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Posts Tagged ‘Frieden’

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Unsere alten Reaktionsmuster auf Verletzungen sind immer die Gleichen: wir ziehen uns verletzt zurück, wir ärgern uns über den Anderen, lehnen ihn ab und wollen am liebsten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wir wollen es ihm vielleicht sogar heim zahlen, es soll ihm genauso weh tun, es soll ihm auch schlecht gehen. In Variationen kommen solche oder ähnliche Reaktionen. Und diese unsere spontanen Antworten aus der Altstruktur unserer Seele sind letztendlich nicht dazu geeignet, Konflikte aus der Welt zu schaffen oder zu lösen, sondern viel eher sie zu verschärfen, bzw. ungelöst weg zu schieben, mit samt den Menschen, die sie ausgelöst haben.

Schmerz gebiert Schmerz, Hass gebiert Hass, Bitterkeit und Unvergebenheit gebären Ablehnung, und das Traurige ist, dass wir diese Gefühle in uns weg drücken, anstatt sie zu lösen, und uns selbst damit in ein Gefängnis sperren.

Manche Menschen versuchen es mit Therapien, auch mit spirituellen Mitteln wie Meditation oder Achtsamkeitstraining, sich irgendwie zurück in den Frieden zu bringen. Auch ich habe das immer wieder versucht, der Erfolg war jedoch nicht wirklich nachhaltig.  Und bei der nächsten Verletzung reagiert man doch wieder ganz genauso und bekommt es wieder nicht wirklich gelöst. Verletzungen summieren sich, häufen sich an, bis es irgendwann zum endgültigen Bruch kommt, zur Trennung, Scheidung. Man glaubt, sich aus Schmerz heraus abwenden zu müssen und wirft die Menschen gleich mit in die Mülltonne. Menschen, die einem mal lieb und wichtig waren. Lieber bleibt man allein, und das Leben wird so immer einsamer.

Dass Vergebung nötig ist, wissen viele Menschen, und viele bemühen sich sogar darum. Und natürlich kann man versuchen, aus der eigenen Seele heraus zu vergeben, und manchmal gelingt das sogar. Doch ist eines meistens überhaupt nicht klar:  dass wir selbst Vergebung brauchen! Nicht von unserem Konfliktpartner, sondern von Gott, dem Vater!

Wenn ich mich unnachgiebig und stolz verhalte, wenn ich Bitterkeit und Hass zulasse und auslebe, sie also kultiviere, so hat das einen großen Haken: Ich wende mich nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Gott ab! Er kann mir nicht mehr wirklich nahe sein, wenn ich Gedanken und Gefühle von Bitterkeit nähre und ihnen folge und damit den Ratschlägen meiner alten Natur.

Es gibt einen Weg wieder in Frieden zu kommen: nicht nur dem Anderen zu vergeben, sondern auch Gott um Vergebung zu bitten, weil wir uns nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Ihm abgewandt haben. Als ich beschlossen habe, mich stolz vom dem betreffenden Menschen weg zu drehen, der in mir Schmerz ausgelöst hat, habe ich auch Gott links liegen gelassen – ohne das explizit zu wollen. Gott ist Liebe und nicht Bitterkeit oder Unvergebenheit. Und Gott möchte, dass Liebe unter den Menschen herrscht, und nicht, dass negative Gefühle über uns regieren.  Ich bin  einer Eigendynamik gefolgt, die nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun hat.

Unsere alt eingefahrene Struktur führt uns IMMER in Stolz und Überlegenheitsgebaren, von wegen: „Der kann mich mal, den guck ich mit dem A. nicht mehr an…“ oder „So eine blöde Kuh, der zeig ich’s aber mal… Ich brauch die doch gar nicht…“

Wie oft führen Missverständnisse zu Konflikten, die schon alleine dadurch ausgeräumt würden, wenn man das Gespräch suchen würde. Doch ist unsere Seele erst einmmal richtig angepiekst, kann sie um nichts in der Welt mehr liebevoll agieren, weil etwas in uns sich so sehr zusammen gezogen hat, dass wir glauben, uns verteidigen oder flüchten zu müssen.

Sowieso sind es meist alte Wunden, die durch heutige Geschehnisse wieder aufgerissen werden. Aber es geht hier nicht darum, woher sie stammen, sondern viel mehr um die Frage: wie komme ich wieder in die Liebe?

„Nein“, sagt der Stolz, „ich werde mich nie wieder melden.“ Man zieht sich zurück und kann auf keinen Fall klein bei geben, und man will es auch gar nicht.

Es ist nur subtil, doch es senkt sich eine gewisse Dunkelheit herab durch diese Haltung. Man tut zwar so als wäre nichts, geht sozusagen zur Tagesordnung zurück, doch in Wahrheit spaltet  man sich von sich selber ab und hofft, dass die Zeit die Wunden heilt. Abwarten und an etwas anderes denken, verdrängen, sich ablenken und sich gut zureden, es wird schon wieder – so jedenfalls lief das bei mir immer ab. Jeder Mensch hat seine eignen Methoden, wie er sich halbwegs wieder herunter holt.  Dabei ist doch dieser gute Kern in uns, der so gerne wieder strahlen möchte… Dieses Strahlen möchte Gott in uns sehen, und das wollen wir auch selbst gerne spüren! Doch ich erdulde lieber einige Tage oder gar Wochen und Monate Dunkelheit, bevor mir am Ende ein Zacken aus der Krone fällt…

Wenn ich schon zu stolz bin, um einem Menschen zu vergeben – bin ich dann auch zu stolz, um Gott um Vergebung zu bitten? Ich habe mich schließlich nicht so verhalten wie Gott es gerne sähe… Sehe ich also ein, dass ich in der Beziehung zu Ihm so etwas wie Schuld auf mich geladen habe durch mein Verhalten? Ja, aus Gottes Sicht habe ich das! Ich habe mich entschieden, einen Menschen nicht leiden zu können, mich abzuwenden und meinem in alten Zeiten geprägten „Fleisch“ zu folgen anstatt mich nach der Liebe auszustrecken.

Wenn ich jedoch erkenne, dass ich vor Gott einen Fehler gemacht habe, öffnet das ganz neue Möglichkeiten. Ohne diese Erkenntnis jedoch kann man nicht von dem Folgenden profitieren:

Ich weiß, dass Gott da ist, dass Er mir aufmerksam zuhört. Ich beginne also damit, Gott alles über den Konflikt zu erzählen (laut und im stillen Kämmerlein), auch mich zu beklagen, jede Einzelheit. Ich stelle mir meinen derzeitigen „Feind“ als Angeklagten vor, benenne ihn beim Namen und haue ihm meine gesamten Vorwürfe um die Ohren – vor Gott als Richter!!! Denn dieser Gott ist nicht scheinheilig! Er will kein Getue von mir! Ich soll einfach wahr und ehrlich sein! In Seiner Gegenwart darf ich den Anderen anklagen: wie sehr er mich verletzt hat, was sein Verhalten mit mir gemacht hat, wie es sich angefühlt hat, was ich gedacht habe, woran es mich erinnert hat, wie groß der Schmerz war – was auch immer in mir vorgeht. Und wenn ich all das vor Gott ausgepackt habe, dann ENTSCHEIDE ich mich, diesem Menschen zu vergeben. Selbst wenn ich es – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich kann, so ENTSCHEIDE ich mich dennoch dazu, denn ich weiß: Gott wünscht sich das von mir! Und ich versuche es mit ganzem Herzen.

Und dann, erst dann bitte ich den Vater im Namen Seines Sohnes Jesus Christus um Seine Vergebung FÜR MICH. Denn ich brauche sie dringend. Ich habe mich schließlich durch all die Negativität komplett von Gott abgewandt.

