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Posts Tagged ‘Gott’

Der Glaube bestimmt das Leben.

Was man glaubt entscheidet darüber, durch welche Brille man auf alles schaut. Je nachdem, was für ein Konglomerat an Überzeugungen, blau, rot, grün, schwarz oder bunt – es färbt den Blick auf die Welt und das persönliche Leben. Insofern ist das was wir glauben im wahrsten Sinne des Wortes von maßgeblicher Bedeutung, nicht nur für unser selbst, sondern auch für das der Menschen, auf die wir uns ja auswirken.

Meine alte Brille

Ich habe phasenweise unterschiedliche Glaubenssysteme für mich angenommen und ausprobiert. Daraus zimmerte ich mir ein eigenes Weltbild. Da ich an Religionen und Philosophien, als auch an nihilistischen Lehren interessiert war, sowie an Erleuchtung, Gurus, Meistern und Geistheilern und wissenschaftlichen Erkenntnissen, die mein Weltbild bestätigten – war das Spektrum breit und bunt. Jesus war immer mein allerliebster „Guru“, doch in einem esoterischen Sinn. Ich glaubte nicht an den persönlichen Jesus, der heute noch lebt und mir nahe kommen möchte, sondern an einen unpersönlichen Gott.

Jesus belegte in meinem Leben zwar einen herausragenden Platz, er war jedoch einer unter vielen. Mir war nicht die Notwendigkeit bewusst, Ihm mein Leben zu übergeben, und ich war der Meinung, bereits Hingabe an meine Art von Gott zu leben. Ich kam ja ganz gut alleine klar.

Ich schaute also durch eine vielfarbige Brille aufs Leben, und versuchte, irgendwie mit dieser Brille vor den Augen Heilung zu finden, denn es ging mir oft seelisch sehr schlecht. Manchmal heilte etwas durch spirituelle Methoden, doch nicht für lange, dann kam es wieder zurück. Insbesondere emotionaler Schmerz war ein zäher Begleiter.

Als ich von der Sinnsuche völlig ausgebrannt war, landete ich im Burnout. An diesem Punkt geschah das größte Heilungs-Ereignis meines Lebens, das ich nie vergessen werde, weil es tiefgreifende Veränderungen brachte. Ich war in Frieden gefallen, ins Jetzt, auch in Befreiung von Schuld und Pflicht. Ich konnte das nach meiner damaligen Brille nur als „Erwachen“ (Satori, Erleuchtung) identifizieren. Die gute Phase hielt ein paar Jahre, doch auch hier verlor ich die Heilung sukzessive wieder.

Heute weiß ich, was der Grund war: mein Leben hatte sich nicht wirklich geändert. Ich fühlte mich zwar befreit, machte jedoch genauso weiter wie vorher. Meine Brille sagte mir, es gäbe nichts zu tun und ließ mich verharren und passiv sein. Mein Glaubenssystem sagte mir, ich sei nun angekommen, es gäbe den freien Willen nicht wirklich, und es gäbe auch nicht wirklich eine Notwendigkeit für eine neue Ausrichtung – wohin denn auch und warum? „Einfach nur sein“ war nach dem Erwachen meine Philosophie. Insofern wiederholte ich die gleichen Fehler wieder. Im Grunde regierte das Lustprinzip in meinem Leben und die Ausrichtung auf Genuss. So hat mich mein Glaube begrenzt.

Ich machte das was ich immer gemacht hatte, ich ging wieder eine Partnerschaft ein, und nach einer Weile begannen die Probleme, weil ich eigentlich alles andere als beziehungsfähig war. Ich hielt jedoch eisern an der Partnerschaft fest, weil ich der Meinung war, dies sei eine Beziehung, die Gott geschenkt hatte, und der Mann der Traummann. Es war für uns keine Frage, dass wir zusammen gehörten. Ich ließ mich auch nicht von irgendwann auftauchenden unguten Bauchgefühlen abhalten.

Es stellte sich mit der Zeit heraus, dass wir beide nicht geheilt waren, also therapierten wir aneinander herum (mein Freund war vom Fach), beschäftigten uns mit Trauma-Heilung etc, probierten so manches aus, doch statt besser wurden meine psychischen Zustände immer schlimmer. Ich bekam Depressionen, massive Schlafstörungen, schlechte Träume, chronische Entzündungen, es häuften sich plötzlich Vergiftungen durch falsches Essen und immer wieder Tieftraurigkeit.

Erst als ich irgendwann einfach nicht mehr konnte, wirklich physisch und psychisch am Boden lag dämmerte mir, dass etwas grundlegend schief lief. Zu erschreckend waren meine Albträume, sie fühlten sich so real an. Ich fühlte mich nachts bedrängt, belästigt, verlacht und verhöhnt. Ich erlebte merkwürdige Dinge, manchmal schien mir als wäre jemand im Raum oder vor der Zimmertür. Ich hörte merkwürdige Geräusche, etwas hob die Bettdecke hoch und legte sich zu mir ins Bett, berührte mich am Rücken, ekelhaft! Ich träumte Erschreckendes, befand mich halbwach plötzlich in völliger Starre, ausgeliefert. Es war mir, wie wenn Wesen mir mehr und mehr auf die Pelle rückten. Einmal konnte ich meinen Kopf minutenlang keinen Millimeter bewegen, obwohl ich all meinen Willen aufbot. Ich war schon in die abwegige Theorie verfallen, mein Kissen aus Memory-Schaum würde irgendeine mysteriöse Strahlung erzeugen oder sei irgendwie verhext. Ich recherchierte schließlich sogar nach Alien-Besuchen und passenden Verschwörungstheorien. Doch das war nicht wirklich überzeugend. Die Bedrückungen kamen immer öfter, und sie mussten ja irgendwo her kommen…

Die Wende

Zu dieser Zeit erzählte mir jemand von Jesus und führte mich zu Videos von Taufen (von „The last Reformation“). Menschen tauften Menschen in Jesu Namen, und verjagten dann ihre Dämonen. Die Bilder waren beeindruckend, wenn auch etwas gruselig. Ich glaubte an so etwas nicht und hatte da ein Negativbild von krass religiösen Priestern in schwarzen Kutten mit dicken Kreuzen um den Hals – doch die Täufer in den Videos waren jung und modern und wirkten ganz normal, offen und freundlich. Es faszinierte mich was ich sah, denn die Menschen erzählten dort auch davon, wie sehr sie die Taufe befreit habe und wie genial Jesus sei. Und schließlich fiel in einem Video ein Satz, der mich schlagartig wach machte: „Es existiert ein Krieg zwischen Gut und Böse!“

Normalerweise wäre dieser Satz bei mir durchs Raster gefallen. Doch in einem kurzen Moment durchbrach er mein Glaubenssystem wie ein Schwert. Mir wurde schlagartig klar, dass das wahr sein musste. Heute weiß ich, dass mir der Heilige Geist einen lichten Moment geschenkt hatte.

Ich ließ mein Leben Revue passieren, mit all seinen schweren Erfahrungen, üblen Träumen schon als Kind, emotionalen Abstürzen und Katastrophen als Frau, Fehlschlägen und Schmerzen in Partnerschaften, zum Teil düsteren spirituellen Erfahrungen… Und Ich wusste schlagartig, dass ich mein ganzes Leben hindurch immer wieder von Dämonen angegriffen, manipuliert und verführt worden war. Und sie kannten nur ein Ziel: mich davon abzuhalten, den wahren Gott, das wahre Licht zu finden.

Sie hatten andere Menschen dazu benutzt, sie hatten meine Verletzungen benutzt, meine Traumata und meine Schwächen. Sie hatten mich zu Menschen-Abhängigkeit verführt und ebenso Hass, Ärger und Trennungen inszeniert. Ihr Endziel war mich zu töten. Und sie hatten es schon fast geschafft, denn meine Schlafstörungen und Depressionen hatten mich ans Ende meiner Kräfte geführt. Derzeit arbeiteten sie am finalen Schlag. Und ich wusste: es kann mir nur Einer helfen: Jesus Christus.

Erste Schritte im Licht

Mein Versuch, mir in Jesu Namen selbst die Dämonen auszutreiben war beeindruckend, denn ich spürte, dass mich etwas verließ. Ich wand mich wie ein Wurm in plötzlichem Würgereiz, Husten und Gähn-Anfällen, irgendetwas wollte wie ausgespuckt werden, und dann folgte ein tiefer Frieden. Alle Gedanken hatten aufgehört. Mit dem Frieden veränderte sich die Atmosphäre im Raum, es war wie frisch gelüftet, eine ganz natürlich wirkenden Helligkeit, Heiligkeit und Klarheit zog ein, die ich in dieser besonderen Qualität noch in keiner meiner spirituellen Erfahrungen erlebt hatte. Jesus schien anwesend zu sein.

Diese Erfahrung zerstreute meine letzten Zweifel – ich wollte mich unbedingt taufen lassen. Ich suchte nach Christen, die sich außerhalb der Kirchen betätigen – denn die Kirche war für mich nicht vertrauenswürdig. Ihr Gottesbild, ihre Vergangenheit und ihre Verlogenheit haben mich schon immer abgestoßen. Und dann durchlief ich bei einigen Jesus-Nachfolgern einen 3-tägigen Prozess von Befreiung (von restlichen Dämonen) und Lebensbereinigung. Eine Therapie mit Gott, Aufarbeitung des Lebens mit Umkehr und Gebet. Meine Begleiter waren erfahrene Leute. Nach diesem Prozess mit abschließender Taufe fühlte ich mich völlig durchgeweicht, gereinigt und entlastet. Die nächtlichen Angriffe verschwanden völlig, und mein geistiges und seelisches Leben bekam eine ganz neue Ausrichtung.

Die Brille durch Jesus

Ich hatte erlebt, dass die Sache mit den Dämonen wirklich stimmte. Und in der Lebensbereinigung lernte ich – vor allem durch die Menschen, die mit mir arbeiteten – Gott auf ganz neue Weise als persönlich, real, lebendig und anwesend kennen. Diese Leute waren anders als die aus der spirituellen Szene – ganz natürlich, nicht aufgesetzt, ganz normal, spontan, lebhaft, zugewandt, mitfühlend und zu Gott hin demütig. Sie hatten sich Jesus ganz und gar unterstellt, agierten für mich spürbar unter der Führung des Heiligen Geistes. Der brachte durch ihre Fragen und Eingebungen alte Erinnerungen und Zusammenhänge ans Licht, sanft und liebevoll, so dass es ganz leicht war, meinen Stolz fallen zu lassen und vor und mit ihnen zu weinen. Ich weinte viel in diesen Tagen. So konnte ich die vergangenen Ereignisse noch einmal neu mit und vor Gott durchleben, sie betrauern und im Gebet an IHN abgeben.

Von da an war mir klar, dass der biblische Gott real war. Deshalb konnte ich endlich die Bibel nicht nur als Weisheitsbuch annehmen, sondern auch als Wegweiser. Denn die Menschen, die mit mir so uneigennützig gearbeitet hatten, bezogen sich nur auf sie. Und sie teilten ihr Wissen mit mir – ohne auch nur einen Pfennig Geld zu verlangen. Letztlich stammte all ihr Wissen aus diesem heiligen Buch und vom Hören des Heiligen Geistes. Ich spürte einfach, dass Gott in ihnen lebt und durch sie wirkt. Das Zusammensein hatte eine Qualität von Liebe und Ehrlichkeit. Obwohl es schmerzhaft war, genoss ich es, endlich Gott ganz offen, ohne Rückhalt mein Leben hinzulegen, weil dieser Gott nicht straft sondern vergibt. Ich wollte diesen Gott, genau diesen, der sie zu solchen Menschen gemacht hatte, unbedingt haben und näher kennen lernen!

Ich lernte und lerne weiter den Heiligen Geist, Jesus Stimme zu hören. Dabei lerne ich es, meine täglichen Probleme, Gedanken, Pläne mit dem Heiligen Geist zu bewegen, um zu hören, was Gott darüber denkt. So versuche ich, mein Verhalten an Ihn anzupassen und erlebe sein weises Wirken.

Gott bestätigt sich selbst durch Sein Reden, Handeln und Wirken, Er verändert alles zum Positiven. Mein Glaube ist gewachsen, je mehr ich in der Bibel lese. Ich vertraue der Bibel, weil ich den Menschen vertraue, die Jesus so positiv beeinflusst hat. Ich weiß jetzt, dass die Bibel von Menschen geschrieben, jedoch von Gott diktiert wurde – an Propheten, die Gottes Stimme hörten.

Meine früheren Götter ließen mich letztlich scheitern. Da konnte ich die alte Brille ablegen und mich neu auf Jesus ausrichten, dem Jesus, der von sich sagte, Er sei Gottes Sohn, und der auch heute noch Dämonen fliehen lässt. Er hat durch Sein Leben ein so starkes Zeugnis hinterlassen, dass sich immer mehr Menschen davon berühren lassen. Das Gute hat eine immense Anziehungskraft.

Bibel

Die Wahrheit der Bibel entblättert sich, wenn man sie mit offenen Herzen und ohne Brille liest – ohne voreingenommen zu sein. Die ehrliche Entscheidung für Gott und den Glauben (Vertrauen) verstärkt ihre Wirkung. Mein Leben hat sich mehr und mehr geordnet und ist sinnvoll und sättigend geworden. Es gibt mir tiefe Befriedigung, mich von Gott geliebt zu fühlen, mich Ihm unterzuordnen, Ihn anzubeten und zu erleben, wie Er sich im Leben täglich auswirkt und Gebete beantwortet.

Welche Auswirkungen haben meine Glaubenssätze?

Meine bunte Brille hatte diese Beziehung verhindert, denn an was ich glaube, das prägt mein Leben. Auch nicht zu glauben ist Glaube, man glaubt dann halt etwas anderes.

Vielleicht sollten wir unsere Glaubenssätze überprüfen, wie sie sich im Leben auswirken – ob sie uns in ein gutes, mitmenschliches Leben führen oder in die Passivität oder gar Einsamkeit. Wenn ich z.B. glaube: „Es gibt keinen freien Willen“, schneide ich mir die Möglichkeit ab, ihn zu benutzen, oder es wenigstens zu versuchen. Wir haben täglich neu die Entscheidungsmöglichkeit über dies oder das. Glaube ich an das Leben und meine eigene Lebendigkeit und an mein aktives Mitwirken auf dieser Erde, dann wird mich das motivieren, es macht mich lebendig. Glaube ich daran, dass ich gesteuert bin und gar nichts tun kann, bringt mich das in eine Art Lähmung und Passivität. Also ist die Frage: welcher Glaube bringt mich weiter ins Leben und welcher vielleicht in eine Art Tod?

Wir werden nicht gezwungen etwas zu glauben, sondern wir WÄHLEN was wir glauben. Glaube ist nicht unausweichlich. Wir könnten versuchen, durch Denken zu erkennen, ob wir wirklich auf einem guten Weg sind. Jesus sagte von sich: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und die Bibel ist in ihrer Ausrichtung immer FÜR das Leben und für das Gute.

Der Blick durch den biblischen Jesus hilft mir dabei, Gottes Charakter und Wirken in meinem eigenen Leben wahr zu nehmen, in all Seiner Güte und Zugewandtheit. Die Bibel ist der Fuß, den Gott auf der Erde hat, sie ist Sein Fingerabdruck, sie enthält Seinen Imprint und das was Er sich für diese Welt gedacht hat. Sie ist weise und erzählt davon, wie sehr uns Gott liebt, wie sehr Er auch von uns geliebt werden möchte, und wie wir dahin kommen könnten, ein sinnvolles Leben zu führen – zusammen mit Ihm.

