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Posts Tagged ‘Beziehung zu Gott’

Was für ein großartig Liebender ist dieser Gott? Sein Herz muss unendlich groß sein… Wenn ich sehe, mit welch zärtlicher Liebe er all seine unvollkommenen Kinder betrachtet, macht mich das weich und demütig. Wie kleinlich und knickerig wir immer sind – im Vergleich zu Ihm! Wie gern halten wir an unseren Verletzungen fest und grollen und werden bitter, sind ärgerlich und können nur so schwer vergeben… Wenn Gott so wäre, gäbe es diese Welt schon lange nicht mehr…

Und er liebt uns TROTZDEM! Trotz unserer Unvollkommenheit! Oder vielleicht sogar wegen??? Er muss ein Gott sein, der es liebt, wenn die Dinge nicht perfekt sind. Er liebt einfach Menschen – unperfekte Menschen. Und wir strampeln uns ab, um möglichst immer besser und perfekter zu werden…

Dabei will Er nur eins, wir sollen zu Ihm kommen in aller Unvollkommenheit. Wir sollen Ihn suchen, und wenn wir Ihn gefunden haben uns an Ihn kuscheln, und dann nur noch eins: bei Ihm bleiben! An Seiner Hand gehen, mit Ihm zusammen…

Was wir an Anderen vielleicht für einen Makel halten ist das was „aus der Reihe“ tanzt und besonders viel Liebe braucht. Wir kommen unperfekt und unvollkommen auf die Welt, und brauchen genau deshalb umso mehr Liebe und Wertschätzung! Und die Schwächen der Anderen brauchen nicht unsere Verurteilung, sondern unsere liebevolle Großzügigkeit.

Wir können jedoch den Makel an Anderen nur dann lieben, wenn wir Gott mehr lieben als uns selbst. Das erst gibt uns Größe, das weitet unsere Herzen. Wenn wir spüren können, dass Gott uns so sehr liebt, wie Er es tut, dann können auch wir selbst mehr lieben, einfach deshalb, weil Er es tut.

Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat… 20 Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?

1. Joh, 4, 19
Der Gott der Herzen

Er ist ein Gott der Herzen. Der Kopf ist zweitrangig. Mit Kopf meine ich Gedanken, die zumeist aus anderen Quellen gespeist werden. Ohne die Gabe der „Unterscheidung der Geister“ können wir nicht wissen, wer uns gerade diese oder jene Gedanken in den Kopf spiegelt. Insbesondere ohne den Heiligen Geist können wir nicht unterscheiden. Wir denken immer, es wären unsere eigenen Gedanken, weil sie sich an unserem Erleben und an unseren Erfahrungen „entzünden“. Doch es gibt immer mehrere Möglichkeiten, mit dem Erfahrenen umzugehen, bzw. darauf zu reagieren. Die erste Reaktion ist meist nicht die weiseste.

Wut und Ärger z.B. sind immer sofort da, doch das heißt nicht, dass sie ausgelebt werden müssen. Ganz im Gegenteil!

19 Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; 20 denn des Menschen Zorn vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit!

Jak. 1, 19
Ärger und Groll besiegen

Ich wüsste nicht, wie ich es ohne Gott schaffen sollte, meinen Ärger mit Liebe zu besiegen – denn die Liebe kann das. Es braucht allerdings Übung und vor allem Wachheit. Es braucht vor allem aber die Hinwendung zu Ihm! Mit Ihm darüber reden und sich klar werden, dass Wut und Ärger, Groll und Bitterkeit mich von Gott trennen.

Je länger ich mit Gott gehe, umso sensibler werde ich dafür zu spüren, wann ich mich durch meine Reaktionen abtrenne und wann ich wieder bei Ihm bin. Das Abtrennen ist ein sehr subtiler Prozess. Zunächst mal merke ich, wie meine Stimmung sich verschlechtert. Ich merke auch, wie meine Lust nachlässt mit Gott zu sprechen, zu beten oder in der Bibel zu lesen. Denn mein Groll richtet sich unbewusst auch gegen Ihn. Wenn ich ehrlich wäre, müsste ich sagen: „Gott, deine Schöpfung ist Mist! Deine Menschen sind missraten, sie sind verletzend und egoistisch, und ich will das nicht!“ Ich müsste sagen: „Sorry, aber ich hätte das besser gemacht, wäre ich Gott!“

Kein Wunder, dass Gott da ein Stück ab rückt von mir und mich erst einmal meinem Ärger überlässt. Er drängt sich ja nicht auf. Und Er wird mich nicht zwingen, Andere zu lieben. Ich schmore dann im eigenen Saft, bis mir irgendwann auffällt, dass etwas nicht stimmen kann, weil ich meinen inneren Sonnenschein nicht mehr spüre. Ich habe das Gefühl, allein auf mich gestellt zu sein und komme vielleicht sogar mehr und mehr in einen Abwärtsstrudel von negativen Gedanken über mein Leben und mich…

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts

Das geht so lange, bis ich spüre, etwas läuft schief, ich muss mich unbedingt wieder Gott zuwenden. Dann frage ich den Heiligen Geist, was eigentlich los ist und was ich tun soll. Und wenn ich so nachsinne, fällt mir doch sofort ein, dass ich so schlecht drauf bin seit ich mich so dermaßen über jemanden geärgert habe. Und wenn ich dann weiter frage, höre ich, dass ich anscheinend seitdem Bitterkeit kultiviert habe und in keiner Weise mehr konform mit dem bin, was Gott sich von mir wünscht. Und wenn ich dann noch weiter frage und so über Gott nachdenke, kommt in mir die unbändige Sehnsucht auf, frei davon zu werden und wieder in Gottes Arme zu fallen.

Und Gott sagt in Seiner Liebe und Großzügigkeit: „Komm! Gib mir deinen Ärger, erzähle mir alles genau, erzähle mir was war und wie du dich damit gefühlt hast. Ich möchte alles von dir wissen. Und dann zeige mir, dass es dir Leid tut, wie du innerlich reagiert hast. Und dann bitte zunächst Mich um Vergebung! Ich habe dir doch schon längst vergeben! Aber ich möchte es trotzdem von dir hören… Und dann vergib der Person alles – rückstandslos! Gib dir einen Ruck! Und auch wenn du es nicht kannst, versuche es und sage mir, dass du dich wirklich dafür entscheidest, und dass ich dir dabei helfen soll!“

Ohne Demut geht gar nichts

Oh ja, das geht nicht, ohne sich vor Gott zu beugen, vor einem Gott, der liebender Vater, aber auch Richter ist – der Herr der Gerechtigkeit. Ärger und Groll beschmutzen uns. Wir hängen dann im Sumpf und brauchen einen starken Arm, der uns heraus holt. Deshalb ist es so wichtig, eine BEZIEHUNG zu Gott zu haben. Ein Geist der Stille oder reines Bewusstsein holt uns nicht aus dem Schlamm. Doch ein liebender Vater wird uns nicht hängen lassen, Er strömt über vor Liebe.

Jeder Vater würde sein Kind aus dem Sumpf ziehen… Er würde nicht lange zögern, wenn das Kind um Hilfe schreit. Es muss aber schreien, sonst hört er es nicht. Wenn er es hört, rennt er zu ihm und hilft sofort. Und mit
Gott bleibt kein Tropfen Schlamm an dem Kind hängen, sobald Er es berührt und auf Seine Arme zieht und tröstet. Das Kind ist danach genauso rein wie zuvor. So ist das mit Gott. Lotus-Effekt.

Danke, Papa!
An der Hand von Papa

Wir, die Kinder, werden erquickt nach so einem Prozess und mit Liebe und Annahme geflutet, mit Frieden gefüttert, so dass unsere Herzen in Dankbarkeit explodieren. Das Herz wird so erfüllt in dieser lebendigen Beziehung zu Gott, immer wieder…

…Und sicherlich fallen wir wieder in den Schlamassel… Doch irgendwann – so habe ich mir sagen lassen – werden die Schlammlöcher seltener, und wir merken immer schneller, wie wir sie umgehen können, indem wir Wut und Ärger immer kürzer Raum geben und immer schneller zu Gott zurück finden.

Früher wusste ich nur den einen Weg: mich mehr und mehr von Menschen zurück zu ziehen, um mich vor Verletzungen zu schützen. Heute wage ich mich immer mehr an Menschen und Situationen heran, denn mein Vertrauen wächst, dass ich mit Gottes Hilfe letztlich mit allem umgehen kann. Deshalb: dies ist ein Gott des Lebens und der Fülle, ein Gott der Beziehungen.

Die Bibel enthält ein Weltbild, das die Menschen zu mehr Liebe bringen will – mit Gottes Hilfe, und NUR mit Gottes Hilfe ist das möglich.

Fotos: Pixelio Image 589406 von Helene Souza, 788823 von Burkhart Maria

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Glauben und Glauben sind zweierlei. Es kommt ganz darauf an, an was man glaubt. Da gibt es die tausend verschiedenen Wege und Glaubensformen der Welt und auf der anderen Seite den Glauben, den die Bibel wachsen lässt. Auch die Welt bedient sich hier und da gerne bei der Bibel, doch sie versteht sie nicht und geht ihre Irrwege. Da ich lange genug diesen ersten Weg gegangen bin, weiß ich wovon ich rede. Den zweiten Weg lerne ich immer weiter kennen und lieben und möchte hier von ihm erzählen.

Der Knackpunkt ist der, dass man – wenn man vom Gott der Bibel wirklich gerufen wird – an einem zumeist dramatischen Punkt seines Lebens den Ernst der eigenen Lage erkennt, nämlich dass man verloren ist ohne Gott.