Jesus ist am Kreuz für mich und dich gestorben, damit wir Vergebung erlangen. Und Gott gewährt jedem, der in Seinem Namen umkehrt und von ganzem Herzen um Vergebung bittet, seine Güte. Die Geschichte in der Bibel vom verlorenen Sohn zeigt das in aller Liebe und Deutlichkeit (Lukas 15, 11-32).

Wenn ich dann in diesem Prozess nach meiner Bitte spüre, dass diese Vergebung mich erreicht hat, dass sie wirklich geflossen ist, dann erst kann ich vollen Herzens auch mir selbst vergeben für mein Verhalten! Ich darf auch hier inne halten und nachspüren, ob ich mir wirklich vergeben konnte.

Als Abschluss entscheide ich mich dann, in Zukunft nicht mehr so agieren wie es in diesem Fall war.

That’s it. Das ist meine „Therapie mit Gott“, dich als so heilsam erlebe, immer wieder. Es ist ein himmlischer Gerichtssaal, den ich da imaginiere, mit Jesus als Anwalt, dem Heiligen Geist als Zeugen und Gott Vater als Richter. Der Angeklagte (mein derzeitiger „Feind“) wird von mir beschuldigt, und dabei darf ich auch richtig die Sau raus lassen. Ich muss nichts zurück halten, denn Gott weiß ohnehin schon alles. Es geht darum, mir selbst, aber vor allem vor Gott all die Gefühle von Verletzung einzugestehen und zu bekennen, und damit sozusagen den Blick hinter die Wut zu tun und ihre Ursachen offen zu legen. Das bringt viel Licht in die Angelegenheit, denn alles was wir vor Gott bekennen kommt ans Licht.

Sehe ich dann diesen Wust von Gefühlen und Anschuldigungen an, höre ich mich selbst reden (wir sollten es unbedingt laut tun!), wird es mir leichter klar, dass ich nicht nur dringend dem „Angeklagten“ vergeben muss, sondern auch selbst Gottes Vergebung brauche.

Das Ergebnis eines solchen Prozesses ist ein sanfter innerer Frieden. Er verwandelt mich in einer ganz natürlichen Weise. Denn wenn ich alles ausgedrückt habe, bekannt habe und wirklich vergeben konnte, auch Gottes Vergebung erfahren und mir auch selbst vergeben konnte – was steht dann noch zwischen mir und dem Anderen?

Nichts, denn die Liebe kann wieder frei fließen. Ich kann mich wieder annähern und Frieden schließen, wenn der Andere mich lässt. Auf dieser Basis kann ich dann aus einer ganz anderen Herzenshaltung heraus neu entscheiden, wie ich mich weiter verhalten möchte. Versöhnung wird leicht.

Auf diesem Weg ist es möglich, Beziehungen immer wieder von negativen Gefühlen reinigen – und vor allem mich selbst! Dies ist der Weg, durch den ich meine Freiheit in Jesus erhalten kann, durch den auch Ehen gerettet werden können, es ist der Weg der Liebe, der nichts beschönigt, aber zurück in die Liebe führt. Und der schöne Nebeneffekt: ich nehme damit dämonischen Angriffen jede Grundlage. Denn wie oft setzten die sich dann noch obendrauf und bombardieren mich mit Gedanken des Hasses und der Wut, stacheln mich an und rauben mir sonst noch den letzten Funken Frieden.

Glaube an Gott ist natürlich unerlässlich dafür. Der Glaube an Ihn als Person – zusätzlich zu dem was Er sonst noch ist… Glauben und Vertrauen in Ihn und Seine Wirkkraft. Denn ich bin ein Kind Gottes, das immer wieder dumme Fehler macht und Seine Vergebung braucht. Fehler sind menschlich. Vergebung bekommt aber nur, wer darum bittet und sich vor IHM neigt. Wie ein Kind, dass zu Papa oder Mama läuft und bekennt: „Ja, ich habe das Geld aus deinem Portemonnaie geklaut, es tut mir leid!“

Bei diesem Prozess des himmlischen Gerichtssaals können und sollen Tränen fließen, denn ich öffne mich rückhaltlos dieser höheren Macht, die mich erschaffen hat. Ich höre damit auf, diese Dinge in mir zu vergraben und weg zu sperren, sie nicht wahr haben zu wollen. Damit gebe ich Gott die Möglichkeit, in und an mir zu wirken und mich zu verändern.

Gott ist Geist. Er kann tief in unsere Gehirne eingreifen. Wenn wir unserem himmlischen Papa ganz vertrauen, haben wir den, der die Verkrampfungen unserer Psyche heilen kann und will. Die einzige Bedingung ist die, an Ihn zu glauben, Ihm alles zu offenbaren und uns Ihm hin halten. Daraus fließt großer Segen.

Kleiner Exkurs zum Thema Traumata: Traumata beeinflussen unser Nervensystem. In Schockmomenten, ob körperliche oder seelische, reagiert unsere Amygdala. Sie ist der älteste Teil unseres Gehirns und reagiert automatisch auf alles was als Angriff empfunden wird. Adrenalin wird ausgeschüttet, wir kommen in einen Zustand höchster Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft. Unser Nervensystem macht uns in Sekundenschnelle fit für Kampf oder Flucht. Ist beides nicht möglich, führt es zur Erstarrung, wie bei der Maus, die vor der Katze erstarrt, wenn sie keinen Ausweg findet. Die Amygdala unterscheidet nicht zwischen echten und scheinbaren Angriffen, auch nicht zwischen körperlichen oder seelischen, sie reagiert einfach auf Stress.

Wir haben zwei Nervenstränge: Den Sympathikus und den Parasympathikus. Und bei Stress macht uns der Sympathikus dann erst richtig Stress. Diese automatischen Reaktionen können wir nicht verhindern, sie rollen einfach ab. Wir bleiben jedoch angespannt und gestresst, wenn nicht etwas Berührendes geschieht, das uns wieder beruhigt. Gott hat sich in meinem Leben als der beste Therapeut erwiesen. Vertrauen ich meinem liebevollen Papa, dem der mich aus Liebe geschaffen hat. Denn wem könnte ich sonst vertrauen, wenn nicht IHM? Er nimmt mich in die Arme und tröstet mich. Und Er sagt zu mir: „Kind, ist doch nicht so schlimm, schau, dein derzeitiger Erzfeind ist doch auch nur ein Mensch. Alle Menschen machen Fehler, du auch! Also komm, vergib ihm das, denn ich liebe ihn genauso wie dich. Er ist dein Bruder/Schwester. Beruhige dich, ich hab dich lieb. Wein dich aus an meiner Brust, und dann geh wieder in dein Leben!“

Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch diesen Vorgang der Parasympathikus den Stressprozess ausschaltet, es kommen Signale von Frieden, Entspannung fließt durch Seele und unseren Körper. Es kommen Ruhe und Frieden, eine natürliche Stille, eine Seligkeit, wie sie nur Gott schenken kann. Und ich selbst muss nichts anders tun, als mich Ihm hin zu halten.

Diese Art der „Therapie mit Gott“ ist sehr effektiv, sehr wirksam, kostengünstig und könnte den Weltfrieden retten. Gott tut das bei mir in Windeseile, was der Trauma-Therapie in Jahren nicht gelungen ist: Er beruhigt mein Nervensystem, Er heilt. Und ich erfahre: wenn ich diesem Prozess als Muster immer wieder folge, werden ich immer freier. Ich kann auch alte Geschehnissen thematisieren, Dinge dich mich irgendwo noch belasten! Auf diesem Weg gelingt es, die Schuld des Anderen und meine eigene Schuld zu vergeben, und es wird wieder hell in mir. Bei vielen Menschen hat sich so auch manche Depression in Luft aufgelöst.

PS: Dieser Prozess stammt nicht von mir! Er ist aber gängige Praxis in der Gruppe, in der ich mich Zuhause fühle.

