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Archive for the ‘Bibel’ Category

Ich kann jeden verstehen, der sich von dem Gott abgewandt hat, wie man ihn durch die Kirchen transportiert bekommt. Denn dieser Gott hat – zumindest bei mir – einen leblosen Beigeschmack hinterlassen.

Was in Kirchen geschieht war mir wenig anziehend, und die Hierarchie dort, die den Gläubigen dazu verurteilt, passiv in der Kirchenbank zu sitzen und einem Pastor, der als Einziger die Autorität im Hinblick auf Gott hat, bei zumeist langweiligen Predigten zuzuhören, und die gar einen Papst kürt, von dem sie behauptet, er sei der alleinige Vertreter Gottes auf Erden – all das hat mich von der Kirche und damit auch unweigerlich von dem biblischen Gott und auch der Bibel weg getrieben. Die Kirche erhebt den Alleinvertretungsanspruch für Got,t und sie hat es geschafft, dass die Menschen Kirche sofort mit Gott assoziieren. Doch Kirche ist tot, Gott ist lebendig. Kirche beteiligt den Menschen nicht in ihren Prozessen, sie ist in leeren Ritualen erstarrt und hat sich jenseits von einer lebendigen, warmen, innigen Beziehung zu Gott platziert – zu dem Gott, den der Mensch so dringend braucht, und der laut Bibel dem Menschen so gerne nahe sein möchte! So hat die Kirche Gott verfälscht.

Jesus, Gottes Sohn, hat doch von sich gesagt, Er sei das LEBEN, der Weg und die Wahrheit. Doch der Weg der Religion führt in den allermeisten Fällen nicht in eine lebendige, fruchtbare Beziehung zu Gott hinein. Der Glaube an Gott bleibt so ohne Früchte, ohne Segen und ohne die Liebe, die Gott für uns in Wirklichkeit hat – für jeden Einzelnen. 

So viele Enttäuschte wenden sich nicht nur von der Kirche, sondern auch von Gott ab. Sich von Gott abzuwenden, den persönlichen Gott wegen der Kirche zu verneinen, beraubt jedoch den Menschen der Möglichkeit, direkt und unmittelbar in eine Beziehung zu Ihm einzutreten. Deshalb haben all die Lehren von Selbst-Erlösung einen derartigen Zulauf. Wir sind ganz auf uns selbst zurückgeworfen, wenn wir an ein (fehlerhaftes) Konzept glauben, wie an das eines unpersönlichen Gottes, von dem wir Teil sind. Diese Philosophie ist anziehend, denn sonst müssten wir uns ja ganz und gar einsam und zurück gelassen fühlen… In diesem Richtungswechsel schwenken wir um vom naiven Glauben unserer Kindheit an einen liebenden Vatergott – hin zum Pantheisms: Gott ist in allem, alles ist Gott, ich bin Gott. Gott und die Welt werden gleich gesetzt und somit auf einer Ebene verwoben. https://de.wikipedia.org/wiki/Pantheismus Diese Lehre ist der Bibel und dem in ihr beschriebenen Schöpfergott konträr.

In dieser so klein wirkenden Entscheidung gegen den persönlichen Gott, den wir vielleicht nur aus Enttäuschung über die Kirchen und ihre Vertreter getroffen haben – hin zu diesem kosmischen, weltlichen Gott, von dem wir uns als Teil wähnen, geschieht Gewaltiges, denn wir ändern unsere Ausrichtung und somit unser Ziel! Wir verschieben am Knopf unseres Radios den Kanal, auf dem wir zu Gott senden und von Ihm empfangen! Unser Glaube stellt diesen Kanal dann neu ein!

Wir sind Radios

Wir sind wie Radios, empfangen und senden, doch wenn der Kanal nicht richtig eingestellt ist, rauscht es und kratzt es, wird es unverständlich, oder wir empfangen sogar einen ganz falschen Sender. So sprechen wir zu einem Gott, der nicht antwortet, oder – wenn es ganz schief läuft – sprechen wir mit Geistern, von denen wir nicht wissen können, was sie wirklich von uns wollen und welche Ziele sie in Wirklichkeit verfolgen.

Es ist ganz und gar nicht egal, an welche Art von Gott wir glauben und von wem wir uns Antworten erhoffen, welchen wir anbeten und mit welchem wir kommunizieren.

Unpersönliche Stille statt liebendem Vater

Statt dem liebenden Vater wählen wir das Unpersönliche, die Stille, und erwarten von ihr Heilung. Die magische Anziehungskraft der Stille verspricht Ruhe, Entspannung und Frieden. Wir erhoffen uns von ihr die Lösung von Traumata, die Heilung von Krankheiten, die Heilung unserer Seele. Die Verwandtschaft von Stille und Tod – so wie wir ihn uns vorstellen – ist verlockend und zieht uns immer stärker in die Richtung der Selbstauflösung. Wir glauben, wir müssten nur lange und intensiv genug stille sein, unser Ich und unsere Gedanken und Impulse weg geben, hingeben, sozusagen auflösen, damit wir endlich geheilt und glücklicher werden. Als sei die Stille ein heilsamer Geist heißen wir unseren alten Schmerz willkommen und entlassen ihn in die Stille, in der Hoffnung, so geheilt zu werden. (Um es vorweg zu nehmen: ich habe Heilung erst erlebt, als ich meinen Schmerz nach Jahrzehnten der Irrwege in Unterwerfung an den persönlichen Gott gegeben habe und um Heilung betete…)

Für den Augenblick gibt die Verknüpfung des Schmerzes mit der Stille ein Gefühl der Erleichterung, wenn der Schmerz dann durchlebt ist. Doch heilt uns das wirklich? Ich habe in meiner Vergangenheit wohl tausendmal die verschiedensten Schmerzen meiner Kindheitstraumata immer wieder gefühlt und in die Stille entlassen. Ich habe dazu auch Therapeuten aufgesucht und viel meditiert. Ich habe mich mehr und mehr nach Innen gewendet und zurückgezogen. Doch es heilte einfach nicht wirklich auf Dauer. Statt dessen wurde ich immer empfindlicher für Menschen und ihre Energien. Die Feinfühligkeit und Sensibilität steigerte sich in einem Maße, dass ich im Prinzip nur noch die Natur, Bäume, Himmel, Pflanzen als hilfreich erleben konnte – Menschen jedoch machten mir mehr und mehr Probleme. Oft schien die Heilung da zu sein, doch es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendwelche Trigger wieder alte Schmerzen an die Oberfläche brachten – obwohl ich sie doch so fleißig bearbeitet hatte…

Gott ist das Gegenteil von Tod

Gott ist lebendig, Jesus ist real, nicht umsonst hatte er gesagt: “Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Matth. 18, 3-4, und: “Aber ich habe wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast” Offb. 2, 4. Kinder haben kein Konzept von einem unpersönlichen Gott, sondern sie haben einen ganz naiven, natürlichen Zugang zu einem liebenden, gütigen Gott, der ganz klar größer ist als man selbst und selbstverständlich persönlich und nahbar. Was nützt mir ein Gott, der nicht mit mir redet? Der mir nicht antwortet? Der nicht wirklich wirkt? Ich möchte als Mensch Kind sein, einen liebevollen fürsorglichen Papa haben, an den ich mich mit allem wenden kann, und der mir nicht einen Stein geben wird, wenn ich Hunger habe und um Brot bitte… (Matth. 7, 7-12)

Die Bibel ist wahr. Der Gott der Bibel ist wirksam! Wenn du auf dem richtigen Kanal mit Ihm Kontakt aufnimmst, wird Dein Leben verändert… es kommt mehr und mehr in Ordnung… Du wirst mehr und mehr lebendig, es bekommt mehr und mehr Sinn… und du wirst mehr und mehr geheilt… 

Die Verherrlichung des Todes, des Sich-in-die-Stille-hinein-auflösens in der spirituellen Szene ist in Wirklichkeit extrem ungesund. Sie führt zu mehr Isolation, zu weniger Lebendigkeit, weniger Lebensfreude, Sie öffnet die Türen für ungute Kräfte, sie ist das Gegenteil von dem, was Gott eigentlich für den Menschen möchte. Gott wünscht sich Gemeinschaft unter den Menschen, die ihn lieben. Sie sollen sich gegenseitig so lieben, wie sie ihren Gott lieben und miteinander wirken, arbeiten, leben – in einer demütigen Haltung Gott gegenüber und in innigem Austausch miteinander und mit Ihm.

Demut äußert sich nicht darin, partiell Dinge an einen falschen Gott abzugeben, wie traumatischer Schmerz oder all das, was wir weg haben wollen. Demut äußert sich in einer Haltung, die sich komplett unter Gott stellt und sich Seinem Willen und Seiner Liebe ganz und gar überantwortet. Keine Selbsterlösung, sondern immer mehr Erlösung durch Gottes große Güte. Gebet in der Haltung eines Kindes, Erwartung von Heilung und Gaben in der Haltung eines Kindes. Glaube an etwas Größeres als wir jemals selbst sein können… und entsprechender Respekt davor…

Demut tut gut

Wir machen uns selbst zu den Göttern unseres Lebens, wenn wir uns nicht unter den Schöpfergott demütigen. Demut tut gut, denn wir müssen nichts aus uns selbst heraus können. Wir dürfen Kind sein. Demut macht das Herz weich und zeigt uns, dass wir einfache Menschen sind. Selbsterlösung hat nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun. Der Begriff “Gott”  ist völlig verkommen. Jeder meint damit etwas Anderes. Jeder bastelt sich seine persönliche Philosophie zurecht, so  dass er möglichst gut dabei weg kommt und sich möglichst an nichts und niemanden, auch an keinen Gott, anpassen muss. Wir leben in einer Welt, in der Trennung das Allheilmittel ist. Sind wir in einer Partnerschaft unzufrieden: Trennung. Sind mir mit Gott unzufrieden: Trennung, und her mit einem Gott, der uns besser in den Kram passt.

“Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt…” (Pippi Langstrumpf). Doch Unbegrenztheit ist nicht des Menschen, und spätestens wenn wir alt werden, merken wir, wie einsam wir sind, wenn wir es nicht irgendwann geschafft haben, bei einem Menschen zu bleiben. Und wenn wir es geschafft haben, dann sind wir spätestens dann allein, wenn er gestorben ist. Nur die persönliche Beziehung zum liebenden Vater- und Schöpfergott kann uns durch die Widrigkeiten des Lebens tragen, kann uns tiefen Sinn geben und Erfüllung.

Auf welchem Kanal sendet Gott?

Gott wartet – auf Seinem Kanal – auf unsere Entscheidung und unsere Hinwendung zu Ihm. Natürlich kann Er auch auf anderen Kanälen senden, sonst wäre Er nicht Gott, doch Er respektiert unsere Entscheidungen für oder gegen Ihn. Er ist nicht übergriffig und nicht manipulativ. Mehrmals im Leben dringt Er bei jedem Menschen durch und wirbt um ihn. Bei mir war das immer wieder durch eindringliche Träume. Doch ich verstand Seine Botschaften oft nicht, bzw. war auf meinem Weg verirrt, und meine Konzepte leiteten mich in die falsche Richtung… Stolz und Selbstzufriedenheit standen mir im Weg und eine gewaltige Überheblichkeit. Wir sind ja viel lieber selbst die Macher, bevor wir die Kontrolle an Gott abgeben…

Wer den wahren, realen, wirklichen Gott kennen lernen möchte, sollte sich mit der Bibel befassen, denn dort ist der Weg beschrieben, und dort tritt Er in Erscheinung. Und je mehr man darin unvoreingenommen liest, umso mehr offenbart sich Sein Charakter und Sein Wille und auch Seine Liebe. Die Bibel ist vom Heiligen Geist erfüllt und kann uns tiefe Einsichten schenken und die Verbindung zu Gott herstellen für den, der Ihn aufrichtig sucht. Es ist ein lebenslanger Prozess, diesen Gott mehr und mehr zu entdecken, und Ihn kennen zu lernen. Es führt in mehr Demut, in mehr Liebe, Nächstenliebe, zu mehr Sinn und Frieden untereinander.

Entscheidung und Vertrauen

Voraussetzung ist eine klare Entscheidung für diesen Gott, die man irgendwann treffen muss. Denn keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung – nämlich dagegen. Gott kann man nicht auf Schmalspur nachfolgen, es gibt nur entweder Ja oder Nein. Wer sich FÜR Ihn entscheidet, wird es nicht bereuen! Dazu gehört jedoch, sich und sein Leben ganz an Ihn auszuliefern. Dazu braucht es Vertrauen, und Vertrauen kann die Bibel schaffen – besser außerhalb der Kirche als innerhalb, aber das muss jeder selbst entscheiden.

Viele Menschen haben sich von Gott abgewendet weil sie Leiden erleben mussten und das Gott vorwerfen. Doch Gott ist der Einzige, der uns durch jedes Leiden hindurch tragen kann. der junge Phillip Mickenbecker ist ein gutes Beispiel dafür, wie auch sein Bruder und all seine Freunde. Es gibt kein Leben ohne Leiden, es gibt aber ein Leben ohne Gott. Es ist eine Entscheidung, die nicht nur unser jetziges Leben betrifft, sondern auch die Zukunft. Für den, der lieber ohne Gott leben will steht aber zu befürchten, dass er dann auch das Leben nach dem Tod ohne Gott verbringen muss – willst du das wirklich? Die Ewigkeit ohne Gott verbringen? Ich nicht.

Bilder: Pixelio Jürgen Frey Nr. 478615, motograf Nr. 109759

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Der Glaube bestimmt das Leben.

Was man glaubt entscheidet darüber, durch welche Brille man auf alles schaut. Je nachdem, was für ein Konglomerat an Überzeugungen, blau, rot, grün, schwarz oder bunt – es färbt den Blick auf die Welt und das persönliche Leben. Insofern ist das was wir glauben im wahrsten Sinne des Wortes von maßgeblicher Bedeutung, nicht nur für unser selbst, sondern auch für das der Menschen, auf die wir uns ja auswirken.

Meine alte Brille

Ich habe phasenweise unterschiedliche Glaubenssysteme für mich angenommen und ausprobiert. Daraus zimmerte ich mir ein eigenes Weltbild. Da ich an Religionen und Philosophien, als auch an nihilistischen Lehren interessiert war, sowie an Erleuchtung, Gurus, Meistern und Geistheilern und wissenschaftlichen Erkenntnissen, die mein Weltbild bestätigten – war das Spektrum breit und bunt. Jesus war immer mein allerliebster „Guru“, doch in einem esoterischen Sinn. Ich glaubte nicht an den persönlichen Jesus, der heute noch lebt und mir nahe kommen möchte, sondern an einen unpersönlichen Gott.

Jesus belegte in meinem Leben zwar einen herausragenden Platz, er war jedoch einer unter vielen. Mir war nicht die Notwendigkeit bewusst, Ihm mein Leben zu übergeben, und ich war der Meinung, bereits Hingabe an meine Art von Gott zu leben. Ich kam ja ganz gut alleine klar.

