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Posts Tagged ‘Buße’

Was Du glaubst bestimmt Dein Leben.

Was Du glaubst entscheidet darüber, durch welche Brille du auf alles schaust. Je nachdem, was für ein Konglomerat an Überzeugungen, blau, rot, grün, rot, braun, schwarz (nicht politisch gemeint) oder bunt – es färbt deinen Blick auf die Welt und auch auf dein persönliches Leben. Insofern ist das was wir glauben, von allergrößter Bedeutung sowohl für uns als Wesen, die ein sinnhaftes Leben führen möchten, als auch für unsere Mitmenschen, die mit uns umgehen.

Meine alte Brille

Ich habe verschiedene Glaubenssysteme ausprobiert, habe mir im Grunde genommen ein eigenes Weltbild zurecht gezimmert, das sich überall bedient hat und sich das heraus pickte, was wahr erschien. Da ich vielfältig interessiert war, grundsätzlich sowohl an Religionen und Philosophien, als auch an nihilistischen Denkern, sowie Erleuchteten, Gurus, Meistern und Geistheilern, ebenfalls an allem Wissenschaftlichen, das in mein Weltbild zu passen schien, war das Spektrum sehr breit und bunt. Jesus war zwar immer mein am meisten geliebter „Guru“, doch ich glaubte nicht an den persönlichen Jesus, der heute noch lebt und mir nahe kommen möchte, sondern an einen unpersönlichen Gott

So musste sich Jesus in meinem Glaubens-Konglomerat mit einem Platz unter vielen begnügen. Mir war nicht die Notwendigkeit bewusst, Ihm mein Leben zu übergeben und ich war der Meinung, bereits Hingabe an meine Art von Gott zu leben. Ich kam ja ganz gut alleine klar.

Ich schaute also durch eine recht bunte Brille aufs Leben, und versuchte, irgendwie mit dieser Brille auf der Nase Heilung zu finden, denn es ging mir oft gar nicht gut. Manchmal schien etwas mit meinen spirituellen Methoden zu heilen, doch dann kam es umso schlimmer zurück.

Eines Tages, als ich im völligen Burnout war, gab es ein großes Heilungs-Ereignis, das ich nach einigen Recherchen als „Erwachen“ (Satori, Erleuchtung) identifizieren konnte. Doch auch hier verlor ich die Heilung nach ein paar Jahren wieder, vermutlich weil sich sich mein Leben nicht wirklich geändert hatte. Letztendlich ließ mich meine Art von Brille in ihrer Philosophie verharren und passiv sein. Insofern war kaum seelische/geistige Weiterentwicklung möglich, sondern ich wiederholte die gleichen Fehler wieder. Mein Glaubenssystem sagte mir, ich sei nun angekommen, es gäbe den freien Willen nicht wirklich, und es gäbe auch nicht wirklich eine Notwendigkeit für eine neue Ausrichtung – wohin denn auch und warum? „Einfach nur sein“ war nach dem Erwachen meine Philosophie. Damit regierte im Grunde das Lustprinzip – und das war nur begrenzt durch einige ökologische und moralische Überzeugungen, sowie von dem Bestreben, möglichst gesund zu bleiben. So hat mich mein Glaube begrenzt.

Erst als es eines Tages nicht mehr weiter ging, ich wirklich völlig am Ende war, musste etwas geschehen. Ich hatte zunehmend des Nachts Albträume, die erschreckend waren und mir sehr real vorkamen. Ich fühlte mich bedrängt, belästigt, verlacht und verhöhnt. Ich erlebte die merkwürdigsten Sachen, als wäre jemand im Raum oder vor der Zimmertür. Ich hörte merkwürdige Geräusche, etwas hob die Bettdecke hoch und legte sich zu mir ins Bett, berührte mich am Rücken, ekelhaft! Ich träumte Erschreckendes, befand mich halbwach plötzlich in völliger Starre, ausgeliefert. Es war mir, wie wenn Wesen mir mehr und mehr auf die Pelle rückten. Einmal konnte ich meinen Kopf minutenlang keinen Millimeter bewegen, obwohl ich all meinen Willen aufbot. Ich war schon in die abwegige Theorie verfallen, mein Kissen aus Memory-Schaum würde irgendeine Strahlung erzeugen oder sei irgendwie verhext. Ich recherchierte schließlich sogar nach Alien-Besuchen und passenden Verschwörungstheorien. Das war mir jedoch eigentlich alles viel zu negativ. Doch die Bedrückungen kamen wieder, und sie mussten ja irgendwo her kommen…

Die Wende

Just in dem Moment kam ich mit Videos von Taufen in Berührung. Menschen tauften Menschen in Jesu Namen, und trieben dann die Dämonen aus. Die Bilder waren beeindruckend, wenn auch etwas gruselig. Ich glaubte an so etwas nicht und kannte das nur aus der Zeitung von irgendwelchen extremen Priestern in schwarzen Kutten mit dicken Kreuzen um den Hals – doch die Täufer in den Videos waren jung und modern und wirkten ganz normal. Es faszinierte mich was ich sah, denn die Menschen erzählten auch, wie sehr sie die Taufe befreit hätte und wie genial Jesus sei. Und schließlich fiel in einem Video ein Satz, der mich extrem wach machte: „Es existiert ein Krieg zwischen Gut und Böse!“

Normalerweise wäre dieser Satz bei mir durchs Raster gefallen. Doch in einem kurzen Moment durchbrach er mein Glaubenssystem wie ein Schwert. Heute weiß ich, dass mir der Heilige Geist einen lichten Moment geschenkt hatte. Mir wurde schlagartig klar, dass das wahr sein musste.

