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Archive for the ‘Jesus’ Category

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Unsere alten Reaktionsmuster auf Verletzungen sind immer die Gleichen: wir ziehen uns verletzt zurück, wir ärgern uns über den Anderen, lehnen ihn ab und wollen am liebsten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wir wollen es ihm vielleicht sogar heim zahlen, es soll ihm genauso weh tun, es soll ihm auch schlecht gehen. In Variationen kommen solche oder ähnliche Reaktionen. Und diese unsere spontanen Antworten aus der Altstruktur unserer Seele sind letztendlich nicht dazu geeignet, Konflikte aus der Welt zu schaffen oder zu lösen, sondern viel eher sie zu verschärfen, bzw. ungelöst weg zu schieben, mit samt den Menschen, die sie ausgelöst haben.

Schmerz gebiert Schmerz, Hass gebiert Hass, Bitterkeit und Unvergebenheit gebären Ablehnung, und das Traurige ist, dass wir diese Gefühle in uns weg drücken, anstatt sie zu lösen, und uns selbst damit in ein Gefängnis sperren.

Manche Menschen versuchen es mit Therapien, auch mit spirituellen Mitteln wie Meditation oder Achtsamkeitstraining, sich irgendwie zurück in den Frieden zu bringen. Auch ich habe das immer wieder versucht, der Erfolg war jedoch nicht wirklich nachhaltig.  Und bei der nächsten Verletzung reagiert man doch wieder ganz genauso und bekommt es wieder nicht wirklich gelöst. Verletzungen summieren sich, häufen sich an, bis es irgendwann zum endgültigen Bruch kommt, zur Trennung, Scheidung. Man glaubt, sich aus Schmerz heraus abwenden zu müssen und wirft die Menschen gleich mit in die Mülltonne. Menschen, die einem mal lieb und wichtig waren. Lieber bleibt man allein, und das Leben wird so immer einsamer.

Dass Vergebung nötig ist, wissen viele Menschen, und viele bemühen sich sogar darum. Und natürlich kann man versuchen, aus der eigenen Seele heraus zu vergeben, und manchmal gelingt das sogar. Doch ist eines meistens überhaupt nicht klar:  dass wir selbst Vergebung brauchen! Nicht von unserem Konfliktpartner, sondern von Gott, dem Vater!

Wenn ich mich unnachgiebig und stolz verhalte, wenn ich Bitterkeit und Hass zulasse und auslebe, sie also kultiviere, so hat das einen großen Haken: Ich wende mich nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Gott ab! Er kann mir nicht mehr wirklich nahe sein, wenn ich Gedanken und Gefühle von Bitterkeit nähre und ihnen folge und damit den Ratschlägen meiner alten Natur.

Es gibt einen Weg wieder in Frieden zu kommen: nicht nur dem Anderen zu vergeben, sondern auch Gott um Vergebung zu bitten, weil wir uns nicht nur von einem Menschen, sondern auch von Ihm abgewandt haben. Als ich beschlossen habe, mich stolz vom dem betreffenden Menschen weg zu drehen, der in mir Schmerz ausgelöst hat, habe ich auch Gott links liegen gelassen – ohne das explizit zu wollen. Gott ist Liebe und nicht Bitterkeit oder Unvergebenheit. Und Gott möchte, dass Liebe unter den Menschen herrscht, und nicht, dass negative Gefühle über uns regieren.  Ich bin  einer Eigendynamik gefolgt, die nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun hat.

Unsere alt eingefahrene Struktur führt uns IMMER in Stolz und Überlegenheitsgebaren, von wegen: „Der kann mich mal, den guck ich mit dem A. nicht mehr an…“ oder „So eine blöde Kuh, der zeig ich’s aber mal… Ich brauch die doch gar nicht…“

Wie oft führen Missverständnisse zu Konflikten, die schon alleine dadurch ausgeräumt würden, wenn man das Gespräch suchen würde. Doch ist unsere Seele erst einmmal richtig angepiekst, kann sie um nichts in der Welt mehr liebevoll agieren, weil etwas in uns sich so sehr zusammen gezogen hat, dass wir glauben, uns verteidigen oder flüchten zu müssen.

Sowieso sind es meist alte Wunden, die durch heutige Geschehnisse wieder aufgerissen werden. Aber es geht hier nicht darum, woher sie stammen, sondern viel mehr um die Frage: wie komme ich wieder in die Liebe?

„Nein“, sagt der Stolz, „ich werde mich nie wieder melden.“ Man zieht sich zurück und kann auf keinen Fall klein bei geben, und man will es auch gar nicht.

Es ist nur subtil, doch es senkt sich eine gewisse Dunkelheit herab durch diese Haltung. Man tut zwar so als wäre nichts, geht sozusagen zur Tagesordnung zurück, doch in Wahrheit spaltet  man sich von sich selber ab und hofft, dass die Zeit die Wunden heilt. Abwarten und an etwas anderes denken, verdrängen, sich ablenken und sich gut zureden, es wird schon wieder – so jedenfalls lief das bei mir immer ab. Jeder Mensch hat seine eignen Methoden, wie er sich halbwegs wieder herunter holt.  Dabei ist doch dieser gute Kern in uns, der so gerne wieder strahlen möchte… Dieses Strahlen möchte Gott in uns sehen, und das wollen wir auch selbst gerne spüren! Doch ich erdulde lieber einige Tage oder gar Wochen und Monate Dunkelheit, bevor mir am Ende ein Zacken aus der Krone fällt…

Wenn ich schon zu stolz bin, um einem Menschen zu vergeben – bin ich dann auch zu stolz, um Gott um Vergebung zu bitten? Ich habe mich schließlich nicht so verhalten wie Gott es gerne sähe… Sehe ich also ein, dass ich in der Beziehung zu Ihm so etwas wie Schuld auf mich geladen habe durch mein Verhalten? Ja, aus Gottes Sicht habe ich das! Ich habe mich entschieden, einen Menschen nicht leiden zu können, mich abzuwenden und meinem in alten Zeiten geprägten „Fleisch“ zu folgen anstatt mich nach der Liebe auszustrecken.