Bei mir ist damals der Auslöser die Erkenntnis, dass Dämonen höchst real sind, dass sie mir echt ans Leder wollten, mich umbringen wollen, mir meine Seele rauben wollen – ich merkte, dass es mehr und mehr darauf hinaus lief. So wurde mir klar, dass ich wirklich, wirklich einen Erlöser brauchte – jemanden, der von mich dieser Qual erlösen kann und will, und das konnte – nach allem was ich wusste und gehört und gelesen hatte – nur Jesus Christus sein. Menschen konnten mich nicht erlösen, Theorien und Glaubenssysteme auch nicht, und am aller wenigsten konnte ich mich selbst erlösen – auch wenn die Welt mir das pausenlos in tausend verschiedenen Formen immer einhämmerte.

Also begann ich an einem Punkt, der dramatisch und schmerzhaft, ja unerträglich war, mich Gott und diesem Erlöser total zuzuwenden. Ich bat um Hilfe und war mehr als jemals zuvor bereit, dafür mein Leben zu geben. Dann begann das Wunder, denn die Hilfe kam tatsächlich. Zuerst hatte ich nur einen Funken Glauben und Hoffnung, und dann begann Gott meinen Glauben zu stärken, denn ich erlebte und erlebe ganz reale Gebetserhörungen. Ich fühlte und fühle eine Resonanz des Guten auf mich und mein Leben. Vorher habe ich auch gebetet in meinem damaligen Glaubenssystem, doch die Resonanz darauf fehlte oder war ganz anders.

Gott reagiert auf dich

Wenn die Beziehung zu Gott wächst, verstärkt das die Resonanz, es entwickelt sich mehr und mehr ein Hin und Her zwischen dir und Ihm. Du lernst Ihn allmählich kennen. Weil du Ihn liebst, liest du in der Bibel – das Wort, das einzige, von dem du weißt, dass es wirklich, wirklich von Ihm stammen muss. Es ist eine merkwürdige und denkwürdige Geschichte, die du da vorfindest, und sie zieht dich immer mehr in ihren Bann. Die Resonanz mit Gott hilft dir, diese Bibel zu verstehen, mehr und mehr. Und mehr und mehr entsteht Leidenschaft, ein Brennen für Gott und Sein Wort. Die Liebe wächst, und wer liebt möchte den Partner immer tiefer und tiefer kennen lernen, ihm möglichst immer nahe sein. Und du spürst so sehr, dass du von Ihm geliebt wirst, dass Er immer für dich da ist, dass Er wohlwollend ist und dir gut will. Und du beginnst damit, mit Ihm durch deine Tage zu gehen und Seinen Rat immer mehr und öfter zu suchen. Und je mehr und öfter du dies tust, umso stärker ist die Resonanz in deinem Inneren und auch in deinem Leben. Je mehr du Ihn einlädst und fragst, umso mehr wirkt Er sich aus.

Plötzlich spürst du, dass dein ganzes Leben auf Ihn reagiert. Auch die Menschen, mit denen du zu tun hast, reagieren darauf. Dein Wort an Gott hat eine immense Kraft. Dein Gebet im Glauben hat einen Effekt auf Dein Leben – durch Ihn. Du adressierst Ihn immer öfter, Er ist aus immer weniger Lebensbereichen ausgeschlossen, Du gewinnst immer mehr Vertrauen in Ihn.

Und Seine Geschichte in der Bibel verändert Dein Weltbild. Da du spürst und erlebst, dass Gott real ist, dass Jesus Christus und der Heilige Geist und der Vater real sind kannst du kein anderes Weltbild mehr glauben – einfach weil es wahr ist was du liest. So kommst du, obwohl du es nicht wünschst, in Konflikt mit der Welt, in der du dich vorher so sicher bewegt hast. Und du beginnst zu verstehen, warum auch das in der Bibel steht, nämlich dass der Pfad immens schmal ist, und dass nur sehr Wenige ihn finden, und dass du abgelehnt werden wirst, wenn du Jesus Christus folgst. Und du verstehst, dass dich andere Menschen, mit denen du vielleicht vorher in Freundschaft verbunden warst, mit einem Mal ablehnen müssen, wenn du beginnst laut über Deinen Gott zu sprechen und über das was du von Ihm erfährst. Er passt nicht in ihr Weltbild.

Das Weltbild der normalen, weltlichen Menschen ist ich-zentriert, ausgerichtet auf Selbst-Erlösung. Doch Gottes Bild ist Gott-zentrisch und ausgerichtet auf die Erlösung durch Gott. Diese Erlösung findet nicht erst am Ende des Lebens statt, sondern schon IM Leben, nämlich genau dann, wenn du dich Ihm ergeben hast. Denn in der Taufe, die Du dann unbedingt willst, wird dein Geist erneuert. Die Dämonen fliegen raus, und Gott kommt herein.

Bei mir war es so, dass es in meinem Kopf plötzlich sehr hell und rein wurde. Der Geist ist eine Empfangsstation für Gott. Er wird dann erst richtig fähig, Ihn mehr und mehr aufzunehmen. Dein Mund, ist der Sender. Deshalb ist es wichtig, was du sprichst, und dass du es nicht nur innerlich sondern real aussprichst. Es ist wichtig, dass du vom Heiligen Geist geführt bist, wenn du betest und möglichst überhaupt.

Deine Worte haben Kraft, denn sie werden gehört von Gott UND von Dämonen. Die geistige Welt muss auf deine Worte reagieren, wenn du mit Gott gehst. So kannst du dir morgens für den Tag erbitten, dass du in Frieden durch gehen darfst, dass du geschützt bist und unbehelligt – und so geschieht es dann auch. Für jede Gelegenheit kannst du beten – in Übereinstimmung mit Seinem Willen und Seinem Wort wird es geschehen.

Das Weltbild ändert sich

Dein Weltbild gleicht sich dem Weltbild der Bibel an, denn du stellst fest, dass dieses Königreich Gottes tatsächlich real ist, und dass darin tatsächlich ganz spezielle Gesetze herrschen und wirken. Es geht nicht mehr um dich, sondern um deine Beziehung zu Gott. Und die Welt reagiert darauf in der einen oder anderen Weise. Fortan ist der Heilige Geist dein Helfer, dein Ratgeber, dein „Menschenflüsterer“. Er spricht mit Hilfe von Gedanken, Gefühlen, Eindrücken – und nicht nur dein Geist, auch deine Seele versteht immer mehr, wie gut Er ihr tut. Sie ist erst noch widerspenstig, doch nach und nach wird sie weicher und nachgiebiger. Sie merkt wie gut es ihr tut, all die Verhärtungen und Bitterkeiten, all das was noch nicht gelöst ist, Ihm hinzugeben und es von Ihm lösen zu lassen. Ja, du wirst mehr und mehr „süchtig“ nach Seinem Wirken in deinem Herzen und nach dem Frieden und Segen, den Er dann schenkt, wenn du die Dinge mit Ihm gemeinsam anschaust und sie Ihm übergibst.

Du erkennst, dass es sinnlos ist, etwas vor Ihm verheimlichen zu wollen – Er weiß es sowieso schon. Und Er ist so sehr daran interessiert, mit dir zusammen die Dinge zu bewältigen. Er ist wie ein großer Bruder an deiner Seite, um dir zu helfen.

Die GUTE Kraft

Da du es so konkret erlebst, dass du es nicht selbst bist, der dich erlöst, sondern dass da diese unendlich GUTE Kraft ist, die in dein Leben hinein wirkt, wird auch dein Glaube groß und größer. Und umso mehr du glaubst und im Glauben agierst, umso größer sind die Wirkungen auf dein Leben. Irgendwann hältst du gar nichts mehr vor Gott zurück und übergibst Ihm wirklich alles. Er soll dich lenken und gebrauchen wie Er will. Er gebraucht dich da wo du stehst, in deinem Leben. In diesem kleinen Umfeld sagt Er dir, wie es Dir und deinen Mitmenschen gut gehen könnte. Durch dich wirkt ER SICH aus. Er hat ja keinen Körper. Er braucht dich, um hier zu wirken. Und das ist der Sinn deines Lebens, der dich glücklich macht.

Gottes Liebe wirkt erst wenn DU IHN LIEBST

In der Rückschau auf dein altes Leben fällt dir irgendwann auf, wie extrem ego-zentriert du so oft warst, auch dann noch als du dich für erwacht und erleuchtet gehalten hast, ja du erkennst, wie viel mehr dich diese Lehren und Philosophien in die Egozentrik getrieben haben. Und diese Egozentrik hinderte Gott daran, zu dir zu sprechen.

Gott ist gut. Gott ist Liebe. Selbstlose Liebe. Doch diese Liebe ist nicht bedingungslos. Ja, Er erhält die Schöpfung durch Liebe am Leben, das ist, wenn man so will, der kosmische Aspekt von Jesus Christus. Doch die persönliche Liebe Gottes ist nicht bedingungslos, denn das was sie hindert ist, dass wir selbst Ihn nicht lieben, wenn wir unser Ego-Ding leben. Wir lieben immer uns selbst mehr. Und das schafft die Distanz.

Das Wort „Hölle“ bedeutet im Grunde nichts anderes als „Gottesferne“. Das ist das Schrecklichste, Gott fern zu sein, und es ist IMMER selbst gewählt. Weil man Gott nicht kennt und sich selbst mehr liebt, rückt man ab von Ihm. Irgendwo in der Bibel heißt es:

Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. 5 Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße[1] und tue die ersten Werke.