Ich ließ mein Leben Revue passieren, mit all seinen schweren Erfahrungen, üblen Träume schon als Kind, emotionalen Abstürzen und Katastrophen als Frau, Fehlschlägen und Schmerzen in Partnerschaften, merkwürdigen spirituellen Erfahrungen… Und Ich wusste schlagartig, dass ich bereits mein ganzes Leben immer wieder von Dämonen angegriffen, verführt und manipuliert worden war. Sie hatten nur das eine Ziel: mich davon abzuhalten, den wahren Gott, das wahre Licht zu finden. Sie hatten andere Menschen benutzt, sie hatten meine Verletzungen benutzt, meine Traumata und meine Schwächen. Sie hatten mich zu Menschen-Abhängigkeit verführt und ebenso Hass, Ärger und Trennungen inszeniert. Ihr Endziel war, mich zu töten. Und sie hatten es schon fast geschafft, denn meine Schlafstörungen und Depressionen hatten mir bis dahin schon jede Kraft und Lebensfreude geraubt. Derzeit arbeiteten sie am finalen Schlag. Diese Erkenntnis war es, die mich binnen Sekunden zu Jesus Christus umkehren ließ.

Erste Schritte im Licht

Mein Versuch, mir in Jesu Namen selbst die Dämonen auszutreiben war immerhin teilweise erfolgreich. Teilweise deshalb, weil ich spürte, dass etwas mich bedrohte und bleiben wollte, so dass ich mich nicht weiter wagte. Es war aber dennoch zutiefst beeindruckend und überzeugte mich vollends von der Wirksamkeit des Namens Jesu, denn ich wand mich wie ein Wurm in plötzlicher Übelkeit und Gähn-Anfällen. Ich beobachtete all das erstaunt und auch neugierig. Und nachdem das abebbte, folgte ein tiefer und erlöster Frieden, begleitet von einer ganz natürlich wirkenden Heiligkeit, Klarheit und Liebe, die ich in solcher Intensität noch in keiner meiner vielen spirituellen Erfahrungen erlebt hatte.

Diese Sache hatte mich überzeugt, und ich wollte mich unbedingt taufen lassen. Ich suchte nach Christen, die sich außerhalb der Kirchen betätigen – denn die Kirche war für mich nicht vertrauenswürdig. Ihr Gottesbild, ihre Vergangenheit und ihre Verlogenheit haben mich schon immer abgestoßen. Und dann durchlief ich mit einigen Jesus-Nachfolgern einen 3-tägigen Prozess von Befreiung (von restlichen Dämonen) und Lebensbereinigung. Eine Therapie mit Gott, eine Aufarbeitung des Lebens mit Umkehr und Gebet. Die Befreiung von Dämonen verlief völlig unspektakulär, denn die Leute wussten was sie taten und gaben den Dämonen keine Gelegenheit, sich zu manifestieren. Nach diesen drei Tagen mit abschließender Taufe fühlte ich mich völlig durchgeweicht, gereinigt und entlastet. Die nächtlichen Angriffe verschwanden völlig, und mein geistiges und seelisches Leben bekam eine ganz neue Ausrichtung.

Die neue Brille

Ich hatte erlebt, dass die Sache mit den Dämonen wirklich stimmte. Und in der Lebensbereinigung lernte ich – vor allem durch die Menschen, die mit mir arbeiteten – Gott auf ganz neue Weise kennen, nämlich als persönlich, real, lebendig und anwesend. Diese Leute waren irgendwie anders als ich sie aus der spirituellen Szene kannte. Sie waren ganz natürlich, ganz normal, spontan, lebhaft, zugewandt, mitfühlend und zu Gott hin demütig. Sie hatten sich Jesus ganz und gar unterstellt, agierten unter der spürbaren Führung des Heiligen Geistes. Der brachte durch ihre Fragen und Eingebungen Erinnerungen und Zusammenhänge ans Licht, sanft und liebevoll, so dass es ganz leicht und natürlich geschah, den Stolz fallen zu lassen und vor und mit ihnen zu weinen. So konnte ich die vergangenen Ereignisse noch einmal neu mit und vor Gott erleben, sie betrauern und im Gebet an IHN abgeben.

Ab da waren bei mir die Türen weit offen, die Bibel nicht nur als Weisheitsbuch anzunehmen, sondern auch als Glaubens-Wegweiser. Denn die Menschen, die mit mir so uneigennützig arbeiteten, bezogen sich ausschließlich auf sie und teilten gern ihr Wissen mit mir – ohne auch nur einen Pfennig Geld zu verlangen. Sie hatten alles was sie wussten aus diesem Buch geschöpft oder von Anderen, die den Heiligen Geist hören konnten. Ich spürte einfach, dass Gott da war, in ihnen und bei ihnen und um sie herum. Und ich wollte diesen Gott, genau diesen, der sie zu solchen Menschen gemacht hatte, unbedingt haben und näher kennen lernen!

Ich lernte und lerne weiter, die Dinge, Probleme, meine Gedanken, Schlüsse oder auch Trugschlüsse vor dem Heiligen Geist zu bewegen, um zu hören, was Gott darüber denkt. So versuche ich, mein Verhalten an Ihn anzupassen und erlebe sein weises Wirken. Ich lernte auch endlich, an die Wahrheit und Authentizität der Bibel zu glauben, und sie vor allen Dingen endlich gründlich zu lesen. Ohne den Glauben an die Wahrheit der Bibel könnte ich keinen Nutzen aus ihr ziehen, und ich bin froh, dass ich diesen Schatz nun immer weiter heben darf, wann immer ich möchte. Es fiel mir leicht, ihr zu vertrauen, weil ich den Menschen vertraute. So kamen die Worte der Bibel mit dem Eindruck, den ich von den Menschen hatte in Übereinstimmung. Und nun kann ich zutiefst glauben, dass die Bibel zwar von Menschen geschrieben, aber von Gott übermittelt wurde – an Propheten, die ein reines Leben führten und Gottes Stimme hörten.

Da meine früheren Götter mich nicht nachhaltig befreit hatten, ja mich völlig scheitern ließen, habe ich mich mit freien Willen dafür entschieden, Jesus und dem Gott der Bibel zu glauben und zu vertrauen, dem Jesus, der von sich sagte, Er sei Gottes Sohn, und der auch heute noch Dämonen fliehen lässt. Er hat durch Sein Leben ein so starkes Zeugnis hinterlassen, dass sich immer wieder und immer mehr Menschen davon berühren und anziehen lassen. Das Gute zieht die Menschen an, und dem folge ich auch.

