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Posts Tagged ‘Christus’

Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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Unsere alten Reaktionsmuster auf Verletzungen sind immer die Gleichen: wir ziehen uns verletzt zurück, wir ärgern uns über den Anderen, lehnen ihn ab und wollen am liebsten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wir wollen es ihm vielleicht sogar heim zahlen, es soll ihm genauso weh tun, es soll ihm auch schlecht gehen. In Variationen kommen solche oder ähnliche Reaktionen. Und diese unsere spontanen Antworten aus der Altstruktur unserer Seele sind letztendlich nicht dazu geeignet, Konflikte aus der Welt zu schaffen oder zu lösen, sondern viel eher sie zu verschärfen, bzw. ungelöst weg zu schieben, mit samt den Menschen, die sie ausgelöst haben.

Schmerz gebiert Schmerz, Hass gebiert Hass, Bitterkeit und Unvergebenheit gebären Ablehnung, und das Traurige ist, dass wir diese Gefühle in uns weg drücken, anstatt sie zu lösen, und uns selbst damit in ein Gefängnis sperren.

Manche Menschen versuchen es mit Therapien, auch mit spirituellen Mitteln wie Meditation oder Achtsamkeitstraining, sich irgendwie zurück in den Frieden zu bringen. Auch ich habe das immer wieder versucht, der Erfolg war jedoch nicht wirklich nachhaltig.  Und bei der nächsten Verletzung reagiert man doch wieder ganz genauso und bekommt es wieder nicht wirklich gelöst. Verletzungen summieren sich, häufen sich an, bis es irgendwann zum endgültigen Bruch kommt, zur Trennung, Scheidung. Man glaubt, sich aus Schmerz heraus abwenden zu müssen und wirft die Menschen gleich mit in die Mülltonne. Menschen, die einem mal lieb und wichtig waren. Lieber bleibt man allein, und das Leben wird so immer einsamer.

Dass Vergebung nötig ist, wissen viele Menschen, und viele bemühen sich sogar darum. Und natürlich kann man versuchen, aus der eigenen Seele heraus zu vergeben, und manchmal gelingt das sogar. Doch ist eines meistens überhaupt nicht klar:  dass wir selbst Vergebung brauchen! Nicht von unserem Konfliktpartner, sondern von Gott, dem Vater!

Wenn ich mich unnachgiebig und stolz verhalte, wenn ich Bitterkeit und Hass zulasse und auslebe, sie also kultiviere, so hat das einen großen Haken: Ich wende mich nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Gott ab! Er kann mir nicht mehr wirklich nahe sein, wenn ich Gedanken und Gefühle von Bitterkeit nähre und ihnen folge und damit den Ratschlägen meiner alten Natur.

Es gibt einen Weg wieder in Frieden zu kommen: nicht nur dem Anderen zu vergeben, sondern auch Gott um Vergebung zu bitten, weil wir uns nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Ihm abgewandt haben. Als ich beschlossen habe, mich stolz vom dem betreffenden Menschen weg zu drehen, der in mir Schmerz ausgelöst hat, habe ich auch Gott links liegen gelassen – ohne das explizit zu wollen. Gott ist Liebe und nicht Bitterkeit oder Unvergebenheit. Und Gott möchte, dass Liebe unter den Menschen herrscht, und nicht, dass negative Gefühle über uns regieren.  Ich bin  einer Eigendynamik gefolgt, die nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun hat.

Unsere alt eingefahrene Struktur führt uns IMMER in Stolz und Überlegenheitsgebaren, von wegen: „Der kann mich mal, den guck ich mit dem A. nicht mehr an…“ oder „So eine blöde Kuh, der zeig ich’s aber mal… Ich brauch die doch gar nicht…“

Wie oft führen Missverständnisse zu Konflikten, die schon alleine dadurch ausgeräumt würden, wenn man das Gespräch suchen würde. Doch ist unsere Seele erst einmmal richtig angepiekst, kann sie um nichts in der Welt mehr liebevoll agieren, weil etwas in uns sich so sehr zusammen gezogen hat, dass wir glauben, uns verteidigen oder flüchten zu müssen.

Sowieso sind es meist alte Wunden, die durch heutige Geschehnisse wieder aufgerissen werden. Aber es geht hier nicht darum, woher sie stammen, sondern viel mehr um die Frage: wie komme ich wieder in die Liebe?

„Nein“, sagt der Stolz, „ich werde mich nie wieder melden.“ Man zieht sich zurück und kann auf keinen Fall klein bei geben, und man will es auch gar nicht.

Es ist nur subtil, doch es senkt sich eine gewisse Dunkelheit herab durch diese Haltung. Man tut zwar so als wäre nichts, geht sozusagen zur Tagesordnung zurück, doch in Wahrheit spaltet  man sich von sich selber ab und hofft, dass die Zeit die Wunden heilt. Abwarten und an etwas anderes denken, verdrängen, sich ablenken und sich gut zureden, es wird schon wieder – so jedenfalls lief das bei mir immer ab. Jeder Mensch hat seine eignen Methoden, wie er sich halbwegs wieder herunter holt.  Dabei ist doch dieser gute Kern in uns, der so gerne wieder strahlen möchte… Dieses Strahlen möchte Gott in uns sehen, und das wollen wir auch selbst gerne spüren! Doch ich erdulde lieber einige Tage oder gar Wochen und Monate Dunkelheit, bevor mir am Ende ein Zacken aus der Krone fällt…

Wenn ich schon zu stolz bin, um einem Menschen zu vergeben – bin ich dann auch zu stolz, um Gott um Vergebung zu bitten? Ich habe mich schließlich nicht so verhalten wie Gott es gerne sähe… Sehe ich also ein, dass ich in der Beziehung zu Ihm so etwas wie Schuld auf mich geladen habe durch mein Verhalten? Ja, aus Gottes Sicht habe ich das! Ich habe mich entschieden, einen Menschen nicht leiden zu können, mich abzuwenden und meinem in alten Zeiten geprägten „Fleisch“ zu folgen anstatt mich nach der Liebe auszustrecken.

Wenn ich jedoch erkenne, dass ich vor Gott einen Fehler gemacht habe, öffnet das ganz neue Möglichkeiten. Ohne diese Erkenntnis jedoch kann man nicht von dem Folgenden profitieren:

Ich weiß, dass Gott da ist, dass Er mir aufmerksam zuhört. Ich beginne also damit, Gott alles über den Konflikt zu erzählen (laut und im stillen Kämmerlein), auch mich zu beklagen, jede Einzelheit. Ich stelle mir meinen derzeitigen „Feind“ als Angeklagten vor, benenne ihn beim Namen und haue ihm meine gesamten Vorwürfe um die Ohren – vor Gott als Richter!!! Denn dieser Gott ist nicht scheinheilig! Er will kein Getue von mir! Ich soll einfach wahr und ehrlich sein! In Seiner Gegenwart darf ich den Anderen anklagen: wie sehr er mich verletzt hat, was sein Verhalten mit mir gemacht hat, wie es sich angefühlt hat, was ich gedacht habe, woran es mich erinnert hat, wie groß der Schmerz war – was auch immer in mir vorgeht. Und wenn ich all das vor Gott ausgepackt habe, dann ENTSCHEIDE ich mich, diesem Menschen zu vergeben. Selbst wenn ich es – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich kann, so ENTSCHEIDE ich mich dennoch dazu, denn ich weiß: Gott wünscht sich das von mir! Und ich versuche es mit ganzem Herzen.

Und dann, erst dann bitte ich den Vater im Namen Seines Sohnes Jesus Christus um Seine Vergebung FÜR MICH. Denn ich brauche sie dringend. Ich habe mich schließlich durch all die Negativität komplett von Gott abgewandt.

Jesus ist am Kreuz für mich und dich gestorben, damit wir Vergebung erlangen. Und Gott gewährt jedem, der in Seinem Namen umkehrt und von ganzem Herzen um Vergebung bittet, seine Güte. Die Geschichte in der Bibel vom verlorenen Sohn zeigt das in aller Liebe und Deutlichkeit (Lukas 15, 11-32).

