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Archive for the ‘Erwachen’ Category

Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe. 

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.

Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.

Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Bildquelle Schach: Image-ID 440423 von Meltis

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Auf dem Weg mit Jesus geht es aus meiner Sicht um ganz andere Dinge als auf dem Weg der Spiritualität oder des Erwachens.

Als ich nach Erleuchtung suchte, meditierte, diverse Übungen machte, erhoffte und erwartete ich mystische Erfahrungen. Mein Ziel war es, das süße Gefühl der Verschmelzung mit Gott möglichst dauerhaft zu haben, ich erstrebte eine Glückseligkeit auf Dauer. Doch diese scheinbare Verschmelzung erlebte ich im Grunde nie wirklich, sondern vielmehr überlagerte eine immens schmerzhafte Sehnsucht meines Herzens und meiner Seele alles. Die Sehnsucht war so stark, und so oft weinte ich, weil ich einfach nicht fand was ich suchte. Schließlich glaubte ich, diese Sehnsucht müsse schon die Erfüllung sein. Und so wurde Schmerz und süße Sehnsucht mein Indikator für Gottes Wirken in mir, und mir blieb keine Wahl als mich damit zufrieden zu geben.

Ich wusste es damals nicht besser. Ab und an hatte ich auch beeindruckende mystische Erlebnisse von Entgrenzung, Kundalini-Phänomene, Erlebnisse außerhalb des Körpers, beeindruckende mystische Begegnungen, Spuk-ähnliche Phänomene… Das meiste war mehr erschreckend als wirklich wohltuend, und doch war ich für alles dankbar und hielt mich dann auch für besonders, vielleicht gar auserwählt und wichtig für Gott.

Nach dieser endlos langen Phase (ca. 30 Jahre) kam das Erwachen – an einem Punkt des Loslassens dieser Suche. Damit einher kam die Einsicht, dass alles bereits da ist und es nichts zu erstreben gilt. Damit war all dem mystischen Kram ein Ende gesetzt. Statt dessen aber kam die Verherrlichung der Stille, denn es entstand die Möglichkeit, sich im Sein total zu entspannen, darin zu schwelgen und abzutauchen. Das Verschwinden im Sein hat seinen eigenen Reiz, der für mich jedoch immer auch etwas Wehmütiges hatte. Denn alles zu lassen, alles sein zu lassen, alles als unwirklich zu betrachten und mich selbst als geträumter Träumer im Traum – das alles war wenig aufbauend. Es war so etwas wie Sterben auf Raten, oder bereits im Leben gestorben zu sein.

Nun habe ich inzwischen – seit meiner Taufe – ein ganz anderes Leben kennen gelernt. Ich bin wieder lebendig, ich habe wieder ein Ich, ich treffe wieder Entscheidungen. Ich habe mich einfach dafür entschieden, wieder leben zu wollen, dieses Leben ernst zu nehmen, an einen liebenden, persönlichen Gott zu glauben und Ihm zu folgen. Auf dem Weg mit Jesus geht es vorrangig um die Beziehung zu Ihm und erst zweitrangig um mystische Erfahrungen oder das Sein. Es geht um die tägliche Nähe, darum, sich führen zu lassen, Ihn immer wieder aufzusuchen, und Ihm  sein Herz zu öffnen.

Der Heilige Geist zeigt mir jeden Tag im Gebet, ob und wo es noch Dinge zu klären gibt. Wenn ich mich Seiner Führung überlasse, kommen die tagesaktuellen Probleme hoch, und gleichzeitig eröffnet sich auch der Weg, wie ich innerlich oder äußerlich damit umgehen kann – in der Gegenwart Gottes. Im Prozess des „Kreislaufs der Erneuerung“ erlebe ich eine tiefe Reinigung, immer wieder aufs Neue.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich habe extrem negative Gedanken in mir zugelassen über jemanden. Ich habe diese Gedanken tagelang gefüttert, verstärkt und verurteile ihn und sinne auf Rache oder Vergeltung, weil ich verletzt wurde. Dann weiß ich in dem Moment sehr genau, dass ich in einem Zustand bin, den Gott nicht mag. Ich weiß dann, dass ich angegriffen bin, entweder von meinen alten Mustern (meinem Fleisch), oder gar haben sich Dämonen angeschlichen und stacheln die alten Muster an (das tun sie gerne). Dann habe ich die Möglichkeit, mit gewissen Gebeten diese Angriffe „im Namen des Herrn Jesus Christus von Nazareth, der im Mensch gekommen ist“ zu parieren, zu verbrennen, in die Flucht zu schlagen.  Denn Jesus ist stärker als alle Dämonen. Wenn das nichts helfen sollte, dann muss ich direkt zu Jesus gehen, und das ist dann ohnehin angebracht, denn ich brauche dann Seine Vergebung für meinen Hass und meine Rebellion. Jesus ist Liebe, Er möchte nicht, dass sich die Menschen hassen.

Dann trete ich im Gebet vor Ihn, bekenne meine Schuld, meine Unvollkommenheit, meine Schwachheit. Ich erzähle Ihm die ganze Geschichte. Ich spreche Ihm gegenüber all das laut aus, so wie ich zu einem Menschen sprechen würde, der anwesend ist und der mein volles Vertrauen genießt. Ich drücke es aus, dass ich mich von meiner negativen Haltung abkehren will, in Zukunft anders handeln möchte und dazu Seine Hilfe brauche. Diese Haltung muss natürlich wirklich ehrlich gemeint aus dem Herzen kommen. Und dann bitte ich Ihn um Vergebung und fühle hinein, ob ich diese Vergebung auch empfange und spüren kann.

Und was dann im Herzen geschieht entzieht sich jeder Beschreibung. Es ist Liebe und Heilung pur, Heilung durch die Liebe Gottes, denn Er vergibt, und ich spüre Seine immense Freude über mich. Wir sind uns nah, ich habe die Gewissheit: Jesus wohnt in meinem Herzen! Ich habe Ihm wirklich in der Taufe mein Leben übergeben, und dies tue ich wieder und immer wieder. Die Vorwürfe gebe ich Ihm, und Er gibt die Heilung und auch die Fähigkeit, selbst zu vergeben. Und so fällt die Last auf dem Buckel ab, alles selbst abwickeln und schaffen zu müssen. Ich werde weich, mein Herz wird warm wie ein Ofen, und jeder Hass verschwindet in Sekundenstelle.

In der Vergebung geschieht die direkte Berührung Gottes/Jesus im Herzen. Das ist der Moment, an dem Tränen fließen, der Moment in dem du unmissverständlich weißt, dass du weißt, dass du weißt, dass dich Gott berührt. Das ist dann auch der Moment, den man als „mystische Erfahrung“ bezeichnen könnte. Dies fühlt sich jedoch viel positiver und lebendiger an als die schmerzhafte Sehnsucht von früher, oder die leere, hoffnungslose Stille/Weite, denn hier wirkt Gott direkt im Herzen. In der Vergebung ist Er uns ganz nah. Sie fließt direkt von Ihm zu uns, aus Seiner unendlichen Liebe zu uns. So Wissen wir uns geliebt und aufgehoben, erhoben zu Ihm.

Dieses Erleben jedoch ist nicht Selbstzweck, man kann es sich nicht erarbeiten oder antrainieren, sondern es ist das Geschenk dieser Beziehung zwischen Gott und Mensch und der Hingabe allen Stolzes, allen Dünkels und aller scheinbaren Stärke. Manche erleben solche Momente häufig und immer wieder, andere nur selten. Das hängt natürlich auch davon ab, wie sehr und oft man die Beziehung sucht, und wie stark diese Beziehung ist.

Es ist wie in der Liebe zu einem Menschen: kehre ich meinem Partner immer wieder den Rücken zu, nehme Anderes wichtiger und ignoriere ihn, so nimmt die Beziehung Schaden.

Solche Momente der Innigkeit können sich durchaus ausdehnen und lange dauern, je nachdem, wie lange wir und der Herr in diesem Zustand von Nähe bleiben. In dieser Zeit muss es nicht zwingend still sein, sondern da kann viel geschehen. Es können Bilder kommen, Worte, Gebete, der Heilige Geist gibt uns ein, was Ihm wichtig ist. Hörendes Gebet und der „Kreislauf der Erneuerung“ sind die Zeiten des innigsten Kontaktes.

Wir haben einen wunderbaren Gott, der Seinen Geschöpfen nah sein möchte, der es liebt, wenn wir uns nach Ihm ausstrecken, Ihn um Rat fragen, unser Leben nach Ihm ausrichten. Er möchte mitten dabei sein in unseren Entscheidungen. Er möchte MIT UNS LEBEN. Er will das Gute für uns und unser Leben, und wenn wir auf diese Weise mit Ihm gehen, wendet sich alles zum Besseren.

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Der „Kreislauf der Erneuerung“ ist ein Schlüssel für Klärung und Heilung. Durch Ehrlichkeit sich selbst und Jesus/dem Vater gegenüber, sowie durch Umkehr, Bereuen und das Erbitten von Vergebung.

Leseprobe „Kreislauf der Erneuerung“ von Marco Gmür

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Der Gott des Lebens

Wenn ich morgens in meiner „stillen Zeit“ bin – die ich früher „Meditation“ nannte, die jetzt aber Gebet und Austausch mit Gott beinhaltet – frage ich mich manchmal: Was ist eigentlich der Unterschied zu früher, als ich den ‚Gott des Erwachens‘ als meinen Gott angenommen hatte?

