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Posts Tagged ‘Bibel’

Ich kann jeden verstehen, der sich von dem Gott abgewandt hat, wie man ihn durch die Kirchen transportiert bekommt. Denn dieser Gott hat – zumindest bei mir – einen leblosen Beigeschmack hinterlassen.

Was in Kirchen geschieht war mir wenig anziehend, und die Hierarchie dort, die den Gläubigen dazu verurteilt, passiv in der Kirchenbank zu sitzen und einem Pastor, der als Einziger die Autorität im Hinblick auf Gott hat, bei zumeist langweiligen Predigten zuzuhören, und die gar einen Papst kürt, von dem sie behauptet, er sei der alleinige Vertreter Gottes auf Erden – all das hat mich von der Kirche und damit auch unweigerlich von dem biblischen Gott und auch der Bibel weg getrieben. Die Kirche erhebt den Alleinvertretungsanspruch für Got,t und sie hat es geschafft, dass die Menschen Kirche sofort mit Gott assoziieren. Doch Kirche ist tot, Gott ist lebendig. Kirche beteiligt den Menschen nicht in ihren Prozessen, sie ist in leeren Ritualen erstarrt und hat sich jenseits von einer lebendigen, warmen, innigen Beziehung zu Gott platziert – zu dem Gott, den der Mensch so dringend braucht, und der laut Bibel dem Menschen so gerne nahe sein möchte! So hat die Kirche Gott verfälscht.

Jesus, Gottes Sohn, hat doch von sich gesagt, Er sei das LEBEN, der Weg und die Wahrheit. Doch der Weg der Religion führt in den allermeisten Fällen nicht in eine lebendige, fruchtbare Beziehung zu Gott hinein. Der Glaube an Gott bleibt so ohne Früchte, ohne Segen und ohne die Liebe, die Gott für uns in Wirklichkeit hat – für jeden Einzelnen. 

So viele Enttäuschte wenden sich nicht nur von der Kirche, sondern auch von Gott ab. Sich von Gott abzuwenden, den persönlichen Gott wegen der Kirche zu verneinen, beraubt jedoch den Menschen der Möglichkeit, direkt und unmittelbar in eine Beziehung zu Ihm einzutreten. Deshalb haben all die Lehren von Selbst-Erlösung einen derartigen Zulauf. Wir sind ganz auf uns selbst zurückgeworfen, wenn wir an ein (fehlerhaftes) Konzept glauben, wie an das eines unpersönlichen Gottes, von dem wir Teil sind. Diese Philosophie ist anziehend, denn sonst müssten wir uns ja ganz und gar einsam und zurück gelassen fühlen… In diesem Richtungswechsel schwenken wir um vom naiven Glauben unserer Kindheit an einen liebenden Vatergott – hin zum Pantheisms: Gott ist in allem, alles ist Gott, ich bin Gott. Gott und die Welt werden gleich gesetzt und somit auf einer Ebene verwoben. https://de.wikipedia.org/wiki/Pantheismus Diese Lehre ist der Bibel und dem in ihr beschriebenen Schöpfergott konträr.

In dieser so klein wirkenden Entscheidung gegen den persönlichen Gott, den wir vielleicht nur aus Enttäuschung über die Kirchen und ihre Vertreter getroffen haben – hin zu diesem kosmischen, weltlichen Gott, von dem wir uns als Teil wähnen, geschieht Gewaltiges, denn wir ändern unsere Ausrichtung und somit unser Ziel! Wir verschieben am Knopf unseres Radios den Kanal, auf dem wir zu Gott senden und von Ihm empfangen! Unser Glaube stellt diesen Kanal dann neu ein!

Wir sind Radios

Wir sind wie Radios, empfangen und senden, doch wenn der Kanal nicht richtig eingestellt ist, rauscht es und kratzt es, wird es unverständlich, oder wir empfangen sogar einen ganz falschen Sender. So sprechen wir zu einem Gott, der nicht antwortet, oder – wenn es ganz schief läuft – sprechen wir mit Geistern, von denen wir nicht wissen können, was sie wirklich von uns wollen und welche Ziele sie in Wirklichkeit verfolgen.

Es ist ganz und gar nicht egal, an welche Art von Gott wir glauben und von wem wir uns Antworten erhoffen, welchen wir anbeten und mit welchem wir kommunizieren.

Unpersönliche Stille statt liebendem Vater

Statt dem liebenden Vater wählen wir das Unpersönliche, die Stille, und erwarten von ihr Heilung. Die magische Anziehungskraft der Stille verspricht Ruhe, Entspannung und Frieden. Wir erhoffen uns von ihr die Lösung von Traumata, die Heilung von Krankheiten, die Heilung unserer Seele. Die Verwandtschaft von Stille und Tod – so wie wir ihn uns vorstellen – ist verlockend und zieht uns immer stärker in die Richtung der Selbstauflösung. Wir glauben, wir müssten nur lange und intensiv genug stille sein, unser Ich und unsere Gedanken und Impulse weg geben, hingeben, sozusagen auflösen, damit wir endlich geheilt und glücklicher werden. Als sei die Stille ein heilsamer Geist heißen wir unseren alten Schmerz willkommen und entlassen ihn in die Stille, in der Hoffnung, so geheilt zu werden. (Um es vorweg zu nehmen: ich habe Heilung erst erlebt, als ich meinen Schmerz nach Jahrzehnten der Irrwege in Unterwerfung an den persönlichen Gott gegeben habe und um Heilung betete…)

Für den Augenblick gibt die Verknüpfung des Schmerzes mit der Stille ein Gefühl der Erleichterung, wenn der Schmerz dann durchlebt ist. Doch heilt uns das wirklich? Ich habe in meiner Vergangenheit wohl tausendmal die verschiedensten Schmerzen meiner Kindheitstraumata immer wieder gefühlt und in die Stille entlassen. Ich habe dazu auch Therapeuten aufgesucht und viel meditiert. Ich habe mich mehr und mehr nach Innen gewendet und zurückgezogen. Doch es heilte einfach nicht wirklich auf Dauer. Statt dessen wurde ich immer empfindlicher für Menschen und ihre Energien. Die Feinfühligkeit und Sensibilität steigerte sich in einem Maße, dass ich im Prinzip nur noch die Natur, Bäume, Himmel, Pflanzen als hilfreich erleben konnte – Menschen jedoch machten mir mehr und mehr Probleme. Oft schien die Heilung da zu sein, doch es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendwelche Trigger wieder alte Schmerzen an die Oberfläche brachten – obwohl ich sie doch so fleißig bearbeitet hatte…

Gott ist das Gegenteil von Tod

Gott ist lebendig, Jesus ist real, nicht umsonst hatte er gesagt: “Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Matth. 18, 3-4, und: “Aber ich habe wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast” Offb. 2, 4. Kinder haben kein Konzept von einem unpersönlichen Gott, sondern sie haben einen ganz naiven, natürlichen Zugang zu einem liebenden, gütigen Gott, der ganz klar größer ist als man selbst und selbstverständlich persönlich und nahbar. Was nützt mir ein Gott, der nicht mit mir redet? Der mir nicht antwortet? Der nicht wirklich wirkt? Ich möchte als Mensch Kind sein, einen liebevollen fürsorglichen Papa haben, an den ich mich mit allem wenden kann, und der mir nicht einen Stein geben wird, wenn ich Hunger habe und um Brot bitte… (Matth. 7, 7-12)

Die Bibel ist wahr. Der Gott der Bibel ist wirksam! Wenn du auf dem richtigen Kanal mit Ihm Kontakt aufnimmst, wird Dein Leben verändert… es kommt mehr und mehr in Ordnung… Du wirst mehr und mehr lebendig, es bekommt mehr und mehr Sinn… und du wirst mehr und mehr geheilt… 

Die Verherrlichung des Todes, des Sich-in-die-Stille-hinein-auflösens in der spirituellen Szene ist in Wirklichkeit extrem ungesund. Sie führt zu mehr Isolation, zu weniger Lebendigkeit, weniger Lebensfreude, Sie öffnet die Türen für ungute Kräfte, sie ist das Gegenteil von dem, was Gott eigentlich für den Menschen möchte. Gott wünscht sich Gemeinschaft unter den Menschen, die ihn lieben. Sie sollen sich gegenseitig so lieben, wie sie ihren Gott lieben und miteinander wirken, arbeiten, leben – in einer demütigen Haltung Gott gegenüber und in innigem Austausch miteinander und mit Ihm.

Demut äußert sich nicht darin, partiell Dinge an einen falschen Gott abzugeben, wie traumatischer Schmerz oder all das, was wir weg haben wollen. Demut äußert sich in einer Haltung, die sich komplett unter Gott stellt und sich Seinem Willen und Seiner Liebe ganz und gar überantwortet. Keine Selbsterlösung, sondern immer mehr Erlösung durch Gottes große Güte. Gebet in der Haltung eines Kindes, Erwartung von Heilung und Gaben in der Haltung eines Kindes. Glaube an etwas Größeres als wir jemals selbst sein können… und entsprechender Respekt davor…

Demut tut gut

Wir machen uns selbst zu den Göttern unseres Lebens, wenn wir uns nicht unter den Schöpfergott demütigen. Demut tut gut, denn wir müssen nichts aus uns selbst heraus können. Wir dürfen Kind sein. Demut macht das Herz weich und zeigt uns, dass wir einfache Menschen sind. Selbsterlösung hat nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun. Der Begriff “Gott”  ist völlig verkommen. Jeder meint damit etwas Anderes. Jeder bastelt sich seine persönliche Philosophie zurecht, so  dass er möglichst gut dabei weg kommt und sich möglichst an nichts und niemanden, auch an keinen Gott, anpassen muss. Wir leben in einer Welt, in der Trennung das Allheilmittel ist. Sind wir in einer Partnerschaft unzufrieden: Trennung. Sind mir mit Gott unzufrieden: Trennung, und her mit einem Gott, der uns besser in den Kram passt.

“Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt…” (Pippi Langstrumpf). Doch Unbegrenztheit ist nicht des Menschen, und spätestens wenn wir alt werden, merken wir, wie einsam wir sind, wenn wir es nicht irgendwann geschafft haben, bei einem Menschen zu bleiben. Und wenn wir es geschafft haben, dann sind wir spätestens dann allein, wenn er gestorben ist. Nur die persönliche Beziehung zum liebenden Vater- und Schöpfergott kann uns durch die Widrigkeiten des Lebens tragen, kann uns tiefen Sinn geben und Erfüllung.

Auf welchem Kanal sendet Gott?

Gott wartet – auf Seinem Kanal – auf unsere Entscheidung und unsere Hinwendung zu Ihm. Natürlich kann Er auch auf anderen Kanälen senden, sonst wäre Er nicht Gott, doch Er respektiert unsere Entscheidungen für oder gegen Ihn. Er ist nicht übergriffig und nicht manipulativ. Mehrmals im Leben dringt Er bei jedem Menschen durch und wirbt um ihn. Bei mir war das immer wieder durch eindringliche Träume. Doch ich verstand Seine Botschaften oft nicht, bzw. war auf meinem Weg verirrt, und meine Konzepte leiteten mich in die falsche Richtung… Stolz und Selbstzufriedenheit standen mir im Weg und eine gewaltige Überheblichkeit. Wir sind ja viel lieber selbst die Macher, bevor wir die Kontrolle an Gott abgeben…

Wer den wahren, realen, wirklichen Gott kennen lernen möchte, sollte sich mit der Bibel befassen, denn dort ist der Weg beschrieben, und dort tritt Er in Erscheinung. Und je mehr man darin unvoreingenommen liest, umso mehr offenbart sich Sein Charakter und Sein Wille und auch Seine Liebe. Die Bibel ist vom Heiligen Geist erfüllt und kann uns tiefe Einsichten schenken und die Verbindung zu Gott herstellen für den, der Ihn aufrichtig sucht. Es ist ein lebenslanger Prozess, diesen Gott mehr und mehr zu entdecken, und Ihn kennen zu lernen. Es führt in mehr Demut, in mehr Liebe, Nächstenliebe, zu mehr Sinn und Frieden untereinander.

Entscheidung und Vertrauen

Voraussetzung ist eine klare Entscheidung für diesen Gott, die man irgendwann treffen muss. Denn keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung – nämlich dagegen. Gott kann man nicht auf Schmalspur nachfolgen, es gibt nur entweder Ja oder Nein. Wer sich FÜR Ihn entscheidet, wird es nicht bereuen! Dazu gehört jedoch, sich und sein Leben ganz an Ihn auszuliefern. Dazu braucht es Vertrauen, und Vertrauen kann die Bibel schaffen – besser außerhalb der Kirche als innerhalb, aber das muss jeder selbst entscheiden.

Viele Menschen haben sich von Gott abgewendet weil sie Leiden erleben mussten und das Gott vorwerfen. Doch Gott ist der Einzige, der uns durch jedes Leiden hindurch tragen kann. der junge Phillip Mickenbecker ist ein gutes Beispiel dafür, wie auch sein Bruder und all seine Freunde. Es gibt kein Leben ohne Leiden, es gibt aber ein Leben ohne Gott. Es ist eine Entscheidung, die nicht nur unser jetziges Leben betrifft, sondern auch die Zukunft. Für den, der lieber ohne Gott leben will steht aber zu befürchten, dass er dann auch das Leben nach dem Tod ohne Gott verbringen muss – willst du das wirklich? Die Ewigkeit ohne Gott verbringen? Ich nicht.

Bilder: Pixelio Jürgen Frey Nr. 478615, motograf Nr. 109759

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Heute sah ich ein Video, indem eine Frau die Frage stellte, ob Meditation möglicherweise weniger emphatisch macht. Es gab Stimmen dagegen, aber auch dafür. Um die Empathie-Fähigkeit zu erhalten oder zu steigern wurde die „Liebende-Güte-Meditation“ empfohlen, da sie auch andere Menschen mit einschließt.

Auch ich habe diese Meditationsform eine Weile geübt, als ich noch auf dem spirituellen Weg war. Zunächst hat man sich selbst im Fokus und versucht, mit Hilfe von gewissen Techniken in eine Haltung der Liebe zu kommen. Man stellt sich eine glückliche Situation vor, bis man das Gefühl richtig spüren kann, dann wünscht man sich selbst Glück, Frieden und Zufriedenheit. Ist man an diesem Punkt, so dehnt man das auch auf andere Menschen aus. Das klingt erst mal gut – sofern man davon ausgeht, dass man sich selbst und Andere glücklich machen kann. Ist das so? Kann man das? In meinem Leben hat das nie funktioniert.

Was mir sofort in den Kopf schoss war die Tatsache, dass man sich hier an die Stelle Gottes setzt. Man glaubt, alles selbst in der Hand zu haben. Man produziert aus seiner eigener Kraft heraus Gefühle, projiziert sie aus eigener Kraft auf sich selbst und dann aus eigener Kraft auf Andere. Man ist der Überzeugung, man müsse Menschen Liebe schicken, um Gutes zu bewirken. Erst muss man diese Liebe mit Willenskraft erzeugen, dann schickt man sie mit der gleichen Willenskraft geistig weiter. Wie auch immer man meditiert, was auch immer man damit bewirken will – man hält sich selbst für den Erzeuger von Liebe, für den Sender von Liebe, man hält sich selbst für Denjenigen, der das Gute bewirkt. Man sieht sich als schöpferisch, ja als göttlich.