 

Foto von Rike / Pixelio.de ID: 734246

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Widerstand ist zwecklos….

Den folgenden Text habe ich für mich selbst geschrieben. Vielleicht sagt er auch den Menschen etwas, die sich bereits für Jesus entschieden haben und ihren Weg mit Ihm gehen.

Im Grunde ist jeder Widerstand gegen Gott zwecklos. Nicht nur jeder Widerstand sondern auch jedes Bemühen, irgendetwas vor Ihm zu verbergen oder geheim zu halten, Ihm etwas vorzuenthalten. Überhaupt ist es aberwitzig zu glauben – unbewusst oder bewusst, dass Er irgendwas nicht mitkriegen könnte…
Diese Haltung von wegen: „Ich weiß ja, Er will das nicht, aber ich tue es trotzdem ganz klammheimlich…“ ist von vorneherein lächerlich, denn dieser Gott weiß nicht nur alles, Er sieht auch alles, es bleibt Ihm nichts verborgen, Er ist allwissend. Punkt und Basta.
Deshalb ist es IMMER der einfachste Weg, mit Ihm über alles zu sprechen, auch über das was wir gerne ohne Ihn tun würden. Ihn in allem mit einzubeziehen rettet uns dann auch letztlich vor den Konsequenzen, die unser Alleingang haben würde.
Ich kenne das, da sagt eine Stimme in mir: „Ich will ja Seinen Willen tun, aber auf keinen Fall tue ich dies oder das! Das kommt gar nicht in die Tüte. Das geht einfach nicht, deshalb verschließe ich meine Ohren, ich fahre die Scheuklappen hoch und gehe stur meinen Weg. Ich frage Ihn besser nicht!

Das einzig Gute an diesem Weg ist, dass du deinen Willen dann durch setzt. Doch auf Kosten deiner Beziehung zum IHM. Je länger dieser Zustand dauert, umso mehr fühlst du dich getrennt, umso weniger gut klappt es in deinem Leben, umso mehr Mist passiert dir. Nicht etwa weil Er straft. Gott straft nicht, aber weil deine Distanzierung Seinen Schutz aushebelt. Du schlägst Seine Führung aus, du landest auf einem ungünstigen Gleis, denn wo Gott nicht ist, ist alles ungünstig und gefährlich. Dort wuchert das Unkrauf am Wegesrand, möglicherweise liegen plötzlich Felsbrocken im Weg, oder der Zug wird des nachts überfallen.
Du selbst hast es ja gewählt, dich von Ihm zu entfernen.

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Denn: selbst wenn Widerstand auftaucht gegen Gottes Ratschlüsse für dich, selbst wenn du rebellierst dagegen – warum bringst du nicht auch all das vor Gott? „Herr, ich bin in Rebellion, bitte hilf mir, dass ich Deinen Willen tun kann! bitte hilf mir, dass ich wachse, dass ich sogar Rebellion vor Dir nieder legen kann! Ich zeige Dir alle meine Schwächen, alle meine Unzulänglichkeiten, und ich bitte Dich, mich darin zu verändern, mich zu heilen, mich zu einem würdigen Kind Gottes zu machen!“
Da Gott eh schon alles weiß, ist es unsinnig, auch nur einen Millimeter ohne Ihn zu gehen.
Ja, es heißt, dieser Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Und Er ist nicht nur eifersüchtig auf Götzen und Götterbilder, sondern auch auf jedes eigenbrötlerische Verhalten und Denken, auf jedes Abschweifen und auf jedes Stückchen Wegstrecke, in das Er nicht einbezogen wird. Dieser Gott möchte bei allem dabei sein.

Einen Bluts-Bund hat Er mit den Menschen geschlossen. Er hat sich für uns in einer so tiefen Weise entschieden, dass wir es gar nicht ermessen können. Er will uns nicht verlassen, doch wir zwingen Ihn immer wieder in die Distanz.

Gottes größtes Geschenk an uns ist der freie Wille, den Er IMMER respektiert. Und setzen wir diesen freien Willen (aus Seiner Sicht) sozusagen GEGEN IHN ein, wird Er diese Grenze nicht überschreiten. Und kannst du dir vorstellen, wie sehr Er darunter leidet, wenn du Ihn auf Distanz hältst? Er leidet. Denn Er will weiterhin Seine Liebe über dich ausgießen, dich in Seinen Armen wiegen und dir Seinen Frieden schenken. Bist du dumm, dass du das ausschlägst? Bist du dumm, dass du in deinem Stolz verharrst und nicht weißt, dass Er eh schon alles von dir weiß?

Nichts, aber auch gar nichts kannst du vor Ihm geheim halten. Du kannst dich nur ins Abseits setzen, und je länger du das tust, umso schwerer wiegen die Folgen.
In der Bibel steht, dass Ungehorsam in Seinen Augen das Gleiche ist wie Götzendienst. Und auf Götzendienst reagierte Er schon immer allergisch.

„Ich bin ein eifersüchtiger Gott“ sprach Gott. Und wow – wie menschlich ist das denn????? Gott ist wie wir, bzw. wir sind Ihm ähnlich, in Seinem Bilde, in der Bibel steht es ja schon seit tausenden von Jahren. Also mit ein wenig Einfühlungsvermögen können wir uns vorstellen, wie Er sich fühlen muss, wenn wir lieber andere Menschen vergöttern oder Heilige anbeten, anstatt Ihn live hier und jetzt bei jedem Schritt zu fragen und einzubeziehen.

Nein, wir müssen nicht blind Seinen Geboten folgen. Kadaver-Gehorsam ist nicht das was Gott von uns erwartet. Was Er aber möchte ist unsere volle Aufmerksamkeit, unsere volle Hinwendung und eine Art von Zusammenarbeit, die die meisten Menschen gar nicht kennen. Und ja, Gott weiß wie wir uns fühlen, und Er kennt unsere Schwachheiten. Aber Er möchte, dass wir alles vor Ihm ausbreiten, und zwar immer wieder. Und Er ist bereit immer wieder zu vergeben – wenn wir zurück kommen und Ihm unsere Schwächen bekennen, und wenn wir bereit sind, umzukehren und Seine Hilfe anzunehmen.

Gott kann zu einem Begleiter werden wie ein Geliebter, ein Freund, ein Vater – aus Fleisch uns Blut. Er antwortet. Er spricht zu uns. Er beantwortet Fragen, Er tröstet, Er leitet. Wenn du mit Ihm ins Gespräch gehst, lernst du mehr und mehr Seinen Charakter kennen. Doch bete vorher, dass du nicht von falschen Geistern getäuscht wirst, dass Er dir offenbart, welches Seine Stimme ist. Am Besten entscheidest du dich ganz und gar für Ihn, dann wird es leichter. Bis dahin gibt es keine Garantie für richtiges Hören.

Ein Leben mit Gott ist schon sehr anders als ein Leben, indem alles Andere Seine Stelle einnimmt. Mein altes Leben war nichts anderes als die verzweifelte Suche nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Inhalt und nach irgendetwas, das ich vergöttern, anbeten könnte… Doch all das kann nur Einer wirklich und auf Dauer stillen: Er. Ein Leben mit der Person Gottes, mit Jesus im Herzen, ist ein innerer Reichtum für den es keine Worte gibt. Geistige Klarheit, Frieden, Liebe, Sicherheit, Heilung von den alten Verletzungen, Heilung des Körpers – all das hat Er nicht nur versprochen, sondern schenkt Er auch wirklich!

 

Image-ID: 532681 Pixelio/Reuter

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Wow, wie hat mich der Hl. Geist heute wieder überführt….. Die ganze Zeit schon kam ich bei der kleinsten Gelegenheit immer wieder in Rebellion gegen eine Freundin und ihre gefühlten „Vorschriften“, Ratschläge, was auch immer… Ich weiß sie meint das nicht so, doch ich konnte mein „Apell-Ohr“ einfach nicht ausschalten.