Wer ist der ‚Gott des Erwachens‘:  Alles und Nichts, die Weite, die Unendlichkeit, die Zeitlosigkeit, der Hintergrund auf dem sich alles abspielt. Das Sein, die Quelle, das Unsagbare, Unbeschreibliche, einfach Hiersein, einfach sein. Strahlenkranz

All diese Attribute hat mein jetziger (biblischer) Gott auch, doch da ist noch so viel mehr, was sich früher verborgen hatte.

Wenn ich damals betete, betete ich quasi zu mir selbst, da ich mich mit dem Alles und Nichts vollständig identifizierte, bzw. glaubte, darin völlig aufgegangen zu sein. Das Gebet bestand überwiegend aus Stille und Hingabe an diesen Hintergrund. Das brachte allerdings den Zwiespalt mit sich, nicht erklären zu können, weshalb die Dualität trotzdem da war, obwohl doch die Stille das eigentlich Wahre zu sein schien, und weshalb sie (oft auch negativ) auf mich einwirkte. Selbst wenn ich mir hundert Mal sagte: „Es ist nur ein Film, eine Erscheinung auf dem Hintergrund des Bewusstseins“, so waren doch die Erfahrungen und Gefühle echt und hatten Einfluss auf mich und mein Wohlbefinden.

Da ich mich selbst als anteilig an Gott erfuhr, und somit selbst Gott war, betete ich mich im Grunde selber an. Ich sprach mit mir selbst, und damit einher ging auch ein Gefühl von gestorben sein, von tot sein, von nicht wirklich vorhanden sein. Eine sanfte Wehmut fand sich immer in meinem Herzen. Ich fand in mir kein Ich, also war ich Teil des großen Ganzen. Nur was hatte all das für einen Sinn? So, einfach so leben? Was tun? Impulsen folgen, von denen niemand wusste woher sie kamen? Es musst ja dann alles von Gott sein, von meinem Gott der Weite und des Alles und Nichts…

Als meine Psyche in einer Partnerschaft durch meine verkorkste Struktur ernsthaft Schaden zu nehmen drohte, versuchte ich immer öfter und immer intensiver, in diesem Alles und Nichts Heilung zu bekommen. Doch meine Psyche wurde immer kränker, auch mein Körper hatte dauernd was anderes, Verdauung und Blase spielten immer öfter verrückt. Ich hatte Vergiftungen ohne sichtbaren Grund und ernsthaft lebensbedrohliche Zustände.  Ich nahm Antibiotika wegen nicht endender Blasenentzündungen und wurde während der Behandlung immer noch depressiver. Schließlich war ich völlig „auf den Hund“ gekommen.

Obwohl ich immer wieder alle Gefühle ins große Sein abgab, obwohl ich mich tausend Mal auf die Stille einstimmte, obwohl ich zum spirituellen Therapeuten lief, zu Heilpraktikern und Heilern… die Erfolge waren immer nur von kurzer Dauer.

Schließlich ging unter großen emotionalen Schmerzen unsere Partnerschaft auseinander, wir trennten wir uns, und ich kam nahezu gleichzeitig durch einen alten Freund in Kontakt mit dem biblischen Jesus. Nicht mit der „Christus-Energie“, die ich von früher kannte. Nein, nicht mit dieser Energie, sondern mit dem lebendigen Jesus, der wirklich da war und noch heute da ist. Ich wusste, da mir nichts und niemand helfen konnte: Er würde es können.  Ich brauchte Ihn.

Die Trennung machte mir schwer zu schaffen, ich war emotional am Ende, zumal ich damit auch nahezu aller Freunde ledig wurde.  Ich steckte in psychischem Schmerz. An meinem Bauch zogen diverse Schläuche (so fühlte es sich an) und saugten mich aus, und es gab keine Chance dem zu entkommen. Dazu hatte ich einen derartigen Schlafmangel, dass Glühbirnen in meinem Kopf zu platzen schienen. Dämonen machten mir die Nächte zur Hölle und foppten und quälten mich und lachten mich aus.

Ich setzte mich in mein Meditationszimmerchen und dachte an Jesus. Ich wollte eine Beziehung zu Ihm. Ich wollte Ihn hören, mit Ihm zusammen sein, seine Gunst haben, ich wollte Heilung von Ihm. Und ich begann zu Seiner Person zu beten, zu Jesus als Person, als Gott, als lebendigem Gott. Ich bat Ihn um Vergebung für alles was ich falsch gemacht hatte. Und ich befahl in Seinem Namen den Dämonen meinen Körper zu verlassen. Ich ließ mich tief in mein Inneres fallen und war klein und demütig vor Ihm und bat Ihn einfach nur um Hilfe.

Etwas stieg in mir hoch, tief aus dem Bauch heraus nach oben. Mir war als würde mir übel, ein Würgereiz, Rülpser und jede Menge Luft entwich. Ich würgte immer wieder während ich weiter betete und den Dämonen in Jesu Namen befahl. Ich gab mich dem was geschah hin und machte mit . Es fühlte sich gut an, reinigend. Ich spürte genau, dass irgendetwas mit mir passierte. Ich ging in tiefe Anbetung und war ganz in meinem Herzen. Und da war mit einem Mal ein so großer Frieden und in meinem Herzen eine wohlige Wärme, und plötzlich bemerkte ich, dass all meine seelischen und körperlichen Schmerzen verschwunden waren. Innerhalb von Minuten!

Und sie blieben verschwunden. Das war für mich ein Wunder. Das überzeugte mich vollends von Jesus – obwohl Überzeugung nicht wirklich nötig war. Solche Wunder habe ich seitdem zig-fach erlebt. Schlagartige Reinigung von negativen Gedanken und Gefühlen, Heilung von Wut und Aggression, Heilung auch von Beziehungen, und Heilung meines Körpers von Heuschnupfen, all den Blasenentzündungen usw. , Jesus wirkt wann immer ich etwas einsehe, bereue und vor Ihm ausbreite.

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Dieser Jesus lebt und ist wirksam, das ist für mich eine Tatsache. Und Er ist persönlich, sehr persönlich. Auch persönlich ansprechbar, und Er antwortet. Es ist Übungssache, Ihn zu hören. Es klappt nicht immer, oder manchmal schweigt er. Seine Antworten sind immer kurz und heilsam. Oft spricht Er in Bibelversen. Seine Stimme ist soooo sanft und liebevoll.

Wenn ich heute zu meinem Gott bete, dann geht das nur in tiefer Demut und in Anerkennung Seiner Größe und Allmacht. Ich bin wieder ein Mensch geworden, ich bin nicht mehr Gott. Eines Tages bat ich Jesus, mir dieses Gefühl wieder zu nehmen, gestorben zu sein. Denn ich wusste schließlich, dass ich lebe, und dass dieser Gedanke und diese Vorstellung eine Lüge war. Und zack, in einer Minute war diese Wehmütigkeit einer lebendig Gestorbenen verschwunden. Da war ich wieder, hallo Welt! Und ich fühlte mich wieder lebendig und glücklich! Ich hatte einer Lüge geglaubt.

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Dieser Gott ist ein Gott des Lebens und der Lebendigkeit. Mit dem Tod hat er nichts am Hut.

Ich kann nicht mehr beten, ohne mich klein zu machen, denn Gott hört mich nur dann, wenn ich mich unter Ihn stelle, wenn ich meinen Status kenne und Seinen. Dann wird das Herz riesengroß, und oft laufen einfach die Tränen vor Dankbarkeit und Berührung.  Dieser Gott ist im Gegensatz zun vorherigen tatsächlich wirksam. Er führt mich auf diesem Weg von Demut und Hingabe in Reinheit – immer wieder. Und Reinheit fühlt sich sehr, sehr gut an. Es macht hell, zufrieden und optimistisch.

Ich bleibe Mensch mit Fehlern und Schwächen, doch wie großartig ist es, dass dieser Gott mich trotzdem liebt? Dass er sich mir trotzdem zuwendet und mir antwortet? Wenn ich jetzt auf meinem Balkon sitze oder in meinem Garten, und ich die Unendlichkeit und das Sein genieße, dann genieße ich all das MIT meinem Gott. Dann weiß ich, dass Er all das geschaffen hat, dass Er sich darin ausdrückt, und dass Er in meinem Herzen wohnt. Und wenn ich mich durch mein Verhalten oder negative Gedanken von Ihm entfernt habe, dann weiß ich, dass ich zurück kommen kann wie der verlorene Sohn, und dass Er mich liebevoll wieder in Seine Arme schließen wird.

 

Bildquellenangabe:

Christina Bieber  / pixelio.de Image-ID 456863, Andreas Hermsdorf  / pixelio.de Image-ID 566361, Gerhard Knauf  / pixelio.de Image-ID 201829

 

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Definition, Bedeutung
  • Religiosität bezeichnet die unterschiedlichen Arten von Glaubenshaltungen und deren Ausdrucksweisen (Riten, Werte, moralische Handlungen). (www.fremdwort.de)

 

598825_web_R_B_by_LouPe_pixelio.deReligiosität gibt es in allen Weltreligionen, im Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus, aber auch in dem was die einzige Alternative zu sein scheint: der Spiritualität und der Mystik.

Religiosität bedeutet den Tod des lebendigen Glaubens und der lebendigen Beziehung mit unserem Schöpfer. Jede Form von Dogmatismus, Riten und schematischen Abläufen, jede Gewohnheit die Selbstzweck geworden ist, jeder Zwang und jede Betonung von Vorschriften und Gesetzen engt das Herz ein und lässt uns nicht mehr frei, dem Wahren in uns zu folgen. Dazu gehören auch Gruppenzwang, Gruppendruck, aber auch die Anbetung von Menschen, Führungspersönlichkeiten, Gurus und Heiligen (Aufzählung ist beispielhaft).