Ich schaute also durch eine vielfarbige Brille aufs Leben, und versuchte, irgendwie mit dieser Brille vor den Augen Heilung zu finden, denn es ging mir oft seelisch sehr schlecht. Manchmal heilte etwas durch spirituelle Methoden, doch nicht für lange, dann kam es wieder zurück. Insbesondere emotionaler Schmerz war ein zäher Begleiter.

Als ich von der Sinnsuche völlig ausgebrannt war, landete ich im Burnout. An diesem Punkt geschah das größte Heilungs-Ereignis meines Lebens, das ich nie vergessen werde, weil es tiefgreifende Veränderungen brachte. Ich war in Frieden gefallen, ins Jetzt, auch in Befreiung von Schuld und Pflicht. Ich konnte das nach meiner damaligen Brille nur als „Erwachen“ (Satori, Erleuchtung) identifizieren. Die gute Phase hielt ein paar Jahre, doch auch hier verlor ich die Heilung sukzessive wieder.

Heute weiß ich, was der Grund war: mein Leben hatte sich nicht wirklich geändert. Ich fühlte mich zwar befreit, machte jedoch genauso weiter wie vorher. Meine Brille sagte mir, es gäbe nichts zu tun und ließ mich verharren und passiv sein. Mein Glaubenssystem sagte mir, ich sei nun angekommen, es gäbe den freien Willen nicht wirklich, und es gäbe auch nicht wirklich eine Notwendigkeit für eine neue Ausrichtung – wohin denn auch und warum? „Einfach nur sein“ war nach dem Erwachen meine Philosophie. Insofern wiederholte ich die gleichen Fehler wieder. Im Grunde regierte das Lustprinzip in meinem Leben und die Ausrichtung auf Genuss. So hat mich mein Glaube begrenzt.

Ich machte das was ich immer gemacht hatte, ich ging wieder eine Partnerschaft ein, und nach einer Weile begannen die Probleme, weil ich eigentlich alles andere als beziehungsfähig war. Ich hielt jedoch eisern an der Partnerschaft fest, weil ich der Meinung war, dies sei eine Beziehung, die Gott geschenkt hatte, und der Mann der Traummann. Es war für uns keine Frage, dass wir zusammen gehörten. Ich ließ mich auch nicht von irgendwann auftauchenden unguten Bauchgefühlen abhalten.

Es stellte sich mit der Zeit heraus, dass wir beide nicht geheilt waren, also therapierten wir aneinander herum (mein Freund war vom Fach), beschäftigten uns mit Trauma-Heilung etc, probierten so manches aus, doch statt besser wurden meine psychischen Zustände immer schlimmer. Ich bekam Depressionen, massive Schlafstörungen, schlechte Träume, chronische Entzündungen, es häuften sich plötzlich Vergiftungen durch falsches Essen und immer wieder Tieftraurigkeit.

Erst als ich irgendwann einfach nicht mehr konnte, wirklich physisch und psychisch am Boden lag dämmerte mir, dass etwas grundlegend schief lief. Zu erschreckend waren meine Albträume, sie fühlten sich so real an. Ich fühlte mich nachts bedrängt, belästigt, verlacht und verhöhnt. Ich erlebte merkwürdige Dinge, manchmal schien mir als wäre jemand im Raum oder vor der Zimmertür. Ich hörte merkwürdige Geräusche, etwas hob die Bettdecke hoch und legte sich zu mir ins Bett, berührte mich am Rücken, ekelhaft! Ich träumte Erschreckendes, befand mich halbwach plötzlich in völliger Starre, ausgeliefert. Es war mir, wie wenn Wesen mir mehr und mehr auf die Pelle rückten. Einmal konnte ich meinen Kopf minutenlang keinen Millimeter bewegen, obwohl ich all meinen Willen aufbot. Ich war schon in die abwegige Theorie verfallen, mein Kissen aus Memory-Schaum würde irgendeine mysteriöse Strahlung erzeugen oder sei irgendwie verhext. Ich recherchierte schließlich sogar nach Alien-Besuchen und passenden Verschwörungstheorien. Doch das war nicht wirklich überzeugend. Die Bedrückungen kamen immer öfter, und sie mussten ja irgendwo her kommen…

Die Wende

Zu dieser Zeit erzählte mir jemand von Jesus und führte mich zu Videos von Taufen (von „The last Reformation“). Menschen tauften Menschen in Jesu Namen, und verjagten dann ihre Dämonen. Die Bilder waren beeindruckend, wenn auch etwas gruselig. Ich glaubte an so etwas nicht und hatte da ein Negativbild von krass religiösen Priestern in schwarzen Kutten mit dicken Kreuzen um den Hals – doch die Täufer in den Videos waren jung und modern und wirkten ganz normal, offen und freundlich. Es faszinierte mich was ich sah, denn die Menschen erzählten dort auch davon, wie sehr sie die Taufe befreit habe und wie genial Jesus sei. Und schließlich fiel in einem Video ein Satz, der mich schlagartig wach machte: „Es existiert ein Krieg zwischen Gut und Böse!“

Normalerweise wäre dieser Satz bei mir durchs Raster gefallen. Doch in einem kurzen Moment durchbrach er mein Glaubenssystem wie ein Schwert. Mir wurde schlagartig klar, dass das wahr sein musste. Heute weiß ich, dass mir der Heilige Geist einen lichten Moment geschenkt hatte.

Ich ließ mein Leben Revue passieren, mit all seinen schweren Erfahrungen, üblen Träumen schon als Kind, emotionalen Abstürzen und Katastrophen als Frau, Fehlschlägen und Schmerzen in Partnerschaften, zum Teil düsteren spirituellen Erfahrungen… Und Ich wusste schlagartig, dass ich mein ganzes Leben hindurch immer wieder von Dämonen angegriffen, manipuliert und verführt worden war. Und sie kannten nur ein Ziel: mich davon abzuhalten, den wahren Gott, das wahre Licht zu finden.

Sie hatten andere Menschen dazu benutzt, sie hatten meine Verletzungen benutzt, meine Traumata und meine Schwächen. Sie hatten mich zu Menschen-Abhängigkeit verführt und ebenso Hass, Ärger und Trennungen inszeniert. Ihr Endziel war mich zu töten. Und sie hatten es schon fast geschafft, denn meine Schlafstörungen und Depressionen hatten mich ans Ende meiner Kräfte geführt. Derzeit arbeiteten sie am finalen Schlag. Und ich wusste: es kann mir nur Einer helfen: Jesus Christus.

Erste Schritte im Licht

Mein Versuch, mir in Jesu Namen selbst die Dämonen auszutreiben war beeindruckend, denn ich spürte, dass mich etwas verließ. Ich wand mich wie ein Wurm in plötzlichem Würgereiz, Husten und Gähn-Anfällen, irgendetwas wollte wie ausgespuckt werden, und dann folgte ein tiefer Frieden. Alle Gedanken hatten aufgehört. Mit dem Frieden veränderte sich die Atmosphäre im Raum, es war wie frisch gelüftet, eine ganz natürlich wirkenden Helligkeit, Heiligkeit und Klarheit zog ein, die ich in dieser besonderen Qualität noch in keiner meiner spirituellen Erfahrungen erlebt hatte. Jesus schien anwesend zu sein.

Diese Erfahrung zerstreute meine letzten Zweifel – ich wollte mich unbedingt taufen lassen. Ich suchte nach Christen, die sich außerhalb der Kirchen betätigen – denn die Kirche war für mich nicht vertrauenswürdig. Ihr Gottesbild, ihre Vergangenheit und ihre Verlogenheit haben mich schon immer abgestoßen. Und dann durchlief ich bei einigen Jesus-Nachfolgern einen 3-tägigen Prozess von Befreiung (von restlichen Dämonen) und Lebensbereinigung. Eine Therapie mit Gott, Aufarbeitung des Lebens mit Umkehr und Gebet. Meine Begleiter waren erfahrene Leute. Nach diesem Prozess mit abschließender Taufe fühlte ich mich völlig durchgeweicht, gereinigt und entlastet. Die nächtlichen Angriffe verschwanden völlig, und mein geistiges und seelisches Leben bekam eine ganz neue Ausrichtung.

Die Brille durch Jesus

Ich hatte erlebt, dass die Sache mit den Dämonen wirklich stimmte. Und in der Lebensbereinigung lernte ich – vor allem durch die Menschen, die mit mir arbeiteten – Gott auf ganz neue Weise als persönlich, real, lebendig und anwesend kennen. Diese Leute waren anders als die aus der spirituellen Szene – ganz natürlich, nicht aufgesetzt, ganz normal, spontan, lebhaft, zugewandt, mitfühlend und zu Gott hin demütig. Sie hatten sich Jesus ganz und gar unterstellt, agierten für mich spürbar unter der Führung des Heiligen Geistes. Der brachte durch ihre Fragen und Eingebungen alte Erinnerungen und Zusammenhänge ans Licht, sanft und liebevoll, so dass es ganz leicht war, meinen Stolz fallen zu lassen und vor und mit ihnen zu weinen. Ich weinte viel in diesen Tagen. So konnte ich die vergangenen Ereignisse noch einmal neu mit und vor Gott durchleben, sie betrauern und im Gebet an IHN abgeben.

Von da an war mir klar, dass der biblische Gott real war. Deshalb konnte ich endlich die Bibel nicht nur als Weisheitsbuch annehmen, sondern auch als Wegweiser. Denn die Menschen, die mit mir so uneigennützig gearbeitet hatten, bezogen sich nur auf sie. Und sie teilten ihr Wissen mit mir – ohne auch nur einen Pfennig Geld zu verlangen. Letztlich stammte all ihr Wissen aus diesem heiligen Buch und vom Hören des Heiligen Geistes. Ich spürte einfach, dass Gott in ihnen lebt und durch sie wirkt. Das Zusammensein hatte eine Qualität von Liebe und Ehrlichkeit. Obwohl es schmerzhaft war, genoss ich es, endlich Gott ganz offen, ohne Rückhalt mein Leben hinzulegen, weil dieser Gott nicht straft sondern vergibt. Ich wollte diesen Gott, genau diesen, der sie zu solchen Menschen gemacht hatte, unbedingt haben und näher kennen lernen!

Ich lernte und lerne weiter den Heiligen Geist, Jesus Stimme zu hören. Dabei lerne ich es, meine täglichen Probleme, Gedanken, Pläne mit dem Heiligen Geist zu bewegen, um zu hören, was Gott darüber denkt. So versuche ich, mein Verhalten an Ihn anzupassen und erlebe sein weises Wirken.

Gott bestätigt sich selbst durch Sein Reden, Handeln und Wirken, Er verändert alles zum Positiven. Mein Glaube ist gewachsen, je mehr ich in der Bibel lese. Ich vertraue der Bibel, weil ich den Menschen vertraue, die Jesus so positiv beeinflusst hat. Ich weiß jetzt, dass die Bibel von Menschen geschrieben, jedoch von Gott diktiert wurde – an Propheten, die Gottes Stimme hörten.

Meine früheren Götter ließen mich letztlich scheitern. Da konnte ich die alte Brille ablegen und mich neu auf Jesus ausrichten, dem Jesus, der von sich sagte, Er sei Gottes Sohn, und der auch heute noch Dämonen fliehen lässt. Er hat durch Sein Leben ein so starkes Zeugnis hinterlassen, dass sich immer mehr Menschen davon berühren lassen. Das Gute hat eine immense Anziehungskraft.

Bibel

Die Wahrheit der Bibel entblättert sich, wenn man sie mit offenen Herzen und ohne Brille liest – ohne voreingenommen zu sein. Die ehrliche Entscheidung für Gott und den Glauben (Vertrauen) verstärkt ihre Wirkung. Mein Leben hat sich mehr und mehr geordnet und ist sinnvoll und sättigend geworden. Es gibt mir tiefe Befriedigung, mich von Gott geliebt zu fühlen, mich Ihm unterzuordnen, Ihn anzubeten und zu erleben, wie Er sich im Leben täglich auswirkt und Gebete beantwortet.

Welche Auswirkungen haben meine Glaubenssätze?

Meine bunte Brille hatte diese Beziehung verhindert, denn an was ich glaube, das prägt mein Leben. Auch nicht zu glauben ist Glaube, man glaubt dann halt etwas anderes.

Vielleicht sollten wir unsere Glaubenssätze überprüfen, wie sie sich im Leben auswirken – ob sie uns in ein gutes, mitmenschliches Leben führen oder in die Passivität oder gar Einsamkeit. Wenn ich z.B. glaube: „Es gibt keinen freien Willen“, schneide ich mir die Möglichkeit ab, ihn zu benutzen, oder es wenigstens zu versuchen. Wir haben täglich neu die Entscheidungsmöglichkeit über dies oder das. Glaube ich an das Leben und meine eigene Lebendigkeit und an mein aktives Mitwirken auf dieser Erde, dann wird mich das motivieren, es macht mich lebendig. Glaube ich daran, dass ich gesteuert bin und gar nichts tun kann, bringt mich das in eine Art Lähmung und Passivität. Also ist die Frage: welcher Glaube bringt mich weiter ins Leben und welcher vielleicht in eine Art Tod?

Wir werden nicht gezwungen etwas zu glauben, sondern wir WÄHLEN was wir glauben. Glaube ist nicht unausweichlich. Wir könnten versuchen, durch Denken zu erkennen, ob wir wirklich auf einem guten Weg sind. Jesus sagte von sich: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und die Bibel ist in ihrer Ausrichtung immer FÜR das Leben und für das Gute.

Der Blick durch den biblischen Jesus hilft mir dabei, Gottes Charakter und Wirken in meinem eigenen Leben wahr zu nehmen, in all Seiner Güte und Zugewandtheit. Die Bibel ist der Fuß, den Gott auf der Erde hat, sie ist Sein Fingerabdruck, sie enthält Seinen Imprint und das was Er sich für diese Welt gedacht hat. Sie ist weise und erzählt davon, wie sehr uns Gott liebt, wie sehr Er auch von uns geliebt werden möchte, und wie wir dahin kommen könnten, ein sinnvolles Leben zu führen – zusammen mit Ihm.

Fotos: Pixelio Nr. 771743 Tim Reckmann, Nr. 447981 Tomizak, Nr. 370864 Terry U. Weller, Nr. 410177 Rieke, Nr. 723466 Reiner Sturm, Nr. 706782 Rosel Eckstein

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Bäume im  Paradies

Die beiden Bäume des Paradieses symbolisieren die Wahl, die der Mensch hat. Es ist eine Wahl zwischen Frieden und Unfrieden, zwischen Hingabe/Annahme und Rebellion, zwischen Leben und Tod. Beugen wir uns vor Gott und leben wir in Seinem Schutz und unter Seiner Führung? Ruhen wir unter dem Baum des Lebens in Seinem Schatten? Oder wollen wir selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist und uns damit in eine wilde, ungeordnete und dunkle Welt begeben, in der wir allein auf uns selbst angewiesen sind?