(Offenbarung 2, 4-5)

Meine erste Liebe als Kind galt Gott, doch in der Pubertät, als etwas Dramatisches geschah, entzog ich Ihm mein Vertrauen und kappte meinen Glauben ab. Heute weiß ich, dass ich dadurch aus Seinem Schutz heraus fiel und dadurch all das geschehen konnte, was dann geschah. Gott zwingt sich uns nicht auf, es ist unsere eigene Wahl.

Wir liegen Ihm am Herzen, Er möchte uns Gutes tun. Das wollte Er schon immer, und das will Er auch jetzt. Doch das steht und fällt mir unserem eigenen Denken, Glauben und Verhalten. Es geht jedoch gar nicht darum, dass wir uns zu irgendetwas zwingen müssten, um Seinen Willen zu tun – ganz und gar nicht! Es (der Glaube und die Beziehung zu Gott) beginnt klein und wächst in Liebe heran, und Gott zieht dich in Seinen Bann. Es ist ein Bann der Liebe und des Guten.

Wären wir nicht dumm, wenn wir dieses Angebot ablehnen?

Resonanz
Pixelio.de Foto von Schemmi Nr. 117321

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Das Wort „Versuchung“ aus der Bibel hat durch den religiösen Hintergrund, den die Kirche (nicht Jesus!!!) geschaffen hat einen sehr unangenehmen Beigeschmack für viele Menschen. Es klingt so nach: „Ich will etwas, aber ich darf nicht, sonst kriege ich Haue von Gott….“ Dieses Gottesbild ist jedoch völlig verdreht. Was in den Beichtstühlen der Kirchen abgelaufen ist und vermutlich noch abläuft hat mit dem Königreich Gottes nichts zu tun. Mir erscheint es wie eine Art Ablasshandel: „Du sagst mir deine Sünden, und ich gebe dir ein paar Aufgaben. Wenn du die erfüllst, sind sie vergeben.“ Mit anderen Worten: „Dann kannst du einfach weiter sündigen bis zur nächsten Beichte…“

Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob das heute noch so gehandhabt wird. Doch als ich klein war, kannte ich ein katholisches Mädchen aus der Nachbarschaft. Ich war evangelisch und neugierig, wie es bei den Katholiken so zugeht. Sie erzählte mir, dass sie einmal pro Woche zur Beichte gehen müsse, dass sie dort ihre Sünden bekennen müsse, also alles was sie an Unrechtem getan hat, dass dort der Priester sich das durch ein Gitter anhörte und ihr dann zur Strafe gewisse Dinge aufbrummte, etwa wie 10 mal das Vaterunser zu beten oder eine Woche kein Fernsehen zu gucken oder ähnliches….

Laut Kirche sind Versuchungen das, was uns zu bösen Taten anstiften kann, die gegen eines oder mehrere der 10 Gebote stehen. Dahinter steht das Gottesbild von einem strafenden Gott, der Gesetze aufstellt, die niemand einhalten kann, um dann mit strenger Hand zu strafen. Uuuuuh…. Was ist das für ein Gottesbild… Was für ein Gott soll das sein? Etwa ein Gott der Liebe? Das kann doch nicht stimmen! Dieses Bild ist nicht nur schief, sondern es ist eine Lüge. Die Worte der Bibel werden hier fehl interpretiert, und zwar nicht etwa, um die Menschen zu Gott zu führen – sondern um die Macht der Kirche zu stärken!

Es geht um Beziehung

„Versuchung“ ist in der Bibel ganz anders gemeint. Es geht um nichts anderes als um Beziehung und Nähe zu Gott. Es geht darum: was hält uns in Seiner Gegenwart und was trennt uns ab? Versuchungen führen zur Abtrennung, sie führen in die falsche Richtung. Dieser, unser Schöpfer-Gott ist gut, und Er will tatsächlich aus uns gute Menschen machen, damit Er uns immer nah sein kann. Denn: mit dem Gegenteil von Gut kann Gott sich nicht eins machen.

Alles was uns zu Eigenmächtigkeit und Egoismus (handeln ohne Gott) verführt ist Versuchung. Die Versuchung ist das, was uns dazu überreden will, dem zu folgen, wovon wir wissen, dass es nicht gut wäre. Nicht gut für unsere Beziehung zu Gott, und damit nicht gut für uns. Es geht NICHT darum, aus eigener Kraft gewissen Gesetzen zu folgen, sondern es geht darum, sich mit allem sofort an Gott zu wenden, es mit Ihm zu besprechen, Seine Antwort auf das Problem abzuwarten, sich Ihm so lange hin zu halten, bis Seine Antwort in uns hinein sickert, bis wir Seine Gedanken dazu zu kennen – um zu erfahren, was in Wahrheit das Beste für uns ist. Denn wer sollte es besser wissen als Gott?

Die Voraussetzung dazu ist natürlich, dass wir in dem Status sind, dass wir Gott hören können, dass wir also getauft und wiedergeboren sind, dass der Heilige Geist in uns wohnt, und uns jemand (auch die Bibel ist ein „Jemand“, denn aus ihr spricht der Heilige Geist) in die direkte Beziehung zu Gott geführt hat. Der „normale“ Mensch, der tief in die Welt verstrickt und in seiner alten Natur gefangen ist hat es schwer, Versuchungen zu erkennen und noch viel mehr ihnen zu widerstehen.

Wir können aber mit Gottes Hilfe lernen, unseren Impulse und Ideen nicht unmittelbar zu folgen, sondern ihren Inhalt mit Ihm, Gottes Wort und Seiner Liebe abzugleichen. Ist das was wir wollen, wofür wir uns gerade entscheiden, wirklich aus Liebe geboren? Ist das was wir denken und tun aus Liebe geboren? Oder dient es unserem Egoismus, Eigennutz, unseren persönlichen Zielen? Stellen wir uns selbst an die erste Stelle?

Zuerst kommt Gott… dann ich…

Es ist heute sehr modern und wird überall gepredigt, dass es darum geht, sich selbst zu lieben, dann würden wir auch andere lieben können. Doch das ist nicht wahr! Es geht zuerst darum, Gott zu lieben, dann erkennen wir Seine Liebe zu uns, und WEIL wir dann erfahren, dass Er uns liebt und total annimmt, können wir uns DURCH Seine Liebe und IN Seiner Liebe endlich auch selbst annehmen und lieben. Denn wir sind Ihm das Wertvollste! DANN erst können wir wirklich andere lieben wie uns selbst, denn wir wissen, dass Gott den Anderen genauso liebt, wie Er uns liebt.
Der Schlüssel zu allem Heilsamen – jenseits jedweden Egoismus – ist Gott, ist Seine Liebe und Seine Vergebungs-Kraft.

Es gibt vielfältige Versuchungen. Alle, auch die kleinsten Entscheidungen, die wir treffen müssen, sind von Wichtigkeit für unseren inneren Frieden und für unsere Nähe zu Gott. Eine kleine falsche Entscheidung, und schon ist Unsicherheit da, und schon kommen Gedanken von Rechtfertigung, und schon kommen ungute Gefühle von schlechtem Gewissen, von nicht-wahr-haben-wollen… all das trennt uns davon ab, weiter in Seiner Gegenwart zu ruhen.

Es ist nicht schlimm, wenn wir einmal einer Versuchung erliegen. Schlimm ist, wenn wir dabei bleiben! Wenn wir Ihn auch dann nicht fragen, wenn wir uns nach einer Entscheidung, einer Handlung nicht mehr gut fühlen. Wenn wir darauf beharren und darin bleiben, dann kommt ein Gefühl der Leere, der Orientierungslosigkeit, der Verlorenheit – verloren in unserem eigenen, schattigen Ego-Reich… Wir sind einen Abzweig gegangen, der ins Leere führt und nicht in die Fülle der Liebe unseres Gottes. Ohne diese Liebe sind wir verloren, was wir auch gefühlsmäßig wahr nehmen können. Dann ist es Zeit zur Umkehr.

Judas hätte sich entscheiden können, Jesus nicht zu verraten, hätte Er Gott gefragt was richtig ist. Er hatte den freien Willen, sich an Gott zu wenden, oder seinen Egoismus und seine Geldgier (30 Silberlinge…) entscheiden zu lassen. Wir können unseren freien Willen dazu benutzen, uns immer wieder für die Hinwendung zu Gott zu entscheiden, um uns dann von Ihm die Kraft zu holen, uns anhand Seiner Leitung richtig zu entscheiden. Es heißt in der Bibel:

„…denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ Phil. 2,13

Beides kommt von Ihm! Auch das Vollbringen. Wenden wir uns an Ihn im intimen Gebet/Gespräch wird Er uns nicht ohne Lösung lassen, denn Gott liebt uns ja. Er ist unser Vater! Er möchte uns nicht mit unmenschlichen Gesetzen quälen, sondern Er möchte mit uns zusammen durch alles hindurch gehen und uns reifen sehen.

Wie jeder Vater, der Seine Kinder lehren möchte, braucht es dazu auch Erziehung, und die ist uns natürlich nicht angenehm. Gott lässt uns den Raum, dass wir weg laufen UND wieder zurück kommen können, ohne dass Er grollt. Wir dürfen unsere Erfahrungen machen. Sein Geschenk ist die unbändige Freude des verlorenen Sohnes in der Bibel, der nach Seiner Rückkehr vom Vater ohne Vorwürfe in die Arme genommen wird (Luk. 15, 11-32). Die Versuchung will uns weg treiben, Versuchungen sind normal, jeder hat sie. Sie sind die Stolpersteine des Lebens, und wir dürfen an ihnen wachsen.