Wenn ich jedoch erkenne, dass ich vor Gott einen Fehler gemacht habe, öffnet das ganz neue Möglichkeiten. Ohne diese Erkenntnis jedoch kann man nicht von dem Folgenden profitieren:

Ich weiß, dass Gott da ist, dass Er mir aufmerksam zuhört. Ich beginne also damit, Gott alles über den Konflikt zu erzählen (laut und im stillen Kämmerlein), auch mich zu beklagen, jede Einzelheit. Ich stelle mir meinen derzeitigen „Feind“ als Angeklagten vor, benenne ihn beim Namen und haue ihm meine gesamten Vorwürfe um die Ohren – vor Gott als Richter!!! Denn dieser Gott ist nicht scheinheilig! Er will kein Getue von mir! Ich soll einfach wahr und ehrlich sein! In Seiner Gegenwart darf ich den Anderen anklagen: wie sehr er mich verletzt hat, was sein Verhalten mit mir gemacht hat, wie es sich angefühlt hat, was ich gedacht habe, woran es mich erinnert hat, wie groß der Schmerz war – was auch immer in mir vorgeht. Und wenn ich all das vor Gott ausgepackt habe, dann ENTSCHEIDE ich mich, diesem Menschen zu vergeben. Selbst wenn ich es – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich kann, so ENTSCHEIDE ich mich dennoch dazu, denn ich weiß: Gott wünscht sich das von mir! Und ich versuche es mit ganzem Herzen.

Und dann, erst dann bitte ich den Vater im Namen Seines Sohnes Jesus Christus um Seine Vergebung FÜR MICH. Denn ich brauche sie dringend. Ich habe mich schließlich durch all die Negativität komplett von Gott abgewandt.

Jesus ist am Kreuz für mich und dich gestorben, damit wir Vergebung erlangen. Und Gott gewährt jedem, der in Seinem Namen umkehrt und von ganzem Herzen um Vergebung bittet, seine Güte. Die Geschichte in der Bibel vom verlorenen Sohn zeigt das in aller Liebe und Deutlichkeit (Lukas 15, 11-32).

Wenn ich dann in diesem Prozess nach meiner Bitte spüre, dass diese Vergebung mich erreicht hat, dass sie wirklich geflossen ist, dann erst kann ich vollen Herzens auch mir selbst vergeben für mein Verhalten! Ich darf auch hier inne halten und nachspüren, ob ich mir wirklich vergeben konnte.

Als Abschluss entscheide ich mich dann, in Zukunft nicht mehr so agieren wie es in diesem Fall war.

That’s it. Das ist meine „Therapie mit Gott“, dich als so heilsam erlebe, immer wieder. Es ist ein himmlischer Gerichtssaal, den ich da imaginiere, mit Jesus als Anwalt, dem Heiligen Geist als Zeugen und Gott Vater als Richter. Der Angeklagte (mein derzeitiger „Feind“) wird von mir beschuldigt, und dabei darf ich auch richtig die Sau raus lassen. Ich muss nichts zurück halten, denn Gott weiß ohnehin schon alles. Es geht darum, mir selbst, aber vor allem vor Gott all die Gefühle von Verletzung einzugestehen und zu bekennen, und damit sozusagen den Blick hinter die Wut zu tun und ihre Ursachen offen zu legen. Das bringt viel Licht in die Angelegenheit, denn alles was wir vor Gott bekennen kommt ans Licht.

Sehe ich dann diesen Wust von Gefühlen und Anschuldigungen an, höre ich mich selbst reden (wir sollten es unbedingt laut tun!), wird es mir leichter klar, dass ich nicht nur dringend dem „Angeklagten“ vergeben muss, sondern auch selbst Gottes Vergebung brauche.

Das Ergebnis eines solchen Prozesses ist ein sanfter innerer Frieden. Er verwandelt mich in einer ganz natürlichen Weise. Denn wenn ich alles ausgedrückt habe, bekannt habe und wirklich vergeben konnte, auch Gottes Vergebung erfahren und mir auch selbst vergeben konnte – was steht dann noch zwischen mir und dem Anderen?

Nichts, denn die Liebe kann wieder frei fließen. Ich kann mich wieder annähern und Frieden schließen, wenn der Andere mich lässt. Auf dieser Basis kann ich dann aus einer ganz anderen Herzenshaltung heraus neu entscheiden, wie ich mich weiter verhalten möchte. Versöhnung wird leicht.

Auf diesem Weg ist es möglich, Beziehungen immer wieder von negativen Gefühlen reinigen – und vor allem mich selbst! Dies ist der Weg, durch den ich meine Freiheit in Jesus erhalten kann, durch den auch Ehen gerettet werden können, es ist der Weg der Liebe, der nichts beschönigt, aber zurück in die Liebe führt. Und der schöne Nebeneffekt: ich nehme damit dämonischen Angriffen jede Grundlage. Denn wie oft setzten die sich dann noch obendrauf und bombardieren mich mit Gedanken des Hasses und der Wut, stacheln mich an und rauben mir sonst noch den letzten Funken Frieden.

Glaube an Gott ist natürlich unerlässlich dafür. Der Glaube an Ihn als Person – zusätzlich zu dem was Er sonst noch ist… Glauben und Vertrauen in Ihn und Seine Wirkkraft. Denn ich bin ein Kind Gottes, das immer wieder dumme Fehler macht und Seine Vergebung braucht. Fehler sind menschlich. Vergebung bekommt aber nur, wer darum bittet und sich vor IHM neigt. Wie ein Kind, dass zu Papa oder Mama läuft und bekennt: „Ja, ich habe das Geld aus deinem Portemonnaie geklaut, es tut mir leid!“

Bei diesem Prozess des himmlischen Gerichtssaals können und sollen Tränen fließen, denn ich öffne mich rückhaltlos dieser höheren Macht, die mich erschaffen hat. Ich höre damit auf, diese Dinge in mir zu vergraben und weg zu sperren, sie nicht wahr haben zu wollen. Damit gebe ich Gott die Möglichkeit, in und an mir zu wirken und mich zu verändern.

Gott ist Geist. Er kann tief in unsere Gehirne eingreifen. Wenn wir unserem himmlischen Papa ganz vertrauen, haben wir den, der die Verkrampfungen unserer Psyche heilen kann und will. Die einzige Bedingung ist die, an Ihn zu glauben, Ihm alles zu offenbaren und uns Ihm hin halten. Daraus fließt großer Segen.

