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Genfer Studienbibel

Wurde die Bibel vom Heiligen Geist geschrieben oder nicht? Wer das nicht glaubt, braucht sich eigentlich gar nicht mit ihr zu beschäftigen, denn er wird nicht davon profitieren, denn es heißt nicht umsonst, dass die Bibel für den Ungläubigen ein Buch mit sieben Siegeln ist und bleibt.
Auch mir waren früher die meisten Inhalte kryptisch. Die Evangelien waren noch leicht zu verstehen, doch die Paulus-Briefe wie auch das alte Testament verstand ich nicht. Also suchte ich mir das heraus, was ich nachvollziehen konnte und was in mein Glaubenssystem passte – den großen Rest ließ ich als Fragezeichen stehen, und ich wagte es nicht zu hoffen, dass ich die Bibel wirklich jemals würde verstehen können.

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Die Bibel eröffnete ihre Siegel erst nach und nach – mit Hilfe des Heiligen Geistes. Der erklärt, zeigt Zusammenhänge, lehrt mehr und mehr über den Charakter Gottes, dessen Sohn sich hier als Mensch gezeigt hat. Das biblische Christentum ist die einzige Lehre auf der ganzen Welt, die Liebe und Vergebung derart in den Mittelpunkt rückt.
Wir alle wissen, dass die Welt um so vieles besser sein könnte. Wir alle sehnen uns nach Liebe und Vergebung, wenn nicht bewusst, dann doch unbewusst. In der Bibel ist der Weg beschrieben, den wir gehen sollten, damit Gott uns verändern kann, damit Er uns Seinem Sohn immer ähnlicher macht.
Die Bibel ist nichts, was sich menschliche Gehirne ausgedacht haben. Sie kam DURCH Menschen, die dem Schöpfer im Glauben hingegeben waren und vom Heiligen Geist inspiriert wurden. Der Heilige Geist ist das Sprachrohr Gottes, durch Ihn spricht er in uns hinein. Seine leise Stimme ermahnt uns und lehrt uns.

Das gute Gesetz

Wer kennt nicht das schlechte Gewissen? Darin spricht Gott oft sehr laut.
Wir alle tragen die Göttlichen Prinzipien des Gutseins in uns. Es gibt ein Gesetz in uns, ein gutes Gesetz, dem die Bibel Ausdruck in Worten gibt. Aber: Wir Menschen haben den freien Willen, uns entweder freiwillig diesem Gesetz unterzuordnen, oder ihm zu widerstehen. Dass wir uns selbst schaden, wenn wir widerstehen, merken wir oft erst nach Jahren. Wer sein Gewissen gar nicht mehr hört, befindet sich auf dem steilen Weg hinab in die Dunkelheit, denn er widersteht dem einzigen ehrlichen Korrektiv.

Als ich noch im Kindergarten war, stahl ich einmal ein Geldstück vom Schreibtisch der Leiterin (es war ein von Nonnen geführtes Haus). Damals war ein solches 5-Mark-Stück noch viel Geld. Ich ging mir Süßigkeiten kaufen, doch es war noch einiges Geld übrig.

So kaufte ich meiner Mutter Zigaretten, ich wusste ja die Marke. Erst als ich nach Hause kam, ihr die Zigaretten schenken wollte und meine Mutter mich fragte, woher ich das Geld hätte, traf mich fast der Schlag, weil ich erkannte, dass ich etwas getan hatte, was man nicht tun darf. Da kam mein schlechtes Gewissen mit aller Wucht, und ich musste mir schnell eine Lüge ausdenken. „Ich habe es gefunden,“ log ich. Als sie mich fragte: „Ist das wirklich wahr?“ rannte ich aufs Klo und schloss mich ein. Dort hatte ich dann etwas Zeit mich zu besinnen. Und ich merkte sehr schnell, dass ich nicht mit diese Lüge weiter gehen konnte, denn noch nie hatte eine Lüge zwischen meiner Mama und mir gestanden, ich wusste, es gab keinen anderen Weg, als es einzugestehen, die Wahrheit zu sagen. (Das ist eines der Gesetze, die Gott in uns gelegt hat.) Und ich ging also zu ihr und gab kleinlaut zu, dass ich das Geld gestohlen hatte.
Leider folgte darauf keine Vergebung, sondern schwere Vorwürfe und für mich eine große Blamage, denn meine Mutter nahm mich umgehend an der Hand, zerrte mich zurück in den Kindergarten, ging mit mir zu Oberin und gab ihr aus ihrem Geldbeutel 5 Mark zurück und entschuldigte sich für ihre ungezogene Tochter. Dabei brach sie in Tränen aus, und ich stand mit gesenktem Kopf hinter ihr. Sie bat quasi für mich um Vergebung, konnte mir aber selbst nicht vergeben.
Ich fühlte mich wie geschlagen, und ich weiß noch heute, wie traurig ich war, und auch wie gedemütigt. Doch es war insofern eine Lehre für mich, denn die Lüge mit all ihren Folgen heilte mich für viele Jahre von weiteren Versuchen des Stehlens.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

… sagte Jesus Christus. Er log nie. Er stand zu dem was Er als wahr erkannt hatte. Selbst als man ihn zwingen wollte, eine Lüge auszusprechen schwieg er, mit der Konsequenz, dass er die fürchterliche Todesstrafe erhielt.
Wer von uns ist schon dermaßen aufrichtig?
Jesus log nicht, er tötete nicht, er stahl nicht, er redete nicht falsches Zeugnis gegen jemanden, sondern wurde selbst verleumdet und verraten. Er führte ein völlig selbstloses, reines Leben. Er hatte kein Haus, keine Wohnung, keine Heimat, kein Geld, keinen Job. Er galt nichts in dem Land aus dem Er kam, von der Familie hatte Er sich selbst los gesagt, um ganz und gar frei zu sein, den Willen seines himmlischen Vaters zu tun.
Jesus war selbst äußerst bewandert in der Heiligen Schrift. Sie ist die Grundlage Seines Lernens und Lehrens gewesen. Jesus hatte das alte Testament und war Rabbi. Er lehrte in der Synagoge aus genau diesen Schriften, und Er lehrte was Er von seinem Vater hörte.

Zeitzeugen von Jesus Christus

Das neue Testament wurde von zeitlich sehr nahen Zeitzeugen geschrieben, zum Teil von direkten Weggefährten. Matthäus, Johannes und Petrus waren seine Jünger, Markus war ein Schüler des Petrus und ein Mitarbeiter von Paulus, wie auch Lukas. Jakobus war möglicherweise Jesus leiblicher Bruder, oder diesem zumindest sehr nahestehend… * Paulus als ehemaliger Saulus und Feind der Christen wurde in einer gewaltigen, von Gott geschenkten mystischen Schau des Jesus vom Heiligen Geist „umgedreht“. Er brauchte Jahre, um Seine Erfahrung zu verarbeiten. Es ist ein Segen, dass Seine Briefe aufgeschrieben wurden. Sie sind unter anderen ein Zeugnis für das, was in den Ur-Gemeinden wirklich und ganz real geschah und gelehrt wurde.
Was in unseren Kirchen heute gelehrt wird hat damit nur noch wenig bis nichts zu tun. Die Heilige Schrift wird zwar verwendet, jedoch nicht angewendet. Dabei offenbart sie ihre Kraft erst dann, wenn man auch nach ihr handelt.