Wenn ich dann in diesem Prozess nach meiner Bitte spüre, dass diese Vergebung mich erreicht hat, dass sie wirklich geflossen ist, dann erst kann ich vollen Herzens auch mir selbst vergeben für mein Verhalten! Ich darf auch hier inne halten und nachspüren, ob ich mir wirklich vergeben konnte.

Als Abschluss entscheide ich mich dann, in Zukunft nicht mehr so agieren wie es in diesem Fall war.

That’s it. Das ist meine „Therapie mit Gott“, dich als so heilsam erlebe, immer wieder. Es ist ein himmlischer Gerichtssaal, den ich da imaginiere, mit Jesus als Anwalt, dem Heiligen Geist als Zeugen und Gott Vater als Richter. Der Angeklagte (mein derzeitiger „Feind“) wird von mir beschuldigt, und dabei darf ich auch richtig die Sau raus lassen. Ich muss nichts zurück halten, denn Gott weiß ohnehin schon alles. Es geht darum, mir selbst, aber vor allem vor Gott all die Gefühle von Verletzung einzugestehen und zu bekennen, und damit sozusagen den Blick hinter die Wut zu tun und ihre Ursachen offen zu legen. Das bringt viel Licht in die Angelegenheit, denn alles was wir vor Gott bekennen kommt ans Licht.

Sehe ich dann diesen Wust von Gefühlen und Anschuldigungen an, höre ich mich selbst reden (wir sollten es unbedingt laut tun!), wird es mir leichter klar, dass ich nicht nur dringend dem „Angeklagten“ vergeben muss, sondern auch selbst Gottes Vergebung brauche.

Das Ergebnis eines solchen Prozesses ist ein sanfter innerer Frieden. Er verwandelt mich in einer ganz natürlichen Weise. Denn wenn ich alles ausgedrückt habe, bekannt habe und wirklich vergeben konnte, auch Gottes Vergebung erfahren und mir auch selbst vergeben konnte – was steht dann noch zwischen mir und dem Anderen?

Nichts, denn die Liebe kann wieder frei fließen. Ich kann mich wieder annähern und Frieden schließen, wenn der Andere mich lässt. Auf dieser Basis kann ich dann aus einer ganz anderen Herzenshaltung heraus neu entscheiden, wie ich mich weiter verhalten möchte. Versöhnung wird leicht.

Auf diesem Weg ist es möglich, Beziehungen immer wieder von negativen Gefühlen reinigen – und vor allem mich selbst! Dies ist der Weg, durch den ich meine Freiheit in Jesus erhalten kann, durch den auch Ehen gerettet werden können, es ist der Weg der Liebe, der nichts beschönigt, aber zurück in die Liebe führt. Und der schöne Nebeneffekt: ich nehme damit dämonischen Angriffen jede Grundlage. Denn wie oft setzten die sich dann noch obendrauf und bombardieren mich mit Gedanken des Hasses und der Wut, stacheln mich an und rauben mir sonst noch den letzten Funken Frieden.

Glaube an Gott ist natürlich unerlässlich dafür. Der Glaube an Ihn als Person – zusätzlich zu dem was Er sonst noch ist… Glauben und Vertrauen in Ihn und Seine Wirkkraft. Denn ich bin ein Kind Gottes, das immer wieder dumme Fehler macht und Seine Vergebung braucht. Fehler sind menschlich. Vergebung bekommt aber nur, wer darum bittet und sich vor IHM neigt. Wie ein Kind, dass zu Papa oder Mama läuft und bekennt: „Ja, ich habe das Geld aus deinem Portemonnaie geklaut, es tut mir leid!“

Bei diesem Prozess des himmlischen Gerichtssaals können und sollen Tränen fließen, denn ich öffne mich rückhaltlos dieser höheren Macht, die mich erschaffen hat. Ich höre damit auf, diese Dinge in mir zu vergraben und weg zu sperren, sie nicht wahr haben zu wollen. Damit gebe ich Gott die Möglichkeit, in und an mir zu wirken und mich zu verändern.

Gott ist Geist. Er kann tief in unsere Gehirne eingreifen. Wenn wir unserem himmlischen Papa ganz vertrauen, haben wir den, der die Verkrampfungen unserer Psyche heilen kann und will. Die einzige Bedingung ist die, an Ihn zu glauben, Ihm alles zu offenbaren und uns Ihm hin halten. Daraus fließt großer Segen.

Kleiner Exkurs zum Thema Traumata: Traumata beeinflussen unser Nervensystem. In Schockmomenten, ob körperliche oder seelische, reagiert unsere Amygdala. Sie ist der älteste Teil unseres Gehirns und reagiert automatisch auf alles was als Angriff empfunden wird. Adrenalin wird ausgeschüttet, wir kommen in einen Zustand höchster Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft. Unser Nervensystem macht uns in Sekundenschnelle fit für Kampf oder Flucht. Ist beides nicht möglich, führt es zur Erstarrung, wie bei der Maus, die vor der Katze erstarrt, wenn sie keinen Ausweg findet. Die Amygdala unterscheidet nicht zwischen echten und scheinbaren Angriffen, auch nicht zwischen körperlichen oder seelischen, sie reagiert einfach auf Stress.

Wir haben zwei Nervenstränge: Den Sympathikus und den Parasympathikus. Und bei Stress macht uns der Sympathikus dann erst richtig Stress. Diese automatischen Reaktionen können wir nicht verhindern, sie rollen einfach ab. Wir bleiben jedoch angespannt und gestresst, wenn nicht etwas Berührendes geschieht, das uns wieder beruhigt. Gott hat sich in meinem Leben als der beste Therapeut erwiesen. Vertrauen ich meinem liebevollen Papa, dem der mich aus Liebe geschaffen hat. Denn wem könnte ich sonst vertrauen, wenn nicht IHM? Er nimmt mich in die Arme und tröstet mich. Und Er sagt zu mir: „Kind, ist doch nicht so schlimm, schau, dein derzeitiger Erzfeind ist doch auch nur ein Mensch. Alle Menschen machen Fehler, du auch! Also komm, vergib ihm das, denn ich liebe ihn genauso wie dich. Er ist dein Bruder/Schwester. Beruhige dich, ich hab dich lieb. Wein dich aus an meiner Brust, und dann geh wieder in dein Leben!“

Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch diesen Vorgang der Parasympathikus den Stressprozess ausschaltet, es kommen Signale von Frieden, Entspannung fließt durch Seele und unseren Körper. Es kommen Ruhe und Frieden, eine natürliche Stille, eine Seligkeit, wie sie nur Gott schenken kann. Und ich selbst muss nichts anders tun, als mich Ihm hin zu halten.

Diese Art der „Therapie mit Gott“ ist sehr effektiv, sehr wirksam, kostengünstig und könnte den Weltfrieden retten. Gott tut das bei mir in Windeseile, was der Trauma-Therapie in Jahren nicht gelungen ist: Er beruhigt mein Nervensystem, Er heilt. Und ich erfahre: wenn ich diesem Prozess als Muster immer wieder folge, werden ich immer freier. Ich kann auch alte Geschehnissen thematisieren, Dinge dich mich irgendwo noch belasten! Auf diesem Weg gelingt es, die Schuld des Anderen und meine eigene Schuld zu vergeben, und es wird wieder hell in mir. Bei vielen Menschen hat sich so auch manche Depression in Luft aufgelöst.

PS: Dieser Prozess stammt nicht von mir! Er ist aber gängige Praxis in der Gruppe, in der ich mich Zuhause fühle.

 

Foto von Rike / Pixelio.de ID: 734246

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Auf dem Weg mit Jesus geht es aus meiner Sicht um ganz andere Dinge als auf dem Weg der Spiritualität oder des Erwachens.