Religiosität engt das Herz ein, und wer feinfühlig ist, spürt dies als Unwohlsein oder mulmiges Gefühl im Bauch. Eine unbewusste Abwehr steigt auf, wenn man sich in einer solchen Umgebung befindet, und oft versucht man sich mit Gedanken zu beruhigen. Wenn man von etwas überzeugt ist und etwas unbedingt möchte, aber dennoch ein Unwohlsein aufsteigt, ist man geneigt, das zu übergehen, es mit Argumenten nieder zu halten, um die Überzeugungen nicht aufgeben zu müssen.

Ich spürte dieses Unwohlsein als Kind in der Kirche. MariaLaach_kleinIch spürte, dass das was dort geschah nicht wirklich echt war, nicht wirklich WAHR war. Es war so etwas wie „Getue“, und es hatte mit dem wonach ich in meinem Herzen Sehnsucht hatte nicht wirklich etwas zu tun. Ja, es schien etwas damit zu tun zu haben, weil sich all das auch mit Gott beschäftigte, doch irgendetwas stimmte nicht. Mir war klar, dass Gott es nicht brauchte, dass Riten und Zeremonien abgehalten werden. Also wozu all das? Er brauchte auch nicht Scheinheiligkeit und Frömmigkeit. So konnte Gott unmöglich sein.

Genau das gleiche Gefühl beschlich mich, als ich Jahre später in die Spiritualität und die Erwachens-Thematik eingetaucht war. Einmal wollte ich an einem Zen-Sesshin teil nehmen. Dort herrschte eine so gedrückte und strenge Stimmung im Meditationsraum, und währen der Abwesenheit des Zen-Meisters hörte ich in seinem Hotel-Zimmer den Fernseher laufen. Er kam nur zu den Gesprächen herunter und ließ die Schüler allein meditieren. Die Schüler, Menschen in schwarzen Gewändern, mit ernsten Gesichtern, waren eingespannt in die strengen Abläufe dieses Sesshins, und schienen mir versteinert auf ihrem Weg zur Erleuchtung. Ich ertrug diese Stimmung nicht und ging vorzeitig.

Später dann in spirituellen Seminaren oder Kongressen beschlich mich eine ähnliche Beklommenheit. Dort ging es darum, möglichst spirituell reif zu wirken, meditativ, konzentriert nach Innen, möglichst bewusst, innerlich still, nicht urteilend, dafür aber liebevoll und weise.  In Gesprächen vermied jeder zu urteilen oder über irgendjemanden oder etwas negativ zu sprechen. Doch dies war nicht echt (unter der Oberfläche spürte man es häufig kochen), sondern von einer inneren Gesetzlichkeit erzwungen, die aus einer Überzeugung erwuchs – nicht jedoch aus dem Lebendigen, Wahren in uns.

Was ist denn lebendig und WAHR in uns? Wir sind am Leben, wir tragen Sehnsucht im Herzen nach Beziehung, nach Liebe und angenommen sein. Und wir projizieren diese Sehnsucht auf Menschen und erwarten von ihnen, dass sie unsere seelischen und geistigen Bedürfnisse stillen. Dabei ist diese Sehnsucht so groß, so umfassend und so gewaltig, dass wir niemals, und ich betone NIEMALS durch menschliche Beziehungen wirklich glücklich werden können (auf Dauer). Viele verbringen jedoch ihr Leben damit, nach dem richtigen Menschen zu suchen, oder auch nach der richtigen Religion/Glaubensrichtung oder beides – so war es bei mir auch.

Wir brauchen einen Anker.  Unsere Überzeugungen und Glaubensvorstellungen sind Haltestäbe für die Psyche. 614551_web_R_by_Rike_pixelio.deSie sind unsere einzige Sicherheit. Wir brauchen von daher Überzeugungen, und es fällt uns schwer wenn es nicht gar unmöglich für viele ist einfach zu sagen: „Ich weiß es nicht“.

Nein, wir können es auch wirklich nicht wissen. Wir brauchen jemanden, der es uns sagt, der uns Fragen beantwortet, jemanden der untrüglich ist, integer und wahr, jemanden dem wir unser ganzes Vertrauen schenken können, der uns niemals im Stich lässt und immer zu uns steht. Wer könnte das sein?

Wenn wir an einen unpersönlichen Gott glauben, kann es ja niemand sein, höchstens ein Alles und Nichts, zu dem man jedoch keine Beziehung aufbauen kann. Für eine Beziehung braucht es ein Gegenüber. Der persönliche Gott der Christlichen Kirche ist jedoch für viele Menschen einfach nicht tragbar, weil die Kirche ihre Religiosität über Ihn gebreitet hat wie einen Mantel, der mehr verbirgt als dass er etwas zeigt.

Auf der Suche nach der Person, der ich bereit wäre mein Leben hin zu legen, fiel mir nur Jesus ein. Mir wurde in einem Kairos-Moment sonnenklar, dass ich IHN brauche. Wer sollte mich denn heilen, wenn nicht ER? Ich hatte mich selbst nicht heilen können, und auch das Alles und Nichts hatte mich nicht geheilt. Es hatte mich auch nicht besser gemacht. Nach wie vor spürte ich viel Hass in mir, der von meinem strengen Vater in mich eingepflanzt worden war.

Ab dem Moment an dem ich mich dem persönlichen Jesus zu wandte und zu Ihm begann zu beten, Ihn zu bitten, mit Ihm zu sprechen, laut, nicht nur innerlich, wendete sich das Blatt in meinem Leben. Ab diesem Moment geschahen Begegnungen und Fügungen, die meinen Weg ebneten, denn ich suchte nach Menschen, die eine direkte Beziehung zu Ihm hatten und mir helfen könnten – nicht aus Eigennutz, nicht um selbst im Zentrum zu stehen, sondern um Jesus ins Zentrum zu stellen.

Ich hatte das Glück sie zu finden und auch Jesus zu finden – in meinem eigenen Herzen – als Geliebter, als Gesprächspartner, als Ratgeber, als Heiler und als Vermittler zum Vater. Es brauchte eine eindeutige Entscheidung FÜR IHN, um eine Lawine los zu treten, die sanft mein altes Leben zudeckte und Raum für Neues machte. Für das Wahre und Echte, für Lebendigkeit in der Beziehung mit Gott, ohne jede Religiosität, ohne Riten, ohne Gesetze. Nur eins zählt für mich: das was Jesus mir ins Herz schreibt.

Jesus selbst verändert uns und prägt uns Sein Wesen auf, wenn wir nah an Ihm sind und bleiben. Er nimmt das Dunkle heraus und tut Sein Wesen hinein. Ich habe Ihm mein Leben gegeben und tue es immer wieder. Es war die beste Entscheidung meines Lebens.

Die lebendige Beziehung zu Jesus braucht keine Kirchen, keine Kathedralen, keine Gottesdienste und auch keine Meditation. Sie braucht keine Riten, keine Niederwerfungen und keine Geldspenden. Jesus  will das lebendige Herz, denn Er ist das LEBEN und der WEG und die WAHRHEIT.  Nur dort kann er sich aufhalten und wirken, dort berührt uns Gott.

Fotos: © Gpalm Maria Laach, LouPe  / pixelio.de, Rike  / pixelio.de,

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Man muss nicht heilig sein, um sich Gott zu nähern. Er selbst ist reine Heiligkeit, doch niemand muss „heilige“ Rituale vollziehen oder an „heilige“ Orte gehen… Dieser Gott ist uns Menschen so zugewandt – Er erwartet keine äußerlichen Liebesbeweise, es kommt Ihm einzig und allein auf dein Herz an. „Liebst du mich?“ spricht Er: „Bist du bereit mir zu folgen?“ und: „Nimmst du das Kreuz und gibst du dein Leben auf für mich?“ „Bist du bereit, mir alles zu überlassen? Mir ganz und gar zu vertrauen? Ja? Dann wirst du Wunder erleben. Dann wirst du frei sein von dir selbst. Dann wirst du Frieden finden. Dann wirst du ein volles Mitglied meines Königreiches sein, dann werde ich dir alles geben was du brauchst, und dir wird nichts mehr fehlen.“

Sein Leben Gott zu unterstellen, und zwar ganz und gar, einschließlich aller materieller Güter, allen Geldes, allen Besitzes, war für mich eine große Herausforderung. Es ist nicht leicht, sich so zu demütigen, und das geschieht nicht einfach so aus „der Lameng“ heraus, sondern es braucht da vorher schon Kämpfe und Seelenschmerz, der entsteht, wenn man sich weigert, und es doch bei der Taufe versprochen hat. Und es stellt den Glauben wirklich auf die Probe. Aber es ist auch ein riesiges Geschenk. Es nahm mir die Last der alleinigen Verantwortung für all diese Dinge, und es befreite mich von einem Batzen Negativität, der vorher erst mal richtig groß geworden war.

Doch jetzt – Gott sei Dank – nun muss ich nur noch eins: Ihm zuhören, Ihm folgen und dem was ich von Ihm höre*.  Ich fühle mich in Seiner Liebe so aufgehoben und beschenkt und genieße diesem ganz persönlichen Draht zu Ihm. Es ist so viel heller und reiner in mir geworden.  Und ich weiß immer: Er meint es gut mit mir.