Diese Rebellion ist immer sein sehr unangenehmes Gefühl. Da steht alles in einem auf, man ist plötzlich auf Krawall gebürstet, will partout etwas ganz anders haben als jemand anderer, man fühlt sich angegriffen, bevormundet, meint sich wehren oder durchsetzen zu müssen, Gedankenketten steigen auf und puschen den Kreislauf hoch. 126338_web_R_K_B_by_110stefan_pixelio.de.jpgÄrger, Wut, man dreht sich im Kreis und steigert sich immer mehr hinein, und schon ist der Krawall da – wenn man dem Ausdruck gibt. Doch das wollte ich auf keinen Fall, denn ich kenne inzwischen diese Abläufe. Ich komme eh nicht drum herum, all das vor den Herrn zu bringen und mit Ihm zu reden.

Ich habe dem also nicht Ausdruck gegeben, obwohl ich mich zurück halten musste, sondern bin damit zu Jesus gegangen. Ich bat ihn um Überführung, ich bat Ihn mir zu zeigen worum es genau geht, denn mir war klar, dass da was Altes dahinter stecken musste. Da kam so ein Schwall übler Gefühle mit, dass ich tiefer rein gehen musste. Und schon kamen die Tränen mit ungeheurer Wucht… Plötzlich war ich wieder ein kleines Kind, das immer und immer wieder verbal und mit Schlägen nieder geknüppelt wurde, ein Kind das nicht sein durfte, das immer nur störte, das nicht geliebt wurde, das niemals etwas wollen durfte, das nie gehört wurde, dem immer über den Mund gefahren wurde. Eine solche Ohnmacht und Wut war da in mir, ich hätte kotzen können. So oft… so oft… hunderte Male hat mein Vater meinen Willen gebrochen und meine Seele verletzt. Ich fühlte wieder den Hass, den ich als Kind gefühlt hatte. Er war immer rücksichtslos und egoistisch, er dachte nur an sich, und er tat dies immer in einer grässlichen, markerschütternden Lautstärke und mit einem grimmigen Gesicht voller Hass. Man musste immer auf alles gefasst sein. So wie er mich hasste, so hasste ich ihn damals auch.

Und ich hatte geglaubt, ich hätte ihm schon längst und schon zig mal vergeben…. Pustekuchen. Heute hat Jesus all das nochmal an die Oberfläche geholt, und ich glaube, ich habe noch nie so geweint, so geschluchzt, es war ein Irrsinns-Schmerz. Immer wieder nieder geknüppelt zu werden, niemals sein zu dürfen, nichts wollen zu dürfen, immer erschlagen von der Macht der Erwachsenen, die sie schonungslos ausleben dürfen, und du als Kind darfst nichts! Nichts!!!

Mir wurde echt schlecht, ein Würgen kam hoch und Gähn-Anfälle noch und noch. Ich würgte, hustete, ja es sollte alles raus, all der Mist!

Ich hab mich Jesus an die Brust geworfen und geweint, dann brachte er mich zu (Gott)Vater, auf dessen Schoß es weiter ging. Ich war ca. 1-3 Jahre alt. Und nach langem Weinen konnte ich Ihm endlich sagen: „Ich brauche dich so sehr! Ich brauche dich doch! Ich brauche Dich!“ Dieses Brauchen hatte ich mir nie gestattet vor lauter Stolz. Niemals hätte ich meinem leiblichen Vater so etwas gesagt. Aber (Gott)Vater liebte mich und hielt mich fest im Arm und brummte sanft, und er duftete, wir hatten alle Zeit der Welt, und sein leuchtend weißes Leinenkleid war frisch gestärkt und strahlte solche Sicherheit und Geborgenheit aus…. Schließlich winkte Er Jesus heran, der die ganze Zeit dabei gestanden hatte und fragte mich, ob ich mit Ihm gehen wolle. Ja, das wollte ich. Jesus reichte mir die Hand, ich ergriff sie, und aus seinem offenen Mantel heraus strahlte feuriges, gleißendes Licht. GrößenänderungPferd_Morgen.jpg Ich hatte keine Angst, ich blieb davor stehen, und dann ging ich ganz langsam hinein…. und eine große Erleichterung erfasste mich. Es war endlich vorbei…

Meine Wut und Rebellion von heute Morgen haben sich komplett gelöst. Ja, wenn ich für mich eintreten muss werde ich das in Ruhe tun, aber der Trigger ist weg. Danke Herr für Deine Liebe und Deine Heilung!

Bildquelle: 110stefan  / pixelio.de

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Der Gott des Lebens

Wenn ich morgens in meiner „stillen Zeit“ bin – die ich früher „Meditation“ nannte, die jetzt aber Gebet und Austausch mit Gott beinhaltet – frage ich mich manchmal: Was ist eigentlich der Unterschied zu früher, als ich den ‚Gott des Erwachens‘ als meinen Gott angenommen hatte?

Wer ist der ‚Gott des Erwachens‘:  Alles und Nichts, die Weite, die Unendlichkeit, die Zeitlosigkeit, der Hintergrund auf dem sich alles abspielt. Das Sein, die Quelle, das Unsagbare, Unbeschreibliche, einfach Hiersein, einfach sein. Strahlenkranz

All diese Attribute hat mein jetziger (biblischer) Gott auch, doch da ist noch so viel mehr, was sich früher verborgen hatte.

Wenn ich damals betete, betete ich quasi zu mir selbst, da ich mich mit dem Alles und Nichts vollständig identifizierte, bzw. glaubte, darin völlig aufgegangen zu sein. Das Gebet bestand überwiegend aus Stille und Hingabe an diesen Hintergrund. Das brachte allerdings den Zwiespalt mit sich, nicht erklären zu können, weshalb die Dualität trotzdem da war, obwohl doch die Stille das eigentlich Wahre zu sein schien, und weshalb sie (oft auch negativ) auf mich einwirkte. Selbst wenn ich mir hundert Mal sagte: „Es ist nur ein Film, eine Erscheinung auf dem Hintergrund des Bewusstseins“, so waren doch die Erfahrungen und Gefühle echt und hatten Einfluss auf mich und mein Wohlbefinden.

Da ich mich selbst als anteilig an Gott erfuhr, und somit selbst Gott war, betete ich mich im Grunde selber an. Ich sprach mit mir selbst, und damit einher ging auch ein Gefühl von gestorben sein, von tot sein, von nicht wirklich vorhanden sein. Eine sanfte Wehmut fand sich immer in meinem Herzen. Ich fand in mir kein Ich, also war ich Teil des großen Ganzen. Nur was hatte all das für einen Sinn? So, einfach so leben? Was tun? Impulsen folgen, von denen niemand wusste woher sie kamen? Es musst ja dann alles von Gott sein, von meinem Gott der Weite und des Alles und Nichts…

Als meine Psyche in einer Partnerschaft durch meine verkorkste Struktur ernsthaft Schaden zu nehmen drohte, versuchte ich immer öfter und immer intensiver, in diesem Alles und Nichts Heilung zu bekommen. Doch meine Psyche wurde immer kränker, auch mein Körper hatte dauernd was anderes, Verdauung und Blase spielten immer öfter verrückt. Ich hatte Vergiftungen ohne sichtbaren Grund und ernsthaft lebensbedrohliche Zustände.  Ich nahm Antibiotika wegen nicht endender Blasenentzündungen und wurde während der Behandlung immer noch depressiver. Schließlich war ich völlig „auf den Hund“ gekommen.

Obwohl ich immer wieder alle Gefühle ins große Sein abgab, obwohl ich mich tausend Mal auf die Stille einstimmte, obwohl ich zum spirituellen Therapeuten lief, zu Heilpraktikern und Heilern… die Erfolge waren immer nur von kurzer Dauer.