Liebe kann auch Erziehung bedeuten

Der Heilige Geist ist über-menschlich, über-natürlich, und Er ist nicht nur eine Stimme, sondern Er hat und gibt auch Kraft. Er spricht zu den Herzen, gibt Offenbarungen, und wer Ihm folgt, wird unweigerlich verändert. Es folgt eine Erziehung durch Ihn und das Leben, die bei weitem nicht immer angenehm ist.

Wir lernen heute in Spiritualität, Esoterik und Kirche, dass Gott Liebe ist, und nichts als die Liebe, Gott wird allein darauf reduziert. Und so erwarten wir von Ihm nichts als Liebe und schöne Gefühle. Doch Liebe ist weit mehr als schöne Gefühle! Aus seiner übergroßen Liebe heraus will Gott uns ganz und gar in Sein Bild verwandeln. Er will uns retten aus den Fängen der Finsternis. Aus Liebe zieht Er uns aus der Dunkelheit heraus ans Licht. Doch wir sind oft widerstrebend und halten unseren alten Mustern gemäß fest an dem alten Schmodder, an den wir ja so gewöhnt sind. Es ist gar nicht leicht, den Müll los zu lassen, der sich in uns über Jahrzehnte verfestigt hat. Und Gott erschafft auf seine geniale Weise Situationen und Zusammenhänge in unserem Leben, die uns heraus fordern und an den Rand bringen.

Stehst du auf seiner Agenda?

Das geschieht dir dann, wenn du auf seiner Agenda stehst. Auf seiner Agenda stehen alle, die sich für Seinen Sohn Jesus Christus entschieden haben und Ihm nachfolgen wollen. Jesus nachzufolgen heißt, sich Gott auszuliefern und keinen Schritt mehr ohne Ihn zu tun. Natürlich ist die Entwicklung dahin ein lebenslanger Prozess, doch die Zielrichtung ist klar.

Mit Hilfe des Heiligen Geistes, den wir nach Buße, Umkehr und Taufe empfangen, beginnen wir, die Bibel mit neuen Augen und einem neuen Herzen zu lesen. Ihn können wir alles fragen. Wir lernen Ihn zu hören, wir verstehen plötzlich die leise Stimme in unserem Herzen, die uns aus dem Schlamm heraus ziehen will, in den wir immer noch manchmal abrutschen.
Wir werden plötzlich sehr sensibel und nehmen sehr schnell wahr, ob wir gerade mit oder ohne Gott gehen. Alles was sich übel, ärgerlich, wütend, rechtend, richtend, anklagend, streng und gnadenlos an uns gebärdet zieht uns herab. Wir haben den Pfad verloren. Wir müssen dann umkehren zu Ihm und uns wieder leiten lassen.

Was wird aus uns?

Ich kenne eine alte Frau, sie wird vermutlich nicht mehr lange leben, die bis über beide Ohren in Bitterkeit und Hass auf ihre Tochter verstrickt ist, weil sie sich finanziell von ihr betrogen und bestohlen fühlt. Seit Jahren schürt sie diesen Hass und ergeht sich täglich immer wieder aufs Neue in Vorwürfen an sie, in gedanklichen Diskussionen etc. Was wird mit ihr, wenn sie in diesem Zustand, in dieser Unvergebenheit stirbt? Glaubst du, dass sie in einem sanften Himmel landet und dann in Liebe baden kann?

Ich glaube das nicht, denn Gott erwartet und wünscht von uns, dass wir uns Mühe geben, dass wir uns für Seinen Weg entscheiden, für Vergebung – nicht damit der Andere gerechtfertig ist, sondern damit WIR DAVON FREI WERDEN.
Doch wie vergibt man jemandem, dem man einfach nicht vergeben kann? Man betet und bittet Gott um Hilfe. Man lauscht, und es werden, wenn man es ernst meint, Gedankengänge auftauchen, die Verständnis für den Anderen bringen. Und wenn es dann immer noch nicht geht, bittet man Gott, es mit einem gemeinsam zu tun, denn Gott kann immer vergeben. Er nimmt uns dann an die Hand. Wir müssen uns manchmal tatsächlich ganz rational und unabhängig von allen Gefühlen ENTSCHEIDEN zu vergeben, wir müssen laut unsere Vergebungsbereitschaft bekennen und unserer Entscheidung Ausdruck geben – vor Gott. In ernster, ehrlicher Absicht.

Das und viele Dinge mehr stehen in der Bibel. Sie werden dir vom Heiligen Geist erklärt, wenn du Ihn angenommen und angezogen hast. Auch der Heilige Geist braucht Deine klare Entscheidung für Ihn, um sich ganz in dir nieder zu lassen. Gott ist nicht gewaltsam, er zwingt niemanden, er bemächtigt sich auch nicht deiner, denn er liebt dich so sehr, dass er dir immer und unter allen Umständen deinen freien Willen lässt.

Die Bibel ist ein Handbuch für jeden, der ernsthaft Gott sucht. Deine Entscheidung und die darauf folgende (Erwachsen-) Taufe in Wasser und Geist ist die Eintrittskarte in ein Land, in ein Köngreich, das seines Gleichen sucht. Hier geschehen täglich Wunder und außergewöhnliche Dinge, unter anderem auch dieses, dass die Bibel verständlich wird, sich entblättert und du ihren Schatz mehr und mehr heben kannst.

*Infos aus der Genfer Studienbibel

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Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ Hebräer 11, 1 (Schlachter 2000)

Immer wieder höre ich von Menschen, dass sie einfach nicht an einen guten, persönlichen Gott glauben können. Die Welt sei zu schlecht, wo solle denn dieser gute Gott sein, und warum verhindert er nicht all die Gräuel und Schrecklichkeiten?

Doch was für einen Gott stellt man sich eigentlich vor, wenn man diese Fragen stellt? Anscheinend doch einen Gott, der mit uns Marionetten spielt. Aber sind wir alle hilflose, willenlose Marionetten eines Gottes, der – wenn er nur wollte all das könnte? Uns retten, die Welt retten, aus diesem Horroszenario wieder ein Paradies machen… die Menschen von Böse auf Gut umpolen, und alles wäre wieder gut?

Man schafft es nicht, an einen guten zu Gott glauben, aber an einen solchen Gott als Marionettenspieler anscheinend schon! Man hat dann aber eine Vorstellung die von satan geprägt ist und nicht von dem was wir von Gott wissen können. Was Gott wirklich IST, das steht in der Bibel (Gottes Wort).