Es ist eine einfache Tatsache: wir sind Menschen und keine Götter. Es beweist sich immer wieder, dass wir alleine ohne Gott nicht imstande sind, eine gute Ordnung zu schaffen. Was tun wir mit der Erde, die uns anvertraut ist? Wären wir Götter, dann würde sie anders aussehen und anders behandelt werden. Die Insekten sterben, auch die Vögel sterben. Die Meere sind voller Müll, es bilden sich riesige Inseln aus Plastik.

Fisch aus Müll

Die Meeresbewohner sterben daran. Große Teile des Wassers sind radioaktiv schwer belastet durch die Fukushima-Katastrophe, an die sich heute kaum mehr jemand zu erinnern scheint. Wir Menschen sind dermaßen kurzsichtig und vor allem eins: vergesslich. Wir haben nicht das große Ganze auf dem Schirm. Auch wenn wir uns einbilden, göttlich zu sein, so ändert das keinen Funken an den Problemen dieses Planeten.

Nein, wir sind nicht göttlich, wir sind aber eine Schöpfung Gottes. Eine Schöpfung, die sich selbstständig gemacht hat und unabhängig von Ihm. Die Früchte sehen wir vor uns, auch in der Klima-Erwärmung und all ihren Folgen. Wir sind nicht imstande, eine gute Ordnung herzustellen und aufrecht zu erhalten. Regierungen reagieren in Panik, Angst-gesteuert… WER ist es eigentlich, der diese Welt in seinem Klammergriff hält? Ist das nicht der „Gott der Welt“ satan? Ist dies alles nicht die Frucht dessen, dass wir uns so weit es nur geht von unserem Schöpfer entfernt haben?

Warum ist in der Bibel von Sünde und Schuld die Rede? Dies sind Reizworte für alle, die von restriktiver religiöser Erziehung gequält wurden. Unseligerweise identifizieren die meisten Menschen Gott mit der Kirche. Doch die Kirche hat viel Mist gebaut, und hat ihre eigenen heiligen Schriften verfälscht und ihnen misstraut. Sie hat ihren Ursprung verlassen und führt Menschen weg von Gott – bis auf einige wenige Ausnahmen.

Noch einmal, warum diese Betonung von Sünde und Schuld? “Sünde” heißt Zielverfehlung. Unser Ziel sollte Gott sein. Der Mensch ist gebaut, um in Beziehung und Kommunikation mit seinem Schöpfer zu sein. Und, ist er das? Nein. Er entscheidet alles alleine und ohne zu fragen, ohne seinen Gott zu suchen, ohne Seine Ordnung zu berücksichtigen. Der Mensch hat seine eigene Ordnung aufgestellt und schmort jetzt darin. Sünde ist alles, was wir ohne Gott machen, ohne die Beziehung, die Gemeinschaft mit Ihm, ohne zu fragen, ohne zu reden, zu beten, zu hören.

Gottes eigentlicher Plan für uns ist so grandios und überwältigend, Sein Bild, in dem Er uns geschaffen hat ist so schön und unbeschreiblich, alles aus Liebe, in Liebe und für Liebe, in Freude und Schönheit, in einem Miteinander – von Gott geplant und gedacht für Frieden untereinander. Gott hat eine andere Zeitrechnung als wir uns auch einen ganz anderen Überblick. Wir Menschen haben alle ein schönes Potential – doch ohne die Beziehung zu Gott können wir es nicht in segensreicher Weise erwecken, denn ER erweckt es, und zwar nur mit uns zusammen!

Ich rede nicht von Selbstverwirklichung oder Selbsterkenntnis. Das sind Techniken, die nicht zu Gott führen und letztlich auch den Menschen aufs Podest stellen. Ich rede von Gotteserkenntnis, vom Heiligen Geist, der uns leiten sollte, anstelle von uns selbst. Doch unsere verkorksten Seelen mit ihren ständig wechselnden Emotionen und Traumatisierungen lenken unsere Wege, wir können nicht von uns aus über diesen Tellerrand hinaus sehen, das geht nur mit Gott und mit Seiner Perspektive.

Den Himmel gibt’s echt, vor Kurzem las ich ein Buch mit diesem Titel. Ja, den Himmel gibt’s echt, und wir sollten ihn suchen. Den Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft – und ich meine NICHT Meditation und derlei Techniken. Wenn ich versuchen sollte zu beschreiben, wohin ich blicke, wenn ich bete, so ist es jedenfalls nicht nach innen. Beten ist keine Sache von zielgerichteter Konzentration nach Innen, sondern eine Haltung zu Jemandem HIN. Es ist ein in-Beziehung-treten und ein Erwarten von Antwort. Es ist keine Bemühung, sondern es geschieht aus Liebe und Hoffnung heraus. Es ist ein Senden und Empfangen im Geist, in der Überzeugung (Glauben) von der Anwesenheit des Übernatürlichen, Heiligen – des Heiligen, dem wir UNTERSTELLT und nicht gleich sind.

Der Baum des Lebens ist Jesus. “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben”. “Folgt mir nach”, “wer meinen Willen tut, wird gerettet werden…”, “…der Vater wird ihn lieben…”, “…und wir werden Wohnung in ihm nehmen…” Diese Worte von Jesus in der Bibel sind kein hohles Gerede, sondern sie sind WAHR. Wer den Schöpfergott noch nicht kennengelernt hat, irrt einsam herum und muss immer weiter sein eigener Herr sein. Das ist nicht nur anstrengend und ohne klare Orientierung – es führt auch letztendlich ins Verderben. Dabei haben wir einen Gott, der mit gestalten will, der lenken und führen will, der liebt und darauf wartet, dass wir Ihn suchen. Wer sind wir schon ohne Ihn? Wer Seine Größe und Heiligkeit nicht geschmeckt hat, kennt Ihn nicht…

Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.

Offenbarung 4, 8

Heiligkeit ist unermessliche Reinheit, Liebe, Größe, Macht, Schönheit, Licht, Glanz. Wie ist wohl das Wesen, das diese unvergleichliche Ordnung der Natur geschaffen hat,

Sonnenblume

die sich dank Seiner Genialität wieder regenerieren, heilen kann, dieses unglaublich ausgeklügelte System von Schönheit, das sich kein menschlicher Geist jemals ausdenken könnte? Und wir glauben, wir seien Gott?

Die Vorstellung vom Urknall anstelle der Schöpfung klingt irgendwie logisch, doch hat jemals eine Explosion Ordnung hinterlassen? Ganz im Gegenteil… Dieser Schöpfer ist ein Gott der Ordnung, der Struktur, der Harmonie und der GESETZE. Ohne Gesetze würde all das nicht funktionieren. Sie sind allgegenwärtig. Doch wir wollen ohne Gesetze sein und unsere eigenen aufstellen. Der Mensch als Schöpfer würde nichts als Chaos produzieren.

Dabei sind wir doch in der genialen Lage, dass dieser grandiose Schöpfer mit uns, mit jedem Einzelnen in Beziehung treten möchte! Was für ein Privileg! Und wir schlagen es Tag für Tag aus…. Im Gegenteil, wir lehnen Gott ab, weil wir Ihm vorwerfen, dass er all das Schlimme auf der Welt zulässt. Dabei haben wir all das doch einzig uns selbst zu verdanken! Wir kreiden IHM an, was wir selbst verbockt haben. Wir sind hier in einem Kindergarten, in dem alle Kinder verrückt geworden sind, indem die Erzieher die Kinder sich weitgehend selbst überlassen haben, weil die Kinder einfach nicht hören wollen. Ich sage „weitgehend“, weil Gott noch immer das Schlimmste verhütet.

Der Baum der Erkenntnis ist so viel verlockender…

Selbstkrönung

Selbst Gott spielen, selbst auf dem Podest stehen und niemanden über mir, keinen Gesetzen folgen müssen – das ist spannend. Jedes Kind möchte letztlich das tun was es will, doch es verbrennt sich dann die Finger an der Herdplatte, und das tut weh. in dieser Situation sind wir momentan in dieser Welt.

Dies ist ein Gott, der Grenzen setzt, wie ein guter Vater. Es sind Grenzen FÜR uns, nicht gegen uns, Grenzen, die uns gut tun, Grenzen, die das Leben regeln, Grenzen, die Auswüchse verhindern, Grenzen, die für ein friedliches Zusammenleben wichtig sind, es sind Grenzen, die nicht weh tun, wenn man mit Gott zusammen lebt, denn Er befähigt uns dazu sie zu halten. Ein liebender Vater schenkt unendlich viel Liebe und Wärme, er freut sich tatsächlich am Gehorsam seiner Kinder und belohnt ihn. Und der Lohn von Gott schmeckt wunderbar! Frieden ist der Lohn und Sinn.

„Gehorsam“ ist auch so ein Reizwort, insbesondere für die 68-iger Generation und ihre Nachfolger, denen auch ich entstamme. Ein gewalttätiger Vater erntet keinen Respekt, aber ein gütiger schon. Ich bin froh, dass Gott so ganz anders ist als mein Vater war. ER ist ein Vater, dem man sich anvertrauen kann, der die Dinge im Guten regelt, der weise Entscheidungen trifft und am besten weiß, was gut für mich ist. Ich darf mich an Ihn wenden mit allem was mich bedrückt und beschäftigt, kann mich bei Ihm ausweinen und voll und ganz darauf vertrauen, dass Er nur mein Bestes will. Was ich von Ihm höre ist für mich maßgebend und wegweisend, und ich weiß, dass es besser ist als das, was mir richtig erscheint. Manchmal zeigt sich das erst später, doch es zeigt sich. Und ich spreche, wenn es um Gottes Führung geht hier nicht vom “Bauchgefühl”, sondern vom Geist. Vom Heiligen Geist.

Diese “Bauchgefühl-Nummer” ist eine Verfälschung von der dunklen Seite. Es kann auch mal sein, dass Bauchgefühl und Geist übereinstimmen, doch das Bauchgefühl allein ist immer ein schlechter Ratgeber. Gott ist der Ratgeber, und bevor ich nicht sicher weiß, was ich von Ihm gehört habe und was Sein Wille ist, handele ich möglichst nicht mehr… (von Ausrutschern abgesehen…)

Wenn du von Gott hören solltest, so ist es wichtig, Unterscheidungsvermögen zu haben. Darum würde ich als erstes um Unterscheidungsvermögen beten. Denn auch satan, bzw. seine Dämonen sprechen und versuch alles, um uns vom richtigen Weg abzulenken. Die Botschaften von Gott sind niemals zwingend, sie sind ratend, aufbauend, weise, liebevoll, aber auch manchmal in einer unglaublich intelligenten Art erzieherisch und auf wachsende Reife abzielend. Gott will, dass wir wachsen. In Ihn hinein, in das Bild Seines Sohnes hinein.

Der Heilige Geist ist der Mittler zwischen Mensch und Gott, durch Ihn spricht Jesus, und Jesus wiederum ist der direkte Draht zum Vater. Alle Drei stehen für unterschiedliche Aspekte Gottes, die uns alle zugänglich sind, wenn wir uns für Gott entscheiden! Wenn wir nur endlich einsehen, dass wir es alleine nicht können! Dass wir alleine ‚verratzt‘ sind, dass wir unser Leben mehr und mehr an die Wand fahren!

Meist finden nur Menschen zu Gott, die keinen anderen Weg mehr gehen können. Die Verzweifelten, die Strauchelnden, die dem Tod nah sind, physisch oder psychisch.

Depression

Es sieht ganz so aus, als bräuchten wir die Extrem-Situation, um uns endlich überantworten zu können. Bis wir jedoch so weit sind, dass wir uns von Gott an die Hand nehmen lassen wird unsere „Klugheit“ uns führen, und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Bis dahin sind WIR die Entscheider, die Könner, die Macher und Wisser… bis hin zur aberwitzigen Vorstellung, wir seien selbst Gott, einfach nur weil wir Teil des Kosmos sind. Mit dieser Idee holt satan auch noch viele von denen weg, die eigentlich nur nach Gott und Jesus suchen. Ja, er ist nicht dumm, vieles klingt sehr logisch, doch es ist vor allem eins: verführerisch, denn es verführt zur Selbsterhöhung. Aber: Der Kosmos ist nicht Gott, nein, denn auch der Kosmos ist Seine Schöpfung.

Das ist die Krux, dass ständig die Schöpfung mit dem Schöpfer verwechselt wird. Doch Gott steht wirklich weit über allem, denn Seine Reinheit, Sein Feuer würde alles verzehren was nicht rein ist. Deshalb ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst. Auch das ist etwas, was wir nicht von uns selbst aus tun können, sondern wir brauchen auch hier Seine Hilfe. Ein Stoßgebet, und die Hilfe kommt. Wenn wir mit Ihm leben wollen, ewig, dann ist es nötig, dass unsere Reinheit wächst, dass wir das Alte abwaschen und ertränken und neu werden. Dann leben wir unter dem Dach des Lebensbaumes und bleiben dort, gesegnet und mit Seiner Hilfe.

Wir werden niemals unabhängig von Gott sein, das ist ein Trugschluss. Die beiden Bäume stehen auch heute noch für die Entscheidung, vor die wir gestellt sind: Mit Gott oder ohne Gott. Davon hängt unser Glück ab und unser Leben.

Bildquellen: Pixelio: 553847 von Helene Souza, 797053 Alexandra H., 699932 von Radka Schöne, 430632 Günter Havlena, Wikipedia: Selbstkrönung Friedrichs I. in Königsberg 1701 (zeitgenössischer Kupferstich)

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Bibel

In der Bibel, speziell im neuen Testament kommen vielen Menschen einige Aussagen sehr kryptisch vor. Ich erinnere mich, dass ich auch mit vielem so meine Schwierigkeiten hatte, bevor ich mich zu Jesus bekehrt hatte. Ich nahm damals deshalb für mich nur die Aussagen an, die ich verstand und denen ich zustimmen könnte. Den Rest versah ich mit diverse Fragezeichen in der Hoffnung, ihn eines Tages zu verstehen.

Besonders die Briefe gaben mir persönlich Rätsel auf und ließen mich an der Wahrheit der Bibel zweifeln. Z.B. die Aussagen im 1. Brief an die Korinther, in denen Paulus den Frauen (angeblich allen) untersagt zu lehren und ihnen empfiehlt, in der Versammlung zu schweigen (1. Kor. 14, 34-35). Diese Schriftstelle werden gerne von dogmatischen Menschen her genommen, die darin eine Legitimation dafür sehen, Frauen in den Kirchen den Mund zu verbieten etc.. Diese Bibelstelle wurde von den Übersetzern unterschiedlich übersetzt, die Mehrheit übersetzt jedoch nicht „DIE Frauen“, sondern „EURE Frauen“. Das ist ein wesentlicher Unterschied, denn hier sind nur die Frauen der Korinther Gemeinde angesprochen!