Foto Schlange: Image-ID Pixelio: 777741 Erwin Lorenzen

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Ich wurde von einer Leserin gefragt, ob die Stille und der Frieden denn nicht erstrebenswert seien? Ob ich noch mehr sogenannte „Erwachte“ kenne, die doch scheinbar immer im Frieden sind, und ob das nicht viel erstrebenswerter sei als die Jesus-Nachfolge. Und ob nicht mein Leben, in dem auf Erwachen nach Jahren ein Absturz folgte, eine Ausnahme sei, da doch viele der Lehrer im Frieden stabil zu sein scheinen.

Gerade Letzteres kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich nicht in die Herzen der Menschen sehen kann, aber ich kannte viele der Erwachten, und ich fand gar nicht, dass sie immer im Frieden waren. Ja, sie hatten einen leichten Weg gefunden, immer wieder in Frieden zu kommen, und dieser Weg war auch für mich offen. Dennoch habe ich dieses Eintauchen in den Frieden als einzig mögliche Heilungsmaßnahme für mich verworfen, eben weil es mich einfach nicht dauerhaft heilte. Ob es Andere heilt, kann ich nicht sagen und nicht wissen. Das muss jeder für sich selbst beantworten.

Ich lehne Frieden und Stille nicht ab, ich erlebe beides mit meinem Gott, ich bin also dabei nicht allein. In der Stille bin ich in enger Zweisamkeit mit Ihm. Er hört mich, Er antwortet mir, Er liebt mich, ich liebe Ihn. Wir genießen unsere Beziehung in der Stille. In dieser Art von Stille schwingt immer tiefe Berührung des Herzens mit. Was ich mit Stille und Frieden nach dem Erwachen erlebte hatte eine ganz andere Qualität. Ich fühlte mich da viel mehr erstorben.

Als das Erwachen bei mir geschehen war, sehnte ich mich nach Kontakt zu anderen Menschen, die diese Erfahrung auch kannten. Ich meldete mich in einem Forum mit dem Thema an, war jedoch enttäuscht, weil es dort so viele, zum Teil recht heftige Streitereien gab. So machte ich ein eigenes Forum auf – mit gewissen Regeln, um Streitigkeiten zu vermeiden. Es begann sehr nett und harmonisch, doch es blieb nicht ohne Streitigkeiten, auch nicht ohne Verletzungen. Ich erinnere mich an einen Jahreswechsel, den ich komplett vor dem PC verbrachte, weil ich sehr aufgebracht war und verletzt. Auch für Andere gab es immer wieder Gelegenheiten, sich verletzt zu fühlen und Schutz zu brauchen und zu verlangen. Es waren viele Erwachte da, doch auch sie blieben verletzliche Menschen, die wütend werden konnten und aggressiv und ungerecht. Generell war der Ton meistens lieb und zugewandt, doch dahinter schmorte so einiges, bei mir wie bei Anderen.

Ich fuhr zwei oder drei Mal zu Erwachens-Kongressen nach Berlin, wurde selbst interviewt für Jetzt-tv – und immer wieder wunderte ich mich darüber, welcher Hype im Netz um dieses Erwachen und den daraus folgenden leichten Zugang zur Stille gemacht wurde. Nahezu jeder versuchte ein Lehrer zu sein, und irgendwie damit ein bisschen Geld zu verdienen. Viele wollten auch gerne Satsang geben, oder taten es zumindest irgendwann – mehr oder weniger erfolgreich.

Und ich war auch von mir selbst überrascht, welche „Weisheiten“ nach dem Erwachen mit völliger Leichtigkeit aus meiner Feder hervor quollen, sobald ich die Advaita-Theorie assimiliert hatte. Ich veröffentlichte eine Homepage, die sehr gut frequentiert war, begann mit dem Forum und schrieb ein Buch über das Thema Erwachen. Ich wollte mir das Erwachen nicht ans Ego heften, doch letztlich tat ich es doch – mit dem Hinweis auf unwiderstehliche Impulse. Ich lehnte es allerdings ab, Satsang zu geben oder Vorträge zu halten. Ich mochte noch nie das Hofieren von Menschen, die Guru-Verehrung oder gar das Niederknien vor denen, die man über sich stellte. Und es erregt in mir auch heute noch Widerwillen, wenn ich sehe, dass es noch immer Menschen gibt, die das für ihre Person zulassen.

Ich stand auch dem Geldverdienen im Zusammenhang mit der Erwachens-Thematik kritisch gegenüber. Mir schien: etwas das man geschenkt bekommen hat, sollte man einfach weiter verschenken. mir erschienen Formulierungen wie „empfohlene Spende“ oder die Rechtfertigung mit dem sog. „Energie-Ausgleich“ als vorgeschoben. Nein, ich empfand da immer so etwas wie eine tief verborgene Verlogenheit, und ich sah, dass die Egos auf andere Weise groß wurden. Da war zwar nicht mehr die Identifikation mit dem kleinen Ego, statt dessen aber die Identifikation mit dem großen „Ich bin Gott“. Eigentlich war es schlimmer als zuvor, denn nach wie vor war man auf sich allein gestellt, auf sich selbst geworfen. Man hatte nur eine schöne Theorie gefunden, die die Dinge neu beschreibt. Altes, neu beschrieben, aus einem anderen Blickwinkel, doch nun mit dem recht cleveren Freibrief, einfach so zu sein und zu bleiben wie man eben war, selbst wenn man halt ein A.-loch war. Für mich fehlte da was, und ich spürte eine große Lüge darin.

Es scheint tatsächlich so, dass es keine andere Theorie über Gott und die Schöpfung gibt, die das Erwachen besser einbinden könnte als die des Advaita. Jedenfalls fand ich damals keine. Doch das heißt nicht, dass diese Theorie wahr ist. Was geschieht im Grunde beim Erwachen? Man kommt auf Ground Zero, man fällt herab, und das Leben ist auf einen Punkt geschmolzen. Und die Stille ist plötzlich ganz einfach da und laut wie nie. Mit ihr ein Gefühl von unsäglicher Entlastung und Befreiung. Und dann rappelt man sich auf und erkundet die Umgebung aus neuem Blickwinkel.

Man wählt den falschen Gott

Doch anstatt sich nun an diesem Punkt an den echten, realen, lebendigen, persönlichen Gott zu wenden und diesen um Führung zu bitten (nie bräuchte man sie dringender!!!), wählt man es, das LEBEN (Sein, Quelle, Alles, Nichts) als unpersönlichen Gott zu fixieren – ein Gott, der weder Charakter, noch Willen, noch Absichten hat, sondern einfach ist. Denn das ist die erste Theorie auf die man stößt, wenn man nach Erklärungen ohne persönlichen Gott sucht.

Waisengeist

Wir sind im Grunde Waisenkinder, denn wir lehnen einen Vater-Gott ab. Ein echter, realer, persönlicher, liebevoller Gott mit Willen und Absichten und Charakter erscheint uns heutzutage aberwitzig und viel zu unwahrscheinlich. Das ist doch Aberglaube, Kinderglaube, die Bibel, so lesen und hören wir in der spirituellen Szene, ist gelogen, gefälscht und verbogen. In unserer „aufgeklärten“ Zeit kann man nichts glauben, was man nicht sehen oder fühlen kann oder erfahren hat. Viel lieber glaubt man alles was die Annahme stützt man sei selbst Gott, Teil von Gott, und alles sei Gott, und noch besser: man habe nun den Stein der Weisen gefunden und sei am Ende des Kreislaufs der Geburten angekommen. Das fühlt sich doch für den Selbstwert tausendmal besser an…

Null-Linie

Das Erwachen haut einen runter auf die Null-Linie. Emotionen und Gedanken schweigen für geraume Zeit und regen sich nur zaghaft wieder. Die Philosophie besagt, diese Null-Linie sei das Nonpulusultra und das Geheimnis, um aus dem Leiden heraus zu kommen. Also bemüht man sich bei jedem Aufwallen darum, wieder in die Stille der Null-Linie zu kommen, um sich da hinein zu retten vor Gedanken und Gefühlen.

Datei:Aufgabe Schwingung v-t-Diagramm.png

Das gelingt aber nur mehr, oder auch weniger. Manchmal entgleisen die Gesichter, manchmal offensichtlich, manchmal heimlich.

Denn: die Null-Linie heilt nicht auf Dauer, sie tüncht zu, dennoch sie wird sie verherrlicht. Im Grunde symbolisiert sie den Tod. Wenn sich in der Physik auf dem Wellendiagramm nichts mehr abspielt, herrscht der Tod. Doch wozu sind wir denn ins LEBEN gesandt worden? Um tot zu sein? Um nichts mehr zu empfinden? Um immer weniger zu werden statt mehr? Ich kann das nicht glauben. Wir werden geboren und erfahren das Leben, um es dann wieder rückgängig zu machen? Wo ist da die Weiterentwicklung? Es ist ein Rückschritt für mich.

Das GANZE Leben

Um das Leben GANZ zu erfahren, um in die ganze Fülle des Lebens zu kommen brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott! Um unsere Muster und Fehlverhalten wirklich zu heilen brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott. Um uns wirklich ganz loszulassen, um wirklich frei von uns selbst zu werden, brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott. Um beziehungsfähig und wirklich gute Menschen zu werden brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott. Warum? Weil wir all das nicht aus uns selbst machen können – auch dann nicht, wenn wir glauben Gott zu sein. Wir sitzen einer Lüge auf, wenn wir glauben, selbst Gott zu sein. Wir sind Gottes Kinder! Ein Kind ist nicht der Vater, ein Kind ist nicht die Eltern, ein Kind ist das Kind, ein eigenes Wesen. Und der Vater möchte sich um seine Kinder kümmern. Wenn sie jedoch vor Ihm weg laufen, ihn nicht mehr kennen und lieber an die Körner im Sandkasten glauben wollen, so ist er ohnmächtig,. Er lässt sie, denn Er achtet nichts mehr als den freien Willen.