Liest man die Bibel, insbesondere die Geschichte von Adam und Eva, so steht dort glasklar, warum Gott die Menschen einst aus dem Paradies vertrieben hat. Weil sie Ihm misstrauten, weil sie sich verführen ließen, weil sie Seinen Vorschlägen nicht gefolgt sind. Adam und Eva glaubten, genau wie die Menschen von denen ich hier spreche, auch nicht an einen guten Gott.

Was war satans (der Schlange) erster Akt? Der der Verführung und Lüge. Und was tat der Mensch? Er glaubte ihm mehr als Gott und folgte nicht Gottes Ratschlägen sondern den Lügen der Schlange. Genauso ist es noch heute. Erst daraufhin trieb Gott die Menschen aus dem Paradies. Sie hatten gewählt, dem Schöpfer zu misstrauen und der Schlange zu vertrauen – in Aussicht auf einen angeblichen Vorteil (werden wie Gott).

So leicht kann man alles verspielen. Dabei ist dieser Gott so durch und durch gut! Niemand ist mehr unseres Vertrauens würdig! Er stellt Regeln auf, bzw. macht Vorschläge. Er zwingt aber nicht. Die Vorschläge dienen – wie es sich für einen guten König gehört – nur dem Besten der Geschöpfe. Sie kommen aus Seiner Liebe und wollen uns bewahren. Wir Gotteskinder sind wirkliche Kinder, die einfach nicht auf den Papa hören wollen. Diesen Vorschlägen zu folgen ist nämlich eine freiwillige Sache. Der freie Wille ist das größte Geschenk dieses Schöpfer-Gottes an uns. Ohne diesen wären wir nicht „in Seinem Bilde“.

Wir haben alsozu jedem Augenblick und immer wieder neu die Wahl. Wir können uns nicht heraus reden. Und so haben wir auch die Wahl, was wir glauben wollen und wem wir vertrauen wollen. Folgen wir den düsteren Prognosen, mit denen Dämonen uns bombadieren? Glauben wir der Dunkelheit, die wir überall sehen und die uns glauben machen will, es gäbe keine Hoffnung? Oder glauben wir dem was unsere Sehnsucht sagt, was unser Herz aus tiefsten Grunde wünscht? Und warum ziehen wir nicht die Bibel zu Rate – das Wort Gottes an uns? Es ist das gleiche Wort, auf das sich der Rabbi Jesus Christus bezog, aus dem Er oft zitierte, insbesondere wenn es darum ging, satan das Handwerk zu legen. Jesus selbst war durch Sein Leben und Sterben Ausdruck dieses Wortes, das von einem Gott der Liebe und des Lichtes spricht. Und Er selbst war und ist der „Beweis“ dafür, wozu die Liebe zu Gott den Menschen befähigen kann.

Wir sind keine Zombies, die gezwungen sind, an die übergroße Macht des Bösen in der Welt zu glauben. Nein, wir können an die weitaus größere Macht des Guten glauben und uns auf diese Seite stellen! Ein kleiner Schritt, und du bist auf der anderen Seite.

Hast du auch nur einen Funken Glauben (wie ein Senfkorn), dann entscheide dich dazu, diesen persönlichen guten Gott in dein Leben einzuladen, damit du Ihn kennen lernen kannst – indem du Ihn ansprichst. Laut, nicht nur in Gedanken. Unsere Worte werden gehört, alle! Und ganz besonders diese!

Dazu braucht es keine Übung, keine Konzentration auf den Atem, keine spezielle Körperhaltung, kein Händefalten, keine besonderen Gewänder, keine Kirchenmitgliedschaft, keine Dogmen, Riten, keine Kathedralen, Päpste, Pastoren, Gemeindeleiter, Gurus. Nur Du und Gott, ihr beide. Denn dies ist ein Gott, der sich zu den Menschen herab bewegt, wenn sie Ihn aus dem Herzen anrufen.

Es braucht nur deine Ausrichtung und einen Funken Glauben. Öffne den Mund und sprich zu Ihn. Komm raus aus deinem Kokon, aus all den hindernden Gedanken und Meinungen, Urteilen und Vorbehalten. Geh einfach mal davon aus, dass es diesen Gott gibt, dass er gut ist, und dass Er sich sehr für dich interessiert, und dass Er dich über die Maßen liebt! Und dann warte ab, ob und auf welche Art du Antwort empfängst.

Meine Gebete ändern sich. Am Anfang musste ich noch sehr viel mit Gott reden. Das tue ich immer noch. Doch inzwischen genügt in einem kurzen Moment des tiefen Vertrauens die gezielte Ausrichtung auf Ihn, im Glauben an Ihn, im Vertrauen auf Ihn, um sofort eine Antwort zu bekommen. Ein Segen, ein Göttlicher Kuss im Herzen, Eine Antwort, die schlagartig mein Herz schmelzen lässt.

Glauben ist Übungssache, Glaube kann wachsen, ja ins Unermessliche, hinein in eine absolute Sicherheit, ohne Zweifel. Gott beweist sich immer wieder und immer mehr, wenn wir in eine intensive Beziehung eintreten. Das Verrückte ist nämlich, dass Gebete keine Einbahnstraße sind, sondern sie bringen Segen zurück. Zurück zu den Menschen für die gebetet wird, aber auch zurück zu mir und dir.

Wie ein Chamäleon, dessen Zunge blitzartig vor schnellt, so schnellt dein Glaube vor dir her, rasant, quer durchs Weltall, hin zu Gott, mit Lichtgeschwindigkeit. Und er bringt immer etwas mit zurück. Göttliche Nahrung, Berührung, Erkenntnis, ein Wort, ein Satz, eine Bibelstelle für dich, ein Bild das dir alles sagt, Liebe, Weisheit – alles mögliche kann zurück kommen auf deine Ausrichtung hin. Es braucht deine Entscheidung dazu, Gott ohne irgendeine Sicherheit deinen Vertrauensvorschuss zu geben. Nicht nur einmal sondern immer wieder. Dein Vertrauen ist der Nährboden, dein Wille zur Hinwendung drückt dein Vertrauen aus, deine Worte machen es wirklich. Und so schießt du einen einen Pfeil ab, und Segen wird zurück kommen. In welcher Form auch immer.

Gehe davon aus, dass die Antwort immer eine Bereicherung ist! Und sie ist oft so überirdisch, so weise und genial, dass du kopfschüttelnd zugeben musst: sie kann nicht aus deinem Hirn entsprungen sein…

In dem Film von 2005 „Per Anhalter durch die Galaxis“ gibt es am Ende eine wunderbare Szene. Der Protagonist steigt mit Anderen zusammen in eine Art Bollerwagen auf Schienen, so etwas wie eine „Lore“ in einem Bergwerk, und kaum sind sie eingestiegen, rast der Wagen in einer Affengeschwindigkeit los. Er rast und rast in einem Wahnsinnstempo quer durchs Universum, auf einem geraden Gleis, das sich erst im Moment des Fahrens bildet. Genauso fliegt unser Gebet zu Gott, in Lichtgeschwindigkeit rast es kerzengerade zu Ihm hin, um sich in Hoffnung auf Ihn zu werfen, sich in kindlichem Vertrauen an Ihn zu heften, um dann einfach in Offenheit zu erwarten, zu sehen und zu hören was wohl geschieht.