Als ich nach Erleuchtung suchte, meditierte, diverse Übungen machte, erhoffte und erwartete ich mystische Erfahrungen. Mein Ziel war es, das süße Gefühl der Verschmelzung mit Gott möglichst dauerhaft zu haben, ich erstrebte eine Glückseligkeit auf Dauer. Doch diese scheinbare Verschmelzung erlebte ich im Grunde nie wirklich, sondern vielmehr überlagerte eine immens schmerzhafte Sehnsucht meines Herzens und meiner Seele alles. Die Sehnsucht war so stark, und so oft weinte ich, weil ich einfach nicht fand was ich suchte. Schließlich glaubte ich, diese Sehnsucht müsse schon die Erfüllung sein. Und so wurde Schmerz und süße Sehnsucht mein Indikator für Gottes Wirken in mir, und mir blieb keine Wahl als mich damit zufrieden zu geben.

Ich wusste es damals nicht besser. Ab und an hatte ich auch beeindruckende mystische Erlebnisse von Entgrenzung, Kundalini-Phänomene, Erlebnisse außerhalb des Körpers, beeindruckende mystische Begegnungen, Spuk-ähnliche Phänomene… Das meiste war mehr erschreckend als wirklich wohltuend, und doch war ich für alles dankbar und hielt mich dann auch für besonders, vielleicht gar auserwählt und wichtig für Gott.

Nach dieser endlos langen Phase (ca. 30 Jahre) kam das Erwachen – an einem Punkt des Loslassens dieser Suche. Damit einher kam die Einsicht, dass alles bereits da ist und es nichts zu erstreben gilt. Damit war all dem mystischen Kram ein Ende gesetzt. Statt dessen aber kam die Verherrlichung der Stille, denn es entstand die Möglichkeit, sich im Sein total zu entspannen, darin zu schwelgen und abzutauchen. Das Verschwinden im Sein hat seinen eigenen Reiz, der für mich jedoch immer auch etwas Wehmütiges hatte. Denn alles zu lassen, alles sein zu lassen, alles als unwirklich zu betrachten und mich selbst als geträumter Träumer im Traum – das alles war wenig aufbauend. Es war so etwas wie Sterben auf Raten, oder bereits im Leben gestorben zu sein.

Nun habe ich inzwischen – seit meiner Taufe – ein ganz anderes Leben kennen gelernt. Ich bin wieder lebendig, ich habe wieder ein Ich, ich treffe wieder Entscheidungen. Ich habe mich einfach dafür entschieden, wieder leben zu wollen, dieses Leben ernst zu nehmen, an einen liebenden, persönlichen Gott zu glauben und Ihm zu folgen. Auf dem Weg mit Jesus geht es vorrangig um die Beziehung zu Ihm und erst zweitrangig um mystische Erfahrungen oder das Sein. Es geht um die tägliche Nähe, darum, sich führen zu lassen, Ihn immer wieder aufzusuchen, und Ihm  sein Herz zu öffnen.

Der Heilige Geist zeigt mir jeden Tag im Gebet, ob und wo es noch Dinge zu klären gibt. Wenn ich mich Seiner Führung überlasse, kommen die tagesaktuellen Probleme hoch, und gleichzeitig eröffnet sich auch der Weg, wie ich innerlich oder äußerlich damit umgehen kann – in der Gegenwart Gottes. Im Prozess des „Kreislaufs der Erneuerung“ erlebe ich eine tiefe Reinigung, immer wieder aufs Neue.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich habe extrem negative Gedanken in mir zugelassen über jemanden. Ich habe diese Gedanken tagelang gefüttert, verstärkt und verurteile ihn und sinne auf Rache oder Vergeltung, weil ich verletzt wurde. Dann weiß ich in dem Moment sehr genau, dass ich in einem Zustand bin, den Gott nicht mag. Ich weiß dann, dass ich angegriffen bin, entweder von meinen alten Mustern (meinem Fleisch), oder gar haben sich Dämonen angeschlichen und stacheln die alten Muster an (das tun sie gerne). Dann habe ich die Möglichkeit, mit gewissen Gebeten diese Angriffe „im Namen des Herrn Jesus Christus von Nazareth, der im Mensch gekommen ist“ zu parieren, zu verbrennen, in die Flucht zu schlagen.  Denn Jesus ist stärker als alle Dämonen. Wenn das nichts helfen sollte, dann muss ich direkt zu Jesus gehen, und das ist dann ohnehin angebracht, denn ich brauche dann Seine Vergebung für meinen Hass und meine Rebellion. Jesus ist Liebe, Er möchte nicht, dass sich die Menschen hassen.

Dann trete ich im Gebet vor Ihn, bekenne meine Schuld, meine Unvollkommenheit, meine Schwachheit. Ich erzähle Ihm die ganze Geschichte. Ich spreche Ihm gegenüber all das laut aus, so wie ich zu einem Menschen sprechen würde, der anwesend ist und der mein volles Vertrauen genießt. Ich drücke es aus, dass ich mich von meiner negativen Haltung abkehren will, in Zukunft anders handeln möchte und dazu Seine Hilfe brauche. Diese Haltung muss natürlich wirklich ehrlich gemeint aus dem Herzen kommen. Und dann bitte ich Ihn um Vergebung und fühle hinein, ob ich diese Vergebung auch empfange und spüren kann.

Und was dann im Herzen geschieht entzieht sich jeder Beschreibung. Es ist Liebe und Heilung pur, Heilung durch die Liebe Gottes, denn Er vergibt, und ich spüre Seine immense Freude über mich. Wir sind uns nah, ich habe die Gewissheit: Jesus wohnt in meinem Herzen! Ich habe Ihm wirklich in der Taufe mein Leben übergeben, und dies tue ich wieder und immer wieder. Die Vorwürfe gebe ich Ihm, und Er gibt die Heilung und auch die Fähigkeit, selbst zu vergeben. Und so fällt die Last auf dem Buckel ab, alles selbst abwickeln und schaffen zu müssen. Ich werde weich, mein Herz wird warm wie ein Ofen, und jeder Hass verschwindet in Sekundenstelle.

In der Vergebung geschieht die direkte Berührung Gottes/Jesus im Herzen. Das ist der Moment, an dem Tränen fließen, der Moment in dem du unmissverständlich weißt, dass du weißt, dass du weißt, dass dich Gott berührt. Das ist dann auch der Moment, den man als „mystische Erfahrung“ bezeichnen könnte. Dies fühlt sich jedoch viel positiver und lebendiger an als die schmerzhafte Sehnsucht von früher, oder die leere, hoffnungslose Stille/Weite, denn hier wirkt Gott direkt im Herzen. In der Vergebung ist Er uns ganz nah. Sie fließt direkt von Ihm zu uns, aus Seiner unendlichen Liebe zu uns. So Wissen wir uns geliebt und aufgehoben, erhoben zu Ihm.

Dieses Erleben jedoch ist nicht Selbstzweck, man kann es sich nicht erarbeiten oder antrainieren, sondern es ist das Geschenk dieser Beziehung zwischen Gott und Mensch und der Hingabe allen Stolzes, allen Dünkels und aller scheinbaren Stärke. Manche erleben solche Momente häufig und immer wieder, andere nur selten. Das hängt natürlich auch davon ab, wie sehr und oft man die Beziehung sucht, und wie stark diese Beziehung ist.

Es ist wie in der Liebe zu einem Menschen: kehre ich meinem Partner immer wieder den Rücken zu, nehme Anderes wichtiger und ignoriere ihn, so nimmt die Beziehung Schaden.

Solche Momente der Innigkeit können sich durchaus ausdehnen und lange dauern, je nachdem, wie lange wir und der Herr in diesem Zustand von Nähe bleiben. In dieser Zeit muss es nicht zwingend still sein, sondern da kann viel geschehen. Es können Bilder kommen, Worte, Gebete, der Heilige Geist gibt uns ein, was Ihm wichtig ist. Hörendes Gebet und der „Kreislauf der Erneuerung“ sind die Zeiten des innigsten Kontaktes.

Wir haben einen wunderbaren Gott, der Seinen Geschöpfen nah sein möchte, der es liebt, wenn wir uns nach Ihm ausstrecken, Ihn um Rat fragen, unser Leben nach Ihm ausrichten. Er möchte mitten dabei sein in unseren Entscheidungen. Er möchte MIT UNS LEBEN. Er will das Gute für uns und unser Leben, und wenn wir auf diese Weise mit Ihm gehen, wendet sich alles zum Besseren.