Die Null-Linie wird zum Gott erhoben, der Tod wird verherrlicht – von all dem steht aber kein Wort in der Bibel. Sondern ganz im Gegenteil geht es dort immer um das LEBEN, um die WAHRHEIT und um den WEG (Jesus). Die Erwachens-Philosophie negiert ab Erwachen jeden Weg, jede Weiterentwicklung, und Jesus wird zur Energie degradiert. Man versucht sich zu heilen, indem man sich immer wieder bemüht zur Ruhe und in die Stille zu kommen, darin möglichst lang und tief zu verharren und so die Probleme aufzulösen. Manche Menschen merken dabei gar nicht, wie egoistisch sie dabei werden, wenn sie sich nur noch um ihre eigenen Befindlichkeiten drehen. Aber viel schlimmer: man löscht sich so selbst mehr und mehr aus.

Was für eine perfide Umkehrung all dessen was in der Bibel steht und wofür Jesus Christus gestorben ist.

Gottes Antwort an mich

Kürzlich fragte ich (den persönlichen) Gott vor dem Einschlafen zum hundertsten Male, ob denn das Erwachen nicht wenigstens teilweise auch von Ihm gekommen sei, und Er antwortete mir mit einem Traum:

Ich ging in einen orientalischen Laden voller bunter Kissen, Lichtern, Decken und Räucherwerk.

Man konnte dort Geld abheben, so wie heute in jedem Supermarkt. Ich ging zur sympathischen Besitzerin, die mit Kettchen um Hals und Handgelenke locker und unkonventionell aussah, und wollte 300 Euro abheben. Da ich ihr blind vertraute, sah ich das Geld, das sie mir gab, gar nicht an, sondern steckte es einfach ein.

Als ich wieder auf der Straße war und mir etwas von dem Geld kaufen wollte, sah ich mit Erschrecken in meinen Händen, dass sie mir statt Euro indische Rupies gegeben hatte, das Geld war keinen Penny wert.

Sie hatte mich eiskalt betrogen und mir dabei in die Augen gesehen. Wutentbrannt kehrte ich um und forderte mein Geld in Euro zurück, doch die Dame hatte nichts. Ich bedrohte sie in Jesu Namen, so gab sie mir widerwillig einen Hunderter aus ihrer Kasse, mehr hatte sie nicht. Dann floh sie vor mir, weil ich in Jesu Namen gedroht hatte.

Ich bekam also doch noch etwas von meinem ganzen Prozess des Erwachens zurück: zumindest einige Erkenntnisse. Unter Anderem die Erkenntnis, dass das Erwachen – woher es auch immer gekommen war – keine segensreiche Wirkung haben konnte, weil ich sofort auf die falschen Theorien herein gefallen war. Selbst wenn diese einmalige Erfahrung vom Schöpfer selbst gekommen sein sollte, so war ich doch zu dem Zeitpunkt einfach nicht in der Lage, sie zu nutzen – nämlich FÜR eine Beziehung zu meinem Schöpfer. Ich verwandte sie viel mehr gegen Ihn. Ich hatte damals nicht den Glauben an einen persönlichen Gott. Mein Glaube war bereits im Alter von 18 Jahren so enttäuscht worden, dass ich mich damals entschieden hatte, nie wieder an diesen Gott zu glauben.

Manchmal frage ich mich, ob das Erwachen möglicherweise der Moment meiner Wiedergeburt in Christus war, denn ich hatte im Herzen eine sehr intime und liebevolle Erfahrung mit Jesus währenddessen. Da war dieses Nachhausekommen und dieser unendliche Frieden, und so vieles fiel ab. Doch schon die Suche nach einem passenden Weltbild und das Annehmen von östlichen Philosophien als Erklärung lenkte mich in eine ganz andere, wie ich finde unheilvolle Richtung, nämlich weg von meinem Schöpfer.

Es gibt unterschiedliche Formen und Grade des Erwachens. Und ich schrieb es schon mehrfach: Es gibt Erwachte Alkoholiker, Kettenraucher, Kiffer, Süchtige, Machthungrige, Missbraucher, Vergewaltiger, Kindesschänder. Oft wurden sie all das erst nach dem Erwachen… Welchem Gott sind sie also wirklich gefolgt? Dem „Fürst der Welt“ vielleicht, aber sicherlich nicht dem Schöpfergott. Einige haben sich später umgebracht, weil ihnen das Erwachen, bzw. die Erwachens-Philosophie jeden Sinn genommen hatte. Es gibt viele depressive, einsame, traurige, beziehungsunfähige Erwachte, deren Hoch-Sensibilität sie immer weiter in die Isolation treibt. Wie traurig – denn sie kennen den Gott nicht wirklich, der sie so gerne heilen möchte.

Manche verbringen ihre Rest-Lebenszeit verschwenderisch damit, nondualistische Weisheit zu verkünden, im Heimlichen stolz auf ihr Erwachen zu sein, das Leben einfach nur zu genießen, während sie sich egoistisch, vielleicht gar auf Kosten Anderer ausleben , mit dem Hinweis darauf, eben eine individuelle Ausdrucksform Gottes zu sein.

Schuldgefühle sind out

Man mag sich nicht vor dem wahren Gott demütigen, sich nicht klein machen, man will gar nicht leben als ein Kind Gottes, das vollkommen abhängig ist, ausgerichtet auf den Einen, den Einzigen, der uns wirklich retten könnte.

Wir sind schuldig, wenn wir so bleiben wie wir sind und nicht alles tun (im Idealfall uns Jesus überantworten), um uns verändern zu lassen von dem Gott der Kraft und Wirksamkeit. Wir sind schuldig, so lange wir unsere Verfehlungen nicht bekennen und Jesus als Retter annehmen, und auch all die Erwachten bleiben schuldig, auch wenn sie kein Schuld-Bewusstsein haben.

Vielleicht wird das ein Thema für einen weiteren Blog-Beitrag werden, denn ich möchte es selbst gern untersuchen, warum so wenige Menschen in der heutigen Zeit ein Schuldbewusstsein haben, und warum es für sie nichts Schlimmeres gibt, als Schuld einzugestehen. Doch es ist unabdingbar das zu tun – vor diesem einen unfassbar großen, herrlichen Gott, der diese geniale, wunderschöne Natur geschaffen hat, der uns hinein gesetzt hat, der heilig, rein, herrlich und pure Liebe ist.

Ehre sei dem wunderbaren Gott meines Herzens.

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Der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Der Thron des HERRN ist im Himmel; seine Augen spähen, seine Blicke prüfen die Menschenkinder.  Psalm 11

Was wäre, wenn die große Stille, die in der Spiritualität so geehrt wird, das große Ohr Gottes wäre? Ich sehe es vor mir, wie Gott mit seinem offenen, reinen Herzen sein großes Hörrohr über die Erde schweifen lässt, lauschend, empfangsbereit, zugewandt, und immer wieder direkt auch auf dich gerichtet, in Erwartung, mehr noch: in freudiger Erwartung, voller Hoffnung. Er wartet darauf, dass wir Ihm antworten auf das was er mit der Schöpfung getan hat und täglich tut, damit, dass Er uns das Leben geschenkt hat und erhält, aber vor allem damit, dass Er uns seinen Sohn als Menschen auf die Erde schickte, um uns zu befreien – sofern wir diese Befreiung annehmen und glauben.

Wenn wir in die Stille lauschen ist das schön. Es tut uns gut, ruhig zu werden, es kann uns in einen gefühlt „heiligen“ Zustand bringen, und wir können uns ganz hinein fallen lassen. Es hat jedoch aus meiner heutigen Sicht etwas Einseitiges. Denn es ist die Frage: erwarten wir überhaupt von Gott zu hören? Können wir glauben, dass Jesus mit uns, mit mir kleinem Menschlein spricht? Erwarten wir Antworten? Die Wahrscheinlichkeit, Antworten zu hören und zu verstehen hängt vor allem davon ab, welchem Bild, welchem Gottesbegriff wir anhängen und was wir glauben.

Und die zweite Frage ist: Was für eine Rolle spielt die Stille in unserem Leben? Ist sie für uns lediglich ein „Genussmittel“, um in Frieden zu kommen? Oder verdrängen wir Negatives in uns mit ihrer Hilfe anstatt damit zu handeln? Oder haben wir die Stille zu einem „Götzen“ gemacht, zu einer Art Selbstzweck? Fühlen wir uns vielleicht gar als etwas Besonderes, weil wir im Gegensatz zu vielen Anderen einen leichten Zugang zur Stille haben? Klopfen wir uns dafür auf die Schulter? Wollen wir es auch anderen beibringen, wie das geht in die Stille zu kommen? Ihnen „helfen“? Dann sind wir schon lange nicht mehr mit Gott, sondern wir füttern unser „Fleisch“ damit.

Letztendlich ist ein solcher Umgang mit Stille zwar schön und eröffnet eigene Möglichkeiten, aber es ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es mag vielleicht in seltenen Fällen sogar sein, dass uns der Heilige Geist begegnet, doch selbst wenn, so können wir Ihn nicht ausschöpfen, seine Segnungen nicht ergreifen, wenn wir nicht mit Ihm in echte Beziehung treten – von Mensch zu Gott.

Gott ist überaus sensibel und achtet unseren freien Willen mehr als alles andere. Und wenn wir uns entscheiden, nur auf Ihn zu lauschen, anstatt mit Ihm zu sprechen (laut), wird auch Er nicht mit uns sprechen. Er versucht es vielleicht ein paar Mal, doch wenn keine Antwort kommt, wird auch Er schweigen.