Gebete werden gehört und auf irgendeine Weise beantwortet! Wo und wie ist nicht unsere Sache. So kann eine kleine Ursache eine große Wirkung haben. Und wie stark sich Gebete auswirken, kann jeder selbst erleben. Es geht nicht um „Bestellungen beim Universum“. Es ist kein Wunschkonzert. Wenn dein Wille aber mit dem Willen Gottes sowie mit Seinem Wort übereinstimmt, wird die Wirkung um so größer sein.

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Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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Unsere alten Reaktionsmuster auf Verletzungen sind immer die Gleichen: wir ziehen uns verletzt zurück, wir ärgern uns über den Anderen, lehnen ihn ab und wollen am liebsten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wir wollen es ihm vielleicht sogar heim zahlen, es soll ihm genauso weh tun, es soll ihm auch schlecht gehen. In Variationen kommen solche oder ähnliche Reaktionen. Und diese unsere spontanen Antworten aus der Altstruktur unserer Seele sind letztendlich nicht dazu geeignet, Konflikte aus der Welt zu schaffen oder zu lösen, sondern viel eher sie zu verschärfen, bzw. ungelöst weg zu schieben, mit samt den Menschen, die sie ausgelöst haben.

Schmerz gebiert Schmerz, Hass gebiert Hass, Bitterkeit und Unvergebenheit gebären Ablehnung, und das Traurige ist, dass wir diese Gefühle in uns weg drücken, anstatt sie zu lösen, und uns selbst damit in ein Gefängnis sperren.

Manche Menschen versuchen es mit Therapien, auch mit spirituellen Mitteln wie Meditation oder Achtsamkeitstraining, sich irgendwie zurück in den Frieden zu bringen. Auch ich habe das immer wieder versucht, der Erfolg war jedoch nicht wirklich nachhaltig.  Und bei der nächsten Verletzung reagiert man doch wieder ganz genauso und bekommt es wieder nicht wirklich gelöst. Verletzungen summieren sich, häufen sich an, bis es irgendwann zum endgültigen Bruch kommt, zur Trennung, Scheidung. Man glaubt, sich aus Schmerz heraus abwenden zu müssen und wirft die Menschen gleich mit in die Mülltonne. Menschen, die einem mal lieb und wichtig waren. Lieber bleibt man allein, und das Leben wird so immer einsamer.

Dass Vergebung nötig ist, wissen viele Menschen, und viele bemühen sich sogar darum. Und natürlich kann man versuchen, aus der eigenen Seele heraus zu vergeben, und manchmal gelingt das sogar. Doch ist eines meistens überhaupt nicht klar:  dass wir selbst Vergebung brauchen! Nicht von unserem Konfliktpartner, sondern von Gott, dem Vater!

Wenn ich mich unnachgiebig und stolz verhalte, wenn ich Bitterkeit und Hass zulasse und auslebe, sie also kultiviere, so hat das einen großen Haken: Ich wende mich nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Gott ab! Er kann mir nicht mehr wirklich nahe sein, wenn ich Gedanken und Gefühle von Bitterkeit nähre und ihnen folge und damit den Ratschlägen meiner alten Natur.

Es gibt einen Weg wieder in Frieden zu kommen: nicht nur dem Anderen zu vergeben, sondern auch Gott um Vergebung zu bitten, weil wir uns nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Ihm abgewandt haben. Als ich beschlossen habe, mich stolz vom dem betreffenden Menschen weg zu drehen, der in mir Schmerz ausgelöst hat, habe ich auch Gott links liegen gelassen – ohne das explizit zu wollen. Gott ist Liebe und nicht Bitterkeit oder Unvergebenheit. Und Gott möchte, dass Liebe unter den Menschen herrscht, und nicht, dass negative Gefühle über uns regieren.  Ich bin  einer Eigendynamik gefolgt, die nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun hat.

Unsere alt eingefahrene Struktur führt uns IMMER in Stolz und Überlegenheitsgebaren, von wegen: „Der kann mich mal, den guck ich mit dem A. nicht mehr an…“ oder „So eine blöde Kuh, der zeig ich’s aber mal… Ich brauch die doch gar nicht…“

Wie oft führen Missverständnisse zu Konflikten, die schon alleine dadurch ausgeräumt würden, wenn man das Gespräch suchen würde. Doch ist unsere Seele erst einmmal richtig angepiekst, kann sie um nichts in der Welt mehr liebevoll agieren, weil etwas in uns sich so sehr zusammen gezogen hat, dass wir glauben, uns verteidigen oder flüchten zu müssen.

Sowieso sind es meist alte Wunden, die durch heutige Geschehnisse wieder aufgerissen werden. Aber es geht hier nicht darum, woher sie stammen, sondern viel mehr um die Frage: wie komme ich wieder in die Liebe?

„Nein“, sagt der Stolz, „ich werde mich nie wieder melden.“ Man zieht sich zurück und kann auf keinen Fall klein bei geben, und man will es auch gar nicht.

Es ist nur subtil, doch es senkt sich eine gewisse Dunkelheit herab durch diese Haltung. Man tut zwar so als wäre nichts, geht sozusagen zur Tagesordnung zurück, doch in Wahrheit spaltet  man sich von sich selber ab und hofft, dass die Zeit die Wunden heilt. Abwarten und an etwas anderes denken, verdrängen, sich ablenken und sich gut zureden, es wird schon wieder – so jedenfalls lief das bei mir immer ab. Jeder Mensch hat seine eignen Methoden, wie er sich halbwegs wieder herunter holt.  Dabei ist doch dieser gute Kern in uns, der so gerne wieder strahlen möchte… Dieses Strahlen möchte Gott in uns sehen, und das wollen wir auch selbst gerne spüren! Doch ich erdulde lieber einige Tage oder gar Wochen und Monate Dunkelheit, bevor mir am Ende ein Zacken aus der Krone fällt…

Wenn ich schon zu stolz bin, um einem Menschen zu vergeben – bin ich dann auch zu stolz, um Gott um Vergebung zu bitten? Ich habe mich schließlich nicht so verhalten wie Gott es gerne sähe… Sehe ich also ein, dass ich in der Beziehung zu Ihm so etwas wie Schuld auf mich geladen habe durch mein Verhalten? Ja, aus Gottes Sicht habe ich das! Ich habe mich entschieden, einen Menschen nicht leiden zu können, mich abzuwenden und meinem in alten Zeiten geprägten „Fleisch“ zu folgen anstatt mich nach der Liebe auszustrecken.