Verwechseln wir da nicht etwas? Wo kommt denn die Liebe her, die wir spüren können? Ist es nicht GOTT, aus dessen Liebe wir gemacht sind? Ist es nicht GOTT, der das Gute bewirkt? Ist es nicht Gott, der das Leben erhält und ständig neu bewirkt und erzeugt? Für wie unendlich wichtig halten wir uns eigentlich? Für mich ist das Hybris. Die Intention, Gutes zu bewirken, ist sicherlich richtig – doch der Weg ist falsch, weil die Haltung falsch ist. Sie ist eine Lüge, denn die Wahrheit ist: Gott tut all das – aber nur wenn Er es will, und nicht wenn wir es wollen.

Wer anfängt, den wahren, echten Gott zu schmecken, der wird nie wieder so agieren können. Nur falsche Götter leiten zu solchem Handeln an. Alles, was das gottlose Ego (das Ego ohne Gott) des Menschen fördert kommt aus der falschen Richtung.

Gottes Herz

Ich durfte heute einen tiefen Blick in das Herz des Vaters tun. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und es war das erste Mal in einer solch erschütternden Tiefe. Es hat mich so tief berührt, dass ich mich vor Tränen kaum mehr retten kann – schon seit Stunden. Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist: Da steht im alten Testament, dass Gott Noah nach der Sintflut versprochen hat, dass Er einen Bund mit der Erde und den Menschen und allen Tieren schließen möchte. Er versprach Noah, dass Er so etwas (eine solche Flut und die Vernichtung des Lebens) nie wieder tun will. Und als Zeichen dieses Bundes habe Er ein Zeichen gemacht, einen Bogen in den Wolken aufgerichtet, und wann immer ein (Regen)Bogen am Himmel erscheint, wird Er diesem Bund gedenken (1. Mose, 9, 9-17).

Regenbogen - Bund Gottes mit der Erde, den Menschen, den Tieren

Gott denkt oft an uns, denn zahllose herrliche Regenbögen erscheinen täglich, stündlich überall auf der Welt. Und wenn wir einen erleben, so können wir ihn staunend anschauen und uns sicher sein, dass Gott an diesen Bund mit uns denkt, und dass Er uns nicht vergessen hat. Das kann ein Trost für jeden sein, der sich von Gott verlassen fühlt.

Für mich ist dieser Bund, dieses Band, diese Verbindung ohnehin keine Frage, auch ohne Regenbogen. Aber diese Versicherung Gottes vor tausenden von Jahren zeugt – so sagt mein Herz – von einer unendlichen Liebe, Güte und Zugewandtheit, so dass sie mich, als ich so darüber nachsann, in einer Weise anrührte, dass ich schlagartig einen Blick in Sein Herz tun durfte. Wie sehr Er doch die Menschen liebt… Wie nah Er uns doch ist… Wie weh Ihm all das tut, was hier geschieht, was wir unseren Mitmenschen und den Tieren und der Erde antun… Und wie es Ihn traurig macht, dass sich die meisten Menschen von Ihm abgewandt haben…

Was tun wir unserem Gott Tag für Tag an? Unserem Erzeuger, unserem Schöpfer, unserem Vater? Er hat das nicht verdient. Seine Schöpfung verschmäht Ihn. Dabei tut und tat Er bereits alles, um uns zu helfen, uns zu retten… Er machte einen neuen Bund und gab Seinen Sohn – doch wer greift wirklich nach Ihm? Der Rettungsring ist für jeden Einzelnen erreichbar… doch unser Stolz lässt es nicht zu, dass wir Jemanden, dass wir einen Gott über uns akzeptieren, dass wir uns vor Ihm beugen, ja demütigen. Wir sind zu stolz, um uns in die Ordnungen Gottes zu fügen, die doch FÜR uns gemacht sind, nicht gegen uns. Gott ist das pure Gute. Dieses Gute ist so dermaßen gut, dass wir es gar nicht ermessen können. Er ist gleichzeitig absolut rein und heilig.

Wir sind vermessen

Wir Menschen sind vermessen, wenn wir glauben, alles alleine in den Griff zu bekommen, alles alleine zu können, selbst zu wissen was wir brauchen und wie wir es bekommen können. Wir benutzen die Schöpfung ohne den Schöpfer zu beachten, ohne uns mit Ihm zu synchronisieren. Wir brauchen jedoch Gottes Anleitung, Seine Hilfe, Seine Hand, Seine Liebe. Wir ignorieren Gott, wir ignorieren den, von dem wir kommen, der uns gemacht hat, und DEN, durch den, in dem und zu dem hin alles gemacht ist (Römer 11, 36).

Für Menschen, für mehr Liebe zu meditieren ist sicher gut gemeint, jedoch der falsche Ansatz und muss unwirksam bleiben, denn Gott ist nicht mit im Boot. Für Menschen zu beten ist besser, denn hier bauen wir die Beziehung zu unserem Schöpfer auf, die persönliche Beziehung. Bisher ist der Bund Gottes mit uns zumeist einseitig. Doch im Beten erwidern wir den Bund, ergreifen wir das Band zwischen uns. Es entsteht dadurch eine Beziehung von Person zu Person – auch wenn es manchem als zu simpel erscheint, Gott als Person zu bezeichnen. Er hat eine gewaltige Persönlichkeit! Und hat Er nicht selbst gesagt, dass Er uns in Seinem Bilde geschaffen hat? Ein unpersönlicher Gott wäre uns doch gar nicht ähnlich! Doch Er ist uns ähnlich, vom Wesen her. Gott hat Gedanken, Gott hat Gefühle, Gott hat Absichten, Ziele, Sehnsucht etc…

Meditieren ist eine Handlung ohne Gott – beten ist eine Handlung MIT Gott.

Ein unpersönlicher Gott ist nicht wirksam. WEN oder WAS meinen wir denn, wenn wir einen unpersönlichen Gott ansprechen? Es ist ein Widerspruch in sich, mit einem unpersönlichen Gott zu sprechen. Ein solcher Gott muss der falsche sein, weil der wahre Gott sehr persönlich ist.

Gottes Persönlichkeit

Im biblischen Vater, Seinem Sohn Jesus Christus und dem von Jesus gesandten Heiligem Geist finden wir zahlreiche Facetten von Gottes Persönlichkeit:

VaterSohnHeiliger Geist
SchöpferRetterLehrer
VaterGeliebter/BräutigamTröster
Behüter/BeschützerPartnerRatgeber
Ernährer/VersorgerHeiler/ArztFreund/Zuhörer
ErzieherTür zum VaterÜberführt von Sünde
HeiligErscheint in TräumenJesus Sprachrohr
LiebeWeg, Wahrheit, LebenÜberführt von Wahrheit
Das GuteLiebesanft
Vergibt die Sünden (Zielverfehlungen)Sanftmutsensibel
Voller GüteFriedefürstist manchmal betrübt
Spricht in TräumenWill in uns wohnenHelfer
AutoritätIst immer erreichbarWeisheit
SouveränitätHerr der Heerscharengibt Prophetie

Diese Liste ist natürlich nicht vollständig… Man sieht aber, was für ein Gott uns geschaffen hat und welche Intention Er hat. Er möchte uns ins Gute führen, Er sucht Kontakt zu uns auf vielerlei Weise. Doch entdecken und kennen lernen können wir Ihn nur, wenn wir das auch wollen, wenn wir Ihn suchen und uns Seine Worte zu Herzen nehmen. Dazu braucht es eine radikale Umkehr vom Alten, auch eine Umkehr von der eigenen Wichtigkeit und Bedeutung, und eine Hinwendung zu dem was größer ist als wir: Jesus Christus, der extra für diese Mission lebte und starb, und dem Vater.

Betriebsanleitung für den Weg zu Gott

Es ist zwar krass, und man kann es kaum glauben, wenn man aus dem Humanismus kommt und viele Religionen und Philosophien kennen gelernt und ausprobiert hat – aber die Bibel ist das einzige Buch, durch das Gott durch Menschen wirklich und wahrhaftig und so klar wie möglich spricht. Es mag durchaus sein, dass auch andere Bücher Teile der Wahrheit enthalten, doch die Bibel ist überragend in ihrer Konsequenz und in ihren Ergebnissen, wenn man sie als Leitfaden nimmt, weil sie sozusagen die „Bedienungsanleitung“ enthält, wie man Gott kennen lernen, sich Ihm nähern und Ihm nahe bleiben kann, und man tatsächlich frei werden kann vom gottlosen Ego.

Das was die Spiritualität verspricht, kann sie nicht halten. Es geht nicht darum, das Ich zu verlieren, sondern die Persönlichkeitsanteile, die wir ohne Gott entwickelt haben, ohne Ihn einzubeziehen: die Selbst-Zentriertheit, die Selbst-Erhöhung, den Stolz, die Rebellion, die Bitterkeit, den Hass… So lange wir uns selbst anbeten, uns selbst für den Nabel der Welt halten, so lange wir alles selbst und alleine entscheiden wollen, so lange wir Richter spielen und selbst entscheiden, was richtig und falsch, was gut und böse ist – so lange werden wir nicht von Gott geführt, sondern von uns selbst, von unserer Seele und unserem Unbewussten – beides ist von der Dunkelheit geprägt und von ihr beeinflusst.

Nur ein guter Gott kann uns retten und uns auf einen guten Weg führen – auch wenn das unter Umständen bedeutet, dass Freunde abfallen und man zum Außenseiter wird. Es ist all das wert, denn was wir gewinnen und dafür bekommen ist: Frieden mit Gott und uns selbst, ein liebender, zugewandter Gott in uns und an unserer Seite – im Diesseits und im Jenseits – und zwar für immer.

Foto: Pixelio, ID 692727 von Dr. Klaus-Uwe Gerhardt

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Der Glaube bestimmt das Leben.

Was man glaubt entscheidet darüber, durch welche Brille man auf alles schaut. Je nachdem, was für ein Konglomerat an Überzeugungen, blau, rot, grün, schwarz oder bunt – es färbt den Blick auf die Welt und das persönliche Leben. Insofern ist das was wir glauben im wahrsten Sinne des Wortes von maßgeblicher Bedeutung, nicht nur für unser selbst, sondern auch für das der Menschen, auf die wir uns ja auswirken.

Meine alte Brille

Ich habe phasenweise unterschiedliche Glaubenssysteme für mich angenommen und ausprobiert. Daraus zimmerte ich mir ein eigenes Weltbild. Da ich an Religionen und Philosophien, als auch an nihilistischen Lehren interessiert war, sowie an Erleuchtung, Gurus, Meistern und Geistheilern und wissenschaftlichen Erkenntnissen, die mein Weltbild bestätigten – war das Spektrum breit und bunt. Jesus war immer mein allerliebster „Guru“, doch in einem esoterischen Sinn. Ich glaubte nicht an den persönlichen Jesus, der heute noch lebt und mir nahe kommen möchte, sondern an einen unpersönlichen Gott.

Jesus belegte in meinem Leben zwar einen herausragenden Platz, er war jedoch einer unter vielen. Mir war nicht die Notwendigkeit bewusst, Ihm mein Leben zu übergeben, und ich war der Meinung, bereits Hingabe an meine Art von Gott zu leben. Ich kam ja ganz gut alleine klar.

Ich schaute also durch eine vielfarbige Brille aufs Leben, und versuchte, irgendwie mit dieser Brille vor den Augen Heilung zu finden, denn es ging mir oft seelisch sehr schlecht. Manchmal heilte etwas durch spirituelle Methoden, doch nicht für lange, dann kam es wieder zurück. Insbesondere emotionaler Schmerz war ein zäher Begleiter.

Als ich von der Sinnsuche völlig ausgebrannt war, landete ich im Burnout. An diesem Punkt geschah das größte Heilungs-Ereignis meines Lebens, das ich nie vergessen werde, weil es tiefgreifende Veränderungen brachte. Ich war in Frieden gefallen, ins Jetzt, auch in Befreiung von Schuld und Pflicht. Ich konnte das nach meiner damaligen Brille nur als „Erwachen“ (Satori, Erleuchtung) identifizieren. Die gute Phase hielt ein paar Jahre, doch auch hier verlor ich die Heilung sukzessive wieder.

Heute weiß ich, was der Grund war: mein Leben hatte sich nicht wirklich geändert. Ich fühlte mich zwar befreit, machte jedoch genauso weiter wie vorher. Meine Brille sagte mir, es gäbe nichts zu tun und ließ mich verharren und passiv sein. Mein Glaubenssystem sagte mir, ich sei nun angekommen, es gäbe den freien Willen nicht wirklich, und es gäbe auch nicht wirklich eine Notwendigkeit für eine neue Ausrichtung – wohin denn auch und warum? „Einfach nur sein“ war nach dem Erwachen meine Philosophie. Insofern wiederholte ich die gleichen Fehler wieder. Im Grunde regierte das Lustprinzip in meinem Leben und die Ausrichtung auf Genuss. So hat mich mein Glaube begrenzt.

Ich machte das was ich immer gemacht hatte, ich ging wieder eine Partnerschaft ein, und nach einer Weile begannen die Probleme, weil ich eigentlich alles andere als beziehungsfähig war. Ich hielt jedoch eisern an der Partnerschaft fest, weil ich der Meinung war, dies sei eine Beziehung, die Gott geschenkt hatte, und der Mann der Traummann. Es war für uns keine Frage, dass wir zusammen gehörten. Ich ließ mich auch nicht von irgendwann auftauchenden unguten Bauchgefühlen abhalten.

Es stellte sich mit der Zeit heraus, dass wir beide nicht geheilt waren, also therapierten wir aneinander herum (mein Freund war vom Fach), beschäftigten uns mit Trauma-Heilung etc, probierten so manches aus, doch statt besser wurden meine psychischen Zustände immer schlimmer. Ich bekam Depressionen, massive Schlafstörungen, schlechte Träume, chronische Entzündungen, es häuften sich plötzlich Vergiftungen durch falsches Essen und immer wieder Tieftraurigkeit.

Erst als ich irgendwann einfach nicht mehr konnte, wirklich physisch und psychisch am Boden lag dämmerte mir, dass etwas grundlegend schief lief. Zu erschreckend waren meine Albträume, sie fühlten sich so real an. Ich fühlte mich nachts bedrängt, belästigt, verlacht und verhöhnt. Ich erlebte merkwürdige Dinge, manchmal schien mir als wäre jemand im Raum oder vor der Zimmertür. Ich hörte merkwürdige Geräusche, etwas hob die Bettdecke hoch und legte sich zu mir ins Bett, berührte mich am Rücken, ekelhaft! Ich träumte Erschreckendes, befand mich halbwach plötzlich in völliger Starre, ausgeliefert. Es war mir, wie wenn Wesen mir mehr und mehr auf die Pelle rückten. Einmal konnte ich meinen Kopf minutenlang keinen Millimeter bewegen, obwohl ich all meinen Willen aufbot. Ich war schon in die abwegige Theorie verfallen, mein Kissen aus Memory-Schaum würde irgendeine mysteriöse Strahlung erzeugen oder sei irgendwie verhext. Ich recherchierte schließlich sogar nach Alien-Besuchen und passenden Verschwörungstheorien. Doch das war nicht wirklich überzeugend. Die Bedrückungen kamen immer öfter, und sie mussten ja irgendwo her kommen…

Die Wende

Zu dieser Zeit erzählte mir jemand von Jesus und führte mich zu Videos von Taufen (von „The last Reformation“). Menschen tauften Menschen in Jesu Namen, und verjagten dann ihre Dämonen. Die Bilder waren beeindruckend, wenn auch etwas gruselig. Ich glaubte an so etwas nicht und hatte da ein Negativbild von krass religiösen Priestern in schwarzen Kutten mit dicken Kreuzen um den Hals – doch die Täufer in den Videos waren jung und modern und wirkten ganz normal, offen und freundlich. Es faszinierte mich was ich sah, denn die Menschen erzählten dort auch davon, wie sehr sie die Taufe befreit habe und wie genial Jesus sei. Und schließlich fiel in einem Video ein Satz, der mich schlagartig wach machte: „Es existiert ein Krieg zwischen Gut und Böse!“

Normalerweise wäre dieser Satz bei mir durchs Raster gefallen. Doch in einem kurzen Moment durchbrach er mein Glaubenssystem wie ein Schwert. Mir wurde schlagartig klar, dass das wahr sein musste. Heute weiß ich, dass mir der Heilige Geist einen lichten Moment geschenkt hatte.