Die Wahrheit der Bibel entblättert sich, wenn man sie mit offenen Herzen und ohne Brille liest – ohne voreingenommen zu sein. Die ehrliche Entscheidung für Gott und den Glauben (Vertrauen) verstärkt ihre Wirkung. Ich habe erlebt, wie sich mein Leben mehr und mehr geordnet hat, und wie es sinnvoll und sättigend geworden ist. Es gibt mir tiefe Freude, mich diesem Gott unterzuordnen, Ihn anzubeten und zu erleben, wie Er sich im Leben täglich auswirkt. Die Bibel hilft mir dabei, Gottes Charakter und Wirken ganz persönlich in meinem Leben wahr zu nehmen, in all Seiner Güte und Zugewandtheit. Je länger ich mit Ihm laufe, umso mehr fordert Er mich aber auch heraus, und es ist nicht immer nur Zucker schlecken.

Der Weg mit dem biblischen Gott fordert letztlich alles. Doch für mich könnte nichts sinnvoller sein.

Fotos: Pixelio Nr. 771743 Tim Reckmann, Nr. 447981 Tomizak, Nr. 370864 Terry U. Weller, Nr. 410177 Rieke, Nr. 723466 Reiner Sturm, Nr. 706782 Rosel Eckstein

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Für Bierbrauer in Deutschland gibt es ein sogenanntes „Reinheitsgebot“, das schon 1516 genau bestimmte, welche Zutaten ins Bier gehörten. Nur das galt als echtes Bier, was nur aus Gerste, Hopfen und Wasser hergestellt wurde. Nichts anderes durfte hinein. So wollte die Menschen vor unsauberem Gebräu und damit möglichen Krankheitserregern schützen.

Nun ist Gott kein Bierbrauer, doch Er ist ein Menschen-Bauer. Und in die „Architektur“ des Menschen hat er ganz besondere Prinzipien eingebaut, dem Reinheitsgebot der Bierbrauer nicht unähnlich. Er möchte uns vor den Auswirkungen dunkler Kräfte bewahren. Er möchte das Beste für uns Menschen, weil wir Ihm wichtig und wertvoll sind, weil Er uns liebt. Da wir aber komplett die Richtung verloren haben und von Gott weg gelaufen sind, gibt Er uns Gelegenheit, zu Ihm zurück zu kommen, und zwar durch Jesus Christus, der noch heute durch die Bibel zu uns spricht.

Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Johannes 14, 21 (Schlachter 2000)

Geballte Heiligkeit – verzehrendes Feuer

Der Schöpfergott ist ein heiliges Wesen, voller Gutheit, deshalb kann sich in Seiner Nähe nichts Böses, Unreines aufhalten, ohne von Seinem verzehrenden Feuer verbrannt zu werden. Und weil Gott Seine Kinder, die Menschen liebt, muss Er sie, die Abtrünnigen, von sich fern halten, denn wir sind tatsächlich alle, jeder Einzelne, in Seinen Augen voller „Sünde“.

Doch was bedeutet das Wort „Sünde“ eigentlich? Es heißt genau übersetzt „Zielverfehlung“. Unser Ziel als Menschen und Geschöpfe Gottes sollte es sein, unser Leben zusammen mit Ihm, unserem Vater, zu leben. Er weiß doch am besten was für uns gut ist. Doch wir machen lieber unser eigenes Ding und fragen niemanden um Rat, jedenfalls nicht Gott. Wir sind sozusagen unwillige, renitente, trotzige und eigensinnige Kinder.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Jesus in der Bibel beschreibt, zeigt jedoch Sein Wesen als Vater sehr treffend und wahr: Hier liest man, wie sehr sich der Vater freut, als sein eigenwilliger Sohn reumütig zurückkehrt – voller Angst, der Vater könnte ihn wieder verstoßen, weil er alles Geld verprasst hat und schließlich vor lauter Not aus dem Schweinetrog essen musste. Doch was tut der Vater? Er nimmt ihn in den Arm, so dreckig und stinkend wie er gewesen sein muss. Er herzt ihn und küsst ihn und freut sich wahnsinnig. Er lässt ihn waschen, gibt ihm frische Kleider und steckt ihm einen Ring an den Finger, der bestätigt, dass er nach wie vor Sein Sohn ist, und Er richtet ein großes Fest aus. Exakt genauso freut sich unser himmlischer Vater über jeden Einzelnen, der zu Ihm zurückkehrt.

Pseudo-Christen

Natürlich gibt es viele, die es wirklich ernst mit Jesus meinen. Doch viele, wenn nicht die meisten, bekehren sich zu Gott, lassen sich taufen, doch kommen nicht in eine tiefere Beziehung mit ihm. Die Folge ist, dass man aus Mangel an Beziehung auf die reine Gesetzlichkeit der Bibel angewiesen ist, ohne die Gnade von Jesus direkt zu erleben. Fehlt die Beziehung, kann man sein Leben nicht wirklich auf Ihn ausrichten. Wenn man jedoch seine Entscheidungen alleine trifft und wieder sein eigenes Ding macht und somit wieder sündigt – was ist die Folge? Eine Kluft entsteht. Gott muss ja von der Sünde abstehen. Im Prinzip gibt es nur zwei Zustände: mit Gott oder ohne Ihn. Er wartet und hofft darauf, dass der Mensch wieder zu ihm zurückkehrt, denn die Chance der Umkehr besteht immer.

Die Waschmaschine Gottes

Der Prozess der Reinigung vor Gott ist für Christen die Umkehr und die Bitte um Vergebung. Wir können Gott um Vergebung bitten für unser Abfallen, für unsere Zweifel und für unsere Irrwege. Wir können Ihn darum bitten, uns zu leiten und Ihm versprechen, dass wir uns Ihm wieder anvertrauen.

Wer diesen Prozess immer wieder anwendet, sobald er spürt, dass wieder etwas schief läuft, reinigt sich und seine Kleider immer wieder aufs Neue. Und das ist auch nötig, denn wir haben eine Natur, die von unserem Eigenwillen und Dämonen geprägt wurde. Von daher ist unsere Seele noch lange verunreinigt und will immer wieder in die alten Pfade rutschen und so weitermachen wie früher.