Wenn ich jedoch erkenne, dass ich vor Gott einen Fehler gemacht habe, öffnet das ganz neue Möglichkeiten. Ohne diese Erkenntnis jedoch kann man nicht von dem Folgenden profitieren:

Ich weiß, dass Gott da ist, dass Er mir aufmerksam zuhört. Ich beginne also damit, Gott alles über den Konflikt zu erzählen (laut und im stillen Kämmerlein), auch mich zu beklagen, jede Einzelheit. Ich stelle mir meinen derzeitigen „Feind“ als Angeklagten vor, benenne ihn beim Namen und haue ihm meine gesamten Vorwürfe um die Ohren – vor Gott als Richter!!! Denn dieser Gott ist nicht scheinheilig! Er will kein Getue von mir! Ich soll einfach wahr und ehrlich sein! In Seiner Gegenwart darf ich den Anderen anklagen: wie sehr er mich verletzt hat, was sein Verhalten mit mir gemacht hat, wie es sich angefühlt hat, was ich gedacht habe, woran es mich erinnert hat, wie groß der Schmerz war – was auch immer in mir vorgeht. Und wenn ich all das vor Gott ausgepackt habe, dann ENTSCHEIDE ich mich, diesem Menschen zu vergeben. Selbst wenn ich es – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich kann, so ENTSCHEIDE ich mich dennoch dazu, denn ich weiß: Gott wünscht sich das von mir! Und ich versuche es mit ganzem Herzen.

Und dann, erst dann bitte ich den Vater im Namen Seines Sohnes Jesus Christus um Seine Vergebung FÜR MICH. Denn ich brauche sie dringend. Ich habe mich schließlich durch all die Negativität komplett von Gott abgewandt.

Jesus ist am Kreuz für mich und dich gestorben, damit wir Vergebung erlangen. Und Gott gewährt jedem, der in Seinem Namen umkehrt und von ganzem Herzen um Vergebung bittet, seine Güte. Die Geschichte in der Bibel vom verlorenen Sohn zeigt das in aller Liebe und Deutlichkeit (Lukas 15, 11-32).

Wenn ich dann in diesem Prozess nach meiner Bitte spüre, dass diese Vergebung mich erreicht hat, dass sie wirklich geflossen ist, dann erst kann ich vollen Herzens auch mir selbst vergeben für mein Verhalten! Ich darf auch hier inne halten und nachspüren, ob ich mir wirklich vergeben konnte.

Als Abschluss entscheide ich mich dann, in Zukunft nicht mehr so agieren wie es in diesem Fall war.

That’s it. Das ist meine „Therapie mit Gott“, dich als so heilsam erlebe, immer wieder. Es ist ein himmlischer Gerichtssaal, den ich da imaginiere, mit Jesus als Anwalt, dem Heiligen Geist als Zeugen und Gott Vater als Richter. Der Angeklagte (mein derzeitiger „Feind“) wird von mir beschuldigt, und dabei darf ich auch richtig die Sau raus lassen. Ich muss nichts zurück halten, denn Gott weiß ohnehin schon alles. Es geht darum, mir selbst, aber vor allem vor Gott all die Gefühle von Verletzung einzugestehen und zu bekennen, und damit sozusagen den Blick hinter die Wut zu tun und ihre Ursachen offen zu legen. Das bringt viel Licht in die Angelegenheit, denn alles was wir vor Gott bekennen kommt ans Licht.

Sehe ich dann diesen Wust von Gefühlen und Anschuldigungen an, höre ich mich selbst reden (wir sollten es unbedingt laut tun!), wird es mir leichter klar, dass ich nicht nur dringend dem „Angeklagten“ vergeben muss, sondern auch selbst Gottes Vergebung brauche.

Das Ergebnis eines solchen Prozesses ist ein sanfter innerer Frieden. Er verwandelt mich in einer ganz natürlichen Weise. Denn wenn ich alles ausgedrückt habe, bekannt habe und wirklich vergeben konnte, auch Gottes Vergebung erfahren und mir auch selbst vergeben konnte – was steht dann noch zwischen mir und dem Anderen?

Nichts, denn die Liebe kann wieder frei fließen. Ich kann mich wieder annähern und Frieden schließen, wenn der Andere mich lässt. Auf dieser Basis kann ich dann aus einer ganz anderen Herzenshaltung heraus neu entscheiden, wie ich mich weiter verhalten möchte. Versöhnung wird leicht.

Auf diesem Weg ist es möglich, Beziehungen immer wieder von negativen Gefühlen reinigen – und vor allem mich selbst! Dies ist der Weg, durch den ich meine Freiheit in Jesus erhalten kann, durch den auch Ehen gerettet werden können, es ist der Weg der Liebe, der nichts beschönigt, aber zurück in die Liebe führt. Und der schöne Nebeneffekt: ich nehme damit dämonischen Angriffen jede Grundlage. Denn wie oft setzten die sich dann noch obendrauf und bombardieren mich mit Gedanken des Hasses und der Wut, stacheln mich an und rauben mir sonst noch den letzten Funken Frieden.

Glaube an Gott ist natürlich unerlässlich dafür. Der Glaube an Ihn als Person – zusätzlich zu dem was Er sonst noch ist… Glauben und Vertrauen in Ihn und Seine Wirkkraft. Denn ich bin ein Kind Gottes, das immer wieder dumme Fehler macht und Seine Vergebung braucht. Fehler sind menschlich. Vergebung bekommt aber nur, wer darum bittet und sich vor IHM neigt. Wie ein Kind, dass zu Papa oder Mama läuft und bekennt: „Ja, ich habe das Geld aus deinem Portemonnaie geklaut, es tut mir leid!“

Bei diesem Prozess des himmlischen Gerichtssaals können und sollen Tränen fließen, denn ich öffne mich rückhaltlos dieser höheren Macht, die mich erschaffen hat. Ich höre damit auf, diese Dinge in mir zu vergraben und weg zu sperren, sie nicht wahr haben zu wollen. Damit gebe ich Gott die Möglichkeit, in und an mir zu wirken und mich zu verändern.

Gott ist Geist. Er kann tief in unsere Gehirne eingreifen. Wenn wir unserem himmlischen Papa ganz vertrauen, haben wir den, der die Verkrampfungen unserer Psyche heilen kann und will. Die einzige Bedingung ist die, an Ihn zu glauben, Ihm alles zu offenbaren und uns Ihm hin halten. Daraus fließt großer Segen.

Kleiner Exkurs zum Thema Traumata: Traumata beeinflussen unser Nervensystem. In Schockmomenten, ob körperliche oder seelische, reagiert unsere Amygdala. Sie ist der älteste Teil unseres Gehirns und reagiert automatisch auf alles was als Angriff empfunden wird. Adrenalin wird ausgeschüttet, wir kommen in einen Zustand höchster Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft. Unser Nervensystem macht uns in Sekundenschnelle fit für Kampf oder Flucht. Ist beides nicht möglich, führt es zur Erstarrung, wie bei der Maus, die vor der Katze erstarrt, wenn sie keinen Ausweg findet. Die Amygdala unterscheidet nicht zwischen echten und scheinbaren Angriffen, auch nicht zwischen körperlichen oder seelischen, sie reagiert einfach auf Stress.