Kleiner Exkurs zum Thema Traumata: Traumata beeinflussen unser Nervensystem. In Schockmomenten, ob körperliche oder seelische, reagiert unsere Amygdala. Sie ist der älteste Teil unseres Gehirns und reagiert automatisch auf alles was als Angriff empfunden wird. Adrenalin wird ausgeschüttet, wir kommen in einen Zustand höchster Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft. Unser Nervensystem macht uns in Sekundenschnelle fit für Kampf oder Flucht. Ist beides nicht möglich, führt es zur Erstarrung, wie bei der Maus, die vor der Katze erstarrt, wenn sie keinen Ausweg findet. Die Amygdala unterscheidet nicht zwischen echten und scheinbaren Angriffen, auch nicht zwischen körperlichen oder seelischen, sie reagiert einfach auf Stress.

Wir haben zwei Nervenstränge: Den Sympathikus und den Parasympathikus. Und bei Stress macht uns der Sympathikus dann erst richtig Stress. Diese automatischen Reaktionen können wir nicht verhindern, sie rollen einfach ab. Wir bleiben jedoch angespannt und gestresst, wenn nicht etwas Berührendes geschieht, das uns wieder beruhigt. Gott hat sich in meinem Leben als der beste Therapeut erwiesen. Vertrauen ich meinem liebevollen Papa, dem der mich aus Liebe geschaffen hat. Denn wem könnte ich sonst vertrauen, wenn nicht IHM? Er nimmt mich in die Arme und tröstet mich. Und Er sagt zu mir: „Kind, ist doch nicht so schlimm, schau, dein derzeitiger Erzfeind ist doch auch nur ein Mensch. Alle Menschen machen Fehler, du auch! Also komm, vergib ihm das, denn ich liebe ihn genauso wie dich. Er ist dein Bruder/Schwester. Beruhige dich, ich hab dich lieb. Wein dich aus an meiner Brust, und dann geh wieder in dein Leben!“

Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch diesen Vorgang der Parasympathikus den Stressprozess ausschaltet, es kommen Signale von Frieden, Entspannung fließt durch Seele und unseren Körper. Es kommen Ruhe und Frieden, eine natürliche Stille, eine Seligkeit, wie sie nur Gott schenken kann. Und ich selbst muss nichts anders tun, als mich Ihm hin zu halten.

Diese Art der „Therapie mit Gott“ ist sehr effektiv, sehr wirksam, kostengünstig und könnte den Weltfrieden retten. Gott tut das bei mir in Windeseile, was der Trauma-Therapie in Jahren nicht gelungen ist: Er beruhigt mein Nervensystem, Er heilt. Und ich erfahre: wenn ich diesem Prozess als Muster immer wieder folge, werden ich immer freier. Ich kann auch alte Geschehnissen thematisieren, Dinge dich mich irgendwo noch belasten! Auf diesem Weg gelingt es, die Schuld des Anderen und meine eigene Schuld zu vergeben, und es wird wieder hell in mir. Bei vielen Menschen hat sich so auch manche Depression in Luft aufgelöst.

PS: Dieser Prozess stammt nicht von mir! Er ist aber gängige Praxis in der Gruppe, in der ich mich Zuhause fühle.

 

Foto von Rike / Pixelio.de ID: 734246

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Auf dem Weg mit Jesus geht es aus meiner Sicht um ganz andere Dinge als auf dem Weg der Spiritualität oder des Erwachens.

Als ich nach Erleuchtung suchte, meditierte, diverse Übungen machte, erhoffte und erwartete ich mystische Erfahrungen. Mein Ziel war es, das süße Gefühl der Verschmelzung mit Gott möglichst dauerhaft zu haben, ich erstrebte eine Glückseligkeit auf Dauer. Doch diese scheinbare Verschmelzung erlebte ich im Grunde nie wirklich, sondern vielmehr überlagerte eine immens schmerzhafte Sehnsucht meines Herzens und meiner Seele alles. Die Sehnsucht war so stark, und so oft weinte ich, weil ich einfach nicht fand was ich suchte. Schließlich glaubte ich, diese Sehnsucht müsse schon die Erfüllung sein. Und so wurde Schmerz und süße Sehnsucht mein Indikator für Gottes Wirken in mir, und mir blieb keine Wahl als mich damit zufrieden zu geben.

Ich wusste es damals nicht besser. Ab und an hatte ich auch beeindruckende mystische Erlebnisse von Entgrenzung, Kundalini-Phänomene, Erlebnisse außerhalb des Körpers, beeindruckende mystische Begegnungen, Spuk-ähnliche Phänomene… Das meiste war mehr erschreckend als wirklich wohltuend, und doch war ich für alles dankbar und hielt mich dann auch für besonders, vielleicht gar auserwählt und wichtig für Gott.

Nach dieser endlos langen Phase (ca. 30 Jahre) kam das Erwachen – an einem Punkt des Loslassens dieser Suche. Damit einher kam die Einsicht, dass alles bereits da ist und es nichts zu erstreben gilt. Damit war all dem mystischen Kram ein Ende gesetzt. Statt dessen aber kam die Verherrlichung der Stille, denn es entstand die Möglichkeit, sich im Sein total zu entspannen, darin zu schwelgen und abzutauchen. Das Verschwinden im Sein hat seinen eigenen Reiz, der für mich jedoch immer auch etwas Wehmütiges hatte. Denn alles zu lassen, alles sein zu lassen, alles als unwirklich zu betrachten und mich selbst als geträumter Träumer im Traum – das alles war wenig aufbauend. Es war so etwas wie Sterben auf Raten, oder bereits im Leben gestorben zu sein.

Nun habe ich inzwischen – seit meiner Taufe – ein ganz anderes Leben kennen gelernt. Ich bin wieder lebendig, ich habe wieder ein Ich, ich treffe wieder Entscheidungen. Ich habe mich einfach dafür entschieden, wieder leben zu wollen, dieses Leben ernst zu nehmen, an einen liebenden, persönlichen Gott zu glauben und Ihm zu folgen. Auf dem Weg mit Jesus geht es vorrangig um die Beziehung zu Ihm und erst zweitrangig um mystische Erfahrungen oder das Sein. Es geht um die tägliche Nähe, darum, sich führen zu lassen, Ihn immer wieder aufzusuchen, und Ihm  sein Herz zu öffnen.