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Der „Kreislauf der Erneuerung“ ist ein Schlüssel für Klärung und Heilung. Durch Ehrlichkeit sich selbst und Jesus/dem Vater gegenüber, sowie durch Umkehr, Bereuen und das Erbitten von Vergebung.

Leseprobe „Kreislauf der Erneuerung“ von Marco Gmür

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Widerstand ist zwecklos….

Den folgenden Text habe ich für mich selbst geschrieben. Vielleicht sagt er auch den Menschen etwas, die sich bereits für Jesus entschieden haben und ihren Weg mit Ihm gehen.

Im Grunde ist jeder Widerstand gegen Gott zwecklos. Nicht nur jeder Widerstand sondern auch jedes Bemühen, irgendetwas vor Ihm zu verbergen oder geheim zu halten, Ihm etwas vorzuenthalten. Überhaupt ist es aberwitzig zu glauben – unbewusst oder bewusst, dass Er irgendwas nicht mitkriegen könnte…
Diese Haltung von wegen: „Ich weiß ja, Er will das nicht, aber ich tue es trotzdem ganz klammheimlich…“ ist von vorneherein lächerlich, denn dieser Gott weiß nicht nur alles, Er sieht auch alles, es bleibt Ihm nichts verborgen, Er ist allwissend. Punkt und Basta.
Deshalb ist es IMMER der einfachste Weg, mit Ihm über alles zu sprechen, auch über das was wir gerne ohne Ihn tun würden. Ihn in allem mit einzubeziehen rettet uns dann auch letztlich vor den Konsequenzen, die unser Alleingang haben würde.
Ich kenne das, da sagt eine Stimme in mir: „Ich will ja Seinen Willen tun, aber auf keinen Fall tue ich dies oder das! Das kommt gar nicht in die Tüte. Das geht einfach nicht, deshalb verschließe ich meine Ohren, ich fahre die Scheuklappen hoch und gehe stur meinen Weg. Ich frage Ihn besser nicht!

Das einzig Gute an diesem Weg ist, dass du deinen Willen dann durch setzt. Doch auf Kosten deiner Beziehung zum IHM. Je länger dieser Zustand dauert, umso mehr fühlst du dich getrennt, umso weniger gut klappt es in deinem Leben, umso mehr Mist passiert dir. Nicht etwa weil Er straft. Gott straft nicht, aber weil deine Distanzierung Seinen Schutz aushebelt. Du schlägst Seine Führung aus, du landest auf einem ungünstigen Gleis, denn wo Gott nicht ist, ist alles ungünstig und gefährlich. Dort wuchert das Unkrauf am Wegesrand, möglicherweise liegen plötzlich Felsbrocken im Weg, oder der Zug wird des nachts überfallen.
Du selbst hast es ja gewählt, dich von Ihm zu entfernen.

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Denn: selbst wenn Widerstand auftaucht gegen Gottes Ratschlüsse für dich, selbst wenn du rebellierst dagegen – warum bringst du nicht auch all das vor Gott? „Herr, ich bin in Rebellion, bitte hilf mir, dass ich Deinen Willen tun kann! bitte hilf mir, dass ich wachse, dass ich sogar Rebellion vor Dir nieder legen kann! Ich zeige Dir alle meine Schwächen, alle meine Unzulänglichkeiten, und ich bitte Dich, mich darin zu verändern, mich zu heilen, mich zu einem würdigen Kind Gottes zu machen!“
Da Gott eh schon alles weiß, ist es unsinnig, auch nur einen Millimeter ohne Ihn zu gehen.
Ja, es heißt, dieser Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Und Er ist nicht nur eifersüchtig auf Götzen und Götterbilder, sondern auch auf jedes eigenbrötlerische Verhalten und Denken, auf jedes Abschweifen und auf jedes Stückchen Wegstrecke, in das Er nicht einbezogen wird. Dieser Gott möchte bei allem dabei sein.

Einen Bluts-Bund hat Er mit den Menschen geschlossen. Er hat sich für uns in einer so tiefen Weise entschieden, dass wir es gar nicht ermessen können. Er will uns nicht verlassen, doch wir zwingen Ihn immer wieder in die Distanz.

Gottes größtes Geschenk an uns ist der freie Wille, den Er IMMER respektiert. Und setzen wir diesen freien Willen (aus Seiner Sicht) sozusagen GEGEN IHN ein, wird Er diese Grenze nicht überschreiten. Und kannst du dir vorstellen, wie sehr Er darunter leidet, wenn du Ihn auf Distanz hältst? Er leidet. Denn Er will weiterhin Seine Liebe über dich ausgießen, dich in Seinen Armen wiegen und dir Seinen Frieden schenken. Bist du dumm, dass du das ausschlägst? Bist du dumm, dass du in deinem Stolz verharrst und nicht weißt, dass Er eh schon alles von dir weiß?

Nichts, aber auch gar nichts kannst du vor Ihm geheim halten. Du kannst dich nur ins Abseits setzen, und je länger du das tust, umso schwerer wiegen die Folgen.
In der Bibel steht, dass Ungehorsam in Seinen Augen das Gleiche ist wie Götzendienst. Und auf Götzendienst reagierte Er schon immer allergisch.

„Ich bin ein eifersüchtiger Gott“ sprach Gott. Und wow – wie menschlich ist das denn????? Gott ist wie wir, bzw. wir sind Ihm ähnlich, in Seinem Bilde, in der Bibel steht es ja schon seit tausenden von Jahren. Also mit ein wenig Einfühlungsvermögen können wir uns vorstellen, wie Er sich fühlen muss, wenn wir lieber andere Menschen vergöttern oder Heilige anbeten, anstatt Ihn live hier und jetzt bei jedem Schritt zu fragen und einzubeziehen.

Nein, wir müssen nicht blind Seinen Geboten folgen. Kadaver-Gehorsam ist nicht das was Gott von uns erwartet. Was Er aber möchte ist unsere volle Aufmerksamkeit, unsere volle Hinwendung und eine Art von Zusammenarbeit, die die meisten Menschen gar nicht kennen. Und ja, Gott weiß wie wir uns fühlen, und Er kennt unsere Schwachheiten. Aber Er möchte, dass wir alles vor Ihm ausbreiten, und zwar immer wieder. Und Er ist bereit immer wieder zu vergeben – wenn wir zurück kommen und Ihm unsere Schwächen bekennen, und wenn wir bereit sind, umzukehren und Seine Hilfe anzunehmen.

Gott kann zu einem Begleiter werden wie ein Geliebter, ein Freund, ein Vater – aus Fleisch uns Blut. Er antwortet. Er spricht zu uns. Er beantwortet Fragen, Er tröstet, Er leitet. Wenn du mit Ihm ins Gespräch gehst, lernst du mehr und mehr Seinen Charakter kennen. Doch bete vorher, dass du nicht von falschen Geistern getäuscht wirst, dass Er dir offenbart, welches Seine Stimme ist. Am Besten entscheidest du dich ganz und gar für Ihn, dann wird es leichter. Bis dahin gibt es keine Garantie für richtiges Hören.

Ein Leben mit Gott ist schon sehr anders als ein Leben, indem alles Andere Seine Stelle einnimmt. Mein altes Leben war nichts anderes als die verzweifelte Suche nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Inhalt und nach irgendetwas, das ich vergöttern, anbeten könnte… Doch all das kann nur Einer wirklich und auf Dauer stillen: Er. Ein Leben mit der Person Gottes, mit Jesus im Herzen, ist ein innerer Reichtum für den es keine Worte gibt. Geistige Klarheit, Frieden, Liebe, Sicherheit, Heilung von den alten Verletzungen, Heilung des Körpers – all das hat Er nicht nur versprochen, sondern schenkt Er auch wirklich!

