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Archive for the ‘Zeugnisse’ Category

Ich wurde von einer Leserin gefragt, ob die Stille und der Frieden denn nicht erstrebenswert seien? Ob ich noch mehr sogenannte „Erwachte“ kenne, die doch scheinbar immer im Frieden sind, und ob das nicht viel erstrebenswerter sei als die Jesus-Nachfolge. Und ob nicht mein Leben, in dem auf Erwachen nach Jahren ein Absturz folgte, eine Ausnahme sei, da doch viele der Lehrer im Frieden stabil zu sein scheinen.

Gerade Letzteres kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich nicht in die Herzen der Menschen sehen kann, aber ich kannte viele der Erwachten, und ich fand gar nicht, dass sie immer im Frieden waren. Ja, sie hatten einen leichten Weg gefunden, immer wieder in Frieden zu kommen, und dieser Weg war auch für mich offen. Dennoch habe ich dieses Eintauchen in den Frieden als einzig mögliche Heilungsmaßnahme für mich verworfen, eben weil es mich einfach nicht dauerhaft heilte. Ob es Andere heilt, kann ich nicht sagen und nicht wissen. Das muss jeder für sich selbst beantworten.

Ich lehne Frieden und Stille nicht ab, ich erlebe beides mit meinem Gott, ich bin also dabei nicht allein. In der Stille bin ich in enger Zweisamkeit mit Ihm. Er hört mich, Er antwortet mir, Er liebt mich, ich liebe Ihn. Wir genießen unsere Beziehung in der Stille. In dieser Art von Stille schwingt immer tiefe Berührung des Herzens mit. Was ich mit Stille und Frieden nach dem Erwachen erlebte hatte eine ganz andere Qualität. Ich fühlte mich da viel mehr erstorben.

Als das Erwachen bei mir geschehen war, sehnte ich mich nach Kontakt zu anderen Menschen, die diese Erfahrung auch kannten. Ich meldete mich in einem Forum mit dem Thema an, war jedoch enttäuscht, weil es dort so viele, zum Teil recht heftige Streitereien gab. So machte ich ein eigenes Forum auf – mit gewissen Regeln, um Streitigkeiten zu vermeiden. Es begann sehr nett und harmonisch, doch es blieb nicht ohne Streitigkeiten, auch nicht ohne Verletzungen. Ich erinnere mich an einen Jahreswechsel, den ich komplett vor dem PC verbrachte, weil ich sehr aufgebracht war und verletzt. Auch für Andere gab es immer wieder Gelegenheiten, sich verletzt zu fühlen und Schutz zu brauchen und zu verlangen. Es waren viele Erwachte da, doch auch sie blieben verletzliche Menschen, die wütend werden konnten und aggressiv und ungerecht. Generell war der Ton meistens lieb und zugewandt, doch dahinter schmorte so einiges, bei mir wie bei Anderen.

Ich fuhr zwei oder drei Mal zu Erwachens-Kongressen nach Berlin, wurde selbst interviewt für Jetzt-tv – und immer wieder wunderte ich mich darüber, welcher Hype im Netz um dieses Erwachen und den daraus folgenden leichten Zugang zur Stille gemacht wurde. Nahezu jeder versuchte ein Lehrer zu sein, und irgendwie damit ein bisschen Geld zu verdienen. Viele wollten auch gerne Satsang geben, oder taten es zumindest irgendwann – mehr oder weniger erfolgreich.

Und ich war auch von mir selbst überrascht, welche „Weisheiten“ nach dem Erwachen mit völliger Leichtigkeit aus meiner Feder hervor quollen, sobald ich die Advaita-Theorie assimiliert hatte. Ich veröffentlichte eine Homepage, die sehr gut frequentiert war, begann mit dem Forum und schrieb ein Buch über das Thema Erwachen. Ich wollte mir das Erwachen nicht ans Ego heften, doch letztlich tat ich es doch – mit dem Hinweis auf unwiderstehliche Impulse. Ich lehnte es allerdings ab, Satsang zu geben oder Vorträge zu halten. Ich mochte noch nie das Hofieren von Menschen, die Guru-Verehrung oder gar das Niederknien vor denen, die man über sich stellte. Und es erregt in mir auch heute noch Widerwillen, wenn ich sehe, dass es noch immer Menschen gibt, die das für ihre Person zulassen.

Ich stand auch dem Geldverdienen im Zusammenhang mit der Erwachens-Thematik kritisch gegenüber. Mir schien: etwas das man geschenkt bekommen hat, sollte man einfach weiter verschenken. mir erschienen Formulierungen wie „empfohlene Spende“ oder die Rechtfertigung mit dem sog. „Energie-Ausgleich“ als vorgeschoben. Nein, ich empfand da immer so etwas wie eine tief verborgene Verlogenheit, und ich sah, dass die Egos auf andere Weise groß wurden. Da war zwar nicht mehr die Identifikation mit dem kleinen Ego, statt dessen aber die Identifikation mit dem großen „Ich bin Gott“. Eigentlich war es schlimmer als zuvor, denn nach wie vor war man auf sich allein gestellt, auf sich selbst geworfen. Man hatte nur eine schöne Theorie gefunden, die die Dinge neu beschreibt. Altes, neu beschrieben, aus einem anderen Blickwinkel, doch nun mit dem recht cleveren Freibrief, einfach so zu sein und zu bleiben wie man eben war, selbst wenn man halt ein A.-loch war. Für mich fehlte da was, und ich spürte eine große Lüge darin.