Es gibt keinen Freibrief

Nach wie vor ist die dämonische Welt sehr an uns interessiert, an frischen Christen oder zukünftigen Christen ganz besonders! Scharen von Dämonen werden auf uns angesetzt, und sobald wir die Türen der Sünde öffnen beschießen sie uns mit Gedanken und Versuchungen, um uns wieder von Gott abzubringen. Wo auch immer ein Schlupfloch ist, nutzen sie es auch. Und wenn es ganz schlimm kommt, dann können sich auch getaufte und wiedergeborene Christen wieder Dämonen einfangen.

Gott ist kein Bürokrat, und die Taufe ist kein Freibrief fürs ganze Leben – es zählt auch unser Leben danach. Gott ist in jedem Moment wach und sieht alle unsere Entscheidungen, Gedanken und Handlungen – in jedem Moment. Deshalb haben sie oft Folgen, die wir gar nicht abschätzen können. Je nachdem, ob wir im Sinne Gottes agieren, ob wir also mit seinem Einverständnis agieren oder nicht, je nachdem wie sehr wir uns auch von seinen Prinzipien entfernen oder nicht, öffnen wir Türen, durch die Dämonen wieder schlüpfen könnten.

Wenns wieder dunkel wird…

Angriffe beginnen harmlos mit schlechter Laune, aufflammen alter Suchtneigungen, Depression oder Verwirrtheit. Es können Pechsträhnen auftreten, und man spürt irgendwie, dass man aus der Gnade heraus gefallen ist. Kleine oder größere Unfälle können geschehen, Krankheiten, und wenn man über lange Zeit nicht umkehrt, können sich schließlich auch wieder Dämonen einnisten, denn wir haben es ihnen gemütlich gemacht – auch wenn wir uns offiziell Christen nennen – es zählt das was wahr ist.

Ich hatte mal eine Phase, in der ich Ungehorsam lebte. Ich wollte einfach etwas anderes als Gott. Ich war nicht bereit, mein Leben nach Ihm auszurichten, wollte Ihm auch gar nicht zuhören und fällte eine Entscheidung aus reinem Eigenwillen heraus. Ein, zwei Tage war ich erleichtert, weil dies mein altes Fleisch befriedigte, doch dann merkte ich, dass ich plötzlich mit jedem aneinander geriet. Ich verlor meinen Frieden und wurde ungeduldig und verurteilend. Einmal hatte ich einen cholerischen Anfall. Direkt vergaß ich beim parken in meinem Auto die Handbremse anzuziehen, stieg aus, und während ich im Laden war, rollte der leere Wagen einen Hügel hinab, überquerte eine Straße und kam auf einer Verkehrsinsel zum stehen. Der Marktleiter holte mich aus dem Laden und fragte mich, ob das mein Auto sei. Es war eigentlich unglaublich, dass niemandem etwas passiert war. Der Wagen hatte noch nicht mal eine Schramme. Aber mein Schreck war immens, und die Lehre saß! Ich kehrte um zu meinem Gott, und alles in mir wurde wieder hell in mir.

Bei einer anderen Gelegenheit des Ungehorsams bekam ich – vorher zwei Jahre kerngesund – drei Krankheiten gleichzeitig (Blase, Rücken, Grippe) – auch da ging mir ein Licht auf. Kaum war ich reumütig umgekehrt, verschwanden sämtliche Symptome.

Mit Ihm durch Dick und Dünn

Viele Christen fühlen sich sicher, einfach nur weil sie getauft sind und in die Kirche oder Gemeinde gehen – doch Gott interessiert viel mehr für den, der seine Entscheidungen nach Ihm ausrichtet, für den der bereit ist, Ihn in seinem Leben herrschen zu lassen. Was Er von uns will steht in den 10 Geboten. Er weiß aber auch, dass wir die 10 Gebote, noch dazu das, was Jesus in der Bergpredigt von uns fordert, aus uns heraus, aus unserer fleischlichen Seele heraus nicht halten können. Wir sollen das nicht aus eigener Kraft und ohne Gott vollbringen. Nein, Er möchte mitmachen, uns unterstützen. Nur mit Gott zusammen können wir all das tun!

Das Leben mit Gott soll eine Beziehung sein, nicht nur blinder Glaube ohne den direkten Kontakt – es ist eine Beziehung, die immer weiter vertieft werden kann. Und jede Beziehung lebt davon, dass man miteinander redet und sich austauscht. Dass man um Rat fragt und offen ist für die Antworten, und dass man damit aufhört, sein eigenes Ding zu machen.

Jesus befiehlt nicht

In jeder Ehe muss man aufeinander Rücksicht nehmen. Und wenn man sich liebt, dann tut man das was dem Partner gefällt – aus Liebe. Wenn du mit Gott, insbesondere Jesus in einer Beziehung bist, dann schenkt dir das dann den größten Segen, wenn du das tust, worum Er dich bittet. Jesus befiehlt nicht, er legt dir etwas nahe. Er empfiehlt. Er macht auch Dinge schmackhaft. Er schlägt vor. Er öffnet das Herz für das was Er sich von dir wünscht. Manchmal möchte Er verrückte Dinge von dir, oder Dinge, die du früher nie getan hättest, oder von denen du dachtest, du könntest das nicht. Und wie wunderbar: Er verwandelt dich da hinein, wo Er dich am liebsten haben will, Er rüstet dich aus mit Kraft und Liebe, und plötzlich kannst du das wovon du es nie geglaubt hättest, und Er segnet dich überreich mit schönen Erfahrungen – und mit Seiner Nähe (Siehe letzter Blog-Artikel: https://innesein.wordpress.com/2020/04/27/gott-ist-gut/). Mit jedem Gehorsamsschritt wird die Beziehung immer besser.

Wie nah wollen wir IHM kommen?