Jesus ist jetzt wirklich mein König. Und Er ist so sanftmütig. Ich bin ein Rädchen in Seinem Königreich, bin Ihm ganz direkt unterstellt, ohne Mittler, ohne Kirche, ohne Gemeindesäle. Ich habe jedoch Mentoren, die mich dabei unterstützen, im Licht zu bleiben. Der Gott des Lebens hat seine helle Freude an unserem Wachstum und am Wachstum Seines Königreiches. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten, und all das geschieht aus reiner Liebe.

Da sich dies jetzt bei mir wie eine Neugeburt in den Himmel hinein anfühlt, drängt sich mir der Vergleich mit dem „Erwachen“ auf, das ich ja auch erlebt habe, und damals für eine Art Neugeburt gehalten habe. Es ist für mich selbst eine gute Gelegenheit, das zu reflektieren, und im Schreiben wird alles noch klarer. Ja, da gibt es einiges zu unterscheiden.

„Erwachen“ geschieht, wenn man die Abwehr aufgibt, die Anstrengung sich zu wehren, z.B. gegen psychischen oder körperlichen Schmerz, gegen Umstände, gegen Überforderung von Außen oder aus dem eigenen Innern, oder auch die anstrengende Suche nach Gott oder Erleuchtung. Bei Vielen geschieht es am Punkt eines Burnout oder in Grenzsituationen. Die Identifikation mit dem Ego stirbt, und es hat den Geschmack von Sterben, doch es kommt keine Wiederauferstehung. Man bleibt irgendwie zerstört, bleibt platt wie eine Flunder liegen und lebt dann relativ antriebslos weiter. Und irgendwann kamen bei mir alte Strukturen des Ego zurück, die aus Verletzungen und Traumata stammten, und übernahmen wieder mehr und mehr das Ruder.  Meine Lebensumstände in einer Partnerschaft riefen das hervor.

Seit dem „Erwachen“ hatte ich dem „Sein“ die Führung meines Lebens überlassen, und war – wie ich es heute sehe – im Grunde verloren. Denn dieses Sein, dem ich auch den Namen „Gott“ gab, ist gar nicht Gott. Letztendlich ist es ein „Niemandsland“. Ich fand dort nicht wirklich eine Instanz, da war einfach Unendlichkeit und letztlich alles und nichts in Einem.  Manchmal schien mir mein Herz ein schwarzes Loch zu sein, in das ich alles hinein werfen konnte – hinein in diese Unendlichkeit, in diese Schwärze, und heraus kam für kurze Zeit Frieden, der sich aber immer wieder verflüchtigte.

Das Sein hat keine Charakteristika, es ist angeblich lebendig, doch in Wirklichkeit ist es tot, es trägt keine Früchte, es frisst nur wie ein Mülleimer alles auf, was man hinein wirft. Und da es keine „gute“ Instanz hat, marodieren bald Kräfte in der Psyche herum, die wir möglicherweise irgendwann nicht mehr kontrollieren  oder lenken können. Ich wähnte mich im Erwachen „Zuhause“, doch in Wirklichkeit war ich orientierungslos, führungslos und folgte nach eigenem Gutdünken meinen Impulsen, ohne genau abschätzen zu können, woher sie eigentlich kamen und wohin sie führen würden.

Heute ist mir klar: Ich hatte meine einzige Macht, die Macht der Entscheidung, abgegeben an dieses „Sein“, an die Unendlichkeit, von der ich Lenkung erwartete. Ich ging einfach davon aus, dass dieses „Sein“ (der unpersönliche Gott) mir wohlgesonnen war.  Was auch immer daraus hervor mir entgegen kam, musste meiner Meinung nach irgendwie „gut“ und „gewollt“ sein. Doch von wem eigentlich? Diese Frage stellte ich nicht, denn die spirituelle Theorie besagte: „Alles Ich ist Illusion, und alles Geschehen ein Traum oder eine Art Film, ohne jede Wirklichkeit“. Ich selbst sah mich als eine Art Marionette in diesem Film, die sich eines Tages ganz und im großen „Sein“ auflösen würde.

Doch irgendwann kamen mir Zweifel, und zwar an dem Punkt, an dem es „schlecht“ wurde. Richtig schlecht. Sehr schlecht. Und ich fragte mich: Wer hat eigentlich ein Interesse daran, mich als Mensch dermaßen zu entmachten? Wer hat ein Interesse daran, aus mir eine willenlose Marionette zu machen? Wer will hier mein Unterscheidungsvermögen torpedieren und alles gleich-gültig machen? Gott vielleicht? Sind wir dazu da, Zombies zu sein und Impulsen zu folgen?

Das ist nicht der Plan Gottes sondern satans. Gott möchte uns nicht so sehen. Wir sind doch seine Kinder. Er hat uns doch nach Seinem Bild geschaffen. Er hat uns den freien Willen gegeben, den viele spirituelle Lehren leugnen, und das nicht ohne Grund! Denn der freie Wille ist eine Gefahr für die dunkle Seite. Gott gab uns mit dem Willen die Kraft der Entscheidung – das Wichtigste im Menschen! 

Der persönliche Gott, der Gott der Bibel, Jesus möchte unser Leitstern sein. ER möchte mit uns gehen, mit uns leben, jede Minute, jede Sekunde. Er möchte Seine Liebe über uns ausschütten. Entscheidet man sich einmal dafür, persönlich mit Gott in Beziehung zu treten, wird sehr bald klar, dass Gott nur auf uns gewartet hat! Gott möchte, dass wir unseren Willen auf Ihn persönlich ausrichten, und wir werden Wunderbares mit Ihm erleben. Es geht also gar nicht darum, das Ich los zu werden oder zu transzendieren, sondern es geht darum, mit Hilfe dieses Ichs die richtigen Entscheidungen zu treffen – mit Gott als Ratgeber. Gott als unser Schöpfer hat uns ein Ich gegeben, damit wir uns für ein Leben MIT Gott entscheiden.

Beim Erwachen stehen zu bleiben ist wie ein Zug, in dem jemand die Notbremse gezogen hat: er bleibt irgendwo stehen, ist jedoch nicht am Ziel. 

Vielleicht fühlte ich mich deshalb nach dem Erwachen so leer, und viele Menschen spüren dann große Sinnlosigkeit und Ziellosigkeit. Einige bringen sich gar um, weil alles schal geworden ist. Doch alles was nach Tod schmeckt, kommt nicht von Gott, denn Gott ist das LEBEN.

Bitte: bleib nicht beim Nothalt stehen, sondern gehe weiter und schau dich um nach dem WESEN von Jesus Christus. Im Herzen wirkt Gott, und er geht bereits hinter dir her und gibt dich nicht auf und wartet auf darauf, dass du dich zu Ihm umdrehst.

Viele Worte ranken sich um das Thema „Erwachen/Erleuchtung“. Es bietet genügend Stoff, um viele Bücher zu füllen und dann wiederum interessant zu sein für neue Sucher. Das allein ist schon merkwürdig genug und hatte für mich schon immer einen merkwürdigen Beigeschmack: Eine Philosophie, die behauptet, Befreiung zu sein und zu schenken von Suchen und Streben – die jedoch gleichzeitig ein Lockvogel ist, nachdem man dann quasi gezwungenermaßen streben MUSS wenn man sie nicht hat. Da stimmt doch etwas nicht, oder?

Das Reich Gottes und die Lebensübergabe an Ihn ist etwas komplett anderes. Denn hier hört das ich-bezogene Leben wirklich auf. Hier wird nicht nur ein Widerstand aufgegeben,  sondern hier gibst du dein Leben und deinen Eigenwillen auf, aber nicht an ein Nichts oder ein Niemand, sondern an eine Person: an Jesus Christus, der noch heute hier ist!

Es ist noch umfassender: Man demütigt sich AB JETZT mit seinem ganzen zukünftigen Leben und allen zukünftigen Entscheidungen UNTER Ihn und Seinen Willen. Man gibt den Eigenwillen auf, auch alle Abwehr und allen Selbstschutz. Die Wächter aus all den Traumata der Psyche verpuffen in dieser Entscheidung. Sie beugen sich, denn diese Entscheidung wird von Gott unterstützt, und du fühlst dich zunächst nackt und bloß, ja ausgeliefert. Ich betete in dieser Nacktheit um Seinen Schutz und um Seine Gnade. Ich geriet in Furcht vor den Folgen meiner Entscheidung am nächsten Tag und gab sie Ihm hin, betete um ihr verschwinden, und sie verschwand innerhalb von Minuten. Gott schenkt dir worum du Ihn bittest. Er ist ein überaus gnädiger, gütiger Gott. Er ist dein Schutz, Er versorgt dich, Er gibt dir Liebe, und Er lenkt jetzt dein Leben. Zum Guten, natürlich, wohin sonst? Denn dieser Gott ist die Gutheit in Person, Er ist so gut wie Er im Grunde auch uns Menschen gedacht hatte.

Die Gutheit des Menschen liegt bei den meisten Menschen brach unter all dem Schutt und Müll, den uns satan mit seinen Dämonen implantiert hat. Und nur Gott kann ihn weg räumen, und Er tut es! Dann wird alles einfacher. Wenn das sog. „Fleisch“ stirbt, das „gottlose Ego“ (nicht das Ich!!!) voller Waffenstützpunkte und starrend vor Verteidigungsposten, die wir unser ganzes Leben hindurch entwickelt haben, weil wir meinten, ganz alleine auf uns gestellt zu sein und ohne Gott durchkommen zu müssen – dann kommt der Himmel auf die Erde, schon jetzt. Dann kommt wirklich Licht rein.  Dann kommt Befreiung von dem ganzen alten Müll. Und wo Licht ist, da ist keine Finsternis.

