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Archive for the ‘Nachfolge’ Category

»Der Herr ist König!«Fest gegründet ist die Erde, sie wird nicht wanken. Und der Herr wird für alle Völker ein gerechter Richter sein. 11 Der Himmel soll sich freuen, und die Erde soll jubeln, rauschen soll das Meer mit allem, was in ihm lebt. 12 Die Felder sollen in Jubel ausbrechen mit allem, was auf ihnen wächst! Auch alle Bäume im Wald sollen jauchzen, 13 wenn der Herr kommt! Ja, er kommt, um auf der Erde Gericht zu halten. Er wird die Welt gerecht richten und über alle Völker ein Urteil sprechen, durch das sich seine Wahrhaftigkeit zeigt.

Psalm 96

Ruhe

Die Welt scheint still zu stehen. Der Himmel ist stahlblau, kein Wölkchen, kein Kondensstreifen ist zu sehen. Die Stille ist laut geworden. Vogelgezwitscher erfüllt die Luft – so viel lauter als früher. Und die Vögel scheinen mehr geworden zu sein… Sie jubeln in den Lüften – zu wem jubeln sie?

Die Äste wiegen sich im kalten Wind – die Welt hält die Luft an. Es ist ein übernatürlicher Frieden da. Kein Flugzeug in der Luft, kaum Autogeräusche, kaum Menschen auf der Straße, nur in die Natur treibt es jetzt viele heraus. Alles scheint wie erstarrt, die Menschen, viele gebannt in Angst. Ein unsichtbarer kleiner Dämon jagt ihnen Angst und Schrecken ein. Er könnte überall lauern, besonders wenn Menschen sich nahe kommen – also Distanz.

Jetzt haben wir die Gelegenheit, tief durch zu atmen und ganz direkt zu erleben, wie sich das Leben vor hundert Jahren angefühlt haben muss – ohne Ablenkung durch all die vielen Möglichkeiten, die wir heute haben. Ohne Ablenkung durch Reisen, Sport, Feiern, Kultur, Konzerte, Menschenmassen… Man ist auf sich selbst geworfen – und kann endlich einmal nachsinnen über das Leben.

Das was wir jetzt erleben, diese Stille und Schönheit der reinen Natur, der plötzlich klarer werdenden Gewässer, des sauberen Himmels, der plötzlich so guten Luft, die sich atmet wie Nahrung… Das ist die Schöpfung eines einmaligen Gottes, der uns einstmals in ein solches Paradies gesetzt hat. Der uns Land gegeben hat und alles unter unsere Hoheit setzte, damit wir es hegen und pflegen, damit wir es lieben und mit Weisheit – gemeinsam mit Ihm, diesem großartigen Gott – verwalten.

Sein großes JA zur Schöpfung, Sein Wort hat all das geschaffen, und jetzt ist die Liebe spürbar – mehr denn je! Gott hat uns eine Atempause geschenkt! Er hat die Welt angehalten. Nur ein Gott kann das tun, es ist in Seinem Plan!

Jetzt ist eine Zeit, in der sich jeder tief besinnen kann auf das Eigentliche. Auf das Wesentliche. auf den Sinn seines Lebens.

Wir haben einen guten Gott, einen Gott, der nichts mehr liebt als den Menschen! Einen Gott, der all Seine Güte über uns ausschütten möchte – der dringend sucht nach Seinen Kindern, nach denen, die Ihn wirklich annehmen als König, als Leitfigur, als einzigen, unbeschreiblichen, gütigen, liebenden Gott. Er wartet nur darauf, dass Er Seine Güte in den einzelnen Leben zeigen kann. Und Er tut es ja bereits in all den Leben derer, die ihr Leben Ihm bereits gegeben haben. Doch Er möchte es allen Menschen zeigen, wie gut Er ist, wie sehr Er uns liebt.

Doch Gott ist nicht gewaltsam. Das Besondere am Menschen, das was ihn Gott-ähnlich macht, was Ihn in Sein Bild stellt – das ist sein freier Wille. Das ist einmalig in der Schöpfung. Engel haben keinen freien Willen, Dämonen auch nicht, doch der Mensch, der hat ihn! Und er soll ihn einsetzen, FÜR GOTT!

Er soll nachdenken, er soll sich fragen: spüre ich Gottes Liebe in meinem Leben? Wendet sich immer wieder alles zum Guten? Bin ich überwiegend gesund und gut versorgt? Hat Gott in meinem Leben den Raum, der Ihm gebührt? Wende ich mich mit meinen Problemen an Ihn? Steht Er an erster Stelle in meinem Leben? Lasse ich mich von Ihm führen? Höre ich hin was Er mir sagt und folge ich dem? Und: bin ich sozial gut eingebunden in eine Familie oder familienähnliche Strukturen? Gibt es Menschen, denen ich nicht egal bin, die mich annehmen und Vergebung leben? Bin ich also aufgehoben in einer Gemeinschaft und getragen von Gott? Komme ich immer wieder in Frieden durch Seine Hilfe? Rede ich überhaupt mit Gott? Lade ich Ihn in mein Leben ein? Ist Er mir nah? Und wessen Willen tue ich jeden Tag – Seinen oder meinen?

Kann ich spüren und sehen wie Er in meinem Leben wirkt? Erlebe ich, wie Er täglich meine Gebete erhört, ja auch im Kleinsten? Folge ich Seinen Geboten? Bin ich als Sein Kind gehorsam den Regeln, die Er liebt und in Seiner Weisheit für uns erdacht hat? Wenn wir das nicht können – kein Problem! Gott hilft uns dabei. Er ist kein strenger Gott, wenn Er weiß, dass wir in Seiner Spur laufen WOLLEN. Da zeigt Er Seine Güte und Geduld. Und er hilft uns auch dabei, Seine Regeln zu verinnerlichen, denn Gott verändert den Menschen. Und zwar zum Guten!

Brauchst du das nicht? Bist du schon von dir aus gut? Kannst du das wirklich, dich ganz allein zum Gutsein zu erziehen? Bist du gütig, hilfreich, liebend, sanft, langsam zum Zorn und übst du täglich Vergebung und auch Unterordnung unter Ihn – die gute, höhere Macht?

Der Mensch ist ein soziales Wesen, und im Grunde sehnen wir uns alle nach einem guten König, der uns sagt, was wir tun sollen und wie. Und wir haben das Glück, dass es diesen König gibt, der uns in Sein Königreich aufnehmen möchte. Ein Königreich, in dem Liebe herrscht und Gemeinschaftssinn, in dem geteilt wird, und indem es nur ein Zentrum gibt: Gott Vater und Jesus Christus. Wie eine Sonne schenkt Er alles, und die Kinder strahlen Liebe und Dankbarkeit zurück. Gott liebt Dankbarkeit, Er liebt es, geliebt und gelobt zu werden – und Sein Herz geht weit auf, wenn dies geschieht.

Ich finde es gut, wenn jetzt viele Menschen zum nachsinnen kommen und sie sich einige Fragen stellen.

Diese Welt ist von uns kaputt gewirtschaftet worden – Gott und nur Gott könnte uns helfen dabei, sie wieder in einen besseren Zustand zu versetzen, wenn wir lernen auf Ihn zu hören und Ihm zu folgen. Wer ist weiser als Gott? Wer weiß besser, was wir und diese Erde brauchen? Niemand. Wir sollten sein Angebot nicht ausschlagen, uns Ihm hinzuwenden. Wer weiß wie lange dieses Angebot noch steht?

Die Bibel spricht von der Endzeit, in der noch die letzten Treuen gerufen werden, die im Buch des Lebens stehen. Und wenn die Zahl erfüllt ist, kommt eine schwere Zeit für uns alle – bevor dann Jesus eines Tages zurück kommt. Zahllose Prophezeiungen der Bibel haben sich bereits erfüllt, auch diese wird sich erfüllen. Glaube es, oder nicht, das ist nicht wichtig, doch es würde nicht schaden, damit anzufangen in der Bibel zu lesen, wenn du noch nicht viel über Gott weißt.

Dort findest du Seinen Charakter beschrieben. Das neue Testament ist leichter zu verstehen, vielleicht beginnst du erst mal damit. Um das alte zu verstehen braucht man einen tieferen Blick und eine gemeinsame Strecke mit Gott. Doch alles öffnet sich nach und nach…

Sprich mit Gott, rufe Ihn an. Nutze die herrliche Stimmung in der Natur, die Einsamkeit, atme die Schönheit dort tief ein, frage dich, ob du wirklich, wirklich ohne einen Gott leben kannst, und frage vor allem dein Herz! Bist du voller Angst, oder Härte, voller Stolz, glaubst du noch immer, du bist der Herr deines Lebens? Ist dein Herz rein? Oder brauchst du nicht einen Gott, der es rein macht? Gott will das – nichts lieber als das! Du musst nicht bereits rein und fertig sein, das ist Sein Job! Aber zeige Ihm, dass du umkehren willst von dem Alten und mit Ihm neu beginnen. Lass die Sehnsucht sprechen und zeige Ihm deine Wunden, öffne dich Ihm und lass Ihn hinein. Füge Ihn nicht hinzu wie einen Götzen, sondern sei dir bewusst, mit wem du es da zu tun hast. Er ist gewaltig, groß, gütig, herrlich, heilig, ein reinigendes Feuer und gerecht. Deshalb fordert diese Gerechtigkeit, dass du deine Fehler bekennst und bereust. Dass du einsiehst, dass du dein Leben auf dem Holzweg verbracht hast und eigenmächtig warst, ohne Liebe zu deinem Schöpfer.

Wir kommen mit unserer Eigenmächtigkeit nun allmählich an ein Ende. Es hat zu nichts Gutem geführt. Wir erleben den Exzess des Egoismus in dieser Welt überall. Die Superreichen werden sich auch an diesem Absturz noch bereichern, so lange bis es knallt. Aber nicht nur die Superreichen sind egoistisch, wir alle, jeder sucht zuerst seinen Vorteil und seinen Gewinn. Wir können keine guten Menschen sein ohne Gott. Er will uns durchweben und umgestalten in Sein Bild. Das ist der Plan, ein genialer Plan – und ganz und gar abhängig von unserer individuellen Entscheidung.

Rede mit Ihm, und bitte Ihn in dein Leben – aus ehrlichem Herzen. Wenn du wirklich umkehrst und bereit bist, Ihn kennen zu lernen und Seinen Willen zu tun anstatt deinen, wird Er dir antworten. Such dir Menschen, die dir dabei helfen können, die bereits Erfahrung damit haben, aber schau genau, welche Menschen dies sind und wen sie wirklich verherrlichen. „An ihren Früchten werde ihr sie erkennen.“

Gottes Segen sei mir dir!

Foto: Pixelio Image ID611268 von Rainer Sturm

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Gottes Hand und die Hand des Menschen berühren sich fast
Gott und Mensch berühren sich fast

Immer wieder habe ich davon geschrieben, dass Gott einen Charakter hat mit menschlichen Zügen. Natürlich und unbestritten ist Gottes Grundausstrahlung: Liebe, denn ohne Liebe gäbe es dieses Universum und uns nicht. Und ohne Liebe wäre Gott nicht so geduldig und langmütig mit uns. Ohne Liebe hätte Er Seinen Sohn nicht zu uns geschickt und als Mensch geopfert, um uns zu retten. Dennoch hat Gott auch in Seiner Heiligkeit, Herrlichkeit und Gerechtigkeit geradezu menschliche Züge und Gefühle wie Zorn, Eifersucht, Traurigkeit. In der Bibel finden wir jede Menge Stellen, in denen die Rede davon ist.

Oft, wenn ich in diesem Blog von Gottes Charakter geschrieben habe, warf man mir die „Vermenschlichung Gottes“ vor. Gott könne so etwas gar nicht haben, sonst wäre Er ja wie ein Mensch. Was wäre Er dann noch für ein Gott? Doch ich kann nur sagen: Er hat die Welt geschaffen, kannst du so etwas? Du Mensch? Also ich kann’s nicht! Ich vermenschliche Gott nicht. Jesus selbst nannte Gott Seinen Vater. Mir hilft diese Erkenntnis, Ihn durch meine menschlichen Augen zu betrachten (andere habe ich nicht), Ihn besser und tiefgründiger zu verstehen. Und es hilft mir dabei, mit Ihm in eine direkte, persönliche Beziehung zu treten. Er ist mein Papa, mein großer Bruder, mein heiliger Schöpfer, anbetungswürdig, und alles in Einem.

Unsere heutige Gottesvorstellung ist mehr von östlichen Religionen und Philosophien geprägt als vom Christentum, und so setzt sich mehr und mehr die Vorstellung von Gott als einem unpersönlichem Gott durch, als Bewusstsein, Quelle, Sein etc… Und im Gegenzug halten wir uns selbst für Wesen, die wesensgemäß an diesem Gott Anteil haben. Und weil wir Gott auf etwas Energie-ähnliches reduzieren, glauben wir, selbst mit schöpfen zu können, uns selbst heilen zu können, uns selbst erlösen zu können.

In Wirklichkeit haben wir jedoch nur Anteil an Seiner Schöpfung – nicht an Seinem Wesen selbst. Und alle echten und dauerhaften Arten von Heilung und Erlösung kommen in Wirklichkeit von Ihm und nicht aus uns heraus.

Wir setzen uns hin, in Meditation, und meditieren für den Weltfrieden, ohne an den Schöpfer als das zu glauben – was Er ist. Wir glauben an einen Schöpfer, der irgendwie Liebe ist, irgendwie gnädig und irgendwie gut, doch wir sehen in keinster Weise, dass er uns beurteilen könnte und wir eventuell bei genauerer Betrachtung durchfallen könnten! Statt dessen bilden wir uns ein, selbst den Weltfrieden erzeugen zu können, ohne Gott, den echten Gott, mit einzubeziehen. Wir bitten Ihn nicht etwa um Frieden, sondern wir gehen in der Vorstellung ran, anteilig selbst Gott zu sein, und denken, Er müsse selbstverständlich unserer Meinung sein. Schließlich ist Weltfrieden ja etwas Gutes. Niemand kommt auf die Idee, Gott zu fragen, was Er eigentlich will von uns! Ja, man spricht Ihm damit sogar jeden Willen ab. Hat Er einmal Ja zur Schöpfung gesagt, wird Er auch dabei bleiben. Hoffentlich…

Doch der Weltfrieden hängt von jedem Einzelnen ab und noch viel mehr davon, wie seine persönliche Beziehung zu Gott aussieht (zum echten Gott) und nicht davon, wie viele Stunden wir für dieses oder jenes – auch in bester Absicht – meditieren.

Wie viele tausend Male steht in der Bibel, dass Gott Götzendienst hasst? Und dass Er diejenigen als Fremde oder gar Feinde ansieht, die Götzendienst betreiben? Götzendienst ist alles was andere Wesen anbetet und verherrlicht als göttlich. Dazu zählen alle Arten von Statuen, Göttern, Buddhas, aber auch jenseitige Meister, Heilige, Madonnen, Geistführer, ja auch Engel. Unsere Wahrnehmung ist sehr beschränkt, deshalb scheint es für uns nur dann offensichtlich zu sein, dass etwas schief läuft, wenn Menschen den Dunklen persönlich anbeten (bis auf diejenigen, die meist aus Rebellion gegen Gott ganz bewusst und absichtlich die sog. Gegenseite anrufen).

Übrigens, nur nebenbei: die „Gegenseite“ ist nicht die Gegenseite, also nicht etwa „hier Gut, da Böse“, sondern Gott ist souverän und steht total über jeder sogenannten „Gegenseite“. Der Widersacher ist eine Schöpfung Gottes, er ist ein Geschöpf, war einstmals ein Engel des Lichts. Doch er wurde gierig und fiel, wurde von Gott auf die Erde geworfen, er ist kein Gott! https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6llensturz Und er hat nicht den Funken von der Macht, die Gott hat. Er ist nur ein Nachäffer und einer der sich gerne aufbläht und Menschen Angst macht.

Gott hat also Gefühle, und gleichzeitig liebt Er den Menschen mehr als alles Andere. Der Mensch ist für Ihn das Nonplusultra, Er liebt Ihn über alles! Deshalb ist Er geduldig und wartet noch immer ab. Doch die Zeichen für die sogenannte „Endzeit“ mehren sich. Welche Chance haben wir also, noch, um Gott für uns zu gewinnen?

Jetzt in Zeiten der steigenden Angst vor der angeblichen Epidemie Corona fällt immer mehr Menschen das Beten ein. Aber, bitte, was ist das für eine Haltung Gott gegenüber? Wir leben unser Leben wie es uns gefällt, und wenn Notzeiten kommen, dann soll Er uns doch bitte helfen? Mit welchem Recht erwarten wir denn Hilfe, wenn wir unser ganzes Leben ohne Ihn verbracht haben und es selbst dann noch weiterhin tun, wenn wir gebetet haben?

Gott ist gerecht – im Positiven wie auch im Negativen. Er entscheidet souverän und unbestechlich. Es bleibt und blieb Ihm nichts verborgen. Er liebt uns und wartet auf uns, doch sicherlich nicht unendlich lange. Während wir vor Buddhas oder hinduistischen Göttern nieder knien und für den Weltfrieden beten und glauben, das sei doch sicher eine gute Sache, währenddessen steht schon seit tausenden von Jahren in der Heiligen Schrift, dass Gott das hasst – denn Er möchte die Ehre bekommen, die Ihm zusteht!

Ein genialer Schöpfer hat diese Erde geschaffen – mit seiner unfassbaren Intelligenz, die wir durch die inhärente Schönheit wahr nehmen können, und hat sie uns Menschen zur Verfügung gestellt. Er hat uns Körper gegeben, die wir bis heute nicht bis in alle Tiefen verstehen können, deren Teilchen bis ins Klitzekleinste mit genialer, gegenseitiger Abhängigkeit voneinander und miteinander funktionieren. Selbst die Sandkörner sind gezählt, heißt es in der Bibel. Ein Uhrwerk ist wirklich nichts dagegen – und dann kommen wir daher und bilden uns so viel auf unsere Wissenschaft und unsere neuzeitlichen Erfindungen ein! Doch ohne Gott gäbe es weder Elektrizität noch Atomkraft, noch Flugzeuge, Raketen oder sonst irgendetwas. Ohne Ihn wäre hier alles, dunkel, öde und leer.

Aber wir gehen hin und beten Buddhas etc. an.

Gott schuf uns in Seinem Bilde – so steht es in der Schrift! Gott schuf uns ursprünglich als Pendant, als Gegenstück, als geplante Geliebte, Braut, als Beziehungspartner für IHN. Wir sind Wesen mit Gefühlen, Emotionen, Verletzlichkeit, Sehnsucht, wir sehen uns nach Liebe, nach Seiner Liebe! Gottes Liebe ist die Ursache der Schöpfung, deshalb brauchen wir sie so sehr! Und deshalb werden wir niemals wirklich glücklich sein, solange wir nicht wissen, dass wir persönlich von Ihm geliebt werden. Seine Liebe zu uns brauchen wir mehr als alles Andere, nicht nur als Idee, sondern ganz konkret in unseren Herzen. Und zwar nicht nur als Energie – sondern auf eine zutiefst persönliche Weise! Ja, ich möchte als Diejenige, die ich bin, mit allem was in mir ist, von Ihm geliebt sein.

Und Gott hat so lange gewartet, bis ich mich vor Ihm gedemütigt habe, bis ich allem anderen abgesagt und den Rücken gekehrt habe, bis er mich endlich, endlich annahm und rettete aus dämonischer Bedrückung.

Drei Jahre sind es jetzt her, und all die Schatten, die mich früher in Minderwert, Selbstanklagen und Depression geführt haben, kamen nicht mehr zurück. Und wenn da noch ein Anflug kommt, so weiß ich genau, wie und was ich beten muss, um wieder in die Reinheit und Güte meines Gottes zu kommen, in Seine Hand, total geschützt und geheilt und vor allem: geliebt.

Wir können Gott gar nicht vermenschlichen, weil Er nun mal Gott IST und bleibt! Und wir können auch den Menschen nicht vergöttlichen, weil er nun mal Mensch IST und bleibt. Die Frage ist allerdings: bist du ein Mensch, der mit Gott geht (dem echten)? Oder bist du ein Mensch, der gegen Gott geht? Denn – auch das steht in der Bibel:

Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir Menschen für Gott gewinnt, der führt sie in die Irre.

Matth. 12, 30 (Ü. Hoffn. für alle

Ich will jedoch diesen Vers nicht aus dem Zusammenhang reißen, denn Jesus sagte dies im Zusammenhang mit den Pharisäern, die behaupteten, er, Jesus würde Dämonen mit Dämonen austreiben, und dies war insbesondere, weil die Pharisäer ja Gelehrte der Schrift waren, besonders verwerflich aus Seiner Sicht.

Ich denke nicht, dass Gott in dieser Art alle Menschen Schwarz-Weiß sieht. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass dieser Gott ein gnädiger Gott ist, der jeden Einzelfall genau betrachtet. Doch unsere Ignoranz und Rebellion Ihm gegenüber wird ganz sicher Folgen haben!

Es mag sein, dass in der Bibel vieles Schwarz-Weiß aussieht, will sie doch die Menschen aufrütteln und ihnen Wegweisung geben. Wir haben jedoch kein anderes Buch als die Bibel, das uns Auskunft über den Charakter Gottes gibt. Der Gott der Bibel, unser Schöpfergott ist ein Gott der Liebe, und Er möchte uns in Sein Bild verwandeln. Nur mit einer reinen Braut, die Gott ähnlich ist, kann Er gehen. Wir könnten Ihm viel ähnlicher sein als wir es sind. Doch dazu müssen wir uns Ihm anheim geben, uns ganz Ihm zuwenden, das befolgen was Er möchte und das lassen was Ihn kränkt.

Die Hierarchie – hier Mensch – da Gott – ist Realität. Wir können sie nicht aufheben, und sie zu verleugnen ist unfassbar arrogant. Wir erheben uns in unserem Stolz über Gott wie einst der Dunkle… was soll dabei heraus kommen? Die Folgen sehen wir in unserer Welt, und sie werden schlimmer werden. Aber wir glauben immer und immer wieder und immer noch, alles besser zu wissen als Gott, und Ihn nicht zu brauchen…

Irgendwann wird es ein Erwachen geben müssen, und glücklich alle die, die vorher schon wach geworden sind. Ich denke nicht, dass Corona wirklich so gefährlich ist, wie alle behaupten. Nicht mehr lange, und es wird einen Wirkstoff geben. Jedoch sehen wir an den Auswirkungen, wie fragil unsere Strukturen sind und wie leicht wir zu erschüttern und zu verängstigen sind. Corona-Drohung ist in meinen Augen so etwas wie ein Warnschuss vor den Bug, aber noch relativ harmlos. Nur die Reaktionen sind sehr heftig.

Mal sehen was als Nächstes kommt… Wenn man sich schon nicht aus Liebe Gott zuwendet, dann vielleicht aus Angst… aber ich weiß nicht, ob Gott diese Motivation gefällt…

…vermutlich nur dann, wenn die Umkehr aus ehrlichem Herzen geschieht, wenn also echte Buße und Umkehr geschieht und jemand sich wirklich vor Ihm beugt – dann wird Ihm das sehr gefallen! So wie wir uns freuen würden, wenn unser Geliebter sich für seinen Fehler entschuldigt und ehrlich davon umkehrt, sich neu für uns entscheidet und einen Neuanfang wagt. Wenn sich unser Geliebter vor uns demütigt und entschuldigt, kann unser Herz nicht hart bleiben, und jeder der liebt, wird weich und sanft werden und vergeben.

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Heute Nacht, als ich nicht schlafen konnte, fragte ich Jesus, ob es wirklich sein könne, ob es wirklich, wirklich wahr sei, dass all die Menschen verloren gehen, die nicht den Weg über Ihn, Jesus Christus, die Person, wählen (ich komme aus 40 Jahren Spiritualität und bin erst seit 2017 bekehrt) Und Er antwortete:

Warum bin ich denn sonst gekommen? Gott hätte nicht Mensch werden müssen, wenn dies nicht notwendig gewesen wäre. Niemand kommt zum Vater denn durch mich. Ich kam als Mensch, damit diejenigen noch gerettet werden, die wirklich umkehren wollen von ihrem falschen Weg.

Es gefällt meiner alten Natur nicht, dass das wirklich die Wahrheit ist, es fällt mir schwer, das zu vertreten und wirklich dahinter zu stehen. Eine andere Antwort wäre mir lieber gewesen. Es ist ja so unpopulär. Doch wenn Jesus das sogar selbst zu mir sagt: wie könnte ich dem noch widerstehen? Zumal es auch noch mit der Bibel übereinstimmt?

Es verschließt mir mehr und mehr den Mund, bzw. lässt mich fein auswählen, wem ich etwas sage und wem nicht und vor allem: was. Die Wahrheit erzeugt Ablehnung. Und es fällt auch mir schwer, Ablehnung einzustecken. Alles Fleisch lehnt sich auf gegen die Wahrheit. Wird mein Fleisch (die alte Natur, das gottlose Ego) angetastet, steht alles in mir auf und bringt tausend Argumente gegen die Wahrheit. Das ist überhaupt DAS Symptom dafür, dass die Wahrheit wahr ist – wenn diese alte Natur in mir aufsteht und dagegen redet.

Mein gottloses Ego will nicht sterben, der Geist aber, der in mir wohnt, kennt die Wahrheit und kann sie trotzdem aussprechen. Ich setze täglich die Wahrheit gegen die Lüge. Und es tut der Seele so gut sie zu hören. Sie lauscht andächtig und wartet, bis sie ausgesprochen ist. Und oft muss sie zustimmen, zumindest akzeptieren. Und wenn Jesus der Herr meines Lebens ist, und das ist Er, hilft Er mir, danach zu leben. Und Er beruhigt meine Seele wieder mit Seiner unvergleichlichen Liebe und Seinem Frieden.

Die Gedanken von Auflehnung gegen die Wahrheit erkenne ich und bringe Sie zu Ihm ans Kreuz. Sie dürfen mich nicht bestimmen. Das haben sie mein Leben lang gemacht und mein Leben damit verdorben – doch damit ist Schluss.

Verrückte Welt

Paragraph

Die Welt wird immer verrückter. Seit gestern ist es auch in Deutschland erlaubt, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der offizielle Grund ist, dass der freie Wille nicht vom Staat beschnitten werden darf. Was für Konsequenzen eine solche Gesetzgebung haben wird, darüber macht sich kaum jemand Gedanken. Der freie Wille des Normalmenschen ist nicht frei, sondern geprägt von Dämonen. Es wird in Zukunft viel mehr Suizide geben, weil es so leicht gemacht wird, und weil wir geneigt sind, unsere negativen Gedanken zu glauben. Es wird einem ein Giftcocktail hin gestellt, man musst ihn nur trinken. Das gefällt satan, da feixt er, da kriegt er wieder Personal…

Solche Dinge machen Gott wütend und traurig. Gott ist das Leben. Der Mensch fördert den Tod. Die Dämonen haben nichts anderes im Sinn, als den Egoismus des Menschen bis zum Exzess und zur letzten Konsequenz aufzustacheln, so dass man sich für alles das Recht nimmt. Man entscheidet über Leben und Tod. Gott hat nichts zu sagen.

Wer sich umbringt hat den Tod gewählt und nicht das Leben. Und zwar ein für alle mal. Es ist eine Entscheidung, die den eigenen Willen über den Gottes stellt. Unsere Gesellschaft ist ohnehin davon geprägt, dass des Menschen Wille über dem Gottes steht. Das ist modern, und es kommt den Menschen komisch vor, wenn jemand dagegen redet. Wir haben kein Vertrauen in Gott, sondern vertrauen nur uns selbst.

Dabei….

…kam Gott als Mensch auf die Erde. Er kam mit einem Auftrag, nämlich dem, uns ein Rettungsanker zu sein. Wow, er hat sich in einen verletzlichen Körper begeben, der Schmerz empfinden kann und die ganze Gefühlspalette. Und Sein Geist war so groß, dass Er das Schrecklichste in Kauf nahm, um als Derjenige erkannt zu werden, der die Prophezeiungen der Schrift erfüllt.

Er hatte erkannt, dass Er Derjenige ist, welcher… und Er ging zu Johannes, um sich taufen zu lassen – und anschließend in die Wüste, um sich von satan versuchen zu lassen. Und Er widerstand Ihm.

Und Er wusste, dass Ihn die Liebe zum Vater und Seine Botschaft das Leben kosten würde – das menschliche Leben im Körper. Jesus ist nicht freiwillig gestorben, Er ging vorher zum Vater beten.Er schwitzte Blut und Wasser vor Angst.

Und Er fragte, ob dieser Kelch nicht doch an Ihm vorüber gehen könne. Die Wut der damaligen Religiösen richtete sich hemmungslos auf Ihn, weil Er nicht in ihr Konzept passte, ja weil Er gefährlich für sie war, weil Er zeigte, dass sie auf dem Holzweg waren. Statt umzukehren und Ihn zu erkennen, sich von Ihm belehren zu lassen brachten sie Ihn um.

Das steht symbolisch für das was heute Tag für Tag auf der Welt geschieht. Täglich wird Gott umgebracht. Alles mögliche erklären wir selbst zum Gott, als anbetungswürdig und verehrungswürdig. Manche verehren Achtsamkeit wie einen Gott, oder Stille, Yoga, Erwachen, Gurus, Präsenz, Engel, die Madonna… oder den eigenen Körper – die Krankheit unserer Zeit: Schönheit, Reichtum, Popularität. Doch nichts von all dem ist Jesus wichtig. Aber uns ist es wichtig.

Jesus wäre wichtig, dass Menschen von ihrem hohen Ross herunter kommen und umkehren, dass sie sich beugen vor einem Gott, der sie liebt und lieben möchte… Gott als Person anzunehmen ist die einzige Möglichkeit, um in eine Beziehung mit Ihm zu kommen, die fruchtbar ist für unser Leben – genau gesagt: Ihn in den drei Personen anzunehmen, in denen Er mit uns in Kontakt treten möchte: als Vater, als Jesus Christus, als Heiliger Geist.

Geist – Austauschort mit Gott

Geist ist viel mehr als nur Achtsamkeit oder Bewusstsein oder Stille oder der sonntägliche Kirchgang. Der Geist ist der Austauschort mit Gott. Hier ist die Kommunikation mit Ihm möglich. Hier ist der Ort der Hingabe (nicht in der Seele), hier ist auch der Ort des Empfangens von Frieden und Liebe, von Segen. Dann, wenn der Geist auf Ihn persönlich ausgerichtet ist, in der Zwiesprache, im Hinhalten – am Lot der Bibel ausgerichtet, die eine Messlatte ist für die Wahrheit dessen was wir denken.

Lot, Messlatte

Facebook, Instagram, Blogs, Youtube… es wird so viel geredet. Womit wollen wir abgleichen was wir hören? Woher nehmen wir die Weisheit, nach der wir gehen wollen? Wir sind umher geworfen von Informationen und zahllosen Möglichkeiten. Wir picken uns überall etwas heraus und zimmern uns unser persönliches Weltbild. Und wir hoffen, dass es so richtig ist.

Doch da gibt es einen Gott, einen guten Gott, der es extrem gut mit uns meint, und nur das Beste für uns will. Er, Derjenige, der uns gemacht hat weiß am Besten was gut für uns ist, und Er möchte mit uns SPRECHEN! Doch Gott ist nicht bei Facebook oder Instagram. Er macht keine Videos und schreibt keine Blogs. Er möchte es PERSÖNLICH sagen, jedem Einzelnen – ins Ohr, in den Geist, in die Träume.

Doch dazu müssen wir eine Kehrtwendung vollziehen, innerlich. Weg vom alten Weg ohne diesen Gott, hin zu Ihm, um Ihm mehr zu vertrauen als uns, MEHR als uns selbst und: Jesus nachfolgen.

Das Vertrauen von Jesus in den Vater

Gott kam in Jesus Christus auf die Welt, um uns zu rufen. Jesus war beispielhaft für Vertrauen und Liebe zum Vater. Ein Mensch, der uns zeigt, dass auch wir Menschen das tun können was Er tat, dass auch wir Kinder Gottes sind, die Rettung brauchen durch die Hingabe an Ihn – selbst wenn es uns das Leben kostet. Treue bis in den Tod. Dabei ist es doch für uns noch komfortabel: wir müssen nicht wirklich physisch sterben, sondern nur den gottlosen Teil von uns hingeben in der echten Nachfolge Jesu. Einmal als endgültige Entscheidung, und dann immer wieder – bis dieser Teil Ruhe gibt.

Gott macht stark in der Schwäche. Welchen Mut, aber vor allem wie viel Vertrauen muss ein Mensch zu Seinem Vater haben, wenn Er sich abmetzeln lässt? Jesus vertraute auf die Schrift. Er wusste, dass Sie vom Vater inspiriert war. Und Er wusste, dass er wieder kommen würde, und dass Sein Opfer notwendig war.

Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet

2. Petrus 1, 21

Er wusste, dass Er derjenige war, der die Menschen aufrütteln sollte und dafür schließlich sterben würde. Dies war kein selbstgewählter Selbstmord, dies war die Erfüllung des Willens des Vaters. Es war die maximal mögliche Hingabe an Ihn.

Das Ende der eigenen Weisheit

Die Bibel kann nicht mit dem Verstand verstanden werden. Dazu braucht es das Herz und die Berührung Gottes. Sie ist nicht zum Verstehen da, sondern zum Glauben. Und der Glaube rettet. Und der Glaube führt zum Verständnis der Bibel. Glauben und Vertrauen folgen auf die Umkehr und Abkehr vom alten gottlosen Weg – hin zu einem Weg gemeinsam mit Jesus. Bei den meisten Menschen geschieht das erst dann, wenn das Ende der eigenen Weisheit erreicht ist, wenn man gescheitert ist. Dann kommt Jesus und hält Seine Hand hin, wenn man sich nach Ihm ausstreckt.

Es wäre schön, es wäre besser, wenn dies VOR dem Sterbebett geschieht, vor dem vielleicht selbst gewählten Suizid, bevor die Sterbehelfer kommen – dann wird auch noch die letzte Sekunde des Lebens wertvoll sein.

Fotos von Pixelio – Lot: Nr. 633043 von Rainer Sturm, Blutstropfen: Nr. 198049 von Katzensteiner, Paragraph: Nr. 496377 von Iwona Goldczyk

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In der Christenheit sind die meisten Christen der Ansicht, es sei genug, Buße zu tun, umzukehren und sich taufen zu lassen, und dann des Weiteren zu versuchen, alles möglichst richtig zu machen, um ein besserer Mensch zu werden. Wer jedoch Jesus nachfolgt wird mit der Zeit einsehen, dass wir dieser bessere Mensch nicht aus eigenem Bemühen heraus werden können, denn dazu brauchen wir unbedingt Gott. Versuchen wir es aus eigener Kraft, müssen wir in die Irre gehen, denn dann gehen wir ja wieder ohne Gott. Es geht nicht mehr darum, sich selbst auszuleben mit dem eigenen Bauchnabel als Zentrum, sondern es geht darum, den Willen Gottes zu erkennen, zu assimilieren und zu tun.

Gott will uns verändern, und zwar in das Bild Seines Sohnes. Dazu müssen wir uns damit einverstanden erklären und es Gott ausdrücklich erlauben, uns zu verändern. Das wird nicht ohne Schmerzen oder Probleme abgehen. Es ist ein langer Prozess, der unseren Charakter mehr und mehr verändert, aber seinen großen Lohn hat.

Gottes Erziehung

Wie arbeitet Gott an uns? Er schenkt uns Herausforderungen. Manchmal lässt er es richtig krachen zwischen den Menschen. Er schickt uns Menschen, die unser Blut reizen, die uns aufregen, unsere Knöpfe drücken, uns nervös machen, die genau die Schwächen haben, die wir keinesfalls ertragen können. So müssen wir erleben, dass wir noch keineswegs den Nächsten lieben wie uns selbst, dass wir noch keineswegs gut und untadelig sind. Wir hören unsere schwarzen Gedanken zu der Person, halten sie für wahr und geraten in eine Zwickmühle. Einerseits Sind unsere Emotionen aufgeputscht und voller Abwehr gegen Menschen, andererseits wissen wir genau, dass wir Gott gehorsam sein sollten, der doch in der Bibel (und auch in unseren Herzen) von uns verlangt einander zu lieben. So treibt Er uns in eine Entscheidungsnot hinein. Sollen wir uns von diesen Menschen trennen? Oder wie sollen wir mit unseren Gefühlen und Gedanken umgehen?

Er lässt uns die Wahl

Gott lässt uns die Wahl, und Er respektiert sie. Wir erleben dann allerdings auch die Folgen dieser Wahl, denn Trennungen, Parteiungen und Spaltungen verurteilt Er in Seinem Wort. Doch bevor wir uns entscheiden, sollten wir abwarten, das Gespräch mit Gott suchen und tief in uns gehen, um genauer zu erforschen, was Gottes Wille für uns wirklich ist, und auch, was die wahre Ursache unserer Widerspenstigkeit ist. Widerspenstigkeit besteht in den allermeisten oder sogar in allen Fällen aus Projektionen, die aus alten, schmerzlichen Erfahrungen als Schutzmechanismus aufsteigen.

Ablehnung und Trennung ist schon immer die Strategie des gottlosen Egos zum überleben. Meist kommt auch noch Stolz im Schlepptau. Wir tragen plötzlich wieder – getriggert durch das Verhalten eines Menschen – zahllose Urteile in uns und finden immer mehr am Anderen auszusetzen, je länger wir im Zustand der Ablehnung verharren. Je länger wir den negativen Gedanken zuhören, umso schlimmer wird es, um so höher wird die Mauer des Stolzes, und umso mehr glauben wir diese Gedanken.

Gott will uns verändern

Doch wir können den Anderen nicht ändern! Wir können noch so viel darüber nachdenken, warum er schuld ist, warum er blöd ist, warum er ein Idiot ist, warum das völlig inakzeptabel ist was er tut – wir können ihn nicht ändern. Wir können nur uns selbst ändern, und selbst das können wir nicht selbst tun, sondern wir müssen es Gott tun lassen. Der Weg ist Selbsterkenntnis! Wir gewinnen wir die? Wir sollten uns einige Fragen stellen: Sind wir in Übereinstimmung mit dem was Gott für uns will? Sind wir noch in der Spur der Bibel oder basteln wir uns gerade unsere eigene Wirklichkeit? Ist das alles wirklich wahr was wir denken und fühlen? Was ist die Wahrheit? Und vor allem: was ist Gottes Wahrheit dazu?

Wir brauchen den Heiligen Geist…

…um wirklich die Zusammenhänge zu verstehen, deshalb sollten wir Ihn einladen, uns von der Wahrheit zu überführen, uns in die Wahrheit hinein zu führen, mit uns zu sprechen und uns zu zeigen, wo wir falsch liegen. In tiefem Gebet, der Kommunikation mit Gott und im Abgleichen mit der Bibel werden wir erleuchtet und können plötzlich erkennen, wie falsch wir lagen. Wir sehen plötzlich, wie unfähig wir sind, wirklich Jesus nachzufolgen, wie schwach und ja, wie unrein wir sind. Welcher Pfuhl wohnt doch noch immer in uns aus Überheblichkeit und Stolz.

Auf diese Erkenntnis kann nur Buße folgen, Reue und Umkehr. Die Einsicht, wie unrein wir im Grunde sind, sowie die Ohnmacht, dies selbst zu ändern treibt uns mit Macht in Gottes Arme. Und wie bei der Geschichte mit dem verlorenen Sohn erleben wir das Unerwartete: Der Vater hat bereits auf uns gewartet und läuft uns entgegen.

Umkehr segnet

Das sind so kostbare Prozesse, die man allein im stillen Kämmerlein, aber noch besser vor Zeugen (Brüdern und Schwestern) erleben kann. Sind Andere dabei, so segnet unsere Buße und Umkehr auch sie und berührt ihre Herzen. Und die Einheit miteinander wird gestärkt im gemeinsamen Gebet und Erleben der Liebe Gottes. Wir dürfen jede Schwäche zugeben und uns ganz öffnen, wenn wir mit Menschen unseres Vertrauens zusammen sind, die ebenfalls Jesus nachfolgen. Die Rebellion weicht der süßen Gewissheit, dass Gott uns vergeben hat, dass Er da und wirksam ist. Denn unser Herz ist wieder weich geworden, und wir beginnen mit dem Menschen, den wir zunächst so sehr ablehnten, auf einer neuen Stufe in Liebe und Eintracht. Wir können dann auch ihn um Vergebung bitten und uns sozusagen neu verbrüdern.

Gott nimmt sich unserer an, Er tröstet uns und erfüllt uns mit Seiner Liebe und Seinem Frieden. Er liebt es, wenn wir unsere Schuld eingestehen und bekennen und uns Ihm überantworten.

Es geht also niemals darum, andere Menschen zu verändern oder zu belehren, sondern es geht immer nur um uns selbst und Gott, und sich selbst von Gott verändern zu lassen, sich Ihm hinzuhalten im Austausch, im Gebet, sich Ihm auszuliefern, Sein Wirken zu erwarten und auf Ihn zu hören.

Das gottlose Ego* darf gehen

Wenn wir dies immer wieder praktizieren, so geschieht es, dass das gottlose Ego* mehr und mehr stirbt und wir sanftmütiger und stärker werden in Ihm. Deshalb sagt Gott in der Bibel, wir sollen nicht nur das Wort hören und lesen, sondern danach handeln (Jak. 1, 22)! Tun wir dies so ähnlich wie eben beschrieben, ist das herrliche Geschenk die Aussöhnung mit Gott, mit dem betreffenden Menschen und vor allem mit uns selbst. Wir werden befreit aus dem Gefängnis der Bitterkeit, des Ärgers, des Vorwurfs, fühlen uns nicht mehr getrennt von Gott sondern jungfräulich und sauber.

Es wird wieder Anfechtungen geben, doch wir lernen mehr und mehr, wie wir ihnen begegnen können, worauf es ankommt und wo es hin gehen soll. Immer öfter erleben wir Gott in unseren Herzen und in unserem Leben, und die Beziehungen entspannen sich und werden leicht.

Gott liebt die Demütigen

Gott liebt die Menschen so sehr, und noch viel mehr wenn sie ihren Stolz ablegen und sich vor Ihm als ohnmächtig und schwach bekennen. Nicht um den starken Macker zu machen, nicht weil er machthungrig ist, sondern um uns zu verändern in das Bild Seines Sohnes, der diese Liebe lebte bis in den Tod. Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen wendet Er sich zu. (Jak. 4, 6) Warum ist das so? Weil Er sich nicht mit der Unreinheit verbinden kann. Heiligkeit kann nur Heiligkeit in sich einschließen. Deshalb bringt uns nur wachsende Reinheit näher zu Ihm. Wachsende Reinheit, die nur Gott schenken kann und nicht aus eigenem Können erwächst.

Die Tatsache, dass Gott die Demütigen liebt, wird von den meisten Menschen falsch verstanden und deshalb abgelehnt. Wir projizieren unsere schlechten Erfahrungen mit unseren Eltern und Autoritätspersonen auf Gott und denken, Er sei streng und hart. Wir lehnen uns gegen Ihn auf, weil uns nicht gefällt, was Er uns in unserem Leben vor die Nase setzt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Gottes Erziehung geschieht immer nur aus Liebe zu uns. Das kann vielleicht nur verstehen, wer das in der Tiefe erlebt hat. Doch es lohnt sich mehr als alles Andere, diesen Weg zu gehen, weil er in die Tiefe führt und eine wahre und dauerhafte Herzöffnung bewirkt. Gott klopft uns weich.

Weich, aber kein Weichei

Sich gegen Trennung und für Liebe zu entscheiden bedeutet nicht, dass wir uns alles bieten oder gefallen lassen müssen. Doch alles was wir sagen und tun, sollten wir mit Gott abgleichen, mit Seinem Wort und mit dem was wir von Ihm hören. Dann können wir authentisch und gerade und vor allem wahr sein. Wir dürfen beurteilen, sollten jedoch nicht verurteilen. Die harten Gedanken sollten wir für uns behalten und dem Herrn hin legen, es mit Ihm klären und nicht im Außen. In diesem Ringen mit einander und mit sich selbst können wir unseren Standpunkt finden, in dem wir letztendlich die sein dürfen, die wir sind, und der Andere der sein darf, der er ist. Wir lernen miteinander und aneinander. So schleifen wir uns auch aneinander – wie Rohdiamanten, die immer glänzender werden. Und wir finden Wege, wie wir einander nicht nur ertragen, sondern lieben können, ohne Hass, Ärger oder Stolz zu kultivieren und statt dessen immer wieder eines Herzens in Gott zu sein.

*Anmerkung: Mit dem Begriff „gottloses Ego“ ist nicht das Ego gemeint, das spirituellen Philosophien nach aufgelöst oder abgelegt oder transzendiert werden soll. Vielmehr ist der Teil der Persönlichkeit gemeint, der es von Geburt an mehr und mehr gelernt hat, sein Leben eigenmächtig und ohne Gott zu bestimmen, Entscheidungen nach egoistischen Motiven selbst zu treffen, ohne die höhere Instanz Gott zu fragen, oder ohne an Ihn als höhere Macht zu glauben. Dieses Verhalten hat unsere Persönlichkeit geprägt und ist schwer abzulegen. Es ist schwer, aber nicht unmöglich. Es geht also nicht darum, sich in etwas Höherem aufzulösen oder Ähnliches, sondern sich seiner gottlosen Verhaltens- und Denkstrukturen bewusst zu werden und diese bewusst vor Gott zu legen, um mit Ihm gemeinsam neue Wege zu finden.

Fotos von Pixelio.de: 788823-Burkhard Vogt/ 596322-Jorma Bork/

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Ich gebe zu, der Titel ist provokant, doch es brennt mir immer wieder unter den Nägeln, dieses Thema zu vertiefen. Denn ich kenne beides. Bei Jesus will ich bleiben und will diesen Weg weiter gehen, denn ich erlebe durch Ihn Frieden und Liebe.

Gesetzt den Fall

Gesetzt den Fall, es wäre wahr, dass es so etwas wie satan gibt, also eine finstere Macht, die mit allen Mitteln gegen das Licht kämpft… Gesetzt den Fall, es gäbe wirklich diesen Gegenspieler Gottes, der alles daran setzt, die Menschen von Gott abzuhalten, damit er selbst die Ehre einstreichen kann…

Gesetzt den Fall, es gäbe dieses Wesen wirklich, das sich als einstiger Engel des Lichts in Rebellion gegen den Schöpfer erhoben hat und seitdem die Menschen verführen will, so dass sie nicht mehr weiter nach Gott suchen… Gesetzt den Fall, all dies wäre wahr…. was wäre satans Strategie?

Er würde alles daran setzen, die Menschen davon zu überzeugen, es gäbe ihn, satan, gar nicht. Er würde sich unsichtbar machen. Und nicht nur das, er würde sich – wie es seinem Wesen entspricht – selbst an Gottes Stelle setzen, so wie es schon immer sein Plan war, und sich als Gott ausgeben.

Er würde uns Häppchen zuwerfen, z.B. eine oder mehrere Philosophien, die immer ein Körnchen Wahrheit enthalten, so dass sie uns gerade genug locken – uns aber dann subtil auf Abwege führen, um genau diese Wahrheit sofort wieder zu verdrehen und zu verschleiern. Er wird uns Wege anbieten, die der Wahrheit ähneln, doch dann wird er Lügengespinste erfinden und uns vorsätzlich auf falsche Fährte locken – und dieser Weg führt immer weg von dem wahren Gott.

Lügner von Anfang an

Satan wird in Bibel beschrieben als „Lügner von Anfang an“ (Joh. 8, 44). Nicht genug, dass er uns von Gott abziehen will, nein, er macht das sehr geschickt. Er wird eine Philosophie anbieten, die auf sehr subtile Weise unsere Egos lockt, uns einen neuen Selbstwert verheißt, indem er uns suggeriert, wir seien bereits selbst Gott, oder wir könnten durch Bemühungen in einen Zustand kommen, der uns wie Gott sein ließe. Er würde unsere Sehnsucht nach Gott missbrauchen und behaupten, wir müssten z.B. einen gewissen Grad der Erkenntnis erreichen, um unser eigenes Göttlichsein zu erkennen und ausleben zu können. Und um diese Erkenntnis zu erlangen braucht es immer noch irgendetwas was wir noch nicht haben, noch nicht erkannt haben, noch nicht assimiliert haben, nachdem wir streben müssten.

So würde er uns auf Trab halten und unsere Kräfte, die ursprünglich auf Gott zielen wollten, umlenken. In der Behauptung, Gott sei in Wirklichkeit ein unpersönlicher Gott geschieht ein subtiler aber sehr folgenreicher Schnitt, hier ist eine wichtige Weiche, die unseren ganzen weiteren Weg bestimmt!

Diese Behauptung leugnet nämlich das wahre Wesen Gottes als liebender Vater und dreht die Wahrheit um. Sie macht aus dem liebenden und persönlichen Vater der Bibel eine unpersönliche Kraft, mit der keine Beziehung möglich ist, denn wir verorten ab diesem Zeitpunkt Gott IN UNS SELBST.

Selbstoptimierung als Erlösungsweg

So geraten wir auf einen Weg der Selbstoptimierung. Dies wird uns als Erlösungsweg angeboten. Wir müssen uns nun also selbst erlösen, anstatt dass uns der persönliche Gott der Bibel erlösen könnte. Wir selbst wählen diesen Weg, indem wir ihn glauben und gehen. Selbstheilung als Heilungsweg. Selbstfürsorge als Lösung für unsere Leiden. Diese Dinge klingen alle so logisch und verführerisch, und so würde uns satan immer und immer weiter und weiter weg von dem Gott der Bibel ziehen, der uns doch Sein Wort gegeben hat! Der uns doch versprochen hat für alles zu sorgen was wir brauchen, wenn wir Ihm unser Leben überantworteten! Wir glauben Ihm das nicht, weil wir nicht mehr an Ihn glauben.

Wo ist denn eigentlich die Überantwortung an Gott, wenn wir uns weiterhin selbst heilen müssen oder uns von Gurus, Lehrern, Coaches oder Therapeuten Heilung holen müssen? Fällt es uns denn gar nicht auf, dass wir hier keine dauerhafte Heilung finden? Dass daran etwas faul sein könnte?

Satan würde uns in einen Zustand bringen, in dem wir letztendlich doch selbst für alles sorgen müssten, für unsere Gesundheit, für das Funktionieren unserer Beziehungen, für das Gelingen unseres Lebens. Er würde behaupten, wir seien selber schuld wenn wir unsere Emotionen oder Gedanken nicht in den Griff bekämen. Hie und da würde er uns gewaltige Erfahrungen schenken, die sehr überzeugend sein können, und die er bei Gott abgekupfert hat. Am Anfang würde er uns in glückseliger Sicherheit wiegen, und dann würde er nach und nach wieder zuschlagen und unsere Psyche malträtieren – mit unseren alten Mustern und Unzulänglichkeiten wie Minderwert, Kontrollsucht, Ärger, Verletztheit und dergleichen. Und um nicht das Gleichgewicht zu verlieren schlägt er uns vor, dass wir uns noch mehr und noch mehr und immer mehr entpersönlichen, noch stiller werden, noch tiefer meditieren, noch tiefer in die Unendlichkeit des Nichts eintauchen, möglichst so lange, bis wir darüber dann endlich sterben und dann endgültig für Gott verloren sind.

Ist das alles wirklich wahr? Ist unser Gott kein Vater, kein persönliches Wesen? Und geht es auch für uns selbst darum, unser Ich komplett zu verlieren, unser Identität als ein Ich aufzugeben?

Das gottlose Ego – leben ohne Gott

Auch hier gehen die Lügen satans haarscharf, aber mit großen Auswirkungen an der Wahrheit vorbei.

Denn es geht nach den Aussagen der Bibel zu keiner Zeit darum, sein Ich los zu werden oder aufzulösen, niemals das GANZE ICH, sondern nur den Teil, der glaubt, ohne Gott gehen zu können, das GOTTLOSE EGO. Dieses und sonst nichts soll vom Thron gestoßen werden, damit Gott Seinen Platz wieder einnehmen kann.

Die Bibel betont immer wieder die Wichtigkeit unserer freiwilligen Entscheidungen als ein Ich für Gott! Und wenn es heißt: „Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach“ (Lukas 9, 23) so bedeutet das, dass wir uns täglich neu entscheiden dürfen und sollen, Jesus zu folgen, so wie Er an den Vater zu glauben, Seinen Willen zu tun und den gottlosen Egotrips die A-Karte zu zeigen.

Wir haben selbst in der Hand, was und wohin wir uns wenden wollen, wir haben Eigenverantwortung: gehen wir MIT GOTT oder OHNE GOTT? Heilen wir uns selbst oder bitten wir Ihn um Heilung? Regeln wir unser Leben selbst oder fragen wir Ihn um Rat und bitten wir Ihn um Führung? Fragen wir uns selbst um Rat oder Ihn? Bauen wir eine Beziehung zu uns selbst auf oder zu Ihm?

Wenn wir einfach nur unserem Bauchgefühl folgen, werden wir in die Irre gehen, denn das Bauchgefühl ist nicht Gott und ist auch nicht Ausdruck von Gott, denn Gott ist Geist. Folgen wir einem unpersönlichen Gott gehen wir ebenfalls in die Irre, denn dies ist nicht der wahre, echte, lebendige Gott! Der wahre Gottvater ist sehr persönlich und ganz direkt an uns interessiert, denn – das steht mehr als einmal in der Bibel – wir sind schließlich Seine Kinder!

Derjenige, der ohne den persönlichen Gott der Bibel geht, geht in Wirklichkeit gänzlich ohne Gott, so hart wie es klingt. Er ist zwangsläufig an sein gottloses Ego als Führer in Seinem Leben gebunden, weil er der falschen Schiene folgt, und weil er auf diesen Abwegen den wahren Gott noch gar nicht kennen gelernt hat!

Der wahre Gott zeigt sich dann, wenn wir beginnen, an Ihn als unseren Vater, Heiler und Versorger zu glauben (zunächst genügt ein Senfkorn), Ihm zu vertrauen, Ihn zu suchen und Ihn AUSDRÜCKLICH in unser Leben einzuladen. Wenn wir dies wirklich von Herzen tun und ernst meinen werden wir Ihn kennen lernen – versprochen! Er wird sich uns eröffnen. Und erst dann erleben wir die Segnungen und erkennen das was Er tagtäglich für uns tut.

Prunk und Pomp statt lebendiger Jesus

Die besten und wertvollsten Menschen streben nach dem Erwachen/Erleuchtung, sie sehnen sich wirklich innig nach Gott, sie hungern danach und tun alles dafür, denn wir Menschen wollen frei sein, vor allem frei von Leid. Wir suchen nach einem günstigen Ausweg aus all den Schmerzen, die wir erfahren mussten und weiterhin erfahren.

Und die fehl geleitete Kirche mit all ihrem Prunk und Missbrauch von Menschen hat bei den Meisten den Glauben an einen biblischen Gott gründlich versaut. Das was durch sie in unseren Köpfen vom einstigen Jesus übrig geblieben ist, zieht nicht an und macht nicht frei, sondern es bindet viel mehr an ein System, in dem Machtstrukturen herrschen, das ebenso korrupt ist wie die sogenannte „Welt“, ebenso verlogen, voller Heimlichkeiten und innerlichem Schmutz. Und wir spüren das und fühlen uns abgestoßen.

Also, wo sollen wir westlich geprägte Menschen hin, wenn unser traditionell angebotenes Glaubenssystem dermaßen unattraktiv ist und wir dennoch die tiefe Sehnsucht nach dem Göttlichen und Heiligen in uns tragen? Wir wissen ja tief drin, dass es das Gute geben muss, dass wir Gott ähnlich sein müssen, dass es irgendeine Form von Hingabe braucht. Wir sehnen uns tief drin nach Gebet, nach Heiligkeit, nach Kontakt mit dem Höchsten, und für unser Leben nach Liebe und Frieden.

Gott ist nicht tot

Und in der Bibel bietet uns Gott all das an! Die Urgemeinde wusste all das noch und erlebte es! Gott war DA im Leben der Menschen, in ihrem alltäglichen Sein. Sie erlebten Wunder über Wunder. Gott liebt es, sich zu zeigen, wenn wir an Ihn glauben. Er macht unsere Herzen weich. Er verändert uns und unser Leben, wenn wir es Ihm gestatten, wenn wir Ihn danach fragen, wenn wir Ihn darum bitten!

Das Leben mit Gott ist ein ständiger Austausch, ein permanentes Gespräch, ein ständiges Hin und Her zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott. Ab der Taufe, wenn der Heilige Geist herab gebetet wurde und wir von der Dunkelheit befreit werden sind wir an Ihn angebunden, und es liegt an uns persönlich, wie stark und innig diese Beziehung wird, und auch wie sehr wir Gott in unserem Leben wirken lassen.

Gott ist nicht tot, und wir sollten es auch nicht sein. Wir sollten uns nicht von der Stille völlig lahm legen lassen und uns selbst so sehr reduzieren, dass wir nicht mehr für eine Beziehung mit dem echten Gott taugen! Gott will uns lebendig und entscheidungsfreudig! Er ist der Gott des Lebens, er möchte unser Leben bereichern.

Es geht jedoch nicht nur darum, von Ihm Geschenke zu bekommen, sondern auch IHM zu GEBEN – nämlich uns mit allem was wir vor Ihm verheimlichen oder verbergen, mit allem was wir eigentlich selbst machen wollten, mit allem, was wir selber besser zu wissen glauben… mit unserer ganzen Selbstherrlichkeit und mit unserem ganzen Selbsterlösungstrip.

Ich bin nicht tot

Ich habe Erwachen erfahren und kenne das Gefühl, kein Ich zu sein, sondern unendliche Weite. Die Entgrenzung in den Kosmos hinein ist sehr angenehm und fühlt sich zunächst unglaublich gut an. Doch dann sind wir trotzdem weiter im Leben und erleben weiter den täglichen Kleinkram und fallen trotz unseres kosmischen Wesens hie und da zurück in die alten Ego-Fallen. Und gesund werden wir auch nicht wirklich. Nicht jeder kann sich jahrelang im sogenannten „Bliss“ (Glückseligkeit) halten oder diesen immer wieder hervorrufen. Erwachen kann übrigens auch als Droge gebraucht werden, und viele suchen immer weiter nach dieser entgrenzenden Erfahrung als Selbstzweck. Doch mit Gott hat all dies leider nichts zu tun. Nicht mit dem Gott der Bibel.

Ich fühlte mich nach Erwachen viele Jahre zwar sehr entpsannt, jedoch auch wie lebendig gestorben, fast wie ein Automat, der halt noch funktioniert, aber eigentlich nicht mehr wirklich da ist. Doch wem dient es denn wirklich, wenn ich ausgeschaltet bin? Ich bin ausgeschaltet für Gott, das ist der Effekt davon! Und wer will das, wer hat ein Interesse daran? Wer gaukelt mir all die tollen Theorien vor, die mit dem Gott der Bibel nichts zu tun haben und behaupten, ich sei sozusagen der Kosmos in Person? Weshalb glaube ich ich sei bereits erlöst, wenn ich es doch eigentlich nicht wirklich fühlen kann? Was hindert mich daran, mich meinem echten Schöpfergott zu unterwerfen, Ihm zu vertrauen dass ER mich erlöst?

Die Erlösung kommt von einem persönlichen Gott. Nicht als ein Donnerschlag, wie wir es gerne hätten, jedoch als lebendiger Prozess eines Weges MIT GOTT Tag für Tag. Mein Leben ist so viel reicher geworden durch IHN. Dieses Gefühl tot zu sein blieb noch eine lange Weile. Doch irgendwann hatte ich die Nase voll davon und bat Gott, mir das wieder zu nehmen. Es dauerte eine Zehntelsekunde, es brauchte nur meine Entscheidung und meine Bitte darum, und dieses Gefühl des Totseins war verschwunden. Es kam nie zurück!

Erwachen aus biblischer Sicht

Erwachen/Erleuchtung erleben wir als Geschenk, doch das Geschenk ist in meinen Augen ein trojanisches Pferd.

Erwachen/Erleuchtung geschieht uns ohne jeden Glauben an den Gott der Bibel, auch ohne jeden Glauben an den Jesus der Bibel – das allein sollte schon misstrauisch machen. Erwachen gibt es ohne eine Entscheidung für Gott, ohne Umkehr und Reue, ohne die Erkenntnis, dass wir Gott für unser Leben brauchen, dass wir von Ihm abhängig sind, ohne Taufe und ohne Lebensübergabe.

So können wir bleiben wie wir sind, und damit bleiben wir auf dem eigenen Thron. Aber wir erleben nicht das was Gott für uns vorgesehen hat, was Er uns schenken möchte: Seine unendliche Liebe, Sein Herz für uns, Seine offenen Arme, Seine Wege, Seine Fürsorge, Seine Beziehung mit uns.

Nebenbei bietet die Bibel eine Fülle an Vorschlägen, wie Menschen wirklich gut – mit Gott – miteinander leben können und sollen. Das Buch der Liebe, das den Anderen höher schätzt als sich selbst könnte die Welt retten, wenn die Menschen sich nach ihm richten würden. Wer sich im Sinne der Urgemeinde ganz auf Gott einlässt, wird verändert werden – genau in die Richtung, wie es uns Jesus vorgelebt hat und vorgeschlagen hat. Doch er ist damit nicht alleine, denn die Nachfolge ist immer auch eine Sache von Gemeinschaft mit Anderen, die ebenfalls diesen Weg gehen. Hier findet man Austausch, Rat und Hilfe, hier ist es aus mit der Einsamkeit, aber auch mit dem ewigen „Mir… meiner…, mich…“.

Dieser Weg ist herausfordernd, ist aber auch sehr, sehr befriedigend. Wenn Gott jeden Tag dein Herz berührt, weil du Ihn anbetest, Ihn einlädst, Ihn fragst, dich ausrichtest… – wie wunderbar ist das? Niemals würde ich das mit der kosmischen Weite eintauschen, die ja ohnehin immer da ist und mir gar nicht verloren geht… Ich bin ja jetzt reicher als zuvor…. beschenkt, geliebt und geborgen.

Bilder: Von Pixelio.de – 630261 von Didi01 (Wesen der Finsternis) 737374 von Kurt Michel (Schienen), 365712 von Tokamuvi (Thron), 330068 von M. Großmann (troj. Pferd)

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Die meisten Christen geben sich damit zufrieden, an Jesus Christus zu glauben, Sonntags in die Kirche oder in die Gemeinde zu gehen, sich ein bisschen sozial zu engagieren, um ihrem Glauben Ausdruck zu verleihen. Das ist schön und ehrenwert, doch es ist etwas fundamental anderes, wenn man sich dazu entscheidet, Jesus Christus wirklich nachzufolgen.

Nachfolge ist das, was die Apostel machten, was die Jünger taten und die ersten Christen in den ersten Gemeinden. Es ist das wovon Paulus sprach und wozu er die Menschen in seinen Briefen unermüdlich ermahnte.
Es genügte nicht, einfach nur zu glauben, sondern der Glaube sollte sich ganz konkret im Leben und in den Taten und in den Beziehungen untereinander ausdrücken.

Die Liebe, die Jesus uns vorgelebt hat, seine Güte, seine unendliche Vergebungsbereitschaft, Seine Wahrheitsliebe, Menschenliebe, Seine Authentizität und auch Autorität – all das sind Eigenschaften, die auch wir leben dürfen und leben sollen – jedoch nicht auf unser Ego aufgebaut, das sein Leben zumeist ohne einen Gott verbracht hat, sondern auf die innige Beziehung zu Jesus Christus und dem Vater aufgebaut.
Jesus Christus hat uns versprochen: „Ich bin bei euch alle Tage“. Er lebt, Er ist real, Er ist da, erreichbar. Und Er liebt es, uns zu lieben, uns zu führen, uns den Weg zu zeigen zu einem echten Leben in Liebe.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – das ist nicht einfach umzusetzen. Man kann daran verzweifeln, an seinem eigenen Egoismus, an seiner eigenen Gier, an all diesen Mustern, die es verhindern wollen, dass wir ein wirklich gutes Leben führen können.
Ich habe mich entschieden, Jesus wirklich nachzufolgen, und genau deshalb bin ich nicht in der Kirche. Mein Eindruck ist, dass man dort nicht Nachfolge lebt und nicht leben kann, da die Strukturen an sich das schon verhindern.
Es gibt viele Menschen, die Jesus nachfolgen wollen und sich in der Kirche nicht wirklich wohl fühlen. Und dazu möchte ich sagen: es gibt viele, die sich zusammentun und dies außerhalb der Kirche verwirklichen.

Ein Leben im Abgleich mit IHM….

Es gibt eine ganze Bewegung, die im Stillen, ja sozusagen im Untergrund daran arbeitet, ein Leben nach den Prinzipien der Urgemeinde, nach dem Prinzipien von Jesus Christus zu führen. Ein Leben, das ein Miteinander bedeutet, ein Füreinander und gleichzeitig ein Leben in Wahrheit, ein Leben in der Hinwendung an Jesus und im ständigen Abgleich mit Ihm.

Es ist möglich, sich von Ihm so verändern zu lassen, dass Menschen, die früher isoliert, einsam und egoistisch waren, die Familien und Gruppen nicht ausstehen konnten, weil sie schwere Erfahrungen damit gemacht haben, dass diese Menschen unter der Leitung von Jesus Christus, sowie in der Gemeinschaft mit anderen Menschen, die Jesus ebenfalls nachfolgen, eines Tages fähig werden, sich nicht nur ins soziale Gefüge einer Gruppe und Familie einzuleben, sondern auch wirklich sich gegenseitig zu lieben, zu vergeben, zu helfen, füreinander einzuspringen und einzustehen.

Es ist das Ziel, genauso zu werden wie Jesus Christus war und ist, genauso liebend, genauso vergebend, genauso sanft, aber auch genauso aufrecht, wahr und authentisch und vor Allem: genauso bezogen auf Gott. Und das muss man nicht aus eigener Kraft heraus schaffen, sondern Gott hilft uns dabei. Er verändert uns, Er schleift uns, Er erzieht uns auch.

Rebellion und Stolz

Das ist nicht immer leicht. Es kann sehr schwere Phasen geben, in denen das alte gottlose Ego alles daran setzt, nicht sterben zu müssen. Zeiten, in denen der Stolz groß wird, in denen Rebellion die Führung übernimmt, Zeiten in denen man sich einfach weigern will, mitzuspielen. Eine geistliche Familie ist ein Schleifstein. In einer geistlichen Familie gibt es – wie überall sonst auch) jede menge Reibungspunkte und viele Gründe, sich über Andere aufzuregen, sie abzulehnen, sie zu verurteilen, sich mit ihnen anzulegen etc. Der Unterschied zu anderen Gruppen ist der, dass alle verbunden sind durch die Liebe zu dieser einen Person: Jesus Christus. Er bildet den Punkt, das Ziel, Er ist der König, dem alle dienen wollen – doch nicht immer kann man das.

Die lange Leine

Solche Phasen von Rebellion, ja von Wut, Ärger und Hass lassen sich nicht abkürzen, man muss da einfach durch – im Vertrauen auf Ihn und darauf, dass es uns letztlich dienen wird. Jesus lässt uns dann an der langen Leine laufen und gestattet, dass wir herum schnuppern und andere Wege erkunden. „Schau dir nur alles an“, sagt Er. Doch je länger die Leine wird, je länger es dauert, um so weiter entfernen wir uns von Jesus, und ein schmerzliches Vermissen macht sich in deinem Herzen breit… Irgendwie geht die Nähe, die vorher da war, abhanden. Du kannst deinem Egoismus frönen, deinen Stolz pflegen, deine Arroganz sich ausleben lassen… doch du spürst mehr und mehr, dass hier etwas sehr schief läuft.

Alles hat Auswirkungen

Es kann dann alle möglichen Symptome geben, denn Gott lässt es dann zu, dass wir von der dunklen Seite wieder angetastet werden – wir selbst öffnen die Türen dazu durch unser Denken und Verhalten, ohne es zunächst zu merken. Doch je mehr wir Symptome wahr nehmen, wie z.B. schlechte Träume, negative Erlebnisse, Unfälle oder auch wieder Krankheiten, Schmerzen, vielleicht Schlafstörungen oder plötzlich wieder aufflackernde Depressionen – wenn unsere alten Probleme wieder kommen merken wir, dass wir uns weg von unserem Herrn und König bewegt haben.

Es zeigt sich, dass wir alleine nicht weiter kommen. Egoismus isoliert, er hält die Menschen von uns fern, wir selbst halten uns fern und sind in unserem Turm des Stolzes einsam und bitter allein. Wer darin bleibt, darin erstarrt und nicht aus seinen inneren Vorwürfen an Menschen oder Gott oder das Leben heraus findet, ist verloren für Gott. „Gott widersteht den Hochmütigen“ – das ist wahr!

Rückkehr ist heilsam

Doch sobald du dich besinnst, sobald du dich umentscheidest, sobald du dich aufrichtest, sobald du deinem alten Fleisch, deinen alten Mustern sowie eventuellen den dämonischen Angriffen (in Form von negativen, selbstzerstörerischen oder vorwurfsvollen Gedanken und Gefühlen) die Stirn bietest und proklamierst, wer und was du eigentlich bist – nämlich ein Kind des Allerhöchsten, eine Tochter, ein Sohn Gottes, eine Königstochte/Königessohn, sobald du dir deiner Reinheit und Autorität in Jesus Christus bewusst wirst und sie laut proklamierst und als Waffe benutzt und dich entgegen all dem was deine Gefühle wollen dich trotzdem FÜR VERGEBUNG UND LIEBE entscheidest – geschieht der Quantensprung:
Plötzlich fällt das ganze Kunstgebäude aus Negativität und Rebellion in sich zusammen, die Mauern um dich her stürzen ein, du bist plötzlich wieder offen und wohlgesonnen, du spürst wieder Liebe, Jesus ist wieder da, du kannst dich wieder voller Vertrauen an ihn wenden und stehst dir nicht mehr selbst im Wege… welche Freude…

Du kannst die Menschen wieder lieben, für sie beten, auch deine ehemaligen Widersacher, deine Lieblingsfeinde sehen für dich wieder ganz anders aus, ja du weißt wieder, hey, das sind ja auch nur Menschen, und niemand hat dich mit Absicht verletzt! Und so liegt man sich wieder in den Armen, bitten um Vergebung und weint, weil Jesus mitten drin ist und sich so wunderbar auswirkt!
Wenn Menschen wieder aufeinander zugehen, ist Jesus mittendrin. Wo Vergebung herrscht und man sich die Hände reicht, da legt Jesus seine Hand noch drauf.

Dieses Menschenbild, das Jesus vorgelebt hat, ist das Ideal für das soziale Gefüge der Menschen, und es ist nicht nur ein Ideal, sondern es ist tatsächlich möglich, das zu leben und sich dahin zu entwickeln. Mit Seiner Hilfe!

Ich habe gerade eine solche Phase der Rebellion hinter mir, und ich weiß wovon ich rede. Es war auch nicht die erste. Ohne Jesus zu leben ist ein armes Leben, es fehlt ihm das Wichtigste: die Liebe, die wir in Gott füreinander haben dürfen. Menschliche Liebe ist immer auch egoistisch. Die Liebe in Gott nicht.

Fotos: Pixelio – 607428 M. Ottersbac/674993 Romelia

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