Fotos: Pixelio Nr. 771743 Tim Reckmann, Nr. 447981 Tomizak, Nr. 370864 Terry U. Weller, Nr. 410177 Rieke, Nr. 723466 Reiner Sturm, Nr. 706782 Rosel Eckstein

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Bäume im  Paradies

Die beiden Bäume des Paradieses symbolisieren die Wahl, die der Mensch hat. Es ist eine Wahl zwischen Frieden und Unfrieden, zwischen Hingabe/Annahme und Rebellion, zwischen Leben und Tod. Beugen wir uns vor Gott und leben wir in Seinem Schutz und unter Seiner Führung? Ruhen wir unter dem Baum des Lebens in Seinem Schatten? Oder wollen wir selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist und uns damit in eine wilde, ungeordnete und dunkle Welt begeben, in der wir allein auf uns selbst angewiesen sind?

Es ist eine einfache Tatsache: wir sind Menschen und keine Götter. Es beweist sich immer wieder, dass wir alleine ohne Gott nicht imstande sind, eine gute Ordnung zu schaffen. Was tun wir mit der Erde, die uns anvertraut ist? Wären wir Götter, dann würde sie anders aussehen und anders behandelt werden. Die Insekten sterben, auch die Vögel sterben. Die Meere sind voller Müll, es bilden sich riesige Inseln aus Plastik.

Fisch aus Müll

Die Meeresbewohner sterben daran. Große Teile des Wassers sind radioaktiv schwer belastet durch die Fukushima-Katastrophe, an die sich heute kaum mehr jemand zu erinnern scheint. Wir Menschen sind dermaßen kurzsichtig und vor allem eins: vergesslich. Wir haben nicht das große Ganze auf dem Schirm. Auch wenn wir uns einbilden, göttlich zu sein, so ändert das keinen Funken an den Problemen dieses Planeten.

Nein, wir sind nicht göttlich, wir sind aber eine Schöpfung Gottes. Eine Schöpfung, die sich selbstständig gemacht hat und unabhängig von Ihm. Die Früchte sehen wir vor uns, auch in der Klima-Erwärmung und all ihren Folgen. Wir sind nicht imstande, eine gute Ordnung herzustellen und aufrecht zu erhalten. Regierungen reagieren in Panik, Angst-gesteuert… WER ist es eigentlich, der diese Welt in seinem Klammergriff hält? Ist das nicht der „Gott der Welt“ satan? Ist dies alles nicht die Frucht dessen, dass wir uns so weit es nur geht von unserem Schöpfer entfernt haben?

Warum ist in der Bibel von Sünde und Schuld die Rede? Dies sind Reizworte für alle, die von restriktiver religiöser Erziehung gequält wurden. Unseligerweise identifizieren die meisten Menschen Gott mit der Kirche. Doch die Kirche hat viel Mist gebaut, und hat ihre eigenen heiligen Schriften verfälscht und ihnen misstraut. Sie hat ihren Ursprung verlassen und führt Menschen weg von Gott – bis auf einige wenige Ausnahmen.

Noch einmal, warum diese Betonung von Sünde und Schuld? “Sünde” heißt Zielverfehlung. Unser Ziel sollte Gott sein. Der Mensch ist gebaut, um in Beziehung und Kommunikation mit seinem Schöpfer zu sein. Und, ist er das? Nein. Er entscheidet alles alleine und ohne zu fragen, ohne seinen Gott zu suchen, ohne Seine Ordnung zu berücksichtigen. Der Mensch hat seine eigene Ordnung aufgestellt und schmort jetzt darin. Sünde ist alles, was wir ohne Gott machen, ohne die Beziehung, die Gemeinschaft mit Ihm, ohne zu fragen, ohne zu reden, zu beten, zu hören.

Gottes eigentlicher Plan für uns ist so grandios und überwältigend, Sein Bild, in dem Er uns geschaffen hat ist so schön und unbeschreiblich, alles aus Liebe, in Liebe und für Liebe, in Freude und Schönheit, in einem Miteinander – von Gott geplant und gedacht für Frieden untereinander. Gott hat eine andere Zeitrechnung als wir uns auch einen ganz anderen Überblick. Wir Menschen haben alle ein schönes Potential – doch ohne die Beziehung zu Gott können wir es nicht in segensreicher Weise erwecken, denn ER erweckt es, und zwar nur mit uns zusammen!

Ich rede nicht von Selbstverwirklichung oder Selbsterkenntnis. Das sind Techniken, die nicht zu Gott führen und letztlich auch den Menschen aufs Podest stellen. Ich rede von Gotteserkenntnis, vom Heiligen Geist, der uns leiten sollte, anstelle von uns selbst. Doch unsere verkorksten Seelen mit ihren ständig wechselnden Emotionen und Traumatisierungen lenken unsere Wege, wir können nicht von uns aus über diesen Tellerrand hinaus sehen, das geht nur mit Gott und mit Seiner Perspektive.

Den Himmel gibt’s echt, vor Kurzem las ich ein Buch mit diesem Titel. Ja, den Himmel gibt’s echt, und wir sollten ihn suchen. Den Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft – und ich meine NICHT Meditation und derlei Techniken. Wenn ich versuchen sollte zu beschreiben, wohin ich blicke, wenn ich bete, so ist es jedenfalls nicht nach innen. Beten ist keine Sache von zielgerichteter Konzentration nach Innen, sondern eine Haltung zu Jemandem HIN. Es ist ein in-Beziehung-treten und ein Erwarten von Antwort. Es ist keine Bemühung, sondern es geschieht aus Liebe und Hoffnung heraus. Es ist ein Senden und Empfangen im Geist, in der Überzeugung (Glauben) von der Anwesenheit des Übernatürlichen, Heiligen – des Heiligen, dem wir UNTERSTELLT und nicht gleich sind.

Der Baum des Lebens ist Jesus. “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben”. “Folgt mir nach”, “wer meinen Willen tut, wird gerettet werden…”, “…der Vater wird ihn lieben…”, “…und wir werden Wohnung in ihm nehmen…” Diese Worte von Jesus in der Bibel sind kein hohles Gerede, sondern sie sind WAHR. Wer den Schöpfergott noch nicht kennengelernt hat, irrt einsam herum und muss immer weiter sein eigener Herr sein. Das ist nicht nur anstrengend und ohne klare Orientierung – es führt auch letztendlich ins Verderben. Dabei haben wir einen Gott, der mit gestalten will, der lenken und führen will, der liebt und darauf wartet, dass wir Ihn suchen. Wer sind wir schon ohne Ihn? Wer Seine Größe und Heiligkeit nicht geschmeckt hat, kennt Ihn nicht…

Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.

Offenbarung 4, 8

Heiligkeit ist unermessliche Reinheit, Liebe, Größe, Macht, Schönheit, Licht, Glanz. Wie ist wohl das Wesen, das diese unvergleichliche Ordnung der Natur geschaffen hat,

Sonnenblume

die sich dank Seiner Genialität wieder regenerieren, heilen kann, dieses unglaublich ausgeklügelte System von Schönheit, das sich kein menschlicher Geist jemals ausdenken könnte? Und wir glauben, wir seien Gott?

Die Vorstellung vom Urknall anstelle der Schöpfung klingt irgendwie logisch, doch hat jemals eine Explosion Ordnung hinterlassen? Ganz im Gegenteil… Dieser Schöpfer ist ein Gott der Ordnung, der Struktur, der Harmonie und der GESETZE. Ohne Gesetze würde all das nicht funktionieren. Sie sind allgegenwärtig. Doch wir wollen ohne Gesetze sein und unsere eigenen aufstellen. Der Mensch als Schöpfer würde nichts als Chaos produzieren.

Dabei sind wir doch in der genialen Lage, dass dieser grandiose Schöpfer mit uns, mit jedem Einzelnen in Beziehung treten möchte! Was für ein Privileg! Und wir schlagen es Tag für Tag aus…. Im Gegenteil, wir lehnen Gott ab, weil wir Ihm vorwerfen, dass er all das Schlimme auf der Welt zulässt. Dabei haben wir all das doch einzig uns selbst zu verdanken! Wir kreiden IHM an, was wir selbst verbockt haben. Wir sind hier in einem Kindergarten, in dem alle Kinder verrückt geworden sind, indem die Erzieher die Kinder sich weitgehend selbst überlassen haben, weil die Kinder einfach nicht hören wollen. Ich sage „weitgehend“, weil Gott noch immer das Schlimmste verhütet.

Der Baum der Erkenntnis ist so viel verlockender…

Selbstkrönung

Selbst Gott spielen, selbst auf dem Podest stehen und niemanden über mir, keinen Gesetzen folgen müssen – das ist spannend. Jedes Kind möchte letztlich das tun was es will, doch es verbrennt sich dann die Finger an der Herdplatte, und das tut weh. in dieser Situation sind wir momentan in dieser Welt.

Dies ist ein Gott, der Grenzen setzt, wie ein guter Vater. Es sind Grenzen FÜR uns, nicht gegen uns, Grenzen, die uns gut tun, Grenzen, die das Leben regeln, Grenzen, die Auswüchse verhindern, Grenzen, die für ein friedliches Zusammenleben wichtig sind, es sind Grenzen, die nicht weh tun, wenn man mit Gott zusammen lebt, denn Er befähigt uns dazu sie zu halten. Ein liebender Vater schenkt unendlich viel Liebe und Wärme, er freut sich tatsächlich am Gehorsam seiner Kinder und belohnt ihn. Und der Lohn von Gott schmeckt wunderbar! Frieden ist der Lohn und Sinn.

„Gehorsam“ ist auch so ein Reizwort, insbesondere für die 68-iger Generation und ihre Nachfolger, denen auch ich entstamme. Ein gewalttätiger Vater erntet keinen Respekt, aber ein gütiger schon. Ich bin froh, dass Gott so ganz anders ist als mein Vater war. ER ist ein Vater, dem man sich anvertrauen kann, der die Dinge im Guten regelt, der weise Entscheidungen trifft und am besten weiß, was gut für mich ist. Ich darf mich an Ihn wenden mit allem was mich bedrückt und beschäftigt, kann mich bei Ihm ausweinen und voll und ganz darauf vertrauen, dass Er nur mein Bestes will. Was ich von Ihm höre ist für mich maßgebend und wegweisend, und ich weiß, dass es besser ist als das, was mir richtig erscheint. Manchmal zeigt sich das erst später, doch es zeigt sich. Und ich spreche, wenn es um Gottes Führung geht hier nicht vom “Bauchgefühl”, sondern vom Geist. Vom Heiligen Geist.

Diese “Bauchgefühl-Nummer” ist eine Verfälschung von der dunklen Seite. Es kann auch mal sein, dass Bauchgefühl und Geist übereinstimmen, doch das Bauchgefühl allein ist immer ein schlechter Ratgeber. Gott ist der Ratgeber, und bevor ich nicht sicher weiß, was ich von Ihm gehört habe und was Sein Wille ist, handele ich möglichst nicht mehr… (von Ausrutschern abgesehen…)

Wenn du von Gott hören solltest, so ist es wichtig, Unterscheidungsvermögen zu haben. Darum würde ich als erstes um Unterscheidungsvermögen beten. Denn auch satan, bzw. seine Dämonen sprechen und versuch alles, um uns vom richtigen Weg abzulenken. Die Botschaften von Gott sind niemals zwingend, sie sind ratend, aufbauend, weise, liebevoll, aber auch manchmal in einer unglaublich intelligenten Art erzieherisch und auf wachsende Reife abzielend. Gott will, dass wir wachsen. In Ihn hinein, in das Bild Seines Sohnes hinein.

Der Heilige Geist ist der Mittler zwischen Mensch und Gott, durch Ihn spricht Jesus, und Jesus wiederum ist der direkte Draht zum Vater. Alle Drei stehen für unterschiedliche Aspekte Gottes, die uns alle zugänglich sind, wenn wir uns für Gott entscheiden! Wenn wir nur endlich einsehen, dass wir es alleine nicht können! Dass wir alleine ‚verratzt‘ sind, dass wir unser Leben mehr und mehr an die Wand fahren!

Meist finden nur Menschen zu Gott, die keinen anderen Weg mehr gehen können. Die Verzweifelten, die Strauchelnden, die dem Tod nah sind, physisch oder psychisch.

Depression

Es sieht ganz so aus, als bräuchten wir die Extrem-Situation, um uns endlich überantworten zu können. Bis wir jedoch so weit sind, dass wir uns von Gott an die Hand nehmen lassen wird unsere „Klugheit“ uns führen, und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Bis dahin sind WIR die Entscheider, die Könner, die Macher und Wisser… bis hin zur aberwitzigen Vorstellung, wir seien selbst Gott, einfach nur weil wir Teil des Kosmos sind. Mit dieser Idee holt satan auch noch viele von denen weg, die eigentlich nur nach Gott und Jesus suchen. Ja, er ist nicht dumm, vieles klingt sehr logisch, doch es ist vor allem eins: verführerisch, denn es verführt zur Selbsterhöhung. Aber: Der Kosmos ist nicht Gott, nein, denn auch der Kosmos ist Seine Schöpfung.

Das ist die Krux, dass ständig die Schöpfung mit dem Schöpfer verwechselt wird. Doch Gott steht wirklich weit über allem, denn Seine Reinheit, Sein Feuer würde alles verzehren was nicht rein ist. Deshalb ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst. Auch das ist etwas, was wir nicht von uns selbst aus tun können, sondern wir brauchen auch hier Seine Hilfe. Ein Stoßgebet, und die Hilfe kommt. Wenn wir mit Ihm leben wollen, ewig, dann ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst, dass wir das Alte abwaschen und ertränken und neu werden. Dann leben wir unter dem Dach des Lebensbaumes und bleiben dort, gesegnet und mit Seiner Hilfe.

Wir werden niemals unabhängig von Gott sein, das ist ein Trugschluss. Die beiden Bäume stehen auch heute noch für die Entscheidung, vor die wir gestellt sind: Mit Gott oder ohne Gott. Davon hängt unser Glück ab und unser Leben.

Bildquellen: Pixelio: 553847 von Helene Souza, 797053 Alexandra H., 699932 von Radka Schöne, 430632 Günter Havlena, Wikipedia: Selbstkrönung Friedrichs I. in Königsberg 1701 (zeitgenössischer Kupferstich)

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Beim Meditieren konzentriert man sich nach Innen. Man versucht, ungestört nach Innen zu schauen, in die Stille zu gehen, um sich zu zentrieren. Oft mit geschlossenen Augen, im Zen-Buddhismus gibt es eine Technik, in der man mit halb geöffnete Augen vor der weißen Wand sitzt, um alle visuellen Störungen auszuschalten. Mancher verortet Gott im Innern, oder man glaubt, das Bewusstsein an sich sei Gott, und es müsse nur wirklich leer werden, um seine wahre göttliche Natur zu offenbaren. Man erhofft sich von dort her Erlösung und Frieden. Die eigene göttliche Natur ist das große Thema in vielen spirituellen Richtungen, sie ist das gemeinsame Credo des New Age, sie ist der Brennpunkt vieler Schulen, Lehrer und Kurse.

Sich selbst als göttlich zu sehen passt sehr gut in diese Zeit. Wo sollte man Frieden finden – da man an keinen echten Gott mehr glauben kann, als an den im eigenen Innern? Der biblische Gott wurde durch die Kirchen und ihre Verfehlungen, sowie durch ihren früheren Dogmatismus unglaubwürdig.

So war es auch in meinem Leben.

Ich war von diesem persönlichen Gott meiner Kindheit abgrundtief enttäuscht. Und die Pastorin hatte keine vernünftigen, keine schlüssigen, keine Hunger machenden Antworten auf meine Fragen, als eine Freundin tödlich verunglückte. Ich stellte die Frage, die jeder stellt: warum sie sterben musste, und die Antwort war nichtssagend. Es habe Gott halt gefallen, sie jetzt schon zu sich zu rufen…. Puh.