Schließlich ging unter großen emotionalen Schmerzen unsere Partnerschaft auseinander, wir trennten wir uns, und ich kam nahezu gleichzeitig durch einen alten Freund in Kontakt mit dem biblischen Jesus. Nicht mit der „Christus-Energie“, die ich von früher kannte. Nein, nicht mit dieser Energie, sondern mit dem lebendigen Jesus, der wirklich da war und noch heute da ist. Ich wusste, da mir nichts und niemand helfen konnte: Er würde es können.  Ich brauchte Ihn.

Die Trennung machte mir schwer zu schaffen, ich war emotional am Ende, zumal ich damit auch nahezu aller Freunde ledig wurde.  Ich steckte in psychischem Schmerz. An meinem Bauch zogen diverse Schläuche (so fühlte es sich an) und saugten mich aus, und es gab keine Chance dem zu entkommen. Dazu hatte ich einen derartigen Schlafmangel, dass Glühbirnen in meinem Kopf zu platzen schienen. Dämonen machten mir die Nächte zur Hölle und foppten und quälten mich und lachten mich aus.

Ich setzte mich in mein Meditationszimmerchen und dachte an Jesus. Ich wollte eine Beziehung zu Ihm. Ich wollte Ihn hören, mit Ihm zusammen sein, seine Gunst haben, ich wollte Heilung von Ihm. Und ich begann zu Seiner Person zu beten, zu Jesus als Person, als Gott, als lebendigem Gott. Ich bat Ihn um Vergebung für alles was ich falsch gemacht hatte. Und ich befahl in Seinem Namen den Dämonen meinen Körper zu verlassen. Ich ließ mich tief in mein Inneres fallen und war klein und demütig vor Ihm und bat Ihn einfach nur um Hilfe.

Etwas stieg in mir hoch, tief aus dem Bauch heraus nach oben. Mir war als würde mir übel, ein Würgereiz, Rülpser und jede Menge Luft entwich. Ich würgte immer wieder während ich weiter betete und den Dämonen in Jesu Namen befahl. Ich gab mich dem was geschah hin und machte mit . Es fühlte sich gut an, reinigend. Ich spürte genau, dass irgendetwas mit mir passierte. Ich ging in tiefe Anbetung und war ganz in meinem Herzen. Und da war mit einem Mal ein so großer Frieden und in meinem Herzen eine wohlige Wärme, und plötzlich bemerkte ich, dass all meine seelischen und körperlichen Schmerzen verschwunden waren. Innerhalb von Minuten!

Und sie blieben verschwunden. Das war für mich ein Wunder. Das überzeugte mich vollends von Jesus – obwohl Überzeugung nicht wirklich nötig war. Solche Wunder habe ich seitdem zig-fach erlebt. Schlagartige Reinigung von negativen Gedanken und Gefühlen, Heilung von Wut und Aggression, Heilung auch von Beziehungen, und Heilung meines Körpers von Heuschnupfen, all den Blasenentzündungen usw. , Jesus wirkt wann immer ich etwas einsehe, bereue und vor Ihm ausbreite.

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Dieser Jesus lebt und ist wirksam, das ist für mich eine Tatsache. Und Er ist persönlich, sehr persönlich. Auch persönlich ansprechbar, und Er antwortet. Es ist Übungssache, Ihn zu hören. Es klappt nicht immer, oder manchmal schweigt er. Seine Antworten sind immer kurz und heilsam. Oft spricht Er in Bibelversen. Seine Stimme ist soooo sanft und liebevoll.

Wenn ich heute zu meinem Gott bete, dann geht das nur in tiefer Demut und in Anerkennung Seiner Größe und Allmacht. Ich bin wieder ein Mensch geworden, ich bin nicht mehr Gott. Eines Tages bat ich Jesus, mir dieses Gefühl wieder zu nehmen, gestorben zu sein. Denn ich wusste schließlich, dass ich lebe, und dass dieser Gedanke und diese Vorstellung eine Lüge war. Und zack, in einer Minute war diese Wehmütigkeit einer lebendig Gestorbenen verschwunden. Da war ich wieder, hallo Welt! Und ich fühlte mich wieder lebendig und glücklich! Ich hatte einer Lüge geglaubt.

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Dieser Gott ist ein Gott des Lebens und der Lebendigkeit. Mit dem Tod hat er nichts am Hut.

Ich kann nicht mehr beten, ohne mich klein zu machen, denn Gott hört mich nur dann, wenn ich mich unter Ihn stelle, wenn ich meinen Status kenne und Seinen. Dann wird das Herz riesengroß, und oft laufen einfach die Tränen vor Dankbarkeit und Berührung.  Dieser Gott ist im Gegensatz zun vorherigen tatsächlich wirksam. Er führt mich auf diesem Weg von Demut und Hingabe in Reinheit – immer wieder. Und Reinheit fühlt sich sehr, sehr gut an. Es macht hell, zufrieden und optimistisch.

Ich bleibe Mensch mit Fehlern und Schwächen, doch wie großartig ist es, dass dieser Gott mich trotzdem liebt? Dass er sich mir trotzdem zuwendet und mir antwortet? Wenn ich jetzt auf meinem Balkon sitze oder in meinem Garten, und ich die Unendlichkeit und das Sein genieße, dann genieße ich all das MIT meinem Gott. Dann weiß ich, dass Er all das geschaffen hat, dass Er sich darin ausdrückt, und dass Er in meinem Herzen wohnt. Und wenn ich mich durch mein Verhalten oder negative Gedanken von Ihm entfernt habe, dann weiß ich, dass ich zurück kommen kann wie der verlorene Sohn, und dass Er mich liebevoll wieder in Seine Arme schließen wird.

 

Bildquellenangabe:

Christina Bieber  / pixelio.de Image-ID 456863, Andreas Hermsdorf  / pixelio.de Image-ID 566361, Gerhard Knauf  / pixelio.de Image-ID 201829

 

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Definition, Bedeutung
  • Religiosität bezeichnet die unterschiedlichen Arten von Glaubenshaltungen und deren Ausdrucksweisen (Riten, Werte, moralische Handlungen). (www.fremdwort.de)

 

598825_web_R_B_by_LouPe_pixelio.deReligiosität gibt es in allen Weltreligionen, im Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus, aber auch in dem was die einzige Alternative zu sein scheint: der Spiritualität und der Mystik.

Religiosität bedeutet den Tod des lebendigen Glaubens und der lebendigen Beziehung mit unserem Schöpfer. Jede Form von Dogmatismus, Riten und schematischen Abläufen, jede Gewohnheit die Selbstzweck geworden ist, jeder Zwang und jede Betonung von Vorschriften und Gesetzen engt das Herz ein und lässt uns nicht mehr frei, dem Wahren in uns zu folgen. Dazu gehören auch Gruppenzwang, Gruppendruck, aber auch die Anbetung von Menschen, Führungspersönlichkeiten, Gurus und Heiligen (Aufzählung ist beispielhaft).

Religiosität engt das Herz ein, und wer feinfühlig ist, spürt dies als Unwohlsein oder mulmiges Gefühl im Bauch. Eine unbewusste Abwehr steigt auf, wenn man sich in einer solchen Umgebung befindet, und oft versucht man sich mit Gedanken zu beruhigen. Wenn man von etwas überzeugt ist und etwas unbedingt möchte, aber dennoch ein Unwohlsein aufsteigt, ist man geneigt, das zu übergehen, es mit Argumenten nieder zu halten, um die Überzeugungen nicht aufgeben zu müssen.