Wir haben zwei Nervenstränge: Den Sympathikus und den Parasympathikus. Und bei Stress macht uns der Sympathikus dann erst richtig Stress. Diese automatischen Reaktionen können wir nicht verhindern, sie rollen einfach ab. Wir bleiben jedoch angespannt und gestresst, wenn nicht etwas Berührendes geschieht, das uns wieder beruhigt. Gott hat sich in meinem Leben als der beste Therapeut erwiesen. Vertrauen ich meinem liebevollen Papa, dem der mich aus Liebe geschaffen hat. Denn wem könnte ich sonst vertrauen, wenn nicht IHM? Er nimmt mich in die Arme und tröstet mich. Und Er sagt zu mir: „Kind, ist doch nicht so schlimm, schau, dein derzeitiger Erzfeind ist doch auch nur ein Mensch. Alle Menschen machen Fehler, du auch! Also komm, vergib ihm das, denn ich liebe ihn genauso wie dich. Er ist dein Bruder/Schwester. Beruhige dich, ich hab dich lieb. Wein dich aus an meiner Brust, und dann geh wieder in dein Leben!“

Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch diesen Vorgang der Parasympathikus den Stressprozess ausschaltet, es kommen Signale von Frieden, Entspannung fließt durch Seele und unseren Körper. Es kommen Ruhe und Frieden, eine natürliche Stille, eine Seligkeit, wie sie nur Gott schenken kann. Und ich selbst muss nichts anders tun, als mich Ihm hin zu halten.

Diese Art der „Therapie mit Gott“ ist sehr effektiv, sehr wirksam, kostengünstig und könnte den Weltfrieden retten. Gott tut das bei mir in Windeseile, was der Trauma-Therapie in Jahren nicht gelungen ist: Er beruhigt mein Nervensystem, Er heilt. Und ich erfahre: wenn ich diesem Prozess als Muster immer wieder folge, werden ich immer freier. Ich kann auch alte Geschehnissen thematisieren, Dinge dich mich irgendwo noch belasten! Auf diesem Weg gelingt es, die Schuld des Anderen und meine eigene Schuld zu vergeben, und es wird wieder hell in mir. Bei vielen Menschen hat sich so auch manche Depression in Luft aufgelöst.

PS: Dieser Prozess stammt nicht von mir! Er ist aber gängige Praxis in der Gruppe, in der ich mich Zuhause fühle.

 

Foto von Rike / Pixelio.de ID: 734246

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Auf dem Weg mit Jesus geht es aus meiner Sicht um ganz andere Dinge als auf dem Weg der Spiritualität oder des Erwachens.

Als ich nach Erleuchtung suchte, meditierte, diverse Übungen machte, erhoffte und erwartete ich mystische Erfahrungen. Mein Ziel war es, das süße Gefühl der Verschmelzung mit Gott möglichst dauerhaft zu haben, ich erstrebte eine Glückseligkeit auf Dauer. Doch diese scheinbare Verschmelzung erlebte ich im Grunde nie wirklich, sondern vielmehr überlagerte eine immens schmerzhafte Sehnsucht meines Herzens und meiner Seele alles. Die Sehnsucht war so stark, und so oft weinte ich, weil ich einfach nicht fand was ich suchte. Schließlich glaubte ich, diese Sehnsucht müsse schon die Erfüllung sein. Und so wurde Schmerz und süße Sehnsucht mein Indikator für Gottes Wirken in mir, und mir blieb keine Wahl als mich damit zufrieden zu geben.

Ich wusste es damals nicht besser. Ab und an hatte ich auch beeindruckende mystische Erlebnisse von Entgrenzung, Kundalini-Phänomene, Erlebnisse außerhalb des Körpers, beeindruckende mystische Begegnungen, Spuk-ähnliche Phänomene… Das meiste war mehr erschreckend als wirklich wohltuend, und doch war ich für alles dankbar und hielt mich dann auch für besonders, vielleicht gar auserwählt und wichtig für Gott.

Nach dieser endlos langen Phase (ca. 30 Jahre) kam das Erwachen – an einem Punkt des Loslassens dieser Suche. Damit einher kam die Einsicht, dass alles bereits da ist und es nichts zu erstreben gilt. Damit war all dem mystischen Kram ein Ende gesetzt. Statt dessen aber kam die Verherrlichung der Stille, denn es entstand die Möglichkeit, sich im Sein total zu entspannen, darin zu schwelgen und abzutauchen. Das Verschwinden im Sein hat seinen eigenen Reiz, der für mich jedoch immer auch etwas Wehmütiges hatte. Denn alles zu lassen, alles sein zu lassen, alles als unwirklich zu betrachten und mich selbst als geträumter Träumer im Traum – das alles war wenig aufbauend. Es war so etwas wie Sterben auf Raten, oder bereits im Leben gestorben zu sein.

Nun habe ich inzwischen – seit meiner Taufe – ein ganz anderes Leben kennen gelernt. Ich bin wieder lebendig, ich habe wieder ein Ich, ich treffe wieder Entscheidungen. Ich habe mich einfach dafür entschieden, wieder leben zu wollen, dieses Leben ernst zu nehmen, an einen liebenden, persönlichen Gott zu glauben und Ihm zu folgen. Auf dem Weg mit Jesus geht es vorrangig um die Beziehung zu Ihm und erst zweitrangig um mystische Erfahrungen oder das Sein. Es geht um die tägliche Nähe, darum, sich führen zu lassen, Ihn immer wieder aufzusuchen, und Ihm  sein Herz zu öffnen.

Der Heilige Geist zeigt mir jeden Tag im Gebet, ob und wo es noch Dinge zu klären gibt. Wenn ich mich Seiner Führung überlasse, kommen die tagesaktuellen Probleme hoch, und gleichzeitig eröffnet sich auch der Weg, wie ich innerlich oder äußerlich damit umgehen kann – in der Gegenwart Gottes. Im Prozess des „Kreislaufs der Erneuerung“ erlebe ich eine tiefe Reinigung, immer wieder aufs Neue.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich habe extrem negative Gedanken in mir zugelassen über jemanden. Ich habe diese Gedanken tagelang gefüttert, verstärkt und verurteile ihn und sinne auf Rache oder Vergeltung, weil ich verletzt wurde. Dann weiß ich in dem Moment sehr genau, dass ich in einem Zustand bin, den Gott nicht mag. Ich weiß dann, dass ich angegriffen bin, entweder von meinen alten Mustern (meinem Fleisch), oder gar haben sich Dämonen angeschlichen und stacheln die alten Muster an (das tun sie gerne). Dann habe ich die Möglichkeit, mit gewissen Gebeten diese Angriffe „im Namen des Herrn Jesus Christus von Nazareth, der im Mensch gekommen ist“ zu parieren, zu verbrennen, in die Flucht zu schlagen.  Denn Jesus ist stärker als alle Dämonen. Wenn das nichts helfen sollte, dann muss ich direkt zu Jesus gehen, und das ist dann ohnehin angebracht, denn ich brauche dann Seine Vergebung für meinen Hass und meine Rebellion. Jesus ist Liebe, Er möchte nicht, dass sich die Menschen hassen.

