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Posts Tagged ‘Beziehung mit Jesus’

“Liebe deinen Nächsten wie dich selbst”.

3. Mose 19,18

Ein nahezu unerfüllbarer Anspruch. Im neuen Testament wimmelt es von nahezu unerfüllbaren Ansprüchen, die Jesus an Seine Zuhörer gestellt hat. Wer schon in Gedanken die Ehe bricht, der hat in Seinen Augen die Ehe tatsächlich gebrochen. Allein der Gedanke reicht aus, um vor Gott als Sünder dazu stehen, als jemand, dem es nicht gelingt, aus Gottes Wertesystem heraus zu leben. Das ist schon krass!

Jesus wollte uns damit zeigen, dass es für uns unmöglich ist, die Ansprüche Gottes aus uns heraus zu erfüllen. Und was bleibt uns, wenn es uns nicht gelingt? Wenn wir uns immer wieder daran messen? Wir verzweifeln daran. Und was geschieht, wenn wir verzweifeln? Es bleibt uns nichts anderes übrig, als so beschmutzt wie wir sind vor Gott zu treten und Ihm zu bekennen, dass wir zu schwach sind.

Gut! Denn erst jetzt sind wir in der Verfassung, Seine Stimme zu hören, wirklich hin zu hören und uns helfen zu lassen. Wer den Heiligen Geist hat, wird dann direkt von Ihm gelehrt und unterrichtet.

Als ich heute so vor Ihn trat, beschmutzt und traurig, weil es mir nicht gelingt in der Liebe zu bleiben, da redete Er mit mir.

“Schau”, sagte Er, “Es geht einzig und allein um die Liebe! Um nichts sonst. Nur um die Liebe! Es ist immer wieder deine Entscheidung – wofür DU DICH entscheidest. Dafür oder dagegen. Niemand zwingt dir Hass auf. Niemand zwingt dir Stolz auf. Du bist diejenige, die diesen Dingen den Raum lässt und damit die Liebe verhindert. Dies ist der einzige Grund, warum ihr Menschen den freien Willen habt!

Wenn du eines Tages vor Gott stehst, wird Er dich nur fragen: „Hast du geliebt?”

Je länger ich mit Jesus unterwegs bin, umso klarer wird mir, dass es nicht darum geht, einen endgültigen glückseligen Zustand zu erreichen. Es geht auch gar nicht um mein Glück! Es geht einzig darum zu lieben. Und zu lieben macht natürlich immer wieder glücklich, doch darauf liegt gar nicht der Fokus. Es ist jedoch ein Ringen darum zu lieben, eine Wachsamkeitsschule der Selbstbeurteilung, ein in-Kontakt-bleiben-mit-Gott, um immer wieder aus dem heraus zu finden, was Gott nicht will, was mich von Ihm trennt und mich in einen Kokon des Stolzes wie in Watte packt, eine Watte, vor der Gott stehen bleibt.

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

Petrus 5, 5

Die Lektion mit der Liebe ist für mich eine der Härtesten, denn mein Leben wurde immer wieder bestimmt von Ärger, Ablehnung und Stolz. Alle meine Beziehungen sind daran zerbrochen, nichts konnte stand halten, nichts überleben, und diese Tendenz hat sich schon als Jugendliche in mich hinein gefressen. Um nicht zu zerbrechen musste ich in meinem Elternhaus Stolz entwickeln. Um nicht zerschlagen zu werden, um die Demütigungen umzudeuten, weg vom Nichts-wert-sein, hin zu Mehr-wert-sein. In meinem Leben reihte sich dann später eine Trennung an die andere. Verliebt… enttäuscht… getrennt… verliebt…. enttäuscht getrennt… schließlich nicht mehr verliebt, aber verblendet… enttäuscht… getrennt….

Ich kam nicht aus dem Kreislauf heraus. Erst mit Jesus gab es einen Cut und einen  Lichtschimmer, eine Hoffnung, einen Neuanfang. Nicht wie ein Donnerschlag, eher wie ein sanftes Säuseln hat Er sich in mein Herz bewegt und zeigt mir nun jeden Tag wo ich gehen soll, und was Er von mir möchte. 