Ich spürte dieses Unwohlsein als Kind in der Kirche. MariaLaach_kleinIch spürte, dass das was dort geschah nicht wirklich echt war, nicht wirklich WAHR war. Es war so etwas wie „Getue“, und es hatte mit dem wonach ich in meinem Herzen Sehnsucht hatte nicht wirklich etwas zu tun. Ja, es schien etwas damit zu tun zu haben, weil sich all das auch mit Gott beschäftigte, doch irgendetwas stimmte nicht. Mir war klar, dass Gott es nicht brauchte, dass Riten und Zeremonien abgehalten werden. Also wozu all das? Er brauchte auch nicht Scheinheiligkeit und Frömmigkeit. So konnte Gott unmöglich sein.

Genau das gleiche Gefühl beschlich mich, als ich Jahre später in die Spiritualität und die Erwachens-Thematik eingetaucht war. Einmal wollte ich an einem Zen-Sesshin teil nehmen. Dort herrschte eine so gedrückte und strenge Stimmung im Meditationsraum, und währen der Abwesenheit des Zen-Meisters hörte ich in seinem Hotel-Zimmer den Fernseher laufen. Er kam nur zu den Gesprächen herunter und ließ die Schüler allein meditieren. Die Schüler, Menschen in schwarzen Gewändern, mit ernsten Gesichtern, waren eingespannt in die strengen Abläufe dieses Sesshins, und schienen mir versteinert auf ihrem Weg zur Erleuchtung. Ich ertrug diese Stimmung nicht und ging vorzeitig.

Später dann in spirituellen Seminaren oder Kongressen beschlich mich eine ähnliche Beklommenheit. Dort ging es darum, möglichst spirituell reif zu wirken, meditativ, konzentriert nach Innen, möglichst bewusst, innerlich still, nicht urteilend, dafür aber liebevoll und weise.  In Gesprächen vermied jeder zu urteilen oder über irgendjemanden oder etwas negativ zu sprechen. Doch dies war nicht echt (unter der Oberfläche spürte man es häufig kochen), sondern von einer inneren Gesetzlichkeit erzwungen, die aus einer Überzeugung erwuchs – nicht jedoch aus dem Lebendigen, Wahren in uns.

Was ist denn lebendig und WAHR in uns? Wir sind am Leben, wir tragen Sehnsucht im Herzen nach Beziehung, nach Liebe und angenommen sein. Und wir projizieren diese Sehnsucht auf Menschen und erwarten von ihnen, dass sie unsere seelischen und geistigen Bedürfnisse stillen. Dabei ist diese Sehnsucht so groß, so umfassend und so gewaltig, dass wir niemals, und ich betone NIEMALS durch menschliche Beziehungen wirklich glücklich werden können (auf Dauer). Viele verbringen jedoch ihr Leben damit, nach dem richtigen Menschen zu suchen, oder auch nach der richtigen Religion/Glaubensrichtung oder beides – so war es bei mir auch.

Wir brauchen einen Anker.  Unsere Überzeugungen und Glaubensvorstellungen sind Haltestäbe für die Psyche. 614551_web_R_by_Rike_pixelio.deSie sind unsere einzige Sicherheit. Wir brauchen von daher Überzeugungen, und es fällt uns schwer wenn es nicht gar unmöglich für viele ist einfach zu sagen: „Ich weiß es nicht“.

Nein, wir können es auch wirklich nicht wissen. Wir brauchen jemanden, der es uns sagt, der uns Fragen beantwortet, jemanden der untrüglich ist, integer und wahr, jemanden dem wir unser ganzes Vertrauen schenken können, der uns niemals im Stich lässt und immer zu uns steht. Wer könnte das sein?

Wenn wir an einen unpersönlichen Gott glauben, kann es ja niemand sein, höchstens ein Alles und Nichts, zu dem man jedoch keine Beziehung aufbauen kann. Für eine Beziehung braucht es ein Gegenüber. Der persönliche Gott der Christlichen Kirche ist jedoch für viele Menschen einfach nicht tragbar, weil die Kirche ihre Religiosität über Ihn gebreitet hat wie einen Mantel, der mehr verbirgt als dass er etwas zeigt.

Auf der Suche nach der Person, der ich bereit wäre mein Leben hin zu legen, fiel mir nur Jesus ein. Mir wurde in einem Kairos-Moment sonnenklar, dass ich IHN brauche. Wer sollte mich denn heilen, wenn nicht ER? Ich hatte mich selbst nicht heilen können, und auch das Alles und Nichts hatte mich nicht geheilt. Es hatte mich auch nicht besser gemacht. Nach wie vor spürte ich viel Hass in mir, der von meinem strengen Vater in mich eingepflanzt worden war.

Ab dem Moment an dem ich mich dem persönlichen Jesus zu wandte und zu Ihm begann zu beten, Ihn zu bitten, mit Ihm zu sprechen, laut, nicht nur innerlich, wendete sich das Blatt in meinem Leben. Ab diesem Moment geschahen Begegnungen und Fügungen, die meinen Weg ebneten, denn ich suchte nach Menschen, die eine direkte Beziehung zu Ihm hatten und mir helfen könnten – nicht aus Eigennutz, nicht um selbst im Zentrum zu stehen, sondern um Jesus ins Zentrum zu stellen.

Ich hatte das Glück sie zu finden und auch Jesus zu finden – in meinem eigenen Herzen – als Geliebter, als Gesprächspartner, als Ratgeber, als Heiler und als Vermittler zum Vater. Es brauchte eine eindeutige Entscheidung FÜR IHN, um eine Lawine los zu treten, die sanft mein altes Leben zudeckte und Raum für Neues machte. Für das Wahre und Echte, für Lebendigkeit in der Beziehung mit Gott, ohne jede Religiosität, ohne Riten, ohne Gesetze. Nur eins zählt für mich: das was Jesus mir ins Herz schreibt.

Jesus selbst verändert uns und prägt uns Sein Wesen auf, wenn wir nah an Ihm sind und bleiben. Er nimmt das Dunkle heraus und tut Sein Wesen hinein. Ich habe Ihm mein Leben gegeben und tue es immer wieder. Es war die beste Entscheidung meines Lebens.

Die lebendige Beziehung zu Jesus braucht keine Kirchen, keine Kathedralen, keine Gottesdienste und auch keine Meditation. Sie braucht keine Riten, keine Niederwerfungen und keine Geldspenden. Jesus  will das lebendige Herz, denn Er ist das LEBEN und der WEG und die WAHRHEIT.  Nur dort kann er sich aufhalten und wirken, dort berührt uns Gott.

Fotos: © Gpalm Maria Laach, LouPe  / pixelio.de, Rike  / pixelio.de,

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Man muss nicht heilig sein, um sich Gott zu nähern. Er selbst ist reine Heiligkeit, doch niemand muss „heilige“ Rituale vollziehen oder an „heilige“ Orte gehen… Dieser Gott ist uns Menschen so zugewandt – Er erwartet keine äußerlichen Liebesbeweise, es kommt Ihm einzig und allein auf dein Herz an. „Liebst du mich?“ spricht Er: „Bist du bereit mir zu folgen?“ und: „Nimmst du das Kreuz und gibst du dein Leben auf für mich?“ „Bist du bereit, mir alles zu überlassen? Mir ganz und gar zu vertrauen? Ja? Dann wirst du Wunder erleben. Dann wirst du frei sein von dir selbst. Dann wirst du Frieden finden. Dann wirst du ein volles Mitglied meines Königreiches sein, dann werde ich dir alles geben was du brauchst, und dir wird nichts mehr fehlen.“

Sein Leben Gott zu unterstellen, und zwar ganz und gar, einschließlich aller materieller Güter, allen Geldes, allen Besitzes, war für mich eine große Herausforderung. Es ist nicht leicht, sich so zu demütigen, und das geschieht nicht einfach so aus „der Lameng“ heraus, sondern es braucht da vorher schon Kämpfe und Seelenschmerz, der entsteht, wenn man sich weigert, und es doch bei der Taufe versprochen hat. Und es stellt den Glauben wirklich auf die Probe. Aber es ist auch ein riesiges Geschenk. Es nahm mir die Last der alleinigen Verantwortung für all diese Dinge, und es befreite mich von einem Batzen Negativität, der vorher erst mal richtig groß geworden war.