Dann trete ich im Gebet vor Ihn, bekenne meine Schuld, meine Unvollkommenheit, meine Schwachheit. Ich erzähle Ihm die ganze Geschichte. Ich spreche Ihm gegenüber all das laut aus, so wie ich zu einem Menschen sprechen würde, der anwesend ist und der mein volles Vertrauen genießt. Ich drücke es aus, dass ich mich von meiner negativen Haltung abkehren will, in Zukunft anders handeln möchte und dazu Seine Hilfe brauche. Diese Haltung muss natürlich wirklich ehrlich gemeint aus dem Herzen kommen. Und dann bitte ich Ihn um Vergebung und fühle hinein, ob ich diese Vergebung auch empfange und spüren kann.

Und was dann im Herzen geschieht entzieht sich jeder Beschreibung. Es ist Liebe und Heilung pur, Heilung durch die Liebe Gottes, denn Er vergibt, und ich spüre Seine immense Freude über mich. Wir sind uns nah, ich habe die Gewissheit: Jesus wohnt in meinem Herzen! Ich habe Ihm wirklich in der Taufe mein Leben übergeben, und dies tue ich wieder und immer wieder. Die Vorwürfe gebe ich Ihm, und Er gibt die Heilung und auch die Fähigkeit, selbst zu vergeben. Und so fällt die Last auf dem Buckel ab, alles selbst abwickeln und schaffen zu müssen. Ich werde weich, mein Herz wird warm wie ein Ofen, und jeder Hass verschwindet in Sekundenstelle.

In der Vergebung geschieht die direkte Berührung Gottes/Jesus im Herzen. Das ist der Moment, an dem Tränen fließen, der Moment in dem du unmissverständlich weißt, dass du weißt, dass du weißt, dass dich Gott berührt. Das ist dann auch der Moment, den man als „mystische Erfahrung“ bezeichnen könnte. Dies fühlt sich jedoch viel positiver und lebendiger an als die schmerzhafte Sehnsucht von früher, oder die leere, hoffnungslose Stille/Weite, denn hier wirkt Gott direkt im Herzen. In der Vergebung ist Er uns ganz nah. Sie fließt direkt von Ihm zu uns, aus Seiner unendlichen Liebe zu uns. So Wissen wir uns geliebt und aufgehoben, erhoben zu Ihm.

Dieses Erleben jedoch ist nicht Selbstzweck, man kann es sich nicht erarbeiten oder antrainieren, sondern es ist das Geschenk dieser Beziehung zwischen Gott und Mensch und der Hingabe allen Stolzes, allen Dünkels und aller scheinbaren Stärke. Manche erleben solche Momente häufig und immer wieder, andere nur selten. Das hängt natürlich auch davon ab, wie sehr und oft man die Beziehung sucht, und wie stark diese Beziehung ist.

Es ist wie in der Liebe zu einem Menschen: kehre ich meinem Partner immer wieder den Rücken zu, nehme Anderes wichtiger und ignoriere ihn, so nimmt die Beziehung Schaden.

Solche Momente der Innigkeit können sich durchaus ausdehnen und lange dauern, je nachdem, wie lange wir und der Herr in diesem Zustand von Nähe bleiben. In dieser Zeit muss es nicht zwingend still sein, sondern da kann viel geschehen. Es können Bilder kommen, Worte, Gebete, der Heilige Geist gibt uns ein, was Ihm wichtig ist. Hörendes Gebet und der „Kreislauf der Erneuerung“ sind die Zeiten des innigsten Kontaktes.

Wir haben einen wunderbaren Gott, der Seinen Geschöpfen nah sein möchte, der es liebt, wenn wir uns nach Ihm ausstrecken, Ihn um Rat fragen, unser Leben nach Ihm ausrichten. Er möchte mitten dabei sein in unseren Entscheidungen. Er möchte MIT UNS LEBEN. Er will das Gute für uns und unser Leben, und wenn wir auf diese Weise mit Ihm gehen, wendet sich alles zum Besseren.

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Der „Kreislauf der Erneuerung“ ist ein Schlüssel für Klärung und Heilung. Durch Ehrlichkeit sich selbst und Jesus/dem Vater gegenüber, sowie durch Umkehr, Bereuen und das Erbitten von Vergebung.

Leseprobe „Kreislauf der Erneuerung“ von Marco Gmür

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Widerstand ist zwecklos….

Den folgenden Text habe ich für mich selbst geschrieben. Vielleicht sagt er auch den Menschen etwas, die sich bereits für Jesus entschieden haben und ihren Weg mit Ihm gehen.

Im Grunde ist jeder Widerstand gegen Gott zwecklos. Nicht nur jeder Widerstand sondern auch jedes Bemühen, irgendetwas vor Ihm zu verbergen oder geheim zu halten, Ihm etwas vorzuenthalten. Überhaupt ist es aberwitzig zu glauben – unbewusst oder bewusst, dass Er irgendwas nicht mitkriegen könnte…
Diese Haltung von wegen: „Ich weiß ja, Er will das nicht, aber ich tue es trotzdem ganz klammheimlich…“ ist von vorneherein lächerlich, denn dieser Gott weiß nicht nur alles, Er sieht auch alles, es bleibt Ihm nichts verborgen, Er ist allwissend. Punkt und Basta.
Deshalb ist es IMMER der einfachste Weg, mit Ihm über alles zu sprechen, auch über das was wir gerne ohne Ihn tun würden. Ihn in allem mit einzubeziehen rettet uns dann auch letztlich vor den Konsequenzen, die unser Alleingang haben würde.
Ich kenne das, da sagt eine Stimme in mir: „Ich will ja Seinen Willen tun, aber auf keinen Fall tue ich dies oder das! Das kommt gar nicht in die Tüte. Das geht einfach nicht, deshalb verschließe ich meine Ohren, ich fahre die Scheuklappen hoch und gehe stur meinen Weg. Ich frage Ihn besser nicht!

Das einzig Gute an diesem Weg ist, dass du deinen Willen dann durch setzt. Doch auf Kosten deiner Beziehung zum IHM. Je länger dieser Zustand dauert, umso mehr fühlst du dich getrennt, umso weniger gut klappt es in deinem Leben, umso mehr Mist passiert dir. Nicht etwa weil Er straft. Gott straft nicht, aber weil deine Distanzierung Seinen Schutz aushebelt. Du schlägst Seine Führung aus, du landest auf einem ungünstigen Gleis, denn wo Gott nicht ist, ist alles ungünstig und gefährlich. Dort wuchert das Unkrauf am Wegesrand, möglicherweise liegen plötzlich Felsbrocken im Weg, oder der Zug wird des nachts überfallen.
Du selbst hast es ja gewählt, dich von Ihm zu entfernen.

