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Posts Tagged ‘Beziehung mit Gott’

Ist sie nicht wunderschön, gerade jetzt in diesem Corona-Zeiten? Unsere Erde? Die Vögel scheinen lauter zu zwitschern und mehr geworden zu sein… Der Himmel ist näher gerückt, und noch ist die Natur grün und man kann es ahnen – auf dem Land – wie es im Garten Eden einst gewesen sein muss…

Gott hat diese wunderschöne Erde geschaffen zu unserer Freude. Er hat uns als Verwalter eingesetzt. Den Menschen jedoch hat Er nur aus einem Zweck geschaffen: zu Seiner Freude, um mit Ihm in innigem Austausch zu sein! Der Mensch ist Sein Liebstes, sein innig geliebtes Wesen, Sein Meisterstück, die Krone Seiner Schöpfung – IHM ähnlich gemacht, in Seinem Bilde – gesegnet mit einem freien Willen, wie Ihn sonst niemand mehr in Gottes Schöpfung hat.

Der Austausch zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott ist der Sinn und Zweck der Schöpfung des Menschen! Und wenn nun ein Mensch sagt, er glaube nicht an Gott, oder er brauche Gott nicht – zu dem sagt Gott auch irgendwann (nachdem er lange hinter ihm her ging und ihn mehr als einmal gerufen hat): „Ok, dann brauche ich dich auch nicht.“

Der Verhinderer

Letztendlich hat satan in der derzeitigen Weltzeit mit seinem dunklen Reich und seinen Dämonen seinen Sinn darin hat, die Menschen daran zu erinnern, dass sie sich Gott zuwenden könnten, Ihn um Hilfe bitten könnten, sich von Ihm retten zu lassen vor all dieser Dunkelheit.

Es ist die größte Lüge der Esoterik, es gäbe keinen satan, und alles Dunkle und Böse seien lediglich Anteile des Menschen, die zu ihm gehören und durch Bewusstsein erlöst werden müssten. Das funktioniert nicht. Es ist eine Lüge, die er selbst gesät hat, und sie erreicht was sie will: sie verhindert den Austausch mit Gott, sie hindert uns daran, die Wahrheit zu sehen, ihr Raum in uns zu geben und uns dem wahren Gott, unserem Schöpfer zuzuwenden. Sie verblendet uns mehr und mehr und treibt uns in eine Philosophie der Selbst-Erlösung. Damit schaltet sie Gott als Hilfsmöglichkeit aus.

Pharisäer – Jesus Lieblingsfeinde

Leider ist auch die Kirche, obwohl sie satan auf dem Plan hat, nicht in der Position, dass sie die Menschen in eine lebendige Beziehung zu Gott hinein ziehen könnte. Sie hat sich viel zu weit von der eigentlichen Lehre der Bibel, wie sie in der Apostelgeschichte geschrieben ist, entfernt und wird heute überwiegend von Menschen dominiert, die Jesus als „Pharisäer“ bezeichnen würde und zutiefst abgelehnt hat.

45 Als aber das ganze Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern: 46 Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gern im Talar einhergehen und die Begrüßungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten; 47 sie fressen die Häuser der Witwen und sprechen zum Schein lange Gebete; diese werden ein umso schwereres Gericht empfangen!

Lukas 20 (Schlachter)

Gott scheint unbequem zu sein

Warum kennen die meisten Menschen Gott nicht? Zum Einen weil sie den vielen Lügen über Ihn glauben, die satan gesät hat – doch zum weit größeren Teil, weil sie Angst haben, Gott könnte etwas von ihnen verlangen, was sie nicht geben oder leisten wollen. Der biblische Gott macht auf die meisten Menschen einen sehr unbequemen Eindruck. Man möchte den Thron seines Lebens nicht räumen, auf dem man gewohnt ist, selbst zu sitzen. Es könnte ja sein, dass Gott andere Pläne hat. Wir sind ein Volk voller Rebellen – gegen Gott.

Was Gehorsam wirklich ist

Die Bibel wird missverstanden als ein Buch, das lediglich erzwungenen Gehorsam verlangt in einer Art von Glauben, der nicht lebendig ist, sondern tot. Die meisten Menschen glauben, sie müssten all die Gebote aus sich selbst heraus befolgen, aus eigener Kraft. Doch wer Jesus nachfolgen will muss das nicht aus eigener Kraft können. Es genügt eine einmalige, grundlegende, ernsthafte Entscheidung dafür, das Zepter an Gott abzugeben, sich vor Ihm zu neigen, um Vergebung zu bitten, um dann IN SEINEM SEGEN weiter zu laufen, und MIT SEINER HILFE Jesus immer ähnlicher zu werden und seinen Charakter mehr und mehr von Gott verändern zu lassen. Wir müssen nichts aus uns heraus können, wir dürfen Gott bitten und darauf warten und ERLEBEN, dass Er es tut!

Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.

Römer 6, 14

„Glauben“ und „Glauben“ sind zweierlei

Vor dieser Entscheidung (Umkehr, Taufe) ist bei den meisten Menschen „Glaube“ ein blinder Glaube an einen Gott, den man nicht oder kaum kennt, von dem man aber hofft, dass es Ihn gibt. Erst Danach wird der Glaube durch Erfahrung und Erleben von Gewissheit und Vertrauen ERFÜLLT, weil wir erleben, dass Gott tatsächlich wirkt und uns ganz persönlich antwortet! In der lebendigen Beziehung mit Gott wird Glaube erst zu Gewissheit.

Gott ist gut

Er ist das Gute schlechthin. Er würde niemals etwas von uns verlangen, was uns nicht gut tut, was nicht gut für uns wäre oder schlechte Folgen für uns hätte. Und Er verlangt auch nichts von uns, was wir nicht können oder lernen können. Aber natürlich können wir all dies nicht einfach so aus uns selbst heraus! Wir müssen uns nicht dahin prügeln! Es geht nicht um Gesetzlichkeit, darum blind, Gesetze zu befolgen! Wir dürfen uns entspannen! Wir können all das was in der Bibel steht nur mit Seiner Hilfe erlangen.

7 Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! 8 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.

Matthäus 7 (Schlachter)

Gott ist Chef

Mit Seiner Unterstützung dürfen wir wachsen – aus einer innigen Zweier-Beziehung heraus mit einem Wesen namens Gott, das in drei Aspekten mit uns kommuniziert: Als Vater, als Jesus Christus und als Heiliger Geist. Und wir dürfen hin fallen und wieder auf stehen, wir dürfen Fehler machen und uns ausprobieren – Hauptsache ist, dass wir immer wieder zu Ihm zurück kommen und bereit sind, Ihn Chef sein zu lassen.

Dazu müssen wir Ihn ganz und gar über uns und unser Leben bestimmen lassen. Das ist einerseits eine anfängliche Entscheidung, andererseits aber auch ein Prozess des Wachsens und Reifens. Und wir werden umso gehorsamer, je länger wir mit Ihm gehen und je mehr wir spüren, wenn wir in die falsche Richtung eingebogen sind. Und dieser Gehorsam ist kein erzwungener, sondern ein freudvoller. Stell dir vor, du spürst ganz direkt Gottes Freude über dich! Und Er belohnt dich für deinen Gehorsam – zu dem Er selbst dich zunächst befähigt hat – auch noch mit Erfahrungen, die dein Herz in der tiefsten und schönsten Liebe bewegen!!! Die dein Herz immer weiter öffnen und dich segnen!!!

So wirkt Gott – (m)eine Geschichte

Vielleicht ist es an der Zeit, ein Beispiel zu erzählen. Ich war nie wirklich ein Mutter-Typ. Kinder gingen mir schnell auf die Nerven. Ich hasste Spielen und das ewige Gequäke auf dem Spielplatz: „Guck mal, guck mal, guck mal….“

Es war sogar so, dass ich meinem erwachsenen Sohn irgendwann sagte: „Glaub bitte nicht, dass ich eines Tages deine Kinder hüte, das ist völlig ausgeschlossen!“ Von Michael Mittermeier gibt es einen Sketch über das sogenannte AK, das A.-Kind – vielleicht kennt ihn jemand – das war so in etwa mein Credo.

In den vergangenen Monaten habe ich Christen kennen gelernt, ein Ehepaar, die mich mochten und mich fragten, ob ich mir vielleicht vorstellen könnte, mit nur einem Elternteil gemeinsam die 4 noch kleinen Kinder für 4 Tage zu hüten. Erst stieg in mir die totale Abwehr auf und ich erbat einige Tage Bedenkzeit. Ich fragte Gott, was Er von mir wolle, und Er sagte nicht etwa lapidar einfach „Ja, mach das!“. Nein, es dauerte nicht lange und Er gab mir Bilder davon, wie schön es sein könnte, noch etwas in meinem Alter dazu zu lernen, mich einmal ganz dem auszuliefern, was da geschehen könnte, mich einzulassen auf Menschen und insbesondere Kinder… Er gab mir Freude und Mut, mich diesem unbekannte Wagnis auszusetzen, mich eventuell weiter zu entwickeln, mich heraus fordern zu lassen… Mein Herz lachte plötzlich bei der Vorstellung, und ich sagte zwar mit einer gewissen Unsicherheit, aber schließlich einfach „ja“. Ich hätte auch nein sagen können, doch ich wollte meinem Gott gefallen, ich wollte Seine Wege gehen, wollte dass Er sich über mich freut, und ich wollte auch dazu lernen.