Doch jetzt – Gott sei Dank – nun muss ich nur noch eins: Ihm zuhören, Ihm folgen und dem was ich von Ihm höre*.  Ich fühle mich in Seiner Liebe so aufgehoben und beschenkt und genieße diesem ganz persönlichen Draht zu Ihm. Es ist so viel heller und reiner in mir geworden.  Und ich weiß immer: Er meint es gut mit mir.

Jesus ist jetzt wirklich mein König. Und Er ist so sanftmütig. Ich bin ein Rädchen in Seinem Königreich, bin Ihm ganz direkt unterstellt, ohne Mittler, ohne Kirche, ohne Gemeindesäle. Ich habe jedoch Mentoren, die mich dabei unterstützen, im Licht zu bleiben. Der Gott des Lebens hat seine helle Freude an unserem Wachstum und am Wachstum Seines Königreiches. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten, und all das geschieht aus reiner Liebe.

Da sich dies jetzt bei mir wie eine Neugeburt in den Himmel hinein anfühlt, drängt sich mir der Vergleich mit dem „Erwachen“ auf, das ich ja auch erlebt habe, und damals für eine Art Neugeburt gehalten habe. Es ist für mich selbst eine gute Gelegenheit, das zu reflektieren, und im Schreiben wird alles noch klarer. Ja, da gibt es einiges zu unterscheiden.

„Erwachen“ geschieht, wenn man die Abwehr aufgibt, die Anstrengung sich zu wehren, z.B. gegen psychischen oder körperlichen Schmerz, gegen Umstände, gegen Überforderung von Außen oder aus dem eigenen Innern, oder auch die anstrengende Suche nach Gott oder Erleuchtung. Bei Vielen geschieht es am Punkt eines Burnout oder in Grenzsituationen. Die Identifikation mit dem Ego stirbt, und es hat den Geschmack von Sterben, doch es kommt keine Wiederauferstehung. Man bleibt irgendwie zerstört, bleibt platt wie eine Flunder liegen und lebt dann relativ antriebslos weiter. Und irgendwann kamen bei mir alte Strukturen des Ego zurück, die aus Verletzungen und Traumata stammten, und übernahmen wieder mehr und mehr das Ruder.  Meine Lebensumstände in einer Partnerschaft riefen das hervor.

Seit dem „Erwachen“ hatte ich dem „Sein“ die Führung meines Lebens überlassen, und war – wie ich es heute sehe – im Grunde verloren. Denn dieses Sein, dem ich auch den Namen „Gott“ gab, ist gar nicht Gott. Letztendlich ist es ein „Niemandsland“. Ich fand dort nicht wirklich eine Instanz, da war einfach Unendlichkeit und letztlich alles und nichts in Einem.  Manchmal schien mir mein Herz ein schwarzes Loch zu sein, in das ich alles hinein werfen konnte – hinein in diese Unendlichkeit, in diese Schwärze, und heraus kam für kurze Zeit Frieden, der sich aber immer wieder verflüchtigte.

Das Sein hat keine Charakteristika, es ist angeblich lebendig, doch in Wirklichkeit ist es tot, es trägt keine Früchte, es frisst nur wie ein Mülleimer alles auf, was man hinein wirft. Und da es keine „gute“ Instanz hat, marodieren bald Kräfte in der Psyche herum, die wir möglicherweise irgendwann nicht mehr kontrollieren  oder lenken können. Ich wähnte mich im Erwachen „Zuhause“, doch in Wirklichkeit war ich orientierungslos, führungslos und folgte nach eigenem Gutdünken meinen Impulsen, ohne genau abschätzen zu können, woher sie eigentlich kamen und wohin sie führen würden.

Heute ist mir klar: Ich hatte meine einzige Macht, die Macht der Entscheidung, abgegeben an dieses „Sein“, an die Unendlichkeit, von der ich Lenkung erwartete. Ich ging einfach davon aus, dass dieses „Sein“ (der unpersönliche Gott) mir wohlgesonnen war.  Was auch immer daraus hervor mir entgegen kam, musste meiner Meinung nach irgendwie „gut“ und „gewollt“ sein. Doch von wem eigentlich? Diese Frage stellte ich nicht, denn die spirituelle Theorie besagte: „Alles Ich ist Illusion, und alles Geschehen ein Traum oder eine Art Film, ohne jede Wirklichkeit“. Ich selbst sah mich als eine Art Marionette in diesem Film, die sich eines Tages ganz und im großen „Sein“ auflösen würde.

Doch irgendwann kamen mir Zweifel, und zwar an dem Punkt, an dem es „schlecht“ wurde. Richtig schlecht. Sehr schlecht. Und ich fragte mich: Wer hat eigentlich ein Interesse daran, mich als Mensch dermaßen zu entmachten? Wer hat ein Interesse daran, aus mir eine willenlose Marionette zu machen? Wer will hier mein Unterscheidungsvermögen torpedieren und alles gleich-gültig machen? Gott vielleicht? Sind wir dazu da, Zombies zu sein und Impulsen zu folgen?

Das ist nicht der Plan Gottes sondern satans. Gott möchte uns nicht so sehen. Wir sind doch seine Kinder. Er hat uns doch nach Seinem Bild geschaffen. Er hat uns den freien Willen gegeben, den viele spirituelle Lehren leugnen, und das nicht ohne Grund! Denn der freie Wille ist eine Gefahr für die dunkle Seite. Gott gab uns mit dem Willen die Kraft der Entscheidung – das Wichtigste im Menschen! 

Der persönliche Gott, der Gott der Bibel, Jesus möchte unser Leitstern sein. ER möchte mit uns gehen, mit uns leben, jede Minute, jede Sekunde. Er möchte Seine Liebe über uns ausschütten. Entscheidet man sich einmal dafür, persönlich mit Gott in Beziehung zu treten, wird sehr bald klar, dass Gott nur auf uns gewartet hat! Gott möchte, dass wir unseren Willen auf Ihn persönlich ausrichten, und wir werden Wunderbares mit Ihm erleben. Es geht also gar nicht darum, das Ich los zu werden oder zu transzendieren, sondern es geht darum, mit Hilfe dieses Ichs die richtigen Entscheidungen zu treffen – mit Gott als Ratgeber. Gott als unser Schöpfer hat uns ein Ich gegeben, damit wir uns für ein Leben MIT Gott entscheiden.

Beim Erwachen stehen zu bleiben ist wie ein Zug, in dem jemand die Notbremse gezogen hat: er bleibt irgendwo stehen, ist jedoch nicht am Ziel. 

Vielleicht fühlte ich mich deshalb nach dem Erwachen so leer, und viele Menschen spüren dann große Sinnlosigkeit und Ziellosigkeit. Einige bringen sich gar um, weil alles schal geworden ist. Doch alles was nach Tod schmeckt, kommt nicht von Gott, denn Gott ist das LEBEN.

Bitte: bleib nicht beim Nothalt stehen, sondern gehe weiter und schau dich um nach dem WESEN von Jesus Christus. Im Herzen wirkt Gott, und er geht bereits hinter dir her und gibt dich nicht auf und wartet auf darauf, dass du dich zu Ihm umdrehst.

Viele Worte ranken sich um das Thema „Erwachen/Erleuchtung“. Es bietet genügend Stoff, um viele Bücher zu füllen und dann wiederum interessant zu sein für neue Sucher. Das allein ist schon merkwürdig genug und hatte für mich schon immer einen merkwürdigen Beigeschmack: Eine Philosophie, die behauptet, Befreiung zu sein und zu schenken von Suchen und Streben – die jedoch gleichzeitig ein Lockvogel ist, nachdem man dann quasi gezwungenermaßen streben MUSS wenn man sie nicht hat. Da stimmt doch etwas nicht, oder?