Einen solchen Gott wollte ich nicht, ich wandte mich von Ihm ab und zeigte Ihm den Stinkefinger. Dann wurde es recht traurig in meinem Leben. Ich war sehr orientierungslos und sehr jung. Nach Jahren der Verirrungen, schmerzhafter Erfahrungen, Sinnlosigkeit und auch Depression hörte ich endlich von diesem spirituellen Gott, der in mir als Funke vorhanden sein sollte, hörte von Erleuchtung und von der Möglichkeit, mit diesem Gott eins zu werden, in ihm aufzugehen. Angeblich hatten das schon viele weise Männer und Frauen erreicht. Die sah man Als sogenannte Heilige auf Fotos im Internet verklärt auf Kissen sitzen und voller Sanftmut schweigen.

Mein Weg auf der Suche nach diesem inneren Gott hatte begonnen. Ich möchte jetzt hier nicht weiter ausholen – Tatsache ist, dass ich in vierzig Jahren alles, oder sagen wir wirklich vieles auf diesem Weg erlebt habe, was Andere erstreben und sich wünschen, einschließlich dem seg. „Erwachen“ (Erleuchtung). Doch Gott fand ich bei all dem nicht. Ich fand viel Stille, auch das erweiterte Bewusstsein vom Einsein mit dem Kosmos, der Erde, der Natur, und doch trieb mich der Weg letztlich an mein psychisches und physisches Ende durch Krankheiten, depressive Zustände und schließlich Angst. Mein Gott des Bewusstseins konnte mir offensichtlich nicht helfen. Brav gab ich immer wieder all meine schweren Gefühle ans Bewusstsein ab, bzw. durchlebte sie achtsam bis sie vorbei gingen. Ich beobachtete ihr Kommen und Gehen. Doch leider kamen sie immer wieder, und immer schneller. Und die Lebensumstände hatten sich so gefügt, dass sie alte Muster an triggerten. Auch die nahm mir die Achtsamkeit nicht, obwohl ich sie glasklar sah. Spirituelle Therapien brachten mir keine Erleichterung, ich bekam Angst vor manchen Menschen, spürte, sie tun mir nicht gut! Es wurde immer schlimmer. Ich war wirklich komplett verirrt in diesem meinem Leben, und es gab keine Hoffnung mehr für mich. Endpunkt.

Erster Verdacht – düstere Erinnerungen

Wo war da mein Bewusstseins-Gott? Was half mir das Einssein, wenn ich das Leben an die Wand gefahren hatte? Und warum ging es mir so schlecht? Allmählich keimte ein Verdacht in mir auf. Was, wenn diese ganzen Philosophien, die ich geglaubt hatte, gar nicht stimmen würden? Siedend heiß kam es mir, dass da Jemand oder Etwas von Kindheit an versucht hat, mich vom echten Licht, vom wahren Gott fern zu halten und bestrebt war, mich fertig zu machen. Ich erinnerte mich, dass fast jede spirituelle Erfahrung auf irgendeine Art und Weise einen negativen oder düsteren Beigeschmack gehabt hatte. Entweder fand es in tiefster Dunkelheit statt, oder brachte das Bewusstsein von frenzenlosem Alleinsein, oder davon Gott zwar zu hören, aber herrisch und unheimlich, oder gar von Furcht oder Angst, von Ausgeliefertsein und Spielball zu sein, als die Kundalini sich meldete. Die Übersinnlichkeit griff nach mir sowohl verlockend, als auch erschreckend. Ich erinnerte mich auch an einen Traum als Kind, als eine „Hexe“ sich mit einem Haken an meinen Rücken heftete und mir einen peinigenden Schmerz verursachte, der noch tagelang im Wachzustand anhielt.

Und dann wurde mir klar: Jemand oder Etwas hatte versucht, mich zu besetzen, hatte mich in meinem Leben in Umstände geführt, die mir nicht gut taten, und zwar immer wieder. Jemand oder Etwas hatte es von Anfang an auf mich abgesehen. Jemand oder Etwas hat meine Strickmuster dazu benutzt, um mich zu Dingen zu verführen, die mir nicht gut taten. Und Jemand oder Etwas gebrauchte auch andere Menschen, um mich vollends klein zu kriegen! Ich sah mich plötzlich als Zentrum eines abgekarteten Spiels. Jemand oder etwas war kurz vor dem finalen Schlag, denn jetzt ging es bei mir ans Eingemachte. Ich hatte schon monatelang dämonische Attacken des Nachts, die ich jedoch nicht als solche interpretierte. Sie foppten mich, lachten mich aus, saßen auf mir, ließen mich erstarren, machten mir Angst. Ich wagte mich nicht mehr einzuschlafen. Durch Schlafmangel und zunehmende Ängste stieg mein Blutdruck, fing mein Herz an zu rasen, und ich schleppte mich nur noch halbtot durch den Tag. Ich interpretierte das als verdrängten Anteile (Schatten) von mir.

Und dann dämmerte es mir. Irgendetwas konnte hier nicht stimmen. Die Fragezeichen mehrten sich. Gleichzeitig bekam ich Besuch von einem entfernten Bekannten, der mir strahlend von Jesus erzählte und von Menschen, die durch die Lebensübergabe an Ihn und durch Taufe Befreiung erlebt hatten. Er wies mich auf einen Film hin, in dem man sehen konnte, wie Menschen von Dämonen frei gesetzt wurden. Mir war so etwas immer viel zu krass gewesen, doch jetzt schaute ich ganz genau hin. Konnte es sein? Was, wenn es tatsächlich einen Satan gab, wenn es Dämonen wirklich gab? Was, wenn sie nicht einfach nur meine „dunklen Anteile“ waren, sondern echte geistige Wesen, die es auf mich (und viele Andere) abgesehen hatten? Was, wenn diese Dämonen manchmal andere Menschen reiten wie ein Reiter das Pferd und durch sie negativ auf mich einwirkten?

Hoffnung und Heilung

Aus meinen jahrzehntelangen Studien aller Literatur, die neben spirituellen auch christlich/mystische Werke umfasst hatte, auch der Bibel wusste ich, dass es nur Einen gibt, der den Dämonen Paroli bieten kann: Jesus Christus. Und ich begann, nach Ihm zu rufen – und zwar laut – nicht mehr IN MIR, sondern ÜBER MIR, irgendwo, unsagbar wo, doch als ein Gegenüber, nicht mehr internalisiert in mir als eine Art Energie. Die hatte mir ja all die Zeit nicht wirklich geholfen. Nein, ich rief DIE PERSON JESUS CHRISTUS an und schrie um Hilfe! Ich trieb mir selbst in Seinem Namen die Dämonen aus (soweit es möglich war), es war mir bitter ernst. Und ich spürte, wie eine Übelkeit aufstieg, mein Magen nach oben kommen wollte, eine Art Brechreiz, und ich etwas Widerliches, Unsichtbares heraus würgen wollte. Und ich war froh, dass das geschah und wehrte mich nicht. Und dann verließ mich etwas durch den Mund, gefolgt von mehrmaligem Gähnen und immer tiefer werdender Entspannung.

Und dann war er da, der Friede. Eine Weite und Höhe, eine klare Durchsichtigkeit, ein Strahlen und so viel Licht. Es war, als würden Wolken weg gezogen, und aller Schmerz hatte mich verlassen. Der Himmel war aufgerissen. Wenn ich heute daran denke, kommen mir wieder die Tränen der Dankbarkeit.

Es war also wahr: Jesus lebte, und es gab Dämonen, und es gab den Kampf der Dunkelheit gegen das Licht.

Das Gegenteil von Gebet

Vielleicht muss ich jetzt gar nicht mehr viel sagen, um den wirklich großen Unterschied zwischen Meditation und Gebet zu erklären. Im Gebet spricht man mit JEMANDEM, nämlich Gott-Vater oder Jesus, in der Meditation schweigt man und schaut auf sich selbst. Deshalb ist Meditation das GEGENTEIL VON GEBET! Im Gebet ist man in Beziehung zu einem lebendigen Gott, zu einem lebendigen, geistigen WESEN, und auch wenn man still wird im Gebet ist man nicht allein, sondern im Angesicht Gottes, im Glauben an Ihn. In der Meditation befindet man sich auf einem ganz anderen Gleis. Es ist eine vollständig andere Ausrichtung. Und dieses Gleis wurde installiert und wird propagiert von einer dunklen, sehr dunklen Kraft, die sich als Licht ausgibt (Luzifer).

„Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, du Bezwinger der Völker! Du aber gedachtest in deinem Herzen: »Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.« Doch hinunter ins Totenreich fährst du, in die tiefste Grube!“ Jesaja 14, 12-15

In der Meditation fehlt jeder Bezug zu und jede Kommunikation mit Gott (dem echten Gott). Weder spricht man mit Ihm, noch kann man Ihn hören, man dreht sich nur um den eigenen Bauchnabel. Unbewusste Inhalte können aufsteigen und von Dämonen benutzt werden, um Engel, oder auch Jesus, jenseitige Meister, oder was auch immer vorzuspiegeln. Die Meditation öffnet solchen Wesen Tür und Tor.

Negative Folgen

Die negativen Folgen dieser Konzentration auf sich selbst, sehe ich bei vielen spirituellen Menschen. Es sind alles Menschen, die nach dem Guten suchen und sich nach Gott sehnen, jedoch den falschen Zug genommen haben. Viele werden zunehmend beziehungsunfähig, man mag Tiere lieber als Menschen, und geht man doch in Beziehung, so sind diese Beziehungen nicht von Leben, sondern von Schweigen und einer Art Lähmung geprägt. Alles Leben wird abgetötet im Versuch, immer mehr und tiefer still zu werden. Man geht wie ein Geist durch die Welt, immer auf sich selbst gerichtet. Im geheimen verachtet man die Menschen, die noch nicht „so weit“ sind und noch nicht so durch blicken, man schaut in die Leere des Bewusstseins – und das Leben wird immer fruchtloser. Viele werden egozentrischer, weil sie sich vor fremden Energien schützen müssen. Immer mehr Menschen werden als Störfaktor betrachtet, und man schottet sich ab. Die steigende oder gar übersteigerte Sensibilität für sogenannte „Fremd-Energien“ ist eine häufige Folge des Weges nach Innen – und sie hat keine gute Quelle. Und sie verfolgt kein gutes Ziel. Man muss sich selbst schützen, weil man keinen Gott hat, der einen wirklich und wahrhaftig schützt.

Manche Menschen sind stolz auf diese übermäßige Sensibilität, werden hellsichtig, hellfühlend… Und der Stolz und die Neugier treiben sie noch mehr in magische Übungen oder Praktiken hinein, die noch tiefer in die Dunkelheit führen. Es ist im wahrsten Sinne ein „Teufelskreis“.

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Doch wo ist das, was die Bibel verspricht, nämlich LEBEN und Licht, Liebe zwischen den Menschen und Vergebung? Wo sind die guten Früchte dieses Weges? Ich kann sie nicht finden. Ich höre mehr und mehr von fehlgeleiteten Gurus, missbrauchenden Geistheilern, Geld machenden spirituellen Lehrern, die ihr Machtbedürfnis befriedigen und im Grunde Menschen verachten. Solches wird mit den Jahren übrigens immer schlimmer und offensichtlicher.

Man hält sich für den Nabel der Welt. Und nahezu jeder, der eine tiefe spirituelle Erfahrung gemacht hat, ermächtigt sich selbst, kraft seiner eigenen Göttlichkeit zu lehren.

Mit Gott und Jesus Christus hat all das jedenfalls überhaupt nichts zu tun – auch wenn viele Ihn im Munde führen. Jesus wurde im New-Age zur Christus-Energie degradiert, der Heilige Geist zum Weltgeist, der Vatergott ist komplett out. In unserer „aufgeklärten“ Zeit kann man damit kaum mehr jemanden hinter dem Mond vor holen. Ein paar versprengte Christen treffen sich zum Gebet, die Masse geht den Weg ins scheinbare Licht, das in Wirklichkeit tiefste Dunkelheit ist und nicht weiter vom LEBENDIGEN Gott entfernt sein könnte.

Im Spirituellen tummeln sich falsche Jesusse zu Hauf. Satan verkleidet sich gerne als Jesus. Er ist ein Lügner von Anfang an, ein Schauspieler, der nichts Gutes im Schilde führt. An den wahren (biblischen) Jesus als Person wendet Mensch sich erst dann, wenn er völlig am Ende angekommen ist. Glücklich ist derjenige, der vor dem Sterbebett zu Ihm findet.

Bitte nicht falsch verstehen – ich will niemanden zur Kirche leiten, denn auch die Kirchen sind weitgehend tot, auch sie haben sich weit von der Wahrheit entfernt. Mir geht es um die einzige, um die echte, um die persönliche Beziehung zu Jesus Christus, der Herr auch Deines Lebens sein möchte. Und nimmt man Ihn als Seinen Retter an, so wirkt Er auf allen Ebenen des Lebens heilsam – IMMER gut! IMMER ordnend, IMMER aufbauend, Immer FÜR DICH und FÜR DIE LIEBE. Es braucht Deine Entscheidung für Ihn – und Er wird in Dein Leben kommen!

Welchem Jesus hast Du Dein Leben gegeben – dem echten oder dem falschen? Der echte wird dich niemals manipulieren, er wird keine Dunkelheit bringen sondern Licht, er wird niemals zwingen oder quälen, Er beruhigt, Er besänftigt, Er klärt auf, Er macht alles hell, Er nimmt die Ängste, Er heilt den Schmerz, Er erfüllt Gebete, Er macht Seinem unbestechlichen, aber sanften Charakter alle Ehre. Er verzeiht alles, wenn du bereust, und Er beschenkt dich dann mit Seinem Licht. Jeden Tag aufs Neue, wenn du Ihm Deine Probleme und Schwierigkeiten übergibst und Seinen Rat suchst. Hast du keinen Partner? Geh zu Jesus, und Er wird den Mangel erfüllen und dich durch alles hindurch tragen.

Im Menschen wohnt nichts Gutes, sagte schon Paulus. Wir jedoch sind überzeugt von unserer Göttlichkeit, obwohl wir so fehlerhaft sind… Satan hat schon bei Adam und Eva mit dem Argument überzeugt, dass sie würden wie Gott, wenn sie von der verbotenen Frucht essen. Und heute sind wir an genau dem gleichen Punkt. Wir halten uns für Götter und beißen kräftig hinein…. ich nenne das „Hybris“.

„Ich weiß wohl, dass der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch darum bemühe. Ich will zwar immer wieder Gutes tun und tue doch das Schlechte; ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch. Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. Ich mache immer wieder dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue das Böse. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen. Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieser Widerspruch zwischen meiner richtigen Einsicht und meinem falschen Handeln beweist, dass ich ein Gefangener der Sünde bin. Ich stelle also fest: Innerlich stimme ich zwar dem Gesetz Gottes zu, aber in meinen Taten folge ich dem Gesetz der Sünde. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?“ Römer 7, 18-24

Fotos: Philipp Wiebe / pixelio.de

Bildquelle Luzifer: https://www.museodelprado.es/en/the-collection/art-work/the-fall-of-lucifer/9e8f74fa-1736-4526-baa4-0075c3513e

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Wir leben in einer Welt von Ursache und Wirkung. Es gibt nichts, was nicht bedingt wäre. Ein Kind wird geboren, weil Vater und Mutter miteinander geschlafen haben. Das haben sie getan, weil sie sich lieben und weil es einen Sex-Trieb gibt. Woher kommt der Sex-Trieb? Da sind Hormone und chemische Stoffe, die werden zu gewissen Zeiten im Leben ausgeschüttet. Woher kommen diese Stoffe? Sie werden im Körper gebildet. Was ist die Ursache, dass sie gebildet werden? Das bestimmen die Gene. Was ist die Ursache der Gene? Das wissen wir nicht. Es ist das Leben an sich, das ein Geheimnis für uns ist.