Ich ließ mein Leben Revue passieren, mit all seinen schweren Erfahrungen, üblen Träumen schon als Kind, emotionalen Abstürzen und Katastrophen als Frau, Fehlschlägen und Schmerzen in Partnerschaften, zum Teil düsteren spirituellen Erfahrungen… Und Ich wusste schlagartig, dass ich mein ganzes Leben hindurch immer wieder von Dämonen angegriffen, manipuliert und verführt worden war. Und sie kannten nur ein Ziel: mich davon abzuhalten, den wahren Gott, das wahre Licht zu finden.

Sie hatten andere Menschen dazu benutzt, sie hatten meine Verletzungen benutzt, meine Traumata und meine Schwächen. Sie hatten mich zu Menschen-Abhängigkeit verführt und ebenso Hass, Ärger und Trennungen inszeniert. Ihr Endziel war mich zu töten. Und sie hatten es schon fast geschafft, denn meine Schlafstörungen und Depressionen hatten mich ans Ende meiner Kräfte geführt. Derzeit arbeiteten sie am finalen Schlag. Und ich wusste: es kann mir nur Einer helfen: Jesus Christus.

Erste Schritte im Licht

Mein Versuch, mir in Jesu Namen selbst die Dämonen auszutreiben war beeindruckend, denn ich spürte, dass mich etwas verließ. Ich wand mich wie ein Wurm in plötzlichem Würgereiz, Husten und Gähn-Anfällen, irgendetwas wollte wie ausgespuckt werden, und dann folgte ein tiefer Frieden. Alle Gedanken hatten aufgehört. Mit dem Frieden veränderte sich die Atmosphäre im Raum, es war wie frisch gelüftet, eine ganz natürlich wirkenden Helligkeit, Heiligkeit und Klarheit zog ein, die ich in dieser besonderen Qualität noch in keiner meiner spirituellen Erfahrungen erlebt hatte. Jesus schien anwesend zu sein.

Diese Erfahrung zerstreute meine letzten Zweifel – ich wollte mich unbedingt taufen lassen. Ich suchte nach Christen, die sich außerhalb der Kirchen betätigen – denn die Kirche war für mich nicht vertrauenswürdig. Ihr Gottesbild, ihre Vergangenheit und ihre Verlogenheit haben mich schon immer abgestoßen. Und dann durchlief ich bei einigen Jesus-Nachfolgern einen 3-tägigen Prozess von Befreiung (von restlichen Dämonen) und Lebensbereinigung. Eine Therapie mit Gott, Aufarbeitung des Lebens mit Umkehr und Gebet. Meine Begleiter waren erfahrene Leute. Nach diesem Prozess mit abschließender Taufe fühlte ich mich völlig durchgeweicht, gereinigt und entlastet. Die nächtlichen Angriffe verschwanden völlig, und mein geistiges und seelisches Leben bekam eine ganz neue Ausrichtung.

Die Brille durch Jesus

Ich hatte erlebt, dass die Sache mit den Dämonen wirklich stimmte. Und in der Lebensbereinigung lernte ich – vor allem durch die Menschen, die mit mir arbeiteten – Gott auf ganz neue Weise als persönlich, real, lebendig und anwesend kennen. Diese Leute waren anders als die aus der spirituellen Szene – ganz natürlich, nicht aufgesetzt, ganz normal, spontan, lebhaft, zugewandt, mitfühlend und zu Gott hin demütig. Sie hatten sich Jesus ganz und gar unterstellt, agierten für mich spürbar unter der Führung des Heiligen Geistes. Der brachte durch ihre Fragen und Eingebungen alte Erinnerungen und Zusammenhänge ans Licht, sanft und liebevoll, so dass es ganz leicht war, meinen Stolz fallen zu lassen und vor und mit ihnen zu weinen. Ich weinte viel in diesen Tagen. So konnte ich die vergangenen Ereignisse noch einmal neu mit und vor Gott durchleben, sie betrauern und im Gebet an IHN abgeben.

Von da an war mir klar, dass der biblische Gott real war. Deshalb konnte ich endlich die Bibel nicht nur als Weisheitsbuch annehmen, sondern auch als Wegweiser. Denn die Menschen, die mit mir so uneigennützig gearbeitet hatten, bezogen sich nur auf sie. Und sie teilten ihr Wissen mit mir – ohne auch nur einen Pfennig Geld zu verlangen. Letztlich stammte all ihr Wissen aus diesem heiligen Buch und vom Hören des Heiligen Geistes. Ich spürte einfach, dass Gott in ihnen lebt und durch sie wirkt. Das Zusammensein hatte eine Qualität von Liebe und Ehrlichkeit. Obwohl es schmerzhaft war, genoss ich es, endlich Gott ganz offen, ohne Rückhalt mein Leben hinzulegen, weil dieser Gott nicht straft sondern vergibt. Ich wollte diesen Gott, genau diesen, der sie zu solchen Menschen gemacht hatte, unbedingt haben und näher kennen lernen!

Ich lernte und lerne weiter den Heiligen Geist, Jesus Stimme zu hören. Dabei lerne ich es, meine täglichen Probleme, Gedanken, Pläne mit dem Heiligen Geist zu bewegen, um zu hören, was Gott darüber denkt. So versuche ich, mein Verhalten an Ihn anzupassen und erlebe sein weises Wirken.

Gott bestätigt sich selbst durch Sein Reden, Handeln und Wirken, Er verändert alles zum Positiven. Mein Glaube ist gewachsen, je mehr ich in der Bibel lese. Ich vertraue der Bibel, weil ich den Menschen vertraue, die Jesus so positiv beeinflusst hat. Ich weiß jetzt, dass die Bibel von Menschen geschrieben, jedoch von Gott diktiert wurde – an Propheten, die Gottes Stimme hörten.

Meine früheren Götter ließen mich letztlich scheitern. Da konnte ich die alte Brille ablegen und mich neu auf Jesus ausrichten, dem Jesus, der von sich sagte, Er sei Gottes Sohn, und der auch heute noch Dämonen fliehen lässt. Er hat durch Sein Leben ein so starkes Zeugnis hinterlassen, dass sich immer mehr Menschen davon berühren lassen. Das Gute hat eine immense Anziehungskraft.

Bibel

Die Wahrheit der Bibel entblättert sich, wenn man sie mit offenen Herzen und ohne Brille liest – ohne voreingenommen zu sein. Die ehrliche Entscheidung für Gott und den Glauben (Vertrauen) verstärkt ihre Wirkung. Mein Leben hat sich mehr und mehr geordnet und ist sinnvoll und sättigend geworden. Es gibt mir tiefe Befriedigung, mich von Gott geliebt zu fühlen, mich Ihm unterzuordnen, Ihn anzubeten und zu erleben, wie Er sich im Leben täglich auswirkt und Gebete beantwortet.

Welche Auswirkungen haben meine Glaubenssätze?

Meine bunte Brille hatte diese Beziehung verhindert, denn an was ich glaube, das prägt mein Leben. Auch nicht zu glauben ist Glaube, man glaubt dann halt etwas anderes.

Vielleicht sollten wir unsere Glaubenssätze überprüfen, wie sie sich im Leben auswirken – ob sie uns in ein gutes, mitmenschliches Leben führen oder in die Passivität oder gar Einsamkeit. Wenn ich z.B. glaube: „Es gibt keinen freien Willen“, schneide ich mir die Möglichkeit ab, ihn zu benutzen, oder es wenigstens zu versuchen. Wir haben täglich neu die Entscheidungsmöglichkeit über dies oder das. Glaube ich an das Leben und meine eigene Lebendigkeit und an mein aktives Mitwirken auf dieser Erde, dann wird mich das motivieren, es macht mich lebendig. Glaube ich daran, dass ich gesteuert bin und gar nichts tun kann, bringt mich das in eine Art Lähmung und Passivität. Also ist die Frage: welcher Glaube bringt mich weiter ins Leben und welcher vielleicht in eine Art Tod?

Wir werden nicht gezwungen etwas zu glauben, sondern wir WÄHLEN was wir glauben. Glaube ist nicht unausweichlich. Wir könnten versuchen, durch Denken zu erkennen, ob wir wirklich auf einem guten Weg sind. Jesus sagte von sich: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und die Bibel ist in ihrer Ausrichtung immer FÜR das Leben und für das Gute.

Der Blick durch den biblischen Jesus hilft mir dabei, Gottes Charakter und Wirken in meinem eigenen Leben wahr zu nehmen, in all Seiner Güte und Zugewandtheit. Die Bibel ist der Fuß, den Gott auf der Erde hat, sie ist Sein Fingerabdruck, sie enthält Seinen Imprint und das was Er sich für diese Welt gedacht hat. Sie ist weise und erzählt davon, wie sehr uns Gott liebt, wie sehr Er auch von uns geliebt werden möchte, und wie wir dahin kommen könnten, ein sinnvolles Leben zu führen – zusammen mit Ihm.

Fotos: Pixelio Nr. 771743 Tim Reckmann, Nr. 447981 Tomizak, Nr. 370864 Terry U. Weller, Nr. 410177 Rieke, Nr. 723466 Reiner Sturm, Nr. 706782 Rosel Eckstein

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Was ist „das Ego“ überhaupt? Es ist alles was unsere Individualität und unsere individuellen Reaktionen ausmacht – mit allen positiven, wie auch negativen Eigenschaften. Es ist unsere individuelle Perspektive mit all ihren Sympathien und Abneigungen, die ständigem Wandel unterworfen sind. Eigentlich weiß niemand so genau, was dieses Ich eigentlich ist. Doch es ist unbestritten, dass es verantwortlich ist für jede Menge Leiden, für Schmerz und Trennungen. In einigen spirituellen Lehren geht es einzig darum, diese sogenannte „Ich-Täuschung“, also den Glauben, ein Ich zu sein, zu durchbrechen. Dazu bietet beispielsweise der Zen-Buddhismus verschiedene Meditations-Techniken an. Alle sind darauf ausgerichtet, das Ego, das durch die Gedanken zementiert wird, zu transzendieren, den Verstand übersteigen. Indem man sich beispielsweise das Hirn über ein Koan zermartert (paradoxe Aussage als Meditationsgegenstand) und irgendwann erschöpft aufgibt, kann es geschehen, dass Erwachen bzw. Satori (Erleuchtung) geschieht, und man sich plötzlich vom Sein getragen und aufgefangen fühlt. Die Last, eine Lösung zu finden, fällt ab, und man erkennt den tieferen Zusammenhang alles Seienden.

Tropfen

Das kann sehr erleichternd sein. Die befreiende Wirkung eines Satori (Erleuchtung/Erwachen) überzeugt davon, dass dieser Weg der richtige scheint. Überverantwortlichkeit fällt ab, alles Müssen und Sollen hört auf, die Bindung an die eigenen Erwartungen ist durchtrennt. Und aus dem Gefühl der Erleichterung, der gefühlten Freiheit und Ungebundenheit keimt die Illusion auf, es gäbe keine echte persönliche Instanz, die man Ego nennen könnte. Das Ego sei ein Konstrukt des Verstandes und habe keine Relevanz.

Auf dieser Erkenntnis baut sich dann ein ganzes Konzept auf, eine Lehre, die – da sie komplett jeder Logik widerspricht – erklären muss, weshalb dennoch alles getrennt aussieht und getrennt „erscheint“. Die individuellen Unterschiede seien unwesentlich, heißt es, in Wirklichkeit sei alles das Gleiche – von der Ebene des Seins her betrachtet. Wir Menschen und jedes Sandkorn – alle sind demnach Teile des Kosmos, alles IST, ist vorhanden. Wenn man dieses Vorhandensein mit dem LEBEN gleichsetzt und dieses wiederum mit Gott, so folgt daraus, dass alles Gott ist, auch de facto die leblosen Dinge, alles ist EINS, alles ist LEBEN, und alles ist gleichwertig. Dieses Konzept hat einen einzigen Nachteil: es ist nicht WAHR.

Durch die ganze spirituelle Szene zieht sich die Lehre davon, dass das Ego weg muss. Wer Erwachen/Erleuchtung erlebt hat, fühlt sich zunächst befreit und gelöst. Doch dies ist eine Täuschung, denn die alte Muster sind nicht wirklich geheilt, sondern lediglich schlafen gelegt. Sie werden wieder wach! Darüber hinaus kommen dann viel tiefere Schichten hoch, wie irrationale Ängste oder Depressionen. Deshalb sind die Folgen bei weitem nicht nur positiv, denn nach der ersten Euphorie warten Antriebslosigkeit und Sinnlosigkeit. Man fragt sich dann, was man nun damit eigentlich machen soll. Ich weiß von Menschen, die nach einer Weile Suizid begangen haben, einer sogar Vater eines kleinen Babies. Von vielen weiß ich, dass sie Drogen nehmen und sich irgendwie die sinnlos gewordene Zeit vertreiben. Viele leben sehr zurück gezogen, viele sind so hochsensibel, dass der Kontakt mit Menschen zu sehr alte Wunden triggert. Auch ich wurde immer empfindlicher, geriet schließlich in Depressionen und fühlte mich über Jahre wie tot und gestorben. Ich fragte mich, wozu ich eigentlich noch da war, denn ich war nur noch Zuschauer dessen, was da abrollte und war innerlich nicht mehr beteiligt.

Ist das der Sinn des Lebens? Unbeteiligt zu sein? Nicht mehr lebendig zu sein? Isoliert und einsam zu sein? Keine Menschen mehr ertragen zu können, weil man so übersensibel ist? All das sind Dinge, die der Gott der Bibel heilen kann.

Jesus hat niemals Erleuchtung gepredigt

Wenn in der Bibel davon die Rede ist, dass man „sich selbst verleugnen soll“, so ist damit nicht das Loslassen des Ego gemeint. Das biblische Konzept des Menschen ist grundlegend anders. Hier ist die Rede von „Fleisch“ und „Geist“. Jesus fordert uns auf, Ihm nachzufolgen – das bedeutet, sich Ihn zum Vorbild zu nehmen, authentisch zu sein, ehrlich und wahr, mitfühlend und vor allem eins: für Gott den Vater eintretend.

Das beinhaltet zuallererst den Glauben an Ihn, das Vertrauen in Ihn, das Hören auf Ihn, Seine Gebote zu halten, immer aufs Neue ein reines Leben zu wählen und sich tatsächlich nach den Grenzlinien zu richten, die Gott aufgerichtet hat, und die in der Bibel nieder gelegt sind. Kein anders Buch enthält ein solches Wertesystem wie die Bibel, das sich so stringent und logisch während Jahrtausenden wie ein roter Faden durch die ganze Schrift zieht. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – in und unter allen Umständen. Jeder weiß, dass das nahezu unmöglich ist. Doch mit Gott ist alles möglich. „sich selbst verleugnen“ heißt, den gottlosen Anteilen des eigenen Ich zu sterben – nicht dem ganzen Ich!!! Gottlos ist alles was wir tun, ohne mit Gott darüber zu sprechen, ohne Ihn zu fragen, ohne uns von Ihm helfen zu lassen… Teile unseres Ichs wollen ja gern das Gute tun und denken, allein das Fleisch ist schwach… Wir sind aus uns selbst heraus nur unvollkommen imstande, den Gesetzen Gottes zu folgen – dazu brauchen wir Seine direkte Hilfe, die Er uns auch versprochen hat, und die auch kommt – ich erlebe es Tag für Tag.