 

Image-ID: 532681 Pixelio/Reuter

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Diese Lüge erzählt er uns, wenn uns etwas wie Erwachen oder Erleuchtung geschehen ist. Es ist eine von vielen, die uns dann im Kopf herum gehen. Wer glaubt, sein Ich verloren zu haben, oder sich nicht mehr damit zu identifizieren, der erlebt sich als Spielball dessen, was aus einer unortbaren Quelle heraus mit ihm und seinem Leben geschieht. Er sieht sich als Zuschauer und nicht als Wählender. Er ist ausgeliefert. Da er dies für Gott hält, will er sich diesem „großen Willen“ unterordnen und sich ihm hingeben. Dieser „große Wille“ des „großen Lebens“ wird als göttlich verherrlicht.

Gott ist jedoch viel, viel mehr als nur das, er ist eine Person!!! Eine Person im Geist. Es heißt nicht umsonst, dass Er uns in Seinem Bild erschaffen hat. Und diese Person wünscht sich von uns, dass wir unseren freien Willen einsetzen! Wozu? Um Entscheidungen zu treffen! Und die wichtigste Entscheidung unseres Lebens ist die, an Ihn, an Gott, an diesen persönlichen Gott zu glauben, mit Ihm in Beziehung zu treten, Ihn zu ehren und sein Leben Ihm zu widmen!

Das können wir am besten, wenn wir Seinem Sohn Jesus Christus nacheifern. Diesem Sohn, der hier auf der Erde war. Diesem Jesus Christus, der uns hier gezeigt hat, wie Gott tickt, der ein leuchtendes Vorbild war und ist an Sanftmut, Menschlichkeit und Weisheit, und der gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

Der Gott des Lebens, des Lebendigen, der Gott der Fortpflanzung und Fruchtbarkeit, der Gott all dessen was auf diesem Planeten wimmelt und kreucht und fleucht, dieser Gott möchte es mit LEBENDIGEN Menschen zu tun haben und nicht mit Zombies. Er möchte mit uns das LEBEN feiern und nicht den Tod. Er möchte uns lebendig, frei und freudig. Und wir brauchen unseren freien Willen, um den Weg mit Ihm freiwillig zu gehen. Es braucht unsere glasklare Entscheidung für Ihn, für diesen Weg mit Ihm, für diesen Weg in Ihm und zu Ihm hin. Ein Weg in dem wir Akteure sind und nicht nur Zuschauer, in dem wir in Gott sein dürfen und gleichzeitig mit wirken und mit entscheiden.

Wir sind schließlich die Kinder Gottes. Wer sollte diese Entscheidung treffen, wenn nicht unser freier Wille?

In der Bibel sind der freie Wille und die Wahl von entscheidender Bedeutung. Der freie Wille ist unser mächtigstes Werkzeug. Nicht nur am Anfang dieses Weges sondern auch auf ihm von Anfang bis Ende. Wir können und müssen uns immer wieder entscheiden, z.B. nicht mehr auf die Einflüsterungen satans zu hören, sondern uns an das zu halten, was wir mit Jesus in uns selbst erleben.

Dazu braucht es jedoch die Beziehung zum echten und einzigen Jesus Christus von Nazareth, der als Mensch gekommen ist. Es gibt zahllose Fälschungen in der geistigen Welt, sowie individuelle Vorstellungen, die alle nichts mit dem wahren Jesus Christus zu tun haben. Sind wir mit Ihm, dem wahren Jesus Christus verbunden, genießen wir echte Führung von einem Gott, der Mensch war, und der uns besser kennt als wir uns selbst kennen. Und nicht nur das, ein Gott, dem wir ähnlich werden können, dem wir nachfolgen können, der verändert, und der uns zeigt, wie aus uns wirklich gute Menschen werden, die dienen ohne an ihren Vorteil zu denken, die lieben ohne zu verurteilen, die sich der Wahrheit verpflichten und sich nicht einlullen lassen.

Wir dürfen uns immer wieder für die Wahrheit entscheiden. Ohne freien Willen geht das nicht, und auch nicht ohne den Glauben an die Wahrheit und an den, der sie repräsentiert. Und auch dieser freie Wille ist etwas, für den man sich entscheiden kann, auch dann wenn man glaubt, man hätte ihn nicht. Denn unser Menschsein und dieses Geschenk des freien Willens kann uns niemand wirklich rauben. Er ist das, was uns aus dem tiefsten Loch wieder ans Licht tragen kann.

Der freie Wille, auch wenn er noch so vergraben ist, bewirkt ein sich aufrappeln, ein Aufstehen, ein sich aufrichten: Ja, hier bin ich. Ja, ich will.

Aufstehen_723394_web_R_B_by_twinlili_pixelio.deIch erkenne meine Größe und meine Kraft in dem Einzigen was ich sicher habe: meinen freien Wille und meine Entscheidungskraft.

Jeder Alkoholiker, jeder der einer Sucht verfallen ist, einem Zwang oder was auch immer – am Anfang einer Entwicklung zum Guten steht IMMER der freie Wille. Schalten wir Ihn ein und rufen wir Gott um Hilfe an, so sind wir schon zwei. Und von da an haben wir die größte Unterstützung, die man nur haben kann. Dann wendet sich der Weg zum Guten, und Gott hat unsere Erlaubnis einzugreifen und uns an der Hand zu nehmen. Bevor er nicht unsere definitive Entscheidung hat, tut er das nicht – aus Respekt vor unserem freien Willen.

 

 

Bildquelle: twinlili  / pixelio.de

 

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Wow, wie hat mich der Hl. Geist heute wieder überführt….. Die ganze Zeit schon kam ich bei der kleinsten Gelegenheit immer wieder in Rebellion gegen eine Freundin und ihre gefühlten „Vorschriften“, Ratschläge, was auch immer… Ich weiß sie meint das nicht so, doch ich konnte mein „Apell-Ohr“ einfach nicht ausschalten.

Diese Rebellion ist immer sein sehr unangenehmes Gefühl. Da steht alles in einem auf, man ist plötzlich auf Krawall gebürstet, will partout etwas ganz anders haben als jemand anderer, man fühlt sich angegriffen, bevormundet, meint sich wehren oder durchsetzen zu müssen, Gedankenketten steigen auf und puschen den Kreislauf hoch. 126338_web_R_K_B_by_110stefan_pixelio.de.jpgÄrger, Wut, man dreht sich im Kreis und steigert sich immer mehr hinein, und schon ist der Krawall da – wenn man dem Ausdruck gibt. Doch das wollte ich auf keinen Fall, denn ich kenne inzwischen diese Abläufe. Ich komme eh nicht drum herum, all das vor den Herrn zu bringen und mit Ihm zu reden.

Ich habe dem also nicht Ausdruck gegeben, obwohl ich mich zurück halten musste, sondern bin damit zu Jesus gegangen. Ich bat ihn um Überführung, ich bat Ihn mir zu zeigen worum es genau geht, denn mir war klar, dass da was Altes dahinter stecken musste. Da kam so ein Schwall übler Gefühle mit, dass ich tiefer rein gehen musste. Und schon kamen die Tränen mit ungeheurer Wucht… Plötzlich war ich wieder ein kleines Kind, das immer und immer wieder verbal und mit Schlägen nieder geknüppelt wurde, ein Kind das nicht sein durfte, das immer nur störte, das nicht geliebt wurde, das niemals etwas wollen durfte, das nie gehört wurde, dem immer über den Mund gefahren wurde. Eine solche Ohnmacht und Wut war da in mir, ich hätte kotzen können. So oft… so oft… hunderte Male hat mein Vater meinen Willen gebrochen und meine Seele verletzt. Ich fühlte wieder den Hass, den ich als Kind gefühlt hatte. Er war immer rücksichtslos und egoistisch, er dachte nur an sich, und er tat dies immer in einer grässlichen, markerschütternden Lautstärke und mit einem grimmigen Gesicht voller Hass. Man musste immer auf alles gefasst sein. So wie er mich hasste, so hasste ich ihn damals auch.