Paulus wusste sicher nicht, dass seine Worte einmal so negativ interpretiert würden.

Man muss die Briefe in einem anderen Licht betrachten. Jeder Brief wurde zu einer bestimmten Zeit an eine bestimmte (Ur-Gemeinde) geschrieben. Dies waren die ersten Gemeinden, die sich nach Jesus gebildet hatten, und an deren Entstehung die Apostel (Jesu Jünger) und ihre Schüler stark beteiligt waren. Die Briefe gingen also an örtliche Gemeinden (zu einer bestimmten Zeit), an Menschen, die von ihren Sünden (schlechten Taten und Gedanken, wie Trunkenheit, Drogen, sexuelle Ausschweifungen, Diebstahl etc…) umgekehrt waren und ihr Leben in der Wassertaufe Jesus gegeben haben – woraufhin man ihnen die Hände auflegte und sie durch Gebet den Heiligen Geist erhielten.

Dies waren also Nachfolger Christi, die eine eindeutige Entscheidung für Jesus und für Gott getroffen hatten. Der Bibel-Leser, der nicht Jesus nachfolgt, liest hier die Empfehlungen an die „Heiligen“ (so nennt Paulus die Gläubigen aus den Gemeinden), die entschieden waren für Christus. Also Menschen, die daran glaubten, dass Jesus tatsächlich für sie gestorben war, um den Weg zu Gott frei zu machen. Sie waren also von ihrem alten Leben in Sünde umgekehrt, um sich von Gott in mehr und mehr Reinheit verwandeln zu lassen und hatten den Heiligen Geist. Dieser Heilige Geist ist die Instanz auf die man dann auch hören sollte, denn Er ermahnt und zeigt wo man schief läuft und in die falsche Richtung geht. Man kann ihn aber auch überhören und weiter seinen fleischlichen Impulsen folgen, denn jede Nachfolge ist und bleibt freiwillig – von daher auch eine ständige Herausforderung.

Von den Christen in Korinth wurde Paulus bekannt, dass dort allerlei schief lief im Hinblick auf Reinheit. Dort gab es Streitereien (man stritt sich, wer von den Aposteln die bessere Lehre bot), sexuelle Unreinheit (es gab unter anderem Beziehungen von einem mit seiner Stiefmutter), und es gab laute Versammlungen, in denen einige Frauen sich rechthaberisch in den Vordergrund schoben und die ganze Gruppe dominierten, so dass dort der Frieden gestört war.

Paulus als der Älteste dieser Gemeinden (er hatte sie überwiegend gegründet) musste ein Machtwort zu den Korinthern sprechen, nicht um zu herrschen, sondern um dort den Frieden wieder herzustellen und die Menschen daran zu erinnern, was Jesus gelehrt hatte. Deshalb ermahnte er ganz speziell die Gemeinde von Korinth. Deshalb finden sich in diesem Korintherbrief so viele Empfehlungen darüber, wie sich die Heiligen (Jesus-Nachfolger) eigentlich verhalten sollten und wie nicht. Es sind ganz spezielle Empfehlungen an diese damalige Gemeinde der Korinther. Denn Jesus hatte den Jüngern beigebracht, den Anderen höher zu schätzen als sich selbst – ob Frau oder Mann, und sich selbst zurück zu nehmen.

Jesus hat die Frauen sehr, sehr wertgeschätzt, und es würde Seinen Lehren komplett widersprechen, wenn Paulus das Gegenteil getan hätte. Die Bibel aber ist logisch und konsequent in ihren Aussagen und muss richtig verstanden werden. Und Paulus war einer der Demütigsten derer, die Jesus Christus dienten, er hätte niemals eine eigene Lehre gelehrt.

Also bitte: niemand sollte sich das Recht herausnehmen zu behaupten, im Christentum dürften Frauen nicht sprechen und nicht lehren. Das ist eine sträfliche Verallgemeinerung. Vor Gott sind alle Menschen gleich. Und auch Frauen sollten sich davon nicht mundtot machen lassen.

Es gibt Stellen in der Bibel, die sind wörtlich zu nehmen, manches jedoch trifft nicht auf alle Menschen zu. Die Briefe des Neuen Testamentes gehen an die Nachfolger Christi und nicht an Otto-Normal-Verbraucher, der aus Gottes Sicht in Sünde lebt und sich nicht um Gottes Willen schert. Von daher gehen die Anweisungen an den engeren Kreis. Und: alles muss immer im Zusammenhang betrachtet werden und auch im jeweiligen Zeitgeist. Wo wurde geschrieben? Wann und an Wen?

Die Briefe des neuen Testaments richten sich durchweg an die „Heiligen“, also die Menschen, die Jesus Christus angenommen hatten – also an Menschen, von denen man mehr erwarten konnte als von anderen. denn sie hatten versprochen sich Jesus Christus als Vorbild zu nehmen. Der Prozess von Umkehr, Lebensübergabe und Taufe, sowie das Eintreten des Heiligen Geistes ist eine Erneuerung des Menschen, ist eine neue Grundlage, auf der er neu wachsen und gedeihen kann. Menschen, die diesen Prozess nicht machen, für die wird die Bibel weitgehend kryptisch bleiben (was jedoch ihrer Wirkung vom Wort her keinen Abbruch tut). Doch auch für die Heiligen, die umgekehrt sind, getauft wurden etc), die wieder in die alte Fleischlichkeit zurückfallen, wird sie wieder zum Geheimnis, wenn nicht erneute Umkehr statt findet.

Für ein tieferes Verständnis der Bibel, sowohl des neuen alsauch des alten Testamentes empfehle ich die Bücher von Frank Viola – durch ihn kam mir auch das alte Testament wesentlich näher – und natürlich VOR allem den Heiligen Geist…..

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Ich habe den größten Teil meines Lebens als Tontechnikerin beim Hörfunk gearbeitet, habe in dieser Zeit Beiträge und Sendungen bearbeitet. Es ist jeweils die Entscheidung des Autors, welche Teile eines Beitrags er senden will und welche nicht. Hat er sich entschieden, heißt es: „Schnitt!“ Die Entscheidung, welche Worte gesendet werden sollen und welche nicht, hat im Allgemeinen keine allzu großen Auswirkungen. Doch im Gegensatz dazu haben die Entscheidungen in unserem Leben oft sehr große Auswirkungen! Entscheidungen können weitreichend und schwerwiegend sein. Insbesondere meine ich hier die Entscheidung, ob wir an einen Schöpfer-Gott glauben wollen oder nicht. Denn es hängt von dieser Entscheidung und unserem Willen ab, ob wir Gott nahe kommen können oder nicht.

Aufgrund wovon treffen wir unsere Entscheidungen?

Als ich 17 oder 18 Jahre alt war, traf ich die Entscheidung, Atheistin zu werden, aufgrund einer traurigen Geschichte, in der eine junge Freundin durch einen Unfall plötzlich verstarb. Ich konnte den Schmerz kaum ertragen. Ich entwickelte Wut und Hass auf Gott.

Wir richten uns meist mit unseren Entscheidungen nach Gefühlen, oder nach vernünftigen Erwägungen und nach unseren Erfahrungen, denn: Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir selbst wissen was gut und was falsch ist, und was gerecht und was ungerecht. Wir glauben, wir wären im Besitz der Wahrheit und entscheiden nach diesem Anschein.

Scheinbare Wahrheit

Jeder Mensch hat in unserer chaotischen Welt seine eigene Wahrheit. Doch die Wahrheiten widersprechen sich und führen im schlimmsten Fall zu Mord und Totschlag. Wäre es da nicht weiser, der Wahrheit einer objektiven, unbestechlichen, guten und weisen Instanz – Gottes zu folgen? Wenn alle dies täten, wäre diese Welt ein wunderbarer Ort…. Doch der Mensch baut gemeinhin nur auf sich selbst, doch er ist fehlbar, er ist subjektiv, nicht souverän, er hat keinen Überblick, ist oft blind von Emotionen und Gedankenketten und ist tatsächlich nicht in der Lage, aus sich heraus (ohne Gott wirklich zu kennen) zu wissen was wirklich wahr und wirklich gut ist.

Gott jedoch weiß was wirklich wahr und wirklich gut ist. Derjenige, der diese Welt geschaffen hat, der uns geschaffen hat ist selbst die Wahrheit, ist selbst das Gute. Wer könnte also besser wissen als Er, was die Wahrheit ist und was das Gute ist? Und so lange wir Gott noch nicht wirklich kennen gelernt haben und mit Ihm eine Beziehung aufgebaut haben, so lange brauchen wir ein Hilfsmittel, um Seine Wahrheit zu erkennen und nach ihr entscheiden zu können. Und dieses Hilfsmittel ist die Bibel.

Mit ihrer Hilfe können wir diese Beziehung aufbauen. Und anhand von dem was sie sagt können wir – noch bevor wir in Beziehung mit Gott sind – lesen und verstehen, in welche Richtung es gehen sollte. Anhand der Bibel können wir hören was wirklich wahr und wirklich gut ist, und wie der Mensch, und wie wir als Menschen sein könnten.

Lass dir nicht von der Kirche Gott vermiesen!!!!

Die Kirche ist nicht Gott. Keineswegs. Niemand hat je so viele Menschen von Gott abgehalten wie die Kirche, ich meine insbesondere die katholische Kirche mit ihrer schrecklichen Vergangenheit. Durch sie wurde die Bibel zu einem Gesetzestext. Vielen Menschen dreht sich geradezu der Magen um, wenn sie in der Bibel lesen sollen, weil die Kirche aus Worten wie „Buße“ und „Sünde“ einen dicken, schwarzen Hammer geschmiedet hat, um Menschen in Angst zu bringen und gefügig zu machen. Damit hat sie das neue Testament und Jesus nicht verstanden.

Angst verhindert jede Intimität mit Gott

Aus Angst Gesetzen zu folgen ist überhaupt nicht das worum es geht. Die Botschaft des neuen Testaments ist nicht Drohung sondern Liebe, Gnade und Freiheit; nicht die wilde Freiheit des Menschen, der einfach tun möchte was er will und wie es ihm gerade einfällt – sondern die Freiheit, IN GOTTES LIEBE mit Ihm zusammen zu wählen, immer wieder – MIT GOTT.

Die Freiheit, die Gott schenkt ist die, dass der Mensch nicht mehr selbst entscheiden muss was gut und was recht ist, was wahr und was unwahr ist; es ist die Freiheit dessen, der erleben darf, wie gut es sich anfühlt und dem eigenen Leben und Umfeld tut, wenn er geführt wird – von einem Gott, einem liebenden Vater, der uns diese Qualitäten (das Gute, das Wahre) nicht nur in der Bibel vorschlägt, sondern sie selbst in Person IST und repräsentiert.

Dieser Gott hatte niemals etwas anderes im Sinn, als die Menschen zu sich hin zu ziehen, um in ihnen wohnen zu können. Er hat den Menschen geschaffen, um mit Ihm in einer Beziehung zu sein, wie gute, enge Freunde, wie Blutsbrüder.

Er ist ein Gott, der nahbar ist, der sich uns offenbaren will, nicht obwohl, sondern WEIL Er unser Gott und Schöpfer ist! Er möchte in unserem Leben unser König sein – ein weiser, gütiger König, voller Macht und Kraft. Er möchte alle, aber wirklich alle Schritte unseres Lebens GEMEINSAM mit uns gehen. Er möchte gefragt werden und uns dann unter die Arme greifen, uns Vorschläge machen, uns wohl tun wo es immer möglich ist.

Gott weiß, dass dieses Leben in einer gefallenen Welt, die nur so von falschen Wegen strotzt, schwer ist. Deshalb reicht Er uns Seine Hand – immer wieder. Er geht hinter uns her, um uns für sich zu gewinnen. Er fügt die Dinge, damit wir immer wieder die Chance haben, uns für Ihn zu entscheiden, anstatt für das was weder wahr noch gut ist. Er will, dass es uns gut geht!

Gott spricht nicht durch das „Bauchgefühl“

Von Anfang an (1. Mose 3) hat der Mensch immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen und sich damit von Gott und von der ursprünglichen Schönheit und Einfachheit des Lebens entfernt. Nur von sehr wenigen Menschen ist überliefert, dass sie Gott wirklich kannten und hören konnten. Einige davon sind die Autoren der Bibel.

Es ist nicht so, dass Gott immer durch das Bauchgefühl mit uns spricht – wie sehr viele Menschen glauben. Bevor man mit Gott geht, ist das Bauchgefühl eine trügerische Sache. Es muss mit dem Heiligen Geist geprüft werden. Es ist auch nicht so, dass Gott immer durch das Herz zu uns spricht, denn auch das Herz kann verdorben, falsch geprägt und somit trügerisch sein. Auch durch Logik und Vernunft ist Gott nicht zu erreichen und zu fassen. Erst wenn wir Gott gestatten, alle diese Ebenen mehr und mehr zu reinigen (durch Umkehr vom Falschen und durch Seine Vergebung), werden wir empfänglicher für Seine Stimme.

Die Bibel als Lot und als Wegweiser

Wenn du noch keine persönliche Beziehung zu Gott hast (was für die meisten Menschen gilt) und in einer spezifischen Situation fragst, was jenseits deiner eigenen Meinung wirklich gut und richtig und wahr ist, du Gott aber noch nicht hören kannst, dann gleiche deine Entscheidungen mit dem ab, was in der Bibel steht. Und suche mit ganzem Herzen und ganzem Verstand nach der Wahrheit und der Beziehung zu Gott. Jesus ist die Tür zu einem wahrhaft guten Vater. Jesus hatte und hat den Draht. Jesus lebt. Er ist hier.

Die Bibel steckt voller Weisheiten. Das alte Testament ist sowohl Geschichtsbuch als auch Weisheits-Buch. Im alten Testament findest du Weisheiten besonders in den Psalmen. Das neue Testament ist am besten für Einsteiger geeignet. Dort kann man in der Apostelgeschichte und in den Briefen lesen, wie die Urgemeinde lebte und was ihre Prinzipien waren. Sie waren noch ursprünglich und ganz, ganz nah an Jesus dran.

Die Ermahnungen von Paulus an die Gemeinde in Korinth zeigen, dass es schon damals Spaltungen gab durch Menschen, die ihre eigene Wahrheit leben wollten, anstatt den Worten Jesu zu folgen.

Schon immer war es ein sehr, sehr, sehr schmaler und heikler Pfad, der zu Gott führt, und auf solchen Wegen braucht man einen Führer (die Bibel).