Überirdisch

 

* Es gibt gute Bücher, die dazu anleiten z.B. „Kannst du mich hören?“ Von Brad Jersak

 

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Der Gott der Bibel ist ein anderer als der, den spirituelle Menschen als Gott bezeichnen. Sie meinen mit dem Begriff Gott zumeist „Bewusstsein“, oder „Quelle“, oder einfach „das Sein“. Diese Lehre findet sich nicht in der Bibel, die als das „Wort Gottes“ von Gott inspiriert ist und von Menschen aufgeschrieben wurde. Im Grunde passt die ganze spirituelle Lehre überhaupt nicht zu dem was in der Bibel steht. Man hat sich allerdings Jesus Christus als Lichtgestalt und Heiler daraus entlehnt und ihn zur unpersönlichen „Christus-Energie“ umgestaltet, weil man in unseren aufgeklärten Zeiten nicht anders an Ihn zu glauben vermag. Der persönliche Gott als Vater, Jesus Christus, Heiliger Geist ist „out“. Nur an etwas Unpersönliches kann man gerade noch glauben, alles Andere scheint uns abstrus oder zu kindlich zu sein.

„Bewusstsein“, oder „das Sein“ ist jedoch nichts an das man glauben muss, sondern beides ist offensichtlich für jeden, der es erforscht. Nicht umsonst nennt man das Ruhen darin ja auch den „natürlichen Zustand“. In früheren Zeiten waren es nur wenige Menschen, die so weit eindrangen. Damals waren die Menschen noch nicht so verstandesbetont wie heute. Das abstrakte Denken war in der westlichen Welt wenigen Philosophen vorbehalten. In der östlichen Welt näherte man sich diesem Thema in Askese, Übung und Meditation. „Das, worin alle Gedanken erscheinen“, „die leere Leinwand“, „Sat, Chit, Ananda“ – dieses Bewusstsein ist keine Glaubensfrage, sondern es ist gar nicht so schwer, es wahr zu nehmen und sich dessen bewusst zu werden, dann nämlich, wenn man sich darin übt zu beobachten woraus Gedanken aufsteigen, wenn also das Bewusstsein sich selbst anschaut. Dann versiegen die Gedanken und die Stille und Weite entwickelt einen Sog, der in manchen Fällen die Identifikation mit dem Ego einsaugen kann.

In unserer Zeit sind mit der Entdeckung und den zweifellos spannenden und zunächst erhebenden Erfahrungen im reinen Bewusstsein dann schlagartig alle weitere Nachforschungen nach Gott beendet, alle Glaubensfragen scheinen sich zu beantworten mit dem Satz: „die Dualität ist ein Traum, der im Bewusstsein erscheint.“ Im reinen Bewusstsein, so stellt der Verstand fest, scheint alles erlöst und nicht mehr wichtig, denn es findet sich dort weder ein Gott, noch Engel, noch Teufel. So liegt es nahe, dass Bewusstsein an sich als Gott zu deklarieren und sich im „natürlichen Zustand“ in Gott ruhend zu wähnen.

Doch leider gelingt es NIEMANDEM, lange im reinen Bewusstsein zu verharren. Jedes Erlebnis, jede Erfahrung, jedes Wort zieht uns ins direkte Leben hinein und erfordert Antworten oder Entscheidungen. Die Dualität ist unausweichlich. Und die alte Struktur der Seele wird durch den Versuch, sich mit der Aufmerksamkeit möglichst oft und dauerhaft im reinen Bewusstsein zu verankern, keineswegs verändert.  Nach meiner Erfahrung hat Bewusstsein keine dauerhaft heilende Wirkung, weder körperlich noch psychisch. Die Aufmerksamkeit auf dem Bewusstsein ruhen zu lassen hat letztendlich wenig Effekt außer den, dass man sich für diese Zeit abschaltet und tot ist für sein eigenes Leben. Man glaubt sich vielleicht manchmal mehr im Frieden verankert, doch schon kleine Vorkommnisse bringen diesen dann doch wieder ins wanken. Dennoch hält man daran fest und gelangt schließlich zu der Überzeugung, dass es keinen freien Willen geben kann, da in diesem Bewusstsein das Ich nicht mehr als Person, sondern viel mehr fragmentiert erlebt wird. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass es kein Ich mehr geben kann und alles, was im Bewusstsein auftaucht, gleichermaßen gültig ist (gleich-gültig).

Ich möchte hier betonen, dass in der ganzen Bibel nirgendwo die Rede von „Bewusstsein“ ist, oder vom „Sein“, oder davon, dass Gott etwas Unpersönliches sei. Ganz im Gegenteil, es geht immer um Personen: den Vater, Jesus Christus, satan als den Fürsten der Welt.  Auch dass es keinen freien Willen gibt steht nicht in der Bibel. Statt dessen geht es in der Bibel darum, sich aus freien Stücken, aus freiem Willen heraus (!) FÜR GOTT zu entscheiden, mit Ihm im GLAUBEN in Kontakt zu treten, um in der Nachfolge Jesu sein Leben dem persönlichen Gott zu überantworten – in einer direkten und nahen Beziehung mit Gott als Vater, Sohn und heiligem Geist.

Dieser Gott ist nicht auf der gleichen Ebene erfahrbar wie beispielsweise Bewusstsein oder das Sein erfahrbar sind. Er ist GLAUBBAR, unser Glauben bildet das Tor durch das Er übernatürlich eintritt und in unserem Leben wirkt. Aus diesem Glauben heraus und IN diesem Glauben zeigt Er sich dann – auf vielfältige Weise: durch Visionen, Worte, Eindrücke (die sehr mächtig sein können) und Geschehnisse. Es kann sicherlich auch sein, dass er uns ganz konkret in einer Gestalt begegnet, sogar ganz ohne unseren Glauben, denn Gott ist nichts unmöglich – doch im Allgemeinen zeigt Er sich auf ÜBERNATÜRLICHE Weise. In der engen Beziehung durch hörendes Gebet kommt er uns nah. Wenn Er das Herz berührt, ist das eine gewaltige und verwandelnde Erfahrung, die so sehr in die Tiefe geht, dass die Worte fehlen das zu beschreiben.  Wir können Ihn alles fragen. Seine Liebe, seine Weisheit, seine Macht und seine Hyperintelligenz gehen weit über das hinaus, was wir als „Bewusstsein“ bezeichnen.

Die Lehre vom „Bewusstsein“ als Gott der Spiritualität lässt uns alleine und völlig eigenverantwortlich zurück. Wir sind, wenn man so will „gottlos“. Wenn wir nach dieser Lehre gehen, sind wir gezwungen selbst zu entscheiden, uns selbst zu heilen, wir sind selbst verantwortlich für alles was uns geschieht. Wir bekommen keine Hilfe von einer übergeordneten Instanz. Wir bauen uns ein Weltbild, in dem die Rede ist von „Spiegel-Gesetzen“, oder von „wie oben so unten“,  wir geben unsere „Bestellung beim Universum“ im Nirgendwo ab, und wir haben in Wirklichkeit niemanden, dem wir uns ANHEIM geben können. Wir sind bitter alleine mit mit unserem Leben und allen, oftmals schwer wiegenden Entscheidungen, die unser unzureichendes Menschenhirn oft völlig überfordern. Wir bräuchten eigentlich übernatürliche Hilfe. Und oft genug sind wir verwirrt und wissen nicht was richtig ist. Wir glauben, unsere Impulse wären die Richtschnur und verkennen dabei, dass diese Impulse nach wie vor aus unserer alten Struktur kommen. Wir sind nach wie vor den Folgen unserer Traumata unterworfen wie Depressionen, Ängste, Wutausbrüche, Isolation, seelische Schmerzen, wir haben keine Lösung, wenn wir verletzt werden, wir haben niemanden der uns beisteht, kein Korrektiv außer der inneren Stimme, bzw. dem Bauchgefühl. Doch wir können nicht wissen, woher die innere Stimme wirklich kommt. Oft genug kommt sie von einer ganz anderen Adresse als wir glauben. Der Grund ist, dass wir nicht dem wahren Gott nachfolgen sondern einer Illusion.

Der Gott, der uns geschaffen hat und sich sehnlichst eine Beziehung zu uns wünscht, wartet. Er wartet schon so lange und muss zusehen, wie wir uns vor Buddha-Statuen setzen, meditieren, wie wir unseren Geist abschalten, uns tot für Ihn und das Leben machen, anstatt uns gemeinsam mit IHM zu weiten und von Ihm bereichern zu lassen.  Er hat uns so viel zu geben! Er sehnt sich, und er ist enttäuscht von uns – die Bibel spricht oft davon.

Warum bleiben so viele Menschen dort stehen , wo sie nach dem Erwachen, nach der Erleuchtung gelandet sind? Da mir das ja selbst passiert ist, kann ich es nachfühlen und weiß in etwa was geschieht. Es ist sehr befriedigend. Es ist auch teilweise erlösend. Schuldgefühle können abfallen, seelische Schmerzen scheinen geheilt – doch das Leben bringt später vieles zurück, denn wir sind nicht wirklich neu. Es fühlt sich toll an, diese Erfahrung, dieses Nichts/Alles für das Ende zu halten und es als „Gott“ zu bezeichnen. Nebenbei bietet es auch jede Menge Futter für den „mind“, der all das in ein neues Weltbild packt. Man ist sehr schnell davon überzeugt, angekommen zu sein, endlich Zuhause zu sein, es geschafft zu haben. Man kann sich einreihen in die (inzwischen) Vielen, die sich für weise halten und von Suchern für weise gehalten werden. Ich war selbst für Viele Ratgeberin und habe mich unbewusst darin gesonnt, von Bedeutung für sie zu sein. Ich schrieb ein Buch und hoffte insgeheim, dass es vielleicht ein Bestseller würde, so wie „Jetzt“ von Eckhart Tolle.