Und ich hatte geglaubt, ich hätte ihm schon längst und schon zig mal vergeben…. Pustekuchen. Heute hat Jesus all das nochmal an die Oberfläche geholt, und ich glaube, ich habe noch nie so geweint, so geschluchzt, es war ein Irrsinns-Schmerz. Immer wieder nieder geknüppelt zu werden, niemals sein zu dürfen, nichts wollen zu dürfen, immer erschlagen von der Macht der Erwachsenen, die sie schonungslos ausleben dürfen, und du als Kind darfst nichts! Nichts!!!

Mir wurde echt schlecht, ein Würgen kam hoch und Gähn-Anfälle noch und noch. Ich würgte, hustete, ja es sollte alles raus, all der Mist!

Ich hab mich Jesus an die Brust geworfen und geweint, dann brachte er mich zu (Gott)Vater, auf dessen Schoß es weiter ging. Ich war ca. 1-3 Jahre alt. Und nach langem Weinen konnte ich Ihm endlich sagen: „Ich brauche dich so sehr! Ich brauche dich doch! Ich brauche Dich!“ Dieses Brauchen hatte ich mir nie gestattet vor lauter Stolz. Niemals hätte ich meinem leiblichen Vater so etwas gesagt. Aber (Gott)Vater liebte mich und hielt mich fest im Arm und brummte sanft, und er duftete, wir hatten alle Zeit der Welt, und sein leuchtend weißes Leinenkleid war frisch gestärkt und strahlte solche Sicherheit und Geborgenheit aus…. Schließlich winkte Er Jesus heran, der die ganze Zeit dabei gestanden hatte und fragte mich, ob ich mit Ihm gehen wolle. Ja, das wollte ich. Jesus reichte mir die Hand, ich ergriff sie, und aus seinem offenen Mantel heraus strahlte feuriges, gleißendes Licht. GrößenänderungPferd_Morgen.jpg Ich hatte keine Angst, ich blieb davor stehen, und dann ging ich ganz langsam hinein…. und eine große Erleichterung erfasste mich. Es war endlich vorbei…

Meine Wut und Rebellion von heute Morgen haben sich komplett gelöst. Ja, wenn ich für mich eintreten muss werde ich das in Ruhe tun, aber der Trigger ist weg. Danke Herr für Deine Liebe und Deine Heilung!

Bildquelle: 110stefan  / pixelio.de

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Dieses Video passt hervorragend zu meinem letzten Beitrag: Der Gemischtwarenladen. Diese brillante, junge Frau hat die richtige Wahl getroffen und wurde geheilt!

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Man muss nicht heilig sein, um sich Gott zu nähern. Er selbst ist reine Heiligkeit, doch niemand muss „heilige“ Rituale vollziehen oder an „heilige“ Orte gehen… Dieser Gott ist uns Menschen so zugewandt – Er erwartet keine äußerlichen Liebesbeweise, es kommt Ihm einzig und allein auf dein Herz an. „Liebst du mich?“ spricht Er: „Bist du bereit mir zu folgen?“ und: „Nimmst du das Kreuz und gibst du dein Leben auf für mich?“ „Bist du bereit, mir alles zu überlassen? Mir ganz und gar zu vertrauen? Ja? Dann wirst du Wunder erleben. Dann wirst du frei sein von dir selbst. Dann wirst du Frieden finden. Dann wirst du ein volles Mitglied meines Königreiches sein, dann werde ich dir alles geben was du brauchst, und dir wird nichts mehr fehlen.“

Sein Leben Gott zu unterstellen, und zwar ganz und gar, einschließlich aller materieller Güter, allen Geldes, allen Besitzes, war für mich eine große Herausforderung. Es ist nicht leicht, sich so zu demütigen, und das geschieht nicht einfach so aus „der Lameng“ heraus, sondern es braucht da vorher schon Kämpfe und Seelenschmerz, der entsteht, wenn man sich weigert, und es doch bei der Taufe versprochen hat. Und es stellt den Glauben wirklich auf die Probe. Aber es ist auch ein riesiges Geschenk. Es nahm mir die Last der alleinigen Verantwortung für all diese Dinge, und es befreite mich von einem Batzen Negativität, der vorher erst mal richtig groß geworden war.

Doch jetzt – Gott sei Dank – nun muss ich nur noch eins: Ihm zuhören, Ihm folgen und dem was ich von Ihm höre*.  Ich fühle mich in Seiner Liebe so aufgehoben und beschenkt und genieße diesem ganz persönlichen Draht zu Ihm. Es ist so viel heller und reiner in mir geworden.  Und ich weiß immer: Er meint es gut mit mir.

Jesus ist jetzt wirklich mein König. Und Er ist so sanftmütig. Ich bin ein Rädchen in Seinem Königreich, bin Ihm ganz direkt unterstellt, ohne Mittler, ohne Kirche, ohne Gemeindesäle. Ich habe jedoch Mentoren, die mich dabei unterstützen, im Licht zu bleiben. Der Gott des Lebens hat seine helle Freude an unserem Wachstum und am Wachstum Seines Königreiches. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten, und all das geschieht aus reiner Liebe.

Da sich dies jetzt bei mir wie eine Neugeburt in den Himmel hinein anfühlt, drängt sich mir der Vergleich mit dem „Erwachen“ auf, das ich ja auch erlebt habe, und damals für eine Art Neugeburt gehalten habe. Es ist für mich selbst eine gute Gelegenheit, das zu reflektieren, und im Schreiben wird alles noch klarer. Ja, da gibt es einiges zu unterscheiden.

„Erwachen“ geschieht, wenn man die Abwehr aufgibt, die Anstrengung sich zu wehren, z.B. gegen psychischen oder körperlichen Schmerz, gegen Umstände, gegen Überforderung von Außen oder aus dem eigenen Innern, oder auch die anstrengende Suche nach Gott oder Erleuchtung. Bei Vielen geschieht es am Punkt eines Burnout oder in Grenzsituationen. Die Identifikation mit dem Ego stirbt, und es hat den Geschmack von Sterben, doch es kommt keine Wiederauferstehung. Man bleibt irgendwie zerstört, bleibt platt wie eine Flunder liegen und lebt dann relativ antriebslos weiter. Und irgendwann kamen bei mir alte Strukturen des Ego zurück, die aus Verletzungen und Traumata stammten, und übernahmen wieder mehr und mehr das Ruder.  Meine Lebensumstände in einer Partnerschaft riefen das hervor.

Seit dem „Erwachen“ hatte ich dem „Sein“ die Führung meines Lebens überlassen, und war – wie ich es heute sehe – im Grunde verloren. Denn dieses Sein, dem ich auch den Namen „Gott“ gab, ist gar nicht Gott. Letztendlich ist es ein „Niemandsland“. Ich fand dort nicht wirklich eine Instanz, da war einfach Unendlichkeit und letztlich alles und nichts in Einem.  Manchmal schien mir mein Herz ein schwarzes Loch zu sein, in das ich alles hinein werfen konnte – hinein in diese Unendlichkeit, in diese Schwärze, und heraus kam für kurze Zeit Frieden, der sich aber immer wieder verflüchtigte.

Das Sein hat keine Charakteristika, es ist angeblich lebendig, doch in Wirklichkeit ist es tot, es trägt keine Früchte, es frisst nur wie ein Mülleimer alles auf, was man hinein wirft. Und da es keine „gute“ Instanz hat, marodieren bald Kräfte in der Psyche herum, die wir möglicherweise irgendwann nicht mehr kontrollieren  oder lenken können. Ich wähnte mich im Erwachen „Zuhause“, doch in Wirklichkeit war ich orientierungslos, führungslos und folgte nach eigenem Gutdünken meinen Impulsen, ohne genau abschätzen zu können, woher sie eigentlich kamen und wohin sie führen würden.

Heute ist mir klar: Ich hatte meine einzige Macht, die Macht der Entscheidung, abgegeben an dieses „Sein“, an die Unendlichkeit, von der ich Lenkung erwartete. Ich ging einfach davon aus, dass dieses „Sein“ (der unpersönliche Gott) mir wohlgesonnen war.  Was auch immer daraus hervor mir entgegen kam, musste meiner Meinung nach irgendwie „gut“ und „gewollt“ sein. Doch von wem eigentlich? Diese Frage stellte ich nicht, denn die spirituelle Theorie besagte: „Alles Ich ist Illusion, und alles Geschehen ein Traum oder eine Art Film, ohne jede Wirklichkeit“. Ich selbst sah mich als eine Art Marionette in diesem Film, die sich eines Tages ganz und im großen „Sein“ auflösen würde.