Der Heilige Geist zeigt mir jeden Tag im Gebet, ob und wo es noch Dinge zu klären gibt. Wenn ich mich Seiner Führung überlasse, kommen die tagesaktuellen Probleme hoch, und gleichzeitig eröffnet sich auch der Weg, wie ich innerlich oder äußerlich damit umgehen kann – in der Gegenwart Gottes. Im Prozess des „Kreislaufs der Erneuerung“ erlebe ich eine tiefe Reinigung, immer wieder aufs Neue.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich habe extrem negative Gedanken in mir zugelassen über jemanden. Ich habe diese Gedanken tagelang gefüttert, verstärkt und verurteile ihn und sinne auf Rache oder Vergeltung, weil ich verletzt wurde. Dann weiß ich in dem Moment sehr genau, dass ich in einem Zustand bin, den Gott nicht mag. Ich weiß dann, dass ich angegriffen bin, entweder von meinen alten Mustern (meinem Fleisch), oder gar haben sich Dämonen angeschlichen und stacheln die alten Muster an (das tun sie gerne). Dann habe ich die Möglichkeit, mit gewissen Gebeten diese Angriffe „im Namen des Herrn Jesus Christus von Nazareth, der im Mensch gekommen ist“ zu parieren, zu verbrennen, in die Flucht zu schlagen.  Denn Jesus ist stärker als alle Dämonen. Wenn das nichts helfen sollte, dann muss ich direkt zu Jesus gehen, und das ist dann ohnehin angebracht, denn ich brauche dann Seine Vergebung für meinen Hass und meine Rebellion. Jesus ist Liebe, Er möchte nicht, dass sich die Menschen hassen.

Dann trete ich im Gebet vor Ihn, bekenne meine Schuld, meine Unvollkommenheit, meine Schwachheit. Ich erzähle Ihm die ganze Geschichte. Ich spreche Ihm gegenüber all das laut aus, so wie ich zu einem Menschen sprechen würde, der anwesend ist und der mein volles Vertrauen genießt. Ich drücke es aus, dass ich mich von meiner negativen Haltung abkehren will, in Zukunft anders handeln möchte und dazu Seine Hilfe brauche. Diese Haltung muss natürlich wirklich ehrlich gemeint aus dem Herzen kommen. Und dann bitte ich Ihn um Vergebung und fühle hinein, ob ich diese Vergebung auch empfange und spüren kann.

Und was dann im Herzen geschieht entzieht sich jeder Beschreibung. Es ist Liebe und Heilung pur, Heilung durch die Liebe Gottes, denn Er vergibt, und ich spüre Seine immense Freude über mich. Wir sind uns nah, ich habe die Gewissheit: Jesus wohnt in meinem Herzen! Ich habe Ihm wirklich in der Taufe mein Leben übergeben, und dies tue ich wieder und immer wieder. Die Vorwürfe gebe ich Ihm, und Er gibt die Heilung und auch die Fähigkeit, selbst zu vergeben. Und so fällt die Last auf dem Buckel ab, alles selbst abwickeln und schaffen zu müssen. Ich werde weich, mein Herz wird warm wie ein Ofen, und jeder Hass verschwindet in Sekundenstelle.

In der Vergebung geschieht die direkte Berührung Gottes/Jesus im Herzen. Das ist der Moment, an dem Tränen fließen, der Moment in dem du unmissverständlich weißt, dass du weißt, dass du weißt, dass dich Gott berührt. Das ist dann auch der Moment, den man als „mystische Erfahrung“ bezeichnen könnte. Dies fühlt sich jedoch viel positiver und lebendiger an als die schmerzhafte Sehnsucht von früher, oder die leere, hoffnungslose Stille/Weite, denn hier wirkt Gott direkt im Herzen. In der Vergebung ist Er uns ganz nah. Sie fließt direkt von Ihm zu uns, aus Seiner unendlichen Liebe zu uns. So Wissen wir uns geliebt und aufgehoben, erhoben zu Ihm.

Dieses Erleben jedoch ist nicht Selbstzweck, man kann es sich nicht erarbeiten oder antrainieren, sondern es ist das Geschenk dieser Beziehung zwischen Gott und Mensch und der Hingabe allen Stolzes, allen Dünkels und aller scheinbaren Stärke. Manche erleben solche Momente häufig und immer wieder, andere nur selten. Das hängt natürlich auch davon ab, wie sehr und oft man die Beziehung sucht, und wie stark diese Beziehung ist.

Es ist wie in der Liebe zu einem Menschen: kehre ich meinem Partner immer wieder den Rücken zu, nehme Anderes wichtiger und ignoriere ihn, so nimmt die Beziehung Schaden.

Solche Momente der Innigkeit können sich durchaus ausdehnen und lange dauern, je nachdem, wie lange wir und der Herr in diesem Zustand von Nähe bleiben. In dieser Zeit muss es nicht zwingend still sein, sondern da kann viel geschehen. Es können Bilder kommen, Worte, Gebete, der Heilige Geist gibt uns ein, was Ihm wichtig ist. Hörendes Gebet und der „Kreislauf der Erneuerung“ sind die Zeiten des innigsten Kontaktes.

Wir haben einen wunderbaren Gott, der Seinen Geschöpfen nah sein möchte, der es liebt, wenn wir uns nach Ihm ausstrecken, Ihn um Rat fragen, unser Leben nach Ihm ausrichten. Er möchte mitten dabei sein in unseren Entscheidungen. Er möchte MIT UNS LEBEN. Er will das Gute für uns und unser Leben, und wenn wir auf diese Weise mit Ihm gehen, wendet sich alles zum Besseren.

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Der „Kreislauf der Erneuerung“ ist ein Schlüssel für Klärung und Heilung. Durch Ehrlichkeit sich selbst und Jesus/dem Vater gegenüber, sowie durch Umkehr, Bereuen und das Erbitten von Vergebung.

Leseprobe „Kreislauf der Erneuerung“ von Marco Gmür

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Wow, wie hat mich der Hl. Geist heute wieder überführt….. Die ganze Zeit schon kam ich bei der kleinsten Gelegenheit immer wieder in Rebellion gegen eine Freundin und ihre gefühlten „Vorschriften“, Ratschläge, was auch immer… Ich weiß sie meint das nicht so, doch ich konnte mein „Apell-Ohr“ einfach nicht ausschalten.

Diese Rebellion ist immer sein sehr unangenehmes Gefühl. Da steht alles in einem auf, man ist plötzlich auf Krawall gebürstet, will partout etwas ganz anders haben als jemand anderer, man fühlt sich angegriffen, bevormundet, meint sich wehren oder durchsetzen zu müssen, Gedankenketten steigen auf und puschen den Kreislauf hoch. 126338_web_R_K_B_by_110stefan_pixelio.de.jpgÄrger, Wut, man dreht sich im Kreis und steigert sich immer mehr hinein, und schon ist der Krawall da – wenn man dem Ausdruck gibt. Doch das wollte ich auf keinen Fall, denn ich kenne inzwischen diese Abläufe. Ich komme eh nicht drum herum, all das vor den Herrn zu bringen und mit Ihm zu reden.