Als Jesus wirkte hatten die Menschen unterschiedlich nahe Beziehungen zu ihm. Die Meisten, die an Ihn glaubten, sahen Ihm mehr aus der Ferne zu, dann gab es ca. Hundert, die Ihm beständig nachreisten, dann gab es die zwölf Jünger, und von diesen Zwölfen waren es fünf, die Er näher um sich versammelte. Doch dann gab es auch noch diesen engeren Kern von den Dreien, Petrus, Jakobus und Johannes. Diese Drei durften Ihn alleine zu verschiedenen Anlässen begleiten. Sie nahm Er auch mit in den Garten Gethsemane, am Abend vor Seinem Martyrium. Sie waren Seine engsten Jünger und Seine Vertrauten.

Es darf nichts „kosten“

Die meisten Menschen wollen Jesus im Grunde zu ihrem Leben hinzu fügen, ohne etwas verändern, ohne etwas dafür geben zu müssen, Ihn sozusagen „in petto“ haben, ohne Ihn wirklich tief kennen zu lernen. Es soll uns möglichst nichts kosten, sondern nur Gewinn bringen. Manche nutzen Ihn mehr für den eigenen Ruhm als für den Ruhm Gottes, für die eigene Ehre, für das eigene Ego. Manche häufen in Seinem Namen Schätze an, bauen riesige Kirchen davon, dabei findet sich Gott nur im Herzen und nicht in der Kirche. Es ist immer die Frage: wie sehr macht man etwas fürs eigene Ego, oder macht man es wirklich für Jesus? Man muss sich selbst prüfen und auch wach bleiben, wenn man Andere anschaut – auch Pastoren sind nicht ausgenommen. Viele verlieren die Demut wieder und die Bescheidenheit und strahlen statt dessen Eitelkeit aus. Sie vergessen ganz das, was über das Dienen in der Bibel steht und füttern sich neues „Fleisch“ an. Manche werden mit Macht, andere mit Sex auf Abwege gebracht. Gerade Leiter und Menschen mit einer gewissen Berühmtheit, die viele Menschen anziehen, werden versucht. Sie sind die besondere Zielscheibe von Dämonen.

Jeder muss sich fragen, zu welcher Art Mensch er gehören möchte. Will man sich selbst größer machen mit Jesus, oder ist die Liebe zu Ihm echt und tief? Wie groß ist die Sehnsucht nach Ihm? Zu welcher Art von Gläubigen möchte man gehören? Zu welcher Art von Jüngern – zu den Hunderten, oder zu den Zwölfen oder zu den Dreien? Und dann gab es da ja auch noch Johannes, der Jünger „den Jesus liebte“, der an Seinem Herzen lag. Wie nah möchtest du Jesus kommen? Und zu welcher Hingabe an Ihn bist du bereit? Willst du Ihm wirklich dein Leben geben und Ihm folgen – immer und zu jeder Zeit? In der Lebensübergabe bei der Taufe versprechen wir das. Halten wir unser Versprechen?

Für mich ist klar: Ich möchte zu den Zwölfen gehören, und noch viel lieber zu den Dreien! Ich will es zumindest versuchen, mit Ihm so vertraut und so intim wie möglich zu werden.

Johannes an der Brust Christi, um 1310, Eichenholz Inv. Nr. 7950 © Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin / Antje Voigt

Ich möchte Ihn riechen können, Seine Haut spüren, an Seinem Herzen lauschen, immer mit Ihm sein, ich will Ihn nie mehr los lassen.

Und weil ich weiß, dass dafür Reinheit unabdingbar ist, frage ich Ihn täglich, ob ich etwas bekennen und von etwas umkehren sollte, ob ich Ihm untreu war, Ihn betrübt habe, ob irgendetwas zwischen uns steht. Wenn ja, dann fühle ich mich wie abgehängt, getrennt von Ihm, verloren in meinem Kopf und in meiner selbst gezimmerten Welt. Durch Umkehr fühle mich Ihm sehr schnell wieder nah. Er berührt mich im Herzen, und so weiß ich, dass Er mir schon längst vergeben hat.

Jesus war so gütig. Er nahm es Petrus nicht übel, dass er ihn drei Mal verriet, bevor der Hahn krähte. Er kennt die Unzulänglichkeiten des Menschen. Petrus zog sich zurück und weinte bitterlich, als ihm klar wurde, was er getan hatte. Das war seine Umkehr, und er wurde ein großer Apostel.

Wir alle machen Fehler, ständig. Wir können kaum jemals so rein werden, wie wir es sollten. Aber Gott macht uns wieder rein. Der Weg gemeinsam mit Ihm ist viel leichter, als seinen eigenen Weg zu gehen, denn so wird man immer mehr frei von sich selbst. Sich immer wieder neu hinzuhalten, auszurichten, hinzuhören und in Seinem Wort zu lesen offenbart mit der Zeit mehr und mehr Seinen wunderbaren, liebevollen und gütigen Charakter. So wird man wacher und wacher für Gott…

Gott hat zwar strenge Prinzipien, doch Er ist kein strenger Vater. So darf man Fehler machen und immer wieder zu Ihm zurückkehren.

Fotos Pixelio: 539223 von wejot, 55132 Günter Havlena

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»Der Herr ist König!«Fest gegründet ist die Erde, sie wird nicht wanken. Und der Herr wird für alle Völker ein gerechter Richter sein. 11 Der Himmel soll sich freuen, und die Erde soll jubeln, rauschen soll das Meer mit allem, was in ihm lebt. 12 Die Felder sollen in Jubel ausbrechen mit allem, was auf ihnen wächst! Auch alle Bäume im Wald sollen jauchzen, 13 wenn der Herr kommt! Ja, er kommt, um auf der Erde Gericht zu halten. Er wird die Welt gerecht richten und über alle Völker ein Urteil sprechen, durch das sich seine Wahrhaftigkeit zeigt.

Psalm 96

Ruhe

Die Welt scheint still zu stehen. Der Himmel ist stahlblau, kein Wölkchen, kein Kondensstreifen ist zu sehen. Die Stille ist laut geworden. Vogelgezwitscher erfüllt die Luft – so viel lauter als früher. Und die Vögel scheinen mehr geworden zu sein… Sie jubeln in den Lüften – zu wem jubeln sie?