Doch können wir sagen, dass etwas keine Ursache hat, nur weil wir die Ursache nicht verstehen? Können wir sagen, der Kosmos kann keine Ursache haben, sondern ist zufällig entstanden, nur weil wir nicht wissen, was seine Ursache ist?

Nichts in unserer Welt hat keine Ursache!

Die Schöpfung ist von unvergleichlicher Schönheit und Intelligenz. Komplex, sehr geordnet, und etwas scheint alles zusammen zu halten. Zu sagen, dies alles sei rein zufällig entstanden, ist sehr simpel. Zu sagen, die Ursache sei Zufall würde implizieren, dass der Zufall eine geniale Ordnung erschaffen könnte, zu der es doch recht viel, sogar sehr viel Intelligenz bräuchte. Besitzt der Zufall Intelligenz?

Laut Duden bedeutet das Wort „Zufall“ ‚etwas, was man nicht vorausgesehen hat, was nicht beabsichtigt war, was unerwartet geschah‘. Es beschreibt also ein Ereignis. Kann man also ein Ereignis mit sich selbst begründen, wenn man in einem Kosmos von Ursache und Wirkung lebt?

Wird ein Kind gezeugt, einfach weil es gezeugt wird? Gebe ich dir eine Backpfeife einfach so ganz zufällig? Oder hast du mich vielleicht vorher geärgert?

Chaos

Erkennen wir da nicht, wie aberwitzig die Argumentation ist, der Kosmos sei „aus Zufall“ entstanden?

Ein Chaos, das sich zufällig zu einer hyper-intelligenten Ordnung zusammenfügt, in der unumstößliche Gesetze herrschen von Schwerkraft, Masse, Lichtgeschwindigkeit…. – was ist ihre Ursache?

Zufall an sich besitzt doch keine Intelligenz! Höchstens ist der Zufall selbst Ausdruck einer Intelligenz, die ihn steuert. Wer ist der Steuermann des Zufalls?

Ordnung

Oder könnte man sagen, der Kosmos sei aus purer Intelligenz entstanden, aber ohne Absicht oder Grund? Dann gäbe es also pure Intelligenz, die eine grandiose Natur bildet – ohne Absicht oder Grund, einfach nur so…? Das an sich wäre schon alles andere als intelligent!

Nehmen wir diese Intelligenz also als Erzeuger des Universums an. Sie erzeugt ein geniales Universum mit Planeten und Menschen und Tieren darauf, einfach so ohne Grund. Völlig unabsichtlich und ohne Plan. Diese Intelligenz müsste ganz schön dumm sein. Hat also eigentlich Dummheit alles geschaffen? Das kann auch nicht sein, weil alles so intelligent gebaut ist, dass es sich auch nicht der komplexeste Computer ausdenken könnte.

Dann muss die Dummheit also doch intelligent sein. Doch was ist die Ursache dieser Intelligenz? Wer ist der Besitzer dieser Intelligenz?

Eine Erfindung braucht einen Erfinder. Ein Kunstwerk braucht einen Künstler.Ein Theaterstück braucht einen Autor, der mit Intelligenz gesegnet sein muss. Denn ein Gehirn, das nicht funktioniert, kann all diese Dinge nicht erschaffen.

Wer also ist der Autor, der Erfinder, der Künstler dieses Universums – dieser wunderschönen Erde, auf der wir herum laufen dürfen?

Der Schluss, alles sei nur aus Zufall entstanden ist also absurd. Die Welt sieht ganz so aus, als habe sich jemand etwas dabei gedacht.

Nun kann man natürlich sagen: „Was geht mich das an? Das interessiert mich gar nicht. Ich will einfach nur Spaß haben!“ Ja, das kann man sagen. Doch dann wird man mit Dingen konfrontiert, die keinen Spaß machen, wie Krankheit, Todesfälle und schließlich dem eigenen Tod. Erst dann beginnen die meisten Menschen sich zu fragen, was das wohl alles soll und was sie selbst damit zu tun haben.

Wir können unser Gehirn mit Geld, Luxus, Alkohol, Haschisch oder anderen Drogen versuchen auszuschalten – doch die Realität unseres eigenen Todes wird uns irgendwann einholen. Wenn wir bis dahin nicht für uns selbst und für unser Leben geklärt haben, was die wahre Ursache unserer Existenz ist, sterben wir nicht nur dumm, sondern auch komplett unerlöst. Denn wir haben Menschen verletzt, haben Schlechtes getan, haben versucht alles zu verheimlichen, vor Anderen und vor uns selbst – und nun kommt die Stunde der Nacktheit. Es kommt der Moment, wo du den Körper ausziehst und nackt da stehst.

Dann stehst du nicht vor dem dummen Zufall! Auch nicht vor der blanken Intelligenz, die wahllos Dinge macht. Du stehst dann vor dem, der dich so intelligent geschaffen hat, der dir einen Körper, eine Seele und einen Geist gegeben hast – damit du alle drei weise nutzt. Dann stehst du vor der Frage, ob du sie weise genutzt hast… Hast du dein Leben mit Betäubungen vertan? Hast du dich ständig irgendwie narkotisiert mit Beziehungen oder Drogen oder Geld? Dann ist jetzt die Narkose zu ende. Jetzt wirst du wach werden müssen.

Warum haben wir ein Gewissen? Einfach nur so aus Zufall? Eigentlich stört es mehr als das es hilft, stimmt’s? Es nagt und bohrt, und wenn wir es nicht wollen, müssen wir es auch mit Alkohol oder einem Joint oder dem nächsten Sex zuschütten. Die meisten Menschen gehen den drängenden Fragen ihrer Seele lieber aus dem Weg, anstatt nach der Antwort zu suchen. Die Antwort könnte schließlich unbequem sein. Sie könnte fordern, dass du etwas an deinem Leben änderst. Und das wollen wir einfach nicht. Es ist nicht bequem. Verdrängen ist leichter als sich zu ändern.

Eigentlich wollen wir keinen Gott, der ein Wesen ist, eventuell sogar mit Ansprüchen an uns. Wir wollen keinen Erzieher, keinen Lehrer, der dumme Zufall ist uns lieber. Wir wollen uns nicht bewegen, nicht lernen, nicht ändern – weil wir es ja schließlich selber wissen, was richtig ist und was falsch ist.

Der Baum der Erkenntnis schmeckt bestens. Seine Früchte zu essen hat aber leider folgen, mit denen wir allerspätestens nach unserem Tod konfrontiert werden.

Das Wesen namens „Gott“, das diesen Kosmos und diese Erde und uns geschaffen hat, ist hyper-intelligent. Es ist auch intelligent genug, dass es immer wieder versucht hat auf sich aufmerksam zu machen und Hinweise auf Seine Existenz zu streuen. In einer Welt, in der wirklich nahezu alle komplett vernagelt sind, in der fast alle Hirne narkotisiert sind (auch durch Religion übrigens) ist es zwingend erforderlich für Gott, auf sich aufmerksam zu machen.

Ein Schöpfer liebt seine Schöpfung, er liebt sein Kunstwerk, er möchte es weiter genießen, es pflegen, sich daran freuen. Gottes Kunstwerk sind lebende Menschen, denen Er aus Liebe den freien Willen gegeben hat. Und was machen wir mit diesem freien Willen? Wir laufen vor Ihm weg und machen lieber unser eigenes Ding. Das ist übrigens nicht sehr intelligent, denn Gott ist immer intelligenter als wir und weiß deshalb auch besser als wir selbst, was gut für uns ist. Wir würden gut daran tun, uns Seinen liebenden Händen auszuliefern, anstatt rebellisch in die Ferne zu schweifen.

Mancher kommt freiwillig zurück, wenn er sich die Hörner abgestoßen hat, doch die Meisten haben sich wunderbare Theorien gebastelt, warum sie nicht zurück müssen und verharren in der Gottesferne (was man in der Bibel „Sünde“ nennt).

Ich wiederhole mich, aber es ist wahr: Die Stunde der Wahrheit wird kommen. Sei auf der Hut. Der liebende, hyper-intelligente Gott möchte nicht, dass du in den Bergen verloren gehst, in die du gerannt bist. Er möchte dich, sein liebstes Kunstwerk, in die Arme nehmen und heilen von all den Schrunden und Narben, die du dir auf deinem Weg zugezogen hast.

Der Kosmos ist nicht aus Zufall entstanden, sondern aus Liebe. Und auch Liebe kann nicht an sich und aus sich selbst heraus existieren, sondern jemand muss sie HABEN und ausstrahlen! WER ist es, der diese Schöpfung so sehr liebt, dass er sie gemacht hat? Wer hat diese Schönheit gebaut, diese zahllosen gegenseitigen Abhängigkeiten, Bedingtheiten, die Gesetzmäßigkeiten, die jedem seinen Platz geben und jedem seinen Sinn?

Manche sagen: ja, das ist halt das LEBEN an sich. Aber auch das Leben kann nicht ohne Ursache einfach so aus sich selbst heraus entstanden sein. Ja, sagen wir, das ist halt schon ewig… das ist das kosmische Prinzip. Hmmm. Auch hier wieder: das hyper-intelligente LEBEN ist einfach so aus sich selbst heraus entstanden ohne Ursache, ohne Sinn und Verstand und hat eine hyper-intelligente Natur und Wesenheiten erschaffen – einfach so? Weil es halt LEBEN ist?

All diese Theorien entbehren wirklicher Intelligenz und wirklich tiefer Nachfrage. Da gibt es etwas, was uns komplett verblendet und uns in Dummheit und in aberwitzigen Theorien fest hält. Was oder wer könnte das sein? Wir glauben lieber an Zufall, schiere Intelligenz, oder das große LEBEN, das keine Ursache hat – als dass wir bereit sind, uns mit dem Gedanken zu befassen, dass unser Leben uns zu einem Ziel führen soll. Zu einem guten Ziel, zu einem Ziel, das uns gut tun wird, das uns retten und heilen will, das uns die Augen öffnen will. Und das uns begleiten und tragen will. Gott. Gott der Vater, der Schöpfer – der Geist, der so hyper-intelligent ist und Leben in die Welt gesprochen hat durch seinen Atem.

Kannst du davor nicht ehrfürchtig werden und dich endlich beugen?

Die klugen Theorien negieren den Schöpfer-Gott, negieren einen Teufel und führen zu einem sinnlosen Leben der Betäubung. Und es heißt doch so wahr: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen – die falschen Propheten…“ Ist Betäubung eine gute Frucht? Gehst du damit nicht an deinem Potential vorbei? Du bist so genial gemacht, willst du das so verschleudern? Du rebellierst im Grunde gegen Gott! Willst du das bis zu deinem letzten Stündlein tun? Wenn du dich so sehr gegen Ihn wehrst, kann er dich nicht auffangen. Du strampelst mit allen Vieren gegen Ihn an, während Er dir auf alle möglichen Weisen versucht gut zuzureden.

Der Mensch schreit ein großes NEIN in den Himmel und erwartet von Gott, trotzdem gerettet zu werden. Ist das nicht aberwitzig? Ein Kind, das seinen Vater verschmäht, kann nicht in den Arm genommen werden, es kann nicht getröstet werden. Wenn es weg läuft, ist es allein auf weiter Flur…

Ja, Jesus suchte das verlorene Schaf, aber dieses Schaf war bereits Mitglied Seiner Herde gewesen, es war bereits in Seinem Besitz. Fremde Schafe wird Er nicht retten.

Schafherde

„Meine Schafe hören meine Stimme“. Das impliziert, dass es auch Schafe gibt, die nicht zu Ihm gehören. Möchtest du zu Seinen Schafen gehören oder lieber nicht? Lull dich nicht mit dem Gedanken ein, jeder Mensch würde wahllos gerettet werden, weil Gott reine Liebe ist. Gott möchte deine dezidierte Entscheidung FÜR IHN. Du musst schon zu Ihm zurück kommen. Und erst, wenn du das getan hast, wird es dir mehr und mehr besser gehen. Dann kommst du endlich zum Sinn deiner Existenz.

Fotos: Pixelio, Bernhard Mayr 643711, http://www.jenafoto24.de 102935

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Ich habe den größten Teil meines Lebens als Tontechnikerin beim Hörfunk gearbeitet, habe in dieser Zeit Beiträge und Sendungen bearbeitet. Es ist jeweils die Entscheidung des Autors, welche Teile eines Beitrags er senden will und welche nicht. Hat er sich entschieden, heißt es: „Schnitt!“ Die Entscheidung, welche Worte gesendet werden sollen und welche nicht, hat im Allgemeinen keine allzu großen Auswirkungen. Doch im Gegensatz dazu haben die Entscheidungen in unserem Leben oft sehr große Auswirkungen! Entscheidungen können weitreichend und schwerwiegend sein. Insbesondere meine ich hier die Entscheidung, ob wir an einen Schöpfer-Gott glauben wollen oder nicht. Denn es hängt von dieser Entscheidung und unserem Willen ab, ob wir Gott nahe kommen können oder nicht.

Aufgrund wovon treffen wir unsere Entscheidungen?

Als ich 17 oder 18 Jahre alt war, traf ich die Entscheidung, Atheistin zu werden, aufgrund einer traurigen Geschichte, in der eine junge Freundin durch einen Unfall plötzlich verstarb. Ich konnte den Schmerz kaum ertragen. Ich entwickelte Wut und Hass auf Gott.

Wir richten uns meist mit unseren Entscheidungen nach Gefühlen, oder nach vernünftigen Erwägungen und nach unseren Erfahrungen, denn: Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir selbst wissen was gut und was falsch ist, und was gerecht und was ungerecht. Wir glauben, wir wären im Besitz der Wahrheit und entscheiden nach diesem Anschein.

Scheinbare Wahrheit

Jeder Mensch hat in unserer chaotischen Welt seine eigene Wahrheit. Doch die Wahrheiten widersprechen sich und führen im schlimmsten Fall zu Mord und Totschlag. Wäre es da nicht weiser, der Wahrheit einer objektiven, unbestechlichen, guten und weisen Instanz – Gottes zu folgen? Wenn alle dies täten, wäre diese Welt ein wunderbarer Ort…. Doch der Mensch baut gemeinhin nur auf sich selbst, doch er ist fehlbar, er ist subjektiv, nicht souverän, er hat keinen Überblick, ist oft blind von Emotionen und Gedankenketten und ist tatsächlich nicht in der Lage, aus sich heraus (ohne Gott wirklich zu kennen) zu wissen was wirklich wahr und wirklich gut ist.

Gott jedoch weiß was wirklich wahr und wirklich gut ist. Derjenige, der diese Welt geschaffen hat, der uns geschaffen hat ist selbst die Wahrheit, ist selbst das Gute. Wer könnte also besser wissen als Er, was die Wahrheit ist und was das Gute ist? Und so lange wir Gott noch nicht wirklich kennen gelernt haben und mit Ihm eine Beziehung aufgebaut haben, so lange brauchen wir ein Hilfsmittel, um Seine Wahrheit zu erkennen und nach ihr entscheiden zu können. Und dieses Hilfsmittel ist die Bibel.

Mit ihrer Hilfe können wir diese Beziehung aufbauen. Und anhand von dem was sie sagt können wir – noch bevor wir in Beziehung mit Gott sind – lesen und verstehen, in welche Richtung es gehen sollte. Anhand der Bibel können wir hören was wirklich wahr und wirklich gut ist, und wie der Mensch, und wie wir als Menschen sein könnten.

Lass dir nicht von der Kirche Gott vermiesen!!!!