Wer hat (laut Bibel) ein Interesse daran, Menschen von Gott abzuhalten, ihnen etwas vorzuspiegeln und sie in die Irre zu führen? Der Gott des Lebens sicherlich nicht. Er hat kein Interesse daran, uns wie in Watte gepackt und abgetötet zu sehen, denn Er hat etwas mit uns vor, mit jedem von uns. Wenn wir uns jedoch in diesem abgeschalteten Zustand befinden, sind wir in Wirklichkeit des Lebens und der Lebensfreude beraubt. Nicht Wenige geben sich den Drogen hin, um das Leben interessanter zu machen.

Es heißt nicht umsonst in der Bibel, dass der Weg zur Hölle breit und leicht ist. Spiritualität und Esoterik sind für satan wie ein Fischschwarm voller Heringe. Er muss nur die Netze auswerfen. Die Ernte ist groß, denn wenn das einst kleine Ego sich erst zum spirituellen Ego vergrößert hat, sucht es nach einem Wirkungskreis und tendiert dazu, sich wie Kettenbriefe zu verbreiten. Viele sammeln dann als „Erleuchtete“ Schüler, um sie in die gleiche Richtung zu geleiten. Natürlich nur in bester Absicht, das ist schon klar, jedoch unwissentlich gelenkt von Kräften, die einem anderen Herrn dienen als dem Schöpfergott, dem Gott der Liebe. Sie dienen und öffnen sich Kräften, die sich zunächst gut anfühlen, sich aber später entpuppen, Kräften die wir nicht einzuschätzen vermögen. Manche führt das Erwachen gar in den Selbstmord, weil das Erwachen sie in Fatalismus getrieben hat und in eine „alles-egal-Haltung“, denn das, was man zu seinem Gott gemacht hat, lässt dieses Leben als sinnlos und nicht mehr als wertvoll erscheinen. Dieser Fatalismus kann in die totale Depression führen, und es hat seine Gründe, dass viele Menschen auf dem spirituellen Weg in schweren Krisen fest stecken. Man nennt das dann „dunkle Nacht der Seele“, erklärt es sich damit, dies seien notwendige Zeichen von Weiterentwicklung – doch nein, es ist die Hand des Dunklen, die bereits mit aller Kraft an uns zieht und zerrt. Unser Schöpfergott ist jedoch ein Gott des LEBENS, er würde uns niemals demotivieren, in den Tod treiben oder uns schaden. Der Gott der Liebe will uns immer gut, er baut auf, er heilt, klärt und lenkt zum Besseren.

Die gute Nachricht ist: Auch satan ist nur ein Geschöpf des Schöpfers. Er ist ein gefallener Engel, der sich aus freiem Willen (!!!) entschieden hat, gegen Gott zu arbeiten. Er möchte selbst wie Gott sein. Er will Ihm die Seelen weg schnappen und dabei ist ihm jedes Mittel recht. Doch als ein Geschöpf des Schöpfers ist er, wie wir alle, dem Gericht Gottes unterworfen, das eines Tages ausgerufen werden wird.

Er nutzt es aus, dass wir so kleingläubig sind, dass in unserer Kultur der Verstand so sehr die Oberhand gewonnen hat, dass wir so rational sind und nur noch das glauben was wir sehen oder direkt erfahren können. Viele aus der Esoterik-Szene stehen unter dämonischer Kontrolle. Sie alle sind seine „Heringe“, seine Opfer, die er an der Angel hat und mit seinen Mitteln bearbeitet.  Und das gerade dort wo wunderbare Menschen auf der Suche sind, die sich ehrlich und aufrichtig nach Gott und seiner Liebe und Heilung sehnen.

Die Mittel satans, um „Kunden“ zu generieren sind: Vorspiegeln, Lügen, Kopieren,  Verdrehen, in die Irre führen, Hochstapeln,  Verwirren, Einlullen, Verführen, Verlocken – mit den Zielen: kontrollieren, quälen, in die Verzweiflung treiben, töten, Seelen aufspalten, gefangen nehmen, traumatisieren. Er möchte selbst wie Gott verherrlicht werden. Die Motivation satans ist Machtgier und Konkurrenzdenken: sein kranker Wunsch so sein zu wollen wie Gott. Er kann es nicht ertragen, dass jemand über ihm steht – denn der Eine ist IMMER und in JEDEM FALL stärker als er: Gott: der Vater, Jesus Christus, der Heilige Geist.

ER ist unser wahres Zuhause, durch Bewusstsein hindurch, durch Weite und Stille hindurch. Ja, Gott kann zu uns sprechen, in der Weite, in der Stille, und Er will das auch, aber Er spricht vor allem wenn wir GLAUBEN.

Es heißt in der Bibel: er schuf den Menschen nach seinem Bilde. Gott ist uns Menschen sehr ähnlich. Er hat Gefühle, er hat Gedanken, er hat Willen.

Stell dir vor, du seist der Programmierer eines Spieles, in dem du deinen Schöpfungen den freien Willen schenkst. Du schenkst ihnen auch die Möglichkeit von dir zu wissen. Du möchtest liebend gerne mit deinen Geschöpfen in Kontakt treten, du möchtest um Rat gefragt werden, ihre Geschicke mit lenken, gemeinsam mit ihnen, deinen geliebten Kindern. Und was tun sie? Sie vergessen dich, sie schauen immer in die andere Richtung, sie stellen Götzen auf, beten sie an, oder sie versinken in einer Stille, die dich völlig ausschließt. Sie können deine Stimme nicht hören, weil ihr Radio auf Leere eingestellt ist oder auf die Stimmen der Welt, und kaum jemand nimmt dich noch wahr. Wärst du da nicht auch enttäuscht? Dass so wenige nach dir suchen, dass niemand mit dir sprechen möchte?

Und schließlich begibst du dich selbst in dieses Spiel hinein, um allen zu zeigen, wer du eigentlich bist. Du gibst deinen Sohn aus Fleisch und Blut als Mensch in das Spiel, Er, der deinen Charakter hat, der diese unglaubliche Reinheit ist, Liebe ist, die sich aufopfert für die gute Sache, für die Möglichkeit der Vergebung.

„Gericht“ , „Gerechtigkeit“ und „Gesetz“ sind Begriffe, die uns abschrecken, doch sie sind zentral in der Bibel. Insbesondere im alten Testament. Es fällt uns schwer, diese Begriffe zu verstehen wie Gott sie meint, alles in uns wehrt sich dagegen. Und es ist uns nicht möglich sie anzuerkennen, anzunehmen. Doch hat nicht auch jedes Computerspiel ein Gerüst und gewisse Vorgaben und Gesetze, die gelten? Eines der Attribute unseres Schöpfers ist, dass er die  „Gerechtigkeit“ ist. Gott hat die Welt so geschaffen, dass in dieser Dualität das was Er als Sünde bezeichnet irgendwie ausgeglichen werden muss. Doch was bedeutet das Wort „Sünde“? Es heißt „Zielverfehlung“. Das Ziel unseres Lebens sollte eine innige Beziehung mit Gott sein. Wenn wir dieses Ziel verfehlen, leben wir sozusagen in Sünde.

Gott ist Reinheit pur und Liebe, und wir sind ursprünglich in Seinem Bild geschaffen. Doch wir kamen auf Abwege und leben nun in einer „gefallenen Welt“, die vom Fürsten der Dunkelheit regiert wird. So waren Gesetze wie die 10 Gebote notwendig, um die Menschen einigermaßen auf Kurs zu halten. Dies gelang jedoch nicht. Es mag archaisch klingen, doch früher  – im alten Testament und somit im alten Bund – war es üblich, seinem Gott Blutopfer darzubringen, wenn man seine Gesetze übertreten hatte. Sie dienten als Gegengewicht, um das Schlechte wieder auszugleichen.

Doch die Zielverfehlungen (Sünden) häuften sich so sehr an, dass es Gott in seiner überirdischen Reinheit mehr und mehr unmöglich wurde, mit uns in Verbindung zu treten – von wenigen Ausnahmen abgesehen. So brachte Gott  selbst das größte Opfer für die Menschen, um wieder mit uns in Beziehung treten zu können: er gab seinen Sohn als Mensch auf die Erde und dieser opferte sich, freiwillig und dem Vater ergeben bis in den Tod, dem Mob: als Mensch (Vertreter Gottes) auf der Schlachtbank der Menschheit.

Das ist für unseren rationalen Verstand nur schwer nachzuvollziehen. Das Opfer des Sohnes jedoch bildete das dringend notwendige Gegengewicht zu all den Verfehlungen, zu denen wir uns verleiten ließen. Er tilgte damit unsere Schulden vor Gott, stellvertretend für uns. Mit anderen Worten: die Schulden sind seitdem erlassen. Und es gibt nun diesen neuen Zugang zum Vater – ÜBER JESUS CHRISTUS. Jesus Christus war in der Tat der Messias, von dem die Propheten im alten Testament immer wieder sprachen.  Und dass er wieder auf erstand und vielen Menschen nach seinem Tod erschien, ist von zentraler Bedeutung. Denn es bedeutet: er lebt. Er ist immer da.