Für oder gegen Gott?

Unser Ich ist in der Bibel geschätzt und wichtig. Es ist wichtig, weil uns Gott den freien Willen als Geschenk gegeben hat. Weder Engel noch Dämonen haben ihn, doch der Mensch. Wir haben somit Entscheidungsfreiheit! Gott braucht keine Marionetten, sonder Freiwillige. Wir können uns für oder gegen Gott entscheiden. Die Menschen der Bibel, die sich für Gott entschieden hatten, wurden von Ihm gesegnet. Sie sprachen mit Ihm, hatten sogar direkten Einfluss auf Ihn. Sie waren in direkter Beziehung mit Ihm. Ihre Bescheidenheit und Demut, ihr Glauben an Gott hat die Geschichte beeinflusst. Jesus als Person, als Mensch hat die Geschichte beeinflusst. Jesus hat niemals Erleuchtung gepredigt, sondern die Umkehr vom Bösen, Taufe und Nachfolge. Sich selbst zu verleugnen bedeutet, sich gegen die Bestrebungen unserer alten Natur dem Geist Jesu anzuschließen, durch die Taufe den Heiligen Geist zu empfangen, der erst dazu befähigt, das Gute zu wählen – und zwar ganz direkt und persönlich MIT GOTTES HILFE. Gott kennt und liebt jeden Einzelnen von uns!

Wenn das Erwachen wirklich glücklich und frei macht, dann frage ich mich, warum ich so viele Menschen aus spirituellen Kreisen als sehr intolerant und ablehnend erleben muss. Die Toleranz hört bereits bei der falschen Theorie auf. Es ist eben doch nicht alles gleich und gleich wert. Und die Dämonen springen an, wenn man von Jesus oder der Bibel hört. Man weiß es gar nicht, wer da in einem wirklich reagiert… Man erhöht sich über Andere – das ist „normal“ und menschlich, jedoch sollte man dann besser den Dünkel fahren lassen und sich ernsthaft fragen, ob man einem wahren Konzept folgt, wenn man es so offensichtlich nicht stimmt. Ich erinnere mich an meine eigenen früheren Gedanken: „Wie kann man nur so doof sein, an diesen alten Kram zu glauben?“ „Die Bibel ist einfach rückständig!“

Wer will schon heute noch an einen satan glauben, daran, dass es das Böse wirklich gibt? Wenn wir uns von unserem eigenen Ich geknechtet fühlen, so begehen wir schon hier einen Denkfehler, weil wir das falsche Konzept glauben. Es ist nicht das Ich, das uns knechtet. Es sind die negativen Strukturen, die das Böse in uns hinein projiziert hat und Dämonen. Traumatische Erfahrungen, die Verhaltensweisen unserer Vorväter- und Mütter, Gewalt, Hass, Kriege, all das kommt auch aus der Vergangenheit in unser System und dieses System wird von Dämonen manipuliert. Tag für Tag! Und nur Gott kann uns heilen!

Jahrzehntelang habe ich versucht, mich selbst zu heilen. Quantenheilung, positives Denken, seine Autobiografie umschreiben, Affirmationen, Abgeben an den Kosmos, Bestellung beim Universum,

Achtsamkeitstraining, 40 Jahre Meditation, schließlich ging ich auch zu spirituellen Heilern oder Therapeuten… doch es wurde immer schlimmer mit mir.

Dabei ist es nur eine klitzekleine Entscheidung, sich an Gott zu wenden, und IHN ganz direkt um Hilfe zu bitten…. Man kann nichts dabei verlieren, nur gewinnen, denn Gott will Zugang zu jedem von uns. Ein Senfkorn an Glauben genügt. So klitzeklein sie ist, diese Entscheidung, so schwer fällt sie uns offensichtlich. An einen persönlichen Gott zu glauben hieße, dass man sich unterordnen muss, dass man seinen Stolz niederlegen muss, bekennen muss, dass man sein ganzes Leben lang falsch gelegen hat. Nur wer in seinem Leben wirklich am Ende angekommen ist, wählt diesen Weg, denn er ist extrem unpopulär und scheint nicht attraktiv. Die Dämonen tun alles, um dich davon abzuhalten. Doch das steht schon so in der Bibel: die Masse nimmt lieber einen anderen Weg, weil er bequem ist und breit. Die Wenigsten sind bereit, ihr Leben vor Gott nieder zu legen und vor Ihm zu bekennen, dass sie nicht mehr können. Dabei sehnt sich das Herz im Verborgenen nach nichts mehr, als vor Ihm endlich zusammen zu brechen. Erst dann kann Er uns in die Arme nehmen.

Fotos: Pixelio Nr 588151 von Elisa Al Rashid, 106959 von Martina Taylor, 664584 von Philip Webe, 543222 von Rainer Sturm

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Bäume im  Paradies

Die beiden Bäume des Paradieses symbolisieren die Wahl, die der Mensch hat. Es ist eine Wahl zwischen Frieden und Unfrieden, zwischen Hingabe/Annahme und Rebellion, zwischen Leben und Tod. Beugen wir uns vor Gott und leben wir in Seinem Schutz und unter Seiner Führung? Ruhen wir unter dem Baum des Lebens in Seinem Schatten? Oder wollen wir selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist und uns damit in eine wilde, ungeordnete und dunkle Welt begeben, in der wir allein auf uns selbst angewiesen sind?

Es ist eine einfache Tatsache: wir sind Menschen und keine Götter. Es beweist sich immer wieder, dass wir alleine ohne Gott nicht imstande sind, eine gute Ordnung zu schaffen. Was tun wir mit der Erde, die uns anvertraut ist? Wären wir Götter, dann würde sie anders aussehen und anders behandelt werden. Die Insekten sterben, auch die Vögel sterben. Die Meere sind voller Müll, es bilden sich riesige Inseln aus Plastik.

Fisch aus Müll

Die Meeresbewohner sterben daran. Große Teile des Wassers sind radioaktiv schwer belastet durch die Fukushima-Katastrophe, an die sich heute kaum mehr jemand zu erinnern scheint. Wir Menschen sind dermaßen kurzsichtig und vor allem eins: vergesslich. Wir haben nicht das große Ganze auf dem Schirm. Auch wenn wir uns einbilden, göttlich zu sein, so ändert das keinen Funken an den Problemen dieses Planeten.

Nein, wir sind nicht göttlich, wir sind aber eine Schöpfung Gottes. Eine Schöpfung, die sich selbstständig gemacht hat und unabhängig von Ihm. Die Früchte sehen wir vor uns, auch in der Klima-Erwärmung und all ihren Folgen. Wir sind nicht imstande, eine gute Ordnung herzustellen und aufrecht zu erhalten. Regierungen reagieren in Panik, Angst-gesteuert… WER ist es eigentlich, der diese Welt in seinem Klammergriff hält? Ist das nicht der „Gott der Welt“ satan? Ist dies alles nicht die Frucht dessen, dass wir uns so weit es nur geht von unserem Schöpfer entfernt haben?

Warum ist in der Bibel von Sünde und Schuld die Rede? Dies sind Reizworte für alle, die von restriktiver religiöser Erziehung gequält wurden. Unseligerweise identifizieren die meisten Menschen Gott mit der Kirche. Doch die Kirche hat viel Mist gebaut, und hat ihre eigenen heiligen Schriften verfälscht und ihnen misstraut. Sie hat ihren Ursprung verlassen und führt Menschen weg von Gott – bis auf einige wenige Ausnahmen.

Noch einmal, warum diese Betonung von Sünde und Schuld? “Sünde” heißt Zielverfehlung. Unser Ziel sollte Gott sein. Der Mensch ist gebaut, um in Beziehung und Kommunikation mit seinem Schöpfer zu sein. Und, ist er das? Nein. Er entscheidet alles alleine und ohne zu fragen, ohne seinen Gott zu suchen, ohne Seine Ordnung zu berücksichtigen. Der Mensch hat seine eigene Ordnung aufgestellt und schmort jetzt darin. Sünde ist alles, was wir ohne Gott machen, ohne die Beziehung, die Gemeinschaft mit Ihm, ohne zu fragen, ohne zu reden, zu beten, zu hören.

Gottes eigentlicher Plan für uns ist so grandios und überwältigend, Sein Bild, in dem Er uns geschaffen hat ist so schön und unbeschreiblich, alles aus Liebe, in Liebe und für Liebe, in Freude und Schönheit, in einem Miteinander – von Gott geplant und gedacht für Frieden untereinander. Gott hat eine andere Zeitrechnung als wir uns auch einen ganz anderen Überblick. Wir Menschen haben alle ein schönes Potential – doch ohne die Beziehung zu Gott können wir es nicht in segensreicher Weise erwecken, denn ER erweckt es, und zwar nur mit uns zusammen!

Ich rede nicht von Selbstverwirklichung oder Selbsterkenntnis. Das sind Techniken, die nicht zu Gott führen und letztlich auch den Menschen aufs Podest stellen. Ich rede von Gotteserkenntnis, vom Heiligen Geist, der uns leiten sollte, anstelle von uns selbst. Doch unsere verkorksten Seelen mit ihren ständig wechselnden Emotionen und Traumatisierungen lenken unsere Wege, wir können nicht von uns aus über diesen Tellerrand hinaus sehen, das geht nur mit Gott und mit Seiner Perspektive.

Den Himmel gibt’s echt, vor Kurzem las ich ein Buch mit diesem Titel. Ja, den Himmel gibt’s echt, und wir sollten ihn suchen. Den Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft – und ich meine NICHT Meditation und derlei Techniken. Wenn ich versuchen sollte zu beschreiben, wohin ich blicke, wenn ich bete, so ist es jedenfalls nicht nach innen. Beten ist keine Sache von zielgerichteter Konzentration nach Innen, sondern eine Haltung zu Jemandem HIN. Es ist ein in-Beziehung-treten und ein Erwarten von Antwort. Es ist keine Bemühung, sondern es geschieht aus Liebe und Hoffnung heraus. Es ist ein Senden und Empfangen im Geist, in der Überzeugung (Glauben) von der Anwesenheit des Übernatürlichen, Heiligen – des Heiligen, dem wir UNTERSTELLT und nicht gleich sind.

Der Baum des Lebens ist Jesus. “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben”. “Folgt mir nach”, “wer meinen Willen tut, wird gerettet werden…”, “…der Vater wird ihn lieben…”, “…und wir werden Wohnung in ihm nehmen…” Diese Worte von Jesus in der Bibel sind kein hohles Gerede, sondern sie sind WAHR. Wer den Schöpfergott noch nicht kennengelernt hat, irrt einsam herum und muss immer weiter sein eigener Herr sein. Das ist nicht nur anstrengend und ohne klare Orientierung – es führt auch letztendlich ins Verderben. Dabei haben wir einen Gott, der mit gestalten will, der lenken und führen will, der liebt und darauf wartet, dass wir Ihn suchen. Wer sind wir schon ohne Ihn? Wer Seine Größe und Heiligkeit nicht geschmeckt hat, kennt Ihn nicht…

Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.

Offenbarung 4, 8

Heiligkeit ist unermessliche Reinheit, Liebe, Größe, Macht, Schönheit, Licht, Glanz. Wie ist wohl das Wesen, das diese unvergleichliche Ordnung der Natur geschaffen hat,

Sonnenblume

die sich dank Seiner Genialität wieder regenerieren, heilen kann, dieses unglaublich ausgeklügelte System von Schönheit, das sich kein menschlicher Geist jemals ausdenken könnte? Und wir glauben, wir seien Gott?

Die Vorstellung vom Urknall anstelle der Schöpfung klingt irgendwie logisch, doch hat jemals eine Explosion Ordnung hinterlassen? Ganz im Gegenteil… Dieser Schöpfer ist ein Gott der Ordnung, der Struktur, der Harmonie und der GESETZE. Ohne Gesetze würde all das nicht funktionieren. Sie sind allgegenwärtig. Doch wir wollen ohne Gesetze sein und unsere eigenen aufstellen. Der Mensch als Schöpfer würde nichts als Chaos produzieren.

Dabei sind wir doch in der genialen Lage, dass dieser grandiose Schöpfer mit uns, mit jedem Einzelnen in Beziehung treten möchte! Was für ein Privileg! Und wir schlagen es Tag für Tag aus…. Im Gegenteil, wir lehnen Gott ab, weil wir Ihm vorwerfen, dass er all das Schlimme auf der Welt zulässt. Dabei haben wir all das doch einzig uns selbst zu verdanken! Wir kreiden IHM an, was wir selbst verbockt haben. Wir sind hier in einem Kindergarten, in dem alle Kinder verrückt geworden sind, indem die Erzieher die Kinder sich weitgehend selbst überlassen haben, weil die Kinder einfach nicht hören wollen. Ich sage „weitgehend“, weil Gott noch immer das Schlimmste verhütet.

Der Baum der Erkenntnis ist so viel verlockender…

Selbstkrönung

Selbst Gott spielen, selbst auf dem Podest stehen und niemanden über mir, keinen Gesetzen folgen müssen – das ist spannend. Jedes Kind möchte letztlich das tun was es will, doch es verbrennt sich dann die Finger an der Herdplatte, und das tut weh. in dieser Situation sind wir momentan in dieser Welt.

Dies ist ein Gott, der Grenzen setzt, wie ein guter Vater. Es sind Grenzen FÜR uns, nicht gegen uns, Grenzen, die uns gut tun, Grenzen, die das Leben regeln, Grenzen, die Auswüchse verhindern, Grenzen, die für ein friedliches Zusammenleben wichtig sind, es sind Grenzen, die nicht weh tun, wenn man mit Gott zusammen lebt, denn Er befähigt uns dazu sie zu halten. Ein liebender Vater schenkt unendlich viel Liebe und Wärme, er freut sich tatsächlich am Gehorsam seiner Kinder und belohnt ihn. Und der Lohn von Gott schmeckt wunderbar! Frieden ist der Lohn und Sinn.

„Gehorsam“ ist auch so ein Reizwort, insbesondere für die 68-iger Generation und ihre Nachfolger, denen auch ich entstamme. Ein gewalttätiger Vater erntet keinen Respekt, aber ein gütiger schon. Ich bin froh, dass Gott so ganz anders ist als mein Vater war. ER ist ein Vater, dem man sich anvertrauen kann, der die Dinge im Guten regelt, der weise Entscheidungen trifft und am besten weiß, was gut für mich ist. Ich darf mich an Ihn wenden mit allem was mich bedrückt und beschäftigt, kann mich bei Ihm ausweinen und voll und ganz darauf vertrauen, dass Er nur mein Bestes will. Was ich von Ihm höre ist für mich maßgebend und wegweisend, und ich weiß, dass es besser ist als das, was mir richtig erscheint. Manchmal zeigt sich das erst später, doch es zeigt sich. Und ich spreche, wenn es um Gottes Führung geht hier nicht vom “Bauchgefühl”, sondern vom Geist. Vom Heiligen Geist.

Diese “Bauchgefühl-Nummer” ist eine Verfälschung von der dunklen Seite. Es kann auch mal sein, dass Bauchgefühl und Geist übereinstimmen, doch das Bauchgefühl allein ist immer ein schlechter Ratgeber. Gott ist der Ratgeber, und bevor ich nicht sicher weiß, was ich von Ihm gehört habe und was Sein Wille ist, handele ich möglichst nicht mehr… (von Ausrutschern abgesehen…)

Wenn du von Gott hören solltest, so ist es wichtig, Unterscheidungsvermögen zu haben. Darum würde ich als erstes um Unterscheidungsvermögen beten. Denn auch satan, bzw. seine Dämonen sprechen und versuch alles, um uns vom richtigen Weg abzulenken. Die Botschaften von Gott sind niemals zwingend, sie sind ratend, aufbauend, weise, liebevoll, aber auch manchmal in einer unglaublich intelligenten Art erzieherisch und auf wachsende Reife abzielend. Gott will, dass wir wachsen. In Ihn hinein, in das Bild Seines Sohnes hinein.