Das Reich Gottes und die Lebensübergabe an Ihn ist etwas komplett anderes. Denn hier hört das ich-bezogene Leben wirklich auf. Hier wird nicht nur ein Widerstand aufgegeben,  sondern hier gibst du dein Leben und deinen Eigenwillen auf, aber nicht an ein Nichts oder ein Niemand, sondern an eine Person: an Jesus Christus, der noch heute hier ist!

Es ist noch umfassender: Man demütigt sich AB JETZT mit seinem ganzen zukünftigen Leben und allen zukünftigen Entscheidungen UNTER Ihn und Seinen Willen. Man gibt den Eigenwillen auf, auch alle Abwehr und allen Selbstschutz. Die Wächter aus all den Traumata der Psyche verpuffen in dieser Entscheidung. Sie beugen sich, denn diese Entscheidung wird von Gott unterstützt, und du fühlst dich zunächst nackt und bloß, ja ausgeliefert. Ich betete in dieser Nacktheit um Seinen Schutz und um Seine Gnade. Ich geriet in Furcht vor den Folgen meiner Entscheidung am nächsten Tag und gab sie Ihm hin, betete um ihr verschwinden, und sie verschwand innerhalb von Minuten. Gott schenkt dir worum du Ihn bittest. Er ist ein überaus gnädiger, gütiger Gott. Er ist dein Schutz, Er versorgt dich, Er gibt dir Liebe, und Er lenkt jetzt dein Leben. Zum Guten, natürlich, wohin sonst? Denn dieser Gott ist die Gutheit in Person, Er ist so gut wie Er im Grunde auch uns Menschen gedacht hatte.

Die Gutheit des Menschen liegt bei den meisten Menschen brach unter all dem Schutt und Müll, den uns satan mit seinen Dämonen implantiert hat. Und nur Gott kann ihn weg räumen, und Er tut es! Dann wird alles einfacher. Wenn das sog. „Fleisch“ stirbt, das „gottlose Ego“ (nicht das Ich!!!) voller Waffenstützpunkte und starrend vor Verteidigungsposten, die wir unser ganzes Leben hindurch entwickelt haben, weil wir meinten, ganz alleine auf uns gestellt zu sein und ohne Gott durchkommen zu müssen – dann kommt der Himmel auf die Erde, schon jetzt. Dann kommt wirklich Licht rein.  Dann kommt Befreiung von dem ganzen alten Müll. Und wo Licht ist, da ist keine Finsternis.

Überirdisch

 

* Es gibt gute Bücher, die dazu anleiten z.B. „Kannst du mich hören?“ Von Brad Jersak

 

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Satan liebt es Wahrheiten umzukehren, Lügen oder verdrehte Wahrheiten zu platzieren, um zu manipulieren und zu verwirren. „Alles ist eins“ ist einer der Kardinal-Sätze, die satan bei den Menschen platziert, die sich auf einem spirituellen Weg bereits bis zu einem gewissen Grad an das Nichts hingegeben haben. Er ist deshalb eine Kardinal-Lüge, weil aus ihm weitere Lügen logisch folgen, wie z.B. „es ist alles gleich-gültig“, „egal“, „nicht wichtig“ oder gar „ein Traum“.

Wenn an einem Kulminationspunkt schlagartig alle Anstrengung komplett los gelassen wird (Anstrengung, die ebenfalls durch s. initiiert wurde), dann wird in der Hingabe an das „Nichts“ Frieden erfahren. Diesem Frieden folgen sofort Gedanken, die nicht wahr sind, oder die Wahrheit verdrehen, denn aus diesem „Nichts“ kommt nichts Gutes. Man sieht diese Gedanken dann als friedvolle Wahrheiten an, deshalb sind sie in der Folgezeit lange wirksam. Doch es ist kein dauerhafter Friede, der aus der Hingabe an das „Nichts“ entsteht. Das zeigt sich schon allein daran, dass er immer und immer wieder vergeht und herbei geführt werden muss durch meditative Techniken etc.

Wenn Gott Frieden schenkt, so kommt dieser auf natürliche, leichte und helle Art und Weise, ohne dass wir uns als einzigartiges Individuum komplett hingeben müssen. Er kommt durch die Hinwendung an Ihn, durch die Kommunikation mit Ihm, durch das Vertrauen in Ihn und durch Bekenntnis und Umkehr.

Das was dann wieder in Unfrieden wirft, dürfen wir dann genau betrachten und untersuchen. Dann begleitet uns der Heilige Geist und hilft uns dabei, zu erkennen was uns wieder einmal von Gott getrennt hat an Gedanken und Gefühlen. Diese im Zwiegespräch mit Jesus und dem Vater zu bekennen und davon umzukehren und dann Seine Vergebung zu empfangen, ist die beste Art, wie wir WIRKLICH in Frieden kommen können.

Taube

„Alles ist eins“ ist schlichtweg nicht wahr. Es ist leicht, die Wahrheit zu erkennen, wenn wir uns umschauen. Gott hat sich etwas dabei gedacht, als er all das geschaffen hat. Er WOLLTE die Vielfalt, darin ist Seine Weisheit und Schönheit für uns offensichtlich. Es ist alles verschieden, unterschiedlich und wundervoll, dieses Viele, das ist die Schöpfung.

Wenn dann noch der Gedanke „alles ist gleich-gültig“ geglaubt wird, hat satan sein Ziel erreicht, denn dann hat er nicht nur die Unterscheidung zwischen gut und böse, sondern auch die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Gott und ihm ausgehebelt. Wir können dann die Geister nicht mehr unterscheiden, weil wir alles als gleichwertig ansehen und als gleich wichtig und gleich berechtigt. Das hält uns nicht nur in Unwissenheit, sondern auch in einer Lähmung, die jeden Fortschritt verhindert.

Gefängnis

Diese Gedanken lähmen uns, und sie SOLLEN uns auch lähmen. Sie halten uns klein und unmündig. Dabei sind wir in Wirklichkeit Gottes Kinder und haben nicht ohne Grund die Gabe der Unterscheidung erhalten. Wir haben sie, um an Gottes Seite für das Gute und Heilige in uns einzutreten und zu kämpfen und das Dunkle in uns zu vertreiben.

Satan imitiert und initiiert einmal (und wirklich nur einmal) einen stark friedvollen und angenehmen Zustand, der uns beeindruckt und dem jede Menge einlullende Gedanken folgen, von denen nahezu jeder eine Lüge ist.

Frieden von Gott erleben wir, wenn wir vor Ihm immer wieder bekennen, was uns an eigenen Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühlen von Ihm trennt, bereuen und uns Ihm hinhalten. Dann kommen Seine Vergebung, Sein Frieden, und IN diesem Frieden auch Seine Heilung und Annahme mit. Wir werden in den Arm genommen und getröstet, erhoben und geliebt. Wir dürfen uns in Seine Hände kuscheln und einfach nur genießen. Wir müssen es nicht erringen oder erreichen. Er schenkt es, weil er uns liebt.

Blog

Der Frieden, der aus Bekenntnis und Umkehr fließt ist nicht nur haltbarer als der Frieden aus der Hingabe an „nichts“, er hat auch bessere Folgen. Denn er befriedet nicht nur unsere Gedanken, sondern auch unsere Seele – den ganzen Menschen.

Und das Genialste: er wirkt sich auf unser Verhalten aus und verwandelt uns tatsächlich mit jedem Mal mehr und mehr in das sanftmütige Vorbild Jesu Christi. Gott „arbeitet“ in diesem Frieden an uns und wirkt an uns – wohingegen das Nichts gar nichts bewirkt, denn es ist nicht von Gott.

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