Die Kirche ist nicht Gott. Keineswegs. Niemand hat je so viele Menschen von Gott abgehalten wie die Kirche, ich meine insbesondere die katholische Kirche mit ihrer schrecklichen Vergangenheit. Durch sie wurde die Bibel zu einem Gesetzestext. Vielen Menschen dreht sich geradezu der Magen um, wenn sie in der Bibel lesen sollen, weil die Kirche aus Worten wie „Buße“ und „Sünde“ einen dicken, schwarzen Hammer geschmiedet hat, um Menschen in Angst zu bringen und gefügig zu machen. Damit hat sie das neue Testament und Jesus nicht verstanden.

Angst verhindert jede Intimität mit Gott

Aus Angst Gesetzen zu folgen ist überhaupt nicht das worum es geht. Die Botschaft des neuen Testaments ist nicht Drohung sondern Liebe, Gnade und Freiheit; nicht die wilde Freiheit des Menschen, der einfach tun möchte was er will und wie es ihm gerade einfällt – sondern die Freiheit, IN GOTTES LIEBE mit Ihm zusammen zu wählen, immer wieder – MIT GOTT.

Die Freiheit, die Gott schenkt ist die, dass der Mensch nicht mehr selbst entscheiden muss was gut und was recht ist, was wahr und was unwahr ist; es ist die Freiheit dessen, der erleben darf, wie gut es sich anfühlt und dem eigenen Leben und Umfeld tut, wenn er geführt wird – von einem Gott, einem liebenden Vater, der uns diese Qualitäten (das Gute, das Wahre) nicht nur in der Bibel vorschlägt, sondern sie selbst in Person IST und repräsentiert.

Dieser Gott hatte niemals etwas anderes im Sinn, als die Menschen zu sich hin zu ziehen, um in ihnen wohnen zu können. Er hat den Menschen geschaffen, um mit Ihm in einer Beziehung zu sein, wie gute, enge Freunde, wie Blutsbrüder.

Er ist ein Gott, der nahbar ist, der sich uns offenbaren will, nicht obwohl, sondern WEIL Er unser Gott und Schöpfer ist! Er möchte in unserem Leben unser König sein – ein weiser, gütiger König, voller Macht und Kraft. Er möchte alle, aber wirklich alle Schritte unseres Lebens GEMEINSAM mit uns gehen. Er möchte gefragt werden und uns dann unter die Arme greifen, uns Vorschläge machen, uns wohl tun wo es immer möglich ist.

Gott weiß, dass dieses Leben in einer gefallenen Welt, die nur so von falschen Wegen strotzt, schwer ist. Deshalb reicht Er uns Seine Hand – immer wieder. Er geht hinter uns her, um uns für sich zu gewinnen. Er fügt die Dinge, damit wir immer wieder die Chance haben, uns für Ihn zu entscheiden, anstatt für das was weder wahr noch gut ist. Er will, dass es uns gut geht!

Gott spricht nicht durch das „Bauchgefühl“

Von Anfang an (1. Mose 3) hat der Mensch immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen und sich damit von Gott und von der ursprünglichen Schönheit und Einfachheit des Lebens entfernt. Nur von sehr wenigen Menschen ist überliefert, dass sie Gott wirklich kannten und hören konnten. Einige davon sind die Autoren der Bibel.

Es ist nicht so, dass Gott immer durch das Bauchgefühl mit uns spricht – wie sehr viele Menschen glauben. Bevor man mit Gott geht, ist das Bauchgefühl eine trügerische Sache. Es muss mit dem Heiligen Geist geprüft werden. Es ist auch nicht so, dass Gott immer durch das Herz zu uns spricht, denn auch das Herz kann verdorben, falsch geprägt und somit trügerisch sein. Auch durch Logik und Vernunft ist Gott nicht zu erreichen und zu fassen. Erst wenn wir Gott gestatten, alle diese Ebenen mehr und mehr zu reinigen (durch Umkehr vom Falschen und durch Seine Vergebung), werden wir empfänglicher für Seine Stimme.

Die Bibel als Lot und als Wegweiser

Wenn du noch keine persönliche Beziehung zu Gott hast (was für die meisten Menschen gilt) und in einer spezifischen Situation fragst, was jenseits deiner eigenen Meinung wirklich gut und richtig und wahr ist, du Gott aber noch nicht hören kannst, dann gleiche deine Entscheidungen mit dem ab, was in der Bibel steht. Und suche mit ganzem Herzen und ganzem Verstand nach der Wahrheit und der Beziehung zu Gott. Jesus ist die Tür zu einem wahrhaft guten Vater. Jesus hatte und hat den Draht. Jesus lebt. Er ist hier.

Die Bibel steckt voller Weisheiten. Das alte Testament ist sowohl Geschichtsbuch als auch Weisheits-Buch. Im alten Testament findest du Weisheiten besonders in den Psalmen. Das neue Testament ist am besten für Einsteiger geeignet. Dort kann man in der Apostelgeschichte und in den Briefen lesen, wie die Urgemeinde lebte und was ihre Prinzipien waren. Sie waren noch ursprünglich und ganz, ganz nah an Jesus dran.

Die Ermahnungen von Paulus an die Gemeinde in Korinth zeigen, dass es schon damals Spaltungen gab durch Menschen, die ihre eigene Wahrheit leben wollten, anstatt den Worten Jesu zu folgen.

Schon immer war es ein sehr, sehr, sehr schmaler und heikler Pfad, der zu Gott führt, und auf solchen Wegen braucht man einen Führer (die Bibel).

Trügerische Freiheit

Es ist sehr verführerisch, seine eigene Wahrheit leben zu wollen. Es verspricht Erfolg, es stärkt unser Ego, und es gibt auf den ersten Blick ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit (von Gott). Doch ist Unabhängigkeit von Gott wirklich das Richtige für uns? Das Leben zeigt uns oft genug, dass wir doch in die Irre gegangen sind. Die Jahre nach meiner Atheisten-Entscheidung waren die traurigsten meines Lebens. Ich hatte jeden Boden verloren und fiel besinnungslos und blind und getrieben durchs Leben, bis ich endlich wieder einen Funken Glauben fand. Gott hatte mich nicht vergessen. Auf vielen Umwegen musste ich jedoch gehen.

Die Freiheit, die es schenkt, Gott zu folgen, ist nicht zu beschreiben, denn hier wird man wirklich frei von sich selbst. Gott ist so gut, so weise und so voller Liebe, sogar in seinen Korrekturen, dass es eine Freude ist, Ihm zu folgen – selbst wenn der eigene Wille ein anderer gewesen wäre. Denn Er schenkt durch Offenbarungen Einsicht und Erkenntnis. Fehler sind immer erlaubt, wichtig ist das Zurückkommen wie beim verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32). Dies ist eines der wichtigsten Gleichnisse der Bibel. Unbedingte Freiheit tut dem Menschen nicht gut, er kommt immer wieder in Sackgassen. Erst die Abhängigkeit von Gott macht wirklich frei.

Dieser Gott hat einen wunderbaren Charakter. Er ist so voller Liebe und Weisheit. Er kennt alle deine Wege, jeden Gedanken, er vergibt immer wieder deine Fehltritte, wenn du zurück kommst, und Er weiß was war und was kommen wird. Deshalb kannst du getrost und ohne jede Zweifel dem folgen was Er dir sagt. Durch den Heiligen Geist (den du im besten Fall durch eine Erwachsenen-Taufe empfängst), spricht Gott zu dir.

Das Glück, IHN zu hören

Ihn zu hören ist zunächst nicht ganz einfach. Es ist Übungssache. Es braucht echtes, ehrliches Gebet, Hinwendung, totale Offenheit zu Ihm hin, und immer wieder Umkehr von falschen Wegen, um Ihm auch nah zu bleiben. Durch ein Gefühl der Verlorenheit und dann im Abgleich mit der Bibel und erfahre ich persönlich, wo ich wieder in die falsche Richtung geritten bin. Dann beginne ich, Gott zu fragen, wo der Fehler lag, und wie ich es ändern kann.

Was bringt dich Gott nah?

Sprich mit Ihm wie zu dem Vertrautesten deiner Vertrauten. Du sprichst mit deinem besten Freund. Erzähle Ihm alles. Halte nichts, aber auch wirklich gar nichts zurück. Offenbare Ihm nach und nach all deine Schwächen, deine Zweifel, deine Ängste und auch durchaus deine Vorwürfe. Gott wird dich nicht verurteilen, wenn du Ihm dein Herz anvertraust. Er kann das alles nehmen, einfach weil es ehrlich und aufrichtig und wahr ist. Sprich laut, nicht nur innerlich. Sich selbst zuzuhören verstärkt die Kraft.

Und dann, je weiter die Beziehung fort schreitet, beginnt er dir nach und nach Dinge zu offenbaren. Über dich und über Ihn und über die Wahrheit in deinem Leben. Mehr und mehr erkennst du Sein Wirken in allem, und wie sehr Er dich schon immer gerufen hat. Du erfährst, welche Entscheidungen dich von Ihm weg brachten, auch warum dir so manches Schlechte und Schwere widerfahren ist. Du lernst von Gott auch über Sein Königreich. Du verstehst die Bibel immer besser, du wirst sie sogar eines Tages hoch spannend finden und dir Bücher kaufen, die dir helfen, Gott und die Bibel noch besser zu verstehen.

Es liegt ein Weg vor dir, auf dem du nicht mehr alleine bist, denn du gehst ja mit Gott – ob du nun einen Lebenspartner hast oder nicht. Ein Weg, auf dem du immer Leitung findest – wenn du sie suchst. Ein Weg auf dem du immer wieder hörst, wie sehr dich Gott liebt!

Gott entfernt sich nicht

Nach 46 Jahren Spiritualität, Esoterik, Buddhismus und Erwachens- und Erleuchtungs-Gedöns kann ich endlich sagen: ich habe meinen Weg gefunden, und ich habe Gott wirklich gefunden. Ich bin täglich in Kontakt. Und wenn ich es nicht bin, dann weiß ich sehr schnell, was mich davon abgehalten hat, und ich kenne die Wege, wieder in Seine köstliche und liebevolle Gegenwart zu kommen.

Nicht Er ist es, der sich von uns entfernt, sondern wir sind es selbst, die uns abwenden und nicht hören wollen. Doch Sein Herz ist immer offen für uns. Es ist allein unsere Entscheidung, uns umzudrehen und zurück zu kehren. Wir haben den freien Willen letztendlich, um uns freiwillig für Ihn zu entscheiden – immer wieder.

Entscheidung aus dem Geist

Die Entscheidung für Ihn können wir nur aus dem Geist heraus treffen, insbesondere wenn uns die Emotionen übermannen und wir nicht mehr wissen wohin. Wenn du verstrickt bist in widerstreitenden Gefühlen und Gedanken: reiß dich heraus in den Geist, jenseits des Denkens. Treffe die Entscheidung, nicht mehr selbst die Antwort finden zu wollen, sondern Seine zu hören – frage Gott. Lass dich nicht entmutigen. Gib nicht auf. Suche Ihn vom Geist aus. Immer wieder. Gott ist Geist und steht über der Vernunft und über den Gefühlen. Deine Entscheidung für Gottes Antwort wirkt sich aus, nach oben und nach unten. Die Gefühle folgen dem nach, sie sollten nicht deine Führer sein. Wenn dich beim Nachsinnen über Gottes Antwort für eine Entscheidung tiefer Frieden flutet, dann bist du dort genau richtig.

Die Entscheidung, dein Leben Jesus zu geben

Dies ist die größte Entscheidung für dein Leben, die du treffen kannst. Sobald du dich wirklich entschieden hast, dein Leben Gott zu widmen (ein Senfkorn an Glauben genügt), werden sich Wege öffnen.

Habe Geduld und sei offen. Suche dir Menschen, denen du vertrauen kannst und lass dich taufen, damit du den Heiligen Geist empfängst, und beginne deinen ganz persönlichen intimen Weg mit IHM. Jetzt hast du einen starken Partner, der mit dir durchs Leben geht. Und vielleicht liest du auch die Bücher, die dabei helfen können, um in eine nahe Beziehung zu kommen (z.B. „Meine Schafe hören meine Stimme“ von J.C. Hedgecock).

Wenn du durch die Prägungen der Kirchen eine Aversion gegen die Bibel entwickelt haben solltest, dann bitte Gott, dir die Wahrheit zu zeigen und dich von der Aversion zu befreien. Schlage im Internet nach, was die Begriffe, die dich stören, wirklich bedeuten, und schau bitte nicht auf den Kirchen-Seiten, sondern in Lexika, Wikipedia oder Bibel-wissenschaftlichen Seiten. Beginne damit, Gott selbst zu fragen, was Er eigentlich gemeint hat, dann wird er Heilige Geist dein Lehrer.

Wir lehnen ab was wir nicht kennen

Viele lehnen Gott ab, weil Er nicht in das Bild passt, das man sich von Gott gemacht hat. Doch man lehnt ab was man nicht kennt, weil man eine vorgefasste Meinung über Ihn hat. Gott ist wie Er ist, und Er wird sich nicht ändern. Und Er verspricht uns in der Bibel, dass es sich lohnt Ihn zu suchen und Ihm zu folgen. Den Weg ohne Gott haben wir lange genug ausprobiert. Vielleicht ist es jetzt Zeit für eine neue, grundlegende Entscheidung. Wir können Ihn nämlich erst dann wirklich kennen lernen, verstehen und erfahren, wenn wir in eine persönliche Beziehung mit Ihm treten; erst dann wissen wir – dann aber aus erster Hand!

Photos: Pixelio Image-ID 460757 Thomas Max Müller/ Image-ID 407482 und 348363 Rainer Sturm/ Image-ID 451076 Torben Wengert/ Image-ID 153737 Axel Müller/ Image-ID 806877 BettinaF/ Image ID 417875 A. R.

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Heute Nacht, als ich nicht schlafen konnte, fragte ich Jesus, ob es wirklich sein könne, ob es wirklich, wirklich wahr sei, dass all die Menschen verloren gehen, die nicht den Weg über Ihn, Jesus Christus, die Person, wählen (ich komme aus 40 Jahren Spiritualität und bin erst seit 2017 bekehrt) Und Er antwortete:

Warum bin ich denn sonst gekommen? Gott hätte nicht Mensch werden müssen, wenn dies nicht notwendig gewesen wäre. Niemand kommt zum Vater denn durch mich. Ich kam als Mensch, damit diejenigen noch gerettet werden, die wirklich umkehren wollen von ihrem falschen Weg.

Es gefällt meiner alten Natur nicht, dass das wirklich die Wahrheit ist, es fällt mir schwer, das zu vertreten und wirklich dahinter zu stehen. Eine andere Antwort wäre mir lieber gewesen. Es ist ja so unpopulär. Doch wenn Jesus das sogar selbst zu mir sagt: wie könnte ich dem noch widerstehen? Zumal es auch noch mit der Bibel übereinstimmt?

Es verschließt mir mehr und mehr den Mund, bzw. lässt mich fein auswählen, wem ich etwas sage und wem nicht und vor allem: was. Die Wahrheit erzeugt Ablehnung. Und es fällt auch mir schwer, Ablehnung einzustecken. Alles Fleisch lehnt sich auf gegen die Wahrheit. Wird mein Fleisch (die alte Natur, das gottlose Ego) angetastet, steht alles in mir auf und bringt tausend Argumente gegen die Wahrheit. Das ist überhaupt DAS Symptom dafür, dass die Wahrheit wahr ist – wenn diese alte Natur in mir aufsteht und dagegen redet.