Doch irgendwann kamen mir Zweifel, und zwar an dem Punkt, an dem es „schlecht“ wurde. Richtig schlecht. Sehr schlecht. Und ich fragte mich: Wer hat eigentlich ein Interesse daran, mich als Mensch dermaßen zu entmachten? Wer hat ein Interesse daran, aus mir eine willenlose Marionette zu machen? Wer will hier mein Unterscheidungsvermögen torpedieren und alles gleich-gültig machen? Gott vielleicht? Sind wir dazu da, Zombies zu sein und Impulsen zu folgen?

Das ist nicht der Plan Gottes sondern satans. Gott möchte uns nicht so sehen. Wir sind doch seine Kinder. Er hat uns doch nach Seinem Bild geschaffen. Er hat uns den freien Willen gegeben, den viele spirituelle Lehren leugnen, und das nicht ohne Grund! Denn der freie Wille ist eine Gefahr für die dunkle Seite. Gott gab uns mit dem Willen die Kraft der Entscheidung – das Wichtigste im Menschen! 

Der persönliche Gott, der Gott der Bibel, Jesus möchte unser Leitstern sein. ER möchte mit uns gehen, mit uns leben, jede Minute, jede Sekunde. Er möchte Seine Liebe über uns ausschütten. Entscheidet man sich einmal dafür, persönlich mit Gott in Beziehung zu treten, wird sehr bald klar, dass Gott nur auf uns gewartet hat! Gott möchte, dass wir unseren Willen auf Ihn persönlich ausrichten, und wir werden Wunderbares mit Ihm erleben. Es geht also gar nicht darum, das Ich los zu werden oder zu transzendieren, sondern es geht darum, mit Hilfe dieses Ichs die richtigen Entscheidungen zu treffen – mit Gott als Ratgeber. Gott als unser Schöpfer hat uns ein Ich gegeben, damit wir uns für ein Leben MIT Gott entscheiden.

Beim Erwachen stehen zu bleiben ist wie ein Zug, in dem jemand die Notbremse gezogen hat: er bleibt irgendwo stehen, ist jedoch nicht am Ziel. 

Vielleicht fühlte ich mich deshalb nach dem Erwachen so leer, und viele Menschen spüren dann große Sinnlosigkeit und Ziellosigkeit. Einige bringen sich gar um, weil alles schal geworden ist. Doch alles was nach Tod schmeckt, kommt nicht von Gott, denn Gott ist das LEBEN.

Bitte: bleib nicht beim Nothalt stehen, sondern gehe weiter und schau dich um nach dem WESEN von Jesus Christus. Im Herzen wirkt Gott, und er geht bereits hinter dir her und gibt dich nicht auf und wartet auf darauf, dass du dich zu Ihm umdrehst.

Viele Worte ranken sich um das Thema „Erwachen/Erleuchtung“. Es bietet genügend Stoff, um viele Bücher zu füllen und dann wiederum interessant zu sein für neue Sucher. Das allein ist schon merkwürdig genug und hatte für mich schon immer einen merkwürdigen Beigeschmack: Eine Philosophie, die behauptet, Befreiung zu sein und zu schenken von Suchen und Streben – die jedoch gleichzeitig ein Lockvogel ist, nachdem man dann quasi gezwungenermaßen streben MUSS wenn man sie nicht hat. Da stimmt doch etwas nicht, oder?

Das Reich Gottes und die Lebensübergabe an Ihn ist etwas komplett anderes. Denn hier hört das ich-bezogene Leben wirklich auf. Hier wird nicht nur ein Widerstand aufgegeben,  sondern hier gibst du dein Leben und deinen Eigenwillen auf, aber nicht an ein Nichts oder ein Niemand, sondern an eine Person: an Jesus Christus, der noch heute hier ist!

Es ist noch umfassender: Man demütigt sich AB JETZT mit seinem ganzen zukünftigen Leben und allen zukünftigen Entscheidungen UNTER Ihn und Seinen Willen. Man gibt den Eigenwillen auf, auch alle Abwehr und allen Selbstschutz. Die Wächter aus all den Traumata der Psyche verpuffen in dieser Entscheidung. Sie beugen sich, denn diese Entscheidung wird von Gott unterstützt, und du fühlst dich zunächst nackt und bloß, ja ausgeliefert. Ich betete in dieser Nacktheit um Seinen Schutz und um Seine Gnade. Ich geriet in Furcht vor den Folgen meiner Entscheidung am nächsten Tag und gab sie Ihm hin, betete um ihr verschwinden, und sie verschwand innerhalb von Minuten. Gott schenkt dir worum du Ihn bittest. Er ist ein überaus gnädiger, gütiger Gott. Er ist dein Schutz, Er versorgt dich, Er gibt dir Liebe, und Er lenkt jetzt dein Leben. Zum Guten, natürlich, wohin sonst? Denn dieser Gott ist die Gutheit in Person, Er ist so gut wie Er im Grunde auch uns Menschen gedacht hatte.

Die Gutheit des Menschen liegt bei den meisten Menschen brach unter all dem Schutt und Müll, den uns satan mit seinen Dämonen implantiert hat. Und nur Gott kann ihn weg räumen, und Er tut es! Dann wird alles einfacher. Wenn das sog. „Fleisch“ stirbt, das „gottlose Ego“ (nicht das Ich!!!) voller Waffenstützpunkte und starrend vor Verteidigungsposten, die wir unser ganzes Leben hindurch entwickelt haben, weil wir meinten, ganz alleine auf uns gestellt zu sein und ohne Gott durchkommen zu müssen – dann kommt der Himmel auf die Erde, schon jetzt. Dann kommt wirklich Licht rein.  Dann kommt Befreiung von dem ganzen alten Müll. Und wo Licht ist, da ist keine Finsternis.

Überirdisch

 

* Es gibt gute Bücher, die dazu anleiten z.B. „Kannst du mich hören?“ Von Brad Jersak

 

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Satan liebt es Wahrheiten umzukehren, Lügen oder verdrehte Wahrheiten zu platzieren, um zu manipulieren und zu verwirren. „Alles ist eins“ ist einer der Kardinal-Sätze, die satan bei den Menschen platziert, die sich auf einem spirituellen Weg bereits bis zu einem gewissen Grad an das Nichts hingegeben haben. Er ist deshalb eine Kardinal-Lüge, weil aus ihm weitere Lügen logisch folgen, wie z.B. „es ist alles gleich-gültig“, „egal“, „nicht wichtig“ oder gar „ein Traum“.

Wenn an einem Kulminationspunkt schlagartig alle Anstrengung komplett los gelassen wird (Anstrengung, die ebenfalls durch s. initiiert wurde), dann wird in der Hingabe an das „Nichts“ Frieden erfahren. Diesem Frieden folgen sofort Gedanken, die nicht wahr sind, oder die Wahrheit verdrehen, denn aus diesem „Nichts“ kommt nichts Gutes. Man sieht diese Gedanken dann als friedvolle Wahrheiten an, deshalb sind sie in der Folgezeit lange wirksam. Doch es ist kein dauerhafter Friede, der aus der Hingabe an das „Nichts“ entsteht. Das zeigt sich schon allein daran, dass er immer und immer wieder vergeht und herbei geführt werden muss durch meditative Techniken etc.

Wenn Gott Frieden schenkt, so kommt dieser auf natürliche, leichte und helle Art und Weise, ohne dass wir uns als einzigartiges Individuum komplett hingeben müssen. Er kommt durch die Hinwendung an Ihn, durch die Kommunikation mit Ihm, durch das Vertrauen in Ihn und durch Bekenntnis und Umkehr.