Die Erfahrung dort war unglaublich intensiv. Die Kinder waren anstrengend, laut und verzogen, und doch spürte ich das Herz eines jeden Kindes als einen ganz besonderen Schatz. Ich wuchs wirklich über mich hinaus, machte mich zum Clown, zum Affen, tanzte, turnte, kroch auf dem Boden herum. Und obwohl die Kinder zunächst schwer zugänglich waren, eroberte ich mir ihre Zuneigung, so dass sie am Ende alle in meinem Herzen waren und ich in ihren. Die schönste Belohnung war, als der Kleinste, der mich die ganze Zeit misstrauisch von der Seite beäugt und ignoriert hatte und trotz meiner Versuche die meiste Zeit schüchtern und verschämt in der Ecke saß, sich plötzlich umdrehte und schließlich sanft auf meinen Schoß kletterte und sich an mich drückte. Ich roch diesen köstlichen Kindergeruch und war einfach nur total glücklich. Ja, am Ende schmusten sie alle mit mir, die doch erst wie feindselig waren und voller Skepsis. Der dritte Tag brachte den Durchbruch und alle Herzen gingen auf. Ich fuhr weg, war zwar total erledigt, denn ich bin 66 und nicht mehr jung, aber ich war unglaublich glücklich.

So wirkt Gott auf organische, natürliche Weise, so wie Er auch in der Natur wirkt. Nicht als Obermacker, der zwingt oder verlangt, sondern wie ein Vater, der das Kind leicht anschiebt, damit es laufen lernt.

Gott spricht mit uns

Natürlich offenbart Er sich auch in der Stille, doch lebendig wird es erst im Gespräch mit Ihm, im täglichen Austausch, im täglichen Reden mit Ihm, im Ausrichten auf Seine Antworten. Schweigen wir, schweigt Er meist auch. Halten wir uns fern, so kommt Er auch nicht näher. Gott wartet ab. Er gibt uns die Zeit, die wir brauchen. Er ist für geraume Zeit sehr nachsichtig. Er sieht uns immer, Er schaut nach uns, ja Er fiebert mit uns mit und ist gespannt, ob wir nicht doch den Weg zu Ihm finden. Er weint mit uns und trauert mit uns. Unsere Schmerzen schmerzen Ihn auch, sogar mehr als uns, weil wir Ihn auch noch aus unseren Schmerzen ausschließen – rebellisch wie wir sind -, weil wir nichts mit Ihm zu tun haben wollen, mit Ihm, der uns geschaffen hat und uns all diese Herrlichkeit, Fruchtbarkeit und Schönheit zur Verfügung gestellt hat.

Ich weiß von mir, dass ich früher auch bereits geglaubt hatte, Gott gefunden zu haben – im Erwachen, in der Stille, darin mich mehr und mehr „abzuschalten“. Dieser Weg führte mich jedoch mit der Zeit in immer größere Empfindlichkeit und Einsamkeit. Er suggerierte mir, Einsamkeit sei gut für mich, ich müsse einfach mehr alleine sein und mich somit schützen vor anderen Menschen – ich kommunizierte im Grunde nur noch virtuell und kaum mehr im echten Leben. Gespräche mit Menschen waren oft verletzend, weil Schmerzpunkte angetriggert wurden, und weil ich oft lange brauchte, das zu verdauen. Die Stille war mir lieber als Menschen, und ich redete mir ein, das sei spirituelle Reife.

Der Gott, mein Gott der Bibel, mit dem ich heute gehe ist ganz anders, Er heilt meine Seele und befähigt mich zu Beziehungen, dazu Familie mit Menschen zu leben, die Ihm ebenfalls nachfolgen. Er macht mein Herz weit und offen für Menschen, Er legt so viel Liebe hinein, Er macht wirklich lebendig und lebenstüchtiger. Er macht wirklich gesund, Körper, Seele und Geist.

Vielleicht kletterst auch du eines Tages auf Gottes Schoß und beginnst Ihm zu vertrauen. Ich wünsche es dir von Herzen!

Fotos: Image ID 303349 von Knipseline (Pixelquelle)

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Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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