Mit dem Tod von Jesus Christus am Kreuz trat der sog. „neue Bund“ in Kraft, der das alte Gesetz mit der Blutschuld aufhob. Pauschal bezahlte Jesus Christus für alles was jemals war, ist und sein wird. Sein Tod machte es für uns möglich, wieder mit unserem Schöpfer in Kontakt zu treten, und zwar durch den GLAUBEN an ihn, Jesus.

Joh. 14, 6 Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

Gott brachte mit Jesus Christus ein Wunder in die Welt, einen Göttlichen Menschen, der Dämonen austrieb, seelisch und körperlich Kranke heilte, der sogar Tote auferweckte. Gott wollte damit den Glauben an Ihn anfachen, er wollte es uns damit erleichtern, uns an Ihn zu erinnern und uns die Möglichkeit geben, wieder zu glauben.

Der Glaube versetzt Berge – das ist auch eine Aussage in der Spiritualität. Doch dort gibt es nur schwache Zeugnisse dafür. Der Glaube an den persönlichen Gott hat wirklich Macht und Kraft, denn dieser Glaube erlaubt Ihm, unser Leben von Grund auf zu verändern und gut zu machen! Dafür gibt es zahllose Zeugnisse von Menschen, die sich bekehrt haben. Die persönliche Beziehung zu Jesus Christus und dem Vater ist das Schönste was mir in meinem ganzen Leben passiert ist. Und das nach fast 40 Jahren Esoterik, Spiritualität, Buddhismus, Erwachen und der ganzen Palette.

Ich wurde in den letzten Jahren so sehr von Dämonen gequält, ja aus dem Körper gezogen, gefoppt, genarrt und gefangen gesetzt – bis es mir eines Tages dämmerte, dass es sinnlos ist, die Dualität zu leugnen oder zu ignorieren. Es tobt tatsächlich und ganz konkret ein Kampf zwischen Gut und Böse auf dieser Welt, in jedem Menschen. Wirst du dich willenlos dem Bösen überlassen? Oder willst du dich der Liebe und den Armen des Schöpfers überantworten? Er wird die helfen, all das Dämonische in deinem Leben zu besiegen, so dass du Seinen Frieden spüren wirst.

Es fällt uns schwer, an Gott zu glauben, an diesen persönlichen Gott. Doch wenn wir das „Bewusstsein“ an Gottes Stelle setzen, so ist auch das ein Glaube. Wir können ja gar nicht anders als irgendetwas zu glauben. Der Verstand hat irgendwann gesagt, dass dieses Bewusstsein wohl Gott sein muss, denn es fühlt sich großartig an, es scheint mit Ewigkeit und Zeitlosigkeit zu tun haben und auch mit Freiheit von Dualität, und schwups, glaubt man es. Man ist von etwas überzeugt. Man beurteilt etwas mit seinem menschlichen Verstand und stellt dieses beeindruckende Etwas als inneren Götzen auf. Dem inneren Götzen folgen spätestens dann auch die äußeren in Form von Bildern, von Gurus, oder Figuren von Göttern oder Buddhas. Und schon hat  der Dunkle Land gewonnen.

Unser Schöpfergott ist unsichtbar und nicht auf natürliche Weise erfahrbar. Er kann nur im Glauben sein Wirken entfalten und mit uns übernatürlich in Beziehung treten. Wenn du mit Gott gehen möchtest, dann sprich mit Ihm im Glauben (ohne jeden Beweis), im Gebet, nicht nur innerlich, sondern auch laut ausgesprochen. Die Dämonen z.B. hören nur was du laut sagst. Und im Aussprechen wird gleichzeitig deine Seele mit erbaut und wächst, wenn sie dein freiwilliges Glaubensbekenntnis hört. Deine Worte (so sie ernst gemeint sind und von Sehnsucht und Liebe zu Ihm getragen) dringen durch alle Dimensionen direkt zu Ihm, in Sein Herz.

Die alten Opfergesetze wurden mit dem Opfertod Jesu Christi aufgehoben. Jeder kann sich nun Gott nähern, wenn er an Jesus Christus glaubt und die Beziehung zu Ihm sucht. Dein Haupteinsatz ist dein freier Wille und dein Glaube. Es braucht deine Entscheidung FÜR IHN. Die Taufe ist ein Vertrag zwischen dir und Gott. Du versprichst, Jesus nachzufolgen, und Gott verspricht dir seine Liebe, Fürsorge und das ewige Leben. In der Wassertaufe steigst du symbolisch ins Grab, um mit Jesus Christus IN DIR wieder aufzuerstehen. Der Heilige Geist wird durch Gebet herab gerufen und zieht in dich ein. Er ist dein zukünftiger Berater, dein Lehrer, deine Mutter und dein bester Freund – und er unterscheidet sich in seiner Liebe und Weisheit SEHR von all den inneren Stimmen, die wir so gewöhnt sind. In dieser Nachfolge Jesu wird dein Ego dann erst wirklich sterben, denn alle Ehre bekommt letztlich der Vater, nicht du. Und Gott, der dich über alles liebt, wird deine alten Strukturen verändern. Er wird dich heilen an Körper, Seele und Geist. Er holt die Seele aus der Gefangenschaft und macht aus dir einen neuen Menschen. Der Preis ist, dass du dich Ihm in einer persönlichen Beziehung hingibst, dass du also dein Kreuz auf dich nimmst und Jesus folgst.

Denke daran: er wartet auf dich!

michelangeloHände

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Mir fehlen die Worte, wenn ich das beschreiben sollte, was in mir geschieht seit der Lebensbereinigung und Taufe im März. Was geschieht in einer Beziehung mit Gott, was geschieht mit und durch Jesus Christus?

Es ist ein gradueller Unterschied zu dem was ich durch Erwachen kennen gelernt habe. Was jetzt da ist, ja was ist das? Es ist das Licht des heiligen Geistes. Es ist die warme Liebe des göttlichen Wesens. Es ist die Sicherheit aus dem Herzen Gottes und Seine totale Annahme. Was auch immer mich bewegt oder bedrückt, ich darf es Ihm übergeben und Seine Heilung erwarten. Ich darf um Seine Lenkung und Führung bitten und erhalte sie. Ich brauche nichts mehr aus mir heraus zu tun. Und wenn das Dunkle mich angreift, kämpfe ich mit Seinem Wort – und es wirkt! Das ist die Neuigkeit, das Neue, die Erfahrung, dass Jesus mich nicht nur heilt, sondern auch schützt, wenn ich Ihn darum bitte.

Was geschah durch Erwachen? Da kam die Erkenntnis: Ich bin nicht nur in der Welt, ich bin das Sein, ich bin alles und nichts zugleich. In mir, in diesem Sein suchte ich Führung und Heilung. In mir, in diesem Sein – jenseits aller Persönlichkeit fielen die Entscheidungen. Doch welcher Impuls war gut, welcher weniger gut? Welche Wahl sollte ich treffen? Im Erwachen ins Sein fehlte mir jede wirkliche Führung. Wenn wir nur durch uns selbst geführt werden, werden wir im Grunde von unseren alten Strukturen geführt und gehen in die Irre. So ging es mir.

Die Bibel ist ein guter Leitfaden. Die 10 Gebote eine Richtschnur. Diese Richtschnur ist dringend nötig für Menschen, die ein Leben ohne Gott führen. Wenn du jedoch mit Gott gehst, zeigt Er dir alles was du tun musst, was richtig ist, was dich zu Ihm und damit ins Glück führt.

In der Bibel steht es, dass Satan „der Fürst der Welt“ ist. Er ist es, der von den Menschen angebetet, verherrlicht wird, dem alle dienen. Seine Schergen, die Dämonen, leisten ganze Arbeit. In der Bibel steht aber auch, dass Jesus Christus stärker ist als alle Dunkelheit, als Satan und seine Crew. Und das ist wahr. In der Bibel steht noch viel mehr. Z.B. auch, dass es möglich ist, im Namen von Jesus Christus gegen Satan und seine Helfer zu kämpfen, wenn wir von ihm bedrängt werden.

Kaum jemand macht sich eine Vorstellung davon, wie weit der Einfluss dieses „Fürsten“ reicht. Denn er sitzt ja auch in unseren Köpfen. Er pflanzt uns Gedanken ein. So lenkt er unmerklich unsere Schritte, so beeinflusst er unsere Handlungen – und zwar immer weg von Gott. Er spiegelt vor, er spielt Filme ab, er schürt Ängste, er erzeugt Projektionen auf andere Menschen, Hass, er sät Zwietracht, Streit, Trennung… Er sitzt direkt im eigenen Kopf. Nahezu pausenlos und immer wieder werden wir von seinen Jungs torpediert.

Ich wachte den größten Teil meines Lebens mit zwanghaften Gedanken auf, fühlte mich oft wie fremdgesteuert und gequält von meinen eigenen Strukturen, auch nachdem ich eine länger Pause davon nach dem Erwachen erleben durfte. Es kam zurück. Kein Wunder, denn wir sind alle mehr von Dunkelheit geprägt als von Licht. Diese Strukturen kann nur Gott/Jesus Christus auflösen. Das können wir nicht aus uns heraus. Ich habe es viele Jahre lang versucht und ritt mich ohne es zu wissen immer tiefer hinein. Ich ging jahrelang durch tausend seelische Schmerzen, weil ich die falsche Wahl getroffen hatte – ohne auch nur einen Jota meiner Traumata wirklich erlösen zu können. Immer und immer wieder stellte ich mich dem Schmerz, bis ich den Eindruck hatte, etwas erlöst zu haben. Doch er kam immer wieder zurück.