Gott liebt die Menschen, Er liebt auch die Unvollkommenheit, die Schwächen, Gott ist sehr tolerant. Es gibt jedoch eine Bedingung: dass man Ihm Sein Leben übergibt – und dabei bleibt. Er möchte der Herr Deines Lebens sein. Er möchte die volle Aufmerksamkeit, immer wieder.

In die Kirche zu gehen bedeutet Ihm nichts. Dein Herz ist Deine Kirche. Es ist der Ort der Wahrheit, wenn der Heilige Geist darin wohnt. Er überführt dich immer wieder von deinen Schwachheiten, nicht urteilend, nicht schimpfend, nicht tadelnd, sondern liebevoll wartend auf dich. Darauf, dass du es merkst, weil Er dir fehlt. Sofort wendet Er sich zu dir um, wenn du den Kontakt suchst. Wie ein Geliebter dreht Er dir Sein Gesicht zu und hört dir zu, spricht mit dir, nimmt sanft deine Hand und zeigt dir alles. Dann leuchtet Sein Herz und Dein Herz leuchtet mit, und du beginnst wieder neu wie ein Kind.

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Was ist „das Ego“ überhaupt? Es ist alles was unsere Individualität und unsere individuellen Reaktionen ausmacht – mit allen positiven, wie auch negativen Eigenschaften. Es ist unsere individuelle Perspektive mit all ihren Sympathien und Abneigungen, die ständigem Wandel unterworfen sind. Eigentlich weiß niemand so genau, was dieses Ich eigentlich ist. Doch es ist unbestritten, dass es verantwortlich ist für jede Menge Leiden, für Schmerz und Trennungen. In einigen spirituellen Lehren geht es einzig darum, diese sogenannte „Ich-Täuschung“, also den Glauben, ein Ich zu sein, zu durchbrechen. Dazu bietet beispielsweise der Zen-Buddhismus verschiedene Meditations-Techniken an. Alle sind darauf ausgerichtet, das Ego, das durch die Gedanken zementiert wird, zu transzendieren, den Verstand übersteigen. Indem man sich beispielsweise das Hirn über ein Koan zermartert (paradoxe Aussage als Meditationsgegenstand) und irgendwann erschöpft aufgibt, kann es geschehen, dass Erwachen bzw. Satori (Erleuchtung) geschieht, und man sich plötzlich vom Sein getragen und aufgefangen fühlt. Die Last, eine Lösung zu finden, fällt ab, und man erkennt den tieferen Zusammenhang alles Seienden.

Tropfen

Das kann sehr erleichternd sein. Die befreiende Wirkung eines Satori (Erleuchtung/Erwachen) überzeugt davon, dass dieser Weg der richtige scheint. Überverantwortlichkeit fällt ab, alles Müssen und Sollen hört auf, die Bindung an die eigenen Erwartungen ist durchtrennt. Und aus dem Gefühl der Erleichterung, der gefühlten Freiheit und Ungebundenheit keimt die Illusion auf, es gäbe keine echte persönliche Instanz, die man Ego nennen könnte. Das Ego sei ein Konstrukt des Verstandes und habe keine Relevanz.

Auf dieser Erkenntnis baut sich dann ein ganzes Konzept auf, eine Lehre, die – da sie komplett jeder Logik widerspricht – erklären muss, weshalb dennoch alles getrennt aussieht und getrennt „erscheint“. Die individuellen Unterschiede seien unwesentlich, heißt es, in Wirklichkeit sei alles das Gleiche – von der Ebene des Seins her betrachtet. Wir Menschen und jedes Sandkorn – alle sind demnach Teile des Kosmos, alles IST, ist vorhanden. Wenn man dieses Vorhandensein mit dem LEBEN gleichsetzt und dieses wiederum mit Gott, so folgt daraus, dass alles Gott ist, auch de facto die leblosen Dinge, alles ist EINS, alles ist LEBEN, und alles ist gleichwertig. Dieses Konzept hat einen einzigen Nachteil: es ist nicht WAHR.