Trügerische Freiheit

Es ist sehr verführerisch, seine eigene Wahrheit leben zu wollen. Es verspricht Erfolg, es stärkt unser Ego, und es gibt auf den ersten Blick ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit (von Gott). Doch ist Unabhängigkeit von Gott wirklich das Richtige für uns? Das Leben zeigt uns oft genug, dass wir doch in die Irre gegangen sind. Die Jahre nach meiner Atheisten-Entscheidung waren die traurigsten meines Lebens. Ich hatte jeden Boden verloren und fiel besinnungslos und blind und getrieben durchs Leben, bis ich endlich wieder einen Funken Glauben fand. Gott hatte mich nicht vergessen. Auf vielen Umwegen musste ich jedoch gehen.

Die Freiheit, die es schenkt, Gott zu folgen, ist nicht zu beschreiben, denn hier wird man wirklich frei von sich selbst. Gott ist so gut, so weise und so voller Liebe, sogar in seinen Korrekturen, dass es eine Freude ist, Ihm zu folgen – selbst wenn der eigene Wille ein anderer gewesen wäre. Denn Er schenkt durch Offenbarungen Einsicht und Erkenntnis. Fehler sind immer erlaubt, wichtig ist das Zurückkommen wie beim verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32). Dies ist eines der wichtigsten Gleichnisse der Bibel. Unbedingte Freiheit tut dem Menschen nicht gut, er kommt immer wieder in Sackgassen. Erst die Abhängigkeit von Gott macht wirklich frei.

Dieser Gott hat einen wunderbaren Charakter. Er ist so voller Liebe und Weisheit. Er kennt alle deine Wege, jeden Gedanken, er vergibt immer wieder deine Fehltritte, wenn du zurück kommst, und Er weiß was war und was kommen wird. Deshalb kannst du getrost und ohne jede Zweifel dem folgen was Er dir sagt. Durch den Heiligen Geist (den du im besten Fall durch eine Erwachsenen-Taufe empfängst), spricht Gott zu dir.

Das Glück, IHN zu hören

Ihn zu hören ist zunächst nicht ganz einfach. Es ist Übungssache. Es braucht echtes, ehrliches Gebet, Hinwendung, totale Offenheit zu Ihm hin, und immer wieder Umkehr von falschen Wegen, um Ihm auch nah zu bleiben. Durch ein Gefühl der Verlorenheit und dann im Abgleich mit der Bibel und erfahre ich persönlich, wo ich wieder in die falsche Richtung geritten bin. Dann beginne ich, Gott zu fragen, wo der Fehler lag, und wie ich es ändern kann.

Was bringt dich Gott nah?

Sprich mit Ihm wie zu dem Vertrautesten deiner Vertrauten. Du sprichst mit deinem besten Freund. Erzähle Ihm alles. Halte nichts, aber auch wirklich gar nichts zurück. Offenbare Ihm nach und nach all deine Schwächen, deine Zweifel, deine Ängste und auch durchaus deine Vorwürfe. Gott wird dich nicht verurteilen, wenn du Ihm dein Herz anvertraust. Er kann das alles nehmen, einfach weil es ehrlich und aufrichtig und wahr ist. Sprich laut, nicht nur innerlich. Sich selbst zuzuhören verstärkt die Kraft.

Und dann, je weiter die Beziehung fort schreitet, beginnt er dir nach und nach Dinge zu offenbaren. Über dich und über Ihn und über die Wahrheit in deinem Leben. Mehr und mehr erkennst du Sein Wirken in allem, und wie sehr Er dich schon immer gerufen hat. Du erfährst, welche Entscheidungen dich von Ihm weg brachten, auch warum dir so manches Schlechte und Schwere widerfahren ist. Du lernst von Gott auch über Sein Königreich. Du verstehst die Bibel immer besser, du wirst sie sogar eines Tages hoch spannend finden und dir Bücher kaufen, die dir helfen, Gott und die Bibel noch besser zu verstehen.

Es liegt ein Weg vor dir, auf dem du nicht mehr alleine bist, denn du gehst ja mit Gott – ob du nun einen Lebenspartner hast oder nicht. Ein Weg, auf dem du immer Leitung findest – wenn du sie suchst. Ein Weg auf dem du immer wieder hörst, wie sehr dich Gott liebt!

Gott entfernt sich nicht

Nach 46 Jahren Spiritualität, Esoterik, Buddhismus und Erwachens- und Erleuchtungs-Gedöns kann ich endlich sagen: ich habe meinen Weg gefunden, und ich habe Gott wirklich gefunden. Ich bin täglich in Kontakt. Und wenn ich es nicht bin, dann weiß ich sehr schnell, was mich davon abgehalten hat, und ich kenne die Wege, wieder in Seine köstliche und liebevolle Gegenwart zu kommen.

Nicht Er ist es, der sich von uns entfernt, sondern wir sind es selbst, die uns abwenden und nicht hören wollen. Doch Sein Herz ist immer offen für uns. Es ist allein unsere Entscheidung, uns umzudrehen und zurück zu kehren. Wir haben den freien Willen letztendlich, um uns freiwillig für Ihn zu entscheiden – immer wieder.

Entscheidung aus dem Geist

Die Entscheidung für Ihn können wir nur aus dem Geist heraus treffen, insbesondere wenn uns die Emotionen übermannen und wir nicht mehr wissen wohin. Wenn du verstrickt bist in widerstreitenden Gefühlen und Gedanken: reiß dich heraus in den Geist, jenseits des Denkens. Treffe die Entscheidung, nicht mehr selbst die Antwort finden zu wollen, sondern Seine zu hören – frage Gott. Lass dich nicht entmutigen. Gib nicht auf. Suche Ihn vom Geist aus. Immer wieder. Gott ist Geist und steht über der Vernunft und über den Gefühlen. Deine Entscheidung für Gottes Antwort wirkt sich aus, nach oben und nach unten. Die Gefühle folgen dem nach, sie sollten nicht deine Führer sein. Wenn dich beim Nachsinnen über Gottes Antwort für eine Entscheidung tiefer Frieden flutet, dann bist du dort genau richtig.

Die Entscheidung, dein Leben Jesus zu geben

Dies ist die größte Entscheidung für dein Leben, die du treffen kannst. Sobald du dich wirklich entschieden hast, dein Leben Gott zu widmen (ein Senfkorn an Glauben genügt), werden sich Wege öffnen.

Habe Geduld und sei offen. Suche dir Menschen, denen du vertrauen kannst und lass dich taufen, damit du den Heiligen Geist empfängst, und beginne deinen ganz persönlichen intimen Weg mit IHM. Jetzt hast du einen starken Partner, der mit dir durchs Leben geht. Und vielleicht liest du auch die Bücher, die dabei helfen können, um in eine nahe Beziehung zu kommen (z.B. „Meine Schafe hören meine Stimme“ von J.C. Hedgecock).

Wenn du durch die Prägungen der Kirchen eine Aversion gegen die Bibel entwickelt haben solltest, dann bitte Gott, dir die Wahrheit zu zeigen und dich von der Aversion zu befreien. Schlage im Internet nach, was die Begriffe, die dich stören, wirklich bedeuten, und schau bitte nicht auf den Kirchen-Seiten, sondern in Lexika, Wikipedia oder Bibel-wissenschaftlichen Seiten. Beginne damit, Gott selbst zu fragen, was Er eigentlich gemeint hat, dann wird er Heilige Geist dein Lehrer.

Wir lehnen ab was wir nicht kennen

Viele lehnen Gott ab, weil Er nicht in das Bild passt, das man sich von Gott gemacht hat. Doch man lehnt ab was man nicht kennt, weil man eine vorgefasste Meinung über Ihn hat. Gott ist wie Er ist, und Er wird sich nicht ändern. Und Er verspricht uns in der Bibel, dass es sich lohnt Ihn zu suchen und Ihm zu folgen. Den Weg ohne Gott haben wir lange genug ausprobiert. Vielleicht ist es jetzt Zeit für eine neue, grundlegende Entscheidung. Wir können Ihn nämlich erst dann wirklich kennen lernen, verstehen und erfahren, wenn wir in eine persönliche Beziehung mit Ihm treten; erst dann wissen wir – dann aber aus erster Hand!

Photos: Pixelio Image-ID 460757 Thomas Max Müller/ Image-ID 407482 und 348363 Rainer Sturm/ Image-ID 451076 Torben Wengert/ Image-ID 153737 Axel Müller/ Image-ID 806877 BettinaF/ Image ID 417875 A. R.

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Wir sind Beziehungswesen

Schon immer lebten wir Menschen, wie auch die meisten Tiere in sozialen Verbänden, in Gruppen, in Partnerschaften, Familien, Sippen und Völkern. Die Gruppe gab und gibt uns Sicherheit und Schutz. Auch bei den Tieren bedeutet Einsamkeit oder verstoßen zu sein den sicheren Tod. Deshalb ist es von Gott genial gedacht, uns so zu prägen, dass aufeinander angewiesen sind.

Doch da gibt es noch etwas, worauf wir viel mehr angewiesen sind. Da ist in uns eine weitere tief in uns wohnende Prägung, und das ist die Sehnsucht nach einem Gott, nach einem grandiosen Wesen, das uns liebt und uns geschaffen hat: hypergenial, hyperintelligent, weise, allwissend, allmächtig, rein und heilig, nicht korrumpierbar. Aus dieser Sehnsucht heraus sind alle Religionen entstanden. Doch nur in einer einzigen von ihnen hat sich Gott persönlich auf die Erde begeben, um uns den Weg zu Ihm (sich selbst) zu weisen. Und dieser Mensch, in den Gott sich inkarniert hatte, Jesus Christus, war etwas äußerst Besonderes. Kein Menschenleben auf dieser Erde vor tausenden von Jahren wurde so gut dokumentiert und von so vielen Zeugen beschrieben. Dieser Jesus Christus ist, im Gegensatz zu vielen mythischen Geschichten anderer Religionen kein Mythos, sondern geschehene, echte Realität. Jesus ist keinem Mythos entsprungen, sondern war wirklich hier.

Prophetien erfüllt

Gott hat es für nötig befunden (und im Alten Testament vielfach darauf hingewiesen), jemanden zu schicken, der Ihn, den Vater, den Schöpfergott bezeugen konnte, und zwar nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten, durch vielfach bezeugte Wunder und Zeichen, sowie durch einen unbestechlichen und nahezu unglaublichen Charakter. Jesus war nicht abhängig davon, ob Ihn Menschen lieben, ja Er ließ sich sogar von ihnen töten – soweit ging Seine Opferbereitschaft für Seinen und unseren Vater. Und: Jesus war auch deshalb hier, um all das zu erfüllen, was bereits im alten Testament geweissagt wurde. Zahllose Prophezeiungen der Bibel sind bereits erfüllt, ein Artikel geht von 3.268 erfüllten Prophetien aus. http://www.kath.net/news/27913 (Hier noch ein Beitrag eines Wissenschaftlers zum gleichen Thema: http://www.professorenforum.de/bibliothek/artikel/detailansicht/biblische-prophezeiungen-und-mathematische-wahrscheinlichkeiten/

Gott hat zuletzt mit Jesu Erscheinen alles getan was möglich war, um noch möglichst vielen Menschen vor und in der Endzeit (die ebenfalls in der Bibel prophezeit ist) Anstöße zu geben, umzukehren und sich ganz und gar auf Gott zu werfen – auf einen Gott, der sie sehnsüchtig erwartet und nicht will, dass sie verloren gehen!

Gott ist kein Marionettenspieler

Gott ist kein Marionettenspieler. Wir alle haben Gelegenheit, uns freiwillig für oder gegen Ihn zu entscheiden, und zwar immer wieder. Der freie Wille ist es, der uns Gott ähnlich macht. Denn welchen Wert hat es, wenn eine Marionette tut was der Marionettenspieler will? Kann man jemanden zur Liebe zwingen? Liebe kann nur aus freiem Herzen und freier Entscheidung fließen, sonst ist sie nichts wert. Wer versucht, einen Menschen dazu zu zwingen, ihn zu lieben, wird das Gegenteil von Liebe ernten.

Deshalb ist unsere freiwillige Liebe für Gott so wertvoll! Und deshalb schickte Er Seinen Sohn wie einen Zeigefinger, der auf Ihn, den Schöpfergott hin wies. Doch Jesus ist noch weit mehr als der Zeigefinger, Er ist auch das offene Tor zum Vater hin. Da Er selbst von Ihm ausging, kam Gott uns durch Ihn richtig, richtig nah. Jesus sagte: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“ Joh. 14, 23. Was für ein Angebot! Und: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ Joh. 14, 6.

Welche Beweise für Gottes Liebe brauchen wir noch?

Zahllosen Menschen auf der ganzen Welt erscheint Jesus Christus im Traum! Moslems bekehren sich zu Ihm, obwohl es für sie den Verlust von allem bedeutet, einschließlich Familie – was für Moslems tatsächlich einem Verlust der Identität gleich kommt. Doch Gott schenkt denen, die sich für Ihn entscheiden eine neue Identität, eine neue Sicherheit, einen neuen Weg durchs Leben, so dass sie befähigt werden, ihn auch zu gehen.

Jedem von uns möchte Gott das schenken. Er ruft uns Tag für Tag, Sekunde für Sekunde. Er wartet auf jeden Einzelnen. Und Er zeigt sich uns beständig durch die Genialität und Herrlichkeit der Schöpfung, der Natur.

  • Pusteblume

Vergleichen wir das was Gott gemacht hat (die herrliche Erde) mit dem was der Mensch gemacht hat (Fabrikschlote, Umweltverschmutzung, Kriege), dann sieht sogar ein Blinder, dass der Mensch, der ohne Göttlichen Ratschlag und nur aufgrund seiner menschlichen Entscheidungen durchs Leben geht, verloren ist.

Gott möchte mit uns sprechen! „Meine Schafe hören meine Stimme“ (Joh. 10,27) – dieser Satz aus der Bibel ist WAHR. Er möchte uns raten, uns helfen, uns zeigen wie es geht, uns in mehr Liebe führen, in Vergebung füreinander, in das Gegenteil von Hochmut und Stolz. Hochmut und Stolz führen zu Kriegen, zu Mord und Totschlag, zu Hass.

Wir leben in einem Zustand der Rebellion gegen Gott!

Die „gefallene Welt“ ist eine Welt von Rebellion gegen Gott! Nein, wir wollen Ihn nicht wirklich, wir wollen selber bestimmen. Und wir müssen ernten, jeder Einzelne in seinem eigenen Leben, was daraus erwächst.

Wir können nicht all das (Liebe, Vergebung, Bescheidenheit und Demut) aus uns selber schöpfen. Wir brauchen Gott, der uns bei allem hilft und helfen möchte! ER möchte uns die Liebe geben, die wir brauchen und auch die, die wir schenken möchten. ER will uns von unseren Zwängen befreien und von unseren Ängsten. Er greift jedoch nicht ein wie ein Diktator. Jemand der liebt, möchte freiwillig zurück geliebt werden.