Das was dann wieder in Unfrieden wirft, dürfen wir dann genau betrachten und untersuchen. Dann begleitet uns der Heilige Geist und hilft uns dabei, zu erkennen was uns wieder einmal von Gott getrennt hat an Gedanken und Gefühlen. Diese im Zwiegespräch mit Jesus und dem Vater zu bekennen und davon umzukehren und dann Seine Vergebung zu empfangen, ist die beste Art, wie wir WIRKLICH in Frieden kommen können.

Taube

„Alles ist eins“ ist schlichtweg nicht wahr. Es ist leicht, die Wahrheit zu erkennen, wenn wir uns umschauen. Gott hat sich etwas dabei gedacht, als er all das geschaffen hat. Er WOLLTE die Vielfalt, darin ist Seine Weisheit und Schönheit für uns offensichtlich. Es ist alles verschieden, unterschiedlich und wundervoll, dieses Viele, das ist die Schöpfung.

Wenn dann noch der Gedanke „alles ist gleich-gültig“ geglaubt wird, hat satan sein Ziel erreicht, denn dann hat er nicht nur die Unterscheidung zwischen gut und böse, sondern auch die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Gott und ihm ausgehebelt. Wir können dann die Geister nicht mehr unterscheiden, weil wir alles als gleichwertig ansehen und als gleich wichtig und gleich berechtigt. Das hält uns nicht nur in Unwissenheit, sondern auch in einer Lähmung, die jeden Fortschritt verhindert.

Gefängnis

Diese Gedanken lähmen uns, und sie SOLLEN uns auch lähmen. Sie halten uns klein und unmündig. Dabei sind wir in Wirklichkeit Gottes Kinder und haben nicht ohne Grund die Gabe der Unterscheidung erhalten. Wir haben sie, um an Gottes Seite für das Gute und Heilige in uns einzutreten und zu kämpfen und das Dunkle in uns zu vertreiben.

Satan imitiert und initiiert einmal (und wirklich nur einmal) einen stark friedvollen und angenehmen Zustand, der uns beeindruckt und dem jede Menge einlullende Gedanken folgen, von denen nahezu jeder eine Lüge ist.

Frieden von Gott erleben wir, wenn wir vor Ihm immer wieder bekennen, was uns an eigenen Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühlen von Ihm trennt, bereuen und uns Ihm hinhalten. Dann kommen Seine Vergebung, Sein Frieden, und IN diesem Frieden auch Seine Heilung und Annahme mit. Wir werden in den Arm genommen und getröstet, erhoben und geliebt. Wir dürfen uns in Seine Hände kuscheln und einfach nur genießen. Wir müssen es nicht erringen oder erreichen. Er schenkt es, weil er uns liebt.

Blog

Der Frieden, der aus Bekenntnis und Umkehr fließt ist nicht nur haltbarer als der Frieden aus der Hingabe an „nichts“, er hat auch bessere Folgen. Denn er befriedet nicht nur unsere Gedanken, sondern auch unsere Seele – den ganzen Menschen.

Und das Genialste: er wirkt sich auf unser Verhalten aus und verwandelt uns tatsächlich mit jedem Mal mehr und mehr in das sanftmütige Vorbild Jesu Christi. Gott „arbeitet“ in diesem Frieden an uns und wirkt an uns – wohingegen das Nichts gar nichts bewirkt, denn es ist nicht von Gott.

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Das las ich heute:

‚Wenn wir uns einmal dem spirituellen Weg verpflichten, dann ist das sehr schmerzhaft, und wir können uns auf etwas gefasst machen. Wir haben uns dem Schmerz verpflichtet, uns selbst preiszugeben, unsere Kleidung abzulegen, unsere Haut, unsere Nerven, unser Herz, unser Gehirn, bis wir dem Universum preisgegeben sind. Nichts wird übrig bleiben.“ 
Chogyam Trungpa

Ja, das ist es was satan will. Er will uns töten. Er will uns komplett ausschalten. Er will aus uns willenlose Zombies machen, damit wir ja niemals den lebendigen Gott finden. Er jagt uns tausend Theorien in den Kopf, damit wir uns den Tod noch schön reden können.

Wie kann es sein, dass auch nur ein Mensch glaubt, er sei hier um zu sterben? Wir sind hier um zu LEBEN! Und zwar MIT GOTT. Mit dem LEBENDIGEN Gott. Er liebt die Fruchtbarkeit, Zeugung, Geburt, Familien, Stämme, Völker. Er liebt die Vermehrung und das Frucht bringen. Er liebt das Säen und Ernten…

Sämann

Welche Frucht bitte liegt im Sterben – bereits zu Lebzeiten?

Ich kenne und spüre noch aus meinen vielen spirituellen Jahren den Nachklang dieser wehmütigen Versonnenheit und  Trauer des Todes, der Todgeweihten, die sich hinein werfen wollen wie die Lemminge ins große Nichts. Weißt du nicht, dass Gott dich lebendig haben will? Lebend und Frucht bringend? Er liebt dich doch! Liebe ist Leben nicht Tod.

Ja, wir alle werden eines Tages unseren Körper abgeben. Doch unser Geist kann sich zu unserem Vater erheben, wenn wir mit Jesus Christus gehen. Er ist unser Retter – vor dem Tod.

Der Tod, der mystische Tod ist Dunkelheit, ist eine graue Nebelwolke ohne Frucht. Darin liegt keinerlei Freude, keine Schönheit, keine Süße, kein Licht. Und satan schwätzt uns das schön und erzählt uns, dies sei das Ziel, dies sei das Richtige, ja mehr noch, dies sei Gott.

Nein! Der Tod ist nicht Gott. Satan ist es seit jeher: der „Menschenmörder“, der Lügner, der Dieb, der in der Nacht kommt und uns alles Schöne und Lebendige raubt.

Gott ist nicht das große Nichts. Er ist ein Wesen, eine Persönlichkeit, ein Charakter, und natürlich sind wir alle in Ihm. Die Schöpfung ist Seine. Doch Er lässt satan hier wirken. Wer satan wählt bekommt satan. Wer Gott wählt, und wer Ihn sucht, der wird Ihn finden. Jesus Christus ist HIER. Wir haben IMMER diese Option, IHN zu wählen. Es ist ein Fehler, Ihn zu verwerfen, diesen persönlichen Gott zu verwerfen.

Wenn du dich erinnern kannst, wann in deinem Leben du den persönlichen Gott verworfen hast – schau, ob es nicht von da an nur noch bergab ging. Frag dich, was für ein Lebensgefühl du vorher hattest, und schau, ob es nicht danach dunkler wurde.  Auch wenn du das mit vielerlei versucht hast zu übertünchen. Frag dich, ob du wirklich LEBST, ob du wirklich glücklich bist.  „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“

Die Frage sollte nicht lauten: Wer bin ich wirklich? Wer nur sich sucht, findet auch nur sich. Die Frage sollte lauten: Wer bist du Gott? Wo bist du? Komm in mein Leben! Bitte!

Satan liebt es, die Dinge zu verdrehen und zu verfälschen. Der Satz von C. Trungpa könnte (in manchen Passagen) ähnlich aus der Sicht eines Nachfolgers Christi geschrieben sein, denn auch vor Gott werden wir uns völlig preis geben und nackt sein, unsere Kleider ablegen und auch Schmerzen wieder fühlen, die lange verdrängt waren. Doch Gott will und wird uns darin heilen, und Er wird uns neue Kleider anziehen! Der Schmerz wird vergehen, und Reinheit zieht ein und das Glück, mit Gott gehen zu dürfen, in Seinem Licht zu wandeln, Ihn zu spüren und Ihn sogar zu sehen und in Seinem Wirken zu erleben, in Seine Liebe einzutauchen und Heilung zu erfahren.

michelangeloHände

Wir müssen uns nicht an das „Universum“ hingeben, sondern einzig und allein an das Wesen Gottes, das mehr ist als das Universum.  Das Universum ist geschöpft von Ihm. Das Universum ist „die Welt“, wie es in der Bibel steht. Und „die Welt“ wird von satan beherrscht. Das ist die Wahrheit.

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