Die Äste wiegen sich im kalten Wind – die Welt hält die Luft an. Es ist ein übernatürlicher Frieden da. Kein Flugzeug in der Luft, kaum Autogeräusche, kaum Menschen auf der Straße, nur in die Natur treibt es jetzt viele heraus. Alles scheint wie erstarrt, die Menschen, viele gebannt in Angst. Ein unsichtbarer kleiner Dämon jagt ihnen Angst und Schrecken ein. Er könnte überall lauern, besonders wenn Menschen sich nahe kommen – also Distanz.

Jetzt haben wir die Gelegenheit, tief durch zu atmen und ganz direkt zu erleben, wie sich das Leben vor hundert Jahren angefühlt haben muss – ohne Ablenkung durch all die vielen Möglichkeiten, die wir heute haben. Ohne Ablenkung durch Reisen, Sport, Feiern, Kultur, Konzerte, Menschenmassen… Man ist auf sich selbst geworfen – und kann endlich einmal nachsinnen über das Leben.

Das was wir jetzt erleben, diese Stille und Schönheit der reinen Natur, der plötzlich klarer werdenden Gewässer, des sauberen Himmels, der plötzlich so guten Luft, die sich atmet wie Nahrung… Das ist die Schöpfung eines einmaligen Gottes, der uns einstmals in ein solches Paradies gesetzt hat. Der uns Land gegeben hat und alles unter unsere Hoheit setzte, damit wir es hegen und pflegen, damit wir es lieben und mit Weisheit – gemeinsam mit Ihm, diesem großartigen Gott – verwalten.

Sein großes JA zur Schöpfung, Sein Wort hat all das geschaffen, und jetzt ist die Liebe spürbar – mehr denn je! Gott hat uns eine Atempause geschenkt! Er hat die Welt angehalten. Nur ein Gott kann das tun, es ist in Seinem Plan!

Jetzt ist eine Zeit, in der sich jeder tief besinnen kann auf das Eigentliche. Auf das Wesentliche. auf den Sinn seines Lebens.

Wir haben einen guten Gott, einen Gott, der nichts mehr liebt als den Menschen! Einen Gott, der all Seine Güte über uns ausschütten möchte – der dringend sucht nach Seinen Kindern, nach denen, die Ihn wirklich annehmen als König, als Leitfigur, als einzigen, unbeschreiblichen, gütigen, liebenden Gott. Er wartet nur darauf, dass Er Seine Güte in den einzelnen Leben zeigen kann. Und Er tut es ja bereits in all den Leben derer, die ihr Leben Ihm bereits gegeben haben. Doch Er möchte es allen Menschen zeigen, wie gut Er ist, wie sehr Er uns liebt.

Doch Gott ist nicht gewaltsam. Das Besondere am Menschen, das was ihn Gott-ähnlich macht, was Ihn in Sein Bild stellt – das ist sein freier Wille. Das ist einmalig in der Schöpfung. Engel haben keinen freien Willen, Dämonen auch nicht, doch der Mensch, der hat ihn! Und er soll ihn einsetzen, FÜR GOTT!

Er soll nachdenken, er soll sich fragen: spüre ich Gottes Liebe in meinem Leben? Wendet sich immer wieder alles zum Guten? Bin ich überwiegend gesund und gut versorgt? Hat Gott in meinem Leben den Raum, der Ihm gebührt? Wende ich mich mit meinen Problemen an Ihn? Steht Er an erster Stelle in meinem Leben? Lasse ich mich von Ihm führen? Höre ich hin was Er mir sagt und folge ich dem? Und: bin ich sozial gut eingebunden in eine Familie oder familienähnliche Strukturen? Gibt es Menschen, denen ich nicht egal bin, die mich annehmen und Vergebung leben? Bin ich also aufgehoben in einer Gemeinschaft und getragen von Gott? Komme ich immer wieder in Frieden durch Seine Hilfe? Rede ich überhaupt mit Gott? Lade ich Ihn in mein Leben ein? Ist Er mir nah? Und wessen Willen tue ich jeden Tag – Seinen oder meinen?

Kann ich spüren und sehen wie Er in meinem Leben wirkt? Erlebe ich, wie Er täglich meine Gebete erhört, ja auch im Kleinsten? Folge ich Seinen Geboten? Bin ich als Sein Kind gehorsam den Regeln, die Er liebt und in Seiner Weisheit für uns erdacht hat? Wenn wir das nicht können – kein Problem! Gott hilft uns dabei. Er ist kein strenger Gott, wenn Er weiß, dass wir in Seiner Spur laufen WOLLEN. Da zeigt Er Seine Güte und Geduld. Und er hilft uns auch dabei, Seine Regeln zu verinnerlichen, denn Gott verändert den Menschen. Und zwar zum Guten!

Brauchst du das nicht? Bist du schon von dir aus gut? Kannst du das wirklich, dich ganz allein zum Gutsein zu erziehen? Bist du gütig, hilfreich, liebend, sanft, langsam zum Zorn und übst du täglich Vergebung und auch Unterordnung unter Ihn – die gute, höhere Macht?

Der Mensch ist ein soziales Wesen, und im Grunde sehnen wir uns alle nach einem guten König, der uns sagt, was wir tun sollen und wie. Und wir haben das Glück, dass es diesen König gibt, der uns in Sein Königreich aufnehmen möchte. Ein Königreich, in dem Liebe herrscht und Gemeinschaftssinn, in dem geteilt wird, und indem es nur ein Zentrum gibt: Gott Vater und Jesus Christus. Wie eine Sonne schenkt Er alles, und die Kinder strahlen Liebe und Dankbarkeit zurück. Gott liebt Dankbarkeit, Er liebt es, geliebt und gelobt zu werden – und Sein Herz geht weit auf, wenn dies geschieht.

Ich finde es gut, wenn jetzt viele Menschen zum nachsinnen kommen und sie sich einige Fragen stellen.

Diese Welt ist von uns kaputt gewirtschaftet worden – Gott und nur Gott könnte uns helfen dabei, sie wieder in einen besseren Zustand zu versetzen, wenn wir lernen auf Ihn zu hören und Ihm zu folgen. Wer ist weiser als Gott? Wer weiß besser, was wir und diese Erde brauchen? Niemand. Wir sollten sein Angebot nicht ausschlagen, uns Ihm hinzuwenden. Wer weiß wie lange dieses Angebot noch steht?