Ich habe dem also nicht Ausdruck gegeben, obwohl ich mich zurück halten musste, sondern bin damit zu Jesus gegangen. Ich bat ihn um Überführung, ich bat Ihn mir zu zeigen worum es genau geht, denn mir war klar, dass da was Altes dahinter stecken musste. Da kam so ein Schwall übler Gefühle mit, dass ich tiefer rein gehen musste. Und schon kamen die Tränen mit ungeheurer Wucht… Plötzlich war ich wieder ein kleines Kind, das immer und immer wieder verbal und mit Schlägen nieder geknüppelt wurde, ein Kind das nicht sein durfte, das immer nur störte, das nicht geliebt wurde, das niemals etwas wollen durfte, das nie gehört wurde, dem immer über den Mund gefahren wurde. Eine solche Ohnmacht und Wut war da in mir, ich hätte kotzen können. So oft… so oft… hunderte Male hat mein Vater meinen Willen gebrochen und meine Seele verletzt. Ich fühlte wieder den Hass, den ich als Kind gefühlt hatte. Er war immer rücksichtslos und egoistisch, er dachte nur an sich, und er tat dies immer in einer grässlichen, markerschütternden Lautstärke und mit einem grimmigen Gesicht voller Hass. Man musste immer auf alles gefasst sein. So wie er mich hasste, so hasste ich ihn damals auch.

Und ich hatte geglaubt, ich hätte ihm schon längst und schon zig mal vergeben…. Pustekuchen. Heute hat Jesus all das nochmal an die Oberfläche geholt, und ich glaube, ich habe noch nie so geweint, so geschluchzt, es war ein Irrsinns-Schmerz. Immer wieder nieder geknüppelt zu werden, niemals sein zu dürfen, nichts wollen zu dürfen, immer erschlagen von der Macht der Erwachsenen, die sie schonungslos ausleben dürfen, und du als Kind darfst nichts! Nichts!!!

Mir wurde echt schlecht, ein Würgen kam hoch und Gähn-Anfälle noch und noch. Ich würgte, hustete, ja es sollte alles raus, all der Mist!

Ich hab mich Jesus an die Brust geworfen und geweint, dann brachte er mich zu (Gott)Vater, auf dessen Schoß es weiter ging. Ich war ca. 1-3 Jahre alt. Und nach langem Weinen konnte ich Ihm endlich sagen: „Ich brauche dich so sehr! Ich brauche dich doch! Ich brauche Dich!“ Dieses Brauchen hatte ich mir nie gestattet vor lauter Stolz. Niemals hätte ich meinem leiblichen Vater so etwas gesagt. Aber (Gott)Vater liebte mich und hielt mich fest im Arm und brummte sanft, und er duftete, wir hatten alle Zeit der Welt, und sein leuchtend weißes Leinenkleid war frisch gestärkt und strahlte solche Sicherheit und Geborgenheit aus…. Schließlich winkte Er Jesus heran, der die ganze Zeit dabei gestanden hatte und fragte mich, ob ich mit Ihm gehen wolle. Ja, das wollte ich. Jesus reichte mir die Hand, ich ergriff sie, und aus seinem offenen Mantel heraus strahlte feuriges, gleißendes Licht. GrößenänderungPferd_Morgen.jpg Ich hatte keine Angst, ich blieb davor stehen, und dann ging ich ganz langsam hinein…. und eine große Erleichterung erfasste mich. Es war endlich vorbei…

Meine Wut und Rebellion von heute Morgen haben sich komplett gelöst. Ja, wenn ich für mich eintreten muss werde ich das in Ruhe tun, aber der Trigger ist weg. Danke Herr für Deine Liebe und Deine Heilung!

Bildquelle: 110stefan  / pixelio.de

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Dieses Video passt hervorragend zu meinem letzten Beitrag: Der Gemischtwarenladen. Diese brillante, junge Frau hat die richtige Wahl getroffen und wurde geheilt!

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Der Gemischtwarenladen

Man könnte sich die geistige Welt so ähnlich vorstellen wie einen Gemischtwarenladen, wie man früher die Tante-Emma-Läden kannte. Es gibt alles. 519936_web_R_by_Angelina S........_pixelio.de.jpgMan betritt ihn und schaut sich die Auswahl an, man nimmt sich was man mag, tut es in seinen Warenkorb und geht zur Kasse. Dort wird bezahlt. Die Währung im geistigen Raum ist jedoch nicht Geld sondern Lebenskraft. Was auch immer wir tun, denken und fühlen – es kostet  unsere Lebenskraft – und die ist gar nicht „unsere“, sondern wir bekommen sie geschenkt von unserem Schöpfer. Es ist also SEINE Lebenskraft, die Er uns gibt.

Bei  unserer Geburt und schon vorher bekommen wir sie als ein Geschenk von Ihm, und zwar mit dem Auftrag, weise mit ihr umzugehen. Weise, gerecht und gut. Gottes Gesetze sind in unsere Herzen geschrieben, deshalb ist in den meisten Menschen eine grundlegende „Gutheit“ zu finden. Indem wir jedoch die Lebenskraft häufig mehr zur Zerstörung nutzen als zum Aufbau, auch zur Zerstörung unseres Körpers, unserer Seele und (nicht zuletzt) auch unseres Geistes, begehen wir eine Art „Frevel“.

Wer nicht mehr weiß was gut und was böse ist, findet in der Bibel Weisheit und gute Ratschläge.

Wir haben also unser Konto an dieser kostbaren Lebenskraft, die übrigens aus Liebe gemacht ist. In der Bibel wird Jesus (die Liebe) einerseits als Mensch beschrieben, andererseits aber auch als derjenige, „durch den alles geschaffen wurde“.

Kolosser 1, 15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 

Jesus war als „die Liebe“ bereits vor dem Beginn der Schöpfung da. Der Vater zeugte sie mit seinem Willen, der Sohn war und ist die Liebe, und der heilige Geist setzt den Willen Gottes in dieser Liebe um. Jesus kam durch den Willen des Vaters als Mensch geboren auf die Erde, und die Liebe inkarnierte (wurde Fleisch) als Mensch in der Person Jesus Christus.