Durch die ganze spirituelle Szene zieht sich die Lehre davon, dass das Ego weg muss. Wer Erwachen/Erleuchtung erlebt hat, fühlt sich zunächst befreit und gelöst. Doch dies ist eine Täuschung, denn die alte Muster sind nicht wirklich geheilt, sondern lediglich schlafen gelegt. Sie werden wieder wach! Darüber hinaus kommen dann viel tiefere Schichten hoch, wie irrationale Ängste oder Depressionen. Deshalb sind die Folgen bei weitem nicht nur positiv, denn nach der ersten Euphorie warten Antriebslosigkeit und Sinnlosigkeit. Man fragt sich dann, was man nun damit eigentlich machen soll. Ich weiß von Menschen, die nach einer Weile Suizid begangen haben, einer sogar Vater eines kleinen Babies. Von vielen weiß ich, dass sie Drogen nehmen und sich irgendwie die sinnlos gewordene Zeit vertreiben. Viele leben sehr zurück gezogen, viele sind so hochsensibel, dass der Kontakt mit Menschen zu sehr alte Wunden triggert. Auch ich wurde immer empfindlicher, geriet schließlich in Depressionen und fühlte mich über Jahre wie tot und gestorben. Ich fragte mich, wozu ich eigentlich noch da war, denn ich war nur noch Zuschauer dessen, was da abrollte und war innerlich nicht mehr beteiligt.

Ist das der Sinn des Lebens? Unbeteiligt zu sein? Nicht mehr lebendig zu sein? Isoliert und einsam zu sein? Keine Menschen mehr ertragen zu können, weil man so übersensibel ist? All das sind Dinge, die der Gott der Bibel heilen kann.

Jesus hat niemals Erleuchtung gepredigt

Wenn in der Bibel davon die Rede ist, dass man „sich selbst verleugnen soll“, so ist damit nicht das Loslassen des Ego gemeint. Das biblische Konzept des Menschen ist grundlegend anders. Hier ist die Rede von „Fleisch“ und „Geist“. Jesus fordert uns auf, Ihm nachzufolgen – das bedeutet, sich Ihn zum Vorbild zu nehmen, authentisch zu sein, ehrlich und wahr, mitfühlend und vor allem eins: für Gott den Vater eintretend.

Das beinhaltet zuallererst den Glauben an Ihn, das Vertrauen in Ihn, das Hören auf Ihn, Seine Gebote zu halten, immer aufs Neue ein reines Leben zu wählen und sich tatsächlich nach den Grenzlinien zu richten, die Gott aufgerichtet hat, und die in der Bibel nieder gelegt sind. Kein anders Buch enthält ein solches Wertesystem wie die Bibel, das sich so stringent und logisch während Jahrtausenden wie ein roter Faden durch die ganze Schrift zieht. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – in und unter allen Umständen. Jeder weiß, dass das nahezu unmöglich ist. Doch mit Gott ist alles möglich. „sich selbst verleugnen“ heißt, den gottlosen Anteilen des eigenen Ich zu sterben – nicht dem ganzen Ich!!! Gottlos ist alles was wir tun, ohne mit Gott darüber zu sprechen, ohne Ihn zu fragen, ohne uns von Ihm helfen zu lassen… Teile unseres Ichs wollen ja gern das Gute tun und denken, allein das Fleisch ist schwach… Wir sind aus uns selbst heraus nur unvollkommen imstande, den Gesetzen Gottes zu folgen – dazu brauchen wir Seine direkte Hilfe, die Er uns auch versprochen hat, und die auch kommt – ich erlebe es Tag für Tag.

Für oder gegen Gott?