So viele Jahre habe ich in die Stille gerufen: „Gott, sprich mit mir!“ Doch es kam keine Antwort. Heute weiß ich warum: weil ich Ihn nie als geistliche Person sehen konnte, sondern einfach nur als Unendlichkeit, als Stille, als Zeitlosigkeit.  Und aus ihr kommt keine Antwort außer Stille, Unendlichkeit und Zeitlosigkeit. Das ist frustrierend, denn wir Menschen sind doch Beziehungstypen. Und Gott ist das auch! Gott möchte auch von uns hören! Er möchte „gesehen“ werden, wahr genommen werden – als das was Er ist! Ein Wesen, das uns tatsächlich ähnlich ist!

Wir wurden in Seinem Bild geschaffen, und wir sind Menschen mit Gefühlen und Gedanken, mit Sehnsucht und einem suchenden Herzen. Warum sprechen wir das Gott ab?

Er hat uns nicht umsonst die Sprache verliehen. Einen Mund. Eine Stimme. Das Wort, das Sprechen ist von immenser Wichtigkeit. Auch in der Spiritualität ist bekannt, welche Kraft Worte haben. Gott selbst sprach die Dinge ins Leben:

„1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.

3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Joh. 1

Gott sprach das Leben in Existenz. Nun können wir durch unser Sprechen unsere Beziehung zu Ihm zum Leben erwecken. Wir können unserem Glauben an Ihn Ausdruck verleihen. Wir können Ihn ansprechen und so in Verbindung treten. Sprechen wir nicht mit Ihm, so gibt es keine Beziehung. Sprechen wir nicht mit Ihm, wird Gott uns nicht er-hören.

Man sagt, die Stille sei das Heilsame, das woraus für uns Segen kommt. Doch weitaus größerer Segen fließt aus der lebendigen Beziehung mit IHM. Und eine Beziehung ist niemals nur etwas Einseitiges. Würde ich mich in einen Mann verlieben, jedoch niemals mit ihm sprechen, wäre ich ihn schnell wieder los. Genauso ist es mit Gott. Wir werden Ihn wieder los, wenn wir Ihn immer nur an schweigen.

Gott ist gütig und gnädig. Er liebt uns über die Maßen. Er möchte Seine Gnade ausschütten. Er sucht nach uns, Er geht hinter uns her, Er wirbt um uns wie um eine Braut! Er wartet auf uns und sehnt sich nach uns. Sprechen wir Ihn an, und Er neigt sich zu uns herab. „Bittet, und es wird euch gegeben werden.“ Er möchte uns und unsere Leben zum Guten verändern – aus Liebe. Doch auch wir müssen Ihn lieben und uns auf den Weg machen.

Ich möchte hier ein Gebet aufschreiben, das jeden, der es beten mag und es laut und aus ehrlichem Herzen ausspricht, in Beziehung mit Ihm bringen kann:

„Mein Vater, ich bete in Jesu Namen. Ich danke Dir, dass Du mich geschaffen hast, dass ich Dein Kind sein darf. Danke für all das was Du in meinem Leben tun willst. Ich habe begriffen, dass ich Dich bisher noch gar nicht kannte, doch ich möchte Dich kennen lernen! Wirklich und aus ganzem Herzen! Deshalb bitte ich Dich: komm zu mir,  mache Dich mir bekannt. Jesus Christus, komm in mein Leben! Ich möchte Dich wirklich endlich kennen lernen! Komme in meine Träume oder zeige Dich mir auf andere Weise, so dass ich es verstehen kann. Gott, ich vertraue auf Deine Liebe, und ich entscheide mich, ab sofort zu Dir in eine persönliche Beziehung zu treten. Bitte vergib mir, dass ich so lange Zeit an Dir vorbei gelebt habe, dass ich Dich nicht kannte und Dich am falschen Ort gesucht habe. Ab jetzt entscheide ich mich, Dein Kind zu sein, Deine Schöpfung, und Dich als meinen Schöpfer und Gott anzuerkennen. Amen“.

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Dieses Video passt hervorragend zu meinem letzten Beitrag: Der Gemischtwarenladen. Diese brillante, junge Frau hat die richtige Wahl getroffen und wurde geheilt!

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Mir fehlen die Worte, wenn ich das beschreiben sollte, was in mir geschieht seit der Lebensbereinigung und Taufe im März. Was geschieht in einer Beziehung mit Gott, was geschieht mit und durch Jesus Christus?

Es ist ein gradueller Unterschied zu dem was ich durch Erwachen kennen gelernt habe. Was jetzt da ist, ja was ist das? Es ist das Licht des heiligen Geistes. Es ist die warme Liebe des göttlichen Wesens. Es ist die Sicherheit aus dem Herzen Gottes und Seine totale Annahme. Was auch immer mich bewegt oder bedrückt, ich darf es Ihm übergeben und Seine Heilung erwarten. Ich darf um Seine Lenkung und Führung bitten und erhalte sie. Ich brauche nichts mehr aus mir heraus zu tun. Und wenn das Dunkle mich angreift, kämpfe ich mit Seinem Wort – und es wirkt! Das ist die Neuigkeit, das Neue, die Erfahrung, dass Jesus mich nicht nur heilt, sondern auch schützt, wenn ich Ihn darum bitte.

Was geschah durch Erwachen? Da kam die Erkenntnis: Ich bin nicht nur in der Welt, ich bin das Sein, ich bin alles und nichts zugleich. In mir, in diesem Sein suchte ich Führung und Heilung. In mir, in diesem Sein – jenseits aller Persönlichkeit fielen die Entscheidungen. Doch welcher Impuls war gut, welcher weniger gut? Welche Wahl sollte ich treffen? Im Erwachen ins Sein fehlte mir jede wirkliche Führung. Wenn wir nur durch uns selbst geführt werden, werden wir im Grunde von unseren alten Strukturen geführt und gehen in die Irre. So ging es mir.

Die Bibel ist ein guter Leitfaden. Die 10 Gebote eine Richtschnur. Diese Richtschnur ist dringend nötig für Menschen, die ein Leben ohne Gott führen. Wenn du jedoch mit Gott gehst, zeigt Er dir alles was du tun musst, was richtig ist, was dich zu Ihm und damit ins Glück führt.

In der Bibel steht es, dass Satan „der Fürst der Welt“ ist. Er ist es, der von den Menschen angebetet, verherrlicht wird, dem alle dienen. Seine Schergen, die Dämonen, leisten ganze Arbeit. In der Bibel steht aber auch, dass Jesus Christus stärker ist als alle Dunkelheit, als Satan und seine Crew. Und das ist wahr. In der Bibel steht noch viel mehr. Z.B. auch, dass es möglich ist, im Namen von Jesus Christus gegen Satan und seine Helfer zu kämpfen, wenn wir von ihm bedrängt werden.

Kaum jemand macht sich eine Vorstellung davon, wie weit der Einfluss dieses „Fürsten“ reicht. Denn er sitzt ja auch in unseren Köpfen. Er pflanzt uns Gedanken ein. So lenkt er unmerklich unsere Schritte, so beeinflusst er unsere Handlungen – und zwar immer weg von Gott. Er spiegelt vor, er spielt Filme ab, er schürt Ängste, er erzeugt Projektionen auf andere Menschen, Hass, er sät Zwietracht, Streit, Trennung… Er sitzt direkt im eigenen Kopf. Nahezu pausenlos und immer wieder werden wir von seinen Jungs torpediert.

Ich wachte den größten Teil meines Lebens mit zwanghaften Gedanken auf, fühlte mich oft wie fremdgesteuert und gequält von meinen eigenen Strukturen, auch nachdem ich eine länger Pause davon nach dem Erwachen erleben durfte. Es kam zurück. Kein Wunder, denn wir sind alle mehr von Dunkelheit geprägt als von Licht. Diese Strukturen kann nur Gott/Jesus Christus auflösen. Das können wir nicht aus uns heraus. Ich habe es viele Jahre lang versucht und ritt mich ohne es zu wissen immer tiefer hinein. Ich ging jahrelang durch tausend seelische Schmerzen, weil ich die falsche Wahl getroffen hatte – ohne auch nur einen Jota meiner Traumata wirklich erlösen zu können. Immer und immer wieder stellte ich mich dem Schmerz, bis ich den Eindruck hatte, etwas erlöst zu haben. Doch er kam immer wieder zurück.

Kennst du Gott als Vater? Er hat das größte Herz überhaupt. Du kannst mit allem zu Ihm kommen, kannst deine verletzte Seele bei Ihm bergen, dich an Seiner Brust ausweinen. Er nimmt dich in die Arme und versteht alles. Und Er gibt alles und Er verzeiht alles. Du musst selbst nichts tun, außer dich in Seine Arme werfen. Er wird aus deinem steinernen Herz ein weiches Herz machen. Das ist eine seiner leichtesten Übungen. Wenn du dich schon sonst niemandem öffnen kannst, dann doch Ihm, der die Liebe pur ist. Er wird dich niemals verletzten, niemals alleine lassen, niemals deine Schwäche ausnutzen zu seinen Gunsten. Er wird alles heilen, auch das wovon du gar nicht wusstest, dass es geheilt werden kann und muss.