Wir tun gut daran, diese Geschichte zu glauben, sie ist nämlich WAHR. Glauben wir an Lügen, gehen wir in die Irre, denn was wir glauben wirkt sich aus. Das ist nicht etwa ein kosmisches Gesetz, das irgendwie vom Himmel gefallen ist! Nein, unser Schöpfer schenkte uns den freien Willen, die frei Wahl, wir können wählen was wir glauben wollen. Und nicht nur das: Er lässt auch die Folgen zu, damit wir ERLEBEN was daraufhin geschieht, und damit wir uns immer wieder revidieren, korrigieren und neu entscheiden können. Deshalb sollten wir gut aufpassen, was wir aus dem Regal wählen und ergreifen.

Greifst du im Gemischtwarenladen der geistigen Welt nach Jesus, hast du eine gute Wahl getroffen, die beste die du treffen kannst.

Du ernährst dich mit den Produkten die du „kaufst“ (glaubst), du isst sie, sie formen deinen Geist, deine Seele und deinen Körper. Du wirst von ihnen geprägt, und das hat Folgen. Denn welche Früchte bringst du hervor, wenn du sie ergriffen hast? Ist es LEBEN, das daraus hervor kommt? Oder ist es Tod? Kommen positive Impulse dabei heraus, die auch andere Menschen positiv beeinflussen, oder wirst du letztlich krank oder depressiv oder einsam? Macht es dich frei, erfüllt es dich und dein Leben? Oder hast du Konzepte übernommen, die dich lähmen oder in Gesetzlichkeit und Unterdrückung gefangen halten? Sind Frieden, Liebe, Demut, Dankbarkeit und Freude die Früchte? Oder kämpfst du weiter um deinen Selbstwert und deine Bedeutung?

„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“. Jeder kann sich seine eigenen Früchte betrachten, wenn er klar und wach ist, und vor allem ehrlich zu sich selbst und dann wieder neu entscheiden.

Indem du im Gemischtwarenladen nach einem Produkt greifst,

715325_web_R_K_B_by_uschi dreiucker_pixelio.de.jpgöffnest du dich der ganzen Dunstwolke, die mit dem Produkt im Zusammenhang steht. Greifst du nach Buddhismus, bekommst du Buddhismus mit allem was dazu gehört an Empfindungen, Sehnsüchten und Ausprägungen in Körper, Seele und Geist. Greifst du nach Macht oder Materiellem, bekommst du alles was dazu gehört an positiven wie auch negativen Auswirkungen. Du kaufst also einen regelrechten Kosmos mit. Diese Dunstwolke prägt dich dann mehr und mehr.

Jetzt kommt die gute Nachricht: wenn du im Laden nach Jesus greifst, dann trittst du in Seine Welt ein, und diese Welt ist geprägt von Seiner Kraft und Seiner Liebe und Seinem Segen. Hier kommen keine dunklen Wolken mit. Jesus ist die größte Macht im geistigen Reich. Er hat während Seines Lebens als Mensch Kranke geheilt, Er trieb Dämonen aus, Er führte Menschen ins Licht – und all das tut Er noch heute! Kommst du in Seinen „Space“, in Seine Umgebung, öffnest du dich Seinem Einfluss, breiten sich Reinheit aus und Helligkeit. Dein Leben kommt mehr und mehr in Ordnung. Die Dinge fügen sich, auch dein Körper und deine Seele kommen mehr und mehr in Ordnung. Du fühlst wie du getragen wirst und begleitet. Die Voraussetzung dazu ist, dass du nach ihm greifst, ihn sozusagen erwählst, und dass du lernst, mit Ihm zu kommunizieren. Und zwar IN WORTEN und mit dem Einsatz deiner Stimme im Gebet.

Das was ausgesprochen wird dringt hinein in die geistige Welt. Und da Jesus ein Wesen ist, eine Person, hört Er dich höchstpersönlich, wenn du Ihn ansprichst. Und da Jesus Liebe ist, wird Er antworten.

Wenn du dich in diesem Laden Jesus zuwendet, trittst du ein in eine geistige Realität, die allen „Dunstkreisen“ weit überlegen ist. Hier hast du Gott persönlich an deiner Seite. Dies ist das Echte. , das WAHRE. Hier wohnt die Kraft.

Als ich klein war, prahlte ich, wenn ich Angst vor jemandem hatte, immer mit meinem großen Bruder, den ich rufen würde. Wenn ich heute meinen großen Bruder Jesus anrufe, so kommt Er mir immer zu Hilfe! Er hat mir schon so viel Zuwendung und Aufmerksamkeit geschenkt… Er hat schon so viele negative Gedanken und Gefühle vertrieben… es genügt ein Fingerschnipser von Ihm. Ich muss nur eins tun: Ihn darum bitten!

Gott ist ansprechbar und erreichbar. Es  haben schon so viele Menschen innig nach Ihm gerufen, und ihr Sehnen bekam Antwort. So ist Er, unser Gott: ein Liebender UND ein Geliebter, ein Freund, ein Helfer und ein Heiliger, ein Partner in allen Lebenslagen

Er genügt. Er reicht aus. Und der ganze Gemischtwarenladen mit all seinen Auslagen und Sonderangeboten erübrigt sich von selbst.

 

 

Bildquelle: AngelinaS/Pixelio.de und uschi dreiucker  / pixelio.de

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Sei dir bewusst, dass du nach der Taufe und der Erfüllung mit dem heiligen Geist ein neuer Mensch geworden bist. Du hast eine neue Identität bekommen, in die du noch hinein wachsen musst und darfst. Diese neue Identität ist dein Sein in Christus. Du hast Ihm dein Leben übergeben, und du gehörst nun zu „seinem Leib“. Du bist in Ihm und Er ist in dir.

Die alten Strukturen deines Ich sind jedoch noch immer da. Sie sind Festungen, die vom Dunklen über dein ganzes Leben hinweg aufgebaut worden sind, als du noch ohne Gott warst. Sie müssen langsam abgebaut werden – sie sind das, was man „Fleisch“ nennt. Besser ist der Ausdruck „gottloses Ego“, denn Es sind die Verhaltensweisen, die dir helfen sollten, deinen Weg durchs Leben zu gehen und irgendwie ohne Gott durch zu kommen, durch zu halten, nicht unterzugehen, nicht untergebuttert zu werden. Wir alle haben Schweres erlebt und mussten uns verteidigen, kämpfen, uns wehren. Uns wurde Unrecht getan, das Leben war oft ungerecht. Manche Menschen wurden uns zu gefühlten Feinden, wir mussten uns schützen und hatten alle möglichen Strategien dazu erworben. All das dürfen wir wieder verlernen. Doch die gute Nachricht ist: es ist gar nicht anstrengend, denn Jesus hilft uns dabei. Er verändert uns auf sanfte Weise. Er ist jetzt unser Verteidiger. Er kämpft für uns, Er tritt für uns ein, Er ist unser Ratgeber. Und alles wofür wir beten in Seinem Namen wird uns gegeben werden – früher oder später.