Die Bibel mit den zehn Geboten ist eine Leitlinie. Die zehn Gebote wohnen ursprünglich auch in unseren Herzen, sie sind uns ja eingepflanzt. Sie wurden aufgeschrieben, um uns an das zu erinnern, was bereits tief in uns wohnt. Propheten kamen immer wieder, um auf Gott hinzuweisen, weil wir einfach sehr vergesslich sind und weil es uns viel zu lange ohne Gott ganz gut geht. Doch irgendwann ist Schluss, sowohl global als auch in jedem einzelnen Leben. Irgendwo ist der Point-of-no-return. Das ist nicht als Drohung gemeint, doch es ist Realität.

Es braucht eine eindeutige Entscheidung

Eine Umkehr zu Gott beinhaltet jedoch nicht nur eine einzige Entscheidung und ein schlappes Übergabegebet. Denn der Weg mit Gott geht sehr, sehr in die Tiefen der eigenen Seele – wenn du es willst. Er geht ans „Eingemachte“. Er geht hinein bis in die Gene, auch in das was wir von den Vorfahren mit bekommen haben. Gott will alles ausputzen. Doch Er braucht für jeden Schritt unsere Bitte und unser Einverständnis, unsere ernst gemeinte Einladung. Gott ist nicht übergriffig!

Gott aus dem Glauben in Ihn heraus einzuladen, und jede Entscheidung mit Ihm zusammen zu treffen, das wird uns niemals ins Unglück führen, sondern aus aller Dunkelheit heraus ins Licht. Und wenn die Welt um uns herum untergeht – dieses Licht kann uns niemand nehmen. Dieses Licht wird uns auch noch im Sterben leiten, und es wird uns auch nach dem Tod nicht verlassen – das ist das heilige und große Versprechen von Jesus Christus. Ein ewiges Leben im Licht anstatt in Dunkelheit.

„Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet?“ ( Luk. 11,11). Genauso ist auch unser Schöpfergott. „Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“ (Lukas 11,10). Eine ehrliche Bitte aus reinen Motiven, im Glauben und in Demut vor Ihm wird Er nicht abschlagen. Wenn du den „Draht“ zu Ihm hast, bist du gesegnet, dein Leben wird immer besser.

Gott ist viel mehr

Im Erwachen, Erleuchtung, im Advaita, in vielen New Age-Schulen wird Gott reduziert auf Seine Rolle als Schöpfer und das große LEBEN, mehr will man nicht von Ihm. Doch Gott ist mehr: Man kann mit Gott reden – Er antwortet! Er will uns durchs Leben begleiten, so wie Er damals vor dem Sündenfall mit Adam und Eva durch die Abenddämmerung ging – wie gute Freunde! Das könnte unser Leben sein, unsere Gegenwart und Zukunft. Mit Gott Hand durchs Leben zu gehen – was soll man sich sonst noch wünschen?

Wenn du Gott noch nicht kennst, dann fang an zu beten, im Vertrauen darauf, dass Er dich hört, und bitte Ihn, in dein Leben zu kommen und sich dir mehr und mehr zu offenbaren. Sprich es laut aus, damit auch deine Seele es hört. Deine Stimme wird im Himmel (und dieser Himmel ist nahe) gehört und jedes Gebet kommt an. Du musst weder knien, noch die Hände falten, noch in die Kirche gehen, denn Gott sieht nur dein Herz!

Foto Marionette: Pixelio, Nr. 81727, Peter Rittmeier

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»Der Herr ist König!«Fest gegründet ist die Erde, sie wird nicht wanken. Und der Herr wird für alle Völker ein gerechter Richter sein. 11 Der Himmel soll sich freuen, und die Erde soll jubeln, rauschen soll das Meer mit allem, was in ihm lebt. 12 Die Felder sollen in Jubel ausbrechen mit allem, was auf ihnen wächst! Auch alle Bäume im Wald sollen jauchzen, 13 wenn der Herr kommt! Ja, er kommt, um auf der Erde Gericht zu halten. Er wird die Welt gerecht richten und über alle Völker ein Urteil sprechen, durch das sich seine Wahrhaftigkeit zeigt.

Psalm 96

Ruhe

Die Welt scheint still zu stehen. Der Himmel ist stahlblau, kein Wölkchen, kein Kondensstreifen ist zu sehen. Die Stille ist laut geworden. Vogelgezwitscher erfüllt die Luft – so viel lauter als früher. Und die Vögel scheinen mehr geworden zu sein… Sie jubeln in den Lüften – zu wem jubeln sie?

Die Äste wiegen sich im kalten Wind – die Welt hält die Luft an. Es ist ein übernatürlicher Frieden da. Kein Flugzeug in der Luft, kaum Autogeräusche, kaum Menschen auf der Straße, nur in die Natur treibt es jetzt viele heraus. Alles scheint wie erstarrt, die Menschen, viele gebannt in Angst. Ein unsichtbarer kleiner Dämon jagt ihnen Angst und Schrecken ein. Er könnte überall lauern, besonders wenn Menschen sich nahe kommen – also Distanz.

Jetzt haben wir die Gelegenheit, tief durch zu atmen und ganz direkt zu erleben, wie sich das Leben vor hundert Jahren angefühlt haben muss – ohne Ablenkung durch all die vielen Möglichkeiten, die wir heute haben. Ohne Ablenkung durch Reisen, Sport, Feiern, Kultur, Konzerte, Menschenmassen… Man ist auf sich selbst geworfen – und kann endlich einmal nachsinnen über das Leben.

Das was wir jetzt erleben, diese Stille und Schönheit der reinen Natur, der plötzlich klarer werdenden Gewässer, des sauberen Himmels, der plötzlich so guten Luft, die sich atmet wie Nahrung… Das ist die Schöpfung eines einmaligen Gottes, der uns einstmals in ein solches Paradies gesetzt hat. Der uns Land gegeben hat und alles unter unsere Hoheit setzte, damit wir es hegen und pflegen, damit wir es lieben und mit Weisheit – gemeinsam mit Ihm, diesem großartigen Gott – verwalten.

Sein großes JA zur Schöpfung, Sein Wort hat all das geschaffen, und jetzt ist die Liebe spürbar – mehr denn je! Gott hat uns eine Atempause geschenkt! Er hat die Welt angehalten. Nur ein Gott kann das tun, es ist in Seinem Plan!

Jetzt ist eine Zeit, in der sich jeder tief besinnen kann auf das Eigentliche. Auf das Wesentliche. auf den Sinn seines Lebens.

Wir haben einen guten Gott, einen Gott, der nichts mehr liebt als den Menschen! Einen Gott, der all Seine Güte über uns ausschütten möchte – der dringend sucht nach Seinen Kindern, nach denen, die Ihn wirklich annehmen als König, als Leitfigur, als einzigen, unbeschreiblichen, gütigen, liebenden Gott. Er wartet nur darauf, dass Er Seine Güte in den einzelnen Leben zeigen kann. Und Er tut es ja bereits in all den Leben derer, die ihr Leben Ihm bereits gegeben haben. Doch Er möchte es allen Menschen zeigen, wie gut Er ist, wie sehr Er uns liebt.

Doch Gott ist nicht gewaltsam. Das Besondere am Menschen, das was ihn Gott-ähnlich macht, was Ihn in Sein Bild stellt – das ist sein freier Wille. Das ist einmalig in der Schöpfung. Engel haben keinen freien Willen, Dämonen auch nicht, doch der Mensch, der hat ihn! Und er soll ihn einsetzen, FÜR GOTT!

Er soll nachdenken, er soll sich fragen: spüre ich Gottes Liebe in meinem Leben? Wendet sich immer wieder alles zum Guten? Bin ich überwiegend gesund und gut versorgt? Hat Gott in meinem Leben den Raum, der Ihm gebührt? Wende ich mich mit meinen Problemen an Ihn? Steht Er an erster Stelle in meinem Leben? Lasse ich mich von Ihm führen? Höre ich hin was Er mir sagt und folge ich dem? Und: bin ich sozial gut eingebunden in eine Familie oder familienähnliche Strukturen? Gibt es Menschen, denen ich nicht egal bin, die mich annehmen und Vergebung leben? Bin ich also aufgehoben in einer Gemeinschaft und getragen von Gott? Komme ich immer wieder in Frieden durch Seine Hilfe? Rede ich überhaupt mit Gott? Lade ich Ihn in mein Leben ein? Ist Er mir nah? Und wessen Willen tue ich jeden Tag – Seinen oder meinen?

Kann ich spüren und sehen wie Er in meinem Leben wirkt? Erlebe ich, wie Er täglich meine Gebete erhört, ja auch im Kleinsten? Folge ich Seinen Geboten? Bin ich als Sein Kind gehorsam den Regeln, die Er liebt und in Seiner Weisheit für uns erdacht hat? Wenn wir das nicht können – kein Problem! Gott hilft uns dabei. Er ist kein strenger Gott, wenn Er weiß, dass wir in Seiner Spur laufen WOLLEN. Da zeigt Er Seine Güte und Geduld. Und er hilft uns auch dabei, Seine Regeln zu verinnerlichen, denn Gott verändert den Menschen. Und zwar zum Guten!

Brauchst du das nicht? Bist du schon von dir aus gut? Kannst du das wirklich, dich ganz allein zum Gutsein zu erziehen? Bist du gütig, hilfreich, liebend, sanft, langsam zum Zorn und übst du täglich Vergebung und auch Unterordnung unter Ihn – die gute, höhere Macht?

Der Mensch ist ein soziales Wesen, und im Grunde sehnen wir uns alle nach einem guten König, der uns sagt, was wir tun sollen und wie. Und wir haben das Glück, dass es diesen König gibt, der uns in Sein Königreich aufnehmen möchte. Ein Königreich, in dem Liebe herrscht und Gemeinschaftssinn, in dem geteilt wird, und indem es nur ein Zentrum gibt: Gott Vater und Jesus Christus. Wie eine Sonne schenkt Er alles, und die Kinder strahlen Liebe und Dankbarkeit zurück. Gott liebt Dankbarkeit, Er liebt es, geliebt und gelobt zu werden – und Sein Herz geht weit auf, wenn dies geschieht.

Ich finde es gut, wenn jetzt viele Menschen zum nachsinnen kommen und sie sich einige Fragen stellen.

Diese Welt ist von uns kaputt gewirtschaftet worden – Gott und nur Gott könnte uns helfen dabei, sie wieder in einen besseren Zustand zu versetzen, wenn wir lernen auf Ihn zu hören und Ihm zu folgen. Wer ist weiser als Gott? Wer weiß besser, was wir und diese Erde brauchen? Niemand. Wir sollten sein Angebot nicht ausschlagen, uns Ihm hinzuwenden. Wer weiß wie lange dieses Angebot noch steht?

Die Bibel spricht von der Endzeit, in der noch die letzten Treuen gerufen werden, die im Buch des Lebens stehen. Und wenn die Zahl erfüllt ist, kommt eine schwere Zeit für uns alle – bevor dann Jesus eines Tages zurück kommt. Zahllose Prophezeiungen der Bibel haben sich bereits erfüllt, auch diese wird sich erfüllen. Glaube es, oder nicht, das ist nicht wichtig, doch es würde nicht schaden, damit anzufangen in der Bibel zu lesen, wenn du noch nicht viel über Gott weißt.

Dort findest du Seinen Charakter beschrieben. Das neue Testament ist leichter zu verstehen, vielleicht beginnst du erst mal damit. Um das alte zu verstehen braucht man einen tieferen Blick und eine gemeinsame Strecke mit Gott. Doch alles öffnet sich nach und nach…

Sprich mit Gott, rufe Ihn an. Nutze die herrliche Stimmung in der Natur, die Einsamkeit, atme die Schönheit dort tief ein, frage dich, ob du wirklich, wirklich ohne einen Gott leben kannst, und frage vor allem dein Herz! Bist du voller Angst, oder Härte, voller Stolz, glaubst du noch immer, du bist der Herr deines Lebens? Ist dein Herz rein? Oder brauchst du nicht einen Gott, der es rein macht? Gott will das – nichts lieber als das! Du musst nicht bereits rein und fertig sein, das ist Sein Job! Aber zeige Ihm, dass du umkehren willst von dem Alten und mit Ihm neu beginnen. Lass die Sehnsucht sprechen und zeige Ihm deine Wunden, öffne dich Ihm und lass Ihn hinein. Füge Ihn nicht hinzu wie einen Götzen, sondern sei dir bewusst, mit wem du es da zu tun hast. Er ist gewaltig, groß, gütig, herrlich, heilig, ein reinigendes Feuer und gerecht. Deshalb fordert diese Gerechtigkeit, dass du deine Fehler bekennst und bereust. Dass du einsiehst, dass du dein Leben auf dem Holzweg verbracht hast und eigenmächtig warst, ohne Liebe zu deinem Schöpfer.

Wir kommen mit unserer Eigenmächtigkeit nun allmählich an ein Ende. Es hat zu nichts Gutem geführt. Wir erleben den Exzess des Egoismus in dieser Welt überall. Die Superreichen werden sich auch an diesem Absturz noch bereichern, so lange bis es knallt. Aber nicht nur die Superreichen sind egoistisch, wir alle, jeder sucht zuerst seinen Vorteil und seinen Gewinn. Wir können keine guten Menschen sein ohne Gott. Er will uns durchweben und umgestalten in Sein Bild. Das ist der Plan, ein genialer Plan – und ganz und gar abhängig von unserer individuellen Entscheidung.

Rede mit Ihm, und bitte Ihn in dein Leben – aus ehrlichem Herzen. Wenn du wirklich umkehrst und bereit bist, Ihn kennen zu lernen und Seinen Willen zu tun anstatt deinen, wird Er dir antworten. Such dir Menschen, die dir dabei helfen können, die bereits Erfahrung damit haben, aber schau genau, welche Menschen dies sind und wen sie wirklich verherrlichen. „An ihren Früchten werde ihr sie erkennen.“

Gottes Segen sei mir dir!

Foto: Pixelio Image ID611268 von Rainer Sturm

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Heute Nacht, als ich nicht schlafen konnte, fragte ich Jesus, ob es wirklich sein könne, ob es wirklich, wirklich wahr sei, dass all die Menschen verloren gehen, die nicht den Weg über Ihn, Jesus Christus, die Person, wählen (ich komme aus 40 Jahren Spiritualität und bin erst seit 2017 bekehrt) Und Er antwortete:

Warum bin ich denn sonst gekommen? Gott hätte nicht Mensch werden müssen, wenn dies nicht notwendig gewesen wäre. Niemand kommt zum Vater denn durch mich. Ich kam als Mensch, damit diejenigen noch gerettet werden, die wirklich umkehren wollen von ihrem falschen Weg.

Es gefällt meiner alten Natur nicht, dass das wirklich die Wahrheit ist, es fällt mir schwer, das zu vertreten und wirklich dahinter zu stehen. Eine andere Antwort wäre mir lieber gewesen. Es ist ja so unpopulär. Doch wenn Jesus das sogar selbst zu mir sagt: wie könnte ich dem noch widerstehen? Zumal es auch noch mit der Bibel übereinstimmt?