Die Bibel spricht von der Endzeit, in der noch die letzten Treuen gerufen werden, die im Buch des Lebens stehen. Und wenn die Zahl erfüllt ist, kommt eine schwere Zeit für uns alle – bevor dann Jesus eines Tages zurück kommt. Zahllose Prophezeiungen der Bibel haben sich bereits erfüllt, auch diese wird sich erfüllen. Glaube es, oder nicht, das ist nicht wichtig, doch es würde nicht schaden, damit anzufangen in der Bibel zu lesen, wenn du noch nicht viel über Gott weißt.

Dort findest du Seinen Charakter beschrieben. Das neue Testament ist leichter zu verstehen, vielleicht beginnst du erst mal damit. Um das alte zu verstehen braucht man einen tieferen Blick und eine gemeinsame Strecke mit Gott. Doch alles öffnet sich nach und nach…

Sprich mit Gott, rufe Ihn an. Nutze die herrliche Stimmung in der Natur, die Einsamkeit, atme die Schönheit dort tief ein, frage dich, ob du wirklich, wirklich ohne einen Gott leben kannst, und frage vor allem dein Herz! Bist du voller Angst, oder Härte, voller Stolz, glaubst du noch immer, du bist der Herr deines Lebens? Ist dein Herz rein? Oder brauchst du nicht einen Gott, der es rein macht? Gott will das – nichts lieber als das! Du musst nicht bereits rein und fertig sein, das ist Sein Job! Aber zeige Ihm, dass du umkehren willst von dem Alten und mit Ihm neu beginnen. Lass die Sehnsucht sprechen und zeige Ihm deine Wunden, öffne dich Ihm und lass Ihn hinein. Füge Ihn nicht hinzu wie einen Götzen, sondern sei dir bewusst, mit wem du es da zu tun hast. Er ist gewaltig, groß, gütig, herrlich, heilig, ein reinigendes Feuer und gerecht. Deshalb fordert diese Gerechtigkeit, dass du deine Fehler bekennst und bereust. Dass du einsiehst, dass du dein Leben auf dem Holzweg verbracht hast und eigenmächtig warst, ohne Liebe zu deinem Schöpfer.

Wir kommen mit unserer Eigenmächtigkeit nun allmählich an ein Ende. Es hat zu nichts Gutem geführt. Wir erleben den Exzess des Egoismus in dieser Welt überall. Die Superreichen werden sich auch an diesem Absturz noch bereichern, so lange bis es knallt. Aber nicht nur die Superreichen sind egoistisch, wir alle, jeder sucht zuerst seinen Vorteil und seinen Gewinn. Wir können keine guten Menschen sein ohne Gott. Er will uns durchweben und umgestalten in Sein Bild. Das ist der Plan, ein genialer Plan – und ganz und gar abhängig von unserer individuellen Entscheidung.

Rede mit Ihm, und bitte Ihn in dein Leben – aus ehrlichem Herzen. Wenn du wirklich umkehrst und bereit bist, Ihn kennen zu lernen und Seinen Willen zu tun anstatt deinen, wird Er dir antworten. Such dir Menschen, die dir dabei helfen können, die bereits Erfahrung damit haben, aber schau genau, welche Menschen dies sind und wen sie wirklich verherrlichen. „An ihren Früchten werde ihr sie erkennen.“

Gottes Segen sei mir dir!

Foto: Pixelio Image ID611268 von Rainer Sturm

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Was für ein großartig Liebender ist dieser Gott? Sein Herz muss unendlich groß sein… Wenn ich sehe, mit welch zärtlicher Liebe er all seine unvollkommenen Kinder betrachtet, macht mich das weich und demütig. Wie kleinlich und knickerig wir immer sind – im Vergleich zu Ihm! Wie gern halten wir an unseren Verletzungen fest und grollen und werden bitter, sind ärgerlich und können nur so schwer vergeben… Wenn Gott so wäre, gäbe es diese Welt schon lange nicht mehr…

Und er liebt uns TROTZDEM! Trotz unserer Unvollkommenheit! Oder vielleicht sogar wegen??? Er muss ein Gott sein, der es liebt, wenn die Dinge nicht perfekt sind. Er liebt einfach Menschen – unperfekte Menschen. Und wir strampeln uns ab, um möglichst immer besser und perfekter zu werden…

Dabei will Er nur eins, wir sollen zu Ihm kommen in aller Unvollkommenheit. Wir sollen Ihn suchen, und wenn wir Ihn gefunden haben uns an Ihn kuscheln, und dann nur noch eins: bei Ihm bleiben! An Seiner Hand gehen, mit Ihm zusammen…

Was wir an Anderen vielleicht für einen Makel halten ist das was „aus der Reihe“ tanzt und besonders viel Liebe braucht. Wir kommen unperfekt und unvollkommen auf die Welt, und brauchen genau deshalb umso mehr Liebe und Wertschätzung! Und die Schwächen der Anderen brauchen nicht unsere Verurteilung, sondern unsere liebevolle Großzügigkeit.

Wir können jedoch den Makel an Anderen nur dann lieben, wenn wir Gott mehr lieben als uns selbst. Das erst gibt uns Größe, das weitet unsere Herzen. Wenn wir spüren können, dass Gott uns so sehr liebt, wie Er es tut, dann können auch wir selbst mehr lieben, einfach deshalb, weil Er es tut.

Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat… 20 Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?

1. Joh, 4, 19
Der Gott der Herzen

Er ist ein Gott der Herzen. Der Kopf ist zweitrangig. Mit Kopf meine ich Gedanken, die zumeist aus anderen Quellen gespeist werden. Ohne die Gabe der „Unterscheidung der Geister“ können wir nicht wissen, wer uns gerade diese oder jene Gedanken in den Kopf spiegelt. Insbesondere ohne den Heiligen Geist können wir nicht unterscheiden. Wir denken immer, es wären unsere eigenen Gedanken, weil sie sich an unserem Erleben und an unseren Erfahrungen „entzünden“. Doch es gibt immer mehrere Möglichkeiten, mit dem Erfahrenen umzugehen, bzw. darauf zu reagieren. Die erste Reaktion ist meist nicht die weiseste.