In der Identität Jesu Christi gewinnst du mehr und mehr an Autorität und Sicherheit – Autorität den Mächten der Dunkelheit gegenüber. Du überwindest Depressionen, schlechte Laune, Selbstverdammnis, Hass, Wut, Ärger. Du lernst mehr und mehr in die Dimensionen des Lichts einzutreten und darin zu bleiben. In dir wird es einfach hell. Und die Dämonen können dir nichts mehr anhaben – vorausgesetzt du hast vor der Taufe einen Prozess der Befreiung und Lebensbereinigung durchlaufen, wobei dir Menschen helfen, die erfahren auf diesem Weg sind.

In der Identität Jesu Christi wirst du von diesen Menschen den Umgang mit Dämonen und dunklen Angriffen lernen. Du wirst keine Angst mehr haben. Sie können dir nichts mehr anhaben. Du bist geschützt und in Jesus Christus stärker als sie. Es brechen wirklich goldene Zeiten für dich an, denn du lernst die Geister zu unterscheiden und mit ihnen adäquat umzugehen. Und du erlebst sofortige Befreiungen, Lösungen, Gebetserhörungen.

Dein Lebensgefühl gewinnt an Reinheit mit der zunehmenden Reinigung der alten Strukturen. Diese geben jedoch nicht so ohne weiteres auf. In dir wird manches aufbegehren, doch du kannst immer und unter allen Umständen deine Probleme zu Jesus bringen und sie gemeinsam mit Ihm lösen. Die Beziehung zu Ihm ist unendlich heilsam. Und mit Ihm hast du ja auch den Vater gewonnen, der alle Löcher, die deine leiblichen Eltern in dir hinterlassen haben, füllen wird. Du bekommst so viel Liebe wie du dir immer ersehnt hast und mehr als sie.

All das hat jedoch auch einen Preis. Du wirst dein altes Ich hingeben müssen. Es wird nicht überleben. Auf dem Weg, Christus ähnlich zu werden, bleibt das Alte nicht ungeschoren. Du wirst jedoch für jede Hingabe, für jedes Bekenntnis, für jede Umkehr überreich belohnt mit Einsicht und Angenommensein. Auf diesem Weg des Glaubens wird dir immer klarer, dass es nur wenige Menschen gibt, die dich noch verstehen können, geschweige denn folgen. Deine Beziehungen werden sich verändern und reinigen. Es wird Umstrukturierungen geben. Möglicherweise wirst du eines Tages Anfeindungen ausgesetzt sein. All das ist gemeint, wenn Jesus sagt: nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach.

Doch was du gewinnst geht über allen Verstand und über alle Erwartungen hinaus. Du wirst frei von der Dunkelheit, die dein Leben überschattet hat, die dich in ihrem Klammergriff hatte, die dir oft genug im wahrsten Sinn des Wortes „die Hölle heiß gemacht“ hatte. Und damit wirst du auch nach und nach frei von den Folgen der Traumata, die du erlebt hast. Du lernst zu kämpfen mit dem Wort Gottes, das tatsächlich eine durchschlagende Kraft und Wirksamkeit besitzt. Du wirst auch freier von Süchten und zwanghaften Neigungen.  Du wirst gesünder, denn die Quelle des Dunklen kann dich nicht mehr drangsalieren, und du stehst unter dem Schutz Gottes. Es lichtet sich in allen Lebensbereichen. Du hast mehr Lebensfreude, und du weißt mehr und mehr wozu du hier bist, was deine Aufgabe hier ist, was Gott von dir möchte. Und nichts ist befriedigender als dem zu folgen.

Du bist nie mehr allein, denn dein Gott ist immer da. Du hast also in deinem Innern den besten Gesprächspartner überhaupt. So wirst du auch unabhängig von Liebesbeziehungen zu Menschen. Sie werden auseinander gehen oder einen anderen Wert gewinnen und eine neue Tiefe, wenn sie in Gott geschlossen werden. Beziehungen können nur dann glücklich verlaufen, wenn Er der gemeinsame Nenner ist, auf den sich beide beziehen, wenn jeder sich bei Ihm Rat holt und seine Probleme zu Ihm bringt. Dann wird man sich immer wieder in Liebe begegnen können.

Dieser Gott ist ein lebendiger Gott. Er ist ein WESEN, fast wie aus Fleisch und Blut. So nah wirst du Ihn erleben. Dein Glaube wird immer sicherer und fester, je mehr du Erfahrungen mit Ihm und Seiner Wirksamkeit machst. Es muss erlebt werden, erzählen kann man es nicht.

Gebete zu diesem Wesen, dieser Persönlichkeit des lebendigen Gottes haben eine immense Kraft . Wenn dein Glaube schwach ist, bete darum, dass er stärker wird. Bete um alles was dir fehlt, um diesen Weg zu gehen – du wirst es bekommen. Denn dies ist der Gott des Lichts und der Kraft, und du wirst seine Herrlichkeit erleben. Hab Mut, du wirst es nicht bereuen. Schau, ob er in dir ruft, ob er dich ruft, ob du gerufen bist. Es ist eine Entscheidung nötig. Irgendwann ist die Zeit reif. Ich bete für dich.

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Foto von Piero Molinari

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Ich weiß nicht, wie oft ich schon in meinem Leben um Vergebung gebetet habe. Auch schon bevor ich mit Jesus ging war Vergebung ein Thema. Ich machte oft Ho’oponopono und erhoffte mir Heilung. Doch nichts was ich tat heilte mich, nichts davon heilte meine Beziehungen, geschweige denn meine Seele.

Erst seit ich Jesus kenne, erlebe ich Heilung und die Macht der Vergebung. Mir kommt das Bild eines Glases in den Sinn, das voll ist. In ein volles Glas kann man nichts mehr hinein geben, es muss leer sein. Wenn mein Glas voll ist mit dem Glauben an mich selbst, an meine eigene Größe und Macht, oder auch an die Macht meines Bewusstseins, das ich glaube zu sein, dann kann Jesus nicht hinein kommen, dann kann Gott nicht sein Füllhorn ausschütten.