Er macht dein Herz weich und deinen Sinn mild. Er verwandelt dich mehr und mehr in ein Abbild Seines Sohnes, in Sein Bild hinein darfst du wachsen, ganz von alleine – wenn du dich Ihm überlässt und immer wieder in Kontakt mit Ihm trittst.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Dämonen (wir leben nun mal in der Dualität) das Erwachen sofort für sich ausschlachten. Es beginnt ganz schnell mit Gedanken, die dir suggerieren, dass du „es“ jetzt hast, dass es sonst nichts zu erkennen oder zu erreichen gibt, dass es nun nichts mehr zu tun gibt. Wunderbar, damit legt der Dunkle dich sofort und nachhaltig lahm. Damit hat er dich in der Tasche. Es ist ausweglos. Diese Matrix aus Konzepten, „Weisheiten“ über das Sein und dich selbst ist jetzt deine Welt. Du bist erwacht, du bist alles und nichts, und das war‘s. Darin darfst du nun schwelgen, du darfst es jedem erzählen und versuchen damit all das für dein neues (heimliches) Ego rauszuholen, was rauszuholen ist. Im Maximalfall wirst du ein kleiner oder größerer Guru und genießt die Ehre und Aufmerksamkeit. Du hast einen Einblick erhalten in Zusammenhänge. Du bist dem Himmel ein Stückchen näher gerückt, doch das ist nicht dein Verdienst. Und es ist auch lange nicht das worum es wirklich geht im Leben. Denn da gibt es noch mehr.

Denn heimlich arbeiten die alten, unerlösten Muster weiter. Du kannst dir natürlich lange einreden, du seist nur noch Licht und Liebe. Doch an den entsprechenden Stellen, in den entsprechenden Situationen kocht dann doch wieder die Wut hoch, alte Verletzungen melden sich, und auch Andere merken, dass der Lack bröckeln könnte. Es ist sehr anstrengend, Guru oder spiritueller Lehrer zu sein und diese Rolle zu spielen. In vielen erstirbt jeglicher Antrieb, und sie lassen sich willenlos treiben von einem Impuls zum nächsten und folgen ihnen wahllos, weil ja angeblich alles göttlich, oder alles letztlich gleich-gültig ist. Eine perfide Taktik des Dunklen, um dich von der Sehnsucht nach einer Beziehung zu Gott abzutrennen…

Ich habe mich immer gefragt, warum es unter Erleuchteten/Erwachten Selbstmörder gibt, Alkoholiker, Kinderschänder, Drogenabhängige, offensichtlich Essabhängige, ja sogar Sadisten und Mörder. Wie erleuchtet ist das denn? Da stimmt doch etwas nicht.

Das Erwachen wird sofort von Dämonen benutzt, gedeutet, kategorisiert und verpackt. Dies ist überhaupt der größte Coup von Satan, um Menschen auszuschalten und lahmzulegen, sie von Gott zu entfernen. Viele erwachen durch Burnout an einem Endpunkt im Leben. Hier ist der Punkt, an dem sich Gott nähert und einigen wenigen Menschen sogar zeigt. Doch auf dem Fuße folgt der „Fürst“ und dreht alles um in seinem Sinne. Insofern stellt sich mir die Frage, von welcher Seite das Erwachen eigentlich initiiert wird.

Der „Fürst der Welt“ ist ein Meister der Vorspiegelung. Er suggeriert alles: Lichterlebnisse, außerkörperliche Erfahrungen, Treffen mit Geistern, Engeln etc.. Er hat sich auch Jesus Christus in Kopie einverleibt. Es gibt zahllose Kopien. Es ist wichtig eines zu wissen: es gibt nur eine Formel (biblisch korrekt), die nicht von S. benutzt werden kann, die den wahren Jesus Christus meint:

„Jesus Christus von Nazareth, der im Mensch gekommen ist.“

Mit allen anderen Formeln sind Dämonen noch die Türen geöffnet. Also paß genau auf, was du sagst, innerlich und äußerlich, wenn du Jesus einladen möchtest, sonst kommt der Falsche und beraubt dich des Schönsten. Warum nur beten wir alles Mögliche an: Buddhas, Engel, Meister, Gurus, lebende, verstorbene – nur nicht den EINEN GOTT? Von dem es sogar heißt: „du sollst keine anderen Götter haben neben mir…“? Haben wir so wenig Vertrauen in Ihn? Oder ist es nicht so, dass wir alle so sehr von der Kirche und (und damit durch S.) abgeschreckt sind, dass es uns wie ein Stock im Rückgrat sitzt? Bei mir war es so. Ich setzte Kirche und Christentum gleich, und war nicht imstande, diese Abneigung zu überwinden. Die meisten Menschen wenden sich leider nicht nur von der Kirche ab, sondern auch von Gott, weil sie enttäuscht sind.

Der weitaus größte Coup des „Dunklen“ war es, die Kirche in ihren Strukturen als Institution aufzubauen. Hier ist jede Freiheit erstorben, denn jede wahre Beziehung zu Gott erstirbt in Riten und Gottesdiensten. So wurde Glauben pervertiert und instrumentalisiert. Wahre Beziehung zu Gott ist extrem lebendig und will jede Sekunde neu gebaut werden, immer dann, wenn du dich an Ihn wendest in Gedanken, im Herzen und Ihm die Führung überlässt.

Was und wer ist Gott? Gott ist Liebe, Reinheit, Licht, Segen, und er ist ein Beziehungs-Typ! Er ist ein WESEN! Er ist eine Persönlichkeit! Da wir in seinem Bild erschaffen sind, können wir davon ausgehen, dass er uns ähnlich ist. Wir können uns zu Ihm hin entwickeln und ähneln ihm in unserer reinsten Form (ohne dämonische Einflüsse also). Er ist unser Schöpfer, und Er möchte mit uns in Beziehung sein. Er wollte das schon immer, von nichts anderem handelt die Bibel. Die Bibel ist die Geschichte vom Versuch Gottes, mit dem Menschen in Beziehung zu bleiben.

Und wenn du dich abwendest und nur in dein Sein blickst, in deine innere Weite, in das was behauptet Eins zu sein, dann fehlt dir das Wichtigste dabei: Gott. Er gibt erst das Licht dazu, die Lebensfreude, den Jubel. Er gibt dieser Weite erst die Schönheit und den Sinn. Und Er gibt deinem Herzen die wahre Heimat, Er gibt deiner Seele Halt und Wert.

Gott ist übrigens der beste Trauma-Therapeut der Welt. Er sammelt deine verstreuten Teile ein, Er bringt alles wieder zusammen und kann auch multiple Persönlichkeiten wieder vereinen, sie integrieren. In der Hingabe an Gott ist nichts unmöglich. Er heilt nicht nur alle deine Schmerzen, er heilt auch die Seele – in jeder Hinsicht. Jesus Christus ist nun mal der Heiland. Und zwar der einzige. Mit Ihm hast du die größte Macht des Kosmos auf deiner Seite.

Sei vorsichtig, achtsam und ehrlich mit all deinen Gedanken und Gefühlen. Woher kommen sie… wirklich….? Sind sie liebevoll, aufbauend, freudvoll, friedvoll, sanftmütig, voller Hoffnung? Dann sind sie von Gott. Oder sind sie egoistisch, stolz, ablehnend, sorgenvoll, angstbehaftet, bitter, frustriert, voller Minderwert, Rechthaberei oder Kontrollsucht? Dann sind sie vom Dunklen gespeist.

Nachdem wir IN der Dualität so viel Leid erfahren haben und oft nicht mehr ein noch aus wissen, erhoffen wir uns von der Nondualität Heilung und Frieden. Doch wir können die Dualität nicht „killen“, sie ist trotzdem da. Warum also nehmen wir sie nicht an und versuchen IN ihr zu heilen? Mit diesem Gott, der die Dualität UND die Nondualität geschaffen hat? In der Nondualität spielt sich die Dualität ab, sie ist der Träger, beides durchdringt sich. Indem wir die Dualität negieren oder ausblenden heilen wir nichts. Nur Gott kann uns heilen, er schenkt uns alles was wir brauchen.

Also, was haben wir eigentlich zu verlieren, wenn wir uns Ihm zuwenden? Das Nichts bleibt uns erhalten, das Alles, das Sein, die Nabe im Rad, all das geht nicht weg oder verloren. Aber es kommt etwas hinzu: die Reinheit des Herzens und die Beziehung zu einem Wesen, das es unendlich gut mit uns meint.

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Andrew Wommack ist für mich wirklich ein Highlight. In diesem Video ist im Prinzip alles enthalten. Hier findet sich nicht nur die essenzielle Bedeutung von Sünde und Schuld – diese beiden Begriffe, die so viele Menschen von Gott durch die Deutungen der Kirchen abhalten, sondern auch, welche Arroganz darin steckt, wenn man glaubt selbst Gott zu sein.

Ich habe das jahrelang geglaubt. Ich hielt mich für Gott – in gewisser Weise. Die Folge davon ist, dass man jeden Halt verliert, denn man kann sich nur an sich selber halten. Die Folgen sind individuell verschieden, bei vielen Menschen entstehen Arroganz und Selbstgerechtigkeit.

All die Jahre über, in denen ich in mich in Kreisen von „Erwachten“ bewegte, gab es in mir immer wieder Zweifel. Ich stellte fest, dass das Erwachen aus keinem einen besseren Menschen gemacht hatte, auch nicht aus mir. Ich stellte fest, dass Muster und Empfindlichkeiten nicht dadurch verschwunden waren, dass man sich in der Weite und dem Sein aufgelöst hatte. Im Gegenteil verwandelten sich manche Menschen danach in recht unangenehme Zeitgenossen, die zum Fremdschämen einluden.

Woran liegt es, dass es so arrogant und selbstgerecht macht? Weil man sich vor nichts und niemandem mehr niederwerfen kann. Weil es nichts mehr gibt, was größer ist als man selber (in seiner Entgrenztheit). Weil es niemanden gibt, der einen gnädig annehmen und auffangen kann, der einen bedingungslos lieben kann. Man bildet sich selbst ein, bedingungslose Liebe zu sein und verkennt dabei, dass dies eine Lüge ist, mit der man sich einlullt.