Der Heilige Geist ist der Mittler zwischen Mensch und Gott, durch Ihn spricht Jesus, und Jesus wiederum ist der direkte Draht zum Vater. Alle Drei stehen für unterschiedliche Aspekte Gottes, die uns alle zugänglich sind, wenn wir uns für Gott entscheiden! Wenn wir nur endlich einsehen, dass wir es alleine nicht können! Dass wir alleine ‚verratzt‘ sind, dass wir unser Leben mehr und mehr an die Wand fahren!

Meist finden nur Menschen zu Gott, die keinen anderen Weg mehr gehen können. Die Verzweifelten, die Strauchelnden, die dem Tod nah sind, physisch oder psychisch.

Depression

Es sieht ganz so aus, als bräuchten wir die Extrem-Situation, um uns endlich überantworten zu können. Bis wir jedoch so weit sind, dass wir uns von Gott an die Hand nehmen lassen wird unsere „Klugheit“ uns führen, und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Bis dahin sind WIR die Entscheider, die Könner, die Macher und Wisser… bis hin zur aberwitzigen Vorstellung, wir seien selbst Gott, einfach nur weil wir Teil des Kosmos sind. Mit dieser Idee holt satan auch noch viele von denen weg, die eigentlich nur nach Gott und Jesus suchen. Ja, er ist nicht dumm, vieles klingt sehr logisch, doch es ist vor allem eins: verführerisch, denn es verführt zur Selbsterhöhung. Aber: Der Kosmos ist nicht Gott, nein, denn auch der Kosmos ist Seine Schöpfung.

Das ist die Krux, dass ständig die Schöpfung mit dem Schöpfer verwechselt wird. Doch Gott steht wirklich weit über allem, denn Seine Reinheit, Sein Feuer würde alles verzehren was nicht rein ist. Deshalb ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst. Auch das ist etwas, was wir nicht von uns selbst aus tun können, sondern wir brauchen auch hier Seine Hilfe. Ein Stoßgebet, und die Hilfe kommt. Wenn wir mit Ihm leben wollen, ewig, dann ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst, dass wir das Alte abwaschen und ertränken und neu werden. Dann leben wir unter dem Dach des Lebensbaumes und bleiben dort, gesegnet und mit Seiner Hilfe.

Wir werden niemals unabhängig von Gott sein, das ist ein Trugschluss. Die beiden Bäume stehen auch heute noch für die Entscheidung, vor die wir gestellt sind: Mit Gott oder ohne Gott. Davon hängt unser Glück ab und unser Leben.

Bildquellen: Pixelio: 553847 von Helene Souza, 797053 Alexandra H., 699932 von Radka Schöne, 430632 Günter Havlena, Wikipedia: Selbstkrönung Friedrichs I. in Königsberg 1701 (zeitgenössischer Kupferstich)

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Ich habe den größten Teil meines Lebens als Tontechnikerin beim Hörfunk gearbeitet, habe in dieser Zeit Beiträge und Sendungen bearbeitet. Es ist jeweils die Entscheidung des Autors, welche Teile eines Beitrags er senden will und welche nicht. Hat er sich entschieden, heißt es: „Schnitt!“ Die Entscheidung, welche Worte gesendet werden sollen und welche nicht, hat im Allgemeinen keine allzu großen Auswirkungen. Doch im Gegensatz dazu haben die Entscheidungen in unserem Leben oft sehr große Auswirkungen! Entscheidungen können weitreichend und schwerwiegend sein. Insbesondere meine ich hier die Entscheidung, ob wir an einen Schöpfer-Gott glauben wollen oder nicht. Denn es hängt von dieser Entscheidung und unserem Willen ab, ob wir Gott nahe kommen können oder nicht.

Aufgrund wovon treffen wir unsere Entscheidungen?

Als ich 17 oder 18 Jahre alt war, traf ich die Entscheidung, Atheistin zu werden, aufgrund einer traurigen Geschichte, in der eine junge Freundin durch einen Unfall plötzlich verstarb. Ich konnte den Schmerz kaum ertragen. Ich entwickelte Wut und Hass auf Gott.

Wir richten uns meist mit unseren Entscheidungen nach Gefühlen, oder nach vernünftigen Erwägungen und nach unseren Erfahrungen, denn: Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir selbst wissen was gut und was falsch ist, und was gerecht und was ungerecht. Wir glauben, wir wären im Besitz der Wahrheit und entscheiden nach diesem Anschein.

Scheinbare Wahrheit

Jeder Mensch hat in unserer chaotischen Welt seine eigene Wahrheit. Doch die Wahrheiten widersprechen sich und führen im schlimmsten Fall zu Mord und Totschlag. Wäre es da nicht weiser, der Wahrheit einer objektiven, unbestechlichen, guten und weisen Instanz – Gottes zu folgen? Wenn alle dies täten, wäre diese Welt ein wunderbarer Ort…. Doch der Mensch baut gemeinhin nur auf sich selbst, doch er ist fehlbar, er ist subjektiv, nicht souverän, er hat keinen Überblick, ist oft blind von Emotionen und Gedankenketten und ist tatsächlich nicht in der Lage, aus sich heraus (ohne Gott wirklich zu kennen) zu wissen was wirklich wahr und wirklich gut ist.

Gott jedoch weiß was wirklich wahr und wirklich gut ist. Derjenige, der diese Welt geschaffen hat, der uns geschaffen hat ist selbst die Wahrheit, ist selbst das Gute. Wer könnte also besser wissen als Er, was die Wahrheit ist und was das Gute ist? Und so lange wir Gott noch nicht wirklich kennen gelernt haben und mit Ihm eine Beziehung aufgebaut haben, so lange brauchen wir ein Hilfsmittel, um Seine Wahrheit zu erkennen und nach ihr entscheiden zu können. Und dieses Hilfsmittel ist die Bibel.

Mit ihrer Hilfe können wir diese Beziehung aufbauen. Und anhand von dem was sie sagt können wir – noch bevor wir in Beziehung mit Gott sind – lesen und verstehen, in welche Richtung es gehen sollte. Anhand der Bibel können wir hören was wirklich wahr und wirklich gut ist, und wie der Mensch, und wie wir als Menschen sein könnten.

Lass dir nicht von der Kirche Gott vermiesen!!!!

Die Kirche ist nicht Gott. Keineswegs. Niemand hat je so viele Menschen von Gott abgehalten wie die Kirche, ich meine insbesondere die katholische Kirche mit ihrer schrecklichen Vergangenheit. Durch sie wurde die Bibel zu einem Gesetzestext. Vielen Menschen dreht sich geradezu der Magen um, wenn sie in der Bibel lesen sollen, weil die Kirche aus Worten wie „Buße“ und „Sünde“ einen dicken, schwarzen Hammer geschmiedet hat, um Menschen in Angst zu bringen und gefügig zu machen. Damit hat sie das neue Testament und Jesus nicht verstanden.

Angst verhindert jede Intimität mit Gott

Aus Angst Gesetzen zu folgen ist überhaupt nicht das worum es geht. Die Botschaft des neuen Testaments ist nicht Drohung sondern Liebe, Gnade und Freiheit; nicht die wilde Freiheit des Menschen, der einfach tun möchte was er will und wie es ihm gerade einfällt – sondern die Freiheit, IN GOTTES LIEBE mit Ihm zusammen zu wählen, immer wieder – MIT GOTT.

Die Freiheit, die Gott schenkt ist die, dass der Mensch nicht mehr selbst entscheiden muss was gut und was recht ist, was wahr und was unwahr ist; es ist die Freiheit dessen, der erleben darf, wie gut es sich anfühlt und dem eigenen Leben und Umfeld tut, wenn er geführt wird – von einem Gott, einem liebenden Vater, der uns diese Qualitäten (das Gute, das Wahre) nicht nur in der Bibel vorschlägt, sondern sie selbst in Person IST und repräsentiert.

Dieser Gott hatte niemals etwas anderes im Sinn, als die Menschen zu sich hin zu ziehen, um in ihnen wohnen zu können. Er hat den Menschen geschaffen, um mit Ihm in einer Beziehung zu sein, wie gute, enge Freunde, wie Blutsbrüder.

Er ist ein Gott, der nahbar ist, der sich uns offenbaren will, nicht obwohl, sondern WEIL Er unser Gott und Schöpfer ist! Er möchte in unserem Leben unser König sein – ein weiser, gütiger König, voller Macht und Kraft. Er möchte alle, aber wirklich alle Schritte unseres Lebens GEMEINSAM mit uns gehen. Er möchte gefragt werden und uns dann unter die Arme greifen, uns Vorschläge machen, uns wohl tun wo es immer möglich ist.

Gott weiß, dass dieses Leben in einer gefallenen Welt, die nur so von falschen Wegen strotzt, schwer ist. Deshalb reicht Er uns Seine Hand – immer wieder. Er geht hinter uns her, um uns für sich zu gewinnen. Er fügt die Dinge, damit wir immer wieder die Chance haben, uns für Ihn zu entscheiden, anstatt für das was weder wahr noch gut ist. Er will, dass es uns gut geht!

Gott spricht nicht durch das „Bauchgefühl“

Von Anfang an (1. Mose 3) hat der Mensch immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen und sich damit von Gott und von der ursprünglichen Schönheit und Einfachheit des Lebens entfernt. Nur von sehr wenigen Menschen ist überliefert, dass sie Gott wirklich kannten und hören konnten. Einige davon sind die Autoren der Bibel.

Es ist nicht so, dass Gott immer durch das Bauchgefühl mit uns spricht – wie sehr viele Menschen glauben. Bevor man mit Gott geht, ist das Bauchgefühl eine trügerische Sache. Es muss mit dem Heiligen Geist geprüft werden. Es ist auch nicht so, dass Gott immer durch das Herz zu uns spricht, denn auch das Herz kann verdorben, falsch geprägt und somit trügerisch sein. Auch durch Logik und Vernunft ist Gott nicht zu erreichen und zu fassen. Erst wenn wir Gott gestatten, alle diese Ebenen mehr und mehr zu reinigen (durch Umkehr vom Falschen und durch Seine Vergebung), werden wir empfänglicher für Seine Stimme.

Die Bibel als Lot und als Wegweiser

Wenn du noch keine persönliche Beziehung zu Gott hast (was für die meisten Menschen gilt) und in einer spezifischen Situation fragst, was jenseits deiner eigenen Meinung wirklich gut und richtig und wahr ist, du Gott aber noch nicht hören kannst, dann gleiche deine Entscheidungen mit dem ab, was in der Bibel steht. Und suche mit ganzem Herzen und ganzem Verstand nach der Wahrheit und der Beziehung zu Gott. Jesus ist die Tür zu einem wahrhaft guten Vater. Jesus hatte und hat den Draht. Jesus lebt. Er ist hier.

Die Bibel steckt voller Weisheiten. Das alte Testament ist sowohl Geschichtsbuch als auch Weisheits-Buch. Im alten Testament findest du Weisheiten besonders in den Psalmen. Das neue Testament ist am besten für Einsteiger geeignet. Dort kann man in der Apostelgeschichte und in den Briefen lesen, wie die Urgemeinde lebte und was ihre Prinzipien waren. Sie waren noch ursprünglich und ganz, ganz nah an Jesus dran.

Die Ermahnungen von Paulus an die Gemeinde in Korinth zeigen, dass es schon damals Spaltungen gab durch Menschen, die ihre eigene Wahrheit leben wollten, anstatt den Worten Jesu zu folgen.

Schon immer war es ein sehr, sehr, sehr schmaler und heikler Pfad, der zu Gott führt, und auf solchen Wegen braucht man einen Führer (die Bibel).

Trügerische Freiheit

Es ist sehr verführerisch, seine eigene Wahrheit leben zu wollen. Es verspricht Erfolg, es stärkt unser Ego, und es gibt auf den ersten Blick ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit (von Gott). Doch ist Unabhängigkeit von Gott wirklich das Richtige für uns? Das Leben zeigt uns oft genug, dass wir doch in die Irre gegangen sind. Die Jahre nach meiner Atheisten-Entscheidung waren die traurigsten meines Lebens. Ich hatte jeden Boden verloren und fiel besinnungslos und blind und getrieben durchs Leben, bis ich endlich wieder einen Funken Glauben fand. Gott hatte mich nicht vergessen. Auf vielen Umwegen musste ich jedoch gehen.

Die Freiheit, die es schenkt, Gott zu folgen, ist nicht zu beschreiben, denn hier wird man wirklich frei von sich selbst. Gott ist so gut, so weise und so voller Liebe, sogar in seinen Korrekturen, dass es eine Freude ist, Ihm zu folgen – selbst wenn der eigene Wille ein anderer gewesen wäre. Denn Er schenkt durch Offenbarungen Einsicht und Erkenntnis. Fehler sind immer erlaubt, wichtig ist das Zurückkommen wie beim verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32). Dies ist eines der wichtigsten Gleichnisse der Bibel. Unbedingte Freiheit tut dem Menschen nicht gut, er kommt immer wieder in Sackgassen. Erst die Abhängigkeit von Gott macht wirklich frei.

Dieser Gott hat einen wunderbaren Charakter. Er ist so voller Liebe und Weisheit. Er kennt alle deine Wege, jeden Gedanken, er vergibt immer wieder deine Fehltritte, wenn du zurück kommst, und Er weiß was war und was kommen wird. Deshalb kannst du getrost und ohne jede Zweifel dem folgen was Er dir sagt. Durch den Heiligen Geist (den du im besten Fall durch eine Erwachsenen-Taufe empfängst), spricht Gott zu dir.

Das Glück, IHN zu hören

Ihn zu hören ist zunächst nicht ganz einfach. Es ist Übungssache. Es braucht echtes, ehrliches Gebet, Hinwendung, totale Offenheit zu Ihm hin, und immer wieder Umkehr von falschen Wegen, um Ihm auch nah zu bleiben. Durch ein Gefühl der Verlorenheit und dann im Abgleich mit der Bibel und erfahre ich persönlich, wo ich wieder in die falsche Richtung geritten bin. Dann beginne ich, Gott zu fragen, wo der Fehler lag, und wie ich es ändern kann.

Was bringt dich Gott nah?

Sprich mit Ihm wie zu dem Vertrautesten deiner Vertrauten. Du sprichst mit deinem besten Freund. Erzähle Ihm alles. Halte nichts, aber auch wirklich gar nichts zurück. Offenbare Ihm nach und nach all deine Schwächen, deine Zweifel, deine Ängste und auch durchaus deine Vorwürfe. Gott wird dich nicht verurteilen, wenn du Ihm dein Herz anvertraust. Er kann das alles nehmen, einfach weil es ehrlich und aufrichtig und wahr ist. Sprich laut, nicht nur innerlich. Sich selbst zuzuhören verstärkt die Kraft.

Und dann, je weiter die Beziehung fort schreitet, beginnt er dir nach und nach Dinge zu offenbaren. Über dich und über Ihn und über die Wahrheit in deinem Leben. Mehr und mehr erkennst du Sein Wirken in allem, und wie sehr Er dich schon immer gerufen hat. Du erfährst, welche Entscheidungen dich von Ihm weg brachten, auch warum dir so manches Schlechte und Schwere widerfahren ist. Du lernst von Gott auch über Sein Königreich. Du verstehst die Bibel immer besser, du wirst sie sogar eines Tages hoch spannend finden und dir Bücher kaufen, die dir helfen, Gott und die Bibel noch besser zu verstehen.