Mein gottloses Ego will nicht sterben, der Geist aber, der in mir wohnt, kennt die Wahrheit und kann sie trotzdem aussprechen. Ich setze täglich die Wahrheit gegen die Lüge. Und es tut der Seele so gut sie zu hören. Sie lauscht andächtig und wartet, bis sie ausgesprochen ist. Und oft muss sie zustimmen, zumindest akzeptieren. Und wenn Jesus der Herr meines Lebens ist, und das ist Er, hilft Er mir, danach zu leben. Und Er beruhigt meine Seele wieder mit Seiner unvergleichlichen Liebe und Seinem Frieden.

Die Gedanken von Auflehnung gegen die Wahrheit erkenne ich und bringe Sie zu Ihm ans Kreuz. Sie dürfen mich nicht bestimmen. Das haben sie mein Leben lang gemacht und mein Leben damit verdorben – doch damit ist Schluss.

Verrückte Welt

Paragraph

Die Welt wird immer verrückter. Seit gestern ist es auch in Deutschland erlaubt, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der offizielle Grund ist, dass der freie Wille nicht vom Staat beschnitten werden darf. Was für Konsequenzen eine solche Gesetzgebung haben wird, darüber macht sich kaum jemand Gedanken. Der freie Wille des Normalmenschen ist nicht frei, sondern geprägt von Dämonen. Es wird in Zukunft viel mehr Suizide geben, weil es so leicht gemacht wird, und weil wir geneigt sind, unsere negativen Gedanken zu glauben. Es wird einem ein Giftcocktail hin gestellt, man musst ihn nur trinken. Das gefällt satan, da feixt er, da kriegt er wieder Personal…

Solche Dinge machen Gott wütend und traurig. Gott ist das Leben. Der Mensch fördert den Tod. Die Dämonen haben nichts anderes im Sinn, als den Egoismus des Menschen bis zum Exzess und zur letzten Konsequenz aufzustacheln, so dass man sich für alles das Recht nimmt. Man entscheidet über Leben und Tod. Gott hat nichts zu sagen.

Wer sich umbringt hat den Tod gewählt und nicht das Leben. Und zwar ein für alle mal. Es ist eine Entscheidung, die den eigenen Willen über den Gottes stellt. Unsere Gesellschaft ist ohnehin davon geprägt, dass des Menschen Wille über dem Gottes steht. Das ist modern, und es kommt den Menschen komisch vor, wenn jemand dagegen redet. Wir haben kein Vertrauen in Gott, sondern vertrauen nur uns selbst.

Dabei….

…kam Gott als Mensch auf die Erde. Er kam mit einem Auftrag, nämlich dem, uns ein Rettungsanker zu sein. Wow, er hat sich in einen verletzlichen Körper begeben, der Schmerz empfinden kann und die ganze Gefühlspalette. Und Sein Geist war so groß, dass Er das Schrecklichste in Kauf nahm, um als Derjenige erkannt zu werden, der die Prophezeiungen der Schrift erfüllt.

Er hatte erkannt, dass Er Derjenige ist, welcher… und Er ging zu Johannes, um sich taufen zu lassen – und anschließend in die Wüste, um sich von satan versuchen zu lassen. Und Er widerstand Ihm.

Und Er wusste, dass Ihn die Liebe zum Vater und Seine Botschaft das Leben kosten würde – das menschliche Leben im Körper. Jesus ist nicht freiwillig gestorben, Er ging vorher zum Vater beten.Er schwitzte Blut und Wasser vor Angst.

Und Er fragte, ob dieser Kelch nicht doch an Ihm vorüber gehen könne. Die Wut der damaligen Religiösen richtete sich hemmungslos auf Ihn, weil Er nicht in ihr Konzept passte, ja weil Er gefährlich für sie war, weil Er zeigte, dass sie auf dem Holzweg waren. Statt umzukehren und Ihn zu erkennen, sich von Ihm belehren zu lassen brachten sie Ihn um.

Das steht symbolisch für das was heute Tag für Tag auf der Welt geschieht. Täglich wird Gott umgebracht. Alles mögliche erklären wir selbst zum Gott, als anbetungswürdig und verehrungswürdig. Manche verehren Achtsamkeit wie einen Gott, oder Stille, Yoga, Erwachen, Gurus, Präsenz, Engel, die Madonna… oder den eigenen Körper – die Krankheit unserer Zeit: Schönheit, Reichtum, Popularität. Doch nichts von all dem ist Jesus wichtig. Aber uns ist es wichtig.

Jesus wäre wichtig, dass Menschen von ihrem hohen Ross herunter kommen und umkehren, dass sie sich beugen vor einem Gott, der sie liebt und lieben möchte… Gott als Person anzunehmen ist die einzige Möglichkeit, um in eine Beziehung mit Ihm zu kommen, die fruchtbar ist für unser Leben – genau gesagt: Ihn in den drei Personen anzunehmen, in denen Er mit uns in Kontakt treten möchte: als Vater, als Jesus Christus, als Heiliger Geist.

Geist – Austauschort mit Gott

Geist ist viel mehr als nur Achtsamkeit oder Bewusstsein oder Stille oder der sonntägliche Kirchgang. Der Geist ist der Austauschort mit Gott. Hier ist die Kommunikation mit Ihm möglich. Hier ist der Ort der Hingabe (nicht in der Seele), hier ist auch der Ort des Empfangens von Frieden und Liebe, von Segen. Dann, wenn der Geist auf Ihn persönlich ausgerichtet ist, in der Zwiesprache, im Hinhalten – am Lot der Bibel ausgerichtet, die eine Messlatte ist für die Wahrheit dessen was wir denken.

Lot, Messlatte

Facebook, Instagram, Blogs, Youtube… es wird so viel geredet. Womit wollen wir abgleichen was wir hören? Woher nehmen wir die Weisheit, nach der wir gehen wollen? Wir sind umher geworfen von Informationen und zahllosen Möglichkeiten. Wir picken uns überall etwas heraus und zimmern uns unser persönliches Weltbild. Und wir hoffen, dass es so richtig ist.

Doch da gibt es einen Gott, einen guten Gott, der es extrem gut mit uns meint, und nur das Beste für uns will. Er, Derjenige, der uns gemacht hat weiß am Besten was gut für uns ist, und Er möchte mit uns SPRECHEN! Doch Gott ist nicht bei Facebook oder Instagram. Er macht keine Videos und schreibt keine Blogs. Er möchte es PERSÖNLICH sagen, jedem Einzelnen – ins Ohr, in den Geist, in die Träume.

Doch dazu müssen wir eine Kehrtwendung vollziehen, innerlich. Weg vom alten Weg ohne diesen Gott, hin zu Ihm, um Ihm mehr zu vertrauen als uns, MEHR als uns selbst und: Jesus nachfolgen.

Das Vertrauen von Jesus in den Vater

Gott kam in Jesus Christus auf die Welt, um uns zu rufen. Jesus war beispielhaft für Vertrauen und Liebe zum Vater. Ein Mensch, der uns zeigt, dass auch wir Menschen das tun können was Er tat, dass auch wir Kinder Gottes sind, die Rettung brauchen durch die Hingabe an Ihn – selbst wenn es uns das Leben kostet. Treue bis in den Tod. Dabei ist es doch für uns noch komfortabel: wir müssen nicht wirklich physisch sterben, sondern nur den gottlosen Teil von uns hingeben in der echten Nachfolge Jesu. Einmal als endgültige Entscheidung, und dann immer wieder – bis dieser Teil Ruhe gibt.

Gott macht stark in der Schwäche. Welchen Mut, aber vor allem wie viel Vertrauen muss ein Mensch zu Seinem Vater haben, wenn Er sich abmetzeln lässt? Jesus vertraute auf die Schrift. Er wusste, dass Sie vom Vater inspiriert war. Und Er wusste, dass er wieder kommen würde, und dass Sein Opfer notwendig war.

Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet

2. Petrus 1, 21

Er wusste, dass Er derjenige war, der die Menschen aufrütteln sollte und dafür schließlich sterben würde. Dies war kein selbstgewählter Selbstmord, dies war die Erfüllung des Willens des Vaters. Es war die maximal mögliche Hingabe an Ihn.

Das Ende der eigenen Weisheit

Die Bibel kann nicht mit dem Verstand verstanden werden. Dazu braucht es das Herz und die Berührung Gottes. Sie ist nicht zum Verstehen da, sondern zum Glauben. Und der Glaube rettet. Und der Glaube führt zum Verständnis der Bibel. Glauben und Vertrauen folgen auf die Umkehr und Abkehr vom alten gottlosen Weg – hin zu einem Weg gemeinsam mit Jesus. Bei den meisten Menschen geschieht das erst dann, wenn das Ende der eigenen Weisheit erreicht ist, wenn man gescheitert ist. Dann kommt Jesus und hält Seine Hand hin, wenn man sich nach Ihm ausstreckt.

Es wäre schön, es wäre besser, wenn dies VOR dem Sterbebett geschieht, vor dem vielleicht selbst gewählten Suizid, bevor die Sterbehelfer kommen – dann wird auch noch die letzte Sekunde des Lebens wertvoll sein.

Fotos von Pixelio – Lot: Nr. 633043 von Rainer Sturm, Blutstropfen: Nr. 198049 von Katzensteiner, Paragraph: Nr. 496377 von Iwona Goldczyk

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Ich gebe zu, der Titel ist provokant, doch es brennt mir immer wieder unter den Nägeln, dieses Thema zu vertiefen. Denn ich kenne beides. Bei Jesus will ich bleiben und will diesen Weg weiter gehen, denn ich erlebe durch Ihn Frieden und Liebe.

Gesetzt den Fall

Gesetzt den Fall, es wäre wahr, dass es so etwas wie satan gibt, also eine finstere Macht, die mit allen Mitteln gegen das Licht kämpft… Gesetzt den Fall, es gäbe wirklich diesen Gegenspieler Gottes, der alles daran setzt, die Menschen von Gott abzuhalten, damit er selbst die Ehre einstreichen kann…

Gesetzt den Fall, es gäbe dieses Wesen wirklich, das sich als einstiger Engel des Lichts in Rebellion gegen den Schöpfer erhoben hat und seitdem die Menschen verführen will, so dass sie nicht mehr weiter nach Gott suchen… Gesetzt den Fall, all dies wäre wahr…. was wäre satans Strategie?

Er würde alles daran setzen, die Menschen davon zu überzeugen, es gäbe ihn, satan, gar nicht. Er würde sich unsichtbar machen. Und nicht nur das, er würde sich – wie es seinem Wesen entspricht – selbst an Gottes Stelle setzen, so wie es schon immer sein Plan war, und sich als Gott ausgeben.

Er würde uns Häppchen zuwerfen, z.B. eine oder mehrere Philosophien, die immer ein Körnchen Wahrheit enthalten, so dass sie uns gerade genug locken – uns aber dann subtil auf Abwege führen, um genau diese Wahrheit sofort wieder zu verdrehen und zu verschleiern. Er wird uns Wege anbieten, die der Wahrheit ähneln, doch dann wird er Lügengespinste erfinden und uns vorsätzlich auf falsche Fährte locken – und dieser Weg führt immer weg von dem wahren Gott.

Lügner von Anfang an

Satan wird in Bibel beschrieben als „Lügner von Anfang an“ (Joh. 8, 44). Nicht genug, dass er uns von Gott abziehen will, nein, er macht das sehr geschickt. Er wird eine Philosophie anbieten, die auf sehr subtile Weise unsere Egos lockt, uns einen neuen Selbstwert verheißt, indem er uns suggeriert, wir seien bereits selbst Gott, oder wir könnten durch Bemühungen in einen Zustand kommen, der uns wie Gott sein ließe. Er würde unsere Sehnsucht nach Gott missbrauchen und behaupten, wir müssten z.B. einen gewissen Grad der Erkenntnis erreichen, um unser eigenes Göttlichsein zu erkennen und ausleben zu können. Und um diese Erkenntnis zu erlangen braucht es immer noch irgendetwas was wir noch nicht haben, noch nicht erkannt haben, noch nicht assimiliert haben, nachdem wir streben müssten.

So würde er uns auf Trab halten und unsere Kräfte, die ursprünglich auf Gott zielen wollten, umlenken. In der Behauptung, Gott sei in Wirklichkeit ein unpersönlicher Gott geschieht ein subtiler aber sehr folgenreicher Schnitt, hier ist eine wichtige Weiche, die unseren ganzen weiteren Weg bestimmt!

Diese Behauptung leugnet nämlich das wahre Wesen Gottes als liebender Vater und dreht die Wahrheit um. Sie macht aus dem liebenden und persönlichen Vater der Bibel eine unpersönliche Kraft, mit der keine Beziehung möglich ist, denn wir verorten ab diesem Zeitpunkt Gott IN UNS SELBST.

Selbstoptimierung als Erlösungsweg

So geraten wir auf einen Weg der Selbstoptimierung. Dies wird uns als Erlösungsweg angeboten. Wir müssen uns nun also selbst erlösen, anstatt dass uns der persönliche Gott der Bibel erlösen könnte. Wir selbst wählen diesen Weg, indem wir ihn glauben und gehen. Selbstheilung als Heilungsweg. Selbstfürsorge als Lösung für unsere Leiden. Diese Dinge klingen alle so logisch und verführerisch, und so würde uns satan immer und immer weiter und weiter weg von dem Gott der Bibel ziehen, der uns doch Sein Wort gegeben hat! Der uns doch versprochen hat für alles zu sorgen was wir brauchen, wenn wir Ihm unser Leben überantworteten! Wir glauben Ihm das nicht, weil wir nicht mehr an Ihn glauben.

Wo ist denn eigentlich die Überantwortung an Gott, wenn wir uns weiterhin selbst heilen müssen oder uns von Gurus, Lehrern, Coaches oder Therapeuten Heilung holen müssen? Fällt es uns denn gar nicht auf, dass wir hier keine dauerhafte Heilung finden? Dass daran etwas faul sein könnte?

Satan würde uns in einen Zustand bringen, in dem wir letztendlich doch selbst für alles sorgen müssten, für unsere Gesundheit, für das Funktionieren unserer Beziehungen, für das Gelingen unseres Lebens. Er würde behaupten, wir seien selber schuld wenn wir unsere Emotionen oder Gedanken nicht in den Griff bekämen. Hie und da würde er uns gewaltige Erfahrungen schenken, die sehr überzeugend sein können, und die er bei Gott abgekupfert hat. Am Anfang würde er uns in glückseliger Sicherheit wiegen, und dann würde er nach und nach wieder zuschlagen und unsere Psyche malträtieren – mit unseren alten Mustern und Unzulänglichkeiten wie Minderwert, Kontrollsucht, Ärger, Verletztheit und dergleichen. Und um nicht das Gleichgewicht zu verlieren schlägt er uns vor, dass wir uns noch mehr und noch mehr und immer mehr entpersönlichen, noch stiller werden, noch tiefer meditieren, noch tiefer in die Unendlichkeit des Nichts eintauchen, möglichst so lange, bis wir darüber dann endlich sterben und dann endgültig für Gott verloren sind.

Ist das alles wirklich wahr? Ist unser Gott kein Vater, kein persönliches Wesen? Und geht es auch für uns selbst darum, unser Ich komplett zu verlieren, unser Identität als ein Ich aufzugeben?

Das gottlose Ego – leben ohne Gott

Auch hier gehen die Lügen satans haarscharf, aber mit großen Auswirkungen an der Wahrheit vorbei.

Denn es geht nach den Aussagen der Bibel zu keiner Zeit darum, sein Ich los zu werden oder aufzulösen, niemals das GANZE ICH, sondern nur den Teil, der glaubt, ohne Gott gehen zu können, das GOTTLOSE EGO. Dieses und sonst nichts soll vom Thron gestoßen werden, damit Gott Seinen Platz wieder einnehmen kann.

Die Bibel betont immer wieder die Wichtigkeit unserer freiwilligen Entscheidungen als ein Ich für Gott! Und wenn es heißt: „Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach“ (Lukas 9, 23) so bedeutet das, dass wir uns täglich neu entscheiden dürfen und sollen, Jesus zu folgen, so wie Er an den Vater zu glauben, Seinen Willen zu tun und den gottlosen Egotrips die A-Karte zu zeigen.

