, deine Schöpfung ist Mist! Deine Menschen sind missraten, sie sind verletzend und egoistisch, und ich will das nicht!“ Ich müsste sagen: „Sorry, aber ich hätte das besser gemacht, wäre ich Gott!“

Kein Wunder, dass Gott da ein Stück ab rückt von mir und mich erst einmal meinem Ärger überlässt. Er drängt sich ja nicht auf. Und Er wird mich nicht zwingen, Andere zu lieben. Ich schmore dann im eigenen Saft, bis mir irgendwann auffällt, dass etwas nicht stimmen kann, weil ich meinen inneren Sonnenschein nicht mehr spüre. Ich habe das Gefühl, allein auf mich gestellt zu sein und komme vielleicht sogar mehr und mehr in einen Abwärtsstrudel von negativen Gedanken über mein Leben und mich…

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Das geht so lange, bis ich spüre, etwas läuft schief, ich muss mich unbedingt wieder Gott zuwenden. Dann frage ich den Heiligen Geist, was eigentlich los ist und was ich tun soll. Und wenn ich so nachsinne, fällt mir doch sofort ein, dass ich so schlecht drauf bin seit ich mich so dermaßen über jemanden geärgert habe. Und wenn ich dann weiter frage, höre ich, dass ich anscheinend seitdem Bitterkeit kultiviert habe und in keiner Weise mehr konform mit dem bin, was Gott sich von mir wünscht. Und wenn ich dann noch weiter frage und so über Gott nachdenke, kommt in mir die unbändige Sehnsucht auf, frei davon zu werden und wieder in Gottes Arme zu fallen.

Und Gott sagt in Seiner Liebe und Großzügigkeit: „Komm! Gib mir deinen Ärger, erzähle mir alles genau, erzähle mir was war und wie du dich damit gefühlt hast. Ich möchte alles von dir wissen. Und dann zeige mir, dass es dir Leid tut, wie du innerlich reagiert hast. Und dann bitte zunächst Mich um Vergebung! Ich habe dir doch schon längst vergeben! Aber ich möchte es trotzdem von dir hören… Und dann vergib der Person alles – rückstandslos! Gib dir einen Ruck! Und auch wenn du es nicht kannst, versuche es und sage mir, dass du dich wirklich dafür entscheidest, und dass ich dir dabei helfen soll!“

Ohne Demut geht gar nichts

Oh ja, das geht nicht, ohne sich vor Gott zu beugen, vor einem Gott, der liebender Vater, aber auch Richter ist – der Herr der Gerechtigkeit. Ärger und Groll beschmutzen uns. Wir hängen dann im Sumpf und brauchen einen starken Arm, der uns heraus holt. Deshalb ist es so wichtig, eine BEZIEHUNG zu Gott zu haben. Ein Geist der Stille oder reines Bewusstsein holt uns nicht aus dem Schlamm. Doch ein liebender Vater wird uns nicht hängen lassen, Er strömt über vor Liebe.

Jeder Vater würde sein Kind aus dem Sumpf ziehen… Er würde nicht lange zögern, wenn das Kind um Hilfe schreit. Es muss aber schreien, sonst hört er es nicht. Wenn er es hört, rennt er zu ihm und hilft sofort. Und mit
Gott bleibt kein Tropfen Schlamm an dem Kind hängen, sobald Er es berührt und auf Seine Arme zieht und tröstet. Das Kind ist danach genauso rein wie zuvor. So ist das mit Gott. Lotus-Effekt.

Danke, Papa!
An der Hand von Papa

Wir, die Kinder, werden erquickt nach so einem Prozess und mit Liebe und Annahme geflutet, mit Frieden gefüttert, so dass unsere Herzen in Dankbarkeit explodieren. Das Herz wird so erfüllt in dieser lebendigen Beziehung zu Gott, immer wieder…

…Und sicherlich fallen wir wieder in den Schlamassel… Doch irgendwann – so habe ich mir sagen lassen – werden die Schlammlöcher seltener, und wir merken immer schneller, wie wir sie umgehen können, indem wir Wut und Ärger immer kürzer Raum geben und immer schneller zu Gott zurück finden.

Früher wusste ich nur den einen Weg: mich mehr und mehr von Menschen zurück zu ziehen, um mich vor Verletzungen zu schützen. Heute wage ich mich immer mehr an Menschen und Situationen heran, denn mein Vertrauen wächst, dass ich mit Gottes Hilfe letztlich mit allem umgehen kann. Deshalb: dies ist ein Gott des Lebens und der Fülle, ein Gott der Beziehungen.