Es verschließt mir mehr und mehr den Mund, bzw. lässt mich fein auswählen, wem ich etwas sage und wem nicht und vor allem: was. Die Wahrheit erzeugt Ablehnung. Und es fällt auch mir schwer, Ablehnung einzustecken. Alles Fleisch lehnt sich auf gegen die Wahrheit. Wird mein Fleisch (die alte Natur, das gottlose Ego) angetastet, steht alles in mir auf und bringt tausend Argumente gegen die Wahrheit. Das ist überhaupt DAS Symptom dafür, dass die Wahrheit wahr ist – wenn diese alte Natur in mir aufsteht und dagegen redet.

Mein gottloses Ego will nicht sterben, der Geist aber, der in mir wohnt, kennt die Wahrheit und kann sie trotzdem aussprechen. Ich setze täglich die Wahrheit gegen die Lüge. Und es tut der Seele so gut sie zu hören. Sie lauscht andächtig und wartet, bis sie ausgesprochen ist. Und oft muss sie zustimmen, zumindest akzeptieren. Und wenn Jesus der Herr meines Lebens ist, und das ist Er, hilft Er mir, danach zu leben. Und Er beruhigt meine Seele wieder mit Seiner unvergleichlichen Liebe und Seinem Frieden.

Die Gedanken von Auflehnung gegen die Wahrheit erkenne ich und bringe Sie zu Ihm ans Kreuz. Sie dürfen mich nicht bestimmen. Das haben sie mein Leben lang gemacht und mein Leben damit verdorben – doch damit ist Schluss.

Verrückte Welt

Paragraph

Die Welt wird immer verrückter. Seit gestern ist es auch in Deutschland erlaubt, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der offizielle Grund ist, dass der freie Wille nicht vom Staat beschnitten werden darf. Was für Konsequenzen eine solche Gesetzgebung haben wird, darüber macht sich kaum jemand Gedanken. Der freie Wille des Normalmenschen ist nicht frei, sondern geprägt von Dämonen. Es wird in Zukunft viel mehr Suizide geben, weil es so leicht gemacht wird, und weil wir geneigt sind, unsere negativen Gedanken zu glauben. Es wird einem ein Giftcocktail hin gestellt, man musst ihn nur trinken. Das gefällt satan, da feixt er, da kriegt er wieder Personal…

Solche Dinge machen Gott wütend und traurig. Gott ist das Leben. Der Mensch fördert den Tod. Die Dämonen haben nichts anderes im Sinn, als den Egoismus des Menschen bis zum Exzess und zur letzten Konsequenz aufzustacheln, so dass man sich für alles das Recht nimmt. Man entscheidet über Leben und Tod. Gott hat nichts zu sagen.

Wer sich umbringt hat den Tod gewählt und nicht das Leben. Und zwar ein für alle mal. Es ist eine Entscheidung, die den eigenen Willen über den Gottes stellt. Unsere Gesellschaft ist ohnehin davon geprägt, dass des Menschen Wille über dem Gottes steht. Das ist modern, und es kommt den Menschen komisch vor, wenn jemand dagegen redet. Wir haben kein Vertrauen in Gott, sondern vertrauen nur uns selbst.

Dabei….

…kam Gott als Mensch auf die Erde. Er kam mit einem Auftrag, nämlich dem, uns ein Rettungsanker zu sein. Wow, er hat sich in einen verletzlichen Körper begeben, der Schmerz empfinden kann und die ganze Gefühlspalette. Und Sein Geist war so groß, dass Er das Schrecklichste in Kauf nahm, um als Derjenige erkannt zu werden, der die Prophezeiungen der Schrift erfüllt.

Er hatte erkannt, dass Er Derjenige ist, welcher… und Er ging zu Johannes, um sich taufen zu lassen – und anschließend in die Wüste, um sich von satan versuchen zu lassen. Und Er widerstand Ihm.

Und Er wusste, dass Ihn die Liebe zum Vater und Seine Botschaft das Leben kosten würde – das menschliche Leben im Körper. Jesus ist nicht freiwillig gestorben, Er ging vorher zum Vater beten.Er schwitzte Blut und Wasser vor Angst.

Und Er fragte, ob dieser Kelch nicht doch an Ihm vorüber gehen könne. Die Wut der damaligen Religiösen richtete sich hemmungslos auf Ihn, weil Er nicht in ihr Konzept passte, ja weil Er gefährlich für sie war, weil Er zeigte, dass sie auf dem Holzweg waren. Statt umzukehren und Ihn zu erkennen, sich von Ihm belehren zu lassen brachten sie Ihn um.

Das steht symbolisch für das was heute Tag für Tag auf der Welt geschieht. Täglich wird Gott umgebracht. Alles mögliche erklären wir selbst zum Gott, als anbetungswürdig und verehrungswürdig. Manche verehren Achtsamkeit wie einen Gott, oder Stille, Yoga, Erwachen, Gurus, Präsenz, Engel, die Madonna… oder den eigenen Körper – die Krankheit unserer Zeit: Schönheit, Reichtum, Popularität. Doch nichts von all dem ist Jesus wichtig. Aber uns ist es wichtig.

Jesus wäre wichtig, dass Menschen von ihrem hohen Ross herunter kommen und umkehren, dass sie sich beugen vor einem Gott, der sie liebt und lieben möchte… Gott als Person anzunehmen ist die einzige Möglichkeit, um in eine Beziehung mit Ihm zu kommen, die fruchtbar ist für unser Leben – genau gesagt: Ihn in den drei Personen anzunehmen, in denen Er mit uns in Kontakt treten möchte: als Vater, als Jesus Christus, als Heiliger Geist.

Geist – Austauschort mit Gott

Geist ist viel mehr als nur Achtsamkeit oder Bewusstsein oder Stille oder der sonntägliche Kirchgang. Der Geist ist der Austauschort mit Gott. Hier ist die Kommunikation mit Ihm möglich. Hier ist der Ort der Hingabe (nicht in der Seele), hier ist auch der Ort des Empfangens von Frieden und Liebe, von Segen. Dann, wenn der Geist auf Ihn persönlich ausgerichtet ist, in der Zwiesprache, im Hinhalten – am Lot der Bibel ausgerichtet, die eine Messlatte ist für die Wahrheit dessen was wir denken.

Lot, Messlatte

Facebook, Instagram, Blogs, Youtube… es wird so viel geredet. Womit wollen wir abgleichen was wir hören? Woher nehmen wir die Weisheit, nach der wir gehen wollen? Wir sind umher geworfen von Informationen und zahllosen Möglichkeiten. Wir picken uns überall etwas heraus und zimmern uns unser persönliches Weltbild. Und wir hoffen, dass es so richtig ist.

Doch da gibt es einen Gott, einen guten Gott, der es extrem gut mit uns meint, und nur das Beste für uns will. Er, Derjenige, der uns gemacht hat weiß am Besten was gut für uns ist, und Er möchte mit uns SPRECHEN! Doch Gott ist nicht bei Facebook oder Instagram. Er macht keine Videos und schreibt keine Blogs. Er möchte es PERSÖNLICH sagen, jedem Einzelnen – ins Ohr, in den Geist, in die Träume.

Doch dazu müssen wir eine Kehrtwendung vollziehen, innerlich. Weg vom alten Weg ohne diesen Gott, hin zu Ihm, um Ihm mehr zu vertrauen als uns, MEHR als uns selbst und: Jesus nachfolgen.

Das Vertrauen von Jesus in den Vater

Gott kam in Jesus Christus auf die Welt, um uns zu rufen. Jesus war beispielhaft für Vertrauen und Liebe zum Vater. Ein Mensch, der uns zeigt, dass auch wir Menschen das tun können was Er tat, dass auch wir Kinder Gottes sind, die Rettung brauchen durch die Hingabe an Ihn – selbst wenn es uns das Leben kostet. Treue bis in den Tod. Dabei ist es doch für uns noch komfortabel: wir müssen nicht wirklich physisch sterben, sondern nur den gottlosen Teil von uns hingeben in der echten Nachfolge Jesu. Einmal als endgültige Entscheidung, und dann immer wieder – bis dieser Teil Ruhe gibt.

Gott macht stark in der Schwäche. Welchen Mut, aber vor allem wie viel Vertrauen muss ein Mensch zu Seinem Vater haben, wenn Er sich abmetzeln lässt? Jesus vertraute auf die Schrift. Er wusste, dass Sie vom Vater inspiriert war. Und Er wusste, dass er wieder kommen würde, und dass Sein Opfer notwendig war.

Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet

2. Petrus 1, 21

Er wusste, dass Er derjenige war, der die Menschen aufrütteln sollte und dafür schließlich sterben würde. Dies war kein selbstgewählter Selbstmord, dies war die Erfüllung des Willens des Vaters. Es war die maximal mögliche Hingabe an Ihn.

Das Ende der eigenen Weisheit

Die Bibel kann nicht mit dem Verstand verstanden werden. Dazu braucht es das Herz und die Berührung Gottes. Sie ist nicht zum Verstehen da, sondern zum Glauben. Und der Glaube rettet. Und der Glaube führt zum Verständnis der Bibel. Glauben und Vertrauen folgen auf die Umkehr und Abkehr vom alten gottlosen Weg – hin zu einem Weg gemeinsam mit Jesus. Bei den meisten Menschen geschieht das erst dann, wenn das Ende der eigenen Weisheit erreicht ist, wenn man gescheitert ist. Dann kommt Jesus und hält Seine Hand hin, wenn man sich nach Ihm ausstreckt.

Es wäre schön, es wäre besser, wenn dies VOR dem Sterbebett geschieht, vor dem vielleicht selbst gewählten Suizid, bevor die Sterbehelfer kommen – dann wird auch noch die letzte Sekunde des Lebens wertvoll sein.

Fotos von Pixelio – Lot: Nr. 633043 von Rainer Sturm, Blutstropfen: Nr. 198049 von Katzensteiner, Paragraph: Nr. 496377 von Iwona Goldczyk

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Glauben und Glauben sind zweierlei. Es kommt ganz darauf an, an was man glaubt. Da gibt es die tausend verschiedenen Wege und Glaubensformen der Welt und auf der anderen Seite den Glauben, den die Bibel wachsen lässt. Auch die Welt bedient sich hier und da gerne bei der Bibel, doch sie versteht sie nicht und geht ihre Irrwege. Da ich lange genug diesen ersten Weg gegangen bin, weiß ich wovon ich rede. Den zweiten Weg lerne ich immer weiter kennen und lieben und möchte hier von ihm erzählen.

Der Knackpunkt ist der, dass man – wenn man vom Gott der Bibel wirklich gerufen wird – an einem zumeist dramatischen Punkt seines Lebens den Ernst der eigenen Lage erkennt, nämlich dass man verloren ist ohne Gott.

Bei mir ist damals der Auslöser die Erkenntnis, dass Dämonen höchst real sind, dass sie mir echt ans Leder wollten, mich umbringen wollen, mir meine Seele rauben wollen – ich merkte, dass es mehr und mehr darauf hinaus lief. So wurde mir klar, dass ich wirklich, wirklich einen Erlöser brauchte – jemanden, der von mich dieser Qual erlösen kann und will, und das konnte – nach allem was ich wusste und gehört und gelesen hatte – nur Jesus Christus sein. Menschen konnten mich nicht erlösen, Theorien und Glaubenssysteme auch nicht, und am aller wenigsten konnte ich mich selbst erlösen – auch wenn die Welt mir das pausenlos in tausend verschiedenen Formen immer einhämmerte.

Also begann ich an einem Punkt, der dramatisch und schmerzhaft, ja unerträglich war, mich Gott und diesem Erlöser total zuzuwenden. Ich bat um Hilfe und war mehr als jemals zuvor bereit, dafür mein Leben zu geben. Dann begann das Wunder, denn die Hilfe kam tatsächlich. Zuerst hatte ich nur einen Funken Glauben und Hoffnung, und dann begann Gott meinen Glauben zu stärken, denn ich erlebte und erlebe ganz reale Gebetserhörungen. Ich fühlte und fühle eine Resonanz des Guten auf mich und mein Leben. Vorher habe ich auch gebetet in meinem damaligen Glaubenssystem, doch die Resonanz darauf fehlte oder war ganz anders.

Gott reagiert auf dich

Wenn die Beziehung zu Gott wächst, verstärkt das die Resonanz, es entwickelt sich mehr und mehr ein Hin und Her zwischen dir und Ihm. Du lernst Ihn allmählich kennen. Weil du Ihn liebst, liest du in der Bibel – das Wort, das einzige, von dem du weißt, dass es wirklich, wirklich von Ihm stammen muss. Es ist eine merkwürdige und denkwürdige Geschichte, die du da vorfindest, und sie zieht dich immer mehr in ihren Bann. Die Resonanz mit Gott hilft dir, diese Bibel zu verstehen, mehr und mehr. Und mehr und mehr entsteht Leidenschaft, ein Brennen für Gott und Sein Wort. Die Liebe wächst, und wer liebt möchte den Partner immer tiefer und tiefer kennen lernen, ihm möglichst immer nahe sein. Und du spürst so sehr, dass du von Ihm geliebt wirst, dass Er immer für dich da ist, dass Er wohlwollend ist und dir gut will. Und du beginnst damit, mit Ihm durch deine Tage zu gehen und Seinen Rat immer mehr und öfter zu suchen. Und je mehr und öfter du dies tust, umso stärker ist die Resonanz in deinem Inneren und auch in deinem Leben. Je mehr du Ihn einlädst und fragst, umso mehr wirkt Er sich aus.

Plötzlich spürst du, dass dein ganzes Leben auf Ihn reagiert. Auch die Menschen, mit denen du zu tun hast, reagieren darauf. Dein Wort an Gott hat eine immense Kraft. Dein Gebet im Glauben hat einen Effekt auf Dein Leben – durch Ihn. Du adressierst Ihn immer öfter, Er ist aus immer weniger Lebensbereichen ausgeschlossen, Du gewinnst immer mehr Vertrauen in Ihn.

Und Seine Geschichte in der Bibel verändert Dein Weltbild. Da du spürst und erlebst, dass Gott real ist, dass Jesus Christus und der Heilige Geist und der Vater real sind kannst du kein anderes Weltbild mehr glauben – einfach weil es wahr ist was du liest. So kommst du, obwohl du es nicht wünschst, in Konflikt mit der Welt, in der du dich vorher so sicher bewegt hast. Und du beginnst zu verstehen, warum auch das in der Bibel steht, nämlich dass der Pfad immens schmal ist, und dass nur sehr Wenige ihn finden, und dass du abgelehnt werden wirst, wenn du Jesus Christus folgst. Und du verstehst, dass dich andere Menschen, mit denen du vielleicht vorher in Freundschaft verbunden warst, mit einem Mal ablehnen müssen, wenn du beginnst laut über Deinen Gott zu sprechen und über das was du von Ihm erfährst. Er passt nicht in ihr Weltbild.