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Denn: selbst wenn Widerstand auftaucht gegen Gottes Ratschlüsse für dich, selbst wenn du rebellierst dagegen – warum bringst du nicht auch all das vor Gott? „Herr, ich bin in Rebellion, bitte hilf mir, dass ich Deinen Willen tun kann! bitte hilf mir, dass ich wachse, dass ich sogar Rebellion vor Dir nieder legen kann! Ich zeige Dir alle meine Schwächen, alle meine Unzulänglichkeiten, und ich bitte Dich, mich darin zu verändern, mich zu heilen, mich zu einem würdigen Kind Gottes zu machen!“
Da Gott eh schon alles weiß, ist es unsinnig, auch nur einen Millimeter ohne Ihn zu gehen.
Ja, es heißt, dieser Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Und Er ist nicht nur eifersüchtig auf Götzen und Götterbilder, sondern auch auf jedes eigenbrötlerische Verhalten und Denken, auf jedes Abschweifen und auf jedes Stückchen Wegstrecke, in das Er nicht einbezogen wird. Dieser Gott möchte bei allem dabei sein.

Einen Bluts-Bund hat Er mit den Menschen geschlossen. Er hat sich für uns in einer so tiefen Weise entschieden, dass wir es gar nicht ermessen können. Er will uns nicht verlassen, doch wir zwingen Ihn immer wieder in die Distanz.

Gottes größtes Geschenk an uns ist der freie Wille, den Er IMMER respektiert. Und setzen wir diesen freien Willen (aus Seiner Sicht) sozusagen GEGEN IHN ein, wird Er diese Grenze nicht überschreiten. Und kannst du dir vorstellen, wie sehr Er darunter leidet, wenn du Ihn auf Distanz hältst? Er leidet. Denn Er will weiterhin Seine Liebe über dich ausgießen, dich in Seinen Armen wiegen und dir Seinen Frieden schenken. Bist du dumm, dass du das ausschlägst? Bist du dumm, dass du in deinem Stolz verharrst und nicht weißt, dass Er eh schon alles von dir weiß?

Nichts, aber auch gar nichts kannst du vor Ihm geheim halten. Du kannst dich nur ins Abseits setzen, und je länger du das tust, umso schwerer wiegen die Folgen.
In der Bibel steht, dass Ungehorsam in Seinen Augen das Gleiche ist wie Götzendienst. Und auf Götzendienst reagierte Er schon immer allergisch.

„Ich bin ein eifersüchtiger Gott“ sprach Gott. Und wow – wie menschlich ist das denn????? Gott ist wie wir, bzw. wir sind Ihm ähnlich, in Seinem Bilde, in der Bibel steht es ja schon seit tausenden von Jahren. Also mit ein wenig Einfühlungsvermögen können wir uns vorstellen, wie Er sich fühlen muss, wenn wir lieber andere Menschen vergöttern oder Heilige anbeten, anstatt Ihn live hier und jetzt bei jedem Schritt zu fragen und einzubeziehen.

Nein, wir müssen nicht blind Seinen Geboten folgen. Kadaver-Gehorsam ist nicht das was Gott von uns erwartet. Was Er aber möchte ist unsere volle Aufmerksamkeit, unsere volle Hinwendung und eine Art von Zusammenarbeit, die die meisten Menschen gar nicht kennen. Und ja, Gott weiß wie wir uns fühlen, und Er kennt unsere Schwachheiten. Aber Er möchte, dass wir alles vor Ihm ausbreiten, und zwar immer wieder. Und Er ist bereit immer wieder zu vergeben – wenn wir zurück kommen und Ihm unsere Schwächen bekennen, und wenn wir bereit sind, umzukehren und Seine Hilfe anzunehmen.

Gott kann zu einem Begleiter werden wie ein Geliebter, ein Freund, ein Vater – aus Fleisch uns Blut. Er antwortet. Er spricht zu uns. Er beantwortet Fragen, Er tröstet, Er leitet. Wenn du mit Ihm ins Gespräch gehst, lernst du mehr und mehr Seinen Charakter kennen. Doch bete vorher, dass du nicht von falschen Geistern getäuscht wirst, dass Er dir offenbart, welches Seine Stimme ist. Am Besten entscheidest du dich ganz und gar für Ihn, dann wird es leichter. Bis dahin gibt es keine Garantie für richtiges Hören.

Ein Leben mit Gott ist schon sehr anders als ein Leben, indem alles Andere Seine Stelle einnimmt. Mein altes Leben war nichts anderes als die verzweifelte Suche nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Inhalt und nach irgendetwas, das ich vergöttern, anbeten könnte… Doch all das kann nur Einer wirklich und auf Dauer stillen: Er. Ein Leben mit der Person Gottes, mit Jesus im Herzen, ist ein innerer Reichtum für den es keine Worte gibt. Geistige Klarheit, Frieden, Liebe, Sicherheit, Heilung von den alten Verletzungen, Heilung des Körpers – all das hat Er nicht nur versprochen, sondern schenkt Er auch wirklich!

 

Image-ID: 532681 Pixelio/Reuter

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Hier der Trailer zu einem Film, den ich mir kürzlich gekauft habe, und der hoch spannend ist für jeden, der sich mit der Bibel beschäftigt und sich für die Zusammenhänge mit der Geschichte interessiert. Es geht um den Exodus des alten Testamentes und um all die Erzählungen dieser Zeit aus der Bibel.

Der Autor ist Filmemacher und hat 12 Jahre recherchiert, mit spannenden Ergebnissen:

Zitat aus der Beschreibung bei Amazon:

Die Glaubwürdigkeit der Bibel wird zunehmend in Frage gestellt. Die meisten Archäologen sind der Meinung, es gebe keine Belege dafür, dass der Auszug der Israeliten als Sklaven aus Ägypten, der Exodus, so wie er in der Bibel beschrieben wird, jemals stattfand. Den Filmemacher Timothy Mahoney packte eine Glaubenskrise, als er sich fragen musste: „Ist dieses zentrale Ereignis der Bibel wirklich nur ein Mythos?“ Er begann zwölf Jahre lang weltweit zu recherchieren, um die Wahrheit herauszufinden. Das Ergebnis seiner Spurensuche ist die umfassendste Dokumentation über den Exodus, die je in einem Film festgehalten wurde.

Patterns of Evidence: Auf der Suche nach den Spuren des Exodus entschlüsselt das Geheimnis dieser uralten Erzählung und vergleicht aktuelle Forschungsergebnisse mit Details der biblischen Schilderung. Dabei fügen sich alle Funde zu einem schlüssigen Muster zusammen, das so gut zum biblischen Exodus passt, dass unsere Sicht auf die Geschichte des Orients überdacht werden muss. Durch beeindruckende Computeranimationen lässt der mit 13 Preisen ausgezeichnete Film Geschichte lebendig werden. Führende Experten erläutern in Interviews den Stand der Wissenschaft. Darunter die Top-Archäol¬ogen Israel Finkelstein, Kent Weeks und David Rohl. Benjamin Netanjahu und Schimon Peres erzählen, was die Geschichte des Exodus für sie persönlich bedeutet.

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