Wenn ich etwas in den Monaten seit meiner Taufe und Hingabe an Jesus Christus gelernt habe, dann ist es das: Wir lernen nur durch Demut und durch das Anerkennen unserer Schwächen vor Gott. Gott hat erst dann die Möglichkeit, uns zu heilen, wenn wir einsehen, dass wir uns selbst nicht heilen können. Er kann uns nur dann seine Liebe geben, wenn wir uns niedrig machen, um sie empfangen zu können. Ein Glas kann nur dann gefüllt werden, wenn es leer ist. Ein volles Glas kann nicht mehr gefüllt werden. Gott kann uns seine Liebe nur zeigen, wenn wir unsere Unvollkommenheit eingestehen vor Ihm. Er kann nur jemanden erheben, der sich gebeugt hat. Und er erhebt ihn! Darin zeigt er seine große Liebe. Er lässt Dich nicht im Staub liegen, sondern er schüttet dann sein Füllhorn aus und badet Dich in Licht und Frieden.

Sehr schön finde ich die Worte „Barmherzigkeit“ und „Erbarmen“. Wikipedia

Dieses Video von Andrew Wommack wird für mich richtig spannend ab der 16.ten Minute, wo es um jemanden geht, der glaubt selbst Gott zu sein.

Ich möchte noch ein Wort zum Thema Nondualität versus Dualität sagen. In den Erwachtenkreisen wird die Nondualität gefeiert, und die Dualität als „Traum“ betrachtet. Wir können jedoch nicht ohne Dualität miteinander in Beziehung treten. Weder wir Menschen untereinander noch mit Gott. Wir brauchen die Dualität um uns zu entwickeln. Die Dualität abzuwerten, in der Überzeugung mit der Nondualität am Ende angekommen zu sein, beendet jede Entwicklung, lähmt uns und beraubt uns unserer Lebendigkeit und Hoffnung. Es beraubt uns des Glaubens.

Gott aber ist Glaube, Liebe und Hoffnung. Also was geschieht durch das Erwachen? Es beraubt uns komplett. Wir sind lebendig gestorben, im arroganten Glauben, angekommen zu sein und alles bereits zu wissen. Es raubt uns Gott.

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Das Gottesbild, das mir als evangelisch aufgewachsenem Mädchen vermittelt wurde, war mir nie wirklich einleuchtend. Ganz große Zweifel kamen mir mit ca. 18 Jahren, als eine Freundin von mir tödlich verunglückte. Die Antwort der damaligen Pastorin war: „Gott kann tun was er will, und er hat sie einfach zu sich geholt.“ Dieses Geschehen und das was ich von den Antworten der Kirche wusste, hat mich dazu gebracht, so schnell wie möglich aus der Kirche auszutreten. Und so ist es bis heute geblieben.

In den Jahren danach erlebte ich mein Leben als extrem sinnlos. Ich hatte keinen Gott mehr, keinen Glauben mehr und kein Vertrauen in das Leben. Als ich dann irgendwann auf die spirituelle Sichtweise Gottes stieß, nämlich dass Gott erfahrbar sei und in jedem Menschen als Göttlicher Kern wohne, war ich begeistert, und von da an war meine Suche nach diesem Erleben von Gott geboren. Ich wollte Erleuchtung erlangen, mit Gott verschmelzen, Ihn erfahren, mit Ihm eins sein. Es folgten 26 Jahre der Meditation, des Lesens, des Erforschens meiner selbst, des Nachsinnens und Rätselratens. Ich schnupperte in viele Richtungen hinein, das Thema Heilung faszinierte mich, doch immer zogen mich die Menschen an, die Jesus Christus in ihre Lehre mit einbanden.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich suchte bis ich am Rand der Erschöpfung war. Das Burnout kam zum Einen weil ich nicht das fand was ich suchte, zum Anderen weil meine Lebensumstände mich über viele Jahre psychisch und körperlich extrem forderten. Und an diesem Punkt ließ ich die Suche enttäuscht fallen. Das völlige Aufgebens allen Suchens und Strebens ließ mich auf meinen „Grund“ fallen und da erlebte ich das was man „Erwachen“ nennt. Ich fiel und wurde aufgefangen von der endlosen Weite des Seins. Ich fand kein Ich mehr – und ganz offensichtlich war dieses Sein das was man mit dem Wort „Gott“ bezeichnen konnte.

Der Gott aus der Bibel blieb mir all die Jahre ein Rätsel, und ich konnte nur die spirituelle Deutung von Ihm wirklich akzeptieren. Doch trotz einiger wunderschönen Segnungen des Erwachens geriet ich in den 10 Jahren danach in einen schlimmeren Abwärtsstrudel denn je – und kam schließlich an einen Punkt an dem ich das Gefühl hatte zu sterben, wenn ich so weiter lebe. Gewisse Umstände, auf die ich vielleicht in einem späteren Beitrag eingehen werde, brachten mich dazu, mich mit dem „Bösen“ auseinanderzusetzen und mit dem, der die Menschen davon heilen kann: Jesus Christus. Denn ich suchte nach der Heilung, die mir das Erwachen nicht hatte geben können.

Und ich fand Heilung durch Gebet zu Jesus Christus, durch die innige Hinwendung zu Ihm.  Er, den ich jetzt jedoch nicht mehr als Teil von mir ansah, sondern als ein Gegenüber, das ich nicht sehen kann. Und ich spürte die Wirkung! Doch nach wie vor war mir die Bibel kryptisch und unverständlich, und ich bekam so vieles Widersprüchliches aus altem und neuem Testament einfach nicht übereinander. Einerseits spürte ich Gottes Gnade durch meine Heilung durch Jesus Christus, andererseits war mir der Christliche, der biblische Glaube äußerst fremd und suspekt.

Ich möchte hier ein Video von Andrew Wommack vorstellen, der sich hier mit der wahren Natur des biblischen Gottes beschäftigt, denn ich finde spannend und faszinierend, wie er seine Sicht darstellt. Es ist eine Sichtweise, die sich mir erschließt und die ich übernehmen kann – die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man überhaupt an einen Gott glauben kann, einen Gott der ein liebevolles, gütiges Wesen ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als mit uns Menschen in Beziehung zu treten – auf der Basis einer Entscheidung von uns, aus unserem freien Willen heraus.

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Gottes Wort – die Bibel – ist völlig aus der Mode gekommen. Nicht nur aus der Mode, es mutet regelrecht antiquarisch an, wenn Menschen aus der Bibel zitieren oder behaupten, die Bibel sei tatsächlich Gottes Wort. Vermutlich liegt es daran, dass die Instanz, die standardmäßig aus der Bibel zitiert, die Kirche ist. Doch Kirche ist nicht das Gleiche wie Religion (lat.: religio = Anbindung, Rückbindung). Vielmehr hält die Kirche durch ihre verknöcherten Strukturen und ihre leeren Rituale viele Menschen von der wahren Religion und dem Finden des lebendigen Gottes ab. Auch in meinem Leben war das so.

Da man aber doch irgendwie spürt, dass die Bibel große Wahrheiten enthält, hangelt man sich an spirituellen oder esoterischen Lehren entlang, wendet sich anderen Religionen zu und greift sich einige Aussagen aus der Bibel heraus, die man dann in seinem Sinne auslegt, so dass sie in das spirituelle Weltbild passen. So entsteht ein heilloses Kuddelmuddel aus diverse Heilslehren, die sich alle Jesus Christus auf irgendeine Art zu eigen gemacht haben, ihn jedoch niemals wörtlich nehmen.

Wenn jedoch die Bibel wirklich Gottes Wort ist – sollte man sie nicht ganz besonders dann wörtlich nehmen?

Das Neue Testament, insbesondere alles was nach Jesu Auferstehung geschehen und geschildert ist, sowie die Apostelgeschichte und die Briefe enthalten wörtliche Anweisungen und zeigen welche Voraussetzungen es braucht, damit wir Gott nahe, sehr nahe kommen können, damit wir in eine lebendige Beziehung zu Ihm kommen. Und sie enthalten Verheißungen, Aussichten auf das was wir an Segnungen erhalten, wenn wir ihnen folgen.

In der Kirche wird nicht gelehrt, wie wir diesen Anweisungen folgen und Gott finden können, denn die Kirche ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt und mit der Erhaltung ihrer Organisation. Sie hat gar kein ehrliches Interesse daran, Menschen zu Gott zu führen, denn sie ist sich Selbstzweck. Man könnte auch sagen, sie hat ein riesen Ego, das sie füttert, anstatt sich Gott hinzugeben. Sie hat keinen Bezug mehr zum Menschen und legt die Bibel in ihrem Sinne aus, sie hält damit mehr Menschen ab als dass sie sie zu Gott hin zieht.

Und doch sind wir gezogen, so sehr gezogen von unserer Sehnsucht nach Glück und Erfüllung, nach wahrem Leben, nach Freude, Frieden und Harmonie. Diese Sehnsucht ist es in uns, die auch eine Verheißung ist, und alles was diese Sehnsucht tötet ist nicht von Gott.

Der Gott der Bibel ist der Schöpfergott, der Gott des Lebens. LEBEN bezeichnet in der Bibel alles was Samen trägt und Frucht bringt. Lebendig sein an sich ist pure Freude, ist Frieden, ist Harmonie. Lebendig sein ist etwas ganz anderes, ist so viel mehr als das, was in der Spiritualität als SEIN verherrlicht wird. Es ist viel mehr als einfach nur vorhanden zu sein wie ein Fels vorhanden ist.

In der Bibel wird das LEBEN gefeiert, das Lebendigsein.

 Bibel

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