Das Weltbild der normalen, weltlichen Menschen ist ich-zentriert, ausgerichtet auf Selbst-Erlösung. Doch Gottes Bild ist Gott-zentrisch und ausgerichtet auf die Erlösung durch Gott. Diese Erlösung findet nicht erst am Ende des Lebens statt, sondern schon IM Leben, nämlich genau dann, wenn du dich Ihm ergeben hast. Denn in der Taufe, die Du dann unbedingt willst, wird dein Geist erneuert. Die Dämonen fliegen raus, und Gott kommt herein.

Bei mir war es so, dass es in meinem Kopf plötzlich sehr hell und rein wurde. Der Geist ist eine Empfangsstation für Gott. Er wird dann erst richtig fähig, Ihn mehr und mehr aufzunehmen. Dein Mund, ist der Sender. Deshalb ist es wichtig, was du sprichst, und dass du es nicht nur innerlich sondern real aussprichst. Es ist wichtig, dass du vom Heiligen Geist geführt bist, wenn du betest und möglichst überhaupt.

Deine Worte haben Kraft, denn sie werden gehört von Gott UND von Dämonen. Die geistige Welt muss auf deine Worte reagieren, wenn du mit Gott gehst. So kannst du dir morgens für den Tag erbitten, dass du in Frieden durch gehen darfst, dass du geschützt bist und unbehelligt – und so geschieht es dann auch. Für jede Gelegenheit kannst du beten – in Übereinstimmung mit Seinem Willen und Seinem Wort wird es geschehen.

Das Weltbild ändert sich

Dein Weltbild gleicht sich dem Weltbild der Bibel an, denn du stellst fest, dass dieses Königreich Gottes tatsächlich real ist, und dass darin tatsächlich ganz spezielle Gesetze herrschen und wirken. Es geht nicht mehr um dich, sondern um deine Beziehung zu Gott. Und die Welt reagiert darauf in der einen oder anderen Weise. Fortan ist der Heilige Geist dein Helfer, dein Ratgeber, dein „Menschenflüsterer“. Er spricht mit Hilfe von Gedanken, Gefühlen, Eindrücken – und nicht nur dein Geist, auch deine Seele versteht immer mehr, wie gut Er ihr tut. Sie ist erst noch widerspenstig, doch nach und nach wird sie weicher und nachgiebiger. Sie merkt wie gut es ihr tut, all die Verhärtungen und Bitterkeiten, all das was noch nicht gelöst ist, Ihm hinzugeben und es von Ihm lösen zu lassen. Ja, du wirst mehr und mehr „süchtig“ nach Seinem Wirken in deinem Herzen und nach dem Frieden und Segen, den Er dann schenkt, wenn du die Dinge mit Ihm gemeinsam anschaust und sie Ihm übergibst.

Du erkennst, dass es sinnlos ist, etwas vor Ihm verheimlichen zu wollen – Er weiß es sowieso schon. Und Er ist so sehr daran interessiert, mit dir zusammen die Dinge zu bewältigen. Er ist wie ein großer Bruder an deiner Seite, um dir zu helfen.

Die GUTE Kraft

Da du es so konkret erlebst, dass du es nicht selbst bist, der dich erlöst, sondern dass da diese unendlich GUTE Kraft ist, die in dein Leben hinein wirkt, wird auch dein Glaube groß und größer. Und umso mehr du glaubst und im Glauben agierst, umso größer sind die Wirkungen auf dein Leben. Irgendwann hältst du gar nichts mehr vor Gott zurück und übergibst Ihm wirklich alles. Er soll dich lenken und gebrauchen wie Er will. Er gebraucht dich da wo du stehst, in deinem Leben. In diesem kleinen Umfeld sagt Er dir, wie es Dir und deinen Mitmenschen gut gehen könnte. Durch dich wirkt ER SICH aus. Er hat ja keinen Körper. Er braucht dich, um hier zu wirken. Und das ist der Sinn deines Lebens, der dich glücklich macht.

Gottes Liebe wirkt erst wenn DU IHN LIEBST

In der Rückschau auf dein altes Leben fällt dir irgendwann auf, wie extrem ego-zentriert du so oft warst, auch dann noch als du dich für erwacht und erleuchtet gehalten hast, ja du erkennst, wie viel mehr dich diese Lehren und Philosophien in die Egozentrik getrieben haben. Und diese Egozentrik hinderte Gott daran, zu dir zu sprechen.

Gott ist gut. Gott ist Liebe. Selbstlose Liebe. Doch diese Liebe ist nicht bedingungslos. Ja, Er erhält die Schöpfung durch Liebe am Leben, das ist, wenn man so will, der kosmische Aspekt von Jesus Christus. Doch die persönliche Liebe Gottes ist nicht bedingungslos, denn das was sie hindert ist, dass wir selbst Ihn nicht lieben, wenn wir unser Ego-Ding leben. Wir lieben immer uns selbst mehr. Und das schafft die Distanz.

Das Wort „Hölle“ bedeutet im Grunde nichts anderes als „Gottesferne“. Das ist das Schrecklichste, Gott fern zu sein, und es ist IMMER selbst gewählt. Weil man Gott nicht kennt und sich selbst mehr liebt, rückt man ab von Ihm. Irgendwo in der Bibel heißt es:

Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. 5 Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße[1] und tue die ersten Werke.

(Offenbarung 2, 4-5)

Meine erste Liebe als Kind galt Gott, doch in der Pubertät, als etwas Dramatisches geschah, entzog ich Ihm mein Vertrauen und kappte meinen Glauben ab. Heute weiß ich, dass ich dadurch aus Seinem Schutz heraus fiel und dadurch all das geschehen konnte, was dann geschah. Gott zwingt sich uns nicht auf, es ist unsere eigene Wahl.

Wir liegen Ihm am Herzen, Er möchte uns Gutes tun. Das wollte Er schon immer, und das will Er auch jetzt. Doch das steht und fällt mir unserem eigenen Denken, Glauben und Verhalten. Es geht jedoch gar nicht darum, dass wir uns zu irgendetwas zwingen müssten, um Seinen Willen zu tun – ganz und gar nicht! Es (der Glaube und die Beziehung zu Gott) beginnt klein und wächst in Liebe heran, und Gott zieht dich in Seinen Bann. Es ist ein Bann der Liebe und des Guten.

Wären wir nicht dumm, wenn wir dieses Angebot ablehnen?

Resonanz
Pixelio.de Foto von Schemmi Nr. 117321

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Das Wort „Versuchung“ aus der Bibel hat durch den religiösen Hintergrund, den die Kirche (nicht Jesus!!!) geschaffen hat einen sehr unangenehmen Beigeschmack für viele Menschen. Es klingt so nach: „Ich will etwas, aber ich darf nicht, sonst kriege ich Haue von Gott….“ Dieses Gottesbild ist jedoch völlig verdreht. Was in den Beichtstühlen der Kirchen abgelaufen ist und vermutlich noch abläuft hat mit dem Königreich Gottes nichts zu tun. Mir erscheint es wie eine Art Ablasshandel: „Du sagst mir deine Sünden, und ich gebe dir ein paar Aufgaben. Wenn du die erfüllst, sind sie vergeben.“ Mit anderen Worten: „Dann kannst du einfach weiter sündigen bis zur nächsten Beichte…“

Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob das heute noch so gehandhabt wird. Doch als ich klein war, kannte ich ein katholisches Mädchen aus der Nachbarschaft. Ich war evangelisch und neugierig, wie es bei den Katholiken so zugeht. Sie erzählte mir, dass sie einmal pro Woche zur Beichte gehen müsse, dass sie dort ihre Sünden bekennen müsse, also alles was sie an Unrechtem getan hat, dass dort der Priester sich das durch ein Gitter anhörte und ihr dann zur Strafe gewisse Dinge aufbrummte, etwa wie 10 mal das Vaterunser zu beten oder eine Woche kein Fernsehen zu gucken oder ähnliches….

Laut Kirche sind Versuchungen das, was uns zu bösen Taten anstiften kann, die gegen eines oder mehrere der 10 Gebote stehen. Dahinter steht das Gottesbild von einem strafenden Gott, der Gesetze aufstellt, die niemand einhalten kann, um dann mit strenger Hand zu strafen. Uuuuuh…. Was ist das für ein Gottesbild… Was für ein Gott soll das sein? Etwa ein Gott der Liebe? Das kann doch nicht stimmen! Dieses Bild ist nicht nur schief, sondern es ist eine Lüge. Die Worte der Bibel werden hier fehl interpretiert, und zwar nicht etwa, um die Menschen zu Gott zu führen – sondern um die Macht der Kirche zu stärken!

Es geht um Beziehung

„Versuchung“ ist in der Bibel ganz anders gemeint. Es geht um nichts anderes als um Beziehung und Nähe zu Gott. Es geht darum: was hält uns in Seiner Gegenwart und was trennt uns ab? Versuchungen führen zur Abtrennung, sie führen in die falsche Richtung. Dieser, unser Schöpfer-Gott ist gut, und Er will tatsächlich aus uns gute Menschen machen, damit Er uns immer nah sein kann. Denn: mit dem Gegenteil von Gut kann Gott sich nicht eins machen.

Alles was uns zu Eigenmächtigkeit und Egoismus (handeln ohne Gott) verführt ist Versuchung. Die Versuchung ist das, was uns dazu überreden will, dem zu folgen, wovon wir wissen, dass es nicht gut wäre. Nicht gut für unsere Beziehung zu Gott, und damit nicht gut für uns. Es geht NICHT darum, aus eigener Kraft gewissen Gesetzen zu folgen, sondern es geht darum, sich mit allem sofort an Gott zu wenden, es mit Ihm zu besprechen, Seine Antwort auf das Problem abzuwarten, sich Ihm so lange hin zu halten, bis Seine Antwort in uns hinein sickert, bis wir Seine Gedanken dazu zu kennen – um zu erfahren, was in Wahrheit das Beste für uns ist. Denn wer sollte es besser wissen als Gott?

Die Voraussetzung dazu ist natürlich, dass wir in dem Status sind, dass wir Gott hören können, dass wir also getauft und wiedergeboren sind, dass der Heilige Geist in uns wohnt, und uns jemand (auch die Bibel ist ein „Jemand“, denn aus ihr spricht der Heilige Geist) in die direkte Beziehung zu Gott geführt hat. Der „normale“ Mensch, der tief in die Welt verstrickt und in seiner alten Natur gefangen ist hat es schwer, Versuchungen zu erkennen und noch viel mehr ihnen zu widerstehen.

Wir können aber mit Gottes Hilfe lernen, unseren Impulse und Ideen nicht unmittelbar zu folgen, sondern ihren Inhalt mit Ihm, Gottes Wort und Seiner Liebe abzugleichen. Ist das was wir wollen, wofür wir uns gerade entscheiden, wirklich aus Liebe geboren? Ist das was wir denken und tun aus Liebe geboren? Oder dient es unserem Egoismus, Eigennutz, unseren persönlichen Zielen? Stellen wir uns selbst an die erste Stelle?

Zuerst kommt Gott… dann ich…

Es ist heute sehr modern und wird überall gepredigt, dass es darum geht, sich selbst zu lieben, dann würden wir auch andere lieben können. Doch das ist nicht wahr! Es geht zuerst darum, Gott zu lieben, dann erkennen wir Seine Liebe zu uns, und WEIL wir dann erfahren, dass Er uns liebt und total annimmt, können wir uns DURCH Seine Liebe und IN Seiner Liebe endlich auch selbst annehmen und lieben. Denn wir sind Ihm das Wertvollste! DANN erst können wir wirklich andere lieben wie uns selbst, denn wir wissen, dass Gott den Anderen genauso liebt, wie Er uns liebt.
Der Schlüssel zu allem Heilsamen – jenseits jedweden Egoismus – ist Gott, ist Seine Liebe und Seine Vergebungs-Kraft.

Es gibt vielfältige Versuchungen. Alle, auch die kleinsten Entscheidungen, die wir treffen müssen, sind von Wichtigkeit für unseren inneren Frieden und für unsere Nähe zu Gott. Eine kleine falsche Entscheidung, und schon ist Unsicherheit da, und schon kommen Gedanken von Rechtfertigung, und schon kommen ungute Gefühle von schlechtem Gewissen, von nicht-wahr-haben-wollen… all das trennt uns davon ab, weiter in Seiner Gegenwart zu ruhen.

Es ist nicht schlimm, wenn wir einmal einer Versuchung erliegen. Schlimm ist, wenn wir dabei bleiben! Wenn wir Ihn auch dann nicht fragen, wenn wir uns nach einer Entscheidung, einer Handlung nicht mehr gut fühlen. Wenn wir darauf beharren und darin bleiben, dann kommt ein Gefühl der Leere, der Orientierungslosigkeit, der Verlorenheit – verloren in unserem eigenen, schattigen Ego-Reich… Wir sind einen Abzweig gegangen, der ins Leere führt und nicht in die Fülle der Liebe unseres Gottes. Ohne diese Liebe sind wir verloren, was wir auch gefühlsmäßig wahr nehmen können. Dann ist es Zeit zur Umkehr.

Judas hätte sich entscheiden können, Jesus nicht zu verraten, hätte Er Gott gefragt was richtig ist. Er hatte den freien Willen, sich an Gott zu wenden, oder seinen Egoismus und seine Geldgier (30 Silberlinge…) entscheiden zu lassen. Wir können unseren freien Willen dazu benutzen, uns immer wieder für die Hinwendung zu Gott zu entscheiden, um uns dann von Ihm die Kraft zu holen, uns anhand Seiner Leitung richtig zu entscheiden. Es heißt in der Bibel:

„…denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ Phil. 2,13

Beides kommt von Ihm! Auch das Vollbringen. Wenden wir uns an Ihn im intimen Gebet/Gespräch wird Er uns nicht ohne Lösung lassen, denn Gott liebt uns ja. Er ist unser Vater! Er möchte uns nicht mit unmenschlichen Gesetzen quälen, sondern Er möchte mit uns zusammen durch alles hindurch gehen und uns reifen sehen.

Wie jeder Vater, der Seine Kinder lehren möchte, braucht es dazu auch Erziehung, und die ist uns natürlich nicht angenehm. Gott lässt uns den Raum, dass wir weg laufen UND wieder zurück kommen können, ohne dass Er grollt. Wir dürfen unsere Erfahrungen machen. Sein Geschenk ist die unbändige Freude des verlorenen Sohnes in der Bibel, der nach Seiner Rückkehr vom Vater ohne Vorwürfe in die Arme genommen wird (Luk. 15, 11-32). Die Versuchung will uns weg treiben, Versuchungen sind normal, jeder hat sie. Sie sind die Stolpersteine des Lebens, und wir dürfen an ihnen wachsen.

Foto Schlange: Image-ID Pixelio: 777741 Erwin Lorenzen

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