Die Bibel enthält ein Weltbild, das die Menschen zu mehr Liebe bringen will – mit Gottes Hilfe, und NUR mit Gottes Hilfe ist das möglich.

Fotos: Pixelio Image 589406 von Helene Souza, 788823 von Burkhart Maria

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Genfer Studienbibel

Wurde die Bibel vom Heiligen Geist geschrieben oder nicht? Wer das nicht glaubt, braucht sich eigentlich gar nicht mit ihr zu beschäftigen, denn er wird nicht davon profitieren, denn es heißt nicht umsonst, dass die Bibel für den Ungläubigen ein Buch mit sieben Siegeln ist und bleibt.
Auch mir waren früher die meisten Inhalte kryptisch. Die Evangelien waren noch leicht zu verstehen, doch die Paulus-Briefe wie auch das alte Testament verstand ich nicht. Also suchte ich mir das heraus, was ich nachvollziehen konnte und was in mein Glaubenssystem passte – den großen Rest ließ ich als Fragezeichen stehen, und ich wagte es nicht zu hoffen, dass ich die Bibel wirklich jemals würde verstehen können.

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Die Bibel eröffnete ihre Siegel erst nach und nach – mit Hilfe des Heiligen Geistes. Der erklärt, zeigt Zusammenhänge, lehrt mehr und mehr über den Charakter Gottes, dessen Sohn sich hier als Mensch gezeigt hat. Das biblische Christentum ist die einzige Lehre auf der ganzen Welt, die Liebe und Vergebung derart in den Mittelpunkt rückt.
Wir alle wissen, dass die Welt um so vieles besser sein könnte. Wir alle sehnen uns nach Liebe und Vergebung, wenn nicht bewusst, dann doch unbewusst. In der Bibel ist der Weg beschrieben, den wir gehen sollten, damit Gott uns verändern kann, damit Er uns Seinem Sohn immer ähnlicher macht.
Die Bibel ist nichts, was sich menschliche Gehirne ausgedacht haben. Sie kam DURCH Menschen, die dem Schöpfer im Glauben hingegeben waren und vom Heiligen Geist inspiriert wurden. Der Heilige Geist ist das Sprachrohr Gottes, durch Ihn spricht er in uns hinein. Seine leise Stimme ermahnt uns und lehrt uns.

Das gute Gesetz

Wer kennt nicht das schlechte Gewissen? Darin spricht Gott oft sehr laut.
Wir alle tragen die Göttlichen Prinzipien des Gutseins in uns. Es gibt ein Gesetz in uns, ein gutes Gesetz, dem die Bibel Ausdruck in Worten gibt. Aber: Wir Menschen haben den freien Willen, uns entweder freiwillig diesem Gesetz unterzuordnen, oder ihm zu widerstehen. Dass wir uns selbst schaden, wenn wir widerstehen, merken wir oft erst nach Jahren. Wer sein Gewissen gar nicht mehr hört, befindet sich auf dem steilen Weg hinab in die Dunkelheit, denn er widersteht dem einzigen ehrlichen Korrektiv.

Als ich noch im Kindergarten war, stahl ich einmal ein Geldstück vom Schreibtisch der Leiterin (es war ein von Nonnen geführtes Haus). Damals war ein solches 5-Mark-Stück noch viel Geld. Ich ging mir Süßigkeiten kaufen, doch es war noch einiges Geld übrig.