Es scheint tatsächlich so, dass es keine andere Theorie über Gott und die Schöpfung gibt, die das Erwachen besser einbinden könnte als die des Advaita. Jedenfalls fand ich damals keine. Doch das heißt nicht, dass diese Theorie wahr ist. Was geschieht im Grunde beim Erwachen? Man kommt auf Ground Zero, man fällt herab, und das Leben ist auf einen Punkt geschmolzen. Und die Stille ist plötzlich ganz einfach da und laut wie nie. Mit ihr ein Gefühl von unsäglicher Entlastung und Befreiung. Und dann rappelt man sich auf und erkundet die Umgebung aus neuem Blickwinkel.

Man wählt den falschen Gott

Doch anstatt sich nun an diesem Punkt an den echten, realen, lebendigen, persönlichen Gott zu wenden und diesen um Führung zu bitten (nie bräuchte man sie dringender!!!), wählt man es, das LEBEN (Sein, Quelle, Alles, Nichts) als unpersönlichen Gott zu fixieren – ein Gott, der weder Charakter, noch Willen, noch Absichten hat, sondern einfach ist. Denn das ist die erste Theorie auf die man stößt, wenn man nach Erklärungen ohne persönlichen Gott sucht.

Waisengeist

Wir sind im Grunde Waisenkinder, denn wir lehnen einen Vater-Gott ab. Ein echter, realer, persönlicher, liebevoller Gott mit Willen und Absichten und Charakter erscheint uns heutzutage aberwitzig und viel zu unwahrscheinlich. Das ist doch Aberglaube, Kinderglaube, die Bibel, so lesen und hören wir in der spirituellen Szene, ist gelogen, gefälscht und verbogen. In unserer „aufgeklärten“ Zeit kann man nichts glauben, was man nicht sehen oder fühlen kann oder erfahren hat. Viel lieber glaubt man alles was die Annahme stützt man sei selbst Gott, Teil von Gott, und alles sei Gott, und noch besser: man habe nun den Stein der Weisen gefunden und sei am Ende des Kreislaufs der Geburten angekommen. Das fühlt sich doch für den Selbstwert tausendmal besser an…

Null-Linie

Das Erwachen haut einen runter auf die Null-Linie. Emotionen und Gedanken schweigen für geraume Zeit und regen sich nur zaghaft wieder. Die Philosophie besagt, diese Null-Linie sei das Nonpulusultra und das Geheimnis, um aus dem Leiden heraus zu kommen. Also bemüht man sich bei jedem Aufwallen darum, wieder in die Stille der Null-Linie zu kommen, um sich da hinein zu retten vor Gedanken und Gefühlen.

Datei:Aufgabe Schwingung v-t-Diagramm.png

Das gelingt aber nur mehr, oder auch weniger. Manchmal entgleisen die Gesichter, manchmal offensichtlich, manchmal heimlich.

Denn: die Null-Linie heilt nicht auf Dauer, sie tüncht zu, dennoch sie wird sie verherrlicht. Im Grunde symbolisiert sie den Tod. Wenn sich in der Physik auf dem Wellendiagramm nichts mehr abspielt, herrscht der Tod. Doch wozu sind wir denn ins LEBEN gesandt worden? Um tot zu sein? Um nichts mehr zu empfinden? Um immer weniger zu werden statt mehr? Ich kann das nicht glauben. Wir werden geboren und erfahren das Leben, um es dann wieder rückgängig zu machen? Wo ist da die Weiterentwicklung? Es ist ein Rückschritt für mich.

Das GANZE Leben

Um das Leben GANZ zu erfahren, um in die ganze Fülle des Lebens zu kommen brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott! Um unsere Muster und Fehlverhalten wirklich zu heilen brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott. Um uns wirklich ganz loszulassen, um wirklich frei von uns selbst zu werden, brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott. Um beziehungsfähig und wirklich gute Menschen zu werden brauchen wir einen PERSÖNLICHEN Gott. Warum? Weil wir all das nicht aus uns selbst machen können – auch dann nicht, wenn wir glauben Gott zu sein. Wir sitzen einer Lüge auf, wenn wir glauben, selbst Gott zu sein. Wir sind Gottes Kinder! Ein Kind ist nicht der Vater, ein Kind ist nicht die Eltern, ein Kind ist das Kind, ein eigenes Wesen. Und der Vater möchte sich um seine Kinder kümmern. Wenn sie jedoch vor Ihm weg laufen, ihn nicht mehr kennen und lieber an die Körner im Sandkasten glauben wollen, so ist er ohnmächtig,. Er lässt sie, denn Er achtet nichts mehr als den freien Willen.

Die Null-Linie wird zum Gott erhoben, der Tod wird verherrlicht – von all dem steht aber kein Wort in der Bibel. Sondern ganz im Gegenteil geht es dort immer um das LEBEN, um die WAHRHEIT und um den WEG (Jesus). Die Erwachens-Philosophie negiert ab Erwachen jeden Weg, jede Weiterentwicklung, und Jesus wird zur Energie degradiert. Man versucht sich zu heilen, indem man sich immer wieder bemüht zur Ruhe und in die Stille zu kommen, darin möglichst lang und tief zu verharren und so die Probleme aufzulösen. Manche Menschen merken dabei gar nicht, wie egoistisch sie dabei werden, wenn sie sich nur noch um ihre eigenen Befindlichkeiten drehen. Aber viel schlimmer: man löscht sich so selbst mehr und mehr aus.

Was für eine perfide Umkehrung all dessen was in der Bibel steht und wofür Jesus Christus gestorben ist.

Gottes Antwort an mich

Kürzlich fragte ich (den persönlichen) Gott vor dem Einschlafen zum hundertsten Male, ob denn das Erwachen nicht wenigstens teilweise auch von Ihm gekommen sei, und Er antwortete mir mit einem Traum:

Ich ging in einen orientalischen Laden voller bunter Kissen, Lichtern, Decken und Räucherwerk.

Man konnte dort Geld abheben, so wie heute in jedem Supermarkt. Ich ging zur sympathischen Besitzerin, die mit Kettchen um Hals und Handgelenke locker und unkonventionell aussah, und wollte 300 Euro abheben. Da ich ihr blind vertraute, sah ich das Geld, das sie mir gab, gar nicht an, sondern steckte es einfach ein.

Als ich wieder auf der Straße war und mir etwas von dem Geld kaufen wollte, sah ich mit Erschrecken in meinen Händen, dass sie mir statt Euro indische Rupies gegeben hatte, das Geld war keinen Penny wert.

Sie hatte mich eiskalt betrogen und mir dabei in die Augen gesehen. Wutentbrannt kehrte ich um und forderte mein Geld in Euro zurück, doch die Dame hatte nichts. Ich bedrohte sie in Jesu Namen, so gab sie mir widerwillig einen Hunderter aus ihrer Kasse, mehr hatte sie nicht. Dann floh sie vor mir, weil ich in Jesu Namen gedroht hatte.

Ich bekam also doch noch etwas von meinem ganzen Prozess des Erwachens zurück: zumindest einige Erkenntnisse. Unter Anderem die Erkenntnis, dass das Erwachen – woher es auch immer gekommen war – keine segensreiche Wirkung haben konnte, weil ich sofort auf die falschen Theorien herein gefallen war. Selbst wenn diese einmalige Erfahrung vom Schöpfer selbst gekommen sein sollte, so war ich doch zu dem Zeitpunkt einfach nicht in der Lage, sie zu nutzen – nämlich FÜR eine Beziehung zu meinem Schöpfer. Ich verwandte sie viel mehr gegen Ihn. Ich hatte damals nicht den Glauben an einen persönlichen Gott. Mein Glaube war bereits im Alter von 18 Jahren so enttäuscht worden, dass ich mich damals entschieden hatte, nie wieder an diesen Gott zu glauben.

Manchmal frage ich mich, ob das Erwachen möglicherweise der Moment meiner Wiedergeburt in Christus war, denn ich hatte im Herzen eine sehr intime und liebevolle Erfahrung mit Jesus währenddessen. Da war dieses Nachhausekommen und dieser unendliche Frieden, und so vieles fiel ab. Doch schon die Suche nach einem passenden Weltbild und das Annehmen von östlichen Philosophien als Erklärung lenkte mich in eine ganz andere, wie ich finde unheilvolle Richtung, nämlich weg von meinem Schöpfer.

Es gibt unterschiedliche Formen und Grade des Erwachens. Und ich schrieb es schon mehrfach: Es gibt Erwachte Alkoholiker, Kettenraucher, Kiffer, Süchtige, Machthungrige, Missbraucher, Vergewaltiger, Kindesschänder. Oft wurden sie all das erst nach dem Erwachen… Welchem Gott sind sie also wirklich gefolgt? Dem „Fürst der Welt“ vielleicht, aber sicherlich nicht dem Schöpfergott. Einige haben sich später umgebracht, weil ihnen das Erwachen, bzw. die Erwachens-Philosophie jeden Sinn genommen hatte. Es gibt viele depressive, einsame, traurige, beziehungsunfähige Erwachte, deren Hoch-Sensibilität sie immer weiter in die Isolation treibt. Wie traurig – denn sie kennen den Gott nicht wirklich, der sie so gerne heilen möchte.

Manche verbringen ihre Rest-Lebenszeit verschwenderisch damit, nondualistische Weisheit zu verkünden, im Heimlichen stolz auf ihr Erwachen zu sein, das Leben einfach nur zu genießen, während sie sich egoistisch, vielleicht gar auf Kosten Anderer ausleben , mit dem Hinweis darauf, eben eine individuelle Ausdrucksform Gottes zu sein.

Schuldgefühle sind out

Man mag sich nicht vor dem wahren Gott demütigen, sich nicht klein machen, man will gar nicht leben als ein Kind Gottes, das vollkommen abhängig ist, ausgerichtet auf den Einen, den Einzigen, der uns wirklich retten könnte.

Wir sind schuldig, wenn wir so bleiben wie wir sind und nicht alles tun (im Idealfall uns Jesus überantworten), um uns verändern zu lassen von dem Gott der Kraft und Wirksamkeit. Wir sind schuldig, so lange wir unsere Verfehlungen nicht bekennen und Jesus als Retter annehmen, und auch all die Erwachten bleiben schuldig, auch wenn sie kein Schuld-Bewusstsein haben.

Vielleicht wird das ein Thema für einen weiteren Blog-Beitrag werden, denn ich möchte es selbst gern untersuchen, warum so wenige Menschen in der heutigen Zeit ein Schuldbewusstsein haben, und warum es für sie nichts Schlimmeres gibt, als Schuld einzugestehen. Doch es ist unabdingbar das zu tun – vor diesem einen unfassbar großen, herrlichen Gott, der diese geniale, wunderschöne Natur geschaffen hat, der uns hinein gesetzt hat, der heilig, rein, herrlich und pure Liebe ist.

Ehre sei dem wunderbaren Gott meines Herzens.

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Wow, wie hat mich der Hl. Geist heute wieder überführt….. Die ganze Zeit schon kam ich bei der kleinsten Gelegenheit immer wieder in Rebellion gegen eine Freundin und ihre gefühlten „Vorschriften“, Ratschläge, was auch immer… Ich weiß sie meint das nicht so, doch ich konnte mein „Apell-Ohr“ einfach nicht ausschalten.

Diese Rebellion ist immer sein sehr unangenehmes Gefühl. Da steht alles in einem auf, man ist plötzlich auf Krawall gebürstet, will partout etwas ganz anders haben als jemand anderer, man fühlt sich angegriffen, bevormundet, meint sich wehren oder durchsetzen zu müssen, Gedankenketten steigen auf und puschen den Kreislauf hoch. 126338_web_R_K_B_by_110stefan_pixelio.de.jpgÄrger, Wut, man dreht sich im Kreis und steigert sich immer mehr hinein, und schon ist der Krawall da – wenn man dem Ausdruck gibt. Doch das wollte ich auf keinen Fall, denn ich kenne inzwischen diese Abläufe. Ich komme eh nicht drum herum, all das vor den Herrn zu bringen und mit Ihm zu reden.

Ich habe dem also nicht Ausdruck gegeben, obwohl ich mich zurück halten musste, sondern bin damit zu Jesus gegangen. Ich bat ihn um Überführung, ich bat Ihn mir zu zeigen worum es genau geht, denn mir war klar, dass da was Altes dahinter stecken musste. Da kam so ein Schwall übler Gefühle mit, dass ich tiefer rein gehen musste. Und schon kamen die Tränen mit ungeheurer Wucht… Plötzlich war ich wieder ein kleines Kind, das immer und immer wieder verbal und mit Schlägen nieder geknüppelt wurde, ein Kind das nicht sein durfte, das immer nur störte, das nicht geliebt wurde, das niemals etwas wollen durfte, das nie gehört wurde, dem immer über den Mund gefahren wurde. Eine solche Ohnmacht und Wut war da in mir, ich hätte kotzen können. So oft… so oft… hunderte Male hat mein Vater meinen Willen gebrochen und meine Seele verletzt. Ich fühlte wieder den Hass, den ich als Kind gefühlt hatte. Er war immer rücksichtslos und egoistisch, er dachte nur an sich, und er tat dies immer in einer grässlichen, markerschütternden Lautstärke und mit einem grimmigen Gesicht voller Hass. Man musste immer auf alles gefasst sein. So wie er mich hasste, so hasste ich ihn damals auch.

Und ich hatte geglaubt, ich hätte ihm schon längst und schon zig mal vergeben…. Pustekuchen. Heute hat Jesus all das nochmal an die Oberfläche geholt, und ich glaube, ich habe noch nie so geweint, so geschluchzt, es war ein Irrsinns-Schmerz. Immer wieder nieder geknüppelt zu werden, niemals sein zu dürfen, nichts wollen zu dürfen, immer erschlagen von der Macht der Erwachsenen, die sie schonungslos ausleben dürfen, und du als Kind darfst nichts! Nichts!!!

Mir wurde echt schlecht, ein Würgen kam hoch und Gähn-Anfälle noch und noch. Ich würgte, hustete, ja es sollte alles raus, all der Mist!

Ich hab mich Jesus an die Brust geworfen und geweint, dann brachte er mich zu (Gott)Vater, auf dessen Schoß es weiter ging. Ich war ca. 1-3 Jahre alt. Und nach langem Weinen konnte ich Ihm endlich sagen: „Ich brauche dich so sehr! Ich brauche dich doch! Ich brauche Dich!“ Dieses Brauchen hatte ich mir nie gestattet vor lauter Stolz. Niemals hätte ich meinem leiblichen Vater so etwas gesagt. Aber (Gott)Vater liebte mich und hielt mich fest im Arm und brummte sanft, und er duftete, wir hatten alle Zeit der Welt, und sein leuchtend weißes Leinenkleid war frisch gestärkt und strahlte solche Sicherheit und Geborgenheit aus…. Schließlich winkte Er Jesus heran, der die ganze Zeit dabei gestanden hatte und fragte mich, ob ich mit Ihm gehen wolle. Ja, das wollte ich. Jesus reichte mir die Hand, ich ergriff sie, und aus seinem offenen Mantel heraus strahlte feuriges, gleißendes Licht. GrößenänderungPferd_Morgen.jpg Ich hatte keine Angst, ich blieb davor stehen, und dann ging ich ganz langsam hinein…. und eine große Erleichterung erfasste mich. Es war endlich vorbei…

Meine Wut und Rebellion von heute Morgen haben sich komplett gelöst. Ja, wenn ich für mich eintreten muss werde ich das in Ruhe tun, aber der Trigger ist weg. Danke Herr für Deine Liebe und Deine Heilung!

Bildquelle: 110stefan  / pixelio.de

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Dieses Video passt hervorragend zu meinem letzten Beitrag: Der Gemischtwarenladen. Diese brillante, junge Frau hat die richtige Wahl getroffen und wurde geheilt!

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Für die Ungeduldigen: es lohnt sich sehr dran zu bleiben! Mich hat das Video ganz in der Tiefe berührt.

 

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Als ich 5-6 Jahre alt war hatte ich einen schrecklichen Traum. Ich träumte von einer Hexe mit einem Zauberstab. Mit der Spitze dieses Stabes berührte sie mich am unteren Rücken, etwa in Höhe des Steißbeins und verzauberte mich. Und diese Berührung war dermaßen eklig und unangenehm, dass es keine Worte dafür gibt. Ich spürte sie noch Tagelang danach, auch im Wachbewusstsein, und es fühlte sich an, wie wenn ich an einem Draht hängen würde, der in meinen Rücken geschraubt war. Es hatte etwas Peinigendes, Unfreies, es war so wie wenn ich an der Angel hängen würde und nicht mehr los käme.

Im Verlauf meiner Gespräche mit Freunden und Bekannten erfuhr ich von einigen, dass auch sie als Kinder  einen ähnlich schreckliche Traum hatten, den sie nie vergessen konnten.

Mir wurde erst viel später klar, dass das der Zeitpunkt war, an dem sich die dämonische Welt bei mir eingehakt hatte. Sie legen schon früh ihre Netze aus, um ihren Einfluss so stark wie möglich zu gestalten, und um jederzeit Zugriff zu haben. Irgendetwas in uns hat ihnen dann ein Anrecht darauf gegeben. Vielleicht war genau das auch der Zeitpunkt, zu dem in mir der Hass auf meinen Vater aufstieg, der uns Kinder, meinen Bruder und mich, immer wieder misshandelte und einschüchterte. Ich erlebte eine Kindheit mit viel Angst und Einsamkeit.

Es dauerte fast 60 Jahre bis ich diese Dämonen wieder los wurde. Danke Jesus!

Es sind unbewusste Entscheidungen (zumeist), die ihnen dieses Anrecht geben. Und die Entscheidung für den Hass ist da recht schwerwiegend. Der Hass hat sich dann verselbstständigt und richtete sich im Lauf meines Lebens immer wieder insbesondere auf Männer, aber auch auf andere Personen, die mir irgendwie zu nahe kamen. So ist es geschehen, dass ich immer wieder Menschen „weg gebissen“ habe. So arbeiten die Dämonen, sie treiben einen in Einsamkeit, Isolation und Depression. Etwas in mir war stark genug, all dies immer bewusster zu bekommen und dagegen zu kämpfen. Doch ohne Gott, ohne meinen geliebten Vater und Jesus Christus hatte ich keine Chance.

Dämonen sind geistliche Kräfte, und es bedarf stärkerer Kräfte als der menschlichen, um sie in die Flucht zu schlagen. Nur Einer hat diese Macht, diese Kraft: Gott.

Viele Jahre habe ich auf dem Weg der Spiritualität alles ausprobiert, ich suchte immer nach Heilung, Lösung, Befreiung, doch erst Jesus hat mich befreit.

Nun wache ich morgens nach gesundem Schlaf auf, in Seinen Armen, in Seinem Frieden, geschützt und geliebt und geborgen. Mein Schlafzimmer, das früher der Ort des Schreckens, der Albträume und der Ruhelosigkeit war, ist zu einer hellen Kirche geworden, in der das Zwiegespräch mit Gott den größten Raum einnimmt. Ich gehe mit Ihm schlafen und wache mit Ihm auf. Voll Dankbarkeit sehe ich Sein Wirken und Seine Liebe zu mir.

Traumatische Erlebnisse von Gewalt, Misshandlung, Drangsalierung öffnen den Dämonen nicht nur die Tür, sondern sie spalten auch Teile der Seele ab (Anm. Ana Mendez Ferell „Orte der Gefangenschaft“), und sperren Teile davon ein. Sie legen uns in Gefangenschaft.

Gefängnis

Bild © G.Palm

Immer wieder hatte ich Zeiten im Leben, die ich in Dunkelheit verbringen musste, obwohl äußerlich alles in Ordnung war und ich alles erreicht hatte was ich wollte. Trigger brachten mich dorthin, dort an diesen Ort, an dem ich wie in einer grauen Welt war, die keine Freude und keine Sonne kannte. Dort gab es  nur Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, Leere und Verlassenheit.

Keine Therapie, keine Methode, kein hilfsbereiter Mensch konnte mich da heraus holen. Diese Phasen kamen während meiner Partnerschaft immer öfter und vergifteten unsere einst liebevolle Beziehung, bis hin zur wieder einmal unvermeidlichen Trennung. Erst dann begriff ich, dass hier ein ganz realer Kampf zwischen Dunkelheit und Licht tobt. Ich entschied mich für Jesus, ich wandte mich Ihm endlich ganz zu, weil ich erkannte, dass in mir dämonisches Wirken sein musste. Und jeder weiß es: nur Jesus kann da helfen.

Doch dafür brauchte es meine Entscheidung FÜR IHN, und die Befreiung und Lebensbereinigung in Ihm. Dank einer Gruppe sehr frei und biblisch denkender Christen abseits der Kirchen bekam ich wirklich tolle Hilfe und Einweisung, ließ mich taufen und darf die Begleitung liebevoller Älterer (in geistlicher Hinsicht) genießen.

Ich bin so weich und wohl behalten gelandet, und ich danke meinem Herrn, dass er mich durch all die schmerzhaften Wirren und Kämpfe hinweg niemals wirklich los gelassen hat, dass er immer auf mich wartete, und mich wie den verlorenen Sohn der Bibel wieder in seine Arme schloss.

Das Geniale ist, dass der Glaube an diesen persönlichen Gott, und Ihm im Glauben zu folgen, ganz konkrete und radikale Auswirkungen hat auf den Geist, die Seele und den Körper.

Es ist schlicht das Beste was mir je passiert ist.

Mit Gott ist es eigentlich ganz einfach

Mit Gott ist es eigentlich ganz einfach. Man nimmt Ihn an, glaubt an Ihn und geht seinen Weg mit Ihm. Dann wird das Leben sehr leicht, denn man muss nichts, aber auch gar nichts mehr selbst entscheiden. Und man kann sicher sein: Er entscheidet alles zu unserem Besten. Er möchte uns doch glücklich sehen. Er möchte uns im Licht sehen und nicht in der Dunkelheit.

Seine Bibel ist ein Ausdruck davon, wie sehr er sich über Jahrtausende um uns bemüht hat. Und er bemüht sich weiter um uns, er wirbt um uns wie ein Bräutigam um seine Braut.

Dabei hat er seine eigenen Methoden und spannend: er hat auch einen ganz besonderen Charakter. Er möchte, dass wir Ihn lieben und zwar ganz und gar, nicht nur ein bisschen. Er möchte, dass wir uns ganz auf Seine Seite stellen, uns Ihm ganz hingeben und dahin wirken, dass möglichst viele Menschen Ihn in ihrem Herzen annehmen und die Dunkelheit hier nicht siegen wird.

Sie wird nicht siegen, das ist bereits beschlossene Sache, doch bis dahin ist noch ein Weg zu gehen, den Gott mit uns gemeinsam gehen will.

Gott macht das Leben einfach. Du brauchst kein Yoga, keine Meditation, keine Übungen, du brauchst keine Therapie, keine Lehrer, Meister, Gurus, du brauchst keine Buddhas, du musst auch keine Götter gnädig zu stimmen, ja du musst auch Gott nicht gnädig stimmen – so funktioniert das nämlich nicht.

Du musst Ihn lediglich von ganzem Herzen lieben, von ganzem Herzen an Ihn glauben und dich dann in eine Beziehung mit Ihm vertiefen. Von Mensch zu Gott, von Gott zu Mensch. Du musst mit Ihm reden, auf Ihn hören, Ihm alles erzählen, Ihn fragen, um Rat, um Hilfe, um alles kanst du Ihn bitten.

In der Bibel steht, dass Gott zutiefst enttäuscht und gekränkt ist, wenn wir Götzen anbeten. Doch was sind Götzen eigentlich? Alles was wir auf ein Podest stellen und anbeten, das kann auch der Mammon sein oder ein Mensch, oder eine Philosophie. Doch Gott möchte, dass wir uns ganz und gar auf Ihn fokussieren – und dann kommt alles was wir brauchen von Ihm.

„Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.“ (Psalm 23)

Blog

Bild © G.Palm

Ob diese Worte wirklich wahr sind, kannst du nur fest stellen, wenn du es ausprobierst, und diese Beziehung zu Gott nicht nur in Erwägung ziehst, sondern sie auch lebst.

Als ich klein war, war es ganz natürlich, an diesen Gott als Vater zu glauben. Es konnte gar nicht anders sein. Doch das Leben kam mit seinen Erfahrungen, der Verstand erwachte, es gab schwere Erlebnisse, und weil die Kirche mir ein falsches Gottesbild vermittelt hatte, konnte ich Gott irgendwann nicht mehr annehmen. Ich lehnte ihn ab. Dieser Bruch hatte schwerwiegende Folgen, und es senkte sich sofort tiefe Dunkelheit über meine Seele. Die ersten Depressionen kamen,  Selbstmordgedanken, weitere düstere Erfahrungen folgten, Verirrungen in die Welt der freien Liebe, mit all ihren Schmerzen und Gefühlen von Besudelung und Einsamkeit. Ich wurde, ohne es zu wissen, von Dämonen beeinflusst und hatte keine Hilfe, keine Handhabe gegen sie. Ohne Gott bist du unterlegen. Und Gott respektiert deine Entscheidung, wenn sie gegen Ihn ausfällt. Er zieht sich dann zurück und überlässt das Feld dem Fürsten der Welt.

Die Dunkelheit hat jedoch keine Chance, wenn du mit Gott gehst. Es braucht nur deine Entscheidung. Er ist immer stärker! Er trägt dich auf Händen! Er wiegt dich in den Schlaf. Er ist deine Sicherheit und dein Zuhause. Du musst dich nur für Ihn entscheiden und dann diesen Weg gehen.

Das ständige Hören auf Seine Stimme wird dir den Weg zeigen. Auch diese Beziehung ist – wie jede andere auch – ein Prozess, eine Entwicklung. Sie beginnt damit, dass man sich annähert, Vertrauen fasst, vertrauter wird, sich näher kommt, sich allmählich kennen lernt, sich noch näher kommt, bis die Beziehung wirklich eng wird.

Gott wird dir mehr und mehr seine Kraft und Stärke zeigen, und seine Liebe und Güte. Du wirst mehr und mehr erleben, wie du gesundest, wie du dich besser fühlst, wie du auch stark wirst in Ihm, wie sich deine Persönlichkeit verändert, so dass der Minderwert, die Ängste, all die kranken und von satan gesäten Eigenschaften heilen. Wut, Schmerz, Ärger, Hass – sie alle werden dich verlassen. Auch das ist einfach mit Gott, und es kann sogar recht schnell gehen.

Schon mit der Befreiung (von Dämonen) und der Lebensbereinigung und anschließenden Taufe fällt vieles ab, und es wird schlagartig heller in dir. Du wirst mit dem Heiligen Geist verbunden, er zieht in dich ein. Er knüpft diese Beziehung mit Jesus und dem Vater, Er ist die Verbindung, die Nabelschnur.

Der Heilige Geist ist Gottes Bote, der Empfänger der Gebete und Geber der richtigen Worte. Er schenkt Bilder, Visionen, Er ist der Diener der Wahrheit, und „die Wahrheit wird euch frei machen“. Er lässt dich wahr werden, wahr sein und schenkt dir damit das beste Fundament für eine starke Persönlichkeit. Und du musst dir all das nicht selbst erarbeiten, sondern du bekommst es geschenkt. Den Fokus auf Gott und Seiner Stimme zu haben macht glücklich, sicher und froh. Und in einen Kreis von Brüdern und Schwestern einzutauchen, die genauso drauf sind wie du macht dein Herz noch weiter, du hast so immer Ratgeber und Helfer, Menschen die genauso „irre“ sind vor Liebe und vor Glauben wie du.

Aber wir sind nicht irre, sondern du erlebst wie dein Blick sich weitet, wie du mit Seinen Augen lernst zu sehen, wie du überhaupt die Welt mit anderen Augen siehst und mehr und mehr verstehst, was hier eigentlich gespielt wird.

Ja, es ist ein kompromissloser Weg, der deine ganze Hingabe erfordert. Aber deine Bürde ist leicht und dein Joch nicht schwer. Und dein Herz geht über in dieser Verbindung mit Ihm. Es jubelt in dir, wenn Er dich berührt, und du darfst dies Tag für Tag genießen, und du weißt mit aller Sicherheit: Dies ist wirklich, wirklich WAHR.

 

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Vielleicht wäre es gut, nun etwas mit zu teilen – allen den Menschen, die mich von früher kennen, aus den letzten 10-12 Jahren oder noch früher. Denn ich bin nicht mehr die, die ich war. Es hat sich etwas Grundlegendes in meinem Leben geändert.

Jesus Christus ist in mein Leben gekommen, und ich habe ihm in einer Wassertaufe mein Leben übergeben. Er hat jetzt die Führung. Dies fand an meinem Geburtstag statt, so bin ich nun zum zweiten Mal geboren worden am 26.3.2017 und lebe jetzt in meiner neuen Identität in Jesus Christus.

In diese Identität hinein zu wachsen ist ein lebenslanger Prozess, doch durch die Taufe und durch die Erfüllung mit dem heiligen Geist wird definitiv etwas verändert. Ich bin erfahren in vielerlei spirituellen Zuständen (Kundaliniaufstieg, mystische Erfahrungen , Erwachen) und glaubte lange, ich wisse schon alles. Doch es kam jetzt etwas Neues in mein Leben. Licht, Reinheit, Klarheit und ein neuer, spannender Weg.

Die Bereitschaft, in eine direkte Beziehung mit Jesus Christus einzutreten und sich ganz in Seine Hände zu begeben, verändert mich tiefgreifend. Natürlich sind da noch die alten Strukturen da, auch all die Erinnerungen, doch es fühlt sich so an, als sei in mir ein neues Wesen wach geworden, das ganz andere Werte hat. Im direkten Kontakt mit Gott, im Hinhören was Er will schmelzen alte Begriffe und Wertigkeiten dahin.

ER ist so voller Liebe für uns, Er wartet so sehr darauf, dass wir uns an Ihn wenden. Er ist bereit uns alles zu vergeben, wenn wir Ihm bekennen und umkehren. Bekennen und umkehren wovon? Davon, dass wir alles angebetet haben, nur nicht Ihn persönlich. Dass wir vor Buddha gekniet haben statt vor Ihm. Dass wir Gurus und Heilige vergöttert haben anstatt Ihn. Ihn, der doch der Schöpfer ist, der uns gemacht hat, der alles erhält und pure Liebe ist und so gerne mit uns zusammen sein will.

Der PERSÖNLICHE Gott. Ja.

Alles in meinem Leben war dazu angetan, diesen persönlichen Gott zu vertreiben, und das wo er doch meine erste Kinderliebe war… „Werdet wie die Kinder…“ heißt es. Und es ist wahr.
Gott wirkt in den Herzen der Menschen. Kinderherzen sind wirklich rein, und erwachsene Herzen können auch wieder rein werden. Alles was das Herz verschließt ist nicht von Gott.

Als ich 18 Jahre alt war und eine Freundin im gleichen Alter tödlich verunglückte, stieß ich Gott ganz aus meinem Leben hinaus. Nichts mehr. Nada. Weg damit. Es folgten Jahre der Depression. Und viele, viele Jahre des Herumirrens. Zwei Themen bestimmten mein Leben: die Suche nach dem richtigen Mann, der mein inneres Loch stopfen sollte, und die Suche nach Gott. Den persönlichen Gott hatte ich verstoßen, doch ich konnte nicht ohne Sinn sein, also suchte ich nach einem spirituellen Gott und seinem Gottesfunken in mir, nach Erleuchtung, nach Erwachen, nach Auflösung. All das fand ich, doch ich wurde nicht glücklich damit, sondern ganz im Gegenteil. Es raubte mir das Wertvollste: das Ich und meine Entscheidungsfreiheit. Es brachte Fatalismus, Antriebslosigkeit und Sinnlosigkeit. Und die Strukturen des alten Ego blieben trotzdem voll erhalten.

Der persönliche, der WAHRE Gott will gar nicht, dass wir uns auflösen! Er will, dass wir unseren freien Willen benutzen, um uns Ihm endlich zu nähern, um Ihn zu verherrlichen. Was heißt „verherrlichen“? Nach Seinem Willen leben, Ihn immer wieder fragen was Er will und es tun. Seine Wege gehen statt unsere und uns mit Menschen zusammen tun, die Ihn auch lieben und ihr Leben nach Ihm ausrichten.

Nahezu alles in dieser Welt ist dazu angetan, uns davon abzubringen, auch die Spiritualität. Ich habe über 40 Jahre Irrwege hinter mir. Der Sinn, den das Erwachen gab, war trügerisch. Der Glaube, es sei immer richtig, dem Offensichtlichen zu folgen, erwies sich als völlig falsch. Das Offensichtliche ist das Einfachste, es ist jedoch nur selten das was Gott will. Gott verfolgt meist andere Pläne. Er möchte vor allen Dingen gefragt werden, um Rat, um Hilfe… Er möchte an unseren Leben beteiligt sein – weil Er uns liebt.

Und welches Aha-Erlebnis: in der Hingabe an Ihn wandeln sich endlich die Strukturen des alten Ego. Sie werden plötzlich weich und fließend. Gott verwandelt die Herzen, wenn wir Ihn einladen und an uns arbeiten lassen. Aus Härte wird herzliche Wärme, aus Selbstverteidigung Offenheit, aus Angst wird Hoffnung, aus Hass Liebe.

Glaube, Liebe und Hoffnung – die größte von ihnen aber ist die Liebe. Glaube an Gott, Liebe zu Gott und Hoffnung auf Gott. Diese Drei sind die Treppenstufen, die zu Ihm führen. Gebet zu Ihm im tiefen Glauben, die Hoffnung auf Ihn öffnet die Augen, lässt uns hinwenden zu einem übergeordneten Wesen, dass IN UNS wirkt, und dessen Wirkung offen sichtbar wird. Heilungen geschehen, Schmerzen hören auf, Allergien lassen nach. Traumata werden geheilt, denn Gott als Vater steht immer bereit um zu trösten und uns anzunehmen – so wie wir sind.

Dieser Gott ist gütig, ist liebevoll, von unendlicher Weisheit. Seine Weisheit finden wir in der Bibel, sie ist tatsächlich Gottes Wort.

Wir sind vom Intellekt verseucht, vom wissenschaftlichen Denken. Es ist uns peinlich, einem Weltbild zu folgen, das von Himmel und Hölle spricht, von Gott und satan. So etwas kann ein aufgeklärter Verstand doch nun wirklich nicht mehr glauben! Doch wer tiefer in den Glauben eintaucht und vor allem in eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus, dem werden die Augen aufgehen.

Die Reinheit Gottes können wir für uns und in unserem Leben niemals erreichen, dafür sind wir zu sehr geprägt von üblen Strukturen. Doch wir dürfen Ihm alles sagen, alles beichten, alles hingeben im Vertrauen auf Ihn. Und immer dann, wenn wir dies tun, ändert sich etwas, geschieht etwas, denn Gott tut und verwandelt. Er ist in seinem Wirken spürbar. Es gibt zahllose Zeugnisse von Menschen, die tiefgreifend von Gott verwandelt wurden und deren Leben sich zum Guten gekehrt hat und sich weiter positiv verändert.

Ich bin froh sagen zu können, dass es mir genauso geht.

GrößenänderungGhislaine de Feligonde

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