Kennst du Gott als Vater? Er hat das größte Herz überhaupt. Du kannst mit allem zu Ihm kommen, kannst deine verletzte Seele bei Ihm bergen, dich an Seiner Brust ausweinen. Er nimmt dich in die Arme und versteht alles. Und Er gibt alles und Er verzeiht alles. Du musst selbst nichts tun, außer dich in Seine Arme werfen. Er wird aus deinem steinernen Herz ein weiches Herz machen. Das ist eine seiner leichtesten Übungen. Wenn du dich schon sonst niemandem öffnen kannst, dann doch Ihm, der die Liebe pur ist. Er wird dich niemals verletzten, niemals alleine lassen, niemals deine Schwäche ausnutzen zu seinen Gunsten. Er wird alles heilen, auch das wovon du gar nicht wusstest, dass es geheilt werden kann und muss.

Er macht dein Herz weich und deinen Sinn mild. Er verwandelt dich mehr und mehr in ein Abbild Seines Sohnes, in Sein Bild hinein darfst du wachsen, ganz von alleine – wenn du dich Ihm überlässt und immer wieder in Kontakt mit Ihm trittst.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Dämonen (wir leben nun mal in der Dualität) das Erwachen sofort für sich ausschlachten. Es beginnt ganz schnell mit Gedanken, die dir suggerieren, dass du „es“ jetzt hast, dass es sonst nichts zu erkennen oder zu erreichen gibt, dass es nun nichts mehr zu tun gibt. Wunderbar, damit legt der Dunkle dich sofort und nachhaltig lahm. Damit hat er dich in der Tasche. Es ist ausweglos. Diese Matrix aus Konzepten, „Weisheiten“ über das Sein und dich selbst ist jetzt deine Welt. Du bist erwacht, du bist alles und nichts, und das war‘s. Darin darfst du nun schwelgen, du darfst es jedem erzählen und versuchen damit all das für dein neues (heimliches) Ego rauszuholen, was rauszuholen ist. Im Maximalfall wirst du ein kleiner oder größerer Guru und genießt die Ehre und Aufmerksamkeit. Du hast einen Einblick erhalten in Zusammenhänge. Du bist dem Himmel ein Stückchen näher gerückt, doch das ist nicht dein Verdienst. Und es ist auch lange nicht das worum es wirklich geht im Leben. Denn da gibt es noch mehr.

Denn heimlich arbeiten die alten, unerlösten Muster weiter. Du kannst dir natürlich lange einreden, du seist nur noch Licht und Liebe. Doch an den entsprechenden Stellen, in den entsprechenden Situationen kocht dann doch wieder die Wut hoch, alte Verletzungen melden sich, und auch Andere merken, dass der Lack bröckeln könnte. Es ist sehr anstrengend, Guru oder spiritueller Lehrer zu sein und diese Rolle zu spielen. In vielen erstirbt jeglicher Antrieb, und sie lassen sich willenlos treiben von einem Impuls zum nächsten und folgen ihnen wahllos, weil ja angeblich alles göttlich, oder alles letztlich gleich-gültig ist. Eine perfide Taktik des Dunklen, um dich von der Sehnsucht nach einer Beziehung zu Gott abzutrennen…

Ich habe mich immer gefragt, warum es unter Erleuchteten/Erwachten Selbstmörder gibt, Alkoholiker, Kinderschänder, Drogenabhängige, offensichtlich Essabhängige, ja sogar Sadisten und Mörder. Wie erleuchtet ist das denn? Da stimmt doch etwas nicht.

Das Erwachen wird sofort von Dämonen benutzt, gedeutet, kategorisiert und verpackt. Dies ist überhaupt der größte Coup von Satan, um Menschen auszuschalten und lahmzulegen, sie von Gott zu entfernen. Viele erwachen durch Burnout an einem Endpunkt im Leben. Hier ist der Punkt, an dem sich Gott nähert und einigen wenigen Menschen sogar zeigt. Doch auf dem Fuße folgt der „Fürst“ und dreht alles um in seinem Sinne. Insofern stellt sich mir die Frage, von welcher Seite das Erwachen eigentlich initiiert wird.

Der „Fürst der Welt“ ist ein Meister der Vorspiegelung. Er suggeriert alles: Lichterlebnisse, außerkörperliche Erfahrungen, Treffen mit Geistern, Engeln etc.. Er hat sich auch Jesus Christus in Kopie einverleibt. Es gibt zahllose Kopien. Es ist wichtig eines zu wissen: es gibt nur eine Formel (biblisch korrekt), die nicht von S. benutzt werden kann, die den wahren Jesus Christus meint:

„Jesus Christus von Nazareth, der im Mensch gekommen ist.“

Mit allen anderen Formeln sind Dämonen noch die Türen geöffnet. Also paß genau auf, was du sagst, innerlich und äußerlich, wenn du Jesus einladen möchtest, sonst kommt der Falsche und beraubt dich des Schönsten. Warum nur beten wir alles Mögliche an: Buddhas, Engel, Meister, Gurus, lebende, verstorbene – nur nicht den EINEN GOTT? Von dem es sogar heißt: „du sollst keine anderen Götter haben neben mir…“? Haben wir so wenig Vertrauen in Ihn? Oder ist es nicht so, dass wir alle so sehr von der Kirche und (und damit durch S.) abgeschreckt sind, dass es uns wie ein Stock im Rückgrat sitzt? Bei mir war es so. Ich setzte Kirche und Christentum gleich, und war nicht imstande, diese Abneigung zu überwinden. Die meisten Menschen wenden sich leider nicht nur von der Kirche ab, sondern auch von Gott, weil sie enttäuscht sind.

Der weitaus größte Coup des „Dunklen“ war es, die Kirche in ihren Strukturen als Institution aufzubauen. Hier ist jede Freiheit erstorben, denn jede wahre Beziehung zu Gott erstirbt in Riten und Gottesdiensten. So wurde Glauben pervertiert und instrumentalisiert. Wahre Beziehung zu Gott ist extrem lebendig und will jede Sekunde neu gebaut werden, immer dann, wenn du dich an Ihn wendest in Gedanken, im Herzen und Ihm die Führung überlässt.

Was und wer ist Gott? Gott ist Liebe, Reinheit, Licht, Segen, und er ist ein Beziehungs-Typ! Er ist ein WESEN! Er ist eine Persönlichkeit! Da wir in seinem Bild erschaffen sind, können wir davon ausgehen, dass er uns ähnlich ist. Wir können uns zu Ihm hin entwickeln und ähneln ihm in unserer reinsten Form (ohne dämonische Einflüsse also). Er ist unser Schöpfer, und Er möchte mit uns in Beziehung sein. Er wollte das schon immer, von nichts anderem handelt die Bibel. Die Bibel ist die Geschichte vom Versuch Gottes, mit dem Menschen in Beziehung zu bleiben.

Und wenn du dich abwendest und nur in dein Sein blickst, in deine innere Weite, in das was behauptet Eins zu sein, dann fehlt dir das Wichtigste dabei: Gott. Er gibt erst das Licht dazu, die Lebensfreude, den Jubel. Er gibt dieser Weite erst die Schönheit und den Sinn. Und Er gibt deinem Herzen die wahre Heimat, Er gibt deiner Seele Halt und Wert.

Gott ist übrigens der beste Trauma-Therapeut der Welt. Er sammelt deine verstreuten Teile ein, Er bringt alles wieder zusammen und kann auch multiple Persönlichkeiten wieder vereinen, sie integrieren. In der Hingabe an Gott ist nichts unmöglich. Er heilt nicht nur alle deine Schmerzen, er heilt auch die Seele – in jeder Hinsicht. Jesus Christus ist nun mal der Heiland. Und zwar der einzige. Mit Ihm hast du die größte Macht des Kosmos auf deiner Seite.

Sei vorsichtig, achtsam und ehrlich mit all deinen Gedanken und Gefühlen. Woher kommen sie… wirklich….? Sind sie liebevoll, aufbauend, freudvoll, friedvoll, sanftmütig, voller Hoffnung? Dann sind sie von Gott. Oder sind sie egoistisch, stolz, ablehnend, sorgenvoll, angstbehaftet, bitter, frustriert, voller Minderwert, Rechthaberei oder Kontrollsucht? Dann sind sie vom Dunklen gespeist.

Nachdem wir IN der Dualität so viel Leid erfahren haben und oft nicht mehr ein noch aus wissen, erhoffen wir uns von der Nondualität Heilung und Frieden. Doch wir können die Dualität nicht „killen“, sie ist trotzdem da. Warum also nehmen wir sie nicht an und versuchen IN ihr zu heilen? Mit diesem Gott, der die Dualität UND die Nondualität geschaffen hat? In der Nondualität spielt sich die Dualität ab, sie ist der Träger, beides durchdringt sich. Indem wir die Dualität negieren oder ausblenden heilen wir nichts. Nur Gott kann uns heilen, er schenkt uns alles was wir brauchen.

Also, was haben wir eigentlich zu verlieren, wenn wir uns Ihm zuwenden? Das Nichts bleibt uns erhalten, das Alles, das Sein, die Nabe im Rad, all das geht nicht weg oder verloren. Aber es kommt etwas hinzu: die Reinheit des Herzens und die Beziehung zu einem Wesen, das es unendlich gut mit uns meint.

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