So kaufte ich meiner Mutter Zigaretten, ich wusste ja die Marke. Erst als ich nach Hause kam, ihr die Zigaretten schenken wollte und meine Mutter mich fragte, woher ich das Geld hätte, traf mich fast der Schlag, weil ich erkannte, dass ich etwas getan hatte, was man nicht tun darf. Da kam mein schlechtes Gewissen mit aller Wucht, und ich musste mir schnell eine Lüge ausdenken. „Ich habe es gefunden,“ log ich. Als sie mich fragte: „Ist das wirklich wahr?“ rannte ich aufs Klo und schloss mich ein. Dort hatte ich dann etwas Zeit mich zu besinnen. Und ich merkte sehr schnell, dass ich nicht mit diese Lüge weiter gehen konnte, denn noch nie hatte eine Lüge zwischen meiner Mama und mir gestanden, ich wusste, es gab keinen anderen Weg, als es einzugestehen, die Wahrheit zu sagen. (Das ist eines der Gesetze, die Gott in uns gelegt hat.) Und ich ging also zu ihr und gab kleinlaut zu, dass ich das Geld gestohlen hatte.
Leider folgte darauf keine Vergebung, sondern schwere Vorwürfe und für mich eine große Blamage, denn meine Mutter nahm mich umgehend an der Hand, zerrte mich zurück in den Kindergarten, ging mit mir zu Oberin und gab ihr aus ihrem Geldbeutel 5 Mark zurück und entschuldigte sich für ihre ungezogene Tochter. Dabei brach sie in Tränen aus, und ich stand mit gesenktem Kopf hinter ihr. Sie bat quasi für mich um Vergebung, konnte mir aber selbst nicht vergeben.
Ich fühlte mich wie geschlagen, und ich weiß noch heute, wie traurig ich war, und auch wie gedemütigt. Doch es war insofern eine Lehre für mich, denn die Lüge mit all ihren Folgen heilte mich für viele Jahre von weiteren Versuchen des Stehlens.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

… sagte Jesus Christus. Er log nie. Er stand zu dem was Er als wahr erkannt hatte. Selbst als man ihn zwingen wollte, eine Lüge auszusprechen schwieg er, mit der Konsequenz, dass er die fürchterliche Todesstrafe erhielt.
Wer von uns ist schon dermaßen aufrichtig?
Jesus log nicht, er tötete nicht, er stahl nicht, er redete nicht falsches Zeugnis gegen jemanden, sondern wurde selbst verleumdet und verraten. Er führte ein völlig selbstloses, reines Leben. Er hatte kein Haus, keine Wohnung, keine Heimat, kein Geld, keinen Job. Er galt nichts in dem Land aus dem Er kam, von der Familie hatte Er sich selbst los gesagt, um ganz und gar frei zu sein, den Willen seines himmlischen Vaters zu tun.
Jesus war selbst äußerst bewandert in der Heiligen Schrift. Sie ist die Grundlage Seines Lernens und Lehrens gewesen. Jesus hatte das alte Testament und war Rabbi. Er lehrte in der Synagoge aus genau diesen Schriften, und Er lehrte was Er von seinem Vater hörte.

Zeitzeugen von Jesus Christus

Das neue Testament wurde von zeitlich sehr nahen Zeitzeugen geschrieben, zum Teil von direkten Weggefährten. Matthäus, Johannes und Petrus waren seine Jünger, Markus war ein Schüler des Petrus und ein Mitarbeiter von Paulus, wie auch Lukas. Jakobus war möglicherweise Jesus leiblicher Bruder, oder diesem zumindest sehr nahestehend… * Paulus als ehemaliger Saulus und Feind der Christen wurde in einer gewaltigen, von Gott geschenkten mystischen Schau des Jesus vom Heiligen Geist „umgedreht“. Er brauchte Jahre, um Seine Erfahrung zu verarbeiten. Es ist ein Segen, dass Seine Briefe aufgeschrieben wurden. Sie sind unter anderen ein Zeugnis für das, was in den Ur-Gemeinden wirklich und ganz real geschah und gelehrt wurde.
Was in unseren Kirchen heute gelehrt wird hat damit nur noch wenig bis nichts zu tun. Die Heilige Schrift wird zwar verwendet, jedoch nicht angewendet. Dabei offenbart sie ihre Kraft erst dann, wenn man auch nach ihr handelt.

Liebe kann auch Erziehung bedeuten

Der Heilige Geist ist über-menschlich, über-natürlich, und Er ist nicht nur eine Stimme, sondern Er hat und gibt auch Kraft. Er spricht zu den Herzen, gibt Offenbarungen, und wer Ihm folgt, wird unweigerlich verändert. Es folgt eine Erziehung durch Ihn und das Leben, die bei weitem nicht immer angenehm ist.

Wir lernen heute in Spiritualität, Esoterik und Kirche, dass Gott Liebe ist, und nichts als die Liebe, Gott wird allein darauf reduziert. Und so erwarten wir von Ihm nichts als Liebe und schöne Gefühle. Doch Liebe ist weit mehr als schöne Gefühle! Aus seiner übergroßen Liebe heraus will Gott uns ganz und gar in Sein Bild verwandeln. Er will uns retten aus den Fängen der Finsternis. Aus Liebe zieht Er uns aus der Dunkelheit heraus ans Licht. Doch wir sind oft widerstrebend und halten unseren alten Mustern gemäß fest an dem alten Schmodder, an den wir ja so gewöhnt sind. Es ist gar nicht leicht, den Müll los zu lassen, der sich in uns über Jahrzehnte verfestigt hat. Und Gott erschafft auf seine geniale Weise Situationen und Zusammenhänge in unserem Leben, die uns heraus fordern und an den Rand bringen.