Wut und Ärger z.B. sind immer sofort da, doch das heißt nicht, dass sie ausgelebt werden müssen. Ganz im Gegenteil!

19 Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; 20 denn des Menschen Zorn vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit!

Jak. 1, 19
Ärger und Groll besiegen

Ich wüsste nicht, wie ich es ohne Gott schaffen sollte, meinen Ärger mit Liebe zu besiegen – denn die Liebe kann das. Es braucht allerdings Übung und vor allem Wachheit. Es braucht vor allem aber die Hinwendung zu Ihm! Mit Ihm darüber reden und sich klar werden, dass Wut und Ärger, Groll und Bitterkeit mich von Gott trennen.

Je länger ich mit Gott gehe, umso sensibler werde ich dafür zu spüren, wann ich mich durch meine Reaktionen abtrenne und wann ich wieder bei Ihm bin. Das Abtrennen ist ein sehr subtiler Prozess. Zunächst mal merke ich, wie meine Stimmung sich verschlechtert. Ich merke auch, wie meine Lust nachlässt mit Gott zu sprechen, zu beten oder in der Bibel zu lesen. Denn mein Groll richtet sich unbewusst auch gegen Ihn. Wenn ich ehrlich wäre, müsste ich sagen: „Gott, deine Schöpfung ist Mist! Deine Menschen sind missraten, sie sind verletzend und egoistisch, und ich will das nicht!“ Ich müsste sagen: „Sorry, aber ich hätte das besser gemacht, wäre ich Gott!“

Kein Wunder, dass Gott da ein Stück ab rückt von mir und mich erst einmal meinem Ärger überlässt. Er drängt sich ja nicht auf. Und Er wird mich nicht zwingen, Andere zu lieben. Ich schmore dann im eigenen Saft, bis mir irgendwann auffällt, dass etwas nicht stimmen kann, weil ich meinen inneren Sonnenschein nicht mehr spüre. Ich habe das Gefühl, allein auf mich gestellt zu sein und komme vielleicht sogar mehr und mehr in einen Abwärtsstrudel von negativen Gedanken über mein Leben und mich…

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Das geht so lange, bis ich spüre, etwas läuft schief, ich muss mich unbedingt wieder Gott zuwenden. Dann frage ich den Heiligen Geist, was eigentlich los ist und was ich tun soll. Und wenn ich so nachsinne, fällt mir doch sofort ein, dass ich so schlecht drauf bin seit ich mich so dermaßen über jemanden geärgert habe. Und wenn ich dann weiter frage, höre ich, dass ich anscheinend seitdem Bitterkeit kultiviert habe und in keiner Weise mehr konform mit dem bin, was Gott sich von mir wünscht. Und wenn ich dann noch weiter frage und so über Gott nachdenke, kommt in mir die unbändige Sehnsucht auf, frei davon zu werden und wieder in Gottes Arme zu fallen.

Und Gott sagt in Seiner Liebe und Großzügigkeit: „Komm! Gib mir deinen Ärger, erzähle mir alles genau, erzähle mir was war und wie du dich damit gefühlt hast. Ich möchte alles von dir wissen. Und dann zeige mir, dass es dir Leid tut, wie du innerlich reagiert hast. Und dann bitte zunächst Mich um Vergebung! Ich habe dir doch schon längst vergeben! Aber ich möchte es trotzdem von dir hören… Und dann vergib der Person alles – rückstandslos! Gib dir einen Ruck! Und auch wenn du es nicht kannst, versuche es und sage mir, dass du dich wirklich dafür entscheidest, und dass ich dir dabei helfen soll!“

Ohne Demut geht gar nichts

Oh ja, das geht nicht, ohne sich vor Gott zu beugen, vor einem Gott, der liebender Vater, aber auch Richter ist – der Herr der Gerechtigkeit. Ärger und Groll beschmutzen uns. Wir hängen dann im Sumpf und brauchen einen starken Arm, der uns heraus holt. Deshalb ist es so wichtig, eine BEZIEHUNG zu Gott zu haben. Ein Geist der Stille oder reines Bewusstsein holt uns nicht aus dem Schlamm. Doch ein liebender Vater wird uns nicht hängen lassen, Er strömt über vor Liebe.

Jeder Vater würde sein Kind aus dem Sumpf ziehen… Er würde nicht lange zögern, wenn das Kind um Hilfe schreit. Es muss aber schreien, sonst hört er es nicht. Wenn er es hört, rennt er zu ihm und hilft sofort. Und mit
Gott bleibt kein Tropfen Schlamm an dem Kind hängen, sobald Er es berührt und auf Seine Arme zieht und tröstet. Das Kind ist danach genauso rein wie zuvor. So ist das mit Gott. Lotus-Effekt.

Danke, Papa!
An der Hand von Papa

Wir, die Kinder, werden erquickt nach so einem Prozess und mit Liebe und Annahme geflutet, mit Frieden gefüttert, so dass unsere Herzen in Dankbarkeit explodieren. Das Herz wird so erfüllt in dieser lebendigen Beziehung zu Gott, immer wieder…

…Und sicherlich fallen wir wieder in den Schlamassel… Doch irgendwann – so habe ich mir sagen lassen – werden die Schlammlöcher seltener, und wir merken immer schneller, wie wir sie umgehen können, indem wir Wut und Ärger immer kürzer Raum geben und immer schneller zu Gott zurück finden.

Früher wusste ich nur den einen Weg: mich mehr und mehr von Menschen zurück zu ziehen, um mich vor Verletzungen zu schützen. Heute wage ich mich immer mehr an Menschen und Situationen heran, denn mein Vertrauen wächst, dass ich mit Gottes Hilfe letztlich mit allem umgehen kann. Deshalb: dies ist ein Gott des Lebens und der Fülle, ein Gott der Beziehungen.

Die Bibel enthält ein Weltbild, das die Menschen zu mehr Liebe bringen will – mit Gottes Hilfe, und NUR mit Gottes Hilfe ist das möglich.

Fotos: Pixelio Image 589406 von Helene Souza, 788823 von Burkhart Maria

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