Wir haben selbst in der Hand, was und wohin wir uns wenden wollen, wir haben Eigenverantwortung: gehen wir MIT GOTT oder OHNE GOTT? Heilen wir uns selbst oder bitten wir Ihn um Heilung? Regeln wir unser Leben selbst oder fragen wir Ihn um Rat und bitten wir Ihn um Führung? Fragen wir uns selbst um Rat oder Ihn? Bauen wir eine Beziehung zu uns selbst auf oder zu Ihm?

Wenn wir einfach nur unserem Bauchgefühl folgen, werden wir in die Irre gehen, denn das Bauchgefühl ist nicht Gott und ist auch nicht Ausdruck von Gott, denn Gott ist Geist. Folgen wir einem unpersönlichen Gott gehen wir ebenfalls in die Irre, denn dies ist nicht der wahre, echte, lebendige Gott! Der wahre Gottvater ist sehr persönlich und ganz direkt an uns interessiert, denn – das steht mehr als einmal in der Bibel – wir sind schließlich Seine Kinder!

Derjenige, der ohne den persönlichen Gott der Bibel geht, geht in Wirklichkeit gänzlich ohne Gott, so hart wie es klingt. Er ist zwangsläufig an sein gottloses Ego als Führer in Seinem Leben gebunden, weil er der falschen Schiene folgt, und weil er auf diesen Abwegen den wahren Gott noch gar nicht kennen gelernt hat!

Der wahre Gott zeigt sich dann, wenn wir beginnen, an Ihn als unseren Vater, Heiler und Versorger zu glauben (zunächst genügt ein Senfkorn), Ihm zu vertrauen, Ihn zu suchen und Ihn AUSDRÜCKLICH in unser Leben einzuladen. Wenn wir dies wirklich von Herzen tun und ernst meinen werden wir Ihn kennen lernen – versprochen! Er wird sich uns eröffnen. Und erst dann erleben wir die Segnungen und erkennen das was Er tagtäglich für uns tut.

Prunk und Pomp statt lebendiger Jesus

Die besten und wertvollsten Menschen streben nach dem Erwachen/Erleuchtung, sie sehnen sich wirklich innig nach Gott, sie hungern danach und tun alles dafür, denn wir Menschen wollen frei sein, vor allem frei von Leid. Wir suchen nach einem günstigen Ausweg aus all den Schmerzen, die wir erfahren mussten und weiterhin erfahren.

Und die fehl geleitete Kirche mit all ihrem Prunk und Missbrauch von Menschen hat bei den Meisten den Glauben an einen biblischen Gott gründlich versaut. Das was durch sie in unseren Köpfen vom einstigen Jesus übrig geblieben ist, zieht nicht an und macht nicht frei, sondern es bindet viel mehr an ein System, in dem Machtstrukturen herrschen, das ebenso korrupt ist wie die sogenannte „Welt“, ebenso verlogen, voller Heimlichkeiten und innerlichem Schmutz. Und wir spüren das und fühlen uns abgestoßen.

Also, wo sollen wir westlich geprägte Menschen hin, wenn unser traditionell angebotenes Glaubenssystem dermaßen unattraktiv ist und wir dennoch die tiefe Sehnsucht nach dem Göttlichen und Heiligen in uns tragen? Wir wissen ja tief drin, dass es das Gute geben muss, dass wir Gott ähnlich sein müssen, dass es irgendeine Form von Hingabe braucht. Wir sehnen uns tief drin nach Gebet, nach Heiligkeit, nach Kontakt mit dem Höchsten, und für unser Leben nach Liebe und Frieden.

Gott ist nicht tot

Und in der Bibel bietet uns Gott all das an! Die Urgemeinde wusste all das noch und erlebte es! Gott war DA im Leben der Menschen, in ihrem alltäglichen Sein. Sie erlebten Wunder über Wunder. Gott liebt es, sich zu zeigen, wenn wir an Ihn glauben. Er macht unsere Herzen weich. Er verändert uns und unser Leben, wenn wir es Ihm gestatten, wenn wir Ihn danach fragen, wenn wir Ihn darum bitten!

Das Leben mit Gott ist ein ständiger Austausch, ein permanentes Gespräch, ein ständiges Hin und Her zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott. Ab der Taufe, wenn der Heilige Geist herab gebetet wurde und wir von der Dunkelheit befreit werden sind wir an Ihn angebunden, und es liegt an uns persönlich, wie stark und innig diese Beziehung wird, und auch wie sehr wir Gott in unserem Leben wirken lassen.

Gott ist nicht tot, und wir sollten es auch nicht sein. Wir sollten uns nicht von der Stille völlig lahm legen lassen und uns selbst so sehr reduzieren, dass wir nicht mehr für eine Beziehung mit dem echten Gott taugen! Gott will uns lebendig und entscheidungsfreudig! Er ist der Gott des Lebens, er möchte unser Leben bereichern.

Es geht jedoch nicht nur darum, von Ihm Geschenke zu bekommen, sondern auch IHM zu GEBEN – nämlich uns mit allem was wir vor Ihm verheimlichen oder verbergen, mit allem was wir eigentlich selbst machen wollten, mit allem, was wir selber besser zu wissen glauben… mit unserer ganzen Selbstherrlichkeit und mit unserem ganzen Selbsterlösungstrip.

Ich bin nicht tot

Ich habe Erwachen erfahren und kenne das Gefühl, kein Ich zu sein, sondern unendliche Weite. Die Entgrenzung in den Kosmos hinein ist sehr angenehm und fühlt sich zunächst unglaublich gut an. Doch dann sind wir trotzdem weiter im Leben und erleben weiter den täglichen Kleinkram und fallen trotz unseres kosmischen Wesens hie und da zurück in die alten Ego-Fallen. Und gesund werden wir auch nicht wirklich. Nicht jeder kann sich jahrelang im sogenannten „Bliss“ (Glückseligkeit) halten oder diesen immer wieder hervorrufen. Erwachen kann übrigens auch als Droge gebraucht werden, und viele suchen immer weiter nach dieser entgrenzenden Erfahrung als Selbstzweck. Doch mit Gott hat all dies leider nichts zu tun. Nicht mit dem Gott der Bibel.

Ich fühlte mich nach Erwachen viele Jahre zwar sehr entpsannt, jedoch auch wie lebendig gestorben, fast wie ein Automat, der halt noch funktioniert, aber eigentlich nicht mehr wirklich da ist. Doch wem dient es denn wirklich, wenn ich ausgeschaltet bin? Ich bin ausgeschaltet für Gott, das ist der Effekt davon! Und wer will das, wer hat ein Interesse daran? Wer gaukelt mir all die tollen Theorien vor, die mit dem Gott der Bibel nichts zu tun haben und behaupten, ich sei sozusagen der Kosmos in Person? Weshalb glaube ich ich sei bereits erlöst, wenn ich es doch eigentlich nicht wirklich fühlen kann? Was hindert mich daran, mich meinem echten Schöpfergott zu unterwerfen, Ihm zu vertrauen dass ER mich erlöst?

Die Erlösung kommt von einem persönlichen Gott. Nicht als ein Donnerschlag, wie wir es gerne hätten, jedoch als lebendiger Prozess eines Weges MIT GOTT Tag für Tag. Mein Leben ist so viel reicher geworden durch IHN. Dieses Gefühl tot zu sein blieb noch eine lange Weile. Doch irgendwann hatte ich die Nase voll davon und bat Gott, mir das wieder zu nehmen. Es dauerte eine Zehntelsekunde, es brauchte nur meine Entscheidung und meine Bitte darum, und dieses Gefühl des Totseins war verschwunden. Es kam nie zurück!

Erwachen aus biblischer Sicht

Erwachen/Erleuchtung erleben wir als Geschenk, doch das Geschenk ist in meinen Augen ein trojanisches Pferd.

Erwachen/Erleuchtung geschieht uns ohne jeden Glauben an den Gott der Bibel, auch ohne jeden Glauben an den Jesus der Bibel – das allein sollte schon misstrauisch machen. Erwachen gibt es ohne eine Entscheidung für Gott, ohne Umkehr und Reue, ohne die Erkenntnis, dass wir Gott für unser Leben brauchen, dass wir von Ihm abhängig sind, ohne Taufe und ohne Lebensübergabe.

So können wir bleiben wie wir sind, und damit bleiben wir auf dem eigenen Thron. Aber wir erleben nicht das was Gott für uns vorgesehen hat, was Er uns schenken möchte: Seine unendliche Liebe, Sein Herz für uns, Seine offenen Arme, Seine Wege, Seine Fürsorge, Seine Beziehung mit uns.

Nebenbei bietet die Bibel eine Fülle an Vorschlägen, wie Menschen wirklich gut – mit Gott – miteinander leben können und sollen. Das Buch der Liebe, das den Anderen höher schätzt als sich selbst könnte die Welt retten, wenn die Menschen sich nach ihm richten würden. Wer sich im Sinne der Urgemeinde ganz auf Gott einlässt, wird verändert werden – genau in die Richtung, wie es uns Jesus vorgelebt hat und vorgeschlagen hat. Doch er ist damit nicht alleine, denn die Nachfolge ist immer auch eine Sache von Gemeinschaft mit Anderen, die ebenfalls diesen Weg gehen. Hier findet man Austausch, Rat und Hilfe, hier ist es aus mit der Einsamkeit, aber auch mit dem ewigen „Mir… meiner…, mich…“.

Dieser Weg ist herausfordernd, ist aber auch sehr, sehr befriedigend. Wenn Gott jeden Tag dein Herz berührt, weil du Ihn anbetest, Ihn einlädst, Ihn fragst, dich ausrichtest… – wie wunderbar ist das? Niemals würde ich das mit der kosmischen Weite eintauschen, die ja ohnehin immer da ist und mir gar nicht verloren geht… Ich bin ja jetzt reicher als zuvor…. beschenkt, geliebt und geborgen.

Bilder: Von Pixelio.de – 630261 von Didi01 (Wesen der Finsternis) 737374 von Kurt Michel (Schienen), 365712 von Tokamuvi (Thron), 330068 von M. Großmann (troj. Pferd)

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Genfer Studienbibel

Wurde die Bibel vom Heiligen Geist geschrieben oder nicht? Wer das nicht glaubt, braucht sich eigentlich gar nicht mit ihr zu beschäftigen, denn er wird nicht davon profitieren, denn es heißt nicht umsonst, dass die Bibel für den Ungläubigen ein Buch mit sieben Siegeln ist und bleibt.
Auch mir waren früher die meisten Inhalte kryptisch. Die Evangelien waren noch leicht zu verstehen, doch die Paulus-Briefe wie auch das alte Testament verstand ich nicht. Also suchte ich mir das heraus, was ich nachvollziehen konnte und was in mein Glaubenssystem passte – den großen Rest ließ ich als Fragezeichen stehen, und ich wagte es nicht zu hoffen, dass ich die Bibel wirklich jemals würde verstehen können.

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Die Bibel eröffnete ihre Siegel erst nach und nach – mit Hilfe des Heiligen Geistes. Der erklärt, zeigt Zusammenhänge, lehrt mehr und mehr über den Charakter Gottes, dessen Sohn sich hier als Mensch gezeigt hat. Das biblische Christentum ist die einzige Lehre auf der ganzen Welt, die Liebe und Vergebung derart in den Mittelpunkt rückt.
Wir alle wissen, dass die Welt um so vieles besser sein könnte. Wir alle sehnen uns nach Liebe und Vergebung, wenn nicht bewusst, dann doch unbewusst. In der Bibel ist der Weg beschrieben, den wir gehen sollten, damit Gott uns verändern kann, damit Er uns Seinem Sohn immer ähnlicher macht.
Die Bibel ist nichts, was sich menschliche Gehirne ausgedacht haben. Sie kam DURCH Menschen, die dem Schöpfer im Glauben hingegeben waren und vom Heiligen Geist inspiriert wurden. Der Heilige Geist ist das Sprachrohr Gottes, durch Ihn spricht er in uns hinein. Seine leise Stimme ermahnt uns und lehrt uns.

Das gute Gesetz

Wer kennt nicht das schlechte Gewissen? Darin spricht Gott oft sehr laut.
Wir alle tragen die Göttlichen Prinzipien des Gutseins in uns. Es gibt ein Gesetz in uns, ein gutes Gesetz, dem die Bibel Ausdruck in Worten gibt. Aber: Wir Menschen haben den freien Willen, uns entweder freiwillig diesem Gesetz unterzuordnen, oder ihm zu widerstehen. Dass wir uns selbst schaden, wenn wir widerstehen, merken wir oft erst nach Jahren. Wer sein Gewissen gar nicht mehr hört, befindet sich auf dem steilen Weg hinab in die Dunkelheit, denn er widersteht dem einzigen ehrlichen Korrektiv.

Als ich noch im Kindergarten war, stahl ich einmal ein Geldstück vom Schreibtisch der Leiterin (es war ein von Nonnen geführtes Haus). Damals war ein solches 5-Mark-Stück noch viel Geld. Ich ging mir Süßigkeiten kaufen, doch es war noch einiges Geld übrig.

So kaufte ich meiner Mutter Zigaretten, ich wusste ja die Marke. Erst als ich nach Hause kam, ihr die Zigaretten schenken wollte und meine Mutter mich fragte, woher ich das Geld hätte, traf mich fast der Schlag, weil ich erkannte, dass ich etwas getan hatte, was man nicht tun darf. Da kam mein schlechtes Gewissen mit aller Wucht, und ich musste mir schnell eine Lüge ausdenken. „Ich habe es gefunden,“ log ich. Als sie mich fragte: „Ist das wirklich wahr?“ rannte ich aufs Klo und schloss mich ein. Dort hatte ich dann etwas Zeit mich zu besinnen. Und ich merkte sehr schnell, dass ich nicht mit diese Lüge weiter gehen konnte, denn noch nie hatte eine Lüge zwischen meiner Mama und mir gestanden, ich wusste, es gab keinen anderen Weg, als es einzugestehen, die Wahrheit zu sagen. (Das ist eines der Gesetze, die Gott in uns gelegt hat.) Und ich ging also zu ihr und gab kleinlaut zu, dass ich das Geld gestohlen hatte.
Leider folgte darauf keine Vergebung, sondern schwere Vorwürfe und für mich eine große Blamage, denn meine Mutter nahm mich umgehend an der Hand, zerrte mich zurück in den Kindergarten, ging mit mir zu Oberin und gab ihr aus ihrem Geldbeutel 5 Mark zurück und entschuldigte sich für ihre ungezogene Tochter. Dabei brach sie in Tränen aus, und ich stand mit gesenktem Kopf hinter ihr. Sie bat quasi für mich um Vergebung, konnte mir aber selbst nicht vergeben.
Ich fühlte mich wie geschlagen, und ich weiß noch heute, wie traurig ich war, und auch wie gedemütigt. Doch es war insofern eine Lehre für mich, denn die Lüge mit all ihren Folgen heilte mich für viele Jahre von weiteren Versuchen des Stehlens.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

… sagte Jesus Christus. Er log nie. Er stand zu dem was Er als wahr erkannt hatte. Selbst als man ihn zwingen wollte, eine Lüge auszusprechen schwieg er, mit der Konsequenz, dass er die fürchterliche Todesstrafe erhielt.
Wer von uns ist schon dermaßen aufrichtig?
Jesus log nicht, er tötete nicht, er stahl nicht, er redete nicht falsches Zeugnis gegen jemanden, sondern wurde selbst verleumdet und verraten. Er führte ein völlig selbstloses, reines Leben. Er hatte kein Haus, keine Wohnung, keine Heimat, kein Geld, keinen Job. Er galt nichts in dem Land aus dem Er kam, von der Familie hatte Er sich selbst los gesagt, um ganz und gar frei zu sein, den Willen seines himmlischen Vaters zu tun.
Jesus war selbst äußerst bewandert in der Heiligen Schrift. Sie ist die Grundlage Seines Lernens und Lehrens gewesen. Jesus hatte das alte Testament und war Rabbi. Er lehrte in der Synagoge aus genau diesen Schriften, und Er lehrte was Er von seinem Vater hörte.