Unser Ich ist in der Bibel geschätzt und wichtig. Es ist wichtig, weil uns Gott den freien Willen als Geschenk gegeben hat. Weder Engel noch Dämonen haben ihn, doch der Mensch. Wir haben somit Entscheidungsfreiheit! Gott braucht keine Marionetten, sonder Freiwillige. Wir können uns für oder gegen Gott entscheiden. Die Menschen der Bibel, die sich für Gott entschieden hatten, wurden von Ihm gesegnet. Sie sprachen mit Ihm, hatten sogar direkten Einfluss auf Ihn. Sie waren in direkter Beziehung mit Ihm. Ihre Bescheidenheit und Demut, ihr Glauben an Gott hat die Geschichte beeinflusst. Jesus als Person, als Mensch hat die Geschichte beeinflusst. Jesus hat niemals Erleuchtung gepredigt, sondern die Umkehr vom Bösen, Taufe und Nachfolge. Sich selbst zu verleugnen bedeutet, sich gegen die Bestrebungen unserer alten Natur dem Geist Jesu anzuschließen, durch die Taufe den Heiligen Geist zu empfangen, der erst dazu befähigt, das Gute zu wählen – und zwar ganz direkt und persönlich MIT GOTTES HILFE. Gott kennt und liebt jeden Einzelnen von uns!

Wenn das Erwachen wirklich glücklich und frei macht, dann frage ich mich, warum ich so viele Menschen aus spirituellen Kreisen als sehr intolerant und ablehnend erleben muss. Die Toleranz hört bereits bei der falschen Theorie auf. Es ist eben doch nicht alles gleich und gleich wert. Und die Dämonen springen an, wenn man von Jesus oder der Bibel hört. Man weiß es gar nicht, wer da in einem wirklich reagiert… Man erhöht sich über Andere – das ist „normal“ und menschlich, jedoch sollte man dann besser den Dünkel fahren lassen und sich ernsthaft fragen, ob man einem wahren Konzept folgt, wenn man es so offensichtlich nicht stimmt. Ich erinnere mich an meine eigenen früheren Gedanken: „Wie kann man nur so doof sein, an diesen alten Kram zu glauben?“ „Die Bibel ist einfach rückständig!“

Wer will schon heute noch an einen satan glauben, daran, dass es das Böse wirklich gibt? Wenn wir uns von unserem eigenen Ich geknechtet fühlen, so begehen wir schon hier einen Denkfehler, weil wir das falsche Konzept glauben. Es ist nicht das Ich, das uns knechtet. Es sind die negativen Strukturen, die das Böse in uns hinein projiziert hat und Dämonen. Traumatische Erfahrungen, die Verhaltensweisen unserer Vorväter- und Mütter, Gewalt, Hass, Kriege, all das kommt auch aus der Vergangenheit in unser System und dieses System wird von Dämonen manipuliert. Tag für Tag! Und nur Gott kann uns heilen!

Jahrzehntelang habe ich versucht, mich selbst zu heilen. Quantenheilung, positives Denken, seine Autobiografie umschreiben, Affirmationen, Abgeben an den Kosmos, Bestellung beim Universum,

Achtsamkeitstraining, 40 Jahre Meditation, schließlich ging ich auch zu spirituellen Heilern oder Therapeuten… doch es wurde immer schlimmer mit mir.

Dabei ist es nur eine klitzekleine Entscheidung, sich an Gott zu wenden, und IHN ganz direkt um Hilfe zu bitten…. Man kann nichts dabei verlieren, nur gewinnen, denn Gott will Zugang zu jedem von uns. Ein Senfkorn an Glauben genügt. So klitzeklein sie ist, diese Entscheidung, so schwer fällt sie uns offensichtlich. An einen persönlichen Gott zu glauben hieße, dass man sich unterordnen muss, dass man seinen Stolz niederlegen muss, bekennen muss, dass man sein ganzes Leben lang falsch gelegen hat. Nur wer in seinem Leben wirklich am Ende angekommen ist, wählt diesen Weg, denn er ist extrem unpopulär und scheint nicht attraktiv. Die Dämonen tun alles, um dich davon abzuhalten. Doch das steht schon so in der Bibel: die Masse nimmt lieber einen anderen Weg, weil er bequem ist und breit. Die Wenigsten sind bereit, ihr Leben vor Gott nieder zu legen und vor Ihm zu bekennen, dass sie nicht mehr können. Dabei sehnt sich das Herz im Verborgenen nach nichts mehr, als vor Ihm endlich zusammen zu brechen. Erst dann kann Er uns in die Arme nehmen.

Fotos: Pixelio Nr 588151 von Elisa Al Rashid, 106959 von Martina Taylor, 664584 von Philip Webe, 543222 von Rainer Sturm

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