Es liegt ein Weg vor dir, auf dem du nicht mehr alleine bist, denn du gehst ja mit Gott – ob du nun einen Lebenspartner hast oder nicht. Ein Weg, auf dem du immer Leitung findest – wenn du sie suchst. Ein Weg auf dem du immer wieder hörst, wie sehr dich Gott liebt!

Gott entfernt sich nicht

Nach 46 Jahren Spiritualität, Esoterik, Buddhismus und Erwachens- und Erleuchtungs-Gedöns kann ich endlich sagen: ich habe meinen Weg gefunden, und ich habe Gott wirklich gefunden. Ich bin täglich in Kontakt. Und wenn ich es nicht bin, dann weiß ich sehr schnell, was mich davon abgehalten hat, und ich kenne die Wege, wieder in Seine köstliche und liebevolle Gegenwart zu kommen.

Nicht Er ist es, der sich von uns entfernt, sondern wir sind es selbst, die uns abwenden und nicht hören wollen. Doch Sein Herz ist immer offen für uns. Es ist allein unsere Entscheidung, uns umzudrehen und zurück zu kehren. Wir haben den freien Willen letztendlich, um uns freiwillig für Ihn zu entscheiden – immer wieder.

Entscheidung aus dem Geist

Die Entscheidung für Ihn können wir nur aus dem Geist heraus treffen, insbesondere wenn uns die Emotionen übermannen und wir nicht mehr wissen wohin. Wenn du verstrickt bist in widerstreitenden Gefühlen und Gedanken: reiß dich heraus in den Geist, jenseits des Denkens. Treffe die Entscheidung, nicht mehr selbst die Antwort finden zu wollen, sondern Seine zu hören – frage Gott. Lass dich nicht entmutigen. Gib nicht auf. Suche Ihn vom Geist aus. Immer wieder. Gott ist Geist und steht über der Vernunft und über den Gefühlen. Deine Entscheidung für Gottes Antwort wirkt sich aus, nach oben und nach unten. Die Gefühle folgen dem nach, sie sollten nicht deine Führer sein. Wenn dich beim Nachsinnen über Gottes Antwort für eine Entscheidung tiefer Frieden flutet, dann bist du dort genau richtig.

Die Entscheidung, dein Leben Jesus zu geben

Dies ist die größte Entscheidung für dein Leben, die du treffen kannst. Sobald du dich wirklich entschieden hast, dein Leben Gott zu widmen (ein Senfkorn an Glauben genügt), werden sich Wege öffnen.

Habe Geduld und sei offen. Suche dir Menschen, denen du vertrauen kannst und lass dich taufen, damit du den Heiligen Geist empfängst, und beginne deinen ganz persönlichen intimen Weg mit IHM. Jetzt hast du einen starken Partner, der mit dir durchs Leben geht. Und vielleicht liest du auch die Bücher, die dabei helfen können, um in eine nahe Beziehung zu kommen (z.B. „Meine Schafe hören meine Stimme“ von J.C. Hedgecock).

Wenn du durch die Prägungen der Kirchen eine Aversion gegen die Bibel entwickelt haben solltest, dann bitte Gott, dir die Wahrheit zu zeigen und dich von der Aversion zu befreien. Schlage im Internet nach, was die Begriffe, die dich stören, wirklich bedeuten, und schau bitte nicht auf den Kirchen-Seiten, sondern in Lexika, Wikipedia oder Bibel-wissenschaftlichen Seiten. Beginne damit, Gott selbst zu fragen, was Er eigentlich gemeint hat, dann wird er Heilige Geist dein Lehrer.

Wir lehnen ab was wir nicht kennen

Viele lehnen Gott ab, weil Er nicht in das Bild passt, das man sich von Gott gemacht hat. Doch man lehnt ab was man nicht kennt, weil man eine vorgefasste Meinung über Ihn hat. Gott ist wie Er ist, und Er wird sich nicht ändern. Und Er verspricht uns in der Bibel, dass es sich lohnt Ihn zu suchen und Ihm zu folgen. Den Weg ohne Gott haben wir lange genug ausprobiert. Vielleicht ist es jetzt Zeit für eine neue, grundlegende Entscheidung. Wir können Ihn nämlich erst dann wirklich kennen lernen, verstehen und erfahren, wenn wir in eine persönliche Beziehung mit Ihm treten; erst dann wissen wir – dann aber aus erster Hand!

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Gottes Hand und die Hand des Menschen berühren sich fast
Gott und Mensch berühren sich fast

Immer wieder habe ich davon geschrieben, dass Gott einen Charakter hat mit menschlichen Zügen. Natürlich und unbestritten ist Gottes Grundausstrahlung: Liebe, denn ohne Liebe gäbe es dieses Universum und uns nicht. Und ohne Liebe wäre Gott nicht so geduldig und langmütig mit uns. Ohne Liebe hätte Er Seinen Sohn nicht zu uns geschickt und als Mensch geopfert, um uns zu retten. Dennoch hat Gott auch in Seiner Heiligkeit, Herrlichkeit und Gerechtigkeit geradezu menschliche Züge und Gefühle wie Zorn, Eifersucht, Traurigkeit. In der Bibel finden wir jede Menge Stellen, in denen die Rede davon ist.

Oft, wenn ich in diesem Blog von Gottes Charakter geschrieben habe, warf man mir die „Vermenschlichung Gottes“ vor. Gott könne so etwas gar nicht haben, sonst wäre Er ja wie ein Mensch. Was wäre Er dann noch für ein Gott? Doch ich kann nur sagen: Er hat die Welt geschaffen, kannst du so etwas? Du Mensch? Also ich kann’s nicht! Ich vermenschliche Gott nicht. Jesus selbst nannte Gott Seinen Vater. Mir hilft diese Erkenntnis, Ihn durch meine menschlichen Augen zu betrachten (andere habe ich nicht), Ihn besser und tiefgründiger zu verstehen. Und es hilft mir dabei, mit Ihm in eine direkte, persönliche Beziehung zu treten. Er ist mein Papa, mein großer Bruder, mein heiliger Schöpfer, anbetungswürdig, und alles in Einem.

Unsere heutige Gottesvorstellung ist mehr von östlichen Religionen und Philosophien geprägt als vom Christentum, und so setzt sich mehr und mehr die Vorstellung von Gott als einem unpersönlichem Gott durch, als Bewusstsein, Quelle, Sein etc… Und im Gegenzug halten wir uns selbst für Wesen, die wesensgemäß an diesem Gott Anteil haben. Und weil wir Gott auf etwas Energie-ähnliches reduzieren, glauben wir, selbst mit schöpfen zu können, uns selbst heilen zu können, uns selbst erlösen zu können.

In Wirklichkeit haben wir jedoch nur Anteil an Seiner Schöpfung – nicht an Seinem Wesen selbst. Und alle echten und dauerhaften Arten von Heilung und Erlösung kommen in Wirklichkeit von Ihm und nicht aus uns heraus.

Wir setzen uns hin, in Meditation, und meditieren für den Weltfrieden, ohne an den Schöpfer als das zu glauben – was Er ist. Wir glauben an einen Schöpfer, der irgendwie Liebe ist, irgendwie gnädig und irgendwie gut, doch wir sehen in keinster Weise, dass er uns beurteilen könnte und wir eventuell bei genauerer Betrachtung durchfallen könnten! Statt dessen bilden wir uns ein, selbst den Weltfrieden erzeugen zu können, ohne Gott, den echten Gott, mit einzubeziehen. Wir bitten Ihn nicht etwa um Frieden, sondern wir gehen in der Vorstellung ran, anteilig selbst Gott zu sein, und denken, Er müsse selbstverständlich unserer Meinung sein. Schließlich ist Weltfrieden ja etwas Gutes. Niemand kommt auf die Idee, Gott zu fragen, was Er eigentlich will von uns! Ja, man spricht Ihm damit sogar jeden Willen ab. Hat Er einmal Ja zur Schöpfung gesagt, wird Er auch dabei bleiben. Hoffentlich…

Doch der Weltfrieden hängt von jedem Einzelnen ab und noch viel mehr davon, wie seine persönliche Beziehung zu Gott aussieht (zum echten Gott) und nicht davon, wie viele Stunden wir für dieses oder jenes – auch in bester Absicht – meditieren.

Wie viele tausend Male steht in der Bibel, dass Gott Götzendienst hasst? Und dass Er diejenigen als Fremde oder gar Feinde ansieht, die Götzendienst betreiben? Götzendienst ist alles was andere Wesen anbetet und verherrlicht als göttlich. Dazu zählen alle Arten von Statuen, Göttern, Buddhas, aber auch jenseitige Meister, Heilige, Madonnen, Geistführer, ja auch Engel. Unsere Wahrnehmung ist sehr beschränkt, deshalb scheint es für uns nur dann offensichtlich zu sein, dass etwas schief läuft, wenn Menschen den Dunklen persönlich anbeten (bis auf diejenigen, die meist aus Rebellion gegen Gott ganz bewusst und absichtlich die sog. Gegenseite anrufen).

Übrigens, nur nebenbei: die „Gegenseite“ ist nicht die Gegenseite, also nicht etwa „hier Gut, da Böse“, sondern Gott ist souverän und steht total über jeder sogenannten „Gegenseite“. Der Widersacher ist eine Schöpfung Gottes, er ist ein Geschöpf, war einstmals ein Engel des Lichts. Doch er wurde gierig und fiel, wurde von Gott auf die Erde geworfen, er ist kein Gott! https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6llensturz Und er hat nicht den Funken von der Macht, die Gott hat. Er ist nur ein Nachäffer und einer der sich gerne aufbläht und Menschen Angst macht.

Gott hat also Gefühle, und gleichzeitig liebt Er den Menschen mehr als alles Andere. Der Mensch ist für Ihn das Nonplusultra, Er liebt Ihn über alles! Deshalb ist Er geduldig und wartet noch immer ab. Doch die Zeichen für die sogenannte „Endzeit“ mehren sich. Welche Chance haben wir also, noch, um Gott für uns zu gewinnen?

Jetzt in Zeiten der steigenden Angst vor der angeblichen Epidemie Corona fällt immer mehr Menschen das Beten ein. Aber, bitte, was ist das für eine Haltung Gott gegenüber? Wir leben unser Leben wie es uns gefällt, und wenn Notzeiten kommen, dann soll Er uns doch bitte helfen? Mit welchem Recht erwarten wir denn Hilfe, wenn wir unser ganzes Leben ohne Ihn verbracht haben und es selbst dann noch weiterhin tun, wenn wir gebetet haben?

Gott ist gerecht – im Positiven wie auch im Negativen. Er entscheidet souverän und unbestechlich. Es bleibt und blieb Ihm nichts verborgen. Er liebt uns und wartet auf uns, doch sicherlich nicht unendlich lange. Während wir vor Buddhas oder hinduistischen Göttern nieder knien und für den Weltfrieden beten und glauben, das sei doch sicher eine gute Sache, währenddessen steht schon seit tausenden von Jahren in der Heiligen Schrift, dass Gott das hasst – denn Er möchte die Ehre bekommen, die Ihm zusteht!

Ein genialer Schöpfer hat diese Erde geschaffen – mit seiner unfassbaren Intelligenz, die wir durch die inhärente Schönheit wahr nehmen können, und hat sie uns Menschen zur Verfügung gestellt. Er hat uns Körper gegeben, die wir bis heute nicht bis in alle Tiefen verstehen können, deren Teilchen bis ins Klitzekleinste mit genialer, gegenseitiger Abhängigkeit voneinander und miteinander funktionieren. Selbst die Sandkörner sind gezählt, heißt es in der Bibel. Ein Uhrwerk ist wirklich nichts dagegen – und dann kommen wir daher und bilden uns so viel auf unsere Wissenschaft und unsere neuzeitlichen Erfindungen ein! Doch ohne Gott gäbe es weder Elektrizität noch Atomkraft, noch Flugzeuge, Raketen oder sonst irgendetwas. Ohne Ihn wäre hier alles, dunkel, öde und leer.

Aber wir gehen hin und beten Buddhas etc. an.

Gott schuf uns in Seinem Bilde – so steht es in der Schrift! Gott schuf uns ursprünglich als Pendant, als Gegenstück, als geplante Geliebte, Braut, als Beziehungspartner für IHN. Wir sind Wesen mit Gefühlen, Emotionen, Verletzlichkeit, Sehnsucht, wir sehen uns nach Liebe, nach Seiner Liebe! Gottes Liebe ist die Ursache der Schöpfung, deshalb brauchen wir sie so sehr! Und deshalb werden wir niemals wirklich glücklich sein, solange wir nicht wissen, dass wir persönlich von Ihm geliebt werden. Seine Liebe zu uns brauchen wir mehr als alles Andere, nicht nur als Idee, sondern ganz konkret in unseren Herzen. Und zwar nicht nur als Energie – sondern auf eine zutiefst persönliche Weise! Ja, ich möchte als Diejenige, die ich bin, mit allem was in mir ist, von Ihm geliebt sein.

Und Gott hat so lange gewartet, bis ich mich vor Ihm gedemütigt habe, bis ich allem anderen abgesagt und den Rücken gekehrt habe, bis er mich endlich, endlich annahm und rettete aus dämonischer Bedrückung.

Drei Jahre sind es jetzt her, und all die Schatten, die mich früher in Minderwert, Selbstanklagen und Depression geführt haben, kamen nicht mehr zurück. Und wenn da noch ein Anflug kommt, so weiß ich genau, wie und was ich beten muss, um wieder in die Reinheit und Güte meines Gottes zu kommen, in Seine Hand, total geschützt und geheilt und vor allem: geliebt.

Wir können Gott gar nicht vermenschlichen, weil Er nun mal Gott IST und bleibt! Und wir können auch den Menschen nicht vergöttlichen, weil er nun mal Mensch IST und bleibt. Die Frage ist allerdings: bist du ein Mensch, der mit Gott geht (dem echten)? Oder bist du ein Mensch, der gegen Gott geht? Denn – auch das steht in der Bibel:

Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir Menschen für Gott gewinnt, der führt sie in die Irre.

Matth. 12, 30 (Ü. Hoffn. für alle

Ich will jedoch diesen Vers nicht aus dem Zusammenhang reißen, denn Jesus sagte dies im Zusammenhang mit den Pharisäern, die behaupteten, er, Jesus würde Dämonen mit Dämonen austreiben, und dies war insbesondere, weil die Pharisäer ja Gelehrte der Schrift waren, besonders verwerflich aus Seiner Sicht.

Ich denke nicht, dass Gott in dieser Art alle Menschen Schwarz-Weiß sieht. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass dieser Gott ein gnädiger Gott ist, der jeden Einzelfall genau betrachtet. Doch unsere Ignoranz und Rebellion Ihm gegenüber wird ganz sicher Folgen haben!

Es mag sein, dass in der Bibel vieles Schwarz-Weiß aussieht, will sie doch die Menschen aufrütteln und ihnen Wegweisung geben. Wir haben jedoch kein anderes Buch als die Bibel, das uns Auskunft über den Charakter Gottes gibt. Der Gott der Bibel, unser Schöpfergott ist ein Gott der Liebe, und Er möchte uns in Sein Bild verwandeln. Nur mit einer reinen Braut, die Gott ähnlich ist, kann Er gehen. Wir könnten Ihm viel ähnlicher sein als wir es sind. Doch dazu müssen wir uns Ihm anheim geben, uns ganz Ihm zuwenden, das befolgen was Er möchte und das lassen was Ihn kränkt.