Zeitzeugen von Jesus Christus

Das neue Testament wurde von zeitlich sehr nahen Zeitzeugen geschrieben, zum Teil von direkten Weggefährten. Matthäus, Johannes und Petrus waren seine Jünger, Markus war ein Schüler des Petrus und ein Mitarbeiter von Paulus, wie auch Lukas. Jakobus war möglicherweise Jesus leiblicher Bruder, oder diesem zumindest sehr nahestehend… * Paulus als ehemaliger Saulus und Feind der Christen wurde in einer gewaltigen, von Gott geschenkten mystischen Schau des Jesus vom Heiligen Geist „umgedreht“. Er brauchte Jahre, um Seine Erfahrung zu verarbeiten. Es ist ein Segen, dass Seine Briefe aufgeschrieben wurden. Sie sind unter anderen ein Zeugnis für das, was in den Ur-Gemeinden wirklich und ganz real geschah und gelehrt wurde.
Was in unseren Kirchen heute gelehrt wird hat damit nur noch wenig bis nichts zu tun. Die Heilige Schrift wird zwar verwendet, jedoch nicht angewendet. Dabei offenbart sie ihre Kraft erst dann, wenn man auch nach ihr handelt.

Liebe kann auch Erziehung bedeuten

Der Heilige Geist ist über-menschlich, über-natürlich, und Er ist nicht nur eine Stimme, sondern Er hat und gibt auch Kraft. Er spricht zu den Herzen, gibt Offenbarungen, und wer Ihm folgt, wird unweigerlich verändert. Es folgt eine Erziehung durch Ihn und das Leben, die bei weitem nicht immer angenehm ist.

Wir lernen heute in Spiritualität, Esoterik und Kirche, dass Gott Liebe ist, und nichts als die Liebe, Gott wird allein darauf reduziert. Und so erwarten wir von Ihm nichts als Liebe und schöne Gefühle. Doch Liebe ist weit mehr als schöne Gefühle! Aus seiner übergroßen Liebe heraus will Gott uns ganz und gar in Sein Bild verwandeln. Er will uns retten aus den Fängen der Finsternis. Aus Liebe zieht Er uns aus der Dunkelheit heraus ans Licht. Doch wir sind oft widerstrebend und halten unseren alten Mustern gemäß fest an dem alten Schmodder, an den wir ja so gewöhnt sind. Es ist gar nicht leicht, den Müll los zu lassen, der sich in uns über Jahrzehnte verfestigt hat. Und Gott erschafft auf seine geniale Weise Situationen und Zusammenhänge in unserem Leben, die uns heraus fordern und an den Rand bringen.

Stehst du auf seiner Agenda?

Das geschieht dir dann, wenn du auf seiner Agenda stehst. Auf seiner Agenda stehen alle, die sich für Seinen Sohn Jesus Christus entschieden haben und Ihm nachfolgen wollen. Jesus nachzufolgen heißt, sich Gott auszuliefern und keinen Schritt mehr ohne Ihn zu tun. Natürlich ist die Entwicklung dahin ein lebenslanger Prozess, doch die Zielrichtung ist klar.

Mit Hilfe des Heiligen Geistes, den wir nach Buße, Umkehr und Taufe empfangen, beginnen wir, die Bibel mit neuen Augen und einem neuen Herzen zu lesen. Ihn können wir alles fragen. Wir lernen Ihn zu hören, wir verstehen plötzlich die leise Stimme in unserem Herzen, die uns aus dem Schlamm heraus ziehen will, in den wir immer noch manchmal abrutschen.
Wir werden plötzlich sehr sensibel und nehmen sehr schnell wahr, ob wir gerade mit oder ohne Gott gehen. Alles was sich übel, ärgerlich, wütend, rechtend, richtend, anklagend, streng und gnadenlos an uns gebärdet zieht uns herab. Wir haben den Pfad verloren. Wir müssen dann umkehren zu Ihm und uns wieder leiten lassen.

Was wird aus uns?

Ich kenne eine alte Frau, sie wird vermutlich nicht mehr lange leben, die bis über beide Ohren in Bitterkeit und Hass auf ihre Tochter verstrickt ist, weil sie sich finanziell von ihr betrogen und bestohlen fühlt. Seit Jahren schürt sie diesen Hass und ergeht sich täglich immer wieder aufs Neue in Vorwürfen an sie, in gedanklichen Diskussionen etc. Was wird mit ihr, wenn sie in diesem Zustand, in dieser Unvergebenheit stirbt? Glaubst du, dass sie in einem sanften Himmel landet und dann in Liebe baden kann?

Ich glaube das nicht, denn Gott erwartet und wünscht von uns, dass wir uns Mühe geben, dass wir uns für Seinen Weg entscheiden, für Vergebung – nicht damit der Andere gerechtfertig ist, sondern damit WIR DAVON FREI WERDEN.
Doch wie vergibt man jemandem, dem man einfach nicht vergeben kann? Man betet und bittet Gott um Hilfe. Man lauscht, und es werden, wenn man es ernst meint, Gedankengänge auftauchen, die Verständnis für den Anderen bringen. Und wenn es dann immer noch nicht geht, bittet man Gott, es mit einem gemeinsam zu tun, denn Gott kann immer vergeben. Er nimmt uns dann an die Hand. Wir müssen uns manchmal tatsächlich ganz rational und unabhängig von allen Gefühlen ENTSCHEIDEN zu vergeben, wir müssen laut unsere Vergebungsbereitschaft bekennen und unserer Entscheidung Ausdruck geben – vor Gott. In ernster, ehrlicher Absicht.

Das und viele Dinge mehr stehen in der Bibel. Sie werden dir vom Heiligen Geist erklärt, wenn du Ihn angenommen und angezogen hast. Auch der Heilige Geist braucht Deine klare Entscheidung für Ihn, um sich ganz in dir nieder zu lassen. Gott ist nicht gewaltsam, er zwingt niemanden, er bemächtigt sich auch nicht deiner, denn er liebt dich so sehr, dass er dir immer und unter allen Umständen deinen freien Willen lässt.

Die Bibel ist ein Handbuch für jeden, der ernsthaft Gott sucht. Deine Entscheidung und die darauf folgende (Erwachsen-) Taufe in Wasser und Geist ist die Eintrittskarte in ein Land, in ein Köngreich, das seines Gleichen sucht. Hier geschehen täglich Wunder und außergewöhnliche Dinge, unter anderem auch dieses, dass die Bibel verständlich wird, sich entblättert und du ihren Schatz mehr und mehr heben kannst.

*Infos aus der Genfer Studienbibel

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Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ Hebräer 11, 1 (Schlachter 2000)

Immer wieder höre ich von Menschen, dass sie einfach nicht an einen guten, persönlichen Gott glauben können. Die Welt sei zu schlecht, wo solle denn dieser gute Gott sein, und warum verhindert er nicht all die Gräuel und Schrecklichkeiten?

Doch was für einen Gott stellt man sich eigentlich vor, wenn man diese Fragen stellt? Anscheinend doch einen Gott, der mit uns Marionetten spielt. Aber sind wir alle hilflose, willenlose Marionetten eines Gottes, der – wenn er nur wollte all das könnte? Uns retten, die Welt retten, aus diesem Horroszenario wieder ein Paradies machen… die Menschen von Böse auf Gut umpolen, und alles wäre wieder gut?

Man schafft es nicht, an einen guten zu Gott glauben, aber an einen solchen Gott als Marionettenspieler anscheinend schon! Man hat dann aber eine Vorstellung die von satan geprägt ist und nicht von dem was wir von Gott wissen können. Was Gott wirklich IST, das steht in der Bibel (Gottes Wort).

Liest man die Bibel, insbesondere die Geschichte von Adam und Eva, so steht dort glasklar, warum Gott die Menschen einst aus dem Paradies vertrieben hat. Weil sie Ihm misstrauten, weil sie sich verführen ließen, weil sie Seinen Vorschlägen nicht gefolgt sind. Adam und Eva glaubten, genau wie die Menschen von denen ich hier spreche, auch nicht an einen guten Gott.

Was war satans (der Schlange) erster Akt? Der der Verführung und Lüge. Und was tat der Mensch? Er glaubte ihm mehr als Gott und folgte nicht Gottes Ratschlägen sondern den Lügen der Schlange. Genauso ist es noch heute. Erst daraufhin trieb Gott die Menschen aus dem Paradies. Sie hatten gewählt, dem Schöpfer zu misstrauen und der Schlange zu vertrauen – in Aussicht auf einen angeblichen Vorteil (werden wie Gott).

So leicht kann man alles verspielen. Dabei ist dieser Gott so durch und durch gut! Niemand ist mehr unseres Vertrauens würdig! Er stellt Regeln auf, bzw. macht Vorschläge. Er zwingt aber nicht. Die Vorschläge dienen – wie es sich für einen guten König gehört – nur dem Besten der Geschöpfe. Sie kommen aus Seiner Liebe und wollen uns bewahren. Wir Gotteskinder sind wirkliche Kinder, die einfach nicht auf den Papa hören wollen. Diesen Vorschlägen zu folgen ist nämlich eine freiwillige Sache. Der freie Wille ist das größte Geschenk dieses Schöpfer-Gottes an uns. Ohne diesen wären wir nicht „in Seinem Bilde“.

Wir haben alsozu jedem Augenblick und immer wieder neu die Wahl. Wir können uns nicht heraus reden. Und so haben wir auch die Wahl, was wir glauben wollen und wem wir vertrauen wollen. Folgen wir den düsteren Prognosen, mit denen Dämonen uns bombadieren? Glauben wir der Dunkelheit, die wir überall sehen und die uns glauben machen will, es gäbe keine Hoffnung? Oder glauben wir dem was unsere Sehnsucht sagt, was unser Herz aus tiefsten Grunde wünscht? Und warum ziehen wir nicht die Bibel zu Rate – das Wort Gottes an uns? Es ist das gleiche Wort, auf das sich der Rabbi Jesus Christus bezog, aus dem Er oft zitierte, insbesondere wenn es darum ging, satan das Handwerk zu legen. Jesus selbst war durch Sein Leben und Sterben Ausdruck dieses Wortes, das von einem Gott der Liebe und des Lichtes spricht. Und Er selbst war und ist der „Beweis“ dafür, wozu die Liebe zu Gott den Menschen befähigen kann.

Wir sind keine Zombies, die gezwungen sind, an die übergroße Macht des Bösen in der Welt zu glauben. Nein, wir können an die weitaus größere Macht des Guten glauben und uns auf diese Seite stellen! Ein kleiner Schritt, und du bist auf der anderen Seite.

Hast du auch nur einen Funken Glauben (wie ein Senfkorn), dann entscheide dich dazu, diesen persönlichen guten Gott in dein Leben einzuladen, damit du Ihn kennen lernen kannst – indem du Ihn ansprichst. Laut, nicht nur in Gedanken. Unsere Worte werden gehört, alle! Und ganz besonders diese!

Dazu braucht es keine Übung, keine Konzentration auf den Atem, keine spezielle Körperhaltung, kein Händefalten, keine besonderen Gewänder, keine Kirchenmitgliedschaft, keine Dogmen, Riten, keine Kathedralen, Päpste, Pastoren, Gemeindeleiter, Gurus. Nur Du und Gott, ihr beide. Denn dies ist ein Gott, der sich zu den Menschen herab bewegt, wenn sie Ihn aus dem Herzen anrufen.

Es braucht nur deine Ausrichtung und einen Funken Glauben. Öffne den Mund und sprich zu Ihn. Komm raus aus deinem Kokon, aus all den hindernden Gedanken und Meinungen, Urteilen und Vorbehalten. Geh einfach mal davon aus, dass es diesen Gott gibt, dass er gut ist, und dass Er sich sehr für dich interessiert, und dass Er dich über die Maßen liebt! Und dann warte ab, ob und auf welche Art du Antwort empfängst.

Meine Gebete ändern sich. Am Anfang musste ich noch sehr viel mit Gott reden. Das tue ich immer noch. Doch inzwischen genügt in einem kurzen Moment des tiefen Vertrauens die gezielte Ausrichtung auf Ihn, im Glauben an Ihn, im Vertrauen auf Ihn, um sofort eine Antwort zu bekommen. Ein Segen, ein Göttlicher Kuss im Herzen, Eine Antwort, die schlagartig mein Herz schmelzen lässt.

Glauben ist Übungssache, Glaube kann wachsen, ja ins Unermessliche, hinein in eine absolute Sicherheit, ohne Zweifel. Gott beweist sich immer wieder und immer mehr, wenn wir in eine intensive Beziehung eintreten. Das Verrückte ist nämlich, dass Gebete keine Einbahnstraße sind, sondern sie bringen Segen zurück. Zurück zu den Menschen für die gebetet wird, aber auch zurück zu mir und dir.

Wie ein Chamäleon, dessen Zunge blitzartig vor schnellt, so schnellt dein Glaube vor dir her, rasant, quer durchs Weltall, hin zu Gott, mit Lichtgeschwindigkeit. Und er bringt immer etwas mit zurück. Göttliche Nahrung, Berührung, Erkenntnis, ein Wort, ein Satz, eine Bibelstelle für dich, ein Bild das dir alles sagt, Liebe, Weisheit – alles mögliche kann zurück kommen auf deine Ausrichtung hin. Es braucht deine Entscheidung dazu, Gott ohne irgendeine Sicherheit deinen Vertrauensvorschuss zu geben. Nicht nur einmal sondern immer wieder. Dein Vertrauen ist der Nährboden, dein Wille zur Hinwendung drückt dein Vertrauen aus, deine Worte machen es wirklich. Und so schießt du einen einen Pfeil ab, und Segen wird zurück kommen. In welcher Form auch immer.

Gehe davon aus, dass die Antwort immer eine Bereicherung ist! Und sie ist oft so überirdisch, so weise und genial, dass du kopfschüttelnd zugeben musst: sie kann nicht aus deinem Hirn entsprungen sein…

In dem Film von 2005 „Per Anhalter durch die Galaxis“ gibt es am Ende eine wunderbare Szene. Der Protagonist steigt mit Anderen zusammen in eine Art Bollerwagen auf Schienen, so etwas wie eine „Lore“ in einem Bergwerk, und kaum sind sie eingestiegen, rast der Wagen in einer Affengeschwindigkeit los. Er rast und rast in einem Wahnsinnstempo quer durchs Universum, auf einem geraden Gleis, das sich erst im Moment des Fahrens bildet. Genauso fliegt unser Gebet zu Gott, in Lichtgeschwindigkeit rast es kerzengerade zu Ihm hin, um sich in Hoffnung auf Ihn zu werfen, sich in kindlichem Vertrauen an Ihn zu heften, um dann einfach in Offenheit zu erwarten, zu sehen und zu hören was wohl geschieht.

Gebete werden gehört und auf irgendeine Weise beantwortet! Wo und wie ist nicht unsere Sache. So kann eine kleine Ursache eine große Wirkung haben. Und wie stark sich Gebete auswirken, kann jeder selbst erleben. Es geht nicht um „Bestellungen beim Universum“. Es ist kein Wunschkonzert. Wenn dein Wille aber mit dem Willen Gottes sowie mit Seinem Wort übereinstimmt, wird die Wirkung um so größer sein.

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Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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