Stehst du auf seiner Agenda?

Das geschieht dir dann, wenn du auf seiner Agenda stehst. Auf seiner Agenda stehen alle, die sich für Seinen Sohn Jesus Christus entschieden haben und Ihm nachfolgen wollen. Jesus nachzufolgen heißt, sich Gott auszuliefern und keinen Schritt mehr ohne Ihn zu tun. Natürlich ist die Entwicklung dahin ein lebenslanger Prozess, doch die Zielrichtung ist klar.

Mit Hilfe des Heiligen Geistes, den wir nach Buße, Umkehr und Taufe empfangen, beginnen wir, die Bibel mit neuen Augen und einem neuen Herzen zu lesen. Ihn können wir alles fragen. Wir lernen Ihn zu hören, wir verstehen plötzlich die leise Stimme in unserem Herzen, die uns aus dem Schlamm heraus ziehen will, in den wir immer noch manchmal abrutschen.
Wir werden plötzlich sehr sensibel und nehmen sehr schnell wahr, ob wir gerade mit oder ohne Gott gehen. Alles was sich übel, ärgerlich, wütend, rechtend, richtend, anklagend, streng und gnadenlos an uns gebärdet zieht uns herab. Wir haben den Pfad verloren. Wir müssen dann umkehren zu Ihm und uns wieder leiten lassen.

Was wird aus uns?

Ich kenne eine alte Frau, sie wird vermutlich nicht mehr lange leben, die bis über beide Ohren in Bitterkeit und Hass auf ihre Tochter verstrickt ist, weil sie sich finanziell von ihr betrogen und bestohlen fühlt. Seit Jahren schürt sie diesen Hass und ergeht sich täglich immer wieder aufs Neue in Vorwürfen an sie, in gedanklichen Diskussionen etc. Was wird mit ihr, wenn sie in diesem Zustand, in dieser Unvergebenheit stirbt? Glaubst du, dass sie in einem sanften Himmel landet und dann in Liebe baden kann?

Ich glaube das nicht, denn Gott erwartet und wünscht von uns, dass wir uns Mühe geben, dass wir uns für Seinen Weg entscheiden, für Vergebung – nicht damit der Andere gerechtfertig ist, sondern damit WIR DAVON FREI WERDEN.
Doch wie vergibt man jemandem, dem man einfach nicht vergeben kann? Man betet und bittet Gott um Hilfe. Man lauscht, und es werden, wenn man es ernst meint, Gedankengänge auftauchen, die Verständnis für den Anderen bringen. Und wenn es dann immer noch nicht geht, bittet man Gott, es mit einem gemeinsam zu tun, denn Gott kann immer vergeben. Er nimmt uns dann an die Hand. Wir müssen uns manchmal tatsächlich ganz rational und unabhängig von allen Gefühlen ENTSCHEIDEN zu vergeben, wir müssen laut unsere Vergebungsbereitschaft bekennen und unserer Entscheidung Ausdruck geben – vor Gott. In ernster, ehrlicher Absicht.

Das und viele Dinge mehr stehen in der Bibel. Sie werden dir vom Heiligen Geist erklärt, wenn du Ihn angenommen und angezogen hast. Auch der Heilige Geist braucht Deine klare Entscheidung für Ihn, um sich ganz in dir nieder zu lassen. Gott ist nicht gewaltsam, er zwingt niemanden, er bemächtigt sich auch nicht deiner, denn er liebt dich so sehr, dass er dir immer und unter allen Umständen deinen freien Willen lässt.

Die Bibel ist ein Handbuch für jeden, der ernsthaft Gott sucht. Deine Entscheidung und die darauf folgende (Erwachsen-) Taufe in Wasser und Geist ist die Eintrittskarte in ein Land, in ein Köngreich, das seines Gleichen sucht. Hier geschehen täglich Wunder und außergewöhnliche Dinge, unter anderem auch dieses, dass die Bibel verständlich wird, sich entblättert und du ihren Schatz mehr und mehr heben kannst.

*Infos aus der Genfer Studienbibel

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Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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