Die Hierarchie – hier Mensch – da Gott – ist Realität. Wir können sie nicht aufheben, und sie zu verleugnen ist unfassbar arrogant. Wir erheben uns in unserem Stolz über Gott wie einst der Dunkle… was soll dabei heraus kommen? Die Folgen sehen wir in unserer Welt, und sie werden schlimmer werden. Aber wir glauben immer und immer wieder und immer noch, alles besser zu wissen als Gott, und Ihn nicht zu brauchen…

Irgendwann wird es ein Erwachen geben müssen, und glücklich alle die, die vorher schon wach geworden sind. Ich denke nicht, dass Corona wirklich so gefährlich ist, wie alle behaupten. Nicht mehr lange, und es wird einen Wirkstoff geben. Jedoch sehen wir an den Auswirkungen, wie fragil unsere Strukturen sind und wie leicht wir zu erschüttern und zu verängstigen sind. Corona-Drohung ist in meinen Augen so etwas wie ein Warnschuss vor den Bug, aber noch relativ harmlos. Nur die Reaktionen sind sehr heftig.

Mal sehen was als Nächstes kommt… Wenn man sich schon nicht aus Liebe Gott zuwendet, dann vielleicht aus Angst… aber ich weiß nicht, ob Gott diese Motivation gefällt…

…vermutlich nur dann, wenn die Umkehr aus ehrlichem Herzen geschieht, wenn also echte Buße und Umkehr geschieht und jemand sich wirklich vor Ihm beugt – dann wird Ihm das sehr gefallen! So wie wir uns freuen würden, wenn unser Geliebter sich für seinen Fehler entschuldigt und ehrlich davon umkehrt, sich neu für uns entscheidet und einen Neuanfang wagt. Wenn sich unser Geliebter vor uns demütigt und entschuldigt, kann unser Herz nicht hart bleiben, und jeder der liebt, wird weich und sanft werden und vergeben.

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Ich gebe zu, der Titel ist provokant, doch es brennt mir immer wieder unter den Nägeln, dieses Thema zu vertiefen. Denn ich kenne beides. Bei Jesus will ich bleiben und will diesen Weg weiter gehen, denn ich erlebe durch Ihn Frieden und Liebe.

Gesetzt den Fall

Gesetzt den Fall, es wäre wahr, dass es so etwas wie satan gibt, also eine finstere Macht, die mit allen Mitteln gegen das Licht kämpft… Gesetzt den Fall, es gäbe wirklich diesen Gegenspieler Gottes, der alles daran setzt, die Menschen von Gott abzuhalten, damit er selbst die Ehre einstreichen kann…

Gesetzt den Fall, es gäbe dieses Wesen wirklich, das sich als einstiger Engel des Lichts in Rebellion gegen den Schöpfer erhoben hat und seitdem die Menschen verführen will, so dass sie nicht mehr weiter nach Gott suchen… Gesetzt den Fall, all dies wäre wahr…. was wäre satans Strategie?

Er würde alles daran setzen, die Menschen davon zu überzeugen, es gäbe ihn, satan, gar nicht. Er würde sich unsichtbar machen. Und nicht nur das, er würde sich – wie es seinem Wesen entspricht – selbst an Gottes Stelle setzen, so wie es schon immer sein Plan war, und sich als Gott ausgeben.

Er würde uns Häppchen zuwerfen, z.B. eine oder mehrere Philosophien, die immer ein Körnchen Wahrheit enthalten, so dass sie uns gerade genug locken – uns aber dann subtil auf Abwege führen, um genau diese Wahrheit sofort wieder zu verdrehen und zu verschleiern. Er wird uns Wege anbieten, die der Wahrheit ähneln, doch dann wird er Lügengespinste erfinden und uns vorsätzlich auf falsche Fährte locken – und dieser Weg führt immer weg von dem wahren Gott.

Lügner von Anfang an

Satan wird in Bibel beschrieben als „Lügner von Anfang an“ (Joh. 8, 44). Nicht genug, dass er uns von Gott abziehen will, nein, er macht das sehr geschickt. Er wird eine Philosophie anbieten, die auf sehr subtile Weise unsere Egos lockt, uns einen neuen Selbstwert verheißt, indem er uns suggeriert, wir seien bereits selbst Gott, oder wir könnten durch Bemühungen in einen Zustand kommen, der uns wie Gott sein ließe. Er würde unsere Sehnsucht nach Gott missbrauchen und behaupten, wir müssten z.B. einen gewissen Grad der Erkenntnis erreichen, um unser eigenes Göttlichsein zu erkennen und ausleben zu können. Und um diese Erkenntnis zu erlangen braucht es immer noch irgendetwas was wir noch nicht haben, noch nicht erkannt haben, noch nicht assimiliert haben, nachdem wir streben müssten.

So würde er uns auf Trab halten und unsere Kräfte, die ursprünglich auf Gott zielen wollten, umlenken. In der Behauptung, Gott sei in Wirklichkeit ein unpersönlicher Gott geschieht ein subtiler aber sehr folgenreicher Schnitt, hier ist eine wichtige Weiche, die unseren ganzen weiteren Weg bestimmt!

Diese Behauptung leugnet nämlich das wahre Wesen Gottes als liebender Vater und dreht die Wahrheit um. Sie macht aus dem liebenden und persönlichen Vater der Bibel eine unpersönliche Kraft, mit der keine Beziehung möglich ist, denn wir verorten ab diesem Zeitpunkt Gott IN UNS SELBST.

Selbstoptimierung als Erlösungsweg

So geraten wir auf einen Weg der Selbstoptimierung. Dies wird uns als Erlösungsweg angeboten. Wir müssen uns nun also selbst erlösen, anstatt dass uns der persönliche Gott der Bibel erlösen könnte. Wir selbst wählen diesen Weg, indem wir ihn glauben und gehen. Selbstheilung als Heilungsweg. Selbstfürsorge als Lösung für unsere Leiden. Diese Dinge klingen alle so logisch und verführerisch, und so würde uns satan immer und immer weiter und weiter weg von dem Gott der Bibel ziehen, der uns doch Sein Wort gegeben hat! Der uns doch versprochen hat für alles zu sorgen was wir brauchen, wenn wir Ihm unser Leben überantworteten! Wir glauben Ihm das nicht, weil wir nicht mehr an Ihn glauben.

Wo ist denn eigentlich die Überantwortung an Gott, wenn wir uns weiterhin selbst heilen müssen oder uns von Gurus, Lehrern, Coaches oder Therapeuten Heilung holen müssen? Fällt es uns denn gar nicht auf, dass wir hier keine dauerhafte Heilung finden? Dass daran etwas faul sein könnte?

Satan würde uns in einen Zustand bringen, in dem wir letztendlich doch selbst für alles sorgen müssten, für unsere Gesundheit, für das Funktionieren unserer Beziehungen, für das Gelingen unseres Lebens. Er würde behaupten, wir seien selber schuld wenn wir unsere Emotionen oder Gedanken nicht in den Griff bekämen. Hie und da würde er uns gewaltige Erfahrungen schenken, die sehr überzeugend sein können, und die er bei Gott abgekupfert hat. Am Anfang würde er uns in glückseliger Sicherheit wiegen, und dann würde er nach und nach wieder zuschlagen und unsere Psyche malträtieren – mit unseren alten Mustern und Unzulänglichkeiten wie Minderwert, Kontrollsucht, Ärger, Verletztheit und dergleichen. Und um nicht das Gleichgewicht zu verlieren schlägt er uns vor, dass wir uns noch mehr und noch mehr und immer mehr entpersönlichen, noch stiller werden, noch tiefer meditieren, noch tiefer in die Unendlichkeit des Nichts eintauchen, möglichst so lange, bis wir darüber dann endlich sterben und dann endgültig für Gott verloren sind.

Ist das alles wirklich wahr? Ist unser Gott kein Vater, kein persönliches Wesen? Und geht es auch für uns selbst darum, unser Ich komplett zu verlieren, unser Identität als ein Ich aufzugeben?

Das gottlose Ego – leben ohne Gott

Auch hier gehen die Lügen satans haarscharf, aber mit großen Auswirkungen an der Wahrheit vorbei.

Denn es geht nach den Aussagen der Bibel zu keiner Zeit darum, sein Ich los zu werden oder aufzulösen, niemals das GANZE ICH, sondern nur den Teil, der glaubt, ohne Gott gehen zu können, das GOTTLOSE EGO. Dieses und sonst nichts soll vom Thron gestoßen werden, damit Gott Seinen Platz wieder einnehmen kann.

Die Bibel betont immer wieder die Wichtigkeit unserer freiwilligen Entscheidungen als ein Ich für Gott! Und wenn es heißt: „Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach“ (Lukas 9, 23) so bedeutet das, dass wir uns täglich neu entscheiden dürfen und sollen, Jesus zu folgen, so wie Er an den Vater zu glauben, Seinen Willen zu tun und den gottlosen Egotrips die A-Karte zu zeigen.

Wir haben selbst in der Hand, was und wohin wir uns wenden wollen, wir haben Eigenverantwortung: gehen wir MIT GOTT oder OHNE GOTT? Heilen wir uns selbst oder bitten wir Ihn um Heilung? Regeln wir unser Leben selbst oder fragen wir Ihn um Rat und bitten wir Ihn um Führung? Fragen wir uns selbst um Rat oder Ihn? Bauen wir eine Beziehung zu uns selbst auf oder zu Ihm?

Wenn wir einfach nur unserem Bauchgefühl folgen, werden wir in die Irre gehen, denn das Bauchgefühl ist nicht Gott und ist auch nicht Ausdruck von Gott, denn Gott ist Geist. Folgen wir einem unpersönlichen Gott gehen wir ebenfalls in die Irre, denn dies ist nicht der wahre, echte, lebendige Gott! Der wahre Gottvater ist sehr persönlich und ganz direkt an uns interessiert, denn – das steht mehr als einmal in der Bibel – wir sind schließlich Seine Kinder!

Derjenige, der ohne den persönlichen Gott der Bibel geht, geht in Wirklichkeit gänzlich ohne Gott, so hart wie es klingt. Er ist zwangsläufig an sein gottloses Ego als Führer in Seinem Leben gebunden, weil er der falschen Schiene folgt, und weil er auf diesen Abwegen den wahren Gott noch gar nicht kennen gelernt hat!

Der wahre Gott zeigt sich dann, wenn wir beginnen, an Ihn als unseren Vater, Heiler und Versorger zu glauben (zunächst genügt ein Senfkorn), Ihm zu vertrauen, Ihn zu suchen und Ihn AUSDRÜCKLICH in unser Leben einzuladen. Wenn wir dies wirklich von Herzen tun und ernst meinen werden wir Ihn kennen lernen – versprochen! Er wird sich uns eröffnen. Und erst dann erleben wir die Segnungen und erkennen das was Er tagtäglich für uns tut.

Prunk und Pomp statt lebendiger Jesus

Die besten und wertvollsten Menschen streben nach dem Erwachen/Erleuchtung, sie sehnen sich wirklich innig nach Gott, sie hungern danach und tun alles dafür, denn wir Menschen wollen frei sein, vor allem frei von Leid. Wir suchen nach einem günstigen Ausweg aus all den Schmerzen, die wir erfahren mussten und weiterhin erfahren.

Und die fehl geleitete Kirche mit all ihrem Prunk und Missbrauch von Menschen hat bei den Meisten den Glauben an einen biblischen Gott gründlich versaut. Das was durch sie in unseren Köpfen vom einstigen Jesus übrig geblieben ist, zieht nicht an und macht nicht frei, sondern es bindet viel mehr an ein System, in dem Machtstrukturen herrschen, das ebenso korrupt ist wie die sogenannte „Welt“, ebenso verlogen, voller Heimlichkeiten und innerlichem Schmutz. Und wir spüren das und fühlen uns abgestoßen.

Also, wo sollen wir westlich geprägte Menschen hin, wenn unser traditionell angebotenes Glaubenssystem dermaßen unattraktiv ist und wir dennoch die tiefe Sehnsucht nach dem Göttlichen und Heiligen in uns tragen? Wir wissen ja tief drin, dass es das Gute geben muss, dass wir Gott ähnlich sein müssen, dass es irgendeine Form von Hingabe braucht. Wir sehnen uns tief drin nach Gebet, nach Heiligkeit, nach Kontakt mit dem Höchsten, und für unser Leben nach Liebe und Frieden.

Gott ist nicht tot

Und in der Bibel bietet uns Gott all das an! Die Urgemeinde wusste all das noch und erlebte es! Gott war DA im Leben der Menschen, in ihrem alltäglichen Sein. Sie erlebten Wunder über Wunder. Gott liebt es, sich zu zeigen, wenn wir an Ihn glauben. Er macht unsere Herzen weich. Er verändert uns und unser Leben, wenn wir es Ihm gestatten, wenn wir Ihn danach fragen, wenn wir Ihn darum bitten!

Das Leben mit Gott ist ein ständiger Austausch, ein permanentes Gespräch, ein ständiges Hin und Her zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott. Ab der Taufe, wenn der Heilige Geist herab gebetet wurde und wir von der Dunkelheit befreit werden sind wir an Ihn angebunden, und es liegt an uns persönlich, wie stark und innig diese Beziehung wird, und auch wie sehr wir Gott in unserem Leben wirken lassen.

Gott ist nicht tot, und wir sollten es auch nicht sein. Wir sollten uns nicht von der Stille völlig lahm legen lassen und uns selbst so sehr reduzieren, dass wir nicht mehr für eine Beziehung mit dem echten Gott taugen! Gott will uns lebendig und entscheidungsfreudig! Er ist der Gott des Lebens, er möchte unser Leben bereichern.

Es geht jedoch nicht nur darum, von Ihm Geschenke zu bekommen, sondern auch IHM zu GEBEN – nämlich uns mit allem was wir vor Ihm verheimlichen oder verbergen, mit allem was wir eigentlich selbst machen wollten, mit allem, was wir selber besser zu wissen glauben… mit unserer ganzen Selbstherrlichkeit und mit unserem ganzen Selbsterlösungstrip.

Ich bin nicht tot

Ich habe Erwachen erfahren und kenne das Gefühl, kein Ich zu sein, sondern unendliche Weite. Die Entgrenzung in den Kosmos hinein ist sehr angenehm und fühlt sich zunächst unglaublich gut an. Doch dann sind wir trotzdem weiter im Leben und erleben weiter den täglichen Kleinkram und fallen trotz unseres kosmischen Wesens hie und da zurück in die alten Ego-Fallen. Und gesund werden wir auch nicht wirklich. Nicht jeder kann sich jahrelang im sogenannten „Bliss“ (Glückseligkeit) halten oder diesen immer wieder hervorrufen. Erwachen kann übrigens auch als Droge gebraucht werden, und viele suchen immer weiter nach dieser entgrenzenden Erfahrung als Selbstzweck. Doch mit Gott hat all dies leider nichts zu tun. Nicht mit dem Gott der Bibel.

Ich fühlte mich nach Erwachen viele Jahre zwar sehr entpsannt, jedoch auch wie lebendig gestorben, fast wie ein Automat, der halt noch funktioniert, aber eigentlich nicht mehr wirklich da ist. Doch wem dient es denn wirklich, wenn ich ausgeschaltet bin? Ich bin ausgeschaltet für Gott, das ist der Effekt davon! Und wer will das, wer hat ein Interesse daran? Wer gaukelt mir all die tollen Theorien vor, die mit dem Gott der Bibel nichts zu tun haben und behaupten, ich sei sozusagen der Kosmos in Person? Weshalb glaube ich ich sei bereits erlöst, wenn ich es doch eigentlich nicht wirklich fühlen kann? Was hindert mich daran, mich meinem echten Schöpfergott zu unterwerfen, Ihm zu vertrauen dass ER mich erlöst?

Die Erlösung kommt von einem persönlichen Gott. Nicht als ein Donnerschlag, wie wir es gerne hätten, jedoch als lebendiger Prozess eines Weges MIT GOTT Tag für Tag. Mein Leben ist so viel reicher geworden durch IHN. Dieses Gefühl tot zu sein blieb noch eine lange Weile. Doch irgendwann hatte ich die Nase voll davon und bat Gott, mir das wieder zu nehmen. Es dauerte eine Zehntelsekunde, es brauchte nur meine Entscheidung und meine Bitte darum, und dieses Gefühl des Totseins war verschwunden. Es kam nie zurück!

Erwachen aus biblischer Sicht

Erwachen/Erleuchtung erleben wir als Geschenk, doch das Geschenk ist in meinen Augen ein trojanisches Pferd.

Erwachen/Erleuchtung geschieht uns ohne jeden Glauben an den Gott der Bibel, auch ohne jeden Glauben an den Jesus der Bibel – das allein sollte schon misstrauisch machen. Erwachen gibt es ohne eine Entscheidung für Gott, ohne Umkehr und Reue, ohne die Erkenntnis, dass wir Gott für unser Leben brauchen, dass wir von Ihm abhängig sind, ohne Taufe und ohne Lebensübergabe.

So können wir bleiben wie wir sind, und damit bleiben wir auf dem eigenen Thron. Aber wir erleben nicht das was Gott für uns vorgesehen hat, was Er uns schenken möchte: Seine unendliche Liebe, Sein Herz für uns, Seine offenen Arme, Seine Wege, Seine Fürsorge, Seine Beziehung mit uns.

Nebenbei bietet die Bibel eine Fülle an Vorschlägen, wie Menschen wirklich gut – mit Gott – miteinander leben können und sollen. Das Buch der Liebe, das den Anderen höher schätzt als sich selbst könnte die Welt retten, wenn die Menschen sich nach ihm richten würden. Wer sich im Sinne der Urgemeinde ganz auf Gott einlässt, wird verändert werden – genau in die Richtung, wie es uns Jesus vorgelebt hat und vorgeschlagen hat. Doch er ist damit nicht alleine, denn die Nachfolge ist immer auch eine Sache von Gemeinschaft mit Anderen, die ebenfalls diesen Weg gehen. Hier findet man Austausch, Rat und Hilfe, hier ist es aus mit der Einsamkeit, aber auch mit dem ewigen „Mir… meiner…, mich…“.

Dieser Weg ist herausfordernd, ist aber auch sehr, sehr befriedigend. Wenn Gott jeden Tag dein Herz berührt, weil du Ihn anbetest, Ihn einlädst, Ihn fragst, dich ausrichtest… – wie wunderbar ist das? Niemals würde ich das mit der kosmischen Weite eintauschen, die ja ohnehin immer da ist und mir gar nicht verloren geht… Ich bin ja jetzt reicher als zuvor…. beschenkt, geliebt und geborgen.

Bilder: Von Pixelio.de – 630261 von Didi01 (Wesen der Finsternis) 737374 von Kurt Michel (Schienen), 365712 von Tokamuvi (Thron), 330068 von M. Großmann (troj. Pferd)

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Genfer Studienbibel

Wurde die Bibel vom Heiligen Geist geschrieben oder nicht? Wer das nicht glaubt, braucht sich eigentlich gar nicht mit ihr zu beschäftigen, denn er wird nicht davon profitieren, denn es heißt nicht umsonst, dass die Bibel für den Ungläubigen ein Buch mit sieben Siegeln ist und bleibt.
Auch mir waren früher die meisten Inhalte kryptisch. Die Evangelien waren noch leicht zu verstehen, doch die Paulus-Briefe wie auch das alte Testament verstand ich nicht. Also suchte ich mir das heraus, was ich nachvollziehen konnte und was in mein Glaubenssystem passte – den großen Rest ließ ich als Fragezeichen stehen, und ich wagte es nicht zu hoffen, dass ich die Bibel wirklich jemals würde verstehen können.

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Die Bibel eröffnete ihre Siegel erst nach und nach – mit Hilfe des Heiligen Geistes. Der erklärt, zeigt Zusammenhänge, lehrt mehr und mehr über den Charakter Gottes, dessen Sohn sich hier als Mensch gezeigt hat. Das biblische Christentum ist die einzige Lehre auf der ganzen Welt, die Liebe und Vergebung derart in den Mittelpunkt rückt.
Wir alle wissen, dass die Welt um so vieles besser sein könnte. Wir alle sehnen uns nach Liebe und Vergebung, wenn nicht bewusst, dann doch unbewusst. In der Bibel ist der Weg beschrieben, den wir gehen sollten, damit Gott uns verändern kann, damit Er uns Seinem Sohn immer ähnlicher macht.
Die Bibel ist nichts, was sich menschliche Gehirne ausgedacht haben. Sie kam DURCH Menschen, die dem Schöpfer im Glauben hingegeben waren und vom Heiligen Geist inspiriert wurden. Der Heilige Geist ist das Sprachrohr Gottes, durch Ihn spricht er in uns hinein. Seine leise Stimme ermahnt uns und lehrt uns.

Das gute Gesetz

Wer kennt nicht das schlechte Gewissen? Darin spricht Gott oft sehr laut.
Wir alle tragen die Göttlichen Prinzipien des Gutseins in uns. Es gibt ein Gesetz in uns, ein gutes Gesetz, dem die Bibel Ausdruck in Worten gibt. Aber: Wir Menschen haben den freien Willen, uns entweder freiwillig diesem Gesetz unterzuordnen, oder ihm zu widerstehen. Dass wir uns selbst schaden, wenn wir widerstehen, merken wir oft erst nach Jahren. Wer sein Gewissen gar nicht mehr hört, befindet sich auf dem steilen Weg hinab in die Dunkelheit, denn er widersteht dem einzigen ehrlichen Korrektiv.

Als ich noch im Kindergarten war, stahl ich einmal ein Geldstück vom Schreibtisch der Leiterin (es war ein von Nonnen geführtes Haus). Damals war ein solches 5-Mark-Stück noch viel Geld. Ich ging mir Süßigkeiten kaufen, doch es war noch einiges Geld übrig.

So kaufte ich meiner Mutter Zigaretten, ich wusste ja die Marke. Erst als ich nach Hause kam, ihr die Zigaretten schenken wollte und meine Mutter mich fragte, woher ich das Geld hätte, traf mich fast der Schlag, weil ich erkannte, dass ich etwas getan hatte, was man nicht tun darf. Da kam mein schlechtes Gewissen mit aller Wucht, und ich musste mir schnell eine Lüge ausdenken. „Ich habe es gefunden,“ log ich. Als sie mich fragte: „Ist das wirklich wahr?“ rannte ich aufs Klo und schloss mich ein. Dort hatte ich dann etwas Zeit mich zu besinnen. Und ich merkte sehr schnell, dass ich nicht mit diese Lüge weiter gehen konnte, denn noch nie hatte eine Lüge zwischen meiner Mama und mir gestanden, ich wusste, es gab keinen anderen Weg, als es einzugestehen, die Wahrheit zu sagen. (Das ist eines der Gesetze, die Gott in uns gelegt hat.) Und ich ging also zu ihr und gab kleinlaut zu, dass ich das Geld gestohlen hatte.
Leider folgte darauf keine Vergebung, sondern schwere Vorwürfe und für mich eine große Blamage, denn meine Mutter nahm mich umgehend an der Hand, zerrte mich zurück in den Kindergarten, ging mit mir zu Oberin und gab ihr aus ihrem Geldbeutel 5 Mark zurück und entschuldigte sich für ihre ungezogene Tochter. Dabei brach sie in Tränen aus, und ich stand mit gesenktem Kopf hinter ihr. Sie bat quasi für mich um Vergebung, konnte mir aber selbst nicht vergeben.
Ich fühlte mich wie geschlagen, und ich weiß noch heute, wie traurig ich war, und auch wie gedemütigt. Doch es war insofern eine Lehre für mich, denn die Lüge mit all ihren Folgen heilte mich für viele Jahre von weiteren Versuchen des Stehlens.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

… sagte Jesus Christus. Er log nie. Er stand zu dem was Er als wahr erkannt hatte. Selbst als man ihn zwingen wollte, eine Lüge auszusprechen schwieg er, mit der Konsequenz, dass er die fürchterliche Todesstrafe erhielt.
Wer von uns ist schon dermaßen aufrichtig?
Jesus log nicht, er tötete nicht, er stahl nicht, er redete nicht falsches Zeugnis gegen jemanden, sondern wurde selbst verleumdet und verraten. Er führte ein völlig selbstloses, reines Leben. Er hatte kein Haus, keine Wohnung, keine Heimat, kein Geld, keinen Job. Er galt nichts in dem Land aus dem Er kam, von der Familie hatte Er sich selbst los gesagt, um ganz und gar frei zu sein, den Willen seines himmlischen Vaters zu tun.
Jesus war selbst äußerst bewandert in der Heiligen Schrift. Sie ist die Grundlage Seines Lernens und Lehrens gewesen. Jesus hatte das alte Testament und war Rabbi. Er lehrte in der Synagoge aus genau diesen Schriften, und Er lehrte was Er von seinem Vater hörte.

Zeitzeugen von Jesus Christus

Das neue Testament wurde von zeitlich sehr nahen Zeitzeugen geschrieben, zum Teil von direkten Weggefährten. Matthäus, Johannes und Petrus waren seine Jünger, Markus war ein Schüler des Petrus und ein Mitarbeiter von Paulus, wie auch Lukas. Jakobus war möglicherweise Jesus leiblicher Bruder, oder diesem zumindest sehr nahestehend… * Paulus als ehemaliger Saulus und Feind der Christen wurde in einer gewaltigen, von Gott geschenkten mystischen Schau des Jesus vom Heiligen Geist „umgedreht“. Er brauchte Jahre, um Seine Erfahrung zu verarbeiten. Es ist ein Segen, dass Seine Briefe aufgeschrieben wurden. Sie sind unter anderen ein Zeugnis für das, was in den Ur-Gemeinden wirklich und ganz real geschah und gelehrt wurde.
Was in unseren Kirchen heute gelehrt wird hat damit nur noch wenig bis nichts zu tun. Die Heilige Schrift wird zwar verwendet, jedoch nicht angewendet. Dabei offenbart sie ihre Kraft erst dann, wenn man auch nach ihr handelt.

Liebe kann auch Erziehung bedeuten

Der Heilige Geist ist über-menschlich, über-natürlich, und Er ist nicht nur eine Stimme, sondern Er hat und gibt auch Kraft. Er spricht zu den Herzen, gibt Offenbarungen, und wer Ihm folgt, wird unweigerlich verändert. Es folgt eine Erziehung durch Ihn und das Leben, die bei weitem nicht immer angenehm ist.

Wir lernen heute in Spiritualität, Esoterik und Kirche, dass Gott Liebe ist, und nichts als die Liebe, Gott wird allein darauf reduziert. Und so erwarten wir von Ihm nichts als Liebe und schöne Gefühle. Doch Liebe ist weit mehr als schöne Gefühle! Aus seiner übergroßen Liebe heraus will Gott uns ganz und gar in Sein Bild verwandeln. Er will uns retten aus den Fängen der Finsternis. Aus Liebe zieht Er uns aus der Dunkelheit heraus ans Licht. Doch wir sind oft widerstrebend und halten unseren alten Mustern gemäß fest an dem alten Schmodder, an den wir ja so gewöhnt sind. Es ist gar nicht leicht, den Müll los zu lassen, der sich in uns über Jahrzehnte verfestigt hat. Und Gott erschafft auf seine geniale Weise Situationen und Zusammenhänge in unserem Leben, die uns heraus fordern und an den Rand bringen.

Stehst du auf seiner Agenda?

Das geschieht dir dann, wenn du auf seiner Agenda stehst. Auf seiner Agenda stehen alle, die sich für Seinen Sohn Jesus Christus entschieden haben und Ihm nachfolgen wollen. Jesus nachzufolgen heißt, sich Gott auszuliefern und keinen Schritt mehr ohne Ihn zu tun. Natürlich ist die Entwicklung dahin ein lebenslanger Prozess, doch die Zielrichtung ist klar.

Mit Hilfe des Heiligen Geistes, den wir nach Buße, Umkehr und Taufe empfangen, beginnen wir, die Bibel mit neuen Augen und einem neuen Herzen zu lesen. Ihn können wir alles fragen. Wir lernen Ihn zu hören, wir verstehen plötzlich die leise Stimme in unserem Herzen, die uns aus dem Schlamm heraus ziehen will, in den wir immer noch manchmal abrutschen.
Wir werden plötzlich sehr sensibel und nehmen sehr schnell wahr, ob wir gerade mit oder ohne Gott gehen. Alles was sich übel, ärgerlich, wütend, rechtend, richtend, anklagend, streng und gnadenlos an uns gebärdet zieht uns herab. Wir haben den Pfad verloren. Wir müssen dann umkehren zu Ihm und uns wieder leiten lassen.

Was wird aus uns?

Ich kenne eine alte Frau, sie wird vermutlich nicht mehr lange leben, die bis über beide Ohren in Bitterkeit und Hass auf ihre Tochter verstrickt ist, weil sie sich finanziell von ihr betrogen und bestohlen fühlt. Seit Jahren schürt sie diesen Hass und ergeht sich täglich immer wieder aufs Neue in Vorwürfen an sie, in gedanklichen Diskussionen etc. Was wird mit ihr, wenn sie in diesem Zustand, in dieser Unvergebenheit stirbt? Glaubst du, dass sie in einem sanften Himmel landet und dann in Liebe baden kann?

Ich glaube das nicht, denn Gott erwartet und wünscht von uns, dass wir uns Mühe geben, dass wir uns für Seinen Weg entscheiden, für Vergebung – nicht damit der Andere gerechtfertig ist, sondern damit WIR DAVON FREI WERDEN.
Doch wie vergibt man jemandem, dem man einfach nicht vergeben kann? Man betet und bittet Gott um Hilfe. Man lauscht, und es werden, wenn man es ernst meint, Gedankengänge auftauchen, die Verständnis für den Anderen bringen. Und wenn es dann immer noch nicht geht, bittet man Gott, es mit einem gemeinsam zu tun, denn Gott kann immer vergeben. Er nimmt uns dann an die Hand. Wir müssen uns manchmal tatsächlich ganz rational und unabhängig von allen Gefühlen ENTSCHEIDEN zu vergeben, wir müssen laut unsere Vergebungsbereitschaft bekennen und unserer Entscheidung Ausdruck geben – vor Gott. In ernster, ehrlicher Absicht.

Das und viele Dinge mehr stehen in der Bibel. Sie werden dir vom Heiligen Geist erklärt, wenn du Ihn angenommen und angezogen hast. Auch der Heilige Geist braucht Deine klare Entscheidung für Ihn, um sich ganz in dir nieder zu lassen. Gott ist nicht gewaltsam, er zwingt niemanden, er bemächtigt sich auch nicht deiner, denn er liebt dich so sehr, dass er dir immer und unter allen Umständen deinen freien Willen lässt.

Die Bibel ist ein Handbuch für jeden, der ernsthaft Gott sucht. Deine Entscheidung und die darauf folgende (Erwachsen-) Taufe in Wasser und Geist ist die Eintrittskarte in ein Land, in ein Köngreich, das seines Gleichen sucht. Hier geschehen täglich Wunder und außergewöhnliche Dinge, unter anderem auch dieses, dass die Bibel verständlich wird, sich entblättert und du ihren Schatz mehr und mehr heben kannst.

*Infos aus der Genfer Studienbibel

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Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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