Vergebung Gottes ist die größte Macht im Universum. Sie kann alle dunklen Geister vertreiben, zerstören, sie wirkt gegen die Dämonen, gegen satan – doch es ist die Frage: WER kann denn eigentlich wirklich vergeben? An WEN wenden wir uns, wenn wir um Vergebung bitten? Vor WEM bekennen wir, was wir falsch gemacht haben? WER kann uns erlösen und uns reinigen?

Das leere Glas muss unten stehen, das frische Wasser (des Lebens) kann nur von oben kommen – es braucht also auch ein Gefälle. Wenn ich mich jedoch mit Gott auf eine Stufe stelle – WER soll mir dann noch vergeben können? Wir berauben uns der Vergebung. Wenn wir uns nur selbst vergeben oder nur einander vergeben kann Gott nicht mehr kommen und uns vergeben. Ja, es ist wichtig einander und sich selbst zu vergeben, doch ZUERST sollten wir uns an Gott wenden, nicht an den Menschen! Denn hat Er uns denn nicht geschaffen und uns alles gegeben was wir brauchen? Er gibt uns auch die Vergebung, die wir so dringend brauchen – wenn wir uns an Ihn wenden.

Ich stellte mich mit Gott auf eine Stufe und kam und kam nicht vorwärts. Ich hatte keine Hilfe, niemand nahm mich an die Hand und gab mir Rat. Niemand versicherte mir, dass er mir helfen würde, ich war mit allem ganz und gar auf mich allein gestellt. Wenn ich Gott anrief, schwieg er. So glaubte ich, die Stille sei Gott, und er rede nun mal nicht. Ich gab mich also der Stille hin, bat die Stille und den Kosmos, die Weite um Vergebung, um Hilfe, um Heilung. Doch es geschah nichts außer kurze Momente von Trost.

Die Kraft der Vergebung erlebe ich erst, seit ich Jesus folge und zu einem Gott bete, der ÜBER mir steht, zu einem Gott, der wirklich das Herz berührt und ergreift. Zu einer Persönlichkeit! Ich darf Ihm alles bekennen und auf Seine Vergebung vertrauen. Und dann erst, wenn ich spüre, dass Er mir vergeben hat, danke ich Ihm dafür und vergebe den beteiligten Mitmenschen und auch mir selbst. Dann erst bin ich wieder rein, wie geputzt. Denn ich bin umgekehrt, ich habe mich um- und abgewendet von meinem falschen Verhalten. Ich habe versprochen mich zu ändern, habe Vergebung erfahren und selbst vergeben. Nun kann ich wieder tief durchatmen.

Wir können mehr und mehr in diese Gutheit und Reinheit Gottes hinein wachsen, wenn wir Jesus Christus nachfolgen. Diese Gutheit und Reinheit kommt dann immer wieder auf uns herab, mit jedem Bekenntnis und jeder Vergebung. Sie ist wie eine Badewanne von Seligkeit, Geborgenheit und Liebe. Angenommen sein, bei Gott direkt auf dem Schoß sitzen und sich fühlen wie ein Kind.

Das geht nur, wenn da ein Gefälle ist. Ich selbst bin nicht Gott. Ich bin ein Mensch. Eine Schöpfung von Gott, und in Seinem Bilde gemacht, doch ich bin nicht selbst Gott.  Aber ich kann mit Ihm in Kontakt sein, ich darf auf Seine Güte und Liebe vertrauen, auf Seine Versorgung und Seinen Schutz. Und auf Seine Heilung – an Körper, Seele und Geist.

Inzwischen habe ich keine Angst mehr vor meinen negativen Gedanken und Gefühlen. Ich bekenne sie, ich bitte den Vater um Vergebung für sie, ich übergebe sie an Jesus und lasse sie los. Dann segne ich die Menschen, die ich verurteilt habe und bete für sie. Doch mein Jesus steht ÜBER mir. Er ist keine schlichte Energie, die man mal eben so einsetzt. Ja, Er wohnt in mir und ich in Ihm. Doch um in Gottes Schutz und Seine Liebe zu kommen, braucht Gott mein Versprechen, dass ich so werden möchte wie sein Sohn. So rein, so gut, so untadelig. Das heißt nicht, dass ich so SEIN muss, sondern einfach nur dass ich so werden möchte. Wir dürfen Fehler machen, wir dürfen Fehler haben, das ist nicht das Problem – dafür sind wir Menschen, eben die Kinder Gottes. Noch nicht erwachsen. Wir können aber erwachsen werden auf diesem Weg, und Vergebung ist das Einzige was uns dabei helfen kann.

Viele Menschen erkennen erst auf dem Sterbebett, dass sie klein sind und ohnmächtig, dass das Glas unten steht und nicht oben. Sie erinnern sich oft erst dann und erinnern sich an Gott und beten.  Diese Sehnsucht in unseren Herzen nach Führung, geliebt werden und gehalten sein beweist doch geradezu, dass es einen Gott geben muss, der ÜBER uns steht.

Wer suchet der findet. Doch gib nicht zu früh auf und glaube nicht zu früh, du hättest Ihn schon gefunden. Es heißt nicht umsonst, dass der Weg schmal und schwer zu finden ist, und nur wenige gehen ihn. Schau, ob die Vergebung, die du erfährst, dich wirklich auf Dauer heilt, oder ob da nicht leise Zweifel zurück bleiben an der Wirksamkeit deiner Gebete. Schau, ob sich die Dunkelheit deiner Träume löst, oder ob der Albdruck immer wieder kommt.

Denn unser Gott ist ein Gott, der WIRKT. Der sich auswirkt im Leben, in Worten und Taten. Einfach nur hier sein und nichts tun ist gemütlich und bequem, doch es ist nicht das was ER für uns will. Er hat uns zum LEBEN geschaffen. Er möchte unsere Herzen verändern, uns zu sich ziehen, Er möchte sich eingeladen wissen, denn Er kennt das Gefälle, Er weiß wer ER ist und wer wir sind. Er hat uns gemacht und hofft seit Jahrtausenden darauf, dass wir, dass jeder Einzelne von uns sich an Ihn wendet. Seine Arme sind weit offen und ausgebreitet. Mit jedem Schritt, den wir auf Ihn zugehen, kommt er uns zwei Schritte entgegen. Die verlorenen Söhne und Töchter werden voller Liebe